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Title:
KINEMATIC SHOE SOLE AND SHOE HAVING A KINEMATIC SHOE SOLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/088883
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a shoe sole having kinematic properties based on traditional materials (leather, rubber, ethylene vinyl acetate) or any combination of said materials in a single-layer or multi-layer structure, which materials do not block the natural rolling behavior of the foot but rather promote said behavior. The invention further relates to a shoe having such a shoe sole.

Inventors:
MARON, Urs (Buchenweg 7, Ipsach, CH-2563, CH)
MACHER, David (Maigasse 8, Voitsberg, A-8570, AT)
Application Number:
EP2010/007917
Publication Date:
July 28, 2011
Filing Date:
December 23, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SWISS LINE FASHION AG (Schlossstrasse 8, Nidau, CH-2560, CH)
MARON, Urs (Buchenweg 7, Ipsach, CH-2563, CH)
MACHER, David (Maigasse 8, Voitsberg, A-8570, AT)
International Classes:
A43B13/14; A43B13/16
Attorney, Agent or Firm:
PFENNING, MEINIG & PARTNER (Theresiehöhe 13, München, 80339, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Kinematische Schuhsohle (100) mit einem

segmentiellen Aufbau, die aus mindestens einer Materiallage gebildet ist, die eine laterale Fuge (1) sowie mindestens eine mediale Fuge (2) aufweist, die die Sohle in die einzelnen Segmente (3) unterteilen, wobei die laterale (1) und/oder die mediale Fuge (2) als eine teilweise oder ganz durch die Materiallage durchgängige Nut ausgebildet ist, die nicht, teilweise und/oder ganz mit einem flexiblen Material gefüllt sein kann/können

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die laterale Fuge (1) mindestens eine Aussparung (4) aufweist, die ganz oder teilweise mit einem Material mit einer gleich großen und/oder kleineren Shorehärte, gemessen gemäß DIN 53505, verglichen mit den Materialien der Segmente (3), gefüllt ist.

Schuhsohle (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle drei aneinander- grenzende Bereiche,

a) einen Zehenbereich (I), in dem die laterale Fuge (1) im Wesentlichen parallel zu den Zehen verläuft,

b) einen Mittelfußbereich (II), in dem die late rale Fuge (1) einen nicht linienförmigen Ver lauf aufweist sowie c) einen Fußwurzelbereich (III), in dem die laterale Fuge (1) im Wesentlichen parallel zur Fußrichtung verläuft,

aufweist, wobei die laterale Fuge (1) über die Bereiche (I, II, III) durchgängig ausgebildet ist .

Schuhsohle (100) nach vorhergehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle drei an- einandergrenzende Bereiche,

a) einen Zehenbereich (I), in dem die laterale Fuge (1) im Wesentlichen parallel zu den Zehen verläuft,

b) einen Mittelfußbereich (II), in dem die late rale Fuge (1) einen nicht linienförmigen Ver lauf aufweist sowie

c) einen Fußwurzelbereich (III), in dem keine laterale und mediale Fuge ausgebildet ist, aufweist, wobei die laterale Fuge (1) über die Bereiche (I, II) durchgängig ausgebildet ist.

Schuhsohle (100) nach einem der beiden vorherge hendem Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die laterale Fuge (1)

a) im Zehenbereich (I) im Wesentlichen im Bereich der zweiten Zehe angeordnet ist, und/oder

b) im Mittelfußbereich (II) in Richtung vom Zehenbereich (I) zum Fußwurzelbereich (III)

- zunächst einen im Wesentlichen parallelen Verlauf zum zweiten Mittelfußknochen (os metatarsale II) aufweist, - anschließend einen ersten Knick (5a) aufweist, wobei die laterale Fuge (1) einen nicht parallelen Verlauf zu den Mittelfußknochen in Richtung der weiter außen liegenden Mittelfußknochen einnimmt, und

- anschließend einen zweiten Knick (5b) aufweist, wobei die laterale Fuge (1) im Wesentlichen den Richtungsverlauf einnimmt, den sie im Zehenbereich (I) aufweist, und/oder

c) im Fußwurzelbereich (III) im Wesentlichen in der Mitte der Sohle (100) verläuft.

Schuhsohle (100) nach vorhergehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass

a) auf Höhe des ersten Knicks (5a) mindestens eine mediale Fuge (2a) von der lateralen Fuge (1) abzweigt, die bevorzugt in Richtung des ersten Mittelfußknochens (os metatarsale I) verläuft, und/oder

b) auf Höhe des zweiten Knicks (5b) mindestens eine mediale Fuge (2b) von der lateralen Fuge abzweigt, die bevorzugt in Richtung der Fußaußenseite verläuft, und/oder

c) im Fußwurzelbereich (III) auf Höhe des Fersenbeins (calcaneus), bevorzugt auf Höhe der den Auflagepunkt des Fersenbeins bildenden Bereich, mindestens eine, bevorzugt zwei mediale Fugen (2c, 2d) von der lateralen Fuge (1) abzweigen, die zur Innen- und/oder Außenseite des Fußes verlaufen. Schuhsohle (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie min destens zwei, bevorzugt mindestens drei, insbe¬ sondere mindestens vier Aussparungen (4), die bevorzugt kreisrund sind, aufweist.

Schuhsohle (100) nach vorhergehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die laterale Fuge (1) über vier gefüllte Aussparungen (4) verfügt, wobei

a) die erste gefüllte Aussparung (4a) im Zehen¬ bereich (I) oder auf Höhe der Grenze zwischen Zehen- (I) und Mittelfußbereich (II),

b) die zweite gefüllte Aussparung (4b) auf Höhe des ersten Knicks (5a),

c) die dritte gefüllte Aussparung (4c) auf Höhe des zweiten Knicks (5b), und/oder

d) die vierte Aussparung (4d) im Fußwurzelbereich (III), bevorzugt auf Höhe des Auflage¬ punktes des Fersenbeins (calcaneus)

angeordnet ist.

