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Title:
JET ENGINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/037816
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a jet engine, which has a stationary housing, in which housing a primary flow is formed, in which inflowing air is burned in at least one combustion chamber, and in which housing a secondary flow is formed, in which inflowing air is accelerated by a fan and is discharged at the outlet cone of the housing together with the exhaust gas from the combustion chamber, which fan is mounted on a main shaft for rotation about an axis and has a plurality of fan blades, which extend substantially radially. According to the invention, at least one fan blade or a plurality of the fan blades or all of the fan blades have at least one air inlet channel for the primary flow, which air inlet channel conducts the air of the primary flow through the fan blade to the combustion chamber, and at least one fan blade or a plurality of the fan blades or all of the fan blades each have an outlet channel having an outlet opening oriented at least partly axially and at least partly tangentially, in order to feed the exhaust gas from the combustion chambers to the accelerated air of the secondary flow, this mixture of air and exhaust gas exiting at the outlet cone of the housing of the jet engine and thus producing the thrust.

Inventors:
SCHÖNING, Finn (Mettlerkampsweg 8, Hamburg, 20535, DE)
KOŽULOVIĆ, Dragan (Kohövedstraße 34, Hamburg, 22143, DE)
Application Number:
DE2018/100705
Publication Date:
February 28, 2019
Filing Date:
August 10, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHÖNING, Finn (Mettlerkampsweg 8, Hamburg, 20535, DE)
KOŽULOVIĆ, Dragan (Kohövedstraße 34, Hamburg, 22143, DE)
International Classes:
F02K3/068; F02C3/09; F02C3/14; F02C3/16
Domestic Patent References:
WO2008113088A12008-09-25
Foreign References:
US3283509A1966-11-08
US8033092B22011-10-11
US3269120A1966-08-30
US3892069A1975-07-01
US8033092B22011-10-11
Attorney, Agent or Firm:
JAESCHKE, Rainer (Grüner Weg 77, Norderstedt, 22851, DE)
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Claims:
Strahltriebwerk

Ansprüche

1. Strahltriebwerk mit einem feststehenden Gehäuse (11), in dem eine Primärströmung ausgebildet ist, in der einströmende Luft in wenigstens einer Brennkammer (21) verbrannt wird, und in welchem Gehäuse (11) eine Sekundärströmung ausgebildet ist, in dem einströmende Luft durch einen Fan beschleunigt und am Auslasskonus (20) des Gehäuses (11) zusammen mit dem Abgas der Brennkammer (21) ausgestoßen wird, welcher Fan auf einer Hauptwelle (16) um eine Achse drehbar gelagert ist und eine Vielzahl von im wesentlichen radial verlaufenden Fanschaufeln (19) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Fanschaufel oder eine Mehrzahl der Fanschaufeln (19) oder alle Fanschaufeln wenigstens einen Lufteinlasskanal für die Primärströmung aufweisen, der die Luft der Primärströmung durch die Fanschaufel (19) zu der Brennkammer leitet, und dass wenigstens eine Fanschaufel oder eine Mehrzahl der Fanschaufeln (19) oder alle Fanschaufeln jeweils einen Auslasskanal (26) mit einer zumindest teilweise axial und zumindest teilweise tangential ausgerichteten

Auslassöffnung (27) aufweisen, um das Abgas der Brennkammern (21) der beschleunigten Luft der Sekundärströmung zuzuführen, welches Luft-Abgasgemisch unter Erzeugung des Schubs am Austrittskonus (20) des Gehäuses (11) des Strahltriebwerks austritt.

2. Strahltriebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (21) in einem den Fan umgebenden Teil des Gehäuses angeordnet ist.

3. Strahltriebwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden (44) der Fanschaufeln (19) in einem Ring münden, der zwei umlaufende Öffnungen (48, 49) aufweist und dass eine Öffnung mit dem Lufteinlasskanal in der Fanschaufel und mit der Lufteinlassöffnung der Brennkammer in Strömungsverbindung steht und dass die andere mit dem Auslasskanal in der Fanschaufel und dem Abgasausgang der Brennkammer in Strömungsverbindung steht. 4. Strahltriebwerk nach den Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden (44) die Fanschaufeln (19) jeweils einen in Umfangsrichtung erweiterten ersten Bereich (46) mit der Öffnung für den Lufteinlassstrom und jeweils einen in Umfangsrichtung erweiterten zweiten Bereich (47) mit der Öffnung für den Abgasstrom aufweisen, welche ersten und zweiten Bereiche (46, 47) in der Frontansicht eine kreisbogenabschnittförmige Kontur haben derart, dass die jeweiligen Öffnungen der ersten und zweiten Bereiche in der montierten Lage jeweils die umlaufenden Öffnungen (48, 49) bilden.

5. Strahltriebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammern (21) in den Fanschaufeln (19) angeordnet sind.

6. Strahltriebwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammern in den äußeren Endbereichen der Fanschaufeln angeordnet sind. 7. Strahltriebwerk nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Endbereiche der Fanschaufeln (19) in einem umlaufenden Fanring (32) enden, in dem die Brennkammern angeordnet sind.

8. Strahltriebwerk nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Endbereiche der Fanschaufeln (19) und/oder der umlaufende Fanring (32) in einer umlaufenden Ringnut (31) in der Innenseite (30) der äußeren Gehäusewandung (12) verlaufen derart, dass nur die mittleren Abschnitte der Fanschaufeln (19) im Strömungskanal (15) der Sekundärströmung liegen.

9. Strahltriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (21) in dem äußeren Endbereich einer Fanschaufel (19) oder in dem den Fan umgebenden Teil des Gehäuses axial ausgerichtet ist.

10. Strahltriebwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (21) entgegen der

Schubrichtung ausgerichtet ist.

11. Strahltriebwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer radial entlang einer Fanschaufel in deren Schaufelblatt angeordnet ist.

12. Strahltriebwerk nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ede Fanschaufel (19) eine Brennkammer (21) aufweist.

13. Strahltriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die einströmende Luft im Primärkreis durch einen Verdichter (18) vor der Brennkammer (21) verdichtet wird.

14. Strahltreibwerk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptwelle (16) den Verdichter (18) in der Primärströmung antreibt.

Description:
Strahltriebwerk

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Strahltriebwerk mit einem feststehenden Gehäuse, in dem eine Primärströmung ausgebildet ist, in der einströmende Luft in wenigstens einer Brennkammer verbrannt wird, und in welchem Gehäuse eine Sekundärströmung ausgebildet ist, in dem einströmende Luft durch einen Fan beschleunigt und am Auslasskonus des Gehäuses zusammen mit dem Abgas der Brennkammer ausgestoßen wird, welcher Fan auf einer Hauptwelle um eine Achse drehbar gelagert ist und eine Vielzahl von im wesentlichen radial verlaufenden Fanschaufeln aufweist.

Solche Strahltriebwerke sind allgemein und in unterschiedlichen Aus führungs formen bekannt. Eine mögliche Aus führungs form ist ein Mantelstromtriebwerk, bei dem die Sekundärströmung die Primärströmung außen umgibt. Häufig ist die Anordnung so getroffen, dass in axialer Richtung von vorne nach hinten zunächst der Fan auf der Hauptwelle angeordnet ist. Hinter dem Fan wird die einströmende und durch den Fan beschleunigte Luft aufgeteilt in die innere Primärströmung und die äußere Sekundärströmung. Es folgt in der Primärströmung der Verdichter, der als Axialverdichter ausgebildet ist. Die so verdichtete Luft gelangt in die Brennkammer (n) , die axial hinter dem Verdichter angeordnet ist (sind) . In der Brennkammer wird der zugeführte Treibstoff, in der Regel Kerosin, mit der verdichteten Luft verbrannt. Dieses Luft-Abgasgemisch wird am Austrittskonus des Gehäuses unter Bildung des Schubs ausgestoßen. Um den Fan und den Verdichter anzutreiben, ist hinter den Brennkammern eine Turbine auf der Hauptwelle angeordnet, die die erforderliche Drehbewegung des Fans und des Verdichters auf der Hauptwelle bewirkt. Durch die axial aufeinanderfolgende Anordnung des Fans, des Verdichters, der Brennkammern, der Turbine und des Austrittskonus baut ein solches Strahltriebwerk relativ lang. Auch ist ein solches Strahltriebwerk aufgrund der Vielzahl der Baugruppen relativ schwer.

