KÖSTER-KETTEL, Uwe (Heidkamp 29, Hamburg, 22399, DE)
HOEGER, Sascha (Wilhelm-Leffers-Str. 15, Rostock, 18005, DE)
BECKER, Ole (Ehrenbergstr. 74, Hamburg, 22767, DE)
REISS, Matthias (Seestr. 3, Hamburg, 22607, DE)
KÖSTER-KETTEL, Uwe (Heidkamp 29, Hamburg, 22399, DE)
HOEGER, Sascha (Wilhelm-Leffers-Str. 15, Rostock, 18005, DE)
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| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Küchengerät (100, 200) für ein Flugzeug, mit: - einem Aufnahmeraum (9) zur Aufnahme von mindestens einem Essensbehältnis (1) in dem Küchengerät; einer in dem Aufnahmeraum (9) angeordneten Erwärmungsvorrichtung (2); und einem Wärmetauscher (10) zum Kühlen eines in dem Aufnahmeraum (9) enthaltenen Dampfes. 2. Küchengerät gemäß Anspruch 1, wobei das Küchengerät im Wesentlichen dampfdicht ausgebildet ist, so dass bei abgeschlossenem Aufnahmeraum (9) im Wesentlichen kein Dampf aus dem Küchengerät austritt. 3. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei der Wärmetauscher (10) mindestens teilweise innerhalb des Aufnahmeraums (9) angeordnet ist. 4. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit ferner einem Auffangbehältnis (40) zum Aufnehmen von an dem Wärmetauscher (10) abfallenden Fluiden, wobei das Auffangbehältnis (40) von außerhalb des Küchengerätes zur Entleerung zugänglich ist. 5. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Wärmetauscher (10) modular in das Küchengerät integriert ist. 6. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Wärmetauscher (10) gemäß dem Gegenstromprinzip ausgebildet ist. 7. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Wärmetauscher (10) zur Durchströmung mit einem flüssigen Kühlmittel ausgebildet ist. 8. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit ferner einem Drosselelement (14) zur Drosselung einer Durchflussmenge des Wärmetauschers (10). 9. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit ferner mindestens einer in dem Aufnahmeraum (9) angeordneten Lüftervorrichtung (4). 10. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit ferner mindestens einer in dem Aufnahmeraum (9) angeordneten Filtervorrichtung (3). 11. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Erwärmungsvorrichtung (2) eine Erwärmungsvorrichtung zum induktiven Erwärmen des mindestens einen Essensbehältnisses ist. 12. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, mit ferner mindestens einem in dem Aufnahmeraum angeordneten Luftführungssystem (25) zum Leiten von heißem Dampf von mindestens einem im Aufnahmeraum (9) aufnehmbaren Essensbehältnis zu dem Wärmetauscher (10) und/oder zum Leiten von abgekühltem Dampf von dem Wärmetauscher zu mindestens einem im Aufnahmeraum aufnehmbaren Essensbehältnis. 13. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei für mindestens ein im Aufnahmeraum aufnehmbares Essensbehältnis in dem Aufnahmeraum eine Anordnung von einer Lüftervorrichtung (4), einer Filtervorrichtung (3) und einem Luftführungssystem (25) bereitgestellt ist, so dass ein von dem Essensbehältnis aufsteigender Dampf die Filtervorrichtung (3) passiert und anschließend durch die Lüftervorrichtung (4) und das Luftführungssystem (25) so geleitet wird, dass der Dampf kreislaufartig am Wärmetauscher (10) vorbeigeführt werden kann. 14. Küchengerät nach Anspruch 13, wobei der Dampf auch kreislaufartig an der Filtervorrichtung (3) vorbeigeführt wird. 15. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Küchengerät mit einem Kühlkreislauf versehen ist, bei dem der Kühlkreislauf zur Vor-Erwärmung von Trinkwasser ausgelegt ist. 16. Küchengerät für ein Flugzeug, mit: - einem Aufnahmeraum zur Aufnahme von mindestens einem Essensbehältnis in dem Küchengerät; einer in dem Aufnahmeraum angeordneten Erwärmungsvorrichtung; und - einer Wärmetauscher- Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme eines Wärmetauschers zum Kühlen eines in dem Aufnahmeraum enthaltenen Dampfes. |
Verwandte Anmeldungen:
Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung Nr. 10 2009 052 993.4, eingereicht am 12. November 2009 und der US-Provisional Application Nr. 61/260,622, eingereicht am 12. November 2009, deren Inhalte hierin durch Referenz inkorporiert werden.