Schuhsohle (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die laterale Fuge (1) und/oder die mindestens eine mediale Fuge (2) über die Gesamtlänge bzw. -breite der Sohle (100) und/oder nur über eine Teil der Sohle (100) ausgebildet ist. Schuhsohle (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

a) das Material der Segmente (3) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Leder, Lederfaserstoffen, Kunstfasergeweben, thermoplastischen Kunststoffen, thermoplastischen Elastomeren auf Olefinbasis (TPO) , vernetzte thermoplastischen Elastomeren auf Olefinbasis (TPV) , thermoplastischen Elastomeren auf Urethanbasis (TPU) , thermoplastischen

Copolyestern (TPC) , Styrol-Blockcopolymeren (TPS) , insbesondere SBS, SEBS, SEPS, SEEPS und/oder MBS, thermoplastischen Copolyamiden (TPA) , thermoplastischen Gummis (TPR) , glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) , kohlen- stofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) , Elastomeren, imprägnierter Pappe, Naturlatex, Gummi, Ethylvinylacetat (EVA) , Polyurethanen (PU), PTFE-Membranmaterialien und/oder Kombinationen hieraus,

b) das Füllungsmaterial der lateralen Fuge (1) und/oder der medialen Fuge (2) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Kunstfasergewe- ben, thermoplastischen Kunststoffen, thermoplastischen Elastomeren auf Olefinbasis

(TPO) , vernetzte thermoplastischen Elastomeren auf Olefinbasis (TPV) , thermoplastischen Elastomeren auf Urethanbasis (TPU) , thermoplastischen Copolyestern (TPC) , Styrol- Blockcopolymeren (TPS) , insbesondere SBS, SEBS, SEPS, SEEPS und/oder MBS, thermoplastischen Copolyamiden (TPA) , thermoplastischen Gummis (TPR) , glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) , kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) , Elastomeren, Naturlatex, Gum- mi, Ethylvinylacetat (EVA) , Polyurethanen (PU) und/oder Kombinationen hieraus und/oder c) das Material der Füllung der Aussparungen (4) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Kunstfasergeweben, thermoplastischen Kunststoffen, thermoplastischen Elastomeren auf Olefinbasis (TPO) , vernetzte thermoplasti¬ schen Elastomeren auf Olefinbasis (TPV) , thermoplastischen Elastomeren auf Urethan- basis (TPU) , thermoplastischen Copolyestern (TPC) , Styrol-Blockcopolymeren (TPS) , insbesondere SBS, SEBS, SEPS, SEEPS und/oder MBS, thermoplastischen Copolyamiden (TPA) , thermoplastischen Gummis (TPR) , glasfaserverstärk¬ ten Kunststoffen (GFK) , kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) , Elastomeren, Naturlatex, Gummi, Ethylvinylacetat (EVA) , Polyurethanen (PU) und/oder Kombinationen hieraus .

Schuhsohle (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

a) alle Segmente (3) aus Materialien gleicher Shorehärte, insbesondere aus den gleichen Materialien bestehen,

b) die Segmente (3) aus Materialien unterschiedlicher Shorehärte bestehen, und/oder

c) das Material mindestens eines Segments (3) einen graduellen Verlauf der Shorehärte aufweist. Schuhsohle (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als segmentielle Laufsohle, segmentielle Zwischensohle, als segmentielle Brandsohle oder als Einlagesohle ausgebildet ist.

Schuhsohle (100) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die segmentielle Laufsohle im Fußwurzelbereich (III) einen Absatz aufweist, in dem ein Dämpfer integriert ist, mit der Maßgabe, dass die Shorehärte des Dämpfers größer ist als die Shorehärte des Materials der Laufsohle.

Schuhsohle (100) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfer aus Ethylvinyl- acetat (EVA) und/oder aus thermoplastischen Elastomeren auf Urethanbasis (TPU) besteht und/oder diese Materialien enthält und eine Shorehärte größer 40 aufweist.

Schuhsohle (100) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die segmen¬ tielle Brandsohle oder die segmentielle Zwischensohle ausgehend vom Zehenbereich (I) über den Mittelfußbereich (II) bis zum Fußwurzelbereich (III) aus einem Material besteht oder ein Material enthält, das eine sich verändernde Shorehärte aufweist, wobei im Mittelfußbereich (II) die größte Shorehärte vorliegt.

Schuhsohle (100) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die segmentielle Brandsohle oder die segmentielle Zwischensohle aus Ethyl- vinylacetat (EVA) und/oder aus thermoplastischen Elastomeren auf Urethanbasis (TPU) besteht und/oder diese Materialien enthält und die

Shorehärte im Mittelfußbereich (II) größer 40 ist .

Schuhsohle (100) nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Härte kontinuierlich vom Zehenbereich (I) über den Mittelfußbereich (II) bis zum Fußwurzelbereich (III) ändert .

Schuhsohle (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuhsohle (100)

a) zweilagig ausgebildet ist und eine Laufsohle sowie eine darüber angeordnete Brandsohle oder Einlagesohle aufweist, oder

b) mehrlagig ausgebildet ist und eine Laufsohle, mindestens eine darüber angeordnete Zwischensohle, Brandsohle und/oder Einlagesohle aufweist,

wobei mindestens eine der Lagen als Schuhsohle (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ausgebildet ist.

Schuhsohle (100) nach vorhergehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Lagen als Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet sind, wobei jeweils die laterale Fuge (1), die mindestens eine mediale Fuge (2) und/oder die mindestens eine gefüllte Aussparung (4) a) deckungsgleich oder nicht deckungsgleich angeordnet sind und/oder

b) in den mindestens zwei Lagen gleiche oder unterschiedliche Abmessungen, bevorzugt gleiche oder unterschiedliche Länge und/oder Breite der lateralen (1) und/oder mindestens einen medialen Fuge (2) oder Durchmesser der mindestens einen gefüllten Aussparung (4) aufweisen .

Schuh (200), umfassend eine Schuhsohle (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Kinematische Schuhsohle sowie Schuh mit kinematischer

Schuhsohle

Die Erfindung betrifft eine Schuhsohle mit kinematischen Eigenschaften auf Basis von herkömmlichen Mate ¬ rialien (Leder, Gummi, EVA) oder einer beliebigen Kombination dieser Materialien im einschichtigen oder mehrschichtigen Aufbau, die das natürliche Abrollverhalten des Fußes nicht blockieren sondern fördern. Ebenso wird erfindungsgemäß ein Schuh mit einer der ¬ artigen Schuhsohle vorgeschlagen.

Es ist bekannt, dass herkömmliche Sohlen typischer Weise in folgenden Ausführungen aufgebaut sind:

A)

einem zweischichtigen Aufbau bestehend aus Lauf- und Brandsohle. (Leder, Gummi, andere Materialien) B)

Einem Mehrschicht-Aufbau bestehend aus Lauf-, Zwi ¬ schensohle (n) und Brandsohle, in dem unterschiedlichen Materialien wie Leder, Lederfaserstoffe, Kunst- fasergeweben, thermoplastischen Kunststoffen, speziell imprägnierter Pappe, EVA, Gummi zum Einsatz kommen und miteinander verklebt bzw. verpresst sind.

Die Biegesteifigkeit der Sohle kann in diesen Ausführungsformen nur in der Längsrichtung durch Verwenden von unterschiedlichen Materialien oder Materialkombi ¬ nationen verändert werden (härter, weicher) , es ermöglicht aber keine Beeinflussung der Vertikalen/Diagonal Flexibilität, die für das natürliche Abrollverhalten des Fußes Ausschlag gebend ist.

Herkömmliche Sohlen bestehen somit aus Multilayer- leder-Sheetmaterialien, die im Sandwich verklebt sind, d.h. die Biegesteifigkeit der Sohle kann zwar in der Längsrichtung der verschiedenen Layers weicher bzw. härter gemacht werden, aber die vertikale Biege- steifigkeit derartiger Schuhsohlen kann nicht beein- flusst werden.