Aus der US 8,033,092 B2 ist ein Strahltriebwerk bekannt, bei welchem die Turbine zum Antreiben des Fans und des Verdichters ringförmig den Fan umgibt. Der Fan weist hohle Schaufeln auf, durch die die Verbrennungsluft zu der ringförmigen Brennkammer geleitet wird. Die Abgase der Brennkammer treiben die Turbine an und vermischen sich hinter der Turbine mit der Sekundärströmung. Dabei werden die Abgase über eine ringförmige Abgasdüse von außen der Sekundärströmung zugeführt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Strahltriebwerk anders aufzubauen, so dass es kürzer und auch leichter baut. Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass wenigstens eine Fanschaufel oder eine Mehrzahl der Fanschaufeln oder alle Fanschaufeln wenigstens einen Lufteinlasskanal für die Primärströmung aufweisen, der die Luft der Primärströmung durch die Fanschaufel zu der Brennkammer leitet, und dass wenigstens eine Fanschaufel oder eine Mehrzahl der Fanschaufeln oder alle Fanschaufeln jeweils einen Auslasskanal mit einer zumindest teilweise axial und zumindest teilweise tangential ausgerichteten Auslassöffnung aufweisen, um das Abgas der Brennkammern der beschleunigten Luft der Sekundärströmung zuzuführen, welches Luft-Abgasgemisch unter Erzeugung des Schubs am Austrittskonus des Gehäuses des Strahltriebwerks austritt. Durch die Anordnung der Lufteinlasskanals der Primärströmung in der Fanschaufel wird die einströmende Luft aufgrund der Drehbewegung weiter verdichtet.

Weiterhin ist der Abgasstrom zum einen axial nach hinten ausgerichtet. Zum anderen ist der Abgasstrom aber auch tangential ausgerichtet, so dass durch den Rückstoß beim Austritt aus dem Auslasskanal der Fan in seiner Drehrichtung angetrieben wird. Dadurch wird die Hauptwelle angetrieben, auf der auch ein Verdichter für die Primärströmung angeordnet sein kann. Auf eine Turbine hinter den Brennkammern zum Antreiben des Verdichters kann verzichtet werden, so dass sich der Bauraum weiter verkürzt. Es wird zudem die vollständige Baugruppe der Turbine eingespart, so dass das Strahltriebwerk insgesamt leichter ist. Weiterhin kann sich die Auslassöffnung über die gesamte freie Höhe der Fanschaufel im ringförmigen Strömungskanal erstrecken, so dass eine gute Vermischung der Primärströmung und der Sekundärströmung erreicht wird. Insbesondere erfolgt eine Vermischung über den gesamten ringförmigen Querschnitt des Strömungskanals der Sekundärströmung .

Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung der

Lufteinlasskanäle und der Auslasskanäle kann das Strahltriebwerk zum einen so ausgebildet sein, dass die Brennkammer in einem den Fan umgebenden Teil des Gehäuses angeordnet ist. Dann ist es zweckmäßig, dass die freien Enden der Fanschaufeln in einem Ring münden, der zwei umlaufende Öffnungen aufweist und dass eine Öffnung mit dem Lufteinlasskanal in der Fanschaufel und mit der Lufteinlassöffnung der Brennkammer in Strömungsverbindung steht und dass die andere mit dem Auslasskanal in der Fanschaufel und dem Abgasausgang der Brennkammer in Strömungsverbindung steht. Dadurch wird die Primärströmung stets über geschlossene Kanäle geführt.