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Küchengerät für ein Flugzeug, und betrifft
insbesondere ein Küchengerät zum Erwärmen von Essensbehältnissen und Speisen in einem Flugzeug.
Hintergrund der Erfindung
Heutzutage ist es selbstverständlich, dass in Flugzeugen und im besonderen in
Verkehrsflugzeugen eine Bordküche, die auch Galley genannt wird, integriert ist. Zur Erwärmung der Speisen sind in der Bordküche spezielle Küchengeräte vorgesehen, die speziell auf die Erfordernisse im Flugzeug abgestimmt sind: Sicherheit, effiziente Nutzung der Ressourcen, d.h. des Raums, Energie, Wasser und geringes Gewicht. Diese Küchengeräte werden allgemein auch als Galley Inserts (abgekürzt: GAIN) bezeichnet.
In einer Flugzeug-Bordküche können während des Flugs von dem Personal die Mahlzeiten zubereitet werden. Diese Mahlzeit-Zubereitung ist geprägt von dem Erwärmen von Speisen, die bereits am Boden vorkonfektioniert und häufig auch schon vorgekocht worden sind. Die zu erwärmenden Speisen werden in zur Erwärmung geeigneten Essenbehältnissen in ein
Küchengerät der Bordküche eingebracht und werden dann in diesem Küchengerät erwärmt. Bei der Erwärmung der Speisen in dem Küchengerät zum Erwärmen fällt heißer fetthaltiger Dampf an, der bei zu hoher Konzentration in dem Küchengerät der Essensqualität schadet. Um die Essensqualität zu gewährleisten, wird deshalb konventionell der Dampf in dem Küchengerät mit einem Fettfüter gefiltert und anschließend durch Auslassöffnungen des Küchengerätes nach außen, also in die Kabine bzw. in das Innere des Küchenmonuments, geleitet.
Zusammenfassung der Erfindung
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Küchengerät zur Speisenerwärmung im Flugzeug bereitzustellen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch ein Küchengerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 oder 15 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Erfindungsgemäß wird ein Küchengerät für ein Flugzeug (auch als Flugzeug-Küchengerät bezeichnet) bereitgestellt mit einem Aufnahmeraum zur Aufnahme von mindestens einem Essensbehältnis in dem Küchengerät, einer in dem Aufnahmeraum angeordneten
Erwärmungsvorrichtung, und einem Wärmetauscher zum gezielten Kondensieren des in dem Aufnahmeraum enthaltenen Dampfes.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Flugzeug-Küchengerät im Wesentlichen dampfdicht ausgebildet, so dass bei geschlossenem, also nicht von außen direkt zugänglichem, Aufnahmeraum im Wesentlichen kein Dampf aus dem Küchengerät austritt. Dadurch kann erreicht werden, dass während des Erwärmungsbetriebs keine Feuchtigkeit und auch kein Fett aus dem Küchengerät austreten können. Ferner wird die Abgabe der bei der Essenserwärmung entstehenden Gerüche in die Kabinenumgebung reduziert.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Wärmetauscher mindestens teilweise innerhalb des Aufnahmeraums angeordnet. Dadurch kann erreicht werden, dass der heiße Dampf möglichst effizient gekühlt und somit auch effizient getrocknet wird.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Flugzeug-Küchengerät ferner ein Auffangbehältnis zum Aufnehmen von an dem Wärmetauscher abfallenden Fluiden, wobei das Auffangbehältnis zur Entleerung von außerhalb des Küchengerätes zugänglich ist. Dadurch kann erreicht werden, dass sich die dem heißen Dampf entzogenen Fluide, z.B. Wasser und Fette, nicht an beliebigen Orten im Küchengerät ansammeln, so dass verlängerte Wartungsintervalle möglich sind. Ferner ermöglicht dieses Merkmal eine leichtere Wartung des Küchengerätes, da bei einer Routinewartung nur das Auffangbehältnis geleert werden muss, und andere Einzelkomponenten des Küchengerätes nicht ausgebaut werden müssen.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Wärmetauscher modular, d.h. baukastenartig, in das Küchengerät integriert. Dies ermöglicht eine erleichterte Inspektion des Wärmetauschers, eine leichtere Reinigung und Wartung und auch eine schnellere Reparatur des Küchengerätes für den Fall eines Wärmetauscherdefektes.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Wärmetauscher gemäß dem Gegenstromprinzip ausgebildet. Dies ermöglicht einen verbesserten Wirkungsgrad des