Der Erfindung liegt ausgehend hiervon die Aufgabe zugrunde, eine Sohle zu schaffen, die diese Nachteile des üblichen mehrschichtigen Aufbaues vermeidet und die für das natürliche Abrollverhalten erforderliche Flexibilität in vertikaler/diagonaler Achse ermöglicht .

Erfindungsgemäß wird somit eine kinematische Schuhsohle mit einem segmentiellen Aufbau bereitgestellt, die aus mindestens einer Materiallage gebildet ist, die eine laterale Fuge sowie mindestens eine mediale

Fuge aufweist, die die Sohle in die einzelnen Segmen- te unterteilen, wobei die laterale und/oder die mediale Fuge als eine teilweise oder ganz durch die Materiallage durchgängige Nut ausgebildet ist, die nicht, teilweise und/oder ganz mit einem flexiblen Material gefüllt sein kann/können, wobei die laterale Fuge mindestens eine Aussparung aufweist, die ganz oder teilweise mit einem Material mit einer gleich großen und/oder kleineren Shorehärte, gemessen gemäß DIN 53505, verglichen mit den Materialien der Segmente, gefüllt ist.

Erfindungsgemäß wird unter einer Fuge ein Bereich der Sohle verstanden, an dem die Sohle entweder eine Aussparung in der Materiallage aufweist, d.h. ein Be- reich, an dem die entsprechende Materiallage der

Schuhsohle durchbrochen ist, ebenso ist jedoch die Möglichkeit umfasst, dass die Materiallage der Schuhsohle im Bereich der Fuge dünner ausgebildet ist, so dass die Fuge eine nutartige Vertiefung in der jewei- ligen Materiallage darstellt. Weiterhin ist die Mög ¬ lichkeit umfasst, dass die Fuge so ausgebildet sein kann, dass die Materiallage an der Fuge zwar genau gleich dick ist wie im übrigen Bereich der Schuhsohle, jedoch das Material im Bereich der Fuge ein Mate- rial darstellt, das eine höhere Flexibilität verglichen mit dem restlichen Material der Materiallage der Schuhsohle darstellt, d.h. die oben erwähnte Nut zur Gänze mit einem flexiblen Material gefüllt ist. Maßgeblich dabei ist, dass die Flexibilität der Sohle im Bereich der Fugen höher ist, als im Bereich der einzelnen Segmente, die durch die Fugen voneinander abgegrenzt werden.

Unter einer „lateralen" Fuge ist eine Fuge zu verstehen, die im Wesentlichen in Längsrichtung der Sohle, d.h. im Wesentlichen vom Zehenspitzenbereich bis zum Fersenbereich verläuft, wobei der Verlauf der lateralen Fuge nicht zwingend als durchgehende Linie ausgebildet sein muss, sondern auch Abzweigungen oder Knicke aufweisen kann. Wesentlich für den „lateralen" Verlauf der Fuge ist jedoch, dass der Verlauf der Fuge stets eine vektorielle Richtungskomponente in Längsrichtung des Fußes aufweist.

Im Gegensatz hierzu stellt eine „mediale" Fuge eine Fuge dar, die von der lateralen Fuge abzweigt, d.h. einen anderen Verlauf einnimmt als die laterale Fuge. Die mediale Fuge(n) verlaufen dabei in Querrichtung des Fußes, d.h. Richtungen, die im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung des Fußes wie oben definiert verlaufen.

Erfindungswesentlich ist nun, dass im Verlauf der lateralen Fuge mindestens eine Aussparung angebracht ist, die ganz oder teilweise mit einem Material mit bestimmter Shorehärte gefüllt ist, wobei je nach Anwendungsfall das Füllungsmaterial der Aussparung unterschiedliche Shorehärte, aber auch gleiche

Shorehärte verglichen mit den Materialien der übrigen Segmente der Materiallage der Sohle aufweisen kann. Die Aussparung ist dabei wie die einzelnen Fugen ausgebildet, d.h. als in die Materiallage eingebrachte nutartige Vertiefung bzw. Durchbrechung.

Durch eine derartige Anordnung der lateralen, mindestens einer medialen sowie einer in der lateralen Fuge angebrachten gefüllten Aussparung wird eine kinematische Kette gebildet, die die Flexibilität der Sohle entlang der Fugen wesentlich verbessert. Hierdurch wird eine natürliche Abrollbewegung ermöglicht und ein Barfußgehen simuliert, wodurch sich der Tragekomfort eines mit einer erfindungsgemäßen Schuhsohle ausgestatteten Schuhs sich deutlich erhöht. Durch die mit den flexiblen Materialien gefüllten Aussparungen werden zusätzlich „Druckpunkte" ausgebildet, die nachträglich das Fußgewölbe während des Gehens ab- stützen, so dass insgesamt eine ergonomische und an die Anatomie des Fußes angepasste Schuhsohle resultiert .

In einer bevorzugten ersten Ausführungsform weist die Sohle drei aneinandergrenzende Bereiche auf, nämlich a) einen Zehenbereich, in dem die laterale Fuge im Wesentlichen parallel zu den Zehen verläuft, b) einen Mittelfußbereich, in dem die laterale Fuge einen nicht linienförmigen Verlauf aufweist sowie c) einen Fußwurzelbereich, in dem die laterale Fuge im Wesentlichen parallel zur Fußrichtung verläuft ,

wobei die laterale Fuge über alle der zuvor genannten Bereiche durchgehend ausgebildet ist.

In einer derartigen Ausgestaltungsform ist somit die laterale Fuge quasi über die gesamte Länge der Sohle ausgebildet. Eine derartige Ausführungsform kommt v.a. bei Schuhsohlen für Schuhe ohne oder mit flachen Absätzen (< 2 cm) zum Einsatz, wobei die laterale und/oder die mediale Fuge auch Bestandteil des Absatzes sein können. Eine derartig ausgebildete Schuhsohle ist ebenso als Einlagesohle für Schuhe mit höheren Absätzen (> 2 cm), z.B. Damenschuhe mit höheren Ab- Sätzen, verwendbar.

In einer alternativen bevorzugten zweiten Ausführungsform weist die Sohle drei aneinander grenzende Bereiche auf, nämlich a) einen Zehenbereich, in dem die laterale Fuge im Wesentlichen parallel zu den Zehen verläuft, b) einen Mittelfußbereich, in dem die laterale Fuge einen nicht linienförmigen Verlauf aufweist so- wie

c) einen Fußwurzelbereich, in dem keine laterale und mediale Fuge ausgebildet ist, wobei die laterale Fuge über die beiden erstgenannten Bereiche durchgängig ausgebildet ist.

In einer derartigen Ausführungsform ist somit im Fußwurzelbereich keine laterale und mediale Fuge ausge ¬ bildet. Eine derartig ausgebildete Schuhsohle eignet sich insbesondere für Schuhe mit höheren Absätzen, insbesondere als Zwischensohle oder Laufsohle.

