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Patent Searching and Data


Title:
KEY UNIT FOR A LOCK SYSTEM OF A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/006551
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a key unit for a lock system of a vehicle, with a device for opening and closing a lock system, in particular with a transmitter for remote activation of the lock system and/or a mechanical key. The key unit has a modular construction comprising a key container (1) and an attachment (2). The key container (1) accommodates the device for opening and closing the lock system. The attachment (2) is connected releasably to the key container (1) and permits diverse configurations of the key unit.

Inventors:
KLEINDIENST, Niels (Kastanienallee 83, Berlin, 10435, DE)
ANDRONIS, Odysseus (Auf der Worth 1, Wolfenbüttel, 38302, DE)
Application Number:
EP2007/006116
Publication Date:
January 17, 2008
Filing Date:
July 10, 2007
Export Citation:
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Assignee:
VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT (38436 Wolfsburg, DE)
KLEINDIENST, Niels (Kastanienallee 83, Berlin, 10435, DE)
ANDRONIS, Odysseus (Auf der Worth 1, Wolfenbüttel, 38302, DE)
International Classes:
E05B19/04; B60K37/06; G07C9/00
Domestic Patent References:
WO2004053661A22004-06-24
Foreign References:
US20020175096A12002-11-28
GB2417926A2006-03-15
EP1070813A12001-01-24
DE3902537A11990-08-09
JP2003109450A2003-04-11
DE4226579A11994-02-17
DE10318376A12004-11-04
EP1052352A22000-11-15
DE3842790C11990-04-05
DE3902537A11990-08-09
DE4226579A11994-02-17
DE102005043893A12006-05-04
DE10206534A12003-10-02
EP1280390B12005-07-27
Other References:
See also references of EP 2044278A1
Attorney, Agent or Firm:
VOLKSWAGEN AG (Brieffach 1770, Wolfsburg, 38436, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einer Einrichtung zum öffnen und Schließen des Schlosssystems, gekennzeichnet durch einen modularen Aufbau, welcher einen Schlüsselbehälter (1), welcher die Einrichtung zum öffnen und Schließen des Schlosssystems aufnimmt, und einen Aufsatz (2) umfasst, der lösbar mit dem Schlüsselbehälter (1) verbunden ist.

2. Schlüsseleinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) drehfest mit dem Schlüsselbehälter (1) verbunden ist.

3. Schlüsseleinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) fluchtend mit dem Schlüsselbehälter (1) verbunden Ist.

4. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselbehälter (1) und der Aufsatz (2) aneinander angrenzende Flächen besitzen.

5. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) mittels einer Rastverbindung an dem Schlüsselbehälter (1) befestigt ist.

6. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselbehälter (1) einteilig ausgebildet ist.

7. Schlüsseleinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselbehälter (1) eine Ober- und eine Unterform (3, 4) umfasst, die über ein Filmscharnier (5) miteinander verbunden sind.

8. Schlüsseleinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei aufeinander liegender Ober- und Unterform (3, 4) das Filmscharnier (5) ein Gegenstück für die Verbindung mit dem Aufsatz (2) bildet.

9. Schlüsseleinheit nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) einen Klipp (32) zum Befestigen der Schlüsseleinheit an einem anderen Objekt umfasst.

10. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselbehälter (1) eine Standardöffnung aufweist, in die ein Bedienmodul (8) eingesetzt ist.

11. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselbehälter (1) eine Aufnahme (6) für eine Standardplatine (T) für elektronische Einrichtungen der Schlüsseleinheit umfasst.

12. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum öffnen und Schließen des Schlosssystems einen Sender zur Fernansteuerung des Schlosssystems umfasst.

13. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum öffnen und Schließen des Schlosssystems einen mechanischen Schlüssel umfasst.

14. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) einen Klipp (32) zum Befestigen der Schlüsseleinheit an einem anderen Objekt umfasst.

15. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) eine elektronische Schnittstelle (34) umfasst.

16. Schlüsseleinheit nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) ein Speichermedium umfasst und die Schnittstelle (34) eine Datenübertragung von einem externen Gerät auf das Speichermedium ermöglicht.

17. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) ein sichtbares Symbol (33) umfasst, welches den zu dem Schlosssystem gehörigen Fahrzeugtyp kennzeichnet.

18. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (2) eine sichtbare Beschriftung (37) zur Identifikation des zu dem Schlosssystem gehörigen Fahrzeugs umfasst.

19. Schlüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsseleinheit eine Positionsbestimmungseinrichtung zum Bestimmen der Position der Schlüsseleinheit und zum Bestimmen der Position des zu dem Schlosssystem gehörigen Fahrzeugs umfasst.

20. Schlüsseleinheit nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsseleinheit ein Display (40) umfasst, das mit der Positionsbestimmungseinrichtung verbunden ist.

21. Schiüsseleinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Aufsatz (2) angrenzende Fläche des Schlüsselbehälters (1) eine öffnung (47) eines Batteriefachs aufweist, wobei die öffnung (47) bei einer Verbindung des Schlüsselbehälters (1) und des Aufsatzes (2) nicht sichtbar ist.

22. Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einem Schlüsselbehälter (1 ), dessen Breite größer als dessen Höhe ist, und mit einem ausschwenkbaren Schlüssel, der in dem Schlüsselbehälter (1) schwenkbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse des Schlüssels in Richtung der Breite des Schlüsselbehälters (1) verläuft.

23. Schlüsseleinheit nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel einen Schlüsselkörper (12) umfasst, an dem ein Schlüsselschaft (13) befestigt ist, dass der Schlüsselkörper (12) in einer Aussparung der Stirnseite des Schlüsselbehälters (1) schwenkbar gelagert ist, so dass der Schlüsselkörper (12) auf zwei abgewandeten Seiten der Schlüsseleinheit sichtbar ist.

24. Schlüsseleinheit nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung in der Stirnseite des Schlüsselbehälters (1 ) in einen Aufnahmeraum (41 ) für den Schlüsselschaft (13) übergeht, der in der Unterseite der Schlüsseleinheit gebildet ist.

25. Schlüsseleinheit nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung in der Stirnseite des Schlüsselbehälters (1) und der Aufnahmeraum (41) für den Schlüsselschaft (13) hinsichtlich der Breite des Schlüsselbehälters (1) mittig angeordnet sind.

26. Schlüsseleinheit nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der ausschwenkbare Schlüssel ein Emblem trägt.

27. Schlüsseleinheit nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselkörper (12) das Emblem trägt.

28. Schlüsseleinheit nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel in seiner Nichtgebrauchsstellung, bei welcher sich der Schlüsselschaft (13) im Aufnahmeraum (41) des Schlüsselbehälters (1) befindet, gegen ein Herausschwenken gesichert ist und durch einen auf der Schwenkachse angeordneten Entriegelungsmechanismus (15) entriegelbar ist.

29. Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einem länglichen Schlüsselbehälter, in dem ein länglicher Flachschlüssel schwenkbar gelagert ist, wobei der Flachschlüssel in seiner Nichtgebrauchsstellung in einem Aufnahmeraum in einer Seitenfläche des Schlüsselbehälters versenkt ist und wobei die Breite des Flachschlüssels größer als die Dicke des Flachschlüssels ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse des Flachschlüssels in Richtung der Breite des Flachschlüssels verläuft.

30. Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einem Sender zur Fernsteuerung des Schlosssystems und einem Bedienmodul, welches ein Bedienfeld oder mehrere Bedienfelder (9, 10, 11 ) zur Steuerung des Senders aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienfeld oder die Bedienfelder (9, 10, 11 ) zurückgesetzt in der Schlüsseleinheit angeordnet ist/sind.

31. Schlüsseleinheit nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsseleinheit einen länglichen Schlüsselbehälter (1) umfasst, welcher den Sender und das Bedienmodul aufnimmt, und dass auf der Fläche des Schlüsselbehälters (1), auf der die Bedienfelder (9, 10, 11) betätigbar sind, in Längsrichtung außen zumindest je eine Rippe (43, 44) gebildet ist, die sich in Richtung der Normalen dieser Fläche über die Bedienfelder (9, 10, 11) hinaus erheben.

32. Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einem Sender zur Fernansteuerung des Schlosssystems und einem Bedienmodul, welches mehrere Bedienfelder zur Steuerung des Senders aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Haptik der Oberfläche der Bedienfelder unterscheidet.

33. Schlüsseleinheit nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Oberflächen der Bedienfelder hinsichtlich ihrer Rauhigkeit unterscheiden.

34. Schlüsseleinheit nach Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen der Bedienfelder aus verschiedenen Materialien bestehen.

35. Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einem länglichen Schlüsselbehälter, in dem ein länglicher Flachschlüssel schwenkbar gelagert ist, wobei der Flachschlüssel in seiner Nichtgebrauchsstellung in einem Aufnahmeraum in einer Seitenfläche des Schlüsselbehälters versenkt ist und wobei die Breite des Flachschlüssels größer als die Dicke des Flachschlüssels ist, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Schwenkachse (45) des Flachschlüssels in Richtung der Höhe des Flachschlüssels verläuft,

- in der Gebrauchstellung des Flachschlüssels die Proportionen dessen Schlüsselschaftes (13) und diejenigen des Schlüsselbehälters (1) im wesentlichen die gleiche Orientierung haben,

- der Aufnahmeraum (46) durch eine Schlitzaufnahme auf einer Längsseite des Schlüsselbehälters gebildet ist, in die der Schlüsselschaft (13) hinein schwenkbar ist.

36. Schlüsseleinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Aufsatz (2) ein Tastaturfeld (50) zugeordnet ist, dass von einem an dem Schlüsselbehälter (1) oder Aufsatz (2) gehaltenen Tastaturdeckel (51) abdeckbar ist.

37. Schlüsseleinheit nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass das Tastaturfeld (50) Bestandteil einer Fernbedieneinrichtung ist, beispielsweise für eine Fahrzeugstandheizung, für einen Garagen- oder Toröffner oder für eine Telekommunikationseinrichtung.

Description:

Beschreibung

Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einer Einrichtung zum öffnung und Schließen des Schlosssystems. Die Einrichtung zum öffnen und Schließen des Schlosssystems ist insbesondere ein herausklappbarer mechanischer Schlüssel und/oder ein Sender zur Fernansteuerung des Schlosssystems.

Aus der DE 38 42 790 C1 und der DE 39 02 537 A1 sind Schlüsselbehälter bekannt, die einen ausschwenkbaren Flachschlüssel aufnehmen. Ferner ist aus der DE 42 26 579 A1 ein Kompaktsender zur Fernansteuerung einer Schließeinrichtung bekannt, der zusätzlich einen ausschwenkbaren Flachschlüssel zur mechanischen Betätigung eines Schließzylinders umfasst.

Aus der DE 10 2005 043 893 A1 ist ein Schlüsselanhänger insbesondere für Fahrzeugschlüssel bekannt, der Schaltelemente und ein Displayfenster umfasst.

Aus der DE 10 206 534 A1 ist ein Fahrzeugschlüssel mit einem elektronischen Schlüssel und einem mechanischen Notschlüssel bekannt. Der Notschlüssel kann durch eine Drehbewegung aus einer Ruheposition in eine Gebrauchsposition geschwenkt werden.

Aus der EP 1 280 390 B1 ist ein elektronischer Schlüssel mit einem zweiteiligen Gehäuse bekannt, welches ein mechanisches Schlüsselteil aufnehmen kann.

Es ist die Aufgabe dervorliegenden Erfindung, eine verbesserte Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs bereitzustellen. Die Schlüsseleinheit soll insbesondere variabel an verschiedene Fahrzeugtypen und Ausstattungslinien eines Fahrzeugherstellers kostengünstig anpassbar sein. Femer soll der Funktionsumfang der Schlüsseleinheit erweiterbar sein.

Diese Aufgabe wird durch eine Schlüsseleinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 1, des Anspruchs 22, des Anspruchs 29, des Anspruchs 30 bzw. des Anspruchs 32 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

In der folgenden Beschreibung werden Richtungsangaben wie folgt verwendet: Die Oberseite der Schlüsseleinheit ist die Seite, auf der sich Bedienfelder betätigen lassen, die Unterseite ist die zu der Oberseite abgewandte Seite. Die Stirnseite der Schlüsseleinheit ist senkrecht zu der Unterseite angeordnet und zeigt in Richtung eines mechanischen Schlüssels, der sich in einer Gebrauchsstellung befindet. Die Seitenflächen der Schlüsseleinheit sind sowohl senkrecht zu der Ober- und Unterseite als auch senkrecht zu der Stirnseite. Umfasst die Schlüsseleinheit einen mechanischen Schlüssel, ist die Längsrichtung die Richtung, in die sich der Schlüssel in der Gebrauchsstellung erstreckt. Die Breitenrichtung erstreckt sich senkrecht zur Längsrichtung. Die Höhe bzw. Dicke der Schlüsseleinheit erstreckt sich senkrecht zur Längs- und Breitenrichtung und ist die kürzeste Ausdehnung der Schlüsseleinheit.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird eine Schlüsseleinheit bereitgestellt, die durch einen modularen Aufbau gekennzeichnet ist, welcher einen Schlüsselbehälter, welcher die Einrichtung zum öffnen und Schließen des Schlosssystems aufnimmt, und einqn Aufsatz umfasst, der lösbar mit dem Schlüsselbehälter verbunden ist. Der modulare Aufbau ermöglicht es, dem Schlüsselbehälter verschiedene Aufsätze zuzuordnen, welche sich nach den Bedürfnissen des Fahrzeugherstellers bzw. des Kunden des Fahrzeugherstellers anpassen lassen. Dabei ist es für die verschiedenen Ausbildungen des Aufsatzes nicht erforderlich den Schlüsselbehälter zu ändern. Es ist möglich, eine Basisschlüsseleinheit auf vielfältige Weise zu variieren. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Varianten der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit kostengünstig herstellen.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit ist der Aufsatz drehfest mit dem Schlüsselbehälter verbunden. Außerdem oder alternativ kann der Aufsatz fluchtend mit dem Schlüsselbehälter verbunden sein. Dabei geht die äußere Hülle des Aufsatzes vorzugsweise fluchtend in die äußere Hülle des Schlüsselbehälters über, so dass eine kompakte Einheit zwischen Schlüsselbehälter und Aufsatz geschaffen wird. Der Schlüsselbehälter und der Aufsatz können dabei insbesondere aneinander angrenzende Flächen besitzen. Hierdurch kann eine feste Kopplung zwischen dem Schlüsselbehälter und dem Aufsatz hergestellt werden. Der Aufsatz ist gemäß einer bevorzugten Ausbildung mittels einer Rastverbindung an dem Schlüsselbehälter befestigt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit ist der Schlüsselbehälter einteilig ausgebildet. Es wird somit ein Einschalenkonzept für den Schlüsselbehälter bereitgestellt, bei dem der Schlüsselbehälter aus einem Kunststoff mittels Spritzguss mit nur einem Werkzeug hergestellt werden kann. Auf diese Weise lässt sich die Form des Schlüsselbehälters kostengünstig herstellen. Der Schlüsselbehälter umfasst insbesondere eine Ober- und eine Unterform, die über ein Filmschamier miteinander verbunden

