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Patent Searching and Data


Title:
KNITTING MACHINE PARTS AND METHOD FOR PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/154710
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a knitting machine part (15) for installation in a knitting machine and to a method for production thereof. The knitting machine part (15) comprises a plurality of tool guides (16), each for one knitting tool (17). Each tool guide has a hardened region (30). The majority of the hardened regions (30) are formed to be integral without seams or joints, such that the hardened regions can be described as integral regions (30a), which transition integrally into adjacent, non-hardened regions (31). At least one hardened region (30) of the knitting machine part (15) is formed by a non-integral region (30b), in that a hardened, separate component (33) is arranged there, which forms the non-integral hardened region (30b). The component (33) can be designed as an insert part (34) and inserted in a receptacle recess (35). The integral regions (30a) are preferably formed by induction hardening of a knitting machine part (15) which is not yet hardened, wherein a separate hardened component (33) can be arranged in each insufficiently hardened region in order to provide a hardened, non-integral region (30b).

Inventors:
KRAUSS, Rainer (Hirschstraße 1/1, Zell u.A., 73119, DE)
SETTEGAST, Markus (Fleiner Str. 9, Geislingen, 72351, DE)
Application Number:
EP2019/052397
Publication Date:
August 15, 2019
Filing Date:
January 31, 2019
Export Citation:
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Assignee:
GROZ-BECKERT KOMMANDITGESELLSCHAFT (Parkweg 2, Albstadt, 72458, DE)
International Classes:
D04B15/10; D04B15/14; D04B15/18
Foreign References:
US3545233A1970-12-08
GB1347272A1974-02-27
US1887340A1932-11-08
DE588717C1933-11-30
GB735378A1955-08-17
GB1347272A1974-02-27
Attorney, Agent or Firm:
RÜGER, BARTHELT & ABEL (Webergasse 3, Esslingen, 73728, DE)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Strickmaschinenteil (15) mit mehreren Werkzeugführungen (16), die zur Führung jeweils eines in einer Bewegungs richtung (B) bewegbaren Strickwerkzeugs (17) eingerich tet sind, wobei jede Werkzeugführung (16) einen gehärteten Be reich (30) mit einer Härte aufweist, die größer ist als die Härte eines anderen, ungehärteten Bereichs (31) der Werkzeugführung (16), wobei die Mehrheit der gehärteten Bereiche (30) als in tegrale Bereiche (30a) ausgeführt sind, die jeweils in tegral mit der zugeordneten Werkzeugführung (16) ausge bildet sind, und wobei wenigstens ein gehärteter Bereich (30) als nicht-integraler Bereich (30b) ausgeführt ist, der we nigstens ein separates Bauteil (33) aufweist, das mit der zugeordneten Werkzeugführung (16) fest verbunden ist .

2. Strickmaschinenteil nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der nicht integralen Bereiche (30b) höchstens 10% oder höchstens 5% oder höchstens 2% aller gehärteten Bereiche (30) be trägt .

3. Strickmaschinenteil nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass jeder nicht-integrale Be reich (30b) genau ein separates Bauteil (33) aufweist.

4. Strickmaschinenteil nach einem der vorhergehenden An sprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass jede Werkzeugführung (16) eine Auflagefläche (20) für das Strickwerkzeug (17) aufweist .

5. Strickmaschinenteil nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Abschnitt der Auflagefläche (20) in dem jeweiligen gehärteten Be reich (30) angeordnet ist und einen gehärteten Flächen abschnitt (36) bildet.

6. Strickmaschinenteil nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass der gehärtete Flächenab schnitt (36) in den nicht-integralen Bereichen (30b) durch eine Bauteilfläche (37) des Bauteils (33) gebil det ist.

7. Strickmaschinenteil nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteilfläche (37) in einer Querrichtung (Q) rechtwinkelig zur Bewegungsrich tung (B) des Strickwerkzeugs (17) eine Flächenbreite (bf) aufweist, die kleiner ist als die Werkzeugbreite (bw) des Strickwerkzeugs (17) .

8. Strickmaschinenteil nach einem der vorhergehenden An sprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugführungen (16) jeweils zwei Seitenstege (18) aufweisen, die zur Füh rung des Strickwerkzeugs (17) in einer Querrichtung (Q) rechtwinkelig zur Bewegungsrichtung (B) des Strickwerk zeugs (17) einen Führungskanal (19) mit einer Kanal breite (bk) begrenzen.

9. Strickmaschinenteil nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Differenz zwischen der Kanalbreite (bk) und der Werkzeugbreite (bw) ein Führungsspiel ergibt und dass die Summe aus der Flä chenbreite (bf) und dem Führungsspiel kleiner ist als die Werkzeugbreite (bw) .

10. Strickmaschinenteil nach Anspruch 8 oder 9,

dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenbreite (bf) kleiner ist als die Kanalbreite (bk) .

11. Strickmaschinenteil nach einem der vorhergehenden An sprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (33) jedes nicht-integralen Bereichs (30b) als Einsatzteil (34) ausgebildet ist, das in eine Aufnahmeaussparung (35) des Strickmaschinenteils (15) eingesetzt ist.

12. Strickmaschinenteil nach einem der vorhergehenden An sprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es in einer Umgangsrich tung (U) ringförmig geschlossen ist.