Wärmetauschers hinsichtlich seiner Kühlwirkung und ermöglicht somit auch eine verbesserte Trocknung des Dampfes in dem Aufnahmeraum.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Wärmetauscher zur
Durchströmung mit einem flüssigen Kühlmittel ausgebildet. Aufgrund der im Vergleich zu gasförmigen Kühlmitteln höheren Wärmekapazität und höheren Energiedichte kann das Kühlmittel pro Volumeneinheit mehr Wärmeenergie aufnehmen und abführen. Ferner reduziert dieses die Anforderungen an die Dichtheit des Wärmetauschers. Im Falle einer Wasserdurchströmung des Wärmetauschers können nachgeschaltete Verbraucher
(geräteintern und geräteextern), die Warmwasser benötigen, mit vorgewärmten Wasser versorgt werden.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Flugzeug-Küchengerät ferner ein Drosselelement zur Drosselung einer Durchflussmenge des Wärmetauschers. Dies ermöglicht, dass das Ausmaß der Kühlung und Trocknung gesteuert werden kann. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Flugzeug-Küchengerät ferner mindestens eine in dem Aufnahmeraum angeordnete Lüftervorrichtung. Dies ermöglicht eine verbesserte Umwälzung der Luft bzw. des Dampfes im Aufnahmeraum, wodurch die Temperaturverteilung und die Dampfverteilung im Aufnahmeraum homogener werden. Ferner ermöglicht dies eine verbesserte Zufuhr der Luft bzw. des Dampfes zum Wärmetauscher, so dass die Kühleffizienz und Trocknungseffizienz gesteigert werden kann, oder die Abmessungen des Wärmetauschers reduziert werden können.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Flugzeug-Küchengerät ferner mindestens eine in dem Aufnahmeraum angeordnete Filtervorrichtung. Dadurch kann erreicht werden, dass in dem Dampf enthaltene unerwünschte Substanzen, wie z.B. Fett, schnell herausgefiltert werden. Vorteilhafterweise ist die Filtervorrichtung als Fettfüter ausgebildet. Dann kann die am Wärmetauscher abfallende Fettmenge reduziert werden, was die Brandgefahr senkt.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Erwärmungsvorrichtung eine Erwärmungsvorrichtung zum beispielsweise induktiven Erwärmen des mindestens einen Essensbehältnisses sein. Dies ermöglicht eine verbesserte Übertragung der
Erwärmungsenergie in das Essensbehältnis und eine reduzierte Erwärmung anderer
Komponenten. Dadurch kann die Brandgefahr reduziert und die Energieeffizienz gesteigert werden.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Flugzeug-Küchengerät ferner mindestens ein in dem Aufnahmeraum angeordnetes Luftführungssystem zum Leiten von heißem Dampf von mindestens einem im Aufnahmeraum aufnehmbaren Essensbehältnis zu dem Wärmetauscher und/oder zum Leiten von abgekühltem Dampf von dem
Wärmetauscher zu mindestens einem im Aufnahmeraum aufnehmbaren Essensbehältnis.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist für mindestens ein im
Aufnahmeraum aufnehmbares Essensbehältnis in dem Aufnahmeraum eine Anordnung von einer Lüftervorrichtung, einer Filtervorrichtung und einem Luftführungssystem bereitgestellt, so dass ein von dem Essensbehältnis aufsteigender Dampf die Filtervorrichtung passiert und anschließend durch den Lüfter und das Luftführungssystem so geleitet wird, dass der Dampf kreislaufartig am Wärmetauscher vorbeigeführt werden kann. Darüber hinaus kann vorteilhafterweise auch der Dampf kreislaufartig an der Filtervorrichtung vorbeigeführt werden. Das wiederholte Vorbeileiten des Dampfes am Wärmetauscher ermöglicht eine verbesserte Kühlung und Trocknung des Dampfes. Das Luftführungssystem kann eine Vermischung der Dämpfe von mehreren Essensbehältnissen verhindern.
