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Patent Searching and Data


Title:
KNITTING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/059317
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a knitting machine with needles that are mounted in a longitudinally movable manner, comprising locking parts (14) with a needle cam (13) for moving the needles. The needle cams (13) have a draw-off angle (α) ≤ 35° at least in the latch locking region (Z) of the needles.

Inventors:
EPPLER, Johannes-Martin (Lisztstraße 85/2, Balingen, 72336, DE)
Application Number:
EP2011/068101
Publication Date:
May 10, 2012
Filing Date:
October 17, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIPRA PATENTENTWICKLUNGS- UND BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH (Emil-Mayer-Straße 10, Albstadt, 72461, DE)
EPPLER, Johannes-Martin (Lisztstraße 85/2, Balingen, 72336, DE)
International Classes:
D04B15/32
Attorney, Agent or Firm:
KOHLER SCHMID MÖBUS PATENTANWÄLTE (Kaiserstraße 85, Reutlingen, 72764, DE)
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Claims:
2012/059317, . 9 . PCT/EP2011/068101-,n l 1

P a t e n t a n s p r ü c h e :

1. Strick- oder Wirkmaschine mit längs bewegbar gelagerten

Zungennadeln (11) und mit Schlossteilen (14) mit einer

Nadelsteuerkurve (13) zur Bewegung der Nadeln (11), dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelsteuerkurven (13) zumindest im

Zungenschließbereich (Z) des Abzugsbereichs der Nadeln (11) einen Abzugswinkel (a) < 35° aufweisen.

2. Strick- oder Wirkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelsteuerkurven (13) im gesamten Abzugsbereich der Nadeln (11) einen Abzugswinkel (a) < 35° aufweisen.

3. Strick- oder Wirkmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass der Abzugswinkef (a) der

Nadelsteuerkurven (13) < 30° beträgt.

4. Strick- oder Wirkmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Nadeln (11) längs bewegbare und verschwenkbare Platinen (17) angeordnet sowie Schlossteile (16) mit einer Platinensteuerkurve ( 19) zur Bewegung der Platinen (17) vorgesehen sind, wobei die Platinensteuerkurven (19) derart gestaltet sind, dass die Platinen (17) beim Abziehen der

Nadeln (11) ausgetrieben werden, und die Platinensteuerkurven (19) zumindest im Zungenschließbereich (Z) der Nadeln (11) einen

Austriebswinkel (ß) < 20° aufweisen.

5. Strick- oder Wirkmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platinensteuerkurven (19) im gesamten Austriebsbereich der Platinen ( 17) einen Austriebswinkel (ß) < 20° aufweisen. 6. Strick- oder Wirkmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch

gekennzeichnet, dass die Platinensteuerkurven (19) einen

Austriebswinkel (ß) < 15° aufweisen.

7. Strick- oder Wirkmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelsteuerkurven (13) im

Abzugsbereich der Nadeln (11) einen Abschnitt (A) mit einem geraden Verlauf aufweisen, der sich zumindest über den

Zungenschließbereich (Z) erstreckt.

8. Strick- oder Wirkmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelsteuerkurven (13) einen knickfreien, stetigen Verlauf aufweisen.

9. Strick- oder Wirkmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelsteuerkurven (13) einen Austriebsbereich (15) aufweisen, der im ersten Drittel der

Nadelsteuerkurven (13) liegt.

10. Strick- oder Wirkmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelsteuerkurven (13) einen Austriebswinkel γ > 50° aufweisen.

11. Strick- oder Wirkmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Rundstrickmaschine ist, die einen Speed-Faktor > 2000 und/oder eine Systemdichte > 3,2 aufweist. WO 2012/059317 - 11 - PCT/EP2011/0681019 n l -, x / . ± u,/U 1 1

12. Schlossteil für eine Strick- oder Wirkmaschine nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Nadelsteuerkurve (13) aufweist, die zumindest im

Zungenschließbereich (Z) der Nadeln (11), vorzugsweise im gesamten Abzugsbereich für die Nadeln (11) einen Abzugswinkel ( ) < 35° aufweist.

