HOCHMANN, David (Bruchwitz 11b, Berlin, 12247, DE)
WULFF, Wulf (Kremmener Str. 4, Berlin, 10435, DE)
ROSSDEUTSCHER, Wolfram (Tutzingerstrasse 22, Berlin, 12309, DE)
GÖRDES, Martin (Berliner Strasse 123, Berlin, 10713, DE)
REICHEL, Rainer (Haagener Strasse 45a, Lörrach, 79539, DE)
WEGENER, Ulrich (Waldseeweg 79, Berlin, 13467, DE)
KRAFT, Marc (Am Fliess 44b, Birkenstein, 15366, DE)
HOCHMANN, David (Bruchwitz 11b, Berlin, 12247, DE)
WULFF, Wulf (Kremmener Str. 4, Berlin, 10435, DE)
ROSSDEUTSCHER, Wolfram (Tutzingerstrasse 22, Berlin, 12309, DE)
GÖRDES, Martin (Berliner Strasse 123, Berlin, 10713, DE)
REICHEL, Rainer (Haagener Strasse 45a, Lörrach, 79539, DE)
WEGENER, Ulrich (Waldseeweg 79, Berlin, 13467, DE)
Patentansprüche
1. chirurgischer Knoten, erzeugt durch :
Vorlegen eines chirurgischen Fadens mit zwei freien Enden, von denen ein freies Ende ein proximales Ende und das andere freie Ende ein distales Ende bildet,
Formen von zwei Turns mit dem distalen freien Ende, die in Richtung des proximalen freien Endes gelegt sind, so dass sie den chirurgischen Faden in Richtung des proximalen freien Endes zwei mal umschlingen,
Bilden einer Bucht mit dem distalen freien Ende, und
Hindurchführen der Bucht durch die beiden von den zwei Turns gebildeten
Schlingen derart, dass sich auf der dem proximalen freien Ende abgewandten Seite der zwei Schlingen eine erste Schlaufe bildet während sich das distale freie Ende im Ergebnis auf der dem proximalen Ende zugewandten Seite der zwei Schlingen befindet und in Richtung des proximalen freien Endes weist,
Zuziehen des Knotens durch Ausüben einer Zugkraft zwischen der ersten Schlaufe und dem proximalen freien Ende des Fadens.
2. chirurgischer Knoten gemäß Anspruch 1 , erzeugt durch die weiteren Schritte:
Hindurchführen des distalen freien Endes durch die erste Schlaufe und
Ausüben einer Zugkraft auf das proximale freie Ende des Fadens derart, dass die erste Schlaufe in Richtung des proximalen freien Endes durch die beiden Schlingen zurückgezogen wird und sich der ursprünglich die erste Schlaufe bildende Fadenabschnitt streckt und die erste Schlaufe sich somit auflöst, während gleichzeitig ein distaler Fadenabschnitt eine zweite
Schlaufe bildet, die von den beiden Schlingen umschlossen ist.
3. Verfahren zum Erzeugen eines chirurgischen Knotens mit den Schritten:
Vorlegen eines chirurgischen Fadens mit zwei freien Enden, von denen ein freies Ende ein proximales Ende und das andere freie Ende ein distales Ende bildet,
Formen von zwei Turns mit dem distalen freien Ende, die in Richtung des proximalen freien Endes gelegt sind, so dass sie den chiruregischen Faden in Richtung des proximalen freien Endes zwei mal umschlingen,
Bilden einer Bucht mit dem distalen freien Ende
Hindurchführen der Bucht durch die beiden von den zwei Turns gebildeten Schlingen derart, dass sich auf der dem proximalen freien Ende abgewandten Seite der zwei Schlingen eine erste Schlaufe bildet während sich das distale freie Ende im Ergebnis auf der dem proximalen Ende zugewandten Seite der zwei Schlingen befindet und in Richtung des proximalen freien Endes weist,
Zuziehen des Knotens durch Ausüben einer Zugkraft zwischen der ersten
Schlaufe und dem proximalen freien Ende des Fadens.
4. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die weiteren Schritte:
Hindurchführen des distalen freien Endes durch die erste Schlaufe und
Ausüben einer Zugkraft auf das proximale freie Ende des Fadens derart, dass die erste Schlaufe in Richtung des proximalen freien Endes durch die beiden Schlingen zurückgezogen wird und sich der ursprünglich die erste Schlaufe bildende Fadenabschnitt streckt und die erste Schlaufe sich somit auflöst, während gleichzeitig ein distaler Fadenabschnitt eine zweite Schlaufe bildet, die von den beiden Schlingen umschlossen ist.