13. Strickmaschinenteil nach einem der vorhergehenden An sprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Gruppe (50, 51) der Werkzeugführungen (16) zum Führen von Strickna deln eingerichtet sind.

14. Strickmaschinenteil nach einem der vorhergehenden An sprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Gruppe (50, 51) der Werkzeugführungen (16) zum Führen von Platinen eingerichtet sind.

15. Verfahren zur Herstellung eines Strickmaschinenteils

(15) mit mehreren Werkzeugführungen (16), die zur Füh rung jeweils eines entlang der Werkzeugführung (16) in einer Bewegungsrichtung (B) bewegbaren Strickwerkzeugs (17) eingerichtet sind, mit folgenden Schritten:

- Herstellen des Strickmaschinenteils (15) aus einem ungehärteten Material (Sl),

- Härten eines Abschnitts des Strickmaschinenteils (15), um an der Mehrheit der Werkzeugführungen (16) je weils einen gehärteten integralen Bereich (30a) zu er zeugen ( S2 ) ,

- Identifizieren eines oder mehrerer unzureichend ge härteter Bereiche von einer oder mehreren Werkzeugfüh rungen (16), in denen durch das Härten des Strickma schinenteils (15) nur eine unzureichende Materialhärte entstanden ist (S3) ,

- Einbringen von jeweils einer Aufnahmeaussparung (35) in jeden nicht ausreichend gehärteten Bereich (S4),

- Einsetzen jeweils eines separaten Bauteils (33) in jede Aufnahmeaussparung (35) und Verbinden jedes Bau teils (33) mit dem Strickmaschinenteil (15) zur Bildung wenigstens einen gehärteten, nicht-integralen Bereichs (30b) ( S5 ) .

6. Verfahren nach Anspruch 15,

dadurch gekennzeichnet, dass das Härten des Abschnitts des Strickmaschinenteils (15) durch Induktionshärten ausgeführt wird.

Description:
Strickmaschinenteile und Verfahren zu deren Herstellung

[0001] Die Erfindung betrifft ein Strickmaschinenteil und ein Verfahren zu dessen Herstellung. Das Strickmaschi nenteil hat mehrere Werkzeugführungen, die in einer Geraden nebeneinander oder in einer Umfangsrichtung um eine Achse nebeneinander angeordnet sind. Das Strickmaschinenteil kann beispielsweise ein Strickzylinder, ein Nadelbett einer Flachstrickmaschine, eine Rippscheibe oder ein Platinenring sein. Insbesondere kann es sich sowohl um einen Zylinder für eine Single-Jersey Maschine, als auch um einen Zylinder für eine Double-Jersey Maschine handeln.

[0002] Solche Strickmaschinenteile unterliegen beim Betrieb einer Strickmaschine einem Verschleiß. Insbesondere dort, wo Strickwerkzeuge in den Werkzeugführungen in einer Bewegungsrichtung bewegt werden und gleichzeitig durch das Gestrick eine Kraft auf das Strickwerkzeug ausgeübt wird, die über das Strickmaschinenteil bzw. die Werkzeugführung abgestützt werden muss, kann Verschleiß auftreten.

[0003] Aufgrund dieser Beanspruchung und zur Verschleißminderung werden zumindest Abschnitte oder Bereiche der Werkzeugführungen gehärtet. Zunächst wird das Strickmaschinenteil aus einem nicht gehärteten metallischen Material hergestellt und anschließend zumindest in einem Abschnitt gehärtet. Denn der wenigstens eine gehärtete Abschnitt des Strickmaschinenteils lässt sich nicht oder nur mit großem Aufwand bearbeiten.

[0004] Eine Möglichkeit des Härtens ist das sogenannte Induktionshärten (z.B. GB 735 378 A) . Beim Induktionshärten wird das zu härtende Werkstück durch Induktion erwärmt und anschließend rasch abgekühlt, wodurch die Härte des Materi als erhöht wird.

[0005] Das Induktionshärten eines Strickmaschinenteils ist aufgrund dessen Größe nicht einfach. Abhängig vom ein gesetzten Verfahren kann beispielsweise das abschnittsweise Härten des Strickmaschinenteils dazu führen, dass bereits zuvor gehärtete Bereiche durch das Härten von unmittelbar benachbarten Bereichen wieder angelassen werden. Durch die ses Anlassen wird die Härte reduziert und das Ziel der Här testeigerung nicht überall gleichmäßig erreicht.

[0006] Es kann daher als Aufgabe der vorliegenden Erfin dung angesehen werden, ein Strickmaschinenteil und ein Ver fahren zu dessen Herstellung zu schaffen, das einen gemin derten Verschleiß an sämtlichen Werkzeugführungen ermög licht .

[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Strickmaschinenteil mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 sowie ein Verfah ren zur Herstellung mit den Merkmalen des Patentanspruches 15 gelöst.

[0008] Das Strickmaschinenteil hat mehrere Werkzeugfüh rungen. Jede Werkzeugführung ist jeweils dazu eingerichtet, ein Strickwerkzeug in einer Bewegungsrichtung entlang der betreffenden Werkzeugführung zu führen. Jeder Werkzeugfüh- rung ist vorzugsweise genau ein Strickwerkzeug zugeordnet. Das Strickmaschinenteil kann eine erste Gruppe von Werk zeugführungen und eine zweite Gruppe von Werkzeugführungen für weitere Strickwerkzeuge aufweisen. Beispielsweise kön nen Rundstrickzylinder im Umfangsbereich Werkzeugführungen für Strickmaschinennadeln und an einem axialen Ende Werk zeugführungen für Platinen aufweisen. Ein Strickmaschinen teil kann somit Werkzeugführungen für eine einzige Gruppe und/oder Art von Strickwerkzeugen (z.B. im Falle eines Dou ble-Jersey Zylinders) oder für zumindest zwei Gruppen und/oder Arten von Strickwerkzeugen (z.B. im Falle eines Single-Jersey Zylinders) aufweisen.