13. Schlossteil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die

Nadelsteuerkurve (13) im ersten Drittel einen Nadelaustriebsbereich mit einem Austriebswinkel γ > 50° aufweist.

14. Schlossteil nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelsteuerkurve (13) überall einen stetigen, knickfreien Verlauf aufweist.

Description:
Strickmaschine

B e s c h r e i b u n g :

Die Erfindung betrifft eine Strick- oder Wirkmaschine mit längs bewegbar gelagerten Zungennadeln und mit Schlossteilen mit einer Nadelsteuerkurve zur Bewegung der Nadeln.

Derartige Strickmaschinen sind beispielsweise aus der DE 24 08 924 AI und der DE 34 33 290 AI bekannt. Diese Maschinen sind zudem mit relativ zu den Nadeln beweglichen Platinen ausgestattet, sodass der für die Kulierung einer Masche erforderliche Weg teilweise von der die Masche bildenden Nadel und teilweise von der dieser Nadel zugeordneten Platine zurückgelegt wird. Dadurch können die Nadelsteuerkurven einen flacheren Verlauf aufweisen als die - -

Nadelsteuerkurven bei Maschinen, bei denen die Kuliertiefe allein durch die Nadelbewegung bestimmt wird.

Bei diesen bekannten Maschinen mit Zungennadeln weisen die

Nadelsteuerkurven dennoch im Abzugsbereich der Nadeln, in dem auch das Zungenschließen erfolgt, eine große Steilheit auf, d. h. die

Abzugsgeschwindigkeit der Nadeln ist sehr hoch. Dadurch erfolgt jedoch auch der durch den Faden ausgelöste Schließvorgang der Zunge sehr rasch, wodurch es zu Verschleißerscheinungen des Zungenlagers sowie des Zungenschlitzes kommen kann. Außerdem schlägt die Zungenspitze mit hoher Geschwindigkeit auf den Nadelhaken, was zu Beschädigungen der Zungen- und der Hakenspitze führen kann. Die Verschleißerscheinungen im Zungenschlitz und im Zungenlager führen dazu, dass die Zunge den Nadelhaken nicht mehr einwandfrei schließt. Die Zunge trifft häufig seitlich der Hakenspitze auf, was zu weiteren

Verschleißerscheinungen der Hakenspitze und/oder des Zungenlöffels führt. Sind die Hakenspitze und die Zungenspitze beschädigt, ist jedoch auch das Öffnen der Zunge beim Anstricken nach einem Fadenbruch nicht mehr gewährleistet. Die Verwendung von Naturgarnen beschleunigt diesen Verschleiß noch.

Bei der Maschine nach der DE 34 33 290 AI ist die Nadelsteuerkurve am Ende des Abzugsbereichs zwar mit einem horizontal verlaufenden Abschnitt versehen, doch beginnt die Zungenschließbewegung bereits im davor liegenden steilen Abschnitt. Der horizontale Abschnitt muss bei dieser Nadelsteuerkurve durch eine große Steigung des steileren Abschnitts kompensiert werden, damit über die zur Verfügung stehende Länge der Nadelsteuerkurve dennoch die erforderliche Kuliertiefe erzielt werden kann. Die beschriebenen Verschleißerscheinungen der Zungennadeln treten also auch hier auf.

Außerdem erfahren die Nadeln, die mit einem Nadeifuß in die Steuerkurve des Schlossteils eingreifen, durch die Abschnitte unterschiedlicher Steigung

Beschleunigungs- und Abbremsvorgänge, was die in den Steuerkurven geführten Nadelfüße stark belastet. - -

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Strick- oder

Wirkmaschine vorzuschlagen, bei der die Nadeln insbesondere beim Schließen der Zunge geringeren Belastungen ausgesetzt sind, um die Lebensdauer der Nadeln und/oder die möglichen Strickgeschwindigkeiten und/oder Systemdichten zu erhöhen.

Die Aufgabe wird durch eine Strick- oder Wirkmaschine der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Nadelsteuerkurven zumindest im Zungenschließbereich des Abzugsbereichs, vorzugsweise im gesamten

Abzugsbereich für die Nadeln einen Abzugswinkel < 35° aufweisen.