sincL Vorzugsweise bildet das Filmscharnier bei aufeinander liegender Ober- und Unterform ein Gegenstück für die Verbindung mit dem Aufsatz. Der Aufsatz kann beispielsweise bei aufeinander liegender Ober- und Unterfomn auf das Filmscharnier aufgeschoben sein. Dabei kann der Aufsatz in der Endposition eine Rastverbindung mit dem Filmscharnier eingehen. Die Rastverbindung kann jedoch auch bei den aneinander grenzenden Flächen des Schlüsselbehälters und des Aufsatzes vorgesehen sein.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weist der Schlüsselbehälter eine Standardöffnung auf, in die ein Bedienmodul eingesetzt ist. Ferner kann der Schlüsselbehälter eine Aufnahme für eine Standardplatine für elektronische Einrichtungen der Schlüsseleinheit umfassen. Die Einrichtung zum öffnen und Schließen des Schlosssystems kann z.B. einen Sender zur Fernansteuerung des Schlosssystems umfassen. Die elektronischen Komponenten dieses Senders sind in diesem Fall vorzugsweise auf der Standardplatine angeordnet, welche von dem Schlüsselbehälter aufgenommen wird. Auf dieser Standardplatine können noch weitere elektronische Einrichtungen vorgesehen sein. Die elektronischen Funktionen der Schlüsseleinheit lassen sich auf somit auf einfache und kostengünstige Weise anpassen, ohne dass es erforderlich ist, den Schlüsselbehälter zu verändern.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann alternativ oder zusätzlich die Einrichtung zum öffnen und Schließen des Schlosssystems einen mechanischen Schlüssel umfassen. Der mechanische Schlüssel kann von dem Schlüsselbehälter auf vielfältige Weise aufgenommen werden, wie sie beispielhaft in später beschriebenen Aspekten der Erfindung erläutert wird.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit umfasst der Aufsatz einen Klipp zum Befestigen der Schlüsseleinheit an einem anderen Objekt. Auf diese Weise lässt sich die Schlüsseleinheit beispielsweise in einer Hemdtasche befestigen, wobei vorteilhafterweise ein Teil des Klipps der Schlüsseleinheit sichtbar bleibt, so dass an diesem Teil Embleme, Symbole oder dgl. angebracht werden können.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit umfasst der Aufsatz eine elektronische Schnittstelle. Zusätzlich kann der Aufsatz ein Speichermedium umfassen, wobei in diesem Fall die Schnittstelle eine Datenübertragung von einem externen Gerät auf das Speichermedium ermöglicht. Durch die Schnittstelle kann beispielsweise eine Verbindung mit einem Computer, einem Fotoapparat oder einem Musikwiedergabegerät geschaffen werden. Die Schnittstelle kann beispielsweise ein USB- (Universal Serial Bus)-Stecker sein.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit umfasst der Aufsatz ein sichtbares Symbol, welches den zu dem Schlosssystem gehörigen Fahrzeugtyp kennzeichnet. Ferner kann das Symbol alternativ oder zusätzlich den Fahrzeughersteller kennzeichnen. Schließlich kann der Aufsatz eine sichtbare Beschriftung zur Identifikation des zu dem Schlosssystem gehörigen Fahrzeugs umfassen. Die Identifikation kann beispielsweise das Fahrzeugkennzeichnen umfassen.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit weist diese eine Positionsbestimmungseinrichtung zum Bestimmen der Position der Schlüsseleinheit und zum Bestimmen der Position des zu dem Schlosssystem gehörigen Fahrzeugs auf. Die Positionsbestimmungseinrichtung kann insbesondere von dem Aufsatz umfasst sein. Sie kann eine Satellitenortungssystem umfassen, wie beispielsweise das GPS (Global Positioning System). Vorzugsweise weist die Schlüsseleinheit, insbesondere der Aufsatz der Schlüsseleinheit, ein Display auf, das mit der Positionsbestimmungseinrichtung verbunden ist, so dass es möglich ist, eine digitale Karte und/oder Richtungsmarkierungen zum Auffinden des zu dem Schlosssystem gehörigen Fahrzeugs anzuzeigen.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit weist die an den Aufsatz angrenzende Fläche des Schlüsselbehälters eine öffnung eines Batteriefaches auf. Diese öffnung ist bei einer Verbindung des Schlüsselbehälters mit dem Aufsatz nicht sichtbar. Die öffnung kann beispielsweise durch einen Gummistöpsel verschlossen sein, der über eine Lasche mit dem Schlüsselbehälter verbunden ist.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einem Schlüsselbehälter bereitgestellt, dessen Breite größer als dessen Höhe bzw. Dicke ist, und ferner mit einem ausschwenkbaren Schlüssel, der in dem Schlüsselbehälter schwenkbar gelagert ist. Bei der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit gemäß diesem Aspekt verläuft die Schwenkachse des Schlüssels in Richtung der Breite des Schlüsselbehälters. Der Schlüssel umfasst vorzugsweise einen Schlüsselkörper, an dem ein Schlüsselschaft befestigt ist. Der Schlüsselkörper ist in einer Aussparung der Stirnseite des Schlüsselbehälters schwenkbar gelagert, so dass der Schlüsselkörper auf zwei abgewandten Seiten der Schlüsseleinheit sichtbar ist. Die Aussparung erstreckt sich somit über die gesamte Dicke der Stirnseite.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung geht die Aussparung in der Stirnseite des Schlüsselbehälters in einen Aufnahmeraum für den Schlüsselschaft über, der in der Unterseite der Schlüsseleinheit gebildet ist. Die Aussparung in der Stirnseite des Schlüsselbehälters und der Aufnahmeraum für den Schlüsselschaft sind bevorzugt hinsichtlich der Breite des

