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Title:
KEDER SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162288
Kind Code:
A1
Abstract:
The Keder system according to the invention comprises a sheet material (5) having two outer surfaces (5a, 5b), and a flap-less Keder body (11), which in turn has at least one holding profile (15), bonded at the edges to one of the outer surfaces (5a, 5b) of the sheet material (5). The bonding region is protected and invisible. When producing the Keder system by means of an automated bonding machine (31), several process steps can be carried out continuously in one step.

Inventors:
HEIL, Dietmar (Gärstejuchert 9, 8197 Rafz, 8197, CH)
Application Number:
EP2019/054137
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 20, 2019
Export Citation:
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Assignee:
JENTSCHMANN AG (Feldstrasse 2, 8194 Hüntwangen, 8194, CH)
International Classes:
E04F10/06; B29C53/00; B29C65/08; E06B9/44
Foreign References:
DE202005009994U12006-10-26
CH550735A1974-06-28
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
GACHNANG, Hans Rudolf (Gachnang AG Patentanwälte, Badstrasse 5, 8501 Frauenfeld, 8501, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Kedersystem, umfassend ein Flächengebilde (5) mit zwei äusseren Oberflächen (5a, 5b) und einen fahnenlosen Kederkörper (11), der in einem Kantenbereich des

Flächengebildes (5) mit dem Flächengebilde (5)

verbunden ist,

dadurch gekennzeichnet, dass der Kederkörper (11) mindestens ein Halteprofil (15) umfasst, und dass dieses Halteprofil (15) an mindestens einer der äusseren Oberflächen (5a, 5b) des Flächengebildes (5) mit diesem Flächengebilde (5) verbunden ist.

2. Kedersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteprofil (15) ein fahnenloses, aus

Kunststoff gefertigtes Vollprofil oder Hohlprofil ist, und dass das Halteprofil (15) eine ebene

Verbindungsfläche (15a) umfasst.

3. Kedersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass das Flächengebilde (5) im

Kantenbereich einen Umschlagstreifen (17) umfasst, dass dieser Umschlagstreifen (17) mit dem angrenzenden Bereich des Flächengebildes (5) verklebt und/oder verschweisst und/oder vernäht ist, und dass das mindestens eine Halteprofil (15) auf der Seite des Umschlagstreifens (17) oder auf der dem Umschlagstreifen (17) gegenüberliegenden Seite mit dem Flächengebilde (5) verklebt und/oder verschweisst und/oder vernäht ist. 4. Kedersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kederkörper (11) zwei

Halteprofile (15) umfasst, die sich angrenzend an eine Aussenkante (19) des Flächengebildes (5) an den beiden äusseren Oberflächen (5a, 5b) des Flächengebildes (5) gegenüberliegen.

5. Kedersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Halteprofile (15) durch einen

Verbindungsabschnitt über die Aussenkante (19) des Flächengebildes (5) hinweg miteinander verbunden sind.

6. Verfahren zum Verbinden eines mindestens ein

Halteprofil (15) umfassenden fahnenlosen Kederkörpers (11) mit einem zwei äussere Oberflächen (5a, 5b) umfassenden Flächengebilde (5) , dadurch

gekennzeichnet, dass das Halteprofil (15) in einem Randbereich der äusseren Oberflächen (5a, 5b) durch Verschweissen und/oder Verkleben und/oder Vernähen mit dem Flächengebilde (5) verbunden wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,

RanHhprpi ch des Flächengebildes (5) zusammen mit dem Halteprofil (15) umgeschlagen und mit dem angrenzenden Bereich des Flächengebildes (5) verbunden wird .

Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kunststoffprofil mit einer Fördereinrichtung (35) gefördert und mit einer

Schneideinheit (39) in zwei Halteprofile (15)

aufgetrennt wird, dass diese Halteprofile (15)

parallel zueinander ausgerichtet und nebeneinander im Randbereich an der einen äusseren Oberfläche (5a) mit dem Flächengebilde (5) verbunden werden, und dass ein randnaher Umschlagstreifen (17) des Flächengebildes (5) zusammen mit dem dort verbundenen Halteprofil (15) umgeschlagen und an der angrenzenden anderen äusseren Oberfläche (5b) mit dem Flächengebilde (5) verbunden wird .

Verbindungsautomat (31) zum Verbinden eines mindestens ein Halteprofil (15) umfassenden fahnenlosen

Kederkörpers (11) mit einem zwei äussere Oberflächen (5a, 5b) umfassenden Flächengebilde (5) ,

gekennzeichnet durch eine Fördereinrichtung (35) zum Fördern des Halteprofils (15), eine Zuführeinrichtung mit Führungsrollen (45) zum Ausrichten des

Halteprofils (15), eine Ultraschallschweissvorrichtung m V rhinH n Halteprofils (15) mit der einen äusseren Oberfläche (5a) im Randbereich des

Flächengebildes (5) und einen Umformer mit Mitteln zum Umschlagen und Befestigen des umgeschlagenen

Randbereichs an der angrenzenden anderen äusseren Oberfläche (5b) .