Erfindungsgemäß umfasst das beschriebene Küchengerät für ein Flugzeug auch einen Aufnahmeraum zur Aufnahme von mindestens einem Essensbehältnis in dem Küchengerät, eine in dem Aufnahmeraum angeordnete Erwärmungsvorrichtung, und eine Wärmetauscher- Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme eines Wärmetauschers zum Kühlen eines in dem
Aufnahmeraum enthaltenen Dampfes. Die Wärmetauscher-Aufnahmevorrichtung ermöglicht die Aufnahme eines Wärmetauschers in dem Küchengerät zur Speisenerwärmung, wodurch nach erfolgter Aufnahme des Wärmetauschers die oben aufgezählten Vorteile auch von einem Flugzeug-Küchengerät bereitgestellt werden, das zur Aufnahme eines Wärmetauschers geeignet vorbereitet ist.
Die oben erwähnten Ausführungsformen sind keine abschließende Aufzählung aller möglichen Ausführungsformen der Erfindung. Die oben erwähnten Ausführungsformen und ihre Merkmale können erfindungsgemäß beliebig miteinander kombiniert werden.
Der Begriff des Erwärmens wird hier so verstanden und verwendet, dass er auch Erhitzen, Kochen und Zum-Kochen-Bringen umfasst.
Im Folgenden werden Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen erläutert werden. Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Fig. 1 zeigt eine schematische Zeichnung eines konventionellen Küchengerätes zum
Erwärmen von Speisen im Flugzeug. Fig. 2 zeigt eine schematische Zeichnung eines erfindungsgemäßen Küchengerätes für ein Flugzeug gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3 zeigt eine schematische Zeichnung eines erfindungsgemäßen Küchengerätes für ein Flugzeug gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
In Fig. 1 ist ein Beispiel eines Küchengerätes veranschaulicht. Essenbehältnisse 1 mit zu erwärmenden Speisen sind in einem Aufnahmeraum 9, auch Garraum genannt, mit vier Teilbereichen untergebracht. Der bei der Erwärmung der Speisen in den dafür vorgesehenen Essenbehältnissen 1, z.B. Pfännchen, mit der Heizvorrichtung 2 anfallende heiße und fetthaltige Dampf wird über ein Filterpad 3, das Fettrückstände aus dem Dampf filtern soll, und über einen Luftkanal durch Auslassöffnungen 5 in der Vordertür 6 mit Hilfe eines Lüfters 4 in die äußere Umgebung des Küchengerätes geleitet. Das Filterpad 3, der Luftkanal und der Lüfter 4 müssen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht und die Halterung gereinigt werden, um einen ausreichenden Effekt der Fettfilterung zu gewährleisten.
Die Brandsicherheit (fire Containment) solch eines Küchengerätes ist gering, da ein internes Feuer in dem Küchengerät über die Auslassöffnungen 5 leicht nach außen dringen kann. Außerdem wird während der Zubereitung bzw. Erwärmung der Speisen ständig heißer und im Fehlerfall fetthaltiger Dampf aus dem Inneren des Küchengerätes nach außen, also in die Kabine, abgeführt. Dies führt dazu, dass die Kabine unerwünschter Weise mit feuchter Luft und auch Essensgerüchen angereichert wird. Außerdem können die zum Schutz des Personals und der Passagiere geforderten maximalen Oberflächentemperaturen am Küchengerät nicht gewährleistet werden oder sind aufwändig zu überwachen. Darüber hinaus leidet der Benutzerkomfort, da in der Nähe des Küchengerätes zur Speisenerwärmung ein heißer Luftstrom spürbar ist. Ferner besteht die Notwendigkeit der Einhaltung regelmäßiger
Wartungsintervalle für das Küchengerät, um zu verhindern, dass Fettrückstände in die Kabine gelangen, wo sie schwer zu entfernen sind, da sie mit dem Luftstrom in dem gesamten Bordküche-Bereich (Galley-Bereich) verwirbelt werden.
Im Folgenden wird eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unter
Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert. In Fig. 2 ist ein Küchengerät für ein Flugzeug 100 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Das Küchengerät 100 umfasst einen Aufnahmeraum 9 zur Aufnahme eines Essensbehältnisses 1 , eine Erwärmungsvorrichtung 2 und einen
Wärmetauscher 10. Das veranschaulichte Küchengerät 100 ist bevorzugt so ausgebildet, dass bei der Erwärmung der Speisen bei geschlossenem Aufnahmeraum (d.h., dass die Klappe bzw. Tür 7 nicht geöffnet sondern geschlossen ist) im Wesentlichen kein Dampf austritt, so dass das
Küchengerät 100 dampfdicht ausgebildet ist. Unter dem Merkmal„dampfdicht" wird verstanden, dass während der Erwärmung der Speisen im Wesentlichen kein für einen durchschnittlichen Benutzer des Küchengerätes bemerkbarer Dampf aus dem Küchengerät 100 austritt.