5. Vorrichtung zum erzeugen eines chirurgischen Knotens mit Mitteln zum: Vorlegen eines chirurgischen Fadens mit zwei freien Enden, von denen ein freies Ende ein proximales Ende und das andere freie Ende ein distales Ende bildet,
Formen von zwei Turns mit dem distalen freien Ende, die in Richtung des proximalen freien Endes gelegt sind, so dass sie den chiruregischen Faden in Richtung des proximalen freien Endes zwei mal umschlingen,
Bilden einer Bucht mit dem distalen freien Ende, und
Hindurchführen der Bucht durch die beiden von den zwei Turns gebildeten Schlingen derart, dass sich auf der dem proximalen freien Ende abgewand- ten Seite der zwei Schlingen eine erste Schlaufe bildet während sich das distale freie Ende im Ergebnis auf der dem proximalen Ende zugewandten Seite der zwei Schlingen befindet und in Richtung des proximalen freien Endes weist,
Zuziehen des Knotens durch Ausüben einer Zugkraft zwischen der ersten Schlaufe und dem proximalen freien Ende des Fadens.
6. Vorrichtung gemäß Anspruch 5, gekennzeichnet durch Mittel zum:
Hindurchführen des distalen freien Endes durch die erste Schlaufe und
Ausüben einer Zugkraft auf das proximale freie Ende des Fadens derart, dass die erste Schlaufe in Richtung des proximalen freien Endes durch die beiden Schlingen zurückgezogen wird und sich der ursprünglich die erste
Schlaufe bildende Fadenabschnitt streckt und die erste Shlaufe sich somit auflöst, während gleichzeitig ein distaler Fadenabschnitt eine zweite Schlaufe bildet, die von den beiden Schlingen umschlossen ist.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung
eine helixförmige Fadenführung (22) aufweist, die von einem wenigstens ans einen beiden Stirnenden offenen Hohlkörper (30)mit einem Innenraum (32) zur Aufnahe des Fadens gebildet ist, der zur HeNx geformt und um die Längsachse der HeNx drehbar ist,
sowie einen innerhalb der HeNx angeordneten und parallel zur
Längsachse der HeNx um seine eigene Längsachse drehbaren und relativ zur HeNx längsverschieblichen, stabförmigen ersten Fadenmanipulator (24),
der einen an der Stirnseite des ersten Fadenmanipulators (24) offenen, von einer Umfangswandung (40) eingeschlossenen
Hohlraum (42) aufweist,
wobei die Umfangswandung (40)
einen bis zu ihrer Stirnseite reichenden Längsschlitz (44)
an ihrer Stirnseite zwei Kerben (46) zur Aufnahme des
Fadens
sowie entfernt von der Stirnseite einen quer zum Längsschlitz (44) verlaufenden Querschlitz (48) aufweist, der tiefer ist als die Wandstärke der Umfangs- wandung
und einen innerhalb des Hohlraums (42) angeordneten, relativ zum ersten Fadenmanipulator (24) längsverschieblichen zweiten Fadenmanipulator (26)
mit einer quer zu dessen Stirnfläche verlaufenden Fadenauf- nähme (50)
und einer zur Stirnfläche des zweiten Fadenmanipulators hin offenen, sich zwischen einander gegenüberliegenden Mantelflä- chen des zweiten Fadenmanipulators quer zur Fadenaufnahme (50) erstreckenden Quernut (52), die von der Stirnfläche des zweiten Fadenmanipulators (26) aus gesehen tiefer ist, als die Fadenaufnahme (50).
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in die Um- fangswandung des ersten Fadenmanipulators (24) eine Nut (54) eingelassen ist, die sich in wenigstens annähernd zwei Windungen helixartig von einer der beiden Kerben (46) bis zum Querschlitz (48) erstreckt. |
Knoten sowie Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen desselben
Die Erfindung betrifft einen Knoten insbesondere für die medizinische Anwendung zum Vernähen von Wunden. Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erzeugen des Knotens.
Knoten, der hier betroffenen Art, werden für medizinische Nähte eingesetzt. Ziel der medizinischen Naht ist es, die genähten Strukturen in der Phase der Wundheilung ausreichend von einwirkenden Kräften zu schützen und das getrennte Gewebe zu vereinen. Hat die Wundheilung die getrennten Gewebe wieder dauerhaft vereint, so hat die chirurgische Naht ihre Aufgabe erfüllt.