Die Definition der oben erwähnten Bereiche, des Ze ¬ henbereichs, des Mittelfußbereiches sowie des Fußwur- zelbereiches ist dabei an die anatomische Definition der entsprechenden Bereiche des Fußes angelehnt.

Der Fuß (Pes) kann in:

• die Fußwurzel (Ossa tarsi, Tarsus) mit

- Sprungbein

Fersenbein

Kahnbein

Würfelbein

Keilbeine

· den Mittelfuß (Ossa metatarsi, Metatarsus)

Mittelfußknochen

• und die Zehen (Digiti pedis)

Zehenknochen

unterteilt werden. Definitionsgemäß wird somit unter einem „Zehenbereich" der Schuhsohle der Bereich verstanden, in dem die Zehenknochen des Fußes zum Liegen kommen, wenn ein Träger den Schuh mit der daran angeordneten

Schuhsohle trägt. Entsprechendes gilt für den Mittelfußbereich bzw. den Fußwurzelbereich der Schuhsohle, dies stellen jeweils die Bereiche dar, in denen die Mittelfußknochen bzw. die Fußwurzelknochen des Fußes zum Liegen kommen.

Gemäß der voranstehend erläuterten ersten bevorzugten Ausführungsform ist somit eine laterale Fuge in der Schuhsohle vorgesehen, die sich über alle drei zuvor genannten Bereiche der Schuhsohle erstreckt, wobei die laterale Fuge in den einzelnen Bereichen nahtlos ineinander übergeht und somit durch die Schuhsohle hindurch fortläuft. Die laterale Fuge kann an den beiden randständigen Bereichen, dem Zehenbereich und dem Fußwurzelbereich, so ausgebildet sein, dass sie bis an deren Ränder verläuft, so dass die Fuge dann über die komplette Länge der Schuhsohle ausgebildet ist, ebenso ist es jedoch auch möglich, dass in den beiden letzten Bereichen die laterale Fuge nicht bis an die Ränder der Schuhsohle verläuft und somit be- reits vor dem Rand der Schuhsohle endet, so dass ein gewisser Bereich der Segmente durchgehend miteinander verbunden ist. Entsprechendes gilt für die zweite be ¬ vorzugte Ausführungsform, mit der Maßgabe, dass hier im Fußwurzelbereich keine Fugen vorhanden sind.

Weiterhin ist es bevorzugt, wenn die laterale Fuge im Zehenbereich im Wesentlichen im Bereich der zweiten Zehe angeordnet ist. In dieser bevorzugten Ausführungsform ist die im Zehenbereich ausgebildete late- rale Fuge also an der Stelle ausgebildet, an der normalerweise beim Tragen des Schuhs die zweite Zehe, also die zur großen Zehe benachbarte Zehe, angeordnet ist. Insbesondere verläuft dabei die laterale Fuge im Zehenbereich parallel zur zweiten Zehe, d.h. im Wesentlichen parallel zu den Zehenknochen der zweiten Zehe (Ossa digiti pedes II) .

Alternativ oder ergänzend hierzu kann es bevorzugt sein, dass die laterale Fuge im Mittelfußbereich in Richtung vom Zehenbereich zum Fußwurzelbereich zu- nächst einen im Wesentlichen parallelen Verlauf zum zweiten Mittelfußknochen (os metatarsale II) aufweist, anschließend einen ersten Knick aufweist, wonach die laterale Fuge einen nicht parallelen Verlauf zu den Mittelfußknochen in Richtung der weiter außen liegenden Mittelfußknochen einnimmt, und anschließend einen zweiten Knick aufweist, wonach die laterale Fu ¬ ge im Wesentlichen erneut den Richtungsverlauf ein ¬ nimmt, den sie im Zehenbereich aufweist. Diese bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der

Verlauf der lateralen Fuge im Mittelfußbereich zunächst eine Fortsetzung der Verlaufsrichtung wie im Zehenbereich vorsieht, d.h. zunächst verläuft die Fuge, beginnend an der Grenze des Zehenbereichs zum Mittelfußbereich weiter, wie im Zehenbereich, d.h. im

Wesentlichen parallel zu den Knochen des Mittelfußes der zweiten Zehe (os metatarsale II), wenn der Fuß über der Sohle angeordnet ist. Anschließend verläuft die laterale Fuge im Mittelfußbereich knickförmig, wobei eine erste Knickänderung dazu führt, dass der

Verlauf der lateralen Sohle zu den weiter außen liegenden Bereichen des Fußes führt, d.h. zu den Mittelfußknochen der dritten, vierten bzw. fünften Zehe. Maßgeblich hierbei ist jedoch, dass nach wie vor eine gewisse vektorielle Richtungskomponente des Verlaufs der lateralen Fuge vorhanden ist, wie sie im Zehenbe- reich vorgelegen hat (also in Längsrichtung der Sohle bzw. des Fußes), d.h. es findet keine vollständige rechtwinkelige Abwinkelung der Fuge im Vergleich zum Verlauf der Fuge im Zehenbereich statt. Die Fuge ver- läuft nun also nicht parallel zu den Mittelfußknochen und führt weiter in den Fußaußenbereich. Nach einem gewissen Verlauf in Außenrichtung erfolgt ein zweiter Knick der Fuge, wonach der Verlauf der Fuge im weiteren Mittelfußbereich (dies ist der Teil des Mittel- fußbereiches , der an den Fußwurzelbereich angrenzt) wieder im Wesentlichen so verläuft, wie im Zehenbereich. Dieser zweite Knick kann beispielsweise in Projektion des Fußes auf die Sohle an der Übergangs ¬ grenze der Fußwurzelknochen zu den Mittelfußknochen der dritten bzw. vierten Zehe angeordnet sein.

Im weiteren Verlauf, d.h. im Fußwurzelbereich ver ¬ läuft die laterale Sohle dann weiter vorzugsweise im Wesentlichen mittig zur Sohle. Wie bereits im voran- stehenden angedeutet, ist die Verlaufsrichtung hier erneut im Wesentlichen parallel zur Richtung, die auch schon im Zehenbereich vorliegt. Gewisse Abweichungen des Verlaufs der lateralen Fuge nach dem zweiten Knick im Mittelfußbereich bzw. im Fußwurzel- bereich sind jedoch möglich, beispielsweise ist eine

Abweichung der Verlaufsrichtung der lateralen Fuge ab dem zweiten Knick bis hin in den Mittelfußwurzelbereich um beispielsweise ± 0° bis 15° bzgl. der Richtung der Fuge, wie sie im Zehenbereich vorliegt, mög- lieh.