10. Verbindungsautomat (31) nach Anspruch 9,

gekennzeichnet durch eine Schneideinheit (39) mit einem stromabwärts der Fördereinrichtung (35)

angeordneten Schneidmesser (41) zum Auftrennen eines von der Fördereinrichtung (35) förderbaren Rundkeders in zwei halbrunde Halteprofile (15), wenn der

Rundkeder von der Fördereinheit (35) gefördert wird.

Description:
Keder System

Gegenstand der Erfindung ist ein Kedersystem gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren und ein Verbindungsautomat zum Verbinden eines Kederkörpers mit einem Flächengebilde gemäss den Merkmalen der

Patentansprüche 6 und 9.

Markisen, Rollos und Werbeplanen umfassen in der Regel einen Behang bzw. allgemein ein textiles oder nicht textiles Flächengebilde, bei dem an einer oder mehreren Kanten ein Kederkörper angebracht ist.

Solche Kederkörper sind üblicherweise aus Kunststoff gefertigt und umfassen ein stab- oder rohrartiges

Halteprofil. Zum Befestigen des Flächengebildes an einer Kederschiene, die eine Kedernut aufweist, wird das

Halteprofil in axialer Richtung stirnseitig in die

Kedernut eingeschoben. Die Kedernut und der Kederkörper sind so aufeinander abgestimmt, dass das Halteprofil im Querschnitt vollständig von der Kedernut aufgenommen werden kann. Die Kedernut umfasst einen Längsspalt, dessen Breite kleiner ist als die Abmessungen des Halteprofils quer zu dessen Längsrichtung. Das Halteprofil kann somit nicht durch den Längsspalt in die Kedernut eingefügt oder aus dieser entfernt werden. Der Längsspalt ist genügend breit, dass das Flächengebilde oder ein Verbindungsmittel, welches das Flächengebilde und das Halteprofil miteinander verbindet, durch diesen

Längsspalt hindurchgeführt werden kann. Ein Halteprofil und ein daran befestigter Endbereich eines Flächengebildes können auf diese Weise formschlüssig an der Kederschiene gehalten werden. So kann beispielsweise ein Markisentuch, das im Bereich der Vorderkante und der Hinterkante je einen Keder mit einem Kederkörper umfasst, mit einer

Wickelwelle und mit einem Zugprofil verbunden und zwischen diesen gespannt gehalten werden.

Zum Befestigen eines Kederkörpers an einem Behang sind folgende Methoden bekannt:

A) Durch Umlegen einer Behangkante und durch

anschliessendes Vernähen, Verschweissen oder Verkleben wird eine Tasche bzw. ein schlauchartiger Saum

gebildet. Der Kederkörper besteht im Wesentlichen nur aus einem Halteprofil ohne radial hervorragende Fahnen. Solche einfachen Halteprofile sind üblicherweise stab- oder rohrartig ausgebildet und haben einen runden

Querschnitt. Sie können bereits während der Herstellung eines Saums eingelegt oder nachträglich stirnseitig in den schlauchartigen Saum eingeführt werden. B) Bei anderen bekannten Ausführungsformen umfasst der

Kederkörper ein längliches Halteprofil und eine quer zu dessen Längsrichtung hervorragende Fahne, die sich in der Regel über die gesamte Länge des Halteprofils erstreckt. Die Fahne ist wesentlich dünner als der wulstartige Bereich des Halteprofils und dient als Verbindungsmittel zum Befestigen eines Flächengebildes. Der Kantenbereich des Flächengebildes wird mit dieser Fahne z.B. durch Kleben verbunden. Wird ein derartiges Kedersystem an einem Objekt mit einer Kedernut

befestigt, so ragt die Fahne mit dem daran befestigten Endbereich des Flächengebildes durch den Längsspalt der Kedernut hervor.

Bei diesen bekannten Kedersystemen ist zumindest ein Teil des Verbindungsbereichs von Halteprofil und Markisentuch seitlich neben dem Halteprofil angeordnet. Wenn das

Halteprofil den Keder in der Kedernut einer Kederschiene hält, ragt dieser Verbindungsbereich durch den Längsspalt der Kedernut hervor und ist von aussen sichtbar. Dies wirkt sich negativ aus auf das Erscheinungsbild solcher Markisen. Überdies sind Verbindungsnähte bei genähten Behängen undicht, was zum Durchtropfen von Wasser führt.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Kedersystem zu schaffen, bei dem der

V rh nHmash r rh vnn Halteprofil und Markisentuch unauffällig und vor Umwelteinflüssen geschützt angeordnet ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur effizienten

Herstellung eines solchen Kedersystems anzugeben.

Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der

Patentansprüche 1, 6 und 9.