[0009] Jede Werkzeugführung hat einen gehärteten Bereich mit einer Härte, die größer ist als die Härte wenigstens eines anderen, ungehärteten Bereichs der Werkzeugführung. Die Werkzeugführung ist somit nicht überall gehärtet, son dern nur in einem jeweils gehärteten Bereich, der beim Be trieb der Strickmaschine einer besonders hohen Beanspru chung unterworfen ist. In diesem besonders beanspruchten Bereich wird die Härte vergrößert, um den Verschleiß des Strickmaschinenteils zu mindern.

[0010] Die Mehrheit der vorhandenen gehärteten Bereiche wird durch das zumindest abschnittsweise Härten des aus ei nem nicht gehärteten metallischen Material hergestellten Strickmaschinenteils erreicht. Diese gehärteten Bereiche sind integrale Bereiche, die jeweils integral ohne Naht- und Fügestelle mit dem wenigstens einen ungehärteten Be reich der zugeordneten Werkzeugführung ausgebildet sind. Lediglich eine deutlich kleinere Anzahl der gehärteten Be reiche ist jeweils als nicht-integraler Bereich ausgebil det. In einem nicht-integralen Bereich ist wenigstens ein und vorzugsweise genau ein separates gehärtetes Bauteil zur Bildung des gehärteten Bereichs angeordnet, das fest mit dem Strickmaschinenteil verbunden ist. Die Verbindung er folgt vorzugsweise durch eine Haftvermittlungsverbindung bzw. eine Stoffschlüssige Verbindung.

[0011] Vorzugsweise sind höchstens 10% oder höchstens 5% oder höchstens 2% oder weniger als 1% aller gehärteten Be reiche als nicht-integrale Bereiche mit einem separaten Bauteil ausgeführt, während alle übrigen gehärteten Berei che als integrale Bereiche ausgebildet sind. Beispielsweise können auch höchstens 0,1% oder höchstens 0,2% der gehärte ten Bereiche als nicht-integrale Bereiche ausgeführt sein.

[0012] Wenn durch das Härten des hergestellten Strickma schinenteils in einer oder in mehreren Werkzeugführungen keine ausreichende Härte des zu härtenden Bereichs erreicht werden kann, wird dort ein gehärtetes separates Bauteil an gebracht. Der Aufwand für das Nachbearbeiten und das Anord nen des separaten Bauteils ist groß. Das vorzugsweise in duktive Härten der Werkzeugführungen nach der Herstellung des Strickmaschinenteils aus ungehärtetem Material ist we sentlich wirtschaftlicher. Allerdings kann dabei abhängig vom verwendeten Verfahren und der verwendeten Vorrichtung unter Umständen nicht in jeder Werkzeugführung die ge wünschte Härte erreicht werden. An diesen Werkzeugführungen werden gezielt separat gehärtete Bauteile am Strickmaschi nenteil angeordnet. Dadurch ist insgesamt eine effektive Herstellung des Strickmaschinenteils möglich und sicherge stellt, dass jede Werkzeugführung einen gehärteten Bereich mit der erforderlichen Materialhärte aufweist, um den Ver schleiß des Strickmaschinenteils gering zu halten. [0013] Zwar ist es aus dem Stand der Technik bekannt, härtere Materialien in Aussparungen an einem Strickmaschi nenteil anzuordnen, um ein Strickmaschinenteil lokal zu härten (z.B. GB 1 347 272 A) . Allerdings ist der Herstel lungsaufwand bei einer solchen Vorgehensweise enorm groß, was die Kosten für das Strickmaschinenteil deutlich erhöht. Demgegenüber werden erfindungsgemäß möglichst viele gehär tete Bereiche als integrale Bereiche durch Härten des zu nächst ungehärteten metallischen Materials gebildet. In den integralen Bereichen wird kein zusätzliches Material oder Bauteil zur Erhöhung der Härte angeordnet. Lediglich dort, wo verfahrensabhängig keine ausreichende Härte zu erreichen ist, werden wenige gehärtete Bereiche durch das Anordnen eines separaten gehärteten Bauteils gebildet. Die Bauteile können bereits gehärtet vorgehalten werden und bei Bedarf zur Bildung eines gehärteten Bereichs in oder an einer Werkzeugführung angeordnet werden.

[0014] Es ist vorteilhaft, wenn jeder nicht-integrale Bereich genau ein separates Bauteil aufweist. Dadurch kann der Aufwand zur Bildung der gehärteten Bereiche, die als nicht-integrale Bereiche ausgeführt sind, minimiert werden.