Grundsätzliche sind verschiedene Nahtformen und Nahtfolgen sowie Nahtmate- rialien für medizinische Nähte bekannt.
üblicherweise werden die freien Enden des zum Erzeugen der medizinischen Naht benutzten Nahtmaterials miteinander verknotet. Hierzu sind eine Vielzahl chirurgischer Knoten bekannt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen insbesondere für die laparoskopische und/oder endoskopische Anwendung geeigneten medizinischen Knoten anzugeben sowie ein Verfahren und eine Vorrichtung zum automatischen Erzeugen des Knotens. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen chirurgischen Knoten gelöst, der erzeugt ist durch :
Vorlegen eines chirurgischen Fadens mit zwei freien Enden, von denen ein freies Ende ein proximales Ende und das andere freie Ende ein distales Ende bildet,
Formen von zwei Turns mit dem distalen freien Ende, die in Richtung des proximalen freien Endes gelegt sind, so dass sie den chiruregischen Faden in Richtung des proximalen freien Endes zwei mal umschlingen,
Bilden einer Bucht mit dem distalen freien Ende, und
Hindurchführen der Bucht durch die beiden von den zwei Turns gebildeten Schlingen derart, dass sich auf der dem proximalen freien Ende abgewand- ten Seite der zwei Schlingen eine erste Schlaufe bildet während sich das distale freie Ende im Ergebnis auf der dem proximalen Ende zugewandten Seite der zwei Schlingen befindet und in Richtung des proximalen freien Endes weist,
Zuziehen des Knotens durch Ausüben einer Zugkraft zwischen der ersten Schlaufe und dem proximalen freien Ende des Fadens.
Nach üblichem Sprachgebrauch entsteht eine Bucht, wenn ein Faden wie in Fig. 15 abgebildet in Haarnadelform gelegt wird:
Beschreibt ein Faden einen vollen Kreis um einen Gegenstand, wie in Fig. 16 abgebildet, so ist dies nach üblichem Sprachgebrauch ein (Rund)-Turn.
Bevorzugt ist ein Knoten, der durch die weiteren Schritte:
Hindurchführen des distalen freien Endes durch die erste Schlaufe und
Ausüben einer Zugkraft auf das proximale freie Ende des Fadens derart, dass die erste Schlaufe in Richtung des proximalen freien Endes durch die beiden Schlingen zurückgezogen wird und sich der ursprünglich die erste Schlaufe bildende Fadenabschnitt streckt und die erste Schlaufe sich somit auflöst, während gleichzeitig ein distaler Fadenabschnitt eine zweite Schlaufe bildet, die von den beiden Schlingen umschlossen ist,
gebildet ist.
Ein Knoten der beanspruchten Art ist in Figuren 1 und 22 abgebildet. Wie insbe- sondere Figur 22 zu entnehmen ist, unterscheidet sich der beanspruchte Knoten von dem in Figur 23 abgebildeten Knoten, der z.B. aus EP 0 870 469 B1 , Figur 5 oder aus EP 0 887 045, ebenfalls Figur 5 bekannt ist.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Erzeugen eines chirurgischen Knotens umfasst die Schritte:
Vorlegen eines chirurgischen Fadens mit zwei freien Enden, von denen ein freies Ende ein proximales Ende und das andere freie Ende ein distales Ende bildet,
Formen von zwei Turns mit dem distalen freien Ende, die in Richtung des proximalen freien Endes gelegt sind, so dass sie den chirurgischen Faden in Richtung des proximalen freien Endes zwei mal umschlingen,
Bilden einer Bucht mit dem distalen freien Ende
Hindurchführen der Bucht durch die beiden von den zwei Turns gebildeten Schlingen derart, dass sich auf der dem proximalen freien Ende abgewandten Seite der zwei Schlingen eine erste Schlaufe bildet während sich das distale freie Ende im Ergebnis auf der dem proximalen Ende zugewandten
- A -
Seite der zwei Schlingen befindet und in Richtung des proximalen freien Endes weist,
Zuziehen des Knotens durch Ausüben einer Zugkraft zwischen der ersten Schlaufe und dem proximalen freien Ende des Fadens.
und vorzugsweise die weiteren Schritte:
Hindurchführen des distalen freien Endes durch die erste Schlaufe und
Ausüben einer Zugkraft auf das proximale freie Ende des Fadens derart, dass die erste Schlaufe in Richtung des proximalen freien Endes durch die beiden Schlingen zurückgezogen wird und sich der ursprünglich die erste Schlaufe bildende Fadenabschnitt streckt und die erste Schlaufe sich somit auflöst, während gleichzeitig ein distaler Fadenabschnitt eine zweite Schlaufe bildet, die von den beiden Schlingen umschlossen ist.