Es kann dabei vorgesehen werden dass die freien Enden der Fanschaufeln jeweils einen in Umfangsrichtung erweiterten ersten Bereich mit der Öffnung für den Lufteinlassstrom und jeweils einen in Umfangsrichtung erweiterten zweiten Bereich mit der Öffnung für den Abgasstrom aufweisen, welche ersten und zweiten Bereiche in der Frontansicht eine kreisbogenabschnittförmige Kontur haben derart, dass die jeweiligen Öffnungen der ersten und zweiten Öffnungen in der montierten Lage jeweils die umlaufenden Öffnungen bilden. Dadurch wird die Herstellung des Fans erleichtert, der demnach eine Vielzahl von gleichartig ausgebildeten Fanschaufeln aufweist, die entlang dem Umfang auf der Hauptwelle angeordnet sind. Die umlaufenden Öffnungen für den Lufteinlass und den Abgasstrom werden dann durch die benachbarten und aneinander anliegenden Endbereiche bei der Montage gebildet.

Es ist weiterhin günstig, wenn der Übergang des Lufteinlasskanals von der Fanschaufel zu der feststehenden Brennkammer und/oder der Übergang von der feststehenden Brennkammer zum Auslasskanal in der Fanschaufel über Labyrinthdichtungen erfolgen. Solche Dichtungen sind robust und wartungsfrei und bilden einen ausreichend dichten Übergang für die Lufteinlassströmung einerseits und Abgasströmung andererseits.

Zum anderen kann das Strahltriebwerk aber auch so ausgebildet sein, dass die Brennkammern in den Fanschaufeln angeordnet sind. Durch die Anordnung der Brennkammern in den Fanschaufeln brauchen die Brennkammern keinen zusätzlichen axialen Bauraum, so dass das Strahltriebwerk kürzer baut. Vorteilhaft ist es dabei, wenn die Brennkammern in den äußeren Endbereichen der Fanschaufeln angeordnet sind. Dann wird die Luft vor dem Eintritt in die Brennkammern aufgrund der radialen Strömungsrichtung und der Drehbewegung weiter verdichtet, so dass ein besserer Wirkungsgrad erreicht werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dabei vorgesehen, dass die äußeren Endbereiche der Fanschaufeln in einem umlaufenden Fanring enden, in dem die Brennkammern angeordnet sind. Durch den Ring werden die Fanschaufeln stabilisiert, so dass die durch die Rotation entstehenden Fliehkräfte gut aufgenommen werden können. Der Fan bleibt somit trotz des durch die Brennkammern erzeugten Gewichts an den Enden der Fanschaufeln stabil.

Weiterhin kann vorgesehen werden, dass die äußeren Endbereiche des Fans und/oder der umlaufende Fanring in einer umlaufenden Ringnut in der Innenseite des Gehäuses verlaufen derart, dass nur die mittleren Abschnitte der Schaufelblätter der Fanschaufeln im Strömungskanal der Sekundärströmung liegen. Hierdurch kann eine günstigere Strömung in dem Kanal für die Sekundärströmung erreicht werden .

Es ist zweckmäßig, wenn die Brennkammer in dem äußeren Endbereich einer Fanschaufel oder in dem den Fan umgebende Teil des feststehenden Gehäuses axial ausgerichtet ist. Die Brennkammer kann dabei entgegen der Schubrichtung ausgerichtet sein. Durch diese Ausrichtung der Brennkammern in der Fanschaufel oder dem äußeren Ring oder dem umgebenden Gehäuseabschnitt wird nur ein geringer radialer Einbauraum benötigt, so dass der äußere Durchmesser des Strahltriebwerks klein bleiben kann. Auch braucht nur eine relativ flache Ringnut auf der Innenseite des Gehäusemantels vorhanden zu sein, um die Brennkammern oder den Fanring aufzunehmen. Der Auslasskanal mündet in der Rückseite einer Fanschaufel in deren mittleren Abschnitt, der sich in dem Ringkanal der Sekundärströmung befindet.