Mit diesen Nadelsteuerkurven werden die Nadeln zumindest während des

Schließens der Zunge mit einer relativ geringen Geschwindigkeit abgezogen, wodurch auch das Zungenschließen langsamer und damit für das Zungenlager, den Zungenschlitz sowie für die Spitzen der Zunge und des Nadelhakens sanfter erfolgt als bei bekannten Maschinen.

Die Nadeln werden dabei besonders geschont, wenn zumindest im

Zungenschließbereich der Abzugswinkel der Nadelsteuerkurven < 30° ist.

Erstreckt sich dieser flache Verlauf über den gesamten Abzugsbereich der Nadeln, so werden die Nadeln langsam in die Kulierung geführt, wodurch eine fadenschonende Maschenbildung möglich ist. Die Austriebsbewegung der Nadel kann dagegen sehr steil erfolgen, sodass insgesamt schmale Baubreiten für die Schlossteile erzielbar sind.

Weitere Vorteile ergeben sich, wenn zwischen den Nadeln längs bewegbare und verschwenkbare Platinen angeordnet sowie Schlossteile mit einer

Platinensteuerkurve zur Bewegung der Platinen vorgesehen sind, wobei die Platinensteuerkurven derart gestaltet sind, dass die Platinen beim Abziehen der Nadeln ausgetrieben werden, und die Platinensteuerkurven zumindest im

Zungenschließbereich der Nadeln, vorzugsweise jedoch im gesamten

Austriebsbereich der Platinen, einen Austriebswinkel < 20° aufweisen. Bei dieser Ausgestaltung der Maschine wird der zur Erzielung der erforderlichen Kuliertiefe erforderliche Weg auf die Nadeln und die Platinen verteilt, sodass die Nadeln eine geringere Austriebs- und Abzugsbewegung durchführen müssen als bei

Maschinen ohne Nutzung dieser Relativtechnik. Dadurch lassen sich die

Nadelsteuerkurven der Schlossteile zumindest im Abzugsbereich besonders flach gestalten. Auch die Platinensteuerkurven können einen flachen Verlauf aufweisen und einen Austriebswinkel von bevorzugt < 15° aufweisen.

Desweiteren können die Nadelsteuerkurven in einem Abschnitt des

Abzugsbereichs der Nadeln, der sich zweckmäßigerweise zumindest über den Zungenschließbereich erstreckt, einen geraden Verlauf aufweisen. In diesem Bereich der Nadelsteuerkurve erfahren die Nadeln keine Richtungsänderungen und keine Beschleunigungen oder Abbremsungen, sodass während des

Zungenschließens gleichmäßige Krafteinwirkungen auf die Nadel erfolgen. Die Zunge wird nur mit einem kleinen Impuls belastet, was weniger Verschleiß für das Zungenlager, den Zungeniöffel und die Hakenspitze bedeutet.

Darüber hinaus liegen diese günstigen Bedingungen für die Schließbewegung der Zunge sowohl für groß kulierte als auch für klein kulierte Maschen vor. Die theoretische Zeit, die für das Zungenschließen bereit steht, wird im Vergleich zu bekannten Nadelsteuerkurven deutlich vergrößert.

Weiter ist es von Vorteil, wenn zumindest die Nadelsteuerkurve einen knickfreien stetigen Verlauf aufweist. Die Nadelsteuerkurve geht dann vom Austriebsbereich in gerundeter Form in den Abzugsbereich über. Dies ist die wirksamste

Möglichkeit, den Verschleiß der Nadelfüße zu reduzieren. Bei den bekannten Nadelsteuerkurven sind häufig Knicke im Verlauf vorgesehen, die zu die

Nadelfüße belastenden abrupten Richtungswechseln und zu

Geschwindigkeitsänderungen der Nadeln führen.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung liegt der Austriebsbereich für die Nadeln im ersten Drittel der Nadelsteuerkurve. Dies bedeutet, dass der

Nadelaustrieb sehr rasch erfolgt, während für den Nadelabzug ein ausreichend großer Kurvenabschnitt zur Verfügung steht, um diesen flach gestalten zu - - _ können. Der Austriebswinkel der Nadelsteuerkurve kann vorzugsweise > 50° sein.