Das Kedersystem umfasst ein Flächengebilde mit zwei äusseren Oberflächen und einen Kederkörper, der in einem Randbereich des Flächengebildes mit diesem Flächengebilde verbunden ist. Das Flächengebilde kann ein- oder

mehrschichtig aufgebaut sein und beispielsweise eine Folie oder ein Gewebe umfassen.

Der Kederkörper ist fahnenlos ausgebildet. Er und umfasst mindestens ein Halteprofil, jedoch keine an diesem

Halteprofil hervorragende Fahne. Eine Fahne ist ein dünner flächiger Bereich eines Kederkörpers , der an einem

vergleichsweise dicken Halteprofil quer zu dessen

Längsrichtung hervorragt und zum Befestigen des

Flächengebildes bestimmt ist.

Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung werden insbesondere jene Strukturen als Fahnen bezeichnet, deren Überstand über das Halteprofil grösser ist als die Hälfte der maximalen Breite des Halteprofils. Die Fahne stellt so eine ausreichend grosse Fläche zum Verbinden des

P l ä rii pn aph i 1 H P R yn r V rfügung. Halteprofile sind dazu bestimmt, im Querschnitt

vollständig in der Kedernut einer Kederschiene aufgenommen zu werden. Halteprofile umfassen keine Fahnen.

Jedes Halteprofil wird z.B. durch Kleben und/oder

Ultraschallschweissen und/oder Vernähen direkt an einer der äusseren Oberflächen des Flächengebildes mit diesem verbunden. Alternativ kann ein Halteprofil aus Kunststoff auch am Flächengebilde angespritzt werden. Jedes

Halteprofil umfasst vorzugsweise eine ebene Kontakt- bzw. Verbindungsfläche, die beim Verbinden an der Aussenseite des Flächengebildes anliegt. Die Verbindung des

Halteprofils mit dem Flächengebilde erfolgt nur beim

Halteprofil selbst. Wenn ein solches Kedersystem in der Kedernut einer Kederschiene gehalten ist, liegen der

Kederkörper und der Bereich, in dem der Kederkörper mit dem Flächengebilde verbunden ist vollständig innerhalb der Kedernut. Solche Verbindungen sind geschützt angeordnet und von aussen nicht sichtbar.

Die Kante des Flächengebildes, an der der Kederkörper befestigt wird, kann direkt eine Schnittkante des

Flächengebildes sein. Derartige Kedersysteme können sehr effizient und kostengünstig hergestellt werden.

Alternativ kann ein schmaler Streifen des Flächengebildes -im RPTPI rh inpr Sr-hn fttkante umgeschlagen und mit dem angrenzenden Bereich des Flächengebildes verprägt, verklebt oder in sonstiger Weise verbunden werden. Dies ermöglicht eine bessere Verankerung von Halteprofilen, was eine höhere Belastbarkeit dieser Halteprofile bewirkt. Vorzugsweise entspricht die Breite des Umschlags der

Breite des Halteprofils. Wenn das Halteprofil bündig zur Schnittkante und/oder zur Aussenkante des Flächengebildes angeordnet ist, verleiht dies war dem Keder ein kompaktes Erscheinungsbild. Überdies können solche kompakten Keder besser in Kedernuten eingeführt werden, und das Risiko einer Beschädigung solcher Keder ist minimal.

Das Halteprofil ist vorzugsweise ein Halbrundprofil oder ein Profil mit einem rechteckigen Querschnitt. Es umfasst somit eine ebene Kontaktfläche . Dies erleichtert das

Herstellen einer Verbindung mit dem Flächengebilde. Dabei können insbesondere eine oder mehrere der folgenden

Fügetechniken genutzt werden: Kleben, Ultraschall- Schweissen, Ultraschall-Schweisskleben, Erhitzen und/oder Pressen, Nähen. Klebstoffe können in flüssiger oder fester Form aufgebracht werden, insbesondere in Form von

Klebefilmen .

Unterschiedliche Ausführungsformen von Kederkörpern können nur ein einzelnes Halteprofil oder mehrere Halteprofile umfassen. Das Halteprofil bzw. die Halteprofile sind vorzugsweise bündig zu einer Kante des Flächengebildes mit pinpr nHpr hpiH n Oberflächen des Flächengebildes verbunden. Besonders vorteilhaft ist die Anordnung zweier Halteprofile mit rechteckigen oder halbkreisförmigen

Querschnitt an den sich gegenüberliegenden Oberflächen des Flächengebildes. Auf diese Weise kann ein Kederkörper mit näherungsweise rundem oder rechteckigem Querschnitt gefertigt werden, der auf beiden Seiten des

Flächengebildes etwa einen gleich grossen Überstand aufweist .