Der Aufnahmeraum 9 ist beispielsweise dadurch zur Aufnahme eines Essensbehältnisses 1 bereit, indem eine Haltevorrichtung, z.B. ein Einschub, in dem Aufnahmeraum 9 angeordnet ist, wobei das Essensbehältnis 1 durch eine offene Klappe oder Tür 7 an der Außenseite des Küchengerätes 100 in den Aufnahmeraum 9 hinein geschoben werden kann, so dass das Essensbehältnis 1 , wenn es sich in einer Aufnahmeposition in der Haltevorrichtung befindet, erwärmt werden kann. Die Erwärmung des Essensbehältnisses 1 erfolgt bei geschlossener Klappe bzw. Tür 7. Bei geschlossener Klappe bzw. Tür 7 ist der Aufnahmeraum 9
abgeschlossen bzw. dampfdicht. Als Essensbehältnis 1 kann beispielsweise ein Pfännchen verwendet werden, wie in Fig. 2 veranschaulicht. Die Erwärmungsvorrichtung 2 ist eine Vorrichtung, die geeignet ist, die sich in dem
Essensbehältnis 1 befindenden Speisen - entweder direkt oder über die Erwärmung des Speisebehältnisses 1 indirekt - zu erwärmen, beispielsweise eine Vorrichtung zum induktiven Erwärmen, eine Heizspirale, oder eine Vorrichtung zum Mikrowellen-basierten Erwärmen. Die Erwärmungsvorrichtung 2 ist in dem Aufnahmeraum 9 und vorteilhafterweise in der Nähe der Aufnahmeposition des Essensbehältnisses 1 angeordnet.
Der Wärmetauscher 10 ist in dem Aufnahmeraum 9 so angeordnet, dass der beim Erwärmen von Speisen entstehende Dampf (der zugehörige Dampfstrom ist in Fig. 2 als gestrichelter Pfeil angedeutet) in Kontakt mit einer Kühloberfiäche des Wärmetauschers gelangt. Durch den Kontakt mit der Kühloberfiäche des Wärmetauschers wird ein Teil der Energie des Dampfes an die Kühloberfiäche des Wärmetauschers abgegeben, so dass die Temperatur des Dampfes verringert wird. Aufgrund der Verringerung der Temperatur des Dampfes wird die in dem Dampf aufnehmbare Wassermenge reduziert, so ein Teil des in dem Dampf enthaltenen Wassers sich an der Kühloberfiäche des Wärmetauschers als Niederschlag 20 niederschlägt bzw. abfällt. Daher stellt der Wärmetauscher eine Vorrichtung zum Kühlen und Trocknen des im Aufnahmeraum enthaltenen Dampfes dar. Dieser Vorgang ist nicht nur auf das im Dampf enthaltene Wasser beschränkt, sondern gilt für viele in dem Dampf enthaltene Substanzen, z.B. das in dem Dampf aufgenommene Fett. Daher schlägt sich im Kühlbetrieb des Wärmetauschers 10 an dessen sich in dem Aufnahmeraum befindender Oberfläche eine Mischung von Fluiden bzw. Flüssigkeiten (vorwiegend Wassermengen und Fettmengen) als Niederschlag 20 nieder. Bei der in Fig. 2 gezeigten Anordnung des Wärmetauschers tropft der Niederschlag 20, der vorwiegend aus Wassermengen und Fettmengen besteht, im Wesentlichen als Tropfen 21 vom Wärmetauscher 10 auf den unteren Boden des Aufnahmeraums. Dort kann der herunter getropfte Niederschlag 22 geeignet aufgesammelt werden. Dies kann beispielsweise mit einem Behältnis erfolgen, das auswechselbar ist und von außen zugänglich ist. Alternativ kann die Entleerung des Behältnisses erfolgen, indem dessen Inhalt mittels eines
Pumpsystems aus dem Küchengerät herausgepumpt wird oder z. B. durch Druckdifferenz in das Flugzeugabwassersystem gesogen wird. Bezugszeichen 11 und 12 bezeichnen eine Einlassöffnung bzw. eine Auslassöffnung für das Kühlmittel des Wärmetauschers 10.
Im Folgenden wird eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unter
Bezugnahme auf Fig. 3 erläutert.