Schlüsselbehälters mittig angeordnet. In der Nichtgebrauchsstellung des mechanischen Schlüssels wird dieser somit von dem Aufnahmeraum des Schlüsselbehälters in der Mitte in der Unterseite der Schlüsseleinheit aufgenommen, wobei der Schlüsselkörper sowohl von der Unterseite als auch von der Oberseite der Schlüsseleinheit sichtbar ist.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung trägt der ausschwenkbare Schlüssel ein Emblem, insbesondere das Logo des Fahrzeugherstellers. Das Emblem kann insbesondere vom Schlüsselkörper getragen werden. Es ist bevorzugt von der Seite des Schlüsselbehälters sichtbar, die der Seite mit dem Aufnahmeraum für den Schlüsselschaft abgewandt ist, d.h. das Emblem ist von der Oberseite der Schlüsseleinheit sichtbar. Gemäß einer anderen Ausbildung ist das Emblem auf beiden Seiten des Schlüsselkörpers angeordnet, so dass es sowohl von der Oberseite als auch von der Unterseite sichtbar ist.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Schlüsseleinheit des zweiten Aspektes der Erfindung ist der Schlüssel in seiner Nichtgebrauchsstellung, bei welcher sich der Schlüsselschaft im Aufnahmeraum des Schlüsselbehälters befindet, gegen ein Herausschwenken gesichert und durch einen auf der Schwenkachse angeordneten Entriegelungsmechanismus entriegelbar.

Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung wird eine Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einem länglichen Schlüsselbehälter bereitgestellt, in dem ein länglicher Flachschlüssel schwenkbar befestigt ist, dessen Breite größer ist als dessen Dicke. Der Flachschlüssel ist in seiner Nichtgebrauchsstellung in einem Aufnahmeraum in einer Seitenfläche des Schlüsselbehälters versenkt. Bei der Schlüsseleinheit gemäß diesem dritten Aspekt der Erfindung verläuft die Schwenkachse des Flachschlüssels in Richtung der Breite des Flachschlüssels, d.h. der Aufnahmeraum für den Flachschlüssel in der Seitenfläche des Schlüsselbehälters weist eine Tiefe auf, die der Dicke des Flachschlüssels entspricht, und eine Breite auf, die der Breite des Flachschlüssels entspricht. Beim Herausschwenken des Flachschlüssels wird eine fiktive Ebene, die von der Längs- und Breitenseite des Flachschlüssels aufgespannt wird, um die Schwenkachse geschwenkt. Eine solche Schlüsseleinheit hat den Vorteil, dass der Aufnahmeraum des Schlüsselbehälters für den Flachschlüssel sehr flach ausgebildet sein kann.

Gemäß einem vierten Aspekt der Erfindung wird eine Schüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einem Sender zur Fernansteuerung des Schlosssystems und einem Bedienmodul bereitgestellt, welches ein Bedienfeld oder mehrere Bedienfelder zur Steuerung des Senders aufweist. Bei der Schlüsseleinheit gemäß diesem Aspekt der Erfindung ist das Bedienfeld oder sind die Bedienfelder zurückgesetzt in der Schlüsseleinheit angeordnet.

Gemäß einer bevorzugten Ausbildung dieser Schlüsseleinheit umfasst sie einen länglichen Schlüsselbehälter, welcher den Sender und das Bedienmodul aufnimmt. Auf der Fläche des Schlüsselbehälters, auf der die Bedientaste oder die Bedientasten betätigbar sind, ist erfindungsgemäß in Längsrichtung außen zumindest je eine Rippe gebildet, die sich in Richtung der Normalen dieser Fläche über die Bedientaste oder die Bedientasten hinaus erheben. Die Rippen verlaufen somit auf der rechten und linken Seite der Bedientasten des Bedienmoduls. Bei der Schlüsseleinheit gemäß diesem Aspekt der Erfindung wird somit wirkungsvoll verhindert, dass die Bedientasten unbeabsichtigt, z.B. bei einer Aufbewahrung in einer Tasche, betätigt werden.

Gemäß einem fünften Aspekt der Erfindung wird eine Schlüsseleinheit für ein Schlosssystem eines Fahrzeugs mit einem Sender zur Fernansteuerung des Schlosssystems und einem Bedienmodul bereitgestellt, welches mehrere Bedienfelder zur Steuerung des Senders aufweist, wobei sich die Haptik der Oberflächen der Bedienfelder unterscheidet. Die Oberfläche der Bedienfelder unterscheidet sich insbesondere hinsichtlich der taktilen Wahrnehmung eines Benutzers. Die Oberflächen der Bedienfelder können sich z.B. hinsichtlich ihrer Rauhigkeit unterscheiden. Ferner können die Oberflächen der Bedienfelder aus verschiedenen Materialien bestehen. Auf diese Weise lässt sich die Funktionen der Bedienfelder leicht ertasten, ohne dass eine visuelle Wahrnehmung der Bedienfelder nötig ist. Dabei geht die unterschiedliche Haptik der Oberflächen der Bedienfelder über einfache Vorsprünge und Vertiefungen, welche von Symbolen gebildet werden, hinaus.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich die verschiedenen Ausgestaltungen und Weiterbildungen der verschiedenen Aspekte der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit beliebig untereinander kombinieren lassen. So ist es beispielsweise möglich, dass die Art der Lagerung des Schlüssels in der Schlüsseleinheit gemäß dem zweiten und dritten Aspekt der Erfindung in der Schlüsseleinheit mit dem Aufsatz verwendet wird. Gleichermaßen können die verschieden ausgebildeten Aufsätze des ersten Aspektes der Erfindung auch bei Schlüsseleinheiten gemäß den weiteren Aspekten der Erfindung Verwendung finden. Ferner können die Ausbildungen der Bedienfelder und der Rippen des Schlüsselbehälters gemäß dem vierten und fünften Aspekt der Erfindung auch bei der Schlüsseleinheit gemäß dem ersten, zweiten oder dritten Aspekt der Erfindung eingesetzt werden.

Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug zu den Zeichnungen erläutert.

Fig. 1 zeigt eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit,

die Fig. 2A bis 2F zeigen verschiedene Ansichten der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit, die Fig. 3A bis 3D illustrieren das Aufsetzen und Lösen des Aufsatzes auf den

Schlüsselbehälter der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit, die Fig. 4A bis 41 zeigen verschiedene Varianten der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit, die Fig. 5A und 5B zeigen die Oberseite und die Unterseite mit herausgeschwenktem Schlüssel eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit,

Fig. 6 zeigt noch ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit,

Fig. 7 zeigt noch ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit,

Fig. 8 zeigt eine Explosionsdarstellung für das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7.der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit,

Fig.9 zeigt die Anordnung eines Batteriefachs für eine erfindungsgemäße Schlüsseleinheit,

Fig. 10 zeigt für eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit einen Aufsatz mit einem Tastaturfeld,

Fig. 11 zeigt eine Schlüsseleinheit mit dem Aufsatz gemäß Figur 11 vor dem Zusammenbau,

Fig. 12 zeigt die Elemente gemäß Figur 11 nach dem Zusammenbau.

Gleiche Bauteile oder Bauteilabschnitte weisen in allen Figuren die gleiche Bezifferung auf.

Erstes Ausführunqsbeispiel:

Mit Bezug zu den Fig. 1 bis 4 wird das erste Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schlüsseleinheit beschrieben.