Solche Kederkörper können einfach und effizient

hergestellt werden, wenn die Halteprofile durch

Längsschneiden eines Kunststoffprofils mit vorzugsweise rundem, quadratischem oder rechteckigem Querschnitt hergestellt werden. Solche Kunststoffprofile können auf Rollen gelagert und unmittelbar vor dem Aufbringen auf das Flächengebilde geschnitten werden. Auf diese Weise können zwei Halteprofile in einem kontinuierlichen Prozess effizient im Randbereich auf das Flächengebilde

aufgebracht und mit diesem verbunden werden.

Insbesondere können gleichzeitig zwei Halteprofile

nebeneinander auf eine der Oberflächen des Flächengebildes aufgebracht werden, wobei eines dieser Halteprofile bündig zur Schnittkante des Flächengebildes angeordnet ist.

Optional können dabei vorzugsweise in einem

kontinuierlichen Prozess zwischen den Halteprofilen und dem Flächengebilde ein oder mehrere Streifen eines

Klebefilms eingefügt werden. Anschliessend werden die Halteprofile zum Beispiel durch kontinuierliches Ultraschallschweissen oder andere

geeignete Fügetechniken mit dem Flächengebilde verbunden. Durch Umschlagen des Schnittkantenbereichs mit dem einen Halteprofil und anschliessendes Verbinden des

umgeschlagenen Bereichs mit dem angrenzenden Bereich des Flächengebildes werden die beiden Halteprofile zu einem gemeinsamen Kederkörper verbunden. Auch hier kann die Verbindung mit der jeweils geeigneten Verbindungstechnik hergestellt werden. Insbesondere kann vor dem Umschlagen ein weiterer Klebefilm auf der den Halteprofilen

gegenüberliegenden Seite auf das Flächengebilde

aufgebracht werden. Die zum Umschlagen des Kantenbereichs und zum Verbinden von einem oder mehreren Halteprofilen mit dem Flächengebilde erforderlichen Prozessschritte können alle kontinuierlich in einem Arbeitsgang ausgeführt werden .

Alternativ zum Schneiden eines Kunststoffprofils können ein oder mehrere vorgefertigte Halteprofile auch direkt auf das Flächengebilde aufgebracht und mit diesem

verbunden werden. Dies ermöglicht die Herstellung einer Vielzahl unterschiedlicher Ausführungsformen von

Halteprofilen und Kederkörpern .

Insbesondere können auf diese Weise Kederkörper

hergestellt werden, bei denen zwei Halteprofile durch r ί hrh V p rhi nHnnasahsrhnitt miteinander verbunden sind. Der Verbindungsabschnitt kann beispielsweise als Filmscharnier ausgebildet sein.

Halteprofile können aus vergleichsweise harten bzw.

unelastischen Kunststoffmaterialien gefertigt sein.

Dadurch wird sichergestellt, dass entsprechende Keder nicht durch den Längsspalt einer Kedernut hindurchtreten können und sicher in dieser Kedernut gehalten werden.

Alternativ können Halteprofile auch aus vergleichsweise weichen bzw. elastischen Materialien gefertigt werden, beispielsweise aus Gummi oder geschlossenporigen

geschäumten Kunststoffen. Kederkörper mit solchen

Halteprofilen können zusammengedrückt werden, sodass sie durch den Längsspalt in eine Kedernut eingeführt werden können und anschliessend wieder ihre ursprüngliche Gestalt annehmen .

Halteprofile können nicht nur als Vollkörper, sondern auch schlauchartig als Hohlkörper ausgebildet sein. Solche Hohlkörper haben im Vergleich zu Vollkörpern einen

geringeren Materialanteil und sind leichter. Bei

ausreichender Elastizität des Materials können

schlauchartige Halteprofile ebenfalls durch den Längsspalt in eine Kedernut eingeführt werden. Die erfindungsgemässen Kedersysteme können kontinuierlich in einem Arbeitsgang gefertigt werden. Zum Anordnen und Verbinden eines oder mehrerer Halteprofile am

Flächengebilde kann das Flächengebilde relativ zu einem Keder-Verbindungsautomaten bewegt werden. Alternativ oder zusätzlich kann auch der Verbindungsautomat relativ zum Flächengebilde bewegt werden. Beim Ausführen dieser

Relativbewegung können vorgängig und/oder nachgelagert ein oder mehrere weitere Prozessschritte für die Bearbeitung des Flächengebildes ausgeführt werden. Insbesondere kann das Flächengebilde unmittelbar vor dem Aufbringen eines Halteprofils und oder anschliessend zum Beispiel mittels eines Kaltmessers oder eines Ultraschallmessers

geschnitten werden. Dies ermöglicht ein besonders genaues und effizientes Anbringen des Halteprofils bei der

Schnittkante .