Bevorzugt ist hierbei ebenso, dass die Fuge ab dem zweiten Knick im Mittelfußbereich bis hin zum Ende der Fuge im Fußwurzelbereich einen geradlinigen Ver lauf annimmt, d.h. dass hier keine weiteren Knicke vorliegen . In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform zweigt auf Höhe des ersten Knicks mindestens eine mediale Fuge von der lateralen Fuge ab, die bevorzugt in Richtung des ersten Mittelfußknochens (os metatarsale

I) verläuft.

Die zuvor beschriebene mediale Fuge weist dabei be ¬ vorzugt eine Richtung auf, die im Wesentlichen recht- winkelig (auch hier eine Abweichung von ± 0° bis 20° möglich) zur Richtung der lateralen Fuge im Zehenbereich verläuft. Die bevorzugte Richtung, in die die mediale Fuge hier abzweigt, ist dabei in Richtung des großen Zehens. Ebenso ist jedoch möglich, dass z.B. zusätzlich noch eine weitere mediale Fuge von dem ersten Knick abzweigt, die dann in die entgegengesetzte Richtung, d.h. in Richtung der äußeren Zehen verläuft .

Weiterhin ist es bevorzugt, wenn auf Höhe des zweiten Knicks mindestens eine mediale Fuge von der lateralen Fuge abzweigt, die bevorzugt in Richtung der Fußaußenseite verläuft. Bezüglich der medialen Fuge, die auf Höhe des zweiten Knicks abzweigt, gelten ebenso die Ausführungen, die auch schon für die mediale Fuge, die auf Höhe des ersten Knicks abzweigt, gemacht wurden. Die mediale Fuge, die auf Höhe des zweiten Knicks abzweigt, verläuft bevorzugt in Außenrichtung des Fußes, d.h. in Richtung der außenliegenden Zehenknochen, d.h. vierte oder fünfte Zehe. Zusätzlich ist hier jedoch ebenso eine weitere mediale Fuge denkbar, die vom zweiten Knick in Innenrichtung des Fußes, d.h. in Richtung der ersten Zehe, abzweigt.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn im Fußwurzelbereich auf Höhe des Fersenbeins (calcaneus), bevorzugt auf Höhe des den Auflagepunkt des Fersenbeins bilden ¬ den Bereichs, mindestens eine, bevorzugt zwei mediale Fugen von der lateralen Fuge abzweigen, die zur Innen- und/oder Außenseite des Fußes verlaufen.

Für den Fall, dass in diesem Bereich eine mediale Fuge angeordnet ist, kann diese in Fußinnenrichtung oder aber in Fußaußenrichtung verlaufen, während für den Fall, dass zwei mediale Fugen hier angeordnet sind, diese in Fußinnen- und Fußaußenrichtung verlau ¬ fen. Auch hier gelten bezüglich der Winkel, unter de ¬ nen die medialen Fugen abzweigen, die Ausführungen, die auch obenstehend schon gemacht wurden.

Ebenso ist es möglich, dass mehrere der in den zuvor genannten Bereichen beschriebenen Fugen in der Schuh ¬ sohle vorliegen.

Weiter ist es bevorzugt, wenn die Schuhsohle über mindestens zwei, bevorzugt mindestens drei, insbeson ¬ dere mindestens vier Aussparungen, die bevorzugt kreisrund sind, verfügt. Diese Aussparungen sind dabei jeweils im Bereich, d.h. auf Höhe der oder im Verlauf der lateralen Fuge angeordnet und mit einem mehr oder weniger flexiblen Material (verglichen mit den Materialien, aus denen die Segmente gebildet sind) gefüllt.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform verfügt die laterale Fuge der Schuhsohle über vier gefüllte Aussparungen, wobei

a) die erste gefüllte Aussparung im Zehenbereich

oder auf Höhe der Grenze zwischen Zehen- und Mittelfußbereich,

b) die zweite gefüllte Aussparung auf Höhe des ersten Knicks, c) die dritte gefüllte Aussparung auf Höhe des zwei ¬ ten Knicks, und/oder

d) die vierte Aussparung im Fußwurzelbereich, bevor ¬ zugt auf Höhe des Auflagepunktes des Fersenbeins (calcaneus)

angeordnet ist.

Über diese Definition werden somit genaue Anordnungspunkte für die gefüllten Aussparungen vorgegeben.

Der Fuß hat 3 Auflagepunkte:

1. Fersenbein

2. Kopf des ersten Mittelfußknochen und

3. Kopf des fünften Mittelfußknochen,

die durch zwei Längs- und einen Quergewölbe verbunden sind .

In dieser bevorzugten Ausführungsform, wie oben ste ¬ hend beschrieben, dienen somit die beiden mittleren Aussparungen (die zweite und die dritte Aussparung), der Stützung des Quergewölbes des Fußes und führen dazu zur Entlastung der zwei Auflagepunkte am Kopf des ersten Mittelfußknochens und am Kopf des fünften Mittelfußknochens. Hierbei wird das Fußgewöl- be beim Abrollvorgang des Schuhs durch die entsprechende Anordnung der gefüllten Aussparungen maßgeblich entlastet und ein Gefühl des Barfußlaufens stellt sich ein. Bevorzugt ist hierbei, wenn das Material der Füllungen der Aussparungen eine etwas hö- here Härte aufweist als das Material der Segmente, so dass eine effiziente Druckübertragung möglich ist.

Hinsichtlich der oben angegebenen Definitionen sowohl bezüglich des Verlaufs der jeweiligen Fugen sowie der Lage der Aussparungen über den Verweis auf die ent- sprechenden anatomischen Details des Fußes ist es somit möglich, eine Maßanfertigung einer jeweiligen erfindungsgemäßen Schuhsohle für einen Träger vorzunehmen. Andererseits ist es auch möglich, von einem standardisierten Fußmodell auszugehen und so eine Serienfertigung der Schuhsohlen vorzunehmen.

Die Länge der lateralen Fuge und/oder der mindestens einen medialen Fuge kann dabei über die Gesamtlänge bzw. -breite der Sohle und/oder nur über eine Teil der Sohle ausgebildet sein. Das heißt, die laterale und/oder die mediale Fuge können bis an den jeweiligen Rand der Schuhsohle geführt sein, während ebenso die Möglichkeit gegeben ist, dass die Fugen bereits vor dem Rand der Schuhsohle enden.

Ebenso ist es jedoch möglich, dass die zuvor genannten Fugen, d.h. die laterale und/oder die mediale Fu ¬ ge nicht direkt an die Aussparungen angrenzen, son- dern dass zwischen Aussparung und der jeweiligen Fuge ein kleines Zwischenstück eingefügt ist, das aus dem Material, aus dem die Segmente der Schuhsohle gebildet sind, besteht. Mit anderen Worten ist somit die Möglichkeit umfasst, dass die jeweiligen Fugen bis direkt an die Aussparungen heranführen und quasi mit diesen Verschmelzen, während ebenso die Möglichkeit gegeben ist, dass die Fugen bevor sie auf die Aussparungen treffen, aufhören und das letzte Zwischenstück zwischen Fuge und Aussparungen aus den jeweiligen Ma- terialien der Schuhsohlensegmente gebildet ist.