Ein eigener Erfindungsaspekt ist eine Vorrichtung zum Erzeugen eines chirurgischen Knotens mit Mitteln zum:
Vorlegen eines chirurgischen Fadens mit zwei freien Enden, von denen ein freies Ende ein proximales Ende und das andere freie Ende ein distales Ende bildet,
Formen von zwei Turns mit dem distalen freien Ende, die in Richtung des proximalen freien Endes gelegt sind, so dass sie den chiruregischen Faden in Richtung des proximalen freien Endes zwei mal umschlingen,
Bilden einer Bucht mit dem distalen freien Ende, und
Hindurchführen der Bucht durch die beiden von den zwei Turns gebildeten Schlingen derart, dass sich auf der dem proximalen freien Ende abgewandten Seite der zwei Schlingen eine erste Schlaufe bildet während sich das
distale freie Ende im Ergebnis auf der dem proximalen Ende zugewandten Seite der zwei Schlingen befindet und in Richtung des proximalen freien Endes weist,
Zuziehen des Knotens durch Ausüben einer Zugkraft zwischen der ersten Schlaufe und dem proximalen freien Ende des Fadens.
Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung darüber hinaus Mittel zum:
Hindurchführen des distalen freien Endes durch die erste Schlaufe und
Ausüben einer Zugkraft auf das proximale freie Ende des Fadens derart, dass die erste Schlaufe in Richtung des proximalen freien Endes durch die beiden Schlingen zurückgezogen wird und sich der ursprünglich die erste
Schlaufe bildende Fadenabschnitt streckt und die erste Shlaufe sich somit auflöst, während gleichzeitig ein distaler Fadenabschnitt eine zweite Schlaufe bildet, die von den beiden Schlingen umschlossen ist.
Insbesondere umfasst die Vorrichtung vorzugsweise
- eine helixförmige Fadenführung, die von einem wenigstens ans einen beiden Stirnenden offenen Hohlkörper mit einem Innenraum zur Aufnahe des Fadens gebildet ist, der zur HeNx geformt und um die Längsachse der HeNx drehbar ist,
sowie einen innerhalb der HeNx angeordneten und parallel zur Längsachse der HeNx um seine eigene Längsachse drehbaren und relativ zur HeNx längsverschieblichen, stabförmigen ersten Fadenmanipulator, der einen an der Stirnseite des ersten Fadenmanipulators offenen, von einer Umfangs- wandung eingeschlossenen Hohlraum aufweist, wobei die Umfangswan- dung einen bis zu ihrer Stirnseite reichenden Längsschlitz, an ihrer Stirnsei- te zwei Kerben zur Aufnahme des Fadens sowie entfernt von der Stirnseite
einen quer zum Längsschlitz verlaufenden Querschlitz aufweist, der tiefer ist als die Wandstärke der Umfangswandung
und einen innerhalb des Hohlraums angeordneten, relativ zum ersten Fadenmanipulator längsverschieblichen zweiten Fadenmanipulator mit ei- ner quer zu dessen Stirnfläche verlaufenden Fadenaufnahme und einer zur
Stirnfläche des zweiten Fadenmanipulators hin offenen, sich zwischen einander gegenüberliegenden Mantelflächen des zweiten Fadenmanipulators quer zur Fadenaufnahme erstreckenden Quernut, die von der Stirnfläche des zweiten Fadenmanipulators aus gesehen tiefer ist, als die Fadenauf- nähme.
Vorzugsweise ist in die Umfangswandung des ersten Fadenmanipulators eine Nut eingelassen ist, die sich in wenigstens annähernd zwei Windungen helixartig von einer der beiden Kerben bis zum Querschlitz erstreckt.
Die beanspruchte sowie alternative Ausführungsvarianten der Erfindung sollen nachfolgend näher erläutert werden.
Zur Erläuterung der verwendeten Begriffe wird nachfolgend eine übersicht über übliche Begriffe im Zusammenhang mit Knoten gegeben:
Auge: Wird ein Faden wie in Fig. 17 so gelegt, dass er sich selbst überschneidet, so entsteht ein Auge.
Bucht: Wird ein Faden wie in Fig. 18 in Haarnadelform gelegt, so entsteht eine Bucht.