Die erfindungsgemäße Maschine kann insbesondere als Rundstrickmaschine ausgestaltet sein, die einen Speed-Faktor > 2000 und/oder eine Systemdichte > 3,2 aufweist. Diese hohe Systemdichte und hohe Geschwindigkeit werden durch die nadelschonenden Nadelsteuerkurven ermöglicht. Es sind Speed- Faktoren von 2500 und Systemdichten von 4,0 durchaus erreichbar. Mit solchen Maschinen kann deutlich mehr Stoff pro Minute erzeugt werden als mit bekannten Maschinen.

Die Erfindung betrifft außerdem Schlossteile für erfindungsgemäße Strick- oder Wirkmaschinen, die eine Nadelsteuerkurve aufweisen, die zumindest im

Zungenschließbereich der Nadeln, vorzugsweise im gesamten Abzugsbereich für die Nadeln einen Abzugswinkel < 35° aufweist.

Dabei kann die Nadelsteuerkurve im ersten Drittel einen Nadelaustriebsbereich mit einem Austriebswinkel > 50° aufweisen. Weiter kann

die Nadelsteuerkurve überall einen stetigen, knickfreien Verlauf aufweisen.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausgestaltungen von Schlossteilen einer erfindungsgemäßen Rundstrickmaschine anhand der Zeichnungen näher beschrieben.

Im Einzelnen zeigen :

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Zylinderschlosssegments einer

Rundstrickmaschine mit durch das Segment geführten Nadeln;

Fig. 2 eine Seitenansicht auf das Zylinderschlosssegment aus Fig. 1 ; - -

Fig. 3 eine Draufsicht auf ein Schlossteil des Zylinderschlosssegments aus

Fig. 1 mit einer Nadelsteuerkurve;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Schlossteils mit einer

Platinensteuerkurve des Zylinderschlosssegments aus Fig. 1;

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht des Zylinderschlosssegments aus Fig. 1 mit im Segment geführten Platinen;

Fig. 6 eine Seitenansicht auf das Segment aus Fig. 5;

Fig. 7 eine Ansicht von außen auf das Zylinderschlosssegment aus Fig. 1 mit im Segment geführten Nadeln und Platinen.

Fig. 1 zeigt ein Zylinderschlosssegment 10 und mit diesem in Eingriff stehende Nadeln 11, die als Zungennadeln ausgebildet sind.

Aus der Seitenansicht des Zylinderschlosssegments 10 in Fig. 2 ist zu erkennen, dass die parallel zueinander in Nuten eines hier nicht näher dargestellten Nadeizylinders angeordneten Stricknadeln 11 einen Nadelfuß 12 aufweisen, der in einer Nadelsteuerkurve 13 eines Schlossteils 14 zur Steuerung der

Nadelbewegung geführt ist.

Durch die Form der Nadelsteuerkurve, die in Fig. 3 in der Detailansicht des Schlossteils 14 zu erkennen ist, führen die Nadeln 11 die aus Fig. 1 ersichtlichen Austriebs- und Abzugsbewegungen durch. Das hier nicht näher dargestellte Zylinderschloss weist eine Vielzahl aneinander angrenzender

Zylinderschlosssegmente 10 gleicher Bauart auf, sodass sämtliche Nadeln des Nadelzylinders durch die Schlossteile 14 der Segmente 10 in gleicher Weise beaufschlagt werden können. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Zylinderschlosssegmente 10 radial außerhalb des Nadelzylinders der

Rundstrickmaschine angeordnet und stehen fest, während der Nadelzylinder rotierend angetrieben ist. - -

Die in Fig. 3 in einer Detailansicht gezeigten Schlossteile 14 werden von den Nadeln 11 mit ihren Nadelfüßen 12 in Pfeilrichtung N durchlaufen. Die

Nadelsteuerkurve 13 weist zunächst einen steil ansteigenden Abschnitt 15 mit einem Austriebswinkel γ > 50° auf, durch den die Nadeln 11 ausgetrieben werden. Dieser Abschnitt geht in abgerundeter Form in einen gerade

verlaufenden Abschnitt A des Abzugsbereichs über, der in einem Winkel a zur Horizontalen verläuft, wobei dieser Abzugswtnkel α vorzugsweise weniger als 30° beträgt und an keiner Stelle des Abzugsbereichs überschritten wird. Der flache Abzugsbereich sowie die überall knickfreie, abgerundet ausgestaltete Form der Steuerkurve 13 schonen sowohl die Nadelfüße 12 als auch die Zungen der Nadeln 11, die während des Durchlaufens des Abschnitts A in einem

Zungenschließbereich Z durch die Nadelfüße 12 geschlossen werden.