Die Schlüsseleinheit weist einen modularen Aufbau auf. Dieser modulare Aufbau umfasst einen Schlüsselbehälter 1 und einen Aufsatz 2, der mit dem Schlüsselbehälter 1 verbunden ist. Des Weiteren weist der modulare Aufbau eine Standardplatine 7 und ein Bedienmodul 8 auf, welche von dem Schlüsselbehälter 1 aufgenommen sind.

Der Schlüsselbehälter 1 aus einem Kunststoffteil gefertigt, welches sich im Spritzguss in einem einzigen Werkzeug herstellen lässt. Es ist somit einteilig ausgebildet, wobei eine Oberform 3 und eine Unterform 4 über ein Filmscharnier 5 miteinander verbunden sind. Fig. 1 zeigt die Ober- und Unterform in einem aufgeklappten Zustand.

Der Schlüsselbehälter 1 besitzt eine Aufnahme 6 für die Standardplatine 7. Die Standardplatine 7 kann verschiedene elektronische Elemente der Schlüsseleinheit umfassen. Sie kann an die gewünschte Ausgestaltung der Schlüsseleinheit angepasst werden, wobei jedoch immer dieselben Platinenabmessungen verwendet werden.

Auf der Standardplatine 7 sind die elektronischen Komponenten eines an sich bekannten Senders zur Fernansteuerung des zu der Schlüsseleinheit gehörigen Schlosssystems angeordnet. Derartige elektronische Schlosssysteme sind an sich bekannt. Der Sender umfasst eine Strahlungsquelle 42, insbesondere eine Infrarot-Diode, die in der vorderen Stirnseite der Schlüsseleinheit angeordnet ist und die codierte Signale zur Steuerung des Schlosssystems emittieren kann.

Der Standardplatine 7 ist ein Bedienmodul 8 zugeordnet, welches mehrere Bedienfelder 9, 10, 11 umfassen kann, die z.B. als Druckschalter ausgebildet sind. Mit den Bedienfeldern 9 bis 11 des Bedienmoduls 8 lässt sich der Sender zur Fernansteuerung des Schlosssystems des Fahrzeugs steuern. In dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel umfasst das Bedienmodul 8 ein Bedienfeld 9 zum ferngesteuerten Schließen eines zugeordneten Schlosssystems eines Fahrzeugs, ein Bedienfeld 10 zum öffnen des Schlosses des Kofferraums des Fahrzeugs und ein Bedienfeld 11 zum ferngesteuerten öffnen des zugeordneten Schlosssystems.

Die an den Aufsatz 2 angrenzende Fläche des Schlüsselbehälters 1 weist eine in Figur 9 gezeigte öffnung 47 eines Batteriefachs auf. Die öffnung ist nach Einlegen einer bevorzugt als

Knopfzelle ausgeführten Batterie 49 durch einen Gummistöpsel 48 verschließbar, der beispielsweise über eine Lasche mit dem Schlüsselbehälter 1 verbunden ist. Wenn der Aufsatz 2 auf den Schlüsselbehälter aufgesetzt ist, sind die öffnung 47 und der Gummistöpsel 48 nicht mehr sichtbar.

Des Weiteren umfasst die Schlüsseleinheit einen mechanischen Schlüssel, der schwenkbar von dem Schlüsselbehälter 1 aufgenommen ist. Derartige schwenkbare mechanische Schlüssel sind an sich bekannt. Es können jedoch auch Lagerungen des Schlüssels verwendet werden, wie sie in den weiten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung beschrieben sind.

Im in Fig. 1 gezeigten Beispiel umfasst der mechanische Schüssel einen Schlüsselkörper 12, an dem ein Schlüsselschaft 13 befestigt ist, der sich in einen Schließzylinder des Schlosssystems des Fahrzeugs einführen lässt, um das entsprechende Schloss zu öffnen. Der Schlüsselkörper 12 besitzt eine Welle 14, über welche der Schlüsselkörper 12 schwenkbar in dem Schlüsselbehälter 1 gelagert ist. Dabei kann der Schlüssel in bestimmten Schwenkstellungen, insbesondere in der Gebrauchsstellung, einrasten und so gesichert werden. Zum Entriegeln der Schwenkstellung des Schlüssels ist ein Entriegelungsmechanismus 15 vorgesehen, welcher mit dem Schlüsselkörper 12 gekoppelt ist. Auf dem Schlüsselkörper 12 ist ein Emblem oder Symbol 16 aufgebracht, welches sowohl bei einem eingeklappten als auch bei einem herausgeklappten Schlüssel sichtbar ist.

Der Schlüsselbehälter 1 lässt sich mit einem Aufsatz 2 verbinden, wenn die Ober- und Unterform 3, 4 des Schlüsselbehälters 1 im fertig montierten Zustand aufeinander aufliegen. In diesem Fall bildet das Filmscharnier 5 ein Gegenstück für die Befestigung des Aufsatzes 2.

In den Fig. 2A bis 2F sind die Ansichten der modular aufgebauten Schlüsseleinheit gezeigt. Fig. 2A zeigt die Oberseite der Schlüsseleinheit, von der aus die Bedienfelder 9 bis 11 betätigbar sind und von der aus das Emblem 16, welches auf den Schlüsselkörper 12 aufgebracht ist, sichtbar ist, wenn sich der Schlüssel im eingeklappten Zustand, d.h. in einer Nichtgebrauchsstellung, befindet. Fig. 2B zeigt eine Seitenfläche der Schlüsseleinheit, Fig. 2D zeigt die andere Seitenfläche der Schlüsseleinheit, bei welcher der Entriegelungsmechanismus 15 angeordnet ist. Fig. 2D zeigt die Schlüsseleinheit mit ausgeklapptem Schlüssel, wenn sich der Schlüssel in der Gebrauchsstellung befindet. Fig. 2C zeigt die Unterseite der Schlüsseleinheit, bei welcher der Schaft 13 des Schlüssels in der Unterform 4 aufgenommen ist. Auch von dieser Seite aus ist ein Emblem 16 sichtbar, welches auf dem Schlüsselkörper 12 angebracht ist. Fig. 2E zeigt die hintere Stirnfläche der Schlüsseleinheit, bei welcher der Aufsatz 2 mit dem Schlüsselbehälter 1 verbunden ist. Fig. 2F zeigt schließlich die vordere

Stirnfläche des Schlüsselbehälters 1 , welche mittig eine Aussparung zur Aufnahme des Schlüsselkörpers 12 aufweist.

Die Verbindung des Aufsatzes 2 mit dem Schlüsselbehälter 1 wird mit Bezug zu den Fig. 3A bis 3D erläutert. Der Aufsatz 2 weist einen Hohlraum auf, in welchen das Filmscharnier 5, wie in Fig. 3A gezeigt, eingeführt werden kann. Dabei wird der Aufsatz 2 in Richtung des Pfeils A soweit auf den Schlüsselbehälter 1 zubewegt, bis die jeweiligen Stirnflächen aneinander anliegen. Daraufhin wird der Aufsatz 2, wie in Fig. 3B gezeigt, in Richtung des Pfeils B bewegt, bis eine Rastverbindung zwischen dem Aufsatz 2 und dem Schlüsselbehälter 1 hergestellt ist. Für diese Rastverbindung weist der Schlüsselbehälter z.B. beim Filmschamier 5 oder bei der Ober- oder Unterform 3, 4 sowie im Hohlraum des Aufsatzes 2 entsprechende Rastelemente auf.