[0015] Vorzugsweise hat jede Werkzeugführung eine Aufla gefläche für das Strickwerkzeug. Insbesondere ist zumindest ein Abschnitt der Auflagefläche in dem jeweils gehärteten Bereich angeordnet. Der im gehärteten Bereich angeordnete Abschnitt der Auflagefläche bildet einen gehärteten Flä chenabschnitt. Der gehärtete Flächenabschnitt kann im in tegralen Bereich durch Härten des Materials und mithin eine Gefügeumwandlung erzeugt werden. In einem nicht-integralen Bereich kann der gehärtete Flächenabschnitt durch eine Bau teilfläche des angeordneten Bauteils gebildet sein. [0016] Es ist bevorzugt, wenn die den gehärteten Flä chenabschnitt bildende Bauteilfläche in einer Querrichtung rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Strickwerkzeugs eine Flächenbreite aufweist, die kleiner ist als die Werkzeug breite des Strickwerkzeugs. Dadurch kann vermieden werden, dass an dem Strickwerkzeug geführte Fadenabschnitte in Kon takt mit der Übergangsstelle zwischen dem gehärteten Bau teil und dem benachbarten, weniger harten Material des Strickmaschinenteils gelangen. Diese Ausgestaltung ist ins besondere dann von Bedeutung, wenn das Bauteil als Einsatz in eine Aussparung eingesetzt wird und somit in Querrich tung benachbart zur Bauteilfläche bzw. zum gehärteten Flä chenabschnitt eine Schnittstelle bzw. Kante zwischen dem eingesetzten Bauteil und der Aussparung vorhanden ist.

[0017] Die Flächenbreite sollte vorzugsweise mindestens 80% der Werkzeugbreite betragen.

[0018] Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat jede Werkzeugführung zwei Seitenstege, die zur Führung des Strickwerkzeugs in Querrichtung, rechtwinklig zur Bewe gungsrichtung des Strickwerkzeugs, einen Führungskanal mit einer Kanalbreite begrenzen. Die Kanalbreite ist dabei die Breite des Führungskanals zwischen den einander zugewandten Seitenstegflächenabschnitten, die zur Führung des Strick werkzeugs dienen. Die Kanalbreite kann beispielsweise die minimale Breite des Führungskanals zwischen den Seitenste gen sein.

[0019] Es ist bevorzugt, wenn eine Differenz zwischen der Kanalbreite und der Werkzeugbreite ein Führungsspiel ergibt und die Summe aus der Flächenbreite und dem Füh- rungsspiel kleiner ist als die Werkzeugbreite. Alternativ oder zusätzlich ist die Flächenbreite kleiner als die Ka nalbreite. Durch diese Maßnahmen kann die Vermeidung des Kontakts zwischen einem an dem Strickwerkzeug geführten Fa denabschnitt und der Übergangsstelle zwischen dem Bauteil und benachbarten Abschnitten des Strickmaschinenteils ver bessert werden.

[0020] Das Führungsspiel kann bei einem bevorzugten Aus führungsbeispiel bis etwa 0,07 mm betragen, ist in der Re gel aber kleiner als 0,1 mm.

[0021] Bevorzugt wird das wenigstens eine Bauteil in je dem nicht-integralen Bereich in eine Aufnahmeaussparung am Strickmaschinenteil eingesetzt. Das Bauteil kann mithin als Einsatzteil ausgebildet sein. Das Bauteil kann vollständig in der Aufnahmeaussparung angeordnet werden oder teilweise aus der Aufnahmeaussparung herausragen.

[0022] Das Strickmaschinenteil kann bei einer bevorzug ten Ausführungsform in einer Umfangsrichtung ringförmig ge schlossen sein und eine ringförmige Scheibe oder einen Zy linder bzw. Hohlzylinder bilden. Die Werkzeugführungen kön nen dabei im Wesentlichen parallel zur Achse und/oder radi al zur Achse angeordnet sein. Beispielsweise kann eine Gruppe der Werkzeugführungen axial und eine andere Gruppe von Werkzeugführungen radial ausgerichtet sein.

[0023] Beispielsweise kann eine Gruppe der Werkzeugfüh rungen zum Führen von Stricknadeln eingerichtet sein. Eine andere Gruppe der Werkzeugführungen kann zum Führen von Platinen eingerichtet sein. Die beiden Gruppen können an demselben oder an unterschiedlichen Strickmaschinenteilen vorhanden sein.

[0024] Das vorstehend erläuterte Strickmaschinenteil wird wie folgt hergestellt:

[0025] Zunächst wird das Strickmaschinenteil mit den Werkzeugführungen aus einem ungehärteten metallischen Mate rial hergestellt. Anschließend wird zumindest ein Abschnitt des Strickmaschinenteils unter Verwendung eines Härtever fahrens gehärtet, um zumindest bei der Mehrheit von Werk zeugführungen jeweils einen gehärteten Bereich zu erzeugen, der als integraler Bereich ohne Naht- und Fügestelle in das benachbarte, ungehärtete Material des Strickmaschinenteils übergeht. Das Härten kann beispielsweise durch Induktions härten durchgeführt werden.

[0026] Anschließend werden ein oder mehrere unzureichend gehärtete Bereiche von einer oder mehreren Werkzeugführun gen identifiziert. In diesen unzureichend gehärteten Berei chen wird eine Aufnahmeaussparung erzeugt und jeweils ein separates Bauteil in jede Aufnahmeaussparung eingesetzt.

Die Bauteile werden mit der jeweiligen Aufnahmeaussparung fest verbunden, beispielsweise durch eine Haftvermittlungs verbindung .