Bezüglich der Materialien, aus denen die Schuhsohle gebildet sein kann, kommen insbesondere für die Segmente folgende Materialien in Frage: Leder, Lederfa- serstoffe, Kunstfasergewebe, thermoplastische Kunststoffe, thermoplastische Elastomere auf Olefinbasis (TPO) , vernetzte thermoplastische Elastomere auf Olefinbasis (TPV) , thermoplastische Elastomere auf Urethanbasis (TPU) , thermoplastische Copolyester (TPC) , Styrol-Blockcopolymere (TPS), insbesondere SBS, SEBS, SEPS, SEEPS und/oder MBS, thermoplastische Copolyamide (TPA) , thermoplastische Gummis (TPR) , glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) , kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK) , Elastomere, impräg ¬ nierte Pappe, Naturlatex, Gummi, Ethylvinylacetat (EVA), Polyurethane (PU), PTFE-Membranmaterialien und/oder Kombinationen hieraus.

Für die Füllmaterialien der lateralen Fuge und/oder der medialen Fuge können die folgenden Materialien eingesetzt werden: Kunstfasergewebe, thermoplastische Kunststoffe, thermoplastische Elastomere auf

Olefinbasis (TPO) , vernetzte thermoplastische Elasto ¬ mere auf Olefinbasis (TPV) , thermoplastische Elasto ¬ mere auf Urethanbasis (TPU) , thermoplastische

Copolyester (TPC), Styrol-Blockcopolymere (TPS), ins ¬ besondere SBS, SEBS, SEPS, SEEPS und/oder MBS, thermoplastische Copolyamide (TPA) , thermoplastische Gummis (TPR) , glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) , kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK) , Elasto ¬ mere, Naturlatex, Gummi, Ethylvinylacetat (EVA) , Po ¬ lyurethane (PU) und/oder Kombinationen hieraus.

Bevorzugte Materialien, die für die Füllung der Aus ¬ sparung in Frage kommen, sind dabei ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Kunstfasergeweben, thermo ¬ plastischen Kunststoffen, thermoplastischen Elastomeren auf Olefinbasis (TPO) , vernetzten thermoplastischen Elastomeren auf Olefinbasis (TPV) , thermoplastischen Elastomeren auf Urethanbasis (TPU) , thermo- plastischen Copolyestern (TPC) , Styrol-Blockcopoly- meren (TPS), insbesondere SBS, SEBS, SEPS, SEEPS und/oder MBS, thermoplastischen Copolyamiden (TPA) , thermoplastischen Gummis (TPR) , glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) , kohlenstofffaserverstärkten

Kunststoffen (CFK), Elastomeren, Naturlatex, Gummi, Ethylvinylacetat (EVA), Polyurethanen (PU) und/oder Kombinationen hieraus.

Weiter ist es möglich, dass a) alle Segmente aus Materialien gleicher

Shorehärte, insbesondere aus den gleichen Materialien bestehen,

b) die Segmente aus Materialien unterschiedlicher Shorehärte bestehen, und/oder

c) das Material mindestens eines Segments einen

graduellen Verlauf der Shorehärte aufweist.

Diese Ausführungsformen der Schuhsohle sehen vor, dass beispielsweise alle Segmente der Schuhsohle die gleiche Shorehärte aufweisen und somit eine quasi einheitliche Schuhsohle bereitgestellt wird. Ebenso ist es jedoch möglich, gewisse Segmente härter auszugestalten als andere Segmente, so dass beispielsweise gezielt das Abriebverhalten der Schuhsohle bei länge- rem Tragen eingestellt werden kann. Weiterhin ist es möglich, dass einzelne Segmente einen gewissen Verlauf der Shorehärte aufweisen können, d.h. an manchen Bereichen härter ausgestaltet sein können, als an anderen Bereichen desselben Segmentes. Diese Ausfüh- rungsform ist auch in Kombination mit den zuvor genannten Ausführungsformen bezüglich der Shorehärte anwendbar .

Die erfindungsgemäße Schuhsohle kann beispielsweise als segmentielle Laufsohle (dies ist die äußerste Ma- teriallage der Sohle, mit der der Schuh auf der Straße aufliegt), als segmentielle Zwischensohle, als segmentielle Brandsohle (dies ist die Sohle, die im Inneren des Schuhs angeordnet ist) oder als

Einlagesohle ausgebildet sein.

Eine weitere Alternative der Erfindung betrifft eine Ausführungsform, bei der die segmentielle Laufsohle im Fußwurzelbereich (III) zusätzlich einen Absatz aufweist. Derartige Laufsohlen mit einem Absatz sind insbesondere aus dem Bereich der Herrenschuhe bekannt. Erfindungsgemäß ist nun in dem Absatz der Laufsohle, wobei die Laufsohle einen Aufbau wie vorstehend beschrieben aufweist, ein Dämpfer integriert. Wesentlich dabei ist, dass der Dämpfer aus einem Material gefertigt ist oder ein Material enthält, dessen Shorehärte größer ist als die Shorehärte des üb ¬ rigen Materials der Laufsohle. Als Materialien für den Dämpfer kommen hierbei prinzipiell alle Materia- lien in Frage, wie sie bereits bei den Materialien für die Segmente der vorstehend erfindungsgemäß beschriebenen Sohlen beschrieben worden sind. Bevorzugt ist es dabei, wenn der Dämpfer im Absatz aus Ethyl- vinylacetat (EVA) und/oder aus thermoplastischen Elastomeren auf ürethanbasis (TPU) besteht oder derartige Materialien enthält. Die Shorehärte des Dämpfers beträgt dabei bevorzugt > 40, besonders bevorzugt > 45, wohingegen die Shorehärte der Materialien der weiteren Laufsohle im Bereich von 40 liegt.

Eine weitere Variante der Erfindung betrifft eine Ausführungsform, bei der entweder die segmentielle Zwischensohle und/oder auch die segmentielle Brandsohle so ausgebildet ist, dass sie ausgehend vom Ze- henbereich über den Mittelfußbereich bis zum Fußwurzelbereich hin eine variierende Shorehärte aufweist. Wesentlich dabei ist, dass die Shorehärte im Mittel ¬ fußbereich größer ist als im Zehen- und Fußwurzelbe ¬ reich. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Brandsohle bzw. die Zwischensohle aus entsprechenden Materialien gefertigt wird, so dass das Material, das für den Mittelfußbereich verwendet wird, so ausge ¬ wählt ist, dass es eine höhere Shorehärte als im Fuß ¬ wurzelbereich und im Zehenbereich aufweist. Der Über ¬ gang der Shorehärte vom Zehenbereich über den Mittel- fußbereich zum Fußwurzelbereich kann dabei auch kon ¬ tinuierlich erfolgen. Als Materialien kommen dabei die bereits vorstehend beschriebenen Materialien für die Laufsohle in Frage. Die Shorehärte ist dabei bevorzugt im Mittelfußbereich > 40, besonders bevorzugt > 45, wohingegen sie im Fußwurzelbereich und im Ze ¬ henbereich im Bereich von 40 liegt.

