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Patent Searching and Data


Title:
KNIFE SHARPENING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/120600
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for sharpening knives, comprising two grinding strip carriers, each holding one grinding strip, which are movably arranged next to one another in a housing in such a way that the intersecting grinding strips form a V-shaped, mobile grinding gap, characterized in that the lower regions of the grinding strip carriers are suspended from two pendulum-type links via respective lower joints.

Inventors:
MADER, Sebastian (Pungshausstraße 25, Hilden, 40724, DE)
Application Number:
EP2018/000535
Publication Date:
June 27, 2019
Filing Date:
November 26, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ZWILLING J.A. HENCKELS AG (Grünewalder Strasse 14-22, Solingen, 42657, DE)
International Classes:
B24D15/08
Foreign References:
US2249218A1941-07-15
GB474100A1937-10-26
EP1223006A22002-07-17
US1909743A1933-05-16
US1909743A1933-05-16
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ HANNIG BORKOWSKI WIßGOTT (Schumannstraße 97-99, Düsseldorf, 40237, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung zum Schärfen von Messern mit zwei, jeweils eine Schleifleiste (4, 5) haltenden Schleifleistenträgern (6, 7), die derart nebeneinander in einem Gehäuse (1) verschieblich angeordnet sind, dass die beiden einander kreuzenden Schleifleisten (4, 5) einen V-förmigen, ortsveränderlichen

Schärfspalt (10) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifleistenträger (6, 7) mit ihrem unteren Bereich jeweils über untere Gelenke an zwei Pendelstäben (13-16) aufgehängt sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pendelstäbe (13 - 16) im oberen Bereich des Gehäuses (1) angelenkt sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schleifleistenträger (6, 7) von einer Scheibe gebildet ist, und die beiden Scheiben parallel nebeneinander und insbesondere senkrecht angeordnet sind.

4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Schleifleistenträger (6, 7) jeweils im oberen Bereich am Gehäuse (1) geführt sind.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schleifleistenträger (6, 7) an seiner Oberseite mindestens einen

Vorsprung (20) aufweist, der in einem Längsschlitz (21) der

Gehäuseoberseite (19) einliegt.

6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Schleifleistenträger (6, 7) jeweils im unteren Bereich am Gehäuse (1) geführt sind.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schleifleistenträger (6, 7) an seiner Unterseite mindestens einen

Vorsprung (22) aufweist, der in einem Längsschlitz (23) der

Gehäuseunterseite einliegt.

8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die beiden Schleifleistenträger (6, 7) durch mindestens ein Federelement (24) beaufschlagt sind.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (24) in Form einer Zugfeder zwischen unteren

insbesondere seitlichen Vorsprüngen (22) der Schleifleistenträger (6, 7) oder mit einem Ende am Gehäuse befestigt ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement zwischen dem Vorsprung (22) eines Schleifleistenträgers (6, 7) und dem Gehäuse (1) befestigt ist.

11.Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass jeder Schleifleistenträger (6, 7) eine

Stirnfläche (8, 9) aufweist, an der die Schleifleiste (4, 5) befestigt ist.

12. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Schleifleisten (4, 5) um ihre Längsachse drehverstellbar sind.

13. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass jede Schleifleiste (4, 5) mindestens zwei längs angeordnete Rauhigkeitsbereiche aufweist.

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch

gekennzeichnet, dass die Schleifleisten (4, 5) jeweils in einer

Längsnut der Stirnfläche (8, 9) des Schleifleistenträgers (6, 7) lösbar und/oder drehverstellbar gelagert sind.

15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnut zumindest in einem unteren Abschnitt die Schleifleiste (4, 5) teilweise umgreift.

16. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Schleifleisten (4, 5) nach oben hin aus der Befestigung des Schleifleistenträgers (6, 7) herausziehbar und damit auswechselbar sind.

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch

gekennzeichnet, dass am oberen Ende jeder Schleifleiste (4, 5) ein Griff (28) befestigt ist, der über die Oberseite des Gehäuses (1) hinausragt.

18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Schleifleistenträger (6, 7) Raststellungen für den Griff (28) bildet.

19. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass bei beiden Schleifleistenträgern (6, 7) jeweils einer der beiden oberen Anlenkstellen (OG) in ihrer Höhenlage insb. durch einen Drehschieber (29) verstellbar ist, um unterschiedliche Schärfwinkel (a) einzustellen.

20. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Pendelstäbe (13-16) jedes

Schleifleistenträgers (6, 7) zueinander parallel angeordnet sind.

21.Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass auf beiden Schleifleistenträgern (6, 7) jeweils eine Adapterleiste (30) lösbar befestigt ist, die die Schleifleiste (4, 5) trägt.

22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadu rch gekennzeichnet, dass die Adapterleiste (30) an dem Schleifleistenträger (6, 7) formschlüssig insbesondere übereine untere Führung (31) gehalten ist.

23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch

gekennzeichnet, dass zwischen der Adapterleiste (30) und dem Schleifleistenträger (6, 7) eine Rastverbindung besteht.

24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterleiste (30) eine am

Schleifleistenträger (6, 7) anliegende erste Seitenkante (30a) und eine die Schleifleiste (4, 5) tragende zweite Seitenkante (30b) aufweist, wobei die beiden Seitenkanten miteinander einen spitzen, nach unten sich erweiternden Winkel (ß) bilden.

25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem an den beiden Schleifleistenträgern (6, 7) befestigten Paar von Adapterleisten (30) ein weiteres Paar von Adapterleisten besteht, deren spitzer Winkel (ß) unterschiedlich ist von dem Winkel (ß) des ersten

Adapterleistenpaares.

26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, dadurch

gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mindestens ein

Aufnahmefach für das zweite Adapterleistenpaar aufweist.

27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmefach im unteren Sockel der Vorrichtung angeordnet ist.

Description:
Messerschärfvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schärfen von Messern mit zwei, jeweils eine Schleifleiste haltenden Schleifleistenträgern, die derart

nebeneinander in einem Gehäuse verschieblich angeordnet sind, dass die beiden einander kreuzenden Schleifleisten einen V-förmigen, ortsveränderlichen Schärfspalt bilden.

Ein solcher Messerschärfer ist aus der US 1 909 743 bekannt. Bei dieser konstruktiv aufwendig groß bauenden Schärfvorrichtung sind die zwei

Schleifblöcke an Gelenken befestigt, so dass beim Durchziehen des Messers die Schleifblöcke verkippen und der Schärfwinkel sich verändert und damit unterschiedliche Keilwinkel an der Schneide entstehen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Messerschärfvorrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass bei kleiner und konstruktiv einfacher Bauweise optimale Schleifergebnisse erzielbar sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die

Schleifleistenträger mit ihrem unteren Bereich jeweils über untere Gelenke an zwei Pendelstäben aufgehängt sind.

Eine solch pendelnde Aufhängung und damit Parallelführung beider

Schleifleistenträger führt dazu, dass beim Durchziehen der Messerschneide durch den Schärfspalt von oben nach unten die Schleifleistenträger sich

BESTATIGUNGSKOPIE gleichmäßig zur Seite bewegen ohne zu verkippen. Vielmehr bleibt der

Schärfwinkel beider Schleifleistenträger stets gleich, so dass ein unveränderter Keilwinkel über die gesamte Länge der Schneide erzielt wird. Hierbei ist ein ausreichend langer Schärfweg gegeben. Ferner ist diese pendelnde Aufhängung konstruktiv einfach sowie von hoher Funktionssicherheit und Lebensdauer. Und führt zu einer besonders leichtgängigen Funktionsweise der

Messerschärfvorrichtung.

Eine einfache und sichere Konstruktion wird erreicht, wenn die Pendelstäbe im oberen Bereich des Gehäuses angelenkt sind.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass jeder Schleifleistenträger von einer Scheibe gebildet ist, und die beiden Scheiben parallel nebeneinander und insbesondere senkrecht angeordnet sind. Ein solcher scheibenförmiger Aufbau führt nicht nur zu einer einfachen und stabilen Konstruktion sondern auch zu einer besonders kompakten Bauweise mit geringen Außenabmessungen.

Klemmfreie Bewegungen werden erzielt, wenn die Schleifleistenträger jeweils im oberen Bereich am Gehäuse geführt sind. Hierzu weist vorzugsweise jeder Schleifleistenträger an seiner Oberseite mindestens einen Vorsprung auf, der in einem Längsschlitz der Gehäuseoberseite einliegt.