In Fig. 3C ist der Zustand gezeigt, bei dem der Aufsatz 2 mit dem Schlüsselbehälter 1 verbunden ist. In diesem Fall geht die Oberfläche des Schlüsselbehälters 1 in die Oberfläche des Aufsatzes 2 über. D.h. der Aufsatz 2 ist fluchtend mit dem Schlüsselbehälter 1 verbunden. Außerdem ist der Aufsatz 2 drehfest mit dem Schlüsselbehälter 1 verbunden. Die jeweiligen Stirnflächen grenzen dabei aneinander an. Da der Aufsatz 2 das Filmscharnier 5 des Schlüsselbehälters 1 vollständig aufnimmt, ist der beim Spritzguss entstehende Weißbruch nicht sichtbar.

In dem Aufsatz 2 ist eine öffnung 23 vorgesehen. Führt man beispielsweise einen Kugelschreiber oder einen anderen spitzen Gegenstand in diese öffnung 23 ein, kann man die Rastverbindung zwischen dem Aufsatz 2 und dem Schlüsselbehälter 1 lösen, so dass sich der Aufsatz 2, wie in Fig. 3D gezeigt, in Richtung des Pfeils C verschieben lässt. Auf diese Weise kann man den Aufsatz 2 von dem Schlüsselbehälter 1 entfernen.

In den Fig. 4A bis 4I sind verschiedene Varianten dargestellt, die sich aufgrund des modularen Aufbaus der Schlüsseleinheit realisieren lassen. Sie werden im Folgenden erläutert:

Fig. 4A zeigt eine Basisschlüsseleinheit ohne Elektrifizierung. Statt des Bedienmoduls 8 ist nur ein Kunststoffteil eingesetzt. Der Aufsatz 2a ist aus Kunststoff gefertigt und weist ein Ringloch 22 auf.

Fig. 4B zeigt eine Normalschlüsseleinheit mit Elektrifizierung. Das Bedienmodul 8b umfasst die Bedienfelder 9, 10 und 11 zum öffnen und Schließen eines Türschlosses sowie zum öffnen einer Kofferraumklappe. Das Bedienmodul 8b umfasst ferner eine Leuchtdiode 17, mit der eine

Statusanzeige bereitgestellt wird. Der Aufsatz 2b ist aus Kunststoff gefertigt und weist ein länglich ausgebildetes Ringloch 24 auf.

Fig. 4C zeigt eine weitere Normalschlüsseleinheit mit Elektrifizierung. Das Bedienmodul 8c umfasst insgesamt die vier Funktionstasten 18, 19, 20 und 21. Mit den Tastschaltern 18 und 19 kann das Türschloss geöffnet und geschlossen werden. Mit dem Tastschalter 20 kann der Kofferraum geöffnet werden. Schließlich ist der Tastschalter 21 als sog. Paniktaste ausgebildet. Der Aufsatz 2c ist aus Metall gefertigt und weist einen Schlüsselring 25 auf.

Fig. 4D zeigt eine Vollfunktionsschlüsseleinheit mit Elektrifizierung. Das Bedienmodul 8d umfasst insgesamt sechs Funktionstasten, welche zusätzlich zu den vier Funktionstasten der in Fig. 4C dargestellten Schlüsseleinheit noch zwei Tastschalter 28 und 29 zum öffnen und Schließen einer Schiebetür umfasst. Der Aufsatz 2d ist aus Metall gefertigt und weist ein Ringloch 24 auf, welches dem Ringloch der in Fig. 4B gezeigten Ausgestaltung entspricht.

Fig. 4E zeigt eine individualisierte Normalschlüsseleinheit mit Elektrifizierung. Das Bedienmodul 8e entspricht dem in Fig. 4B gezeigten Bedienmodul. Der Aufsatz ist aus Metall gefertigt. Er umfasst einen Klipp 32, durch welchen sich die Schlüsseleinheit beispielsweise in einer Hemdtasche befestigen lässt. Ist die Schlüsseleinheit z.B. in eine Hemdtasche eingesteckt und an den Rand angeklippst, ist eine fahrzeugspezifische Kennzeichnung 33 sichtbar, welche auf den Aufsatz 2e aufgebracht ist. Diese Schlüsseleinheit lässt sich insbesondere für diverse Sondermodelle eines Fahrzeugs verwenden.

In Fig. 4F ist eine Normalschlüssefeinheit mit einer funktionalen Erweiterung gezeigt. Das Bedienmodul 8f entspricht dem Bedienmodul 8b, das in Fig. 4B gezeigt ist. Der Aufsatz 2f enthält ein Datenspeichermedium und einen USB-Stecker 34, der als Schnittstelle zu anderen elektronischen Geräten dient. Der USB-Stecker 34 kann mit einer Kappe 35 abgedeckt werden. über den USB-Stecker 34 lassen sich beispielsweise Daten von anderen elektronischen Geräten übertragen und auf dem Speichermedium des Aufsatzes 2f abspeichern. Das Speichermedium kann z.B. eine Minifestplatte oder ein Flash-Speicher sein.

Fig. 4G zeigt eine weitere Schlüsseleinheit, bei welcher der Aufsatz 2g eine andere Form als die bisherigen Aufsätze besitzt. In ihn kann ein Band 36 eingefädelt werden, so dass die Schlüsseleinheit um den Hals getragen werden kann.

Fig. 4H zeigt eine Normalschlüsseleinheit mit einer funktionalen Erweiterung, z.B. für Firmenkunden mit einer Fahrzeugflotte. Das Bedienmodul 8h entspricht dem Bedienmodul 8b. Der Aufsatz 2h weist ein Feld 37 auf, in dem der zugehörige Fahrzeugtyp und, zur

Identifizierung des Fahrzeugs, das Kennzeichen aufgebracht sind. Ferner kann ein Logo 38 des Firmenkunden aufgebracht sein. Schließlich weist der Aufsatz ein Ringloch 39 auf.

Fig. 41 zeigt eine Normalschlüsseleinheit mit Elektrifizierung mit einem Aufsatz 2i mit einer Zusatzfunktion. Das Bedienmodul 8i entspricht dem Bedienmodul 8b. Der Aufsatz 2i enthält eine Positionsbestimmungseinrichtung, mit welcher sowohl die Position der Schlüsseleinheit als auch die Position des zu dem entsprechenden Schlosssystem gehörigen Fahrzeugs bestimmt werden kann. Die Position der Schlüsseleinheit kann beispielsweise mittels eines sog. GPS- Moduls ermittelt werden. Die Position des zugehörigen Fahrzeugs kann z.B. beim Abschließen des Fahrzeugs in einem Speicher des Aufsatzes 2i gespeichert werden und von dort später ausgelesen werden. Ferner weist der Aufsatz 2i ein Display 40 auf, mit dem der Weg zum Fahrzeug angezeigt werden kann.