Entscheidend ist jedoch bei diesen Ausführungsformen, wie vorstehend beschrieben, dass in jedem Fall für die Brandsohle bzw. die Zwischensohle die Shorehärte im Mittelfußbereich größer ist. Die konkreten Werte für die Shorehärte hängen letztlich auch von der Auswahl des Materials ab. Dies gilt auch für die Ausbildung der vorstehend beschriebenen Laufsohle mit dem Absatz.

Erfindungsgemäß kann die Schuhsohle als einlagige Schuhsohle ausgebildet sein, jedoch ist es ebenso möglich, dass die Schuhsohle

a) zweilagig ausgebildet ist und eine Laufsohle so ¬ wie eine darüber angeordnete Brandsohle oder Einlagesohle aufweist, oder

b) mehrlagig ausgebildet ist und eine Laufsohle,

mindestens eine darüber angeordnete Zwischensohle sowie eine darüber angeordnete Brandsohle

und/oder Einlagesohle aufweist, wobei mindestens eine der Lagen als Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ausgebildet ist.

Vorteilhaft ist bei einer mehrlagigen Ausbildung der Schuhsohle (d.h. die Schuhsohle umfasst zwei, drei oder mehr Lagen), dass jeweils die laterale Fuge, die mindestens eine mediale Fuge und/oder die mindestens eine gefüllte Aussparung

a) deckungsgleich oder nicht deckungsgleich angeord- net sind und/oder

b) die mindestens zwei Lagen gleiche oder unterschiedliche Abmessungen, bevorzugt gleiche oder unterschiedliche Länge und/oder Breite der late ¬ ralen und/oder mindestens einen medialen Fuge oder Durchmesser der mindestens einen gefüllten

Aussparung, aufweisen.

Erfindungsgemäß wird ebenso ein Schuh, der eine erfindungsgemäße Schuhsohle umfasst, bereitgestellt.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Ausführungen sowie der beigefügten Figuren näher erläutert, ohne die Erfindung auf die dort angegebenen speziel ¬ len Ausbildungen zu beschränken.

Erfindungsgemäß werden herkömmliche Sohlenmaterialien durch laterale und mediale Abrollfugen in Zonen mit unterschiedlichen Eigenschaften aufgeteilt. An den Schnittpunkten der lateralen und medialen Fugen werden kreisförmige Freiräume (Aussparungen) geschaffen, diese werden mit flexiblen Materialien in unterschiedlichen Shorehärten aufgefüllt und fungieren als Gelenke zwischen den starren und flexiblen Sohlenteile (Kinetikpunkte) . Die lateralen und medialen Fugen werden mit flexiblem Materialien aufgefüllt, wobei die Shorehärte dieser Materialien auf die Eigenschaften der Sohle abge- stimmt werden können.

Die durch die lateralen und medialen Abrollfugen entstandenen Zonen/Flächen aus herkömmlichem Sohlenmaterial übernehmen durch ihre höhere Shorehärte die Sta- bilisierungsfunktion .

Eine beispielhafte erfindungsgemäße Schuhsohle ist in Figur 1 dargestellt. Die hier dargestellte Sohle zeigt eine perspektivische Darstellung einer Sohle eines linken Schuhs von oben. Eine entsprechende spiegelbildliche Ausbildung führt zur Sohle des rechten Fußes. Die dort abgebildete Schuhsohle 100 weist eine durchgängig durch die Schuhsohle 100 ausgebildete laterale Fuge 1 auf, die von der Fußspitze bis hin zur Ferse verläuft. Die Schuhsohle weist dabei drei

Bereiche, einen Zehenbereich I, einen Mittelfußbereich II sowie einen Fußwurzelbereich III auf, der die entsprechenden anatomischen Positionen des Fußes darstellt . Der Verlauf der lateralen Fuge 1 in Zehen- bereich I ist dabei im Wesentlichen parallel zur zweiten Zehe, d.h. die laterale Fuge 1 ist hier auf der Höhe der zweiten Zehe angeordnet. Im Mittelfußbereich II weist die laterale Fuge zunächst einen vom Zehenbereich I kommenden Verlauf auf, der eine Fort- setzung des Verlaufs im Zehenbereich I darstellt. Anschließend weist die laterale Fuge 1 einen ersten Knick 5a auf, an dem sie einen zu den weiter außenliegenden Mittelfußknochen gerichteten Verlauf annimmt, bis ein zweiter Knick 5b den Verlauf der late- ralen Fuge 1 wieder in die ursprüngliche Richtung

(d.h. im Wesentlichen die Richtung, die die Fuge im Zehenbereich I aufweist) lenkt und in Richtung der Ferse fortführt. Im Fußwurzelbereich III verläuft die laterale Fuge 1 in etwa in der Mitte der Sohle 100.

In dem in Figur 1 dargestellten Beispiel der erfindungsgemäßen Schuhsohle 100 gehen auf Höhe des Knicks 5a eine erste mediale Fuge 2a, auf Höhe des Knicks 5b eine zweite mediale Fuge 2b sowie auf Höhe des Fersenbeins eine dritte und eine vierte mediale Fuge 2c und 2d ab. Die erste mediale Fuge 2a führt dabei zur Innenseite des Fußes, d.h. ausgehend vom ersten Knick 5a in Richtung der großen Zehe. Bei der zweiten medialen Fuge 2b, die auf Höhe des zweiten Knicks 5b angeordnet ist, verhält es sich genau anders herum, die zweite mediale Fuge 2b ist in Fußaußenrichtung geführt, d.h. in Richtung der weiter außenliegenden Zehen. Die beiden weiteren medialen Fugen 2c und 2d sind dabei bevorzugt auf Höhe des Fersenbeines angeordnet und flankieren den durch das Fersenbein vorgegebenen Auflagepunkt des Fußes.

Durch die laterale Fuge 1 sowie die medialen Fugen 2 werden nun Flexibilitätsstellen in der Schuhsohle vorgegeben, die eine verbesserte Beweglichkeit und Gelenkigkeit der Schuhsohle 100 beim Abrollen gewährleisten .

Durch die Fugen 2a bis 2d wird die Schuhsohle 100 dabei in Segmente 3a bis 3f unterteilt, die durch die mehr oder weniger durchgängig durch die Schuhsohle

100 ausgebildeten Fugen eine freie Beweglichkeit bzw. Flexibilität oder Gelenkigkeit gegeneinander aufweisen und somit ebenso zu einem verbesserten Abrollen und einem Gefühl des Barfußlaufens beitragen.