Die Führung der Schleifleistenträger wird noch dadurch verbessert, dass die Schleifleistenträger jeweils im unteren Bereich am Gehäuse geführt sind. Hierzu weist vorzugsweise jeder Schleifleistenträger an seiner Unterseite mindestens einen Vorsprung auf, der in einem Längsschlitz der Gehäuseunterseite einliegt.

Beide Schleifleistenträger sind jeweils durch ein Federelement beeinflusst, wobei das Federelement vorzugsweise in Form einer Zugfeder zwischen unteren Vorsprüngen der Schleifleistenträger an diesen befestigt ist. Alternativ wird vorgeschlagen, dass das Federelement zwischen dem Vorsprung eines

Schleifleistenträgers und dem Gehäuse befestigt ist. Jeder Schleifleistenträger weist eine Stirnfläche auf, an der die Schleifleiste befestigt ist. Hierbei ist von Vorteil,

- wenn die Schleifleisten um ihre Längsachse drehverstellbar sind,

- wenn jede Schleifleiste mindestens zwei längs angeordnete

Rauhigkeitsbereiche z. B. einen Honbereich und einen Schleifbereich aufweist,

- wenn die beiden Schleifleisten jeweils in einer Längsnut der Stirnfläche des Schleifleistenträgers insb. drehverstellbar gelagert sind,

- wenn die Längsnut zumindest in einem unteren Abschnitt die Schleifleiste teilweise umgreift,

- wenn die Schleifleisten nach oben hin aus der Befestigung des

Schleifleistenträgers herausziehbar und damit auswechselbar sind.

Um die Schleifleisten besonders leicht betätigen zu können, wird vorgeschlagen, dass am oberen Ende jeder Schleifleiste ein Griff befestigt ist, der über die Oberseite des Gehäuses hinausragt. Hierbei kann der Schleifleistenträger Raststellungen für den Griff bilden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei beiden Schleifleistenträgern jeweils einer der beiden oberen Anlenkstellen in ihrer Höhenlage insb. durch einen

Drehschieber verstellbar ist, um unterschiedliche Schärfspaltwinkel einzustellen.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass die Pendelstäbe jedes

Schleifleistenträgers zueinander parallel angeordnet sind.

Bei einer dritten Ausführung ist auf beiden Schleifleistenträgern jeweils eine Adapterleiste lösbar befestigt, die die Schleifleiste trägt. Diese Ausführung ermöglicht, dass durch die Adapterleiste der Schärfwinkel bestimmt wird und auch noch nachträglich gewählt werden kann.

Hierbei ist die Adapterleiste an dem Schleifleistenträger formschlüssig

insbesondere über eine untere Führung gehalten und zwischen der Adapterleiste und dem Schleifleistenträger besteht eine Rastverbindung. Die Adapterleiste weist hierbei eine am Schleifleistenträger anliegende erste Seitenkante und eine die Schleifleiste tragende zweite Seitenkante auf, wobei die beiden Seitenkanten miteinander einen spitzen, nach unten sich erweiternden Winkel bilden.

Vorzugsweise besteht neben dem an den beiden Schleifleistenträgern

befestigten Paar von Adapterleisten ein weiteres Paar von Adapterleisten, deren spitzer Winkel unterschiedlich ist von dem Winkel des ersten

Adapterleistenpaares. Hierbei weist die Vorrichtung mindestens ein

Aufnahmefach für das zweite Adapterleistenpaar auf. Das Aufnahmefach kann im unteren Sockel der Vorrichtung angeordnet sein.

Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen perspektivisch dargestellt.

Es zeigen:

Fig.: 1 eine erste Ausführung mit abgenommener Vorderwand und ohne Seitenwände

Fig.: 2 eine zweite Ausführung mit Vorderwand Fig.: 3 die zweite Ausführung ohne Vorderwand

Fig.:4 die Schmalseite der zweiten Ausführung

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführung.