Turn: Beschreibt ein Faden einen vollen Kreis um einen Gegenstand, wie in Fig. 19 zu sehen, so ist dies ein (Rund)-Turn.
Loses Ende: Der Teil des Fadens, welcher nicht fest ist und mit dem beim Anfertigen eines Knotens gearbeitet wird. Ein Beispiel eines festen und losen Endes ist in Fig. 20 zu sehen.
Stich Führt man ein loses Ende durch ein Auge oder eine Bucht wie in Fig. 21 abgebildet, spricht man von einem Stich.
Von den Figuren ist:
Fig. 1a: eine Darstellung des bevorzugten, erfindungsgemäßen Knotens bei überschlungener/überworfener Knotentechnik;
Fig. 1 b: eine Abbildung des bevorzugten, erfindungsgemäßen Knoten bei gleichmäßigem Zug an beiden Enden;
Fig. 2a: eine Darstellung eines alternativen Knotens in überschlunge- ner/überworfener Knotentechnik;
Fig. 2b: eine Darstellung des alternativen Knotens bei gleichmäßigem
Zug an beiden Enden;
Fig. 3a bis c: eine Illustration der zwei Stufen zum Knüpfen eines medizinischen überwurfknotens;
Fig. 4: eine Illustration der Verfahrensschritte zum Erzeugen des erfindungsgemäßen Knotens bis zum Entstehen einer Schlaufe;
Fig. 5: eine Illustration des Erzeugens eines fertigen Knotens ausgehend von einem Faden mit einer gemäß Fig. 3 erzeugten Schlaufe;
Fig. 6: eine schematische Illustration eines durch zu vernähendes
Gewebe hindurch geführten Fades mit zwei freien, zu verknotenden Enden;
Fig. 7: eine Erläuterung der Verfahrensschritte und der auftretenden
Lagerkräfte beim Erzeugen de erfindungsgemäßen Knotens in einer schemati- sehen Darstellung entsprechend;
Fig. 8: eine bevorzugte erfindungsgemäße Vorrichtung zum automatischen Erzeugen des erfindungsgemäßen Knotens;
Fig. 9: einer erste alternative Vorrichtung zum automatischen Erzeugen des erfindungsgemäßen Knotens;
Fig. 10: eine zweite alternative Vorrichtung zu Erzeugen des erfindungsgemäßen Knotens;
Fig. 1 1 a und b: jeweils eine Detailansicht einer Fadenführung als Bestandteil der Vorrichtung aus Fig. 7;
Fig. 12a bis c: jeweils eine Detailansicht eines erstes Fadenmanipulators als Bestandteil der Vorrichtung gemäß Fig. 7;
Fig. 13a bis c: jeweils eine Detailansicht eines zweiten Fadenmanipulators als Bestandteil der Vorrichtung gemäß Fig. 7;
Fig. 14: eine Erläuterung der Funktionsweise der Vorrichtung gemäß
Fig. 7 und 10 bis 12 anhand der Verfahrensschritte eines Betriebsverfahrens zum Betreiben jener Vorrichtung.
Fig. 15: eine Illustration einer Bucht;
Fig. 16: eine Illustration eines Rundturns;
Fig. 17: eine Illustration eines Auges;
Fig. 18: eine weitere Illustration einer Bucht;
Fig. 19: eine weitere Illustration eines Turns;
Fig. 20: eine Illustration eines losen Endes;
Fig. 21 : eine Illustration eins Stichs;
Fig. 22: eine Illustration des erfindungsgemäßen Knotens; und
Fig. 23: eine Illustration eines aus dem Stand der Technik bekannten
Knotens.
Fig. 1 a und 1 b zeigen den erfindungsgemäßen Knoten, der von einem distalen Abschnitt eines Fadens 10 gebildet ist, der jeweils ein distales freies Ende 12 aufweist. In Fig. 1 a sind eine von dem Faden gebildete Bucht 14 sowie zwei durch jeweils einen Turn gebildete Schlingen 16 zu erkennen.
Figuren 2a und 2b zeigen einen anderen Knoten, der grundsätzlich alternativ zu dem beanspruchten Knoten eingesetzt werden kann, sich aber durch weniger vorteilhafte Eigenschaften auszeichnet.
Der Knoten besitzt drei Eigenschaften, die ihn für die Automatisierung besonders geeignet erscheinen lassen:
Der Knoten kommt mit nur einem Stich aus; der Schlaufenknoten am proximalen Ende wird ganz ohne einen Stich hergestellt. Der einzige Stich des Knotens wird mit dem distalen Fadenende durch die Bucht des Schlaufenknotens durchgeführt.