Es kann aber auch vorgesehen werden, dass die Brennkammer radial entlang einer Fanschaufel in deren Schaufelblatt angeordnet ist. Dann können die Fanschaufeln spitz auslaufend enden, und es ist kein äußerer Fanring zur Stabilisierung erforderlich. Allerdings befindet sich dann die Brennkammer näher an der Drehachse, so dass die zusätzliche Verdichtung der Luft vor den Brennkammern verringert wird.

Es kann vorgesehen werden, dass jede Fanschaufel eine Brennkammer aufweist. Es ist aber auch möglich, dass nur jede zweite oder dritte Fanschaufel eine Brennkammer aufweist. Dies hängt unter anderem von dem gewünschten Schub ab. Auch kann sich eine Brennkammer in den Fanring über mehrere Fanschaufeln erstrecken. Der Auslasskanal kann dann auf mehrere Fanschaufeln verteilt werden.

Vorzugsweise erfolgt die TreibstoffZuführung über die Hauptwelle, an der auch die Fanschaufeln angebracht sind. Es ist vorgesehen, dass TreibstoffZuführung für die Brennkammern durch die Hauptwelle erfolgt, welche TreibstoffZuführung über eine Dichtung mit der Treibstoffversorgung verbunden ist. Die Dichtung kann als Labyrinthdichtung ausgebildet sein. Solche Dichtungen sind robust und wartungsfrei. Die Treibstoffleitungen können über Stützen zwischen dem inneren Gehäuseabschnitt und der äußeren Gehäusewandungen aus dem Strahltriebwerk herausgeführt werden. Es kann vorgesehen werden, dass die einströmende Luft im Primärkreis durch einen Verdichter vor der Brennkammer verdichtet wird. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Hauptwelle den Verdichter in der Primärströmung antreibt. Damit kann der Wirkungsgrad erhöht werden.

Im Einzelnen kann die Anordnung so getroffen sein, dass in axialer Richtung der Verdichter vor dem Fan angeordnet ist, so dass die verdichtete Luft ohne Umkehr in die Fanschaufeln geleitet werden kann. Der Fan und somit seine Fanschaufeln liegen dann hinter dem Verdichter. Der Verdichter ist koaxial zum Fan angeordnet und befindet sich innen im Strahltriebwerksgehäuse. Die einströmende Luft gelangt somit unmittelbar zum Verdichter. Der Verdichter wird von einem inneren Gehäuseabschnitt umgeben, der unter Bildung eines Ringkanals vom äußeren Gehäuse umgeben ist. In dem Ringkanal wird die Sekundärströmung ausgebildet, in der sich der Fan mit den Brennkammern befindet. Hinter dessen Fanschaufeln ist in axialer Richtung der Austrittskonus angeordnet. Die verdichtete Luft wird hinter dem Verdichter radial in die Fanschaufeln geleitet. Insgesamt ergibt sich dadurch eine verkürzte Baulänge des Strahltriebwerks .

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Strahltriebwerk gemäß einer ersten Aus führungs form der Erfindung,

Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Figur 1 durch eine Fanschaufel,

Fig. 3 die Vorderansicht auf das Strahltriebwerk in

Figur 1 ohne das äußere Gehäuse, Fig. 4 einen Längsschnitt durch das Strahltriebwerk gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 5 eine Fanschaufel in vergrößerter perspektivischer

Ansicht des Strahltriebwerks in Figur 4,

Fig. 6 mehrere Fanschaufeln gemäß Figur 5 nebeneinander in der montierten Lage und

Fig. 7 die Einzelheit VII in Figur 4.

Das in den Figuren 1 bis 3 schematisch dargestellte Strahltriebwerk weist ein feststehendes Gehäuse 11 auf, das eine äußere Gehäusewandung 12 umfasst, die über radiale Stützen 13 mit einem inneren Gehäuseabschnitt 14 verbunden ist. Zwischen dem inneren Gehäuseabschnitt 14 und der äußeren Gehäusewandung 12 ist ein ringförmiger Kanal 15 vorhanden, in der die Sekundärströmung ausgebildet wird.