Die Messerschärfvorrichtung weist ein quaderförmiges Gehäuse 1 auf mit größerer Höhe H als Breite B und größerer Breite B als Tiefe T. Die senkrechte Vorderwand und die senkrechte Rückwand 2 weisen jeweils einen senkrechen Einführschlitz 3 auf, die mit dem V-förmigen Schärfspalt 10 übereinstimmen, der zwischen zwei Schleifleisten 4, 5 von diesen gebildet wird. Innerhalb des Gehäuses 1 sind zwei scheibenförmige Schleifleistenträger 6, 7 beweglich gelagert, deren senkrechte Scheiben parallel zu der Vorder- und Rückwand 2 angeordnet sind. Beide Schleifleistenträger bilden eine schmale Stirnfläche 8, 9, die jeweils schräg von oben nach unten verläuft und jeweils eine Schleifleiste 4, 5 trägt. Hierbei bilden die Stirnflächen 8, 9 und die Schleifleisten 4, 5 miteinander einen Winkel a als V-förmigen ortsveränderlichen Schärfspalt 10.

Wird ein Messer mit seiner Schneide von oben nach unten durch die beiden senkrechten Schlitze 3 der Vorder- und Rückwand hindurchgeführt, so trifft die Schneide auf den Schärfspalt 10 und die beiden Schleifleisten 4, 5, so dass bei einem weiter nach unten Bewegen der Schneide die beiden Schleifleisten 4, 5 auseinander bewegt werden. Dabei werden auch die beiden Schleifleistenträger 6, 7 in entgegengesetzter Richtungen (Pfeile 11 , 12) auseinander bewegt.

Beide Schleifleistenträger 6, 7 sind jeweils an zwei Pendelstäben 13, 14, 15, 16 aufgehängt, so dass beim Durchführen eines Messers die beiden

Schleifleistenträger leichtgängig zu beiden Seiten ausweichen können. Die Pendelstäbe jedes Schleifleistenträger sind zueinander parallel angeordnet, wobei die unteren Enden eines Pendelpaares 13, 14 bzw. 15, 16 am unteren Bereich 17 bzw. 18 des jeweiligen Schleifleistenträgers 6, 7 über untere Gelenke UG abgelenkt sind.

Die oberen Enden der Pendelstäbe 13 - 16 sind über obere Gelenke OG am Gehäuse 1 und damit an der Vorder- und Rückwand 2 oder an der

Gehäuseoberseite 19 befestigt. Hierbei weist jeder Schleifleistenträger an seinem unteren Ende zwei stabförmige Vorsprünge 22 auf, die durch

Längsschlitze 23 der Gehäuseunterseite hindurchgesteckt sind, so dass hierdurch die Schleifleistenträger 6, 7 in ihren Bewegungen parallel

nebeneinander sicher geführt sind.

Zwischen den zwei Vorsprüngen 22 beider Schleifleistenträgern 6, 7 ist ein Federelement insb. eine Schraubenzugfeder 24 befestigt, die die zwei Schleifleistenträger in die Anfangsstellung zieht, in der die zwei

Schleifleistenträger sich maximal überdecken und damit der Schärfspalt 10 seine oberste Position einnimmt. Diese Anfangsstellung ist in den Zeichnungen dargestellt und besteht dann, wenn noch kein Messer eingeführt ist. Eine in dieser Weise befestige Feder 24 sorgt dafür, dass beide Schleifleistenträger gleich stark federbelastet sind und der Schärfspalt 10 sich stets mittig

übereinstimmend mit den senkrechten Schlitzen 3 in der Vorder- und Rückwand befindet.

Alternativ steht an jedem Schleifleistenträger 6, 7 seitlich ein Vorsprung insbesondere Stift vor, an dem jeweils das Ende einer Zugfeder befestigt ist, deren anderes Ende am Gehäuse fest ist.

Die beiden Schleifleistenträger 6, 7 können aber auch durch andere Arten von Federelementen insb. auch durch zwei separate Federn beaufschlagt sein.

Form und Befestigung der Schleifleisten 4, 5 können sehr unterschiedlich sein. In der in Fig. 1 dargestellten Version sind die Schleifleisten von flachen Stäben gebildet und auf unterschiedliche Weise an den Stirnflächen 8, 9 der

Schleifleistenträger 6, 7 befestigt. In der in den Fig. 2 bis 4 dargestellten zweiten Ausführung bilden die Stirnflächen 8, 9 jeweils eine Längsnut, in der jeweils eine Schleifleiste 4, 5 so weit einliegt, dass ein Bereich der Schleifleiste außen durch einen Schlitz 21 übersteht. Hierbei umgreift die Längsnut zumindest in einem unteren Abschnitt teilweise die Schleifleiste 4, 5.