Die Kraft zur Wundadaption ist von der Kraft zur Knotenfixierung getrennt. Die Wundadaption wird über den distalen Faden gesteuert, die Kraft zur Knotenfixierung über den proximalen Faden übertragen.
Der Knoten zieht sich sehr gleichmäßig zu. Die Turns des Schlaufenkno- tens überkreuzen sich nicht, wie es bei der ersten Variante des doppelten
Schotsteks der Fall ist. Damit ist gewährleistet, dass durch Zug am proximalen Ende und gleichzeitiger Gegenkraft am Knoten, der Knoten eine hohe Festigkeit und Sicherheit erreicht.
Der endoskopische überwurfknoten wird in zwei Stufen gebildet. Es wird zuerst ein Schlaufenknoten im proximalen Fadenteil geknüpft, siehe Figur 3a, mit dessen Hilfe im zweiten Schritt der distale Faden durchgeholt (Figur 3b) und fixiert wird, siehe Figur 3c.
Fig. 4 zeigt, wie der Faden zum Erzeugen des Knotens gemäß Fig. 1 a gelegt werden kann. Es entsteht im Ergebnis ein Faden mit einer von einer Bucht gebil- deten Schlaufe im Bereich des distalen Endes des Fadens 10. Mit dem letzten in Figur 3 dargestellten Schritt ist ein Schlaufenknoten fertiggestellt und der Knoten zum Verbinden der beiden losen Fadenenden vorbereitet. Um die Wunde schließlich mittels eines Fadens mit einem Knoten gemäß Fig. 1 a verschließen zu können, sind die weiteren, in Fig. 4 illustrierten, Schritte nötig.
Die Fig. 6 und 7 zeigen die Verfahrensschritte zum Erzeugen des erfindungsgemäßen Knotens, wenn dieser durch eine Maschine erzeugt wird.
Es wird von einer Situation ausgegangen, bei der das Nahtmaterial mit einfacher Stärke durch die Wundränder gezogen ist, siehe Figur 6. Der Faden besitzt eine Fadeneintrittsstelle und eine Fadenaustrittsstelle, sowie ein proximales und ein distales Ende. An Letzterem ist in der Regel die Nadel befestigt. Der proximale Fadenteil verläuft vom proximalen Ende bis zur Fadeneintrittsstelle und der distale Fadenteil vom distalen Ende bis zur Fadenaustrittsstelle. Als Anfangssituation ist ein proximaler Fadenteil in Form einer Geraden anzunehmen, der senkrecht
zur Wundebene steht. Die Lagerkräfte werden mit einem in der Mechanik üblichen Zeichen dargestellt, die geschlossene Seite des Kammes zeigt in Richtung der ausgeübten Kraft, siehe Figur 6.
Für eine weitere Differenzierung der Teilschritte des Verfahren zum automati- sehen Erzeugen des erfindungsgemäßen Knotens ist es zweckmäßig, ein Karte- sisches Koordinatensystem einzuführen, um die Bewegungen und Kräfte eindeutig zu beschreiben. Der Ursprung des Koordinatensystems liegt in der Fadeneintrittsstelle, siehe Figur 6. Die positive y-Achse verläuft entlang des proximalen Fadenteils, die z-Achse liegt parallel zu den Wundrändern. Die Fadenaustrittstel- Ie liegt auf der positiven x-Achse. Zur Unterscheidung der beiden Fadenenden wird in den Zeichnungen das proximale Fadenende mit einem "X" gekennzeichnet.
Figur 7 zeigt die Teilschritte des Knüpfens des endoskopischen überwurfknotens. Die Teilschritte beinhalten entweder dynamische Funktionen, bei denen der Faden bewegt wird oder statische Halte- bzw. Stützfunktionen. Zeitgleich erfolgende Schritte tragen die gleiche Schrittnummer und sind durch a) bzw. b) unterteilt. Einmal beschriebene Lagerkräfte werden der übersichtlichkeit halber im Folgeschritt nicht mehr dargestellt, gelten aber weiterhin. Wegfallende Kräfte werden mit einem entsprechendem Zeichen (siehe Figur 6) gekennzeichnet. Die Beschreibung erfolgt unter Zuhilfenahme des mit Figur 6 eingeführten Koordinatensystems.