[0027] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung erge ben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der Beschrei bung und den Zeichnungen. Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen im Einzelnen erläutert. Es zeigen:

[0028] Figur 1 eine schematische perspektivische Dar stellung eines Strickmaschinenteils in Form eines Rund- strickzylinders ,

[0029] Figur 2 eine schematische perspektivische Dar stellung eines Strickmaschinenteils in Form eines Nadel betts einer Flachstrickmaschine,

[0030] Figur 3 eine schematische Darstellung einer Werk zeugführung mit einem als nicht-integralen Bereich ausge führten gehärteten Bereich,

[0031] Figur 4 eine schematische Darstellung einer Werk zeugführung mit einem als integralen Bereich ausgeführten gehärteten Bereich,

[0032] Figuren 5 und 6 jeweils zwei Ausführungsbeispiele eines Strickmaschinenteils in perspektivischer Teildarstel lung, wobei jeweils zwei nicht-integrale gehärtete Bereiche vorhanden sind,

[0033] Figur 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel von zwei Strickmaschinenteilen, in die Aufnahmeaussparungen für je weils ein gehärtetes separates Bauteil eingebracht ist,

[0034] Figur 8 das Ausführungsbeispiel von zwei Strick maschinenteilen gemäß Figur 7, wobei jeweils ein gehärtetes separates Bauteil in jede der Aufnahmeaussparungen einge setzt ist,

[0035] Figur 9 eine schematische Darstellung mit Blick richtung in Bewegungsrichtung auf die Strickwerkzeuge bei einer Werkzeugführung gemäß eines Strickmaschinenteils aus Figur 8, [0036] Figur 10 ein weiteres Ausführungsbeispiel von Strickmaschinenteilen mit jeweils einer Werkzeugführung für ein durch eine Platine gebildetes Strickwerkzeug in einer teilgeschnittenen Darstellung und

[0037] Figur 11 ein Flussdiagramm eines Ausführungsbei spiels zur Herstellung eines Strickmaschinenteils.

[0038] In den Figuren 1 und 2 sind perspektivisch zwei beispielhafte Ausführungsformen von Strickmaschinenteilen 15 veranschaulicht. Bei dem Strickmaschinenteil 15 aus Fi gur 1 handelt es sich um ein in einer Umfangsrichtung U ringförmig geschlossenes Strickmaschinenteil 15, beispiels weise einen Rundstrickzylinder. Bei dem in Figur 5 gezeig ten Ausführungsbeispiel des Strickmaschinenteils 15 handelt es sich um ein Nadelbett einer Flachstrickmaschine. Bei dem Strickmaschinenteil 15 im Sinne der vorliegenden Erfindung kann es sich auch um Rippscheiben, Platinenringe oder ande re Strickmaschinenteile 15 handeln, die mehrere Werkzeug führungen 16 zur Führung jeweils eines in einer Bewegungs richtung B bewegbaren Strickwerkzeugs 17 haben. In den Fi guren 3 und 4 sind schematisch Werkzeugführungen 16 für ein Strickwerkzeug 17 veranschaulicht, wobei das Strickwerkzeug 17 beispielhaft durch eine Maschinenstricknadel gebildet ist. Das Strickwerkzeug 17 kann auch eine Platine sein, wie es in Figur 10 beispielhaft gezeigt ist.

[0039] Zur Führung des jeweiligen Strickwerkzeugs 17 weist die Werkzeugführung 16 bei den beschriebenen Ausfüh rungsbeispielen zwei in einer Querrichtung Q, rechtwinklig zur Bewegungsrichtung B, mit Abstand angeordnete Seitenste ge 18 auf. Die beiden Seitenstege 18 begrenzen einen zwi schen den Seitenstegen 18 angeordneten Führungskanal 19. Der Führungskanal 19 ist beispielsgemäß rechtwinklig zur Bewegungsrichtung B des Strickwerkzeugs 17 und rechtwinklig zur Querrichtung Q auf der einen Seite durch eine Auflage fläche 20 begrenzt, die an einem Grundkörper 21 des Strick maschinenteils 15 angeordnet ist. Die Auflagefläche 20 kann sich teilweise auch außerhalb des Führungskanals 19 erstre cken. Die Seitenstege 18 ragen vom Grundkörper 21 weg. Auf der der Auflagefläche 20 entgegengesetzten Seite ist der Führungskanal 19 beispielsgemäß offen. Entgegengesetzt zur Auflagefläche 20 kann der Führungskanal 19 bei abgewandel ten Ausführungsbeispielen zumindest abschnittsweise auch geschlossen sein.

[0040] Jeder Führungskanal 19 bzw. jede Werkzeugführung 16 hat in Bewegungsrichtung B des jeweiligen Strickwerk zeugs 17 betrachtet ein Ende 22, das einer Stelle oder ei nem Bereich des Strickmaschinenteils 15 zugeordnet ist, in dem eine Maschenbildung stattfindet. Während der Maschen bildung wird das Strickwerkzeug 17 in Bewegungsrichtung B entlang der Werkzeugführung 16 bewegt und insbesondere über das Ende 22 der jeweiligen Werkzeugführung 16 herausbewegt oder herausgeschoben, um außerhalb der Werkzeugführung 16 bzw. außerhalb des Führungskanals 19 einen Fadenabschnitt aufzunehmen bzw. in Zusammenwirken mit anderen Strickwerk zeugen eine Masche zu bilden.