Im inneren Gehäuseabschnitt 14 ist eine Hauptwelle 16 drehbar gelagert. Diese Hauptwelle 16 trägt an ihrem vorderen Ende 17 einen Axialverdichter 18, der mehrere Stufen mit feststehenden Leitschaufeln 36 und mit der Hauptwelle rotierenden Schaufeln 37 aufweist.

Weiterhin sind auf der Hauptwelle 16 die Fanschaufeln 19 des Fans angeordnet. Die Fanschaufeln 19 drehen sich somit in gleiche Richtung und mit der gleichen Drehgeschwindigkeit wie die Verdichterstufen. Grundsätzlich können auch ein Getriebe oder koaxiale Wellen vorhanden sein, um unterschiedliche Drehrichtungen oder

Drehgeschwindigkeiten des Fans und des Verdichters zu ermöglichen. In Strömungsrichtung weiter hinten und in der Figur 1 auf der rechten Seite befindet sich der Austrittskonus 20 des Gehäuses. Der Austrittskonus 20 kann einen sich in Strömungsrichtung zumindest teilweise verjüngenden Querschnitt aufweisen. Die Hauptwelle 16 ist über Lager 35 in dem inneren Gehäuseabschnitt drehbar gelagert.

In den Fanschaufeln 19 ist jeweils eine Brennkammer 21 vorhanden, die über eine zentrale TreibstoffZuführung 22 mit Treibstoff versorgt wird. Der Treibstoff wird über eine Labyrinthdichtung 38 von einem feststehenden Gehäuseteil in die Hauptwelle geleitet. Die feststehende Treibstoffleitung 33 wird über eine in Strömungsrichtung 29 hintere Stütze 34 von dem inneren Gehäuseabschnitt 14 zu der äußeren Gehäusewandung aus dem Strahltriebwerk geführt, wo sie mit der Treibstoffpumpe und dem Treibstofftank verbunden werden kann .

Von der Hauptwelle 16 im inneren Gehäuseabschnitt verläuft jeweils eine Treibstoffleitung 28 durch die Fanschaufel 19 bis zur Brennkammer 21. Der Ausgang 23 des Verdichters 18 gelangt über Kanäle 24 vom Inneren des inneren Gehäuseabschnitts 14 in Luftkanäle 25 in den Fanschaufeln und somit zu den Brennkammern 21. In den Brennkammern 21 wird der Treibstoff verbrannt, und die Abgase gelangen über einen Auslasskanal 26 in den Fanschaufeln durch eine teilweise axial und teilweise tangential ausgerichtete Auslassöffnung 27 in der Fanschaufel in die Sekundärströmung. Der Ausgang des Auslasskanals 26 aus der Fanschaufel 19 kann sich über die gesamte freie Höhe der Fanschaufel 19 erstrecken.

Die Brennkammern 21 sind an den äußeren Endabschnitten der Fanschaufeln angeordnet. Die einströmende und verdichtete Luft aus dem Verdichter 18 wird bis zur Brennkammer 21 durch die Drehbewegung des Fans weiterverdichtet. Weiterhin ist die Brennkammer 21 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel axial und entgegen der Strömungsrichtung 29 ausgerichtet. Dadurch bleibt der Durchmesser des Fans relativ klein.

Die äußere Gehäusewandung 12 weist auf ihrer Innenseite 30 eine umlaufende Ringnut 31 auf, in der die äußeren Enden der Fanschaufeln 19 verlaufen. Von vorne gesehen sind die äußeren Ende daher von der äußeren Gehäusewandung verdeckt, so dass sich nur die mittleren Abschnitte der Fanschaufeln 19 in der Sekundärströmung befinden. Weiterhin ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die äußeren Enden der Fanschaufeln über einen Fanring 32 miteinander verbunden sind. Dadurch wird der Fan stabilisiert, und es ist ausreichend Raum für die Brennkammern 21 vorhanden. Dieser Fanring 32 verläuft in der Ringnut 31 in der Innenseite 30 der äußeren Gehäusewandung 12. Die Auslassöffnung 27 für die Abgase befindet sich dabei in einem radialen Bereich der Fanschaufelblätter, der in dem Ringkanal 15 für die Sekundarströmung liegt.