Anhand einiger Figuren wird die Erfindung im Folgenden näher beschrieben. Dabei zeigen

Figur 1 ein Zugprofil einer Markise mit zwei daran befestigten herkömmlichen Kedersystemen,

Figur 2 das Zugprofil aus Figur 1 mit zwei daran

befestigten erfindungsgemässen

Kedersystemen,

Figur 3 das Profil von fünf unterschiedlichen

Ha 1 t p nrnfilen, Figur 4 zwei über ein Filmscharnier miteinander verbundene Halteprofile,

Figur 5 einen Fahnenkeder (Stand der Technik) ,

Figur 6 zwei Ausführungsformen von Kedersystemen mit einlagigem Flächengebilde,

Figur 7 drei Ausführungsformen von Kedersystemen mit einem Umschlagstreifen,

Figur 8 ein einlagiges Kedersystem, dessen

Halteprofil eine Aufnahmenut umfasst,

Figur 9 Prozessstadien bei der Herstellung eines

Kedersystems ,

Figur 10 einen Keder-Verbindungsautomaten,

Figur 11 einen Profilzuführer des

Verbindungsautomaten aus Figur 10,

Figur 12 einen Kantenumformer des

Verbindungsautomaten aus Figur 10 von vorne her gesehen,

Figur 13 den Kantenumformer aus Figur 12 von hinten her gesehen,

Figur 14 das Einführen eines elastischen Keders durch einen Längsspalt in eine Kedernut.

Figur 1 zeigt ein Zugprofil 1 einer Markise, an dem zwei herkömmliche Kedersysteme in je einer Kedernut 3

befestigt sind. Jedes Kedersystem umfasst ein

Flächengebilde 5 mit zwei sich gegenüberliegenden äusseren nh p rfl Vh n S I Sh Rei jedem dieser Flächengebilde 5 ist ein streifenförmiger Endabschnitt im Bereich einer

Schnittkante 7 des Flächengebildes 5 umgeschlagen und mit dem angrenzenden Bereich des Flächengebildes 5 durch zwei Nähte 9 verbunden. Der Randbereich des Flächengebildes 5 umfasst eine durch den Umschlag gebildete schlauchartige Tasche mit einer inneren Oberfläche 5c. In dieser Tasche ist ein Kederkörper 11 in Gestalt eines Rundprofils aufgenommen. Der Durchmesser des Kederkörpers 11 ist grösser als die Breite eines Längsspaltes 13 der Kedernut 3, durch den das Flächengebilde 5 aus der Kedernut 3 herausragt. Die Längsnähte 9 bzw. allgemein der

Verbindungsbereich, in dem die beiden Lagen des

Flächengebildes 5 miteinander verbunden sind, liegt ausserhalb der Kedernut 3, wo er ungeschützt und von aussen sichtbar ist.

Figur 2 zeigt in analoger Weise zwei mit dem Zugprofil 1 verbundene erfindungsgemässe Kedersysteme .

Bei jedem dieser Kedersysteme umfasst der Kederkörper 11 zwei Halteprofile 15 in Gestalt von Halbrundprofilen. Jedes dieser Halteprofile 15 umfasst eine ebene

Verbindungsfläche 15a (Figur 3) . Vorzugsweise hat diese Verbindungsfläche 15a dieselbe Breite Bl wie ein schmaler Umschlagstreifen 17 des Flächengebildes 5 im

Kantenbereich. Dieser Umschlagstreifen 17 ist mit dem unmittelbar angrenzenden Bereich des Flächengebildes 5 rVl ^h†- vprsr wp q oder in sonstiger Weise fest verbunden. Dies bewirkt eine Verstärkung des

Flächengebildes 5 im Randbereich zwischen einer

Umschlagkante bzw. Aussenkante 19 und der Schnittkante 7. Die beiden Halteprofile 15 sind sich gegenüberliegend angrenzend an die Aussenkante 19 mit den äusseren

Oberflächen 5a, 5b zum Beispiel durch Kleben, Schweiss- Kleben oder in sonstiger Weise fest mit dem Flächengebilde 5 verbunden. Der so gebildete Kederkörper 11 hat einen näherungsweise runden Querschnitt und kann vollständig in der Kedernut 3 des Zugprofils 1 aufgenommen werden.

Figur 3 zeigt beispielhaft Querschnitte von fünf

unterschiedlichen Halteprofilen 15, die alle eine ebene Verbindungsfläche 15a der Breite Bl aufweisen. Dies sind der Reihe nach ein halbrundes Vollprofil, ein rechteckiges Vollprofil, ein halbrundes Hohlprofil, ein rechteckiges Vollprofil mit einer Aufnahmenut 21, ein rundes Vollprofil mit einer Aufnahmenut 21. Bei den letzten beiden

Ausführungsformen bildet die Aufnahmenut 21 zwei

innenliegende Verbindungsflächen 15a. Bei diesen

Halteprofilen 15 wird der Randbereich mit der Aussenkante 19 eines Flächengebildes 5 in die Aufnahmenut 21

eingefügt. Dabei kann das Flächengebilde 5 einen

Umschlagstreifen 17 umfassen oder auch nicht.