[0041] Im Bereich dieses Endes 22 ist das Strickmaschi nenteil 15 bzw. die jeweilige Werkzeugführung 16 einer be sonders starken Beanspruchung unterworfen, die einen ent sprechend großen Verschleiß verursachen kann. Daher weist jede Werkzeugführung 16 des Strickmaschinenteils 15 ausge hend von dem Ende 22 einen gehärteten Bereich 30 auf. In dem gehärteten Bereich 30 weist das Material der jeweiligen Werkzeugführung 16 eine größere Härte auf als in einem sich an den gehärteten Bereich 30 anschließenden ungehärteten Bereich 31. Das Material des Strickmaschinenteils 15 bzw. der Werkzeugführung 16 kann im gehärteten Bereich 30 und im ungehärteten Bereich 31 dasselbe sein, jedoch unterschied liche Gefügestrukturen aufweisen, wodurch sich unterschied liche Härten ergeben.

[0042] Der gehärtete Bereich 30 ist bei der Mehrzahl der Werkzeugführungen 16 des Strickmaschinenteils 15 als integ raler Bereich 30a ausgebildet. Das heißt, der gehärtete, integrale Bereich 30a geht ohne Naht- und Fügestelle in den ungehärteten Bereich 31 über. Dabei kann zwischen dem ge härteten integralen Bereich 30a und dem ungehärteten Be reich 31 eine Übergangszone 32 vorhanden sein, in der die Härte ausgehend vom ungehärteten Bereich 31 bis in den ge härteten Bereich 30 zunimmt. In Figur 4 ist der gehärtete integrale Bereich 30a durch Kreuzschraffur veranschaulicht. In der schematisch dargestellten Übergangszone 32 ist die Kreuzschraffur weniger dicht dargestellt, um die zum unge härteten Bereich 31 hin abnehmende Härte schematisch darzu stellen .

[0043] Die gehärteten Bereiche 30, die als integrale Be reiche 30a ausgebildet sind, sind bei der überwiegenden Mehrzahl der Werkzeugführungen 16 vorhanden, vorzugsweise bei zumindest 90% oder zumindest 95% oder zumindest 98% der Werkzeugführungen 16 des Strickmaschinenteils 15. Bei spielsgemäß wird hierfür das Strickmaschinenteil 15 zu nächst aus einem ungehärteten Material hergestellt und an schließend in dem sich an die Enden 22 anschließenden Ab schnitt der Werkzeugführungen 16 gehärtet, um in einem Här tungsverfahren die mehreren gehärteten integralen Bereiche 30a zu bilden. Dieses Härten kann beispielsweise durch In duktionshärten unter Verwendung eines Induktors zum Erwär men und einer Kühleinrichtung zum raschen Abkühlen ausge führt werden. Dadurch kann in dem gehärteten integralen Be reich 30a eine Gefügeveränderung des Materials und mithin eine größere Härte erreicht werden.

[0044] Bei einem solchen Härtungsverfahren kann es ab hängig von der Art des verwendeten Verfahrens und/oder der verwendeten Vorrichtung dazu kommen, dass an einer oder mehreren wenigen Werkzeugführungen 16, keine ausreichende Härte in dem sich an das Ende 22 anschließenden Bereich er reicht werden kann. Dies kann beispielsweise dadurch verur sacht werden, dass das Härten einer oder mehrerer benach barter Werkzeugführungen 16 zum Anlassen eines bereits ge härteten Bereichs führt, dessen Härte dadurch wieder sinkt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich bei dem Strickmaschinenteil 15 um ein ringförmig geschlossenes Bau teil handelt, wobei der Induktor in Umfangsrichtung U ent lang des zu härtenden Abschnitts der Werkzeugführungen 16 bewegt wird.

[0045] In einem solchen Fall können einzelne gehärtete Bereiche 30 durch gehärtete, nicht-integrale Bereiche 30b gebildet werden, wie es schematisch beispielsweise in den Figuren 3, 5, 6 und 8 bis 10 dargestellt ist. Zur Bildung eines solchen gehärteten, nicht-integralen Bereichs 30b wird an der Stelle der Werkzeugführung 16, an der eine grö ßere Härte gewünscht ist, ein gehärtetes separates Bauteil 33 angeordnet. Vorzugsweise wird das gehärtete Bauteil 33 als Einsatzteil 34 ausgeführt und in eine Aufnahmeausspa rung 35 an der Werkzeugführung 16 eingesetzt. Das separate gehärtete Bauteil 33 kann dabei vollständig innerhalb der Aufnahmeaussparung 35 angeordnet sein (Figuren 3, 5 und 8 bis 10) oder nur teilweise in der Aufnahmeaussparung 35 an geordnet sein und aus der Aufnahmeaussparung 35 heraus ra gen (Figur 6) .

[0046] Beim Ausführungsbeispiel wird an einer Werkzeug führung 16, die im Anschluss an das jeweilige Ende 22 keine ausreichende Härte aufweist, ausgehend von diesem Ende 22 die Aufnahmeaussparung 35 hergestellt und anschließend das bereits gehärtete, separate Bauteil 33 als Einsatzteil 34 in die Aufnahmeaussparung 35 eingesetzt. Dadurch entsteht ein nicht-integraler, gehärteter Bereich 30b, der durch das separate Bauteil 33 gebildet ist. Die Härte ändert sich da her sprungartig zwischen dem Bauteil 33 bzw. Einsatzteil 34 und dem sich daran anschließenden nicht gehärteten Bereich 31 oder zumindest nicht ausreichend gehärteten Bereich der Werkzeugführung 16 (Figur 3). Der gehärtete nicht-integrale Bereich 30b ist daher durch die Form des Bauteils 33 vorge geben und ohne Übergangszone eindeutig abgegrenzt.