Die in Fig. 7 abgebildeten Schritte 1 bis 6 zeigen dabei die Erzeugung des Schlaufenknotens bis hin zu dem in Fig. 1 a abgebildeten oder in der letzten Abbildung in Fig. 4 abgebildeten Zustande. Die in Fig. 7 abgebildeten Schritte 7a bis 8 zeigen schließlich das Verschließen des Knotens.
Fig. 8 zeigt die wesentlichen Bestandteile einer bevorzugten Vorrichtung 20 zur automatischen Erzeugung eines Knotens der erfindungsgemäßen Art. Diese Bestandteile sind eine Fadenführung 22, ein erster Fadenmanipulator 24 und ein
zweiter Fadenmanipulator 26. Diese Bestandteile sind in Bezug auf die Fig. 1 1 bis 13 weiter unten noch näher erläutert.
Die Fadenführung 22 ist eine Hohlspirale durch die das Nahtmaterial läuft. Diese Spirale wickelt zwei Turns um den röhrenartigen ersten Fadenmanipulator 24. Der Faden befindet sich von Anfang an in der Fadenführung 22. Eine Rotationsbewegung gegen den Uhrzeigersinn bringt den Faden in die Mitte der Fadenführung 22. Die erste Fadenführung 24 ist mit einer Nut 54 versehen, welche die Turns axial hält und gleichzeitig dem translatorischen Vortrieb der ersten Fadenführung 24 selbst dient. Eine Kerbe an der Stirnseite der Röhre ergreift den Fa- den am Spiralausgang und hält diesen fest. Die Fadenführung 22 wickelt im folgenden die Turns auf Vortrieb die erste Fadenführung 24 ab. Die letzte Windung wird in einen Querschlitz 48 gelegt, so dass der zweite Fadenmanipulator 26 den Faden 10 greifen kann und nach vorne schiebt, um die Bucht 14 zu bilden.
Fig. 9 und 10 zeigen die wesentlichen Bestandteile alternativer Vorrichtungen zum Erzeugen des erfindungsgemäßen Knotens.
Die Ausführungsvariante gemäß Fig. 9 umfasst eine Garnrolle 60, die an einer Scheibe 62 befestigt ist und sich auf einer Kreisbahn um eine Röhre 64 bewegt. Die Röhre 64 besitzt zwei Lumen 66 und 68, die jeweils geschlitzt sind, um den Faden einzulegen bzw. freizugeben. In einem Lumen 66 befindet sich ein Fadenmitnehmer 70.
Die Funktionsweise ist wie folgt: Die Röhre 64 fährt heraus und nimmt den Faden in einer Kerbe 72 an ihrer Stirnseite mit. Währenddessen rotiert die Scheibe 62 mit der Garnrolle 60 über der Röhre 64 und legt Turns darauf ab. Die letzte Wick- lung wird in eine proximale Kerbe 74 in der Röhre gelegt, so dass der Fadenmitnehmer 70 mit seiner Nase den Faden greifen kann und nach vorne schiebt, um die Bucht zu bilden. Die Scheibe 62 ist geschlitzt, um über den proximalen Fadenteil geschoben werden zu können und den Knoten freizugeben. Durch rück-
wärtiges verfahren der Scheibe 62 wird der distale Fadenteil durch den Knoten gezogen. Abschließend wird die Röhre 64 abgezogen.
Die Ausführungsvariante gemäß Fig. 10 umfasst eine flexible Hohlspirale 80, die aufgrund des Materials, wie zum Beispiel bei einer flexiblen vorgeformten PE- Röhre, oder einer Formgedächtnis-Legierung, neben der abgebildeten helixför- migen Gestalt auch in eine gerade Gestalt gebracht werden kann. Bei dem Herausgleiten aus einer Außenröhre 82 nimmt die Hohlspirale (genauer: -helix) 80 ihre helixförmige Gestalt an. Der Faden verläuft im Innern der Hohlspirale 80 und wird während des Herausgleitens durch die Hohlspirale 80 selbst in die Helixmitte gelegt. Ist die Hohlspirale 80 vollständig ausgefahren, wird ein Rohr 84 eingeschoben auf das im folgenden Schritt die Turns abgewickelt werden. Gehalten wird der Faden an der Stirnseite des Rohrs 84 durch helixartig umlaufende Nut 86. Axial wird der Faden durch ein Gewinde fixiert. Ein Haken 88 holt die Bucht durch die Röhre.
Figuren 11 bis 13 zeigen Details der bevorzugten Ausführungsvariante gemäß Figur 8.