Anschliessend werden die beiden innenliegenden

Verbindungsflächen 15a mit den angrenzenden äusseren nhprfl Vh n 53. Sh HP Flächengebildes 5 verbunden. Bei einer alternativen Betrachtungsweise umfassen die letzten beiden Profilanordnungen in Figur 3 je zwei sich gegenüberliegende Halteprofile 15, die durch einen

Verbindungsabschnitt miteinander verbunden sind.

Figur 4 zeigt eine weitere ähnliche Anordnung, wobei zwei halbrunde Halteprofile 15 durch einen Verbindungsabschnitt in Gestalt eines Filmscharniers 23 miteinander verbunden sind .

Figur 5 zeigt einen Querschnitt eines Fahnenkeders 24, wie er aus dem Stand der Technik bekannt ist. Er umfasst ein rundes Halteprofil 15 und eine am Halteprofil 15 quer zu dessen Längsrichtung hervorragende Fahne 26. Die Breite B3 der Fahne 26 ist grösser als der Durchmesser B2 des

Halteprofils 15. Der Randbereich eines Flächengebildes 5 wird an der Fahne befestigt. Wenn solche Fahnenkeder 24 in einer Kedernut 3 gehalten sind, ragt die Fahne 26 durch den Längsspalt hervor. Der Verbindungsbereich zwischen dem Flächengebilde 5 und dem Fahnenkeder 24 ist ungeschützt und sichtbar.

Figur 6 zeigt zwei beispielhafte Ausführungsformen eines Kedersystems , wobei die Schnittkante 7 des Flächengebildes 5 zugleich die Aussenkante 19 des Flächengebildes 5 ist.

prst n Ä sfiihr ungsform umfasst der Kederkörper 11 nur an einer der beiden äusseren Oberflächen 5a, 5b ein halbrundes Halteprofil 15. Bei der zweiten Ausführungsform sind an beiden äusseren Oberflächen 5a, 5b solche

Halteprofile 15 am Flächengebilde 5 befestigt. Optionale Klebefilme 25 sind gepunktet dargestellt.

Figur 7 zeigt entsprechende Anordnungen bei einem

Flächengebilde 5 mit einem Umschlagstreifen 17 zwischen der Schnittkante 7 und der Aussenkante 19. Bei der ersten Ausführungsform ist das Halteprofil 15 auf an der

Oberfläche 5a auf dem Umschlagstreifen 17 angeordnet, bei der zweiten an der gegenüberliegenden zweiten Oberfläche 5b und bei der dritten an beiden Oberflächen 5a, 5b.

Figur 8 zeigt eine Ausführungsform eines Kedersystems mit einem Halteprofil 15 gemäss dem letzten

Ausführungsbeispiel in Figur 3.

Figur 9 zeigt beispielhafte Prozessschritte bei der

Herstellung eines Kedersystems mit einem Kederkörper 11 bzw. mit zwei durch ein Filmscharnier 23 miteinander verbundenen Halteprofilen 15 gemäss Figur 4. Auf die ebenen Verbindungsflächen 15a der Halteprofile 15 wird ein Klebefilm 25 aufgebracht. Alternativ kann ein entsprechend breiter Klebefilm 25 auch auf die eine äussere Oberfläche 5a des Flächengebildes 5 angrenzend an dessen Schnittkante

7 anfnphranh†· wprHpn Die Halteprofilanordnung wird angrenzend an die

Schnittkante 7 an der einen äusseren Oberfläche 5a

festgeklebt .

Ein weiterer Klebefilm 25, der nur etwa die Hälfte der Breite des ersten Klebefilms 25 aufweist, wird angrenzend an die Schnittkante 7 auf die zweite äussere Oberfläche 5b des Flächengebildes 5 aufgebracht. Alternativ könnten auch beide Klebefilme 25 an den Oberflächen 5a, 5b simultan vor dem Festkleben der Halteprofile 15 aufgebracht werden.

Der Abschnitt mit dem an die Schnittkante 7 angrenzenden Halteprofil 15 wird umgeschlagen und mit dem angrenzenden Abschnitt des Flächengebildes 5 an der zweiten äusseren Oberfläche 5b verklebt.

In Figur 10 ist ein Keder-Verbindungsautomat (kurz

Verbindungsautomat 31) dargestellt, der dazu ausgebildet ist, ein oder mehrere Halteprofile 15 mit einem

Flächengebilde 5 zu verbinden. Er umfasst einen

Maschinenkorpus 33, der in einer Arbeitsrichtung A

(dargestellt durch einen Doppelpfeil) relativ zum

Flächengebilde 5 motorisch gesteuert bewegbar ist. Dies kann z.B. dadurch erreicht werden, dass der

Verbindungsautomat 31 als Teil einer übergeordneten Anlage entlang einer Führungsschiene dieser Anlage (nicht

dargestellt) bewegt werden kann, und dass das

Flächengebilde 5 in einer definierten Lage relativ zu

Führnnnssrlri PDP angeordnet ist. Die Lage des Flächengebildes 5 kann dabei fest vorgegeben oder von der Steuerung der Anlage kontrolliert verändert werden. Die Anlagensteuerung kann somit die Lage des

Verbindungsautomaten 31 relativ zum Flächengebilde 5 auch dann exakt steuern, wenn das Flächengebilde 5 z.B. bei einem Rollenplotter oder einem Flachbettplotter durch eine Antriebswalze quer zur Arbeitsrichtung A bewegt wird

(nicht dargestellt) .