[0047] Wie es beispielhaft in den Figuren 3 und 4 veran schaulicht ist, erstreckt sich die Auflagefläche 20 in den jeweiligen gehärteten Bereich 30 hinein bis zum Ende 22 der Werkzeugführung 16, so dass die Auflagefläche 20 im jeweils gehärteten Bereich 30 einen gehärteten Flächenabschnitt 36 bildet. Im gehärteten nicht-integralen Bereich 30b ist der gehärtete Flächenabschnitt 36 durch eine Bauteilfläche 37 des angeordneten Bauteils 33 bzw. des in die Aufnahme aussparung 35 eingesetzten Einsatzteils 34 gebildet.

[0048] Der gehärtete Flächenabschnitt 36 der Auflageflä che 20 kann sich abschnittsweise oder vollständig im Füh rungskanal 19 zwischen den Seitenstegen 18 erstrecken und/oder abschnittsweise oder vollständig außerhalb des Führungskanals 19 angeordnet sein (Figur 6) .

[0049] Das Bauteil 33 bzw. Einsatzteil 34 wird mit dem Grundkörper 21 des Strickmaschinenteils 15 vorzugsweise durch eine Haftvermittlungsverbindung oder auf andere ge eignete Weise, insbesondere Stoffschlüssig, verbunden.

[0050] Wie es in den Figuren 3 und 9 veranschaulicht ist, weist die Bauteilfläche 37, die den gehärteten Flä chenabschnitt 36 in einem nicht-integralen Bereich 30b bil det, eine Flächenbreite bf auf, die kleiner ist als die Werkzeugbreite bw des Strickwerkzeugs 17. Die Werkzeugbrei te bw des Strickwerkzeugs 17 ist wiederum kleiner als die Kanalbreite bk des Führungskanals 19.

[0051] Die Differenz zwischen der Kanalbreite bk und der Werkzeugbreite bw bildet ein Führungsspiel zwischen dem Strickwerkzeug 17 und der Werkzeugführung 16. Beispielsge mäß ist die Summe aus der Flächenbreite bf und dem Füh rungsspiel kleiner als die Werkzeugbreite bw. In Figur 9 ist außerdem die Differenz D zwischen der Flächenbreite bf und der Werkzeugbreite bw veranschaulicht.

[0052] Das Führungsspiel zwischen dem Strickwerkzeug 17 und der Werkzeugführung 16 bzw. dem Führungskanal 19 kann bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel in etwa bis 0,07 mm betragen. Die Flächenbreite bf kann vorzugsweise mindes tens 80% der Werkzeugbreite bw betragen.

[0053] Wie es auch schematisch in Figur 9 zu erkennen ist, kann das Strickwerkzeug 17, insbesondere die Strickma schinennadel dazu eingerichtet sein, einen Fadenabschnitt 45 zu führen und zumindest teilweise in die Führungsnut 19 zu ziehen. Hierfür kann die Führungsnut 19 im Anschluss an das Ende 22 einen entsprechend verbreiterten Bereich auf weisen, in dem beispielsweise Fadenaussparungen 46 in die Seitenstege 18 eingebracht sind (vergleiche insbesondere Figuren 7 und 8) . Dieser erweiterte Bereich dient nicht zur Führung des Strickwerkzeugs 17 und definiert daher nicht die zur Führung des Strickwerkzeugs 17 wirksame Kanalbreite bk .

[0054] Bei den Ausführungsbeispielen des Strickmaschi nenteils gemäß der Figuren 1, 7 und 8 ist jeweils eine ein zige Gruppe von Werkzeugführungen 16 für die Strickwerkzeu ge vorhanden. In Abwandlung dazu kann ein Strickmaschinen teil 15 auch eine erste Gruppe 50 und eine zweite Gruppe 51 von Werkzeugführungen 16 aufweisen. Die Werkzeugführungen der ersten Gruppe 50 führen die zugeordneten Strickwerkzeu ge 17 in einer ersten Bewegungsrichtung Bl und die Werk zeugführungen 16 der zweiten Werkzeuggruppe 51 führen die zugeordneten Strickwerkzeuge 17 in einer zweiten Bewegungs richtung B2. Die erste Bewegungsrichtung Bl und die zweite Bewegungsrichtung B2 können beispielsweise rechtwinklig zu einander ausgerichtet sein und haben vorzugsweise eine ge meinsame Querrichtung Q. Beispielsweise kann die erste Be wegungsrichtung Bl axial und die zweite Bewegungsrichtung B2 radial ausgerichtet sein, wenn das oder die Strickma schinenteile 15 in einer Umfangsrichtung U um eine Achse ringförmig ausgestaltet sind.

[0055] Die beiden Gruppen 50, 51 der Werkzeugführungen 16 können beispielsweise auch für unterschiedliche Arten von Strickwerkzeugen vorgesehen sein, wobei beispielsweise die erste Gruppe 50 zum Führen von Stricknadeln und die zweite Gruppe 51 zum Führen von Platinen eingerichtet sein kann .