Zweites Ausführunαsbeispiel:

Das zweite Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird mit Bezug zu den Fig. 5A und 5B erläutert. Die Schlüsseleinheit umfasst einen länglichen Schlüsselbehälter 1, dessen Breite größer als dessen Höhe bzw. Dicke ist. In dem Schlüsselbehälter 1 ist ein ausschwenkbarer mechanischer Schlüssel so schwenkbar gelagert, dass die Schwenkachse des Schlüssels, wie in Fig. 5B gezeigt in Richtung der Breite des Schlüsselbehälters 1 verläuft.

Der Schlüssel umfasst einen Schlüsselschaft 13, mit welchem der Schließzylinder eines oder mehrerer Schlösser eines Schlosssystems eines Fahrzeugs geöffnet werden kann. Der Schlüsselschaft 13 ist an einem Schlüsselkörper 12 befestigt, der in dem Schlüsselbehälter 1 schwenkbar gelagert ist. Hierzu ist in der vorderen Stirnseite des Schlüsselbehälters 1 mittig eine Aussparung gebildet. Der Schlüsselkörper 12 ist so in diese Aussparung eingesetzt, dass beidseitig eine Welle in die Seitenflächen der Aussparung eingreift, um welche der Schlüssel geschwenkt werden kann. Die Aussparung in dem Schlüsselbehälter 1 erstreckt sich über die gesamte Dicke der Schlüsseleinheit, so dass der Schlüsselkörper 12 sowohl auf der in Fig. 5A gezeigten Oberseite der Schlüsseleinheit sichtbar ist als auch auf der in Fig. 5B gezeigten Unterseite. Somit lässt sich auf dem Schlüsselkörper 12 ein Emblem anbringen, das von beiden Seiten der Schlüsseleinheit aus sichtbar ist.

Die Aussparung in der Stirnseite des Schlüsselbehälters 1 geht in einen Aufnahmeraum 41 für den Schlüsselschaft 13 über. Dieser Aufnahmeraum 41 ist mittig in der Unterseite der Schlüsseleinheit gebildet. Der Schlüssel ist in seiner Nichtgebrauchsstellung in einer solchen Schwenkstellung, bei welcher sich der Schlüsselschaft 13 vollständig in dem Aufnahmeraum 41

befindet, wobei der Schlüsselschaft 13 bündig mit der Oberfläche der Unterseite des Schlüsselbehälters 1 abschließt. In dieser Nichtgebrauchsstellung ist der Schlüssel gegen ein Herausschwenken gesichert. Durch einen auf der Schwenkachse angeordneten Entriegelungsmechanismus 15 kann der Schlüssel entriegelt werden, z.B. indem der Entriegelungsmechanismus 15 in Richtung des Schlüsselkörpers 12 gedrückt wird. Der Schlüssel kann dann um ca. 180° geschwenkt werden. In dieser Gebrauchsstellung kann er erneut gesichert werden. Die Entsicherung kann wieder über den Entriegelungsmechanismus * 15 erfolgen.

Der Schlüsselschaft 13 ist insbesondere ein Flachschlüssel, dessen Breite größer als dessen Dicke ist. Wie in Fig. 5B gezeigt entspricht die Richtung der Breite des Flachschlüssels der Richtung der Breite des Schlüsselbehälters 1. Somit verläuft die Schwenkachse des Schlüssels in Richtung der Breite des Schlüsselschafts 13.

Die Schlüsseleinheit des zweiten Ausführungsbeispiels kann, wie beim ersten Ausführungsbeispiel, einen modularen Aufbau haben. Insbesondere entspricht der in den Fig. 5A und 5B gezeigte Schlüsselbehälter 1 dem Schlüsselbehälter 1 der Fig. 1 bis 4. An diesen Schlüsselbehälter 1 können beliebige Aufsätze 2 angekoppelt werden, wie es beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurde. Gleichermaßen können auch die weiteren Details des ersten Ausführungsbeispiels, wie das Bedienmodul 8 mit den entsprechenden Tastschaltern, in die Schlüsseleinheit des zweiten Ausführungsbeispiels integriert werden und auf diese Weise weitere Ausgestaltungen des zweiten Ausführungsbeispiels bilden.

Drittes Ausführunqsbeispiel:

Das dritte Ausführungsbeispiel (siehe Figuren 7 und 8) unterscheidet sich von dem zweiten Ausführungsbeispiel nur hinsichtlich der Lagerung des Schlüssels. Der Schlüssel ist als länglicher Flachschlüssel ausgebildet, dessen Breite größer als dessen Dicke ist. Dieser Flachschlüssel ist schwenkbar in dem Schlüsselbehälter gelagert. Im Unterschied zum zweiten Ausführungsbeispiel verläuft die Schwenkachse 45 jedoch nicht in Richtung der Breite des Schlüsselbehälters 1 , sondern in Richtung der Höhe bzw. Dicke des Schlüsselbehälters, so dass in der Gebrauchsstellung des Schlüsselschaftes 13 des Flachschlüssels dessen Proportionen so orientiert sind wie diejenigen des Schlüsselbehälters 1. Außerdem befindet sich die Schwenkachse in einer Ecke des Schlüsselbehälters, so dass der Flachschlüssel in einen Aufnahmeraum in einer Seitenfläche des Schlüsselbehälters versenkt wird.

Der Flachschlüssel ist relativ zum Schlüsselbehälter so ausgerichtet, dass die Schwenkachse des Flachschlüssels in Richtung der Breite des Flachschlüssels verläuft. Der Flachschlüssel ist zu der in Fig. 5B gezeigten Orientierung somit um 90° verdreht angeordnet und wird um eine Ecke der Stirnfläche des Schlüsselbehälters geschwenkt, bis er von einem Aufnahmeraum in der Seitenfläche des Schlüsselbehälters aufgenommen ist. Die Tiefe dieses als Schlitzaufnahme ausgeführten Aufnahmeraums 46 in der Seitenfläche entspricht somit der Dicke des Schlüsselschaftes 13.

Mit der Orientierung des Schlüsselschaftes 13 gemäß Figuren 7 und 8 können in vorteilhafter Weise für Schlösser Schlüsselschlitze auch waagerecht verlaufend angeordnet sein, ohne dass dadurch beim Gebrauch des Schlüssels die Ansicht auf die Bedienfelder verloren geht. Damit ergeben sich beispielsweise für die Auslegung von Türschlössern oder Zündschlössern neue Ansatzpunkte im Hinblick auf Ergonomie und Optik.

Die weiteren Ausgestaltungen der Schlüsseleinheit des dritten Ausführungsbeispiels können denen des ersten und - bis auf die Orientierung des Schlüssels - denen des zweiten Ausführungsbeispiels entsprechen. Insbesondere kann auch die Schlüsseleinheit des dritten Ausführungsbeispiels einen modularen Aufbau haben, so dass verschiedene Aufsätze an dem Schlüsselbehälter befestigt werden können.