Der zum Bewegen des Verbindungsautomaten 31 erforderliche Antrieb und die zum Kontrollieren des Antriebs

erforderliche Steuerung kann vollständig oder teilweise in den Verbindungsautomaten 31 integriert oder vollständig oder teilweise als Teil einer übergeordneten Anlage ausgebildet sein.

Alternativ oder zusätzlich zur Bewegung des

Verbindungsautomaten kann auch das Flächengebilde 5 zumindest in Arbeitsrichtung A relativ zum Maschinenkorpus 33 bewegt werden. Die Arbeitsrichtung A kann fest

vorgegeben oder optional veränderbar sein. Eingangsseitig umfasst der Verbindungsautomat 31 eine Fördereinrichtung 35 zum Zuführen eines oder mehrerer Kunststoffprofile. Bei der in Figur 10 dargestellt Ausführungsform ist das

Kunststoffprofil ein Rundkeder, der von einer Vorratsrolle 37 abziehbar ist. Die Fördereinrichtung 35 umfasst

antreibbare Zug-und/oder Druckrollen 36 und ist

vnr aswp qp in R I PR Schneideinheit 39 integriert. Die Schneideinheit 39 umfasst einen Führungskanal, in dem der Rundkeder von den Druckrollen 36 geführt vorschiebbar ist. Quer zum Führungskanal ist ein Schneidmesser 41 so

angeordnet, dass es den Rundkeder beim Vorschieben in Längsrichtung in zwei halbrunde Halteprofile 15 trennt.

Die Lage des Schneidmessers 41 relativ zum Führungskanal ist mittels einer Justiervorrichtung (nicht dargestellt) einstellbar. Stromabwärts des Schneidmessers 41 ist ein Keil 43 angeordnet, der die Halteprofile 15 beim Vorschub des Rundkeders weiter separiert. Weiter stromabwärts werden die Halteprofile 15 in einem Zuführbereich mittels Führungsrollen 45 parallel zueinander ausgerichtet.

Details des Zuführbereichs sind in den Figuren 11 und 12 dargestellt. Vorzugsweise wird jedes der Halteprofile 15 zwischen zwei benachbarten, mit gegenläufigem Drehsinn drehbaren Führungsrollen 45a, 45b hindurchgeführt, wobei jede dieser Führungsrollen 45a, 45b ein peripheres Profil aufweist, das komplementär ist zu jenem des Halteprofils 15 in der jeweils gewünschten Ausrichtung. Bei der hier beschriebenen Ausführungsform umfasst die Peripherie der ersten Führungsrolle 45a zwei axial nebeneinander

angeordnete, tangential umlaufende Rinnen mit je einem halbkreisförmigen Querschnitt. Die zweite Führungsrolle 45b umfasst zwei axial nebeneinander angeordnete

zylindrische Abschnitte, deren Peripherie ein ebenes

Profil aufweist. Dies bewirkt, dass die von der

hnp H p nhp t P Q angeführten Stränge bzw. Halteprofile 15 parallel zueinander ausgerichtet und in

Transportrichtung gesehen in die gleiche Drehlage gebracht werden .

Wie in den Figuren 12 und 13 von vorne bzw. von hinten her dargestellt, ist weiter stromabwärts eine Ultraschall- Schweissvorrichtung angeordnet. Diese umfasst unten eine Rollsonotrode 47 und oben eine Ambossrolle 49, deren

Achsen orthogonal zur Arbeitsrichtung A ausgerichtet sind. Die Ambossrolle 49 umfasst entlang ihrer Peripherie zwei axial nebeneinander angeordnete konkave Kerben, deren Querschnitt an die konvexe Krümmung der Halteprofile 15 angepasst ist. Dies bewirkt eine sichere Führung der

Halteprofile 15 beim Verschweissen und optimiert die

Einleitung der Ultraschallenergie.