Das austretende Abgas der Brennkammern 21 wird mit der Sekundarströmung vermischt und unter Erzeugung des Schubs am Ausgangskonus 20 des Gehäuses 11 ausgestoßen. Das Strahltriebwerk braucht keine Turbine zum Antreiben des Fans und des Verdichters aufzuweisen. Vielmehr erfolgt deren Antrieb durch den in tangentialer Richtung aus den Fanschaufeln austretenden Abgasteilstrom. Der aus der Fanschaufel austretende Abgasstrom bewirkt zusammen mit der Luft aus dem Sekundärkreis die Schubkraft. Das in den Figuren 4 bis 7 gezeigte Strahltriebwerk ist grundsätzlich gleich zu dem Strahltriebwerk in den Figuren 1 bis 3 aufgebaut, und es werden im Folgenden gleiche oder gleichwirkende Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Bei dem in der Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiel befinden sich die Brennkammern 21 nicht in den Fanschaufeln 19 sondern in dem diese umgebenden Gehäuseabschnitt 39. Die Brennkammern 21 werden durch eine dort umlaufende Treibstoffleitung 40 mit Treibstoff versorgt.

Die Brennkammern 21 drehen sich daher nicht mehr mit sondern befinden sich in dem feststehenden Gehäuseabschnitt 39, der hierfür entsprechende nach innen weisende Aufnahmen 41 aufweist, damit die Brennkammern 21 beziehungsweise deren Einlassöffnungen 42 für die Luftzufuhr und deren Auslassöffnungen 43 für das Abgas in unmittelbarer Nähe zu den freien Enden 44 der Fanschaufeln 19 liegen, um die Luft aus den Luftkanälen 25 der Fanschaufeln in die Brennkammer 21 und das Abgas der Brennkammern 21 in den Auslasskanal 26 der Fanschaufel zu leiten. Die Übergänge der Kanäle 25, 26 von der Fanschaufel zu den Brennkammern 21 ist in Figur 7 dargestellt. Es sind Labyrinthdichtungen 45 vorgesehen, die einen dichten Übergang bewirken.

Es können mehrere Aufnahmen 41 in dem Gehäuse vorhanden sein, in denen jeweils eine Brennkammer 21 angeordnet ist. Es kann aber auch vorgesehen werden, dass die Aufnahme ringförmig ausgebildet ist und eine ringförmige umlaufende Brennkammer 21 aufnimmt.

Die Einlassöffnungen 42 und die Auslassöffnungen 43 der Brennkammern 21 liegen in einem umlaufenden Kanal, der in Richtung auf die freien Enden der Fanschaufeln offen ausgebildet ist. Die Fanschaufeln 19 weisen an ihren freien Enden 44 sich in Umfangsrichtung erweiternde Abschnitte 46 und 47 auf, die jeweils kreisbogenabschnittsförmig ausgebildet sind. In der zusammengesetzten und montierten Lage bilden diese Abschnitte 46, 47 jeweils einen geschlossen Ring. Der eine Ring trägt die Austrittsöffnung 48 des Lufteinlasskanals 25 der Fanschaufel 19, während der andere Ring die Eintrittsöffnung 49 für das Abgas in die Fanschaufel 19 aufweist.

Die so gebildeten ringförmigen Öffnungen der Fanschaufeln 19 stehen in Strömungsverbindung mit den feststehenden ringförmigen Öffnungen 42, 43 der Brennkammern 21 in dem feststehenden Gehäuseabschnitt 39. Damit werden ein dichter und geschlossener Strömungsweg für die Luft einerseits und das Abgas andererseits gebildet.