Ferner weist die Schuhsohle 100 verschiedene „Druck- punkte" auf, die als Aussparungen 4a bis 4d ausgebildet sind, wobei die Aussparungen jeweils mit einem Material einer gewissen Shorehärte, die beispielsweise höher sein kann als das Material der Segmente 3a bis 3f, gefüllt sind. Dabei ist der erste Druckpunkt 4a (d.h. die Aussparung 4a mit entsprechender Füllung) im Zehenbereich angeordnet, ebenso kann dieser Druckpunkt an der Grenze zwischen Zehenbereich I und Mittelfußbereich II auf Höhe der lateralen Fuge 1 angeordnet sein. Der zweite Druckpunkt 4b ist dabei bevorzugt genau am ersten Knick 5a ausgebildet, während der dritte Druckpunkt 4c am zweiten Knick 5b ausgebildet ist. Der weitere Druckpunkt 4d stellt dabei bevorzugt die Stelle dar, die den hinten liegenden Auflagepunkt des Fußes darstellt, d.h. der Bereich, an dem das Fersenbein angeordnet ist. Durch die

Druckpunkte 4b und 4c kann dabei maßgeblich die Querwölbung des Fußes abgestützt werden, so dass die beiden vorne liegenden Auflagepunkte des Fußes entlastet werden können.

Figur 2 stellt eine Explosionszeichnung eines erfindungsgemäßen Schuhs 200 dar, der im Beispiel der Figur 2 einen Oberschuh 6 aus Leder aufweist. Im Bei- spiel der Figur 2 ist die erfindungsgemäße Sohle 100 direkt als Einlagesohle, d.h. innerste Sohle des Schuhs 200 ausgebildet. Danach schließt sich eine Zwischensohle 7 an, die ebenso Druckpunkte 8 aufweisen kann, wobei die Druckpunkte auch durchgängig zur erfindungsgemäßen Sohle 100 ausgebildet sein können.

Im Anschluss daran befindet sich eine Laufsohle 9, die noch weiter durch ein Profil 10 ergänzt sein kann, an.

Durch Kombination

mehreren Layern mit unterschiedliche Anordnung der medialen und lateralen Abrollfugen,

mit unterschiedlichen Materialien für die Abrollfugen und Kinetikpunkte

können die Eigenschaften individuell auf die Anwendung bzw. den Schuhtyp abgestimmt werden.

Typische Ausführungsformen sind dabei exemplarisch:

A) Zweischichtiger Sohlenaufbau

Die Kinetische Kette (Eigenschaften der Sohle) wird definiert durch:

Das Material der Laufsohle, z.B. Gummi.

Die Anordnung, Breite und Länge der lateralen und medialen Abrollfugen in der Laufsohle.

Das Material (Shorehärte) der Abrollfugen in der

Laufsohle

Die Anordnung und Abmaße der Kinetikpunkte in der Laufsohle .

Das Material der Kinetikpunkte (Shorehärte) in der Laufsohle .

Die Brandsohle (Innensohle) .

B) Zweischichtiger Sohlenaufbau

Die Kinetische Kette (Eigenschaften der Sohle) wird definiert durch:

Laufsohle :

Das Material der Laufsohle, z.B. Gummi.

Die Anordnung, Breite und Länge der lateralen und medialen Abrollfugen in der Laufsohle.

Das Material (Shorehärte) der Abrollfugen in der

Laufsohle .

Die Anordnung und Abmaße der Kinetikpunkte in der Laufsohle . Das Material der Kinetikpunkte (Shorehärte) in der Laufsohle .

Brandsohle :

- Das Material der Brandsohle (Innensohle), Leder,

Kunststoffe usw.

Die Anordnung, Breite und Länge der lateralen und medialen Abrollfugen in der Brandsohle (Innensohle)

- Das Material (Shorehärte) der Abrollfugen in der

Brandsohle (Innensohle).

Die Anordnung und Abmaße der Kinetikpunkte in der Brandsohle (Innensohle).

Das Material der Kinetikpunkte (Shorehärte) in der Brandsohle (Innensohle) .

C) Mehrschichtiger Sohlenaufbau mit Zwischensohlen Die Kinetische Kette (Eigenschaften der Sohle) wird definiert durch:

Alle Layer der Sohle sind in demselben Material hergestellt. (Leder, Gummi, ...)

Die Anordnung, Breite und Länge der lateralen und medialen Abrollfuqen ist in allen Layern identisch ausgeführt.

Das Material (Shorehärte) der Abrollfugen ist in allen Layer identisch ausgeführt.

Die Anordnung und Abmaße der Kinetikpunkte ist in allen Layern identisch ausgeführt.

- Das Material der Kinetikpunkte ( Shorehärte ) ist in allen Layern identisch ausgeführt.

D) Mehrschichtiger Sohlenaufbau mit Zwischenlayern Die Kinetische Kette (Eigenschaften der Sohle) wird definiert durch: Die Layer der Sohle sind in unterschiedlichen Materialien, mit unterschiedlichen Eigenschaften hergestellt .

Die Anordnung der lateralen und medialen Abrollfugen in den einzelnen Layern zueinander ist unterschiedlich ausgeführt.

Die Länge und Breite der lateralen und medialen Abrollfugen in den einzelnen Layern ist unterschiedlich ausgeführt.

In den einzelnen Layern werden unterschiedliche Materialien (Shorehärte) für die Abrollfugen angewandt .

Die Anordnung der Kinetikpunkte in den einzelnen Layern zueinander ist nicht identisch ausgeführt. Das Material der Kinetikpunkte (Shorehärte) ist in allen Layern unterschiedlich ausgeführt.

Die Abmaße der Kinetikpunkte ist in allen Layern verschieden ausgeführt .

Prozessschritte zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Sohle exemplarisch an einem Layer, z.B. Laufsohle aus Leder:

Stanzen der Ledersohle

Einbringen der lateralen Fugen, der medialen Fugen und der kreisförmigen Freistellungen für die

Kinetikpunkte, durch Stanzen.

Anfertigung der Kinetikelemente im Spritzverfahren oder Stanzverfahren.

Einlegen der Ledersohle und der Kinetikelemente in die Spritzgussform

Ausfüllen der Abrollfugen mit flexiblem Material im Spritzgussverfahren.

Dabei entsteht:

A) eine flexible Verbindung zwischen

der Ledersohle, den Kinetikelementen und

dem flexiblen Kunststoff in den Abrollfugen, eine partielle flexible Deckschicht an der Unterseite der Ledersohle, (Abdichtung, Verschleiß-Schicht, Dämpfung) .

Weiter kann auch eine durchgehende Deckschicht an der Oberseite der Ledersohle realisiert werden . Bei einem mehrschichtigem Aufbau wiederholen sich diese Prozessschritte für jeden einzelnen Layer, die Layer werden im Standardverfahren verklebt/verpresst. Die Verbindung der fertigen Sohle mit dem Schaft des Schuhs kann mit den in der Schuhindustrie üblichen Methoden erfolgen (verkleben/klebegezwickt), angenäht, angespritzt).