Zum Anbringen der Halteprofile 15 an einem Flächengebilde 5 wird das Flächengebilde 5 relativ zum Verbindungsautomat 31 und/oder der Verbindungsautomat 31 relativ zum

Flächengebilde 5 in Arbeitsrichtung A bewegt. Zwischen der Rollsonotrode 47 und der Ambossrolle 49 werden die

Halteprofile 15 parallel auf die obere Oberfläche 5a des Flächengebildes 5 aufgebracht und mit dieser unter Zufuhr von Ultraschallenergie verschweisst . Vorzugsweise wird beim Aufbringen der Halteprofile 15 auf die obere

Oberfläche 5a zwischen den Verbindungsflächen 15a der Haltpnmf 1P iS und H r Oberfläche 5a des Flächengebildes 5 zusätzlich ein Klebefilm 25 zugeführt. Die Breite dieses Klebefilms 25 entspricht im Wesentlichen der gemeinsamen Breite der beiden Verbindungsflächen 15a. Alternativ können auch je ein schmaler Klebefilmstreifen im Bereich jeder der beiden Verbindungsflächen 15a zugeführt werden. Ein schmaler klebstoffreier Streifen zwischen den

Halteprofilen 15 stellt sicher, dass die Aussenkante 19 auch dann klebstoffrei ist, wenn ein Umschlagstreifen 17 mit dem kantennahen Halteprofil 15 nach unten umgeschlagen wird .

Ein zusätzlicher schmaler Klebefilmsteifen 25 wird im Bereich eines der beiden Halteprofile 15 von unten her auf die untere Oberfläche 5b des Flächengebildes 5

aufgebracht. Alternativ zu Bändern können auch andere Mittel zum Aufträgen von Klebstoff verwendet werden.

Der Klebstoffauftrag an der unteren Oberfläche 5b kann in Prozessrichtung gesehen vor oder nach der Rollsonotrode 47 erfolgen .

Während der Relativbewegung des Flächengebildes 5 in

Arbeitsrichtung A fördert die Fördereinrichtung 35 mit einer von einer gemeinsamen übergeordneten Steuerung

(nicht dargestellt) koordinierten Fördergeschwindigkeit die beiden Halteprofile 15. Gleichzeitig werden die

Halteprofile 15 in der Ultraschallschweissvorrichtung angrenzend an die Schnittkante 7 des Flächengebildes 5 nebeneinander an der oberen Oberfläche 5a angeordnet und H mh Zu fu h r vnn p1 f r schallenergie mit dem Flächengebilde 5 verbunden. Verschiedene Parameter der

Ultraschallschweissvorrichtung wie z.B. die

Antriebsgeschwindigkeiten der Rollsonotrode 47 und/oder der Ambossrolle 49 können vorzugsweise in Abhängigkeit der Fördergeschwindigkeit der Halteprofile 15 oder der

Relativgeschwindigkeit des Flächengebildes 5 von der

Steuerung gesteuert oder geregelt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Halteprofile 15 optimal mit gleichbleibend hoher Qualität mit dem Flächengebilde 5 verbunden werden.

Stromabwärts der Ultraschallschweissvorrichtung wird ein randnaher Umschlagstreifen 17 des Flächengebildes 5 zwischen den beiden Halteprofilen 15 in einem

Umformbereich des Verbindungsautomaten 31 nach unten umgeschlagen und durch den zuvor an der unteren Oberfläche 5b aufgebrachten Klebefilm 25 mit dem benachbarten Bereich des Flächengebildes 5 verbunden. Die beiden halbrunden Halteprofile 15 liegen sich nun an den beiden Oberflächen 5a, 5b gegenüber und bilden zusammen mit den zwischen den Verbindungsflächen 15a angeordneten Schichten des

Flächengebildes 5 einen Kederkörper 11 mit näherungsweise rundem Querschnitt. Dabei werden die Halteprofile 15 von zwei Andruckrollen 51a, 51b geführt und von beiden Seiten her gegen das Flächengebilde 5 gepresst. Die Andruckrollen 51a, 51b umfassen analog zur Ambossrolle 49 entlang ihrer Peripherie je eine konkave Kerbe, deren Querschnitt an die Vnnv y K riimmn n r Halteprofile 15 angepasst ist. Vorzugsweise sind die Andruckrollen 51a, 51b motorisch antreibbar, wobei die Drehzahl von der Steuerung

koordiniert mit der Relativgeschwindigkeit des

Flächengebildes 5 antreibbar sind. Optional können die Andruckrollen 51a, 51b auch dazu genutzt werden, das Flächengebilde 5 in der Arbeitsrichtung A relativ zum Verbindungsautomaten 31 zu bewegen.

Vorzugsweise ist die Andruckkraft der Andruckrollen 51a, 51b mittels geeigneter Einstellmittel einstellbar.

Erfindungsgemässe Kedersysteme können auch mit anderen Halteprofilen 15 und mit anderen Fertigungsmethoden hergestellt werden. Figur 14 zeigt beispielhaft ein

Kedersystem bei einem Markisentuch, wobei das Halteprofil 15 als halbrundes, elastisch verformbares Hohlprofil ausgeführt ist, sodass es durch den Längsspalt in die Kedernut 3 einer Aufzugswelle eingepresst werden kann.