Oberhalb der Schlossteile 14 sind an den Zylinderschlosssegmenten 10

Schlossteile 16 zur Bewegung von aus den Fig. 5 und 6 ersichtlichen Platinen 17 angeordnet. Wie insbesondere die Seitenansicht aus Fig. 6 zeigt, sind die

Platinen 17 mit Platinenfüßen 18 versehen, die in einer Platinensteuerkurve 19 des Schlossteils 16 geführt sind. Mit Hilfe der Platinensteuerkurve 19, die im Detail aus der Einzelansicht des Schlossteils 16 in Fig. 4 ersichtlich ist, führen die Platinen 17 ebenfalls Abzugs- und Austriebsbewegungen durch. Wie eine

Zusammenschau der Kurven 13 und 19 in den Fig. 3 und 4 zeigt, sind dabei die Bewegungen der Platinen 17 über weite Bereiche entgegengesetzt zu denjenigen der Nadeln 11. Dies bedeutet, dass die Platinensteuerkurve 19 zunächst abfällt und dann in einen gerade verlaufenden Austriebsabschnitt V übergeht, der einen Winkel ß mit der Horizontalen einschließt, der vorzugsweise < 20° ist. Durch den insgesamt relativ flachen und mit wenigen Richtungsänderungen versehenen Verlauf der Platinensteuerkurve 19 erfolgt auch eine äußerst schonende

Bewegung der Platinen 17.

Wie Fig. 6 verdeutlicht, führen die Platinen nicht nur eine Bewegung in

Längsrichtung aus, sondern auch eine Schwenkbewegung, die von hier nicht näher dargestellten Schlossteilen ausgelöst wird. ^ - -

In Fig. 7 ist eine Frontansicht des Zylinderschlosssegments 10 bei der

Beaufschlagung von Nadeln 11 und von Platinen 17 gezeigt. Aus dieser

Darstellung wird deutlich, dass jeweils zwischen zwei Nadeln 11 eine Platine 17 angeordnet ist. Auch die im Wesentlichen gegenläufige Bewegung der Platinen 17 zu den Nadeln 11 ist aus dieser Darstellung gut zu erkennen. Während die Nadeln 11 ausgetrieben werden, bleiben die Platinen 17 zunächst in nahezu unveränderter Höhenposition und werden dann bis zu ihrer tiefsten Position abgezogen, während die Nadeln 11 an diesem Punkt K ihre maximale

Austriebsposition erreichen. Der Abstand der Höhenposition der Nadel im tiefsten Punkt und der Platine im höchsten Punkt bestimmt die Kuliertiefe und damit die Maschengröße. Nach Erreichen des Punktes K durch die Nadeln 11, der sich im ersten Drittel des Zylinderschlosssegments 10 befindet, beginnt die

Abzugsbewegung der Nadeln 11, während der die Zungen der Nadeln 11 durch die auf den Nadeln hängenden Maschen geschlossen werden. Während dieser Schließbewegung führen die Nadeln 11 eine gleichmäßige Bewegung ohne Richtungsänderung und ohne Beschleunigungen oder Abbremsungen durch. Es ist somit gewährleistet, dass der Schließvorgang der Zungen der Nadeln schonend erfolgen kann, was zudem durch den geraden Verlauf der

Nadelsteuerkurve im Zungenschließbereich Z unterstützt wird.

Es versteht sich, dass auch das Zylinderschloss rotierend und der Nadelzylinder feststehend ausgeführt werden könnten. Entscheidend für den Kuliervorgang ist eine Relativbewegung zwischen den Schlossteilen 14, 16 und den Nadeln 11 und den Platinen 17.