In der zweiten Ausführung weist jede Schleifleiste 4, 5 einen kreisförmigen oder mehreckigen Querschnitt auf, wobei die Längsnuten einen entsprechenden Querschnitt aufweisen, so dass die Schleifleisten als Stäbe innerhalb der

Längsnuten um ihre Längsachse drehverstellbar sind. Hierbei weisen die stabförmigen Schleifleisten jeweils zwei oder mehr Seitenflächen auf,

vorzugsweise mit unterschiedlichen Rauhigkeitsbereichen, die durch

Drehverstellen der Schleifleisten um ihre Längsachsen erreicht werden. So kann ein Bereich ein Honbereich und der andere Bereich ein Schleifbereich sein. Die Schleifleisten 4,5 können nach oben aus den Längsnuten herausgezogen und wieder eingesteckt werden, um sie zu ersetzen. Hierbei weisen die insb. stabförmigen Schleifleisten jeweils an ihrem oberen Ende einen oben über das Gehäuse 1 hinausragenden Griff 28 auf, durch den die Schleifleisten sowohl drehverstellbar als auch herausziehbar und wiedereinsteckbar sind. Dabei besteht zwischen einem oberen vorspringenden Bereich des

Schleifleistenträgers 6, 7 und dem Griff 28 ein Rastgesperre 27 (zweiseitiges Formgehemme), so dass die Schleifleisten durch ihren Griff von Hand in die jeweilige Stellung gedreht werden können, bei der der jeweilig gewünschte Rauhigkeitsbereich dem Schärfspalt 10 zugewandt ist.

Bei beiden Schleifleistenträgern 6, 7 ist eine der beiden oberen Anlenkstellen (Gelenke OG) in seiner Höhe verstellbar, wodurch der Winkel a des

Schärfspaltes in seiner Größe einstellbar ist. Hierzu ist innerhalb des Gehäuse 1 an einer Gehäusestirnseite ein zylindrischer Drehschieber 29 gelagert, an dem auf einer Seite ein Gelenk OG des einen Schleifleistenträger 6 und auf der gegenüberliegenden Seite ein Gelenk OG des anderen Schleifleistenträger 7 befestigt ist. Beim Drehverstellen des Drehschiebers 29 in einer Drehrichtung wird das Gelenk des einen Schleifleistenträgers angehoben und das Gelenk des anderen Schleifleistenträgers abgesenkt, wodurch die beiden Schleifleistenträger 6, 7 um den gleichen Winkel in entgegengesetzter Drehrichtung verschwenkt werden, so dass der Schärfspalt symmetrisch vergrößert oder verkleinert wird.

In einer weiteren, in Fig. 5 dargestellten Ausführung ist an beiden

Schleifleistenträgern 6, 7 jeweils eine Adapterleiste 30 lösbar befestigt. Jede dieser Adapterleisten bilden ein Verbindungselement zwischen dem

Schleifleistenträger und der Schleifleiste 4, 5. Hierbei besteht jeweils eine formschlüssige Verbindung mit mindestens einer Führung 31 zumindest im unteren Bereich. Auch ist ein sicherer Halt durch eine Rastverbindung gegeben.

Die Adapterleiste 30 weist eine am Schleifleistenträger 6, 7 anliegende erste Seitenkante 30a und eine die Schleifleiste 4, 5 tragende zweite Seitenkante 30b auf, wobei die beiden Seitenkanten miteinander einen spitzen, nach unten sich erweiternden Winkel ß bilden. Je nachdem welcher spitze Winkel ß von der Adapterleiste gebildet wird, entsteht ein größerer oder kleinerer spitzer

Schärfwinkel a zwischen den beiden Schleifleisten 4, 5.

Damit kann der Schleifvorrichtung auch mindestens ein weiteres Paar von

Adapterleisten beigefügt werden, um unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Dieses zusätzliche Adapterleistenpaar 32 ist in einem Aufnahmefach 33 oder zwei Aufnahmefächern im unteren Sockel der Vorrichtung untergebracht.