Viertes Ausführungsbeispiel:

Die Schlüsseleinheit des vierten Ausführungsbeispiels ist in Fig. 6 gezeigt. Sie umfasst einen an sich bekannten Sender zur Fernansteuerung eines Schlosssystems eines Fahrzeugs und ein an sich bekanntes Bedienmodul mit einem oder mehreren Bedienfeldern zur Steuerung des Senders. In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 ist ein Bedienmodul mit drei als Tastschalter ausgebildeten Bedienfeldern 9, 10 und 11 gezeigt. Die Bedienfelder 9 bis 11 sind so in einem Schlüsselbehälter 1 angeordnet, dass sie zurückgesetzt sind. Hierdurch wird eine versehentliche Betätigung der Bedienfelder 9 bis 11 verhindert.

Des Weiteren sind seitlich in Längsrichtung des länglichen Schlüsselbehälters 1 Rippen 43 und 44 angeordnet, die sich in Richtung der Normalen der Oberseite des Schlüsselbehälters 1, auf der die Bedienfelder 9 bis 11 betätigbar sind, über die Bedienfelder 9 bis 11 hinaus erheben. Die Rippen 43 und 44 sind somit seitlich neben den Bedienfeldern 9 bis 11 angeordnet.

Die weiteren Details der Schlüsseleinheit des vierten Ausfütirungsbeispiels können denen der ersten drei Ausführungsbeispiele entsprechen. Insbesondere können verschiedenartige

Aufsätze 2 mit dem Schlüsselbehälter 1 verbunden sein, wie es im ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurde. Ferner kann der Schlüsselbehälter 1 einen mechanischen Schlüssel umfassen, der, wie im zweiten oder dritten Ausführungsbeispiel beschrieben, in dem Schlüsselbehälter 1 befestigt ist.

Fünftes Ausführungsbeispiel:

Die Schlüsseleinheit des fünften Ausführungsbeispiels weist, wie die Schlüsseleinheit des vierten Ausführungsbeispiels, einen an sich bekannten Sender zur Fernansteuerung eines Schlosssystems eines Fahrzeugs sowie ein an sich bekanntes Bedienmodul auf, welches mehrere Bedienfelder, insbesondere mehrere Tastschalter, zur Steuerung des Senders umfasst. Bei der Schlüsseleinheit des fünften Ausführungsbeispiels unterscheidet sich die Haptik der Oberfläche der Bedienfelder voneinander. Aufgrund der unterschiedlichen Haptik kann der Benutzer mittels seines Tastsinns die verschiedenen Bedienfelder unterscheiden. Die Bedienfelder werden insbesondere auf verschiedene Weise taktile wahrgenommen, d.h. die Berührung der Bedienfelder mit der Haut wird unterschiedlich wahrgenommen. Dabei wird die verschiedenartige Haptik nicht durch Erhebungen oder Vertiefungen für sichtbare Symbole erreicht, sondern aufgrund einer Oberflächenstruktur von sehr viel geringerer Größenordnung. Beispielsweise kann sich die Rauhigkeit der Oberflächen der Bedienfelder unterscheiden. Außerdem können für die Bedienfelder verschiedene Materialien verwendet werden.

Die weiteren Ausgestaltungen der Schlüsseleinheit des fünften Ausführungsbeispiels können denen der ersten vier Ausführungsbeispiele entsprechen. Insbesondere kann die Schlüsseleinheit einen modularen Aufbau besitzen, bei welcher ein Schlüsselbehälter mit einem Aufsatz verbunden ist, wie es im ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurde. Außerdem kann ein Schlüssel in einem Schlüsselbehälter, wie in dem zweiten oder dritten Ausführungsbeispiel beschrieben, gelagert sein. Schließlich können die Bedienfelder, wie beim vierten Ausführungsbeispiel beschrieben, zurückgesetzt angeordnet sein und auf dem Schlüsselbehälter können seitlich neben dem Bedienfeldern Rippen angeordnet sein.

Sechstes Ausführungsbeispiel:

Bei dem in den Figuren 10 bis 12 ersichtlichen Ausführungsbeispiel ist der Aufsatz 2 mit einem Tastaturfeld 50 ausgerüstet, das hier Bestandteil einer Fernbedienung für eine Fahrzeugstandheizung ist. Das Tastaturfeld 50 ist unterhalb eines um eine Schwenkachse 51 bewegbaren Tastaturdeckels 52 angeordnet, der sich bei den Darstellungen in den Figuren 10

und 12 in Offenstellung befindet, so dass das Tastaturfeld 50 für die Finger eines Fahrzeugnutzers zu Eingabe- oder Schaltzwecken zugänglich ist.

Figur 11 zeigt den Tastaturdeckel 52 in einer Schließstellung mit einem Standheizungssymbol 53 auf der dem Tastaturfeld 50 abgewandten Seite. Mit diesem Ausführungsbeispiel können in äußerst vorteilhafter Weise die zwei Bedienkomponenten Fahrzeugschlüssel und Fernbedienung zu einem Bediengerät zusammengefasst werden. Die bislang übliche Aufbewahrung von zwei getrennten Bedienkomponenten kann so mit einem erheblichen Gewinn an Komfort und Verliersicherheit entfallen.

Das Tastaturfeld 50 ist auch für andere Fernbedienungszwecke verwendbar. Denkbar sind beispielsweise Fernsteuerungen für Garagen oder Toröffner. Das Tastaturfeld (50) kann aber auch Bestandteil einer Telekommunikationseinrichtung sein, mit der es beispielsweise über Blue-Tooth-Technik verbunden ist. Für die an dem Tastaturfeld 50 ausgelösten Signale kann eine Sendereinrichtung wahlweise dem Aufsatz 2 oder dem Schlüsselbehälter 1 zugeordnet sein. Zur weiteren Vereinfachung des Aufbaus ist für beide Funktionen, also Fahrzeugver- und entriegelung einerseits und Fernbedienung andererseits, die Verwendung der gleichen Sendereinrichtung vorgesehen. Für die Versorgung beider Systeme mit'elektrischer Energie ist sowohl dem Aufsatz 50 als auch dem Schlüsselbehälter 1 jeweils ein aufladbarer Speicher - beispielsweise Akku oder Kondensator - zugeordnet, die gegebenenfalls auch über ein Steckersystem miteinander verbindbar sind.

Bezugszeichenliste

Schlüsselbehälter

Aufsatz

Oberform

Unterform

Filmscharnier

Standard platinenaufnahme

Standardplatine

Bedienmodul

Bedienfeld

Bedienfeld

Bedienfeld

Schlüsselkörper

Schlüsselschaft

Welle

Entriegelungsmechanismus

Emblem

Leuchtdiode für eine Statusanzeige

Bedienfeld

Bedienfeld

Bedienfeld

Bedienfeld

Ringloch

öffnung zur Entriegelung des Aufsatzes

Ringloch

Schlüsselanhänger

Bedienfeld

Bedienfeld

Bedienfeld

Bedienfeld

Bedienfeld

Bedienfeld

Klipp fahrzeugspezifische Kennzeichnung

USB-Stecker

Kappe

Band

Feld für Fahrzeugtyp und Kennzeichen

Logo

Ringloch

Display

Aufnahmeraum

Strahlungsquelle für Sender

Rippe

Rippe

Schwenkachse

Aufnahmeraum

öffnung für ein Batteriefach

Gummistöpsel

Batterie

Tastaturfeld

Schwenkachse

Tastaturdeckel

Standheizungssymbol