[0056] In Figur 11 ist ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrens zur Herstellung eines Strickmaschinenteils 15 veranschaulicht .

[0057] In einem ersten Schritt S1 wird das Strickmaschi nenteil 15 aus einem nicht gehärteten metallischen Material hergestellt, so dass eine spanende Bearbeitung möglich ist. Vorzugsweise besteht das zunächst ungehärtete Strickmaschi nenteil aus einem einzigen Körper.

[0058] Nach dem Herstellen des ungehärteten Strickma schinenteils im ersten Schritt S1 wird ein Abschnitt des ungehärteten Strickmaschinenteils im Bereich der Enden 22 der Werkzeugführungen 16 gehärtet (zweiter Schritt S2), so dass zumindest an den meisten Werkzeugführungen 16 ein ge härteter Bereich 30 als integraler Bereich 30a gebildet wird, der ohne Nah- und Fügestelle in die angrenzenden, nicht gehärteten Bereiche 31 übergeht. Das Härten des

Strickmaschinenteils 15 kann beispielsweise durch Indukti onshärten ausgeführt werden.

[0059] Abhängig von dem im zweiten Schritt S2 verwende ten Verfahren und der verwendeten Vorrichtung zum Härten kann es V orkommen, dass nicht an jeder Werkzeugführung 16 ein gehärteter Bereich 30 mit einer ausreichenden Härte ge bildet wird. In einem dritten Schritt S3 werden diejenigen Werkzeugführungen 16 identifiziert, die einen unzureichend gehärteten Bereich aufweisen. Üblicherweise handelt es sich hierbei um wenige einzelne Werkzeugführungen 16, beispiels weise eine bis fünf Werkzeugführungen 16 pro Gruppe 50, 51 von Werkzeugführungen 16.

[0060] In diese unzureichend gehärteten Bereiche, die im dritten Schritt S3 identifiziert wurden, wird in einem vierten Schritt S4 jeweils eine Aufnahmeaussparung 35 ein gebracht, beispielsweise durch Fräsen. In jede Aufnahme aussparung 35 wird ein bereits gehärtetes, separates Bau teil 33, das auch als Einsatzteil 34 bezeichnet werden kann, eingesetzt, so dass es vollständig oder teilweise in der Aufnahmeaussparung 35 angeordnet ist (fünfter Schritt S5) . Dieses gehärtete Bauteil 33 bildet einen gehärteten, nicht-integralen Bereich 30b. Eine Bauteilfläche 37 des Bauteils 33 stellt einen gehärteten Flächenabschnitt 36 ei ner Auflagefläche 20 bereit, auf dem das zugeordnete

Strickwerkzeug 17 in der Werkzeugführung 16 aufliegt. Das Bauteil 33 bzw. das Einsatzteil 34 wird in der Aufnahme aussparung 35 unter Verwendung eines Haftvermittlers befes tigt .

[0061] Die Erfindung betrifft ein Strickmaschinenteil 15 zum Einbau in eine Strickmaschine sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung. Das Strickmaschinenteil 15 weist eine Vielzahl von Werkzeugführungen 16 für jeweils ein Strick werkzeug 17 auf. Jede Werkzeugführung hat einen gehärteten Bereich 30. Die Mehrheit der gehärteten Bereiche 30 sind integral ohne Naht- und Fügestelle ausgebildet, so dass sie als integrale Bereiche 30a bezeichnet werden können, die integral in benachbarte, nicht gehärtete Bereiche 31 über gehen. Wenigstens ein gehärteter Bereich 30 des Strickma schinenteils 15 wird durch einen nicht-integralen Bereich 30b gebildet, indem dort ein gehärtetes, separates Bauteil 33 angeordnet wird, das den nicht-integralen gehärteten Be reich 30b bildet. Das Bauteil 33 kann als Einsatzteil 34 ausgeführt und in eine Aufnahmeaussparung 35 eingesetzt werden. Die integralen Bereiche 30a werden vorzugsweise durch Induktionshärten eines noch nicht gehärteten Strick maschinenteils 15 gebildet, wobei in jedem unzureichend ge härteten Bereich ein separates gehärtetes Bauteil 33 ange ordnet werden kann, um einen gehärteten, nicht-integralen Bereich 30b bereitzustellen.

Bezugs zeichenliste :

15 Strickmaschinenteil

16 Werkzeugführung

17 Strickwerkzeug

18 Seitensteg

19 Führungskanal

20 Auflagefläche

21 Grundkörper

22 Ende der Werkzeugführung

30 gehärteter Bereich

30a integraler Bereich

30b nicht-integraler Bereich

31 ungehärteter Bereich

32 Übergangszone

33 Bauteil

34 Einsatzteil

35 Aufnahmeaussparung

36 gehärteten Flächenabschnitt

37 Bauteilfläche

45 Fadenabschnitt

46 Fadenaussparung

50 erste Gruppe von Werkzeugführungen

51 zweite Gruppe von Werkzeugführungen

B Bewegungsrichtung

Bl erste Bewegungsrichtung

B2 zweite Bewegungsrichtung Q Querrichtung

51 erster Schritt

52 zweiter Schritt

53 dritter Schritt

54 vierter Schritt

55 fünfter Schritt

U Umfangsrichtung