Die in Fig. 3 gezeigte zweite Ausführungsform der Erfindung basiert auf der oben erläuterten und in Fig. 2 beispielhaft dargestellten ersten Ausführungsform. Die Komponenten des Küchengerätes 200 der zweiten Ausführungsform, die identisch oder ähnlich zu den
Komponenten des Küchengerätes 100 der ersten Ausführungsform von Fig. 2 sind, sind mit den selben Bezugszeichen bezeichnet. Die Grundstruktur von Fig. 2 und Fig. 3 ist identisch. In Fig. 3 sind weitere zusätzliche vorteilhafte Merkmale veranschaulicht.
Bei dem Küchengerät 200 gemäß der zweiten Ausführungsform ist in dem Aufnahmeraum 9 eine Vielzahl von Aufwärmmodulen 2, 3, 4, 25 vertikal übereinander angeordnet. Jedes Aufwärmmodul umfasst eine Haltevorrichtung (nicht gezeigt)für mindestens ein
Essensbehältnis (in allen Ausführungsformen können auch mehrere Essensbehältnisse in einer Haltevorrichtung aufgenommen sein, z.B. horizontal nebeneinander aufgenommen), eine Lüftervorrichtung 4, ein Luftführungssystem 25, eine Filtervorrichtung 3 und eine
Erwärmungsvorrichtung zum induktiven Erwärmen der Essensbehältnisse 2.
Die Filtervorrichtung 3 solch eines Aufwärmmoduls ist beispielsweise durch einen
auswechselbaren Fettfilter gebildet, der aus einer Metallblechstruktur oder aus einem
Stoffvlies gebildet sein kann. Für jedes im Aufnahmeraum 9 aufzunehmende Essensbehältnis 1 kann ein jeweiliger Fettfilter 3 bereitgestellt sein. Dieser Fettfilter ist oberhalb der jeweiligen Halteposition des Essensbehältnisses angeordnet, so dass der von dem
Essensbehältnis 1 nach oben steigende Dampf den Fettfilter 3 passiert. Dadurch wird dem Dampf ein Teil des darin aufgenommenen Fettes entnommen. Die Lüftervorrichtung 4 solch eines Aufwärmmoduls ist beispielsweise durch einen Lüfter 4 gebildet, der so angeordnet ist, dass der durch ihn erzeugte Luftstrom bzw. Dampfstrom den Dampf, der vom erwärmten Essensbehältnis 1 ausgeht, durch den Fettfilter 3 zieht und anschließend zum Wärmetauscher 10 leitet.
Das Luftführungssystem 25 solch eines Aufwärmmoduls ist beispielsweise durch ein
Umlenkblech 25 gebildet, das den vom Essensbehältnis 1 ausgehenden Dampfstrom, der beispielsweise durch den Lüfter 4 erzeugt bzw. verstärkt wird, zum Wärmetauscher 10 leitet. Das Luftführungssystem 25 kann auch den vom Wärmetauscher 10 abgehenden Dampfstrom zurück zum Lüfter 4 leiten, so dass ein Dampfstrom- Kreislauf zustande kommt bzw.
verbessert wird. Ferner kann das Luftführungssystem 25 den Dampfstrom auch so leiten, dass der Dampfstrom mehrmals in einem Kreislauf am Fettfüter 3 vorbei (an der dem
Essensbehältnis zugewandten Fettfüterseite oder der dem Essensbehältnis abgewandten Fettfilterseite) geleitet wird.
Wie in Fig. 3 gezeigt, kann eine vom Dampfstrom angeströmte Oberfläche des
Wärmetauschers 10 auch so ausgebildet sein, dass sie den Kreislauf des Dampfstroms vom und zum Lüfter unterstützt, und dass sich die von unterschiedlichen Essensbehältnissen 1 ausgehenden Dampfströmen nicht miteinander vermischen. Dazu ist die vom Dampfstrom angeströmte Oberfläche des Wärmetauschers 10 beispielsweise in einer Zick-Zack-Form ausgebildet.