Wie Fig. 11 zu entnehmen ist, ist wesentlicher Bestandteil der in Fig. 11 abgebildeten Fadenführung 22 ein Hohlkörper 30, der einen Innenraum 32 zur Aufnahme des Fadens 10 aufweist. Die Fadenführung 22 dient dazu, den Faden spiral- förmig um einen Gegenstand zu führen. Zur Verminderung der Reibungskräfte zwischen Faden und Hohlkörper 30, ist der Hohlkörper 30 als nach innen offenes U gestaltet und der Faden wird nur von vier Stegen 34 je Windung geführt, siehe Figur 1 1 b.
Fig. 12 ist zu entnehmen, dass der innerhalb der von der Fadenführung 24 gebil- deten Helix angeordnete erste Fadenmanipulator 26 eine Umfangswandung 40 aufweist, die einen Hohlraum 42 einschließt. Die Umfangswandung 40 weist einen bis zu ihrer Stirnseite reichenden Längsschlitz 44 auf. Außerdem sind an der Stirnseite der Umfangswandung 40 zwei Kerben 46 vorgesehen, die der Aufnahme des Fadens 10 dienen. Etwas entfernt von der Stirnseite der Um-
fangswandung 40 verläuft ein Querschlitz 48 im Längsschlitz 44. Es sei darauf hingewiesen, dass es für die Funktion nicht unbedingt erforderlich ist, das ein Längsschlitz 44 genau parallel zur Längsachse des ersten Fadenmanipulators 24 verläuft.
Außerdem verläuft auf der Außenseite der Umfangswandung 40 eine Nut 54, die sich in zwei Helixwindungen von einer der Kerben 46 bis in den Querschlitz 48 erstreckt.
Der erste Fadenmanipulator 24 hat die Funktion, die abgewickelten Turns offen zu halten und den Faden während des Abwickeins zu halten. Die Kerben 46 (siehe Fig. 12c) an seiner Stirnseite dienen dazu, um den Faden zu erfassen und zu halten. Die auf der Außenseite der Außenwandung 40 des ersten Fadenmanipulators 24 verlaufende, helixförmige Nut 54 dient dazu, die Turns axial zu halten. Nach zwei Windungen mündet die Nut in dem Querschlitz 48 (siehe Figur 12b), der es dem zweiten Fadenmanipulator 26 ermöglicht, den Faden zu grei- fen.
Fig. 12b zeigt den Querschlitz 48 im Detail. Fig. 12c zeigt Details der Stirnseite des ersten Fadenmanipulators 24.
Fig. 13 zeigt Details des zweiten Fadenmanipulators 26. Der zweite Fadenmanipulator 26 ist längs verschieblich in dem Hohlraum 42 des ersten Fadenmanipu- lators 24 angeordnet. Fig. 13a ist eine perspektivische Darstellung, Fig. 13b eine Seitenansicht und Fig. 13c eine Draufsicht des zweiten Fadenmanipulators 26.
Eine Fadenaufnahme 50 verläuft quer zur Stirnfläche des zweiten Fadenmanipulators und in Fig. 13a ist die Bucht des Fadens 10 in diese Fadenaufnahme 50 eingelegt. Quer zur Fadenaufnahme 50 verläuft eine Quernut 52, die zur Stirnflä- che des zweiten Fadenmanipulators 26 hin offen ist und einen von einer Bohrung 56 gebildeten Boden aufweist, der vom distalen Ende des zweiten Fadenmanipulators 26 weiter entfernt ist als der Boden der Fadenaufnahme 50.
Der zweite Fadenmanipulator 26 hat die Funktion, die Bucht 14 des Schlaufenknotens nach vorne zu schieben. Mit seiner als Schnabel geformten Stirnseite (siehe Fig, 13b) nimmt er den Faden auf und schiebt ihn durch den Hohlraum 42 des ersten Fadenmanipulators 24. Um den distalen Faden durch die Bucht ste- cken zu können, ist eine Bohrung 56 von oben durch den zweiten Fadenmanipulator 26 vorgesehen, die den Boden der zur Stirnseite hin offen Quernut 52 bildet, siehe Fig. 13c). An zwei gegenüberliegenden Längsseiten des zweiten Fadenmanipulators 26 befinden sich zwei Fadenführungskanäle 58 für den Faden, die in die Fadenaufnahme 50 übergehen.
Figur 14 ist schließlich im Detail zu entnehmen, wie dei Fadenführung 22, der erste Fadenmanipulator 24 und der zweite Fadenmanipulator 26 zusammenwirken, um den erfindungsgemäßen Knoten automatisch zu knüpfen.