Der in Fig. 3 gezeigte Wärmetauscher 10 ist ein Wärmetauscher, der beispielsweise nach dem Gegenstromprinzip arbeitet (die Strömungsrichtung des durch den Wärmetauscher fließenden Kühlmittels ist entgegengesetzt zu der Richtung des jeweiligen Dampfstroms). Während ein jeweiliger zu kühlender und zu trocknender Dampfstrom (als gestrichelter Pfeil angedeutet) wie in Fig. 3 gezeigt von oben nach unten geleitet wird, ist die Strömungsrichtung des durch den Wärmetauscher 10 fließenden Kühlmittels von unten nach oben gerichtet. Wie in Fig. 3 gezeigt wird dazu das Kühlmittel, das bevorzugt eine Kühlflüssigkeit ist, in eine Einlassöffnung 11 an der Unterseite des Wärmetauschers eingeführt und aus einer
Auslassöffnung 12 an der Oberseite des Wärmetauschers 10 abgeführt. Die Einlassöffnung und die Auslassöffnung des Wärmetauschers können an ein existierendes Kältebussystem im Flugzeug angeschlossen sein. Im Falle des Einsatzes von Trinkwasser als Kühlmittel, kann dieses in den Warmwasserkreislauf bzw. an Warmwasserverbraucher weitergegeben werden.
Die Durchflussmenge des Wärmetauschers und damit der Grad der Abkühlung des Dampfes kann über ein Drosselelement 14, z.B. ein Reglerventil, reguliert werden, so dass ein gewisser Wassergehalt des Dampfes eingestellt werden kann. In Fig. 3 ist das Drosselelement mit Bezugszeichen 14 dargestellt.
Um die Flüssigkeiten 20 aufzufangen, die sich an der von dem Aufnahmeraum 9
zugänglichen Oberfläche des Wärmetauschers 10 niederschlagen, ist, wie in Fig. 3 gezeigt, unterhalb des Wärmetauschers 10 ein Behältnis 40 zum Aufnehmen von an dem
Wärmetauscher abfallenden Flüssigkeiten und Niederschlägen 20, 21, 22 vorgesehen. Dieses Behältnis ist so angeordnet, dass es von außen zum Entleeren zugänglich ist. Somit können die vom Wärmetauscher abfallenden Wasser- und Fettniederschläge 22 einfach entfernt werden.
Der Wärmetauscher 10 ist vorteilhafter Weise modular in das Küchengerät integriert, so dass der Wärmetauscher als Modul des Küchengerätes einfach ein- und ausgebaut werden kann. Dies kann beispielsweise durch eine Anordnung realisiert werden, die es ermöglicht, dass der Wärmetauscher von der Rückseite (das ist die von der Vorderseite mit der Klappe 7 abgewandte Seite) des Küchengerätes in dieses oder auch in den Aufnahmeraum 9 hinein geschoben werden kann.
Ist der Wärmetauscher als Modul in das Küchengerät einsetzbar, so ist eine
Aufnahmevorrichtung in dem Küchengerät zur Aufnahme des Wärmetauschers vorgesehen.
Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird der, der Erfindung zugrunde liegende Gedanke der Verwendung eines Wärmetauschers in einem Flugzeug-Küchengerät zur Erwärmung von Speisen auch durch die bloße Bereitstellung einer Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme des Wärmetauschers in einem Küchengerät für ein Flugzeug implementiert. Denn die Bereitstellung solch einer Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme des Wärmetauschers impliziert das Vorhandensein des Wärmetauschers, wenn das beanspruchte Küchengerät einsatzbereit ist.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde in den Figuren die Bezugszeichen nur für den obersten Bereich des Aufnahmeraums 9 dargestellt. Selbstverständlich gelten diese
Bezugszeichen entsprechend auch für die anderen drei gezeigten Teilbereiche des
Aufnahmeraums 9.
Auch wenn in allen Figuren jeweils vier Essensbehältnisse gezeigt sind, so stellt dieses keine Beschränkung der vorliegenden Erfindung dar. Die vorliegende Erfindung ist für eine beliebige Anzahl von Essensbehältnissen in einem Küchengerät geeignet. Die oben erwähnten Ausführungsformen sind keine abschließende Aufzählung aller möglichen
Ausführungsformen der Erfindung. Die oben erwähnten Ausführungsformen und ihre Merkmale können erfindungsgemäß beliebig miteinander kombiniert werden. Der beanspruchte Schutzbereich ist nicht auf die oben erwähnten Ausführungsformen beschränkt, sondern ist nur durch die folgenden Ansprüche definiert. Die in den Ansprüchen verwendeten Bezugszeichen dienen nur der Verdeutlichung einiger Ausführungsformen und stellen keine Beschränkung des beanspruchten Gegenstandes dar. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass„umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und„eine" oder„ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
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