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Title:
LABEL FOR AN IN-MOULD LABELLING METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/161964
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a label (1) (in the form of a slip, an adhesive label or a section of a sheet) for insertion and back-moulding in the injection mould of a injection moulding machine for plastic, in an in-mould labelling method for a rotationally symmetrical container (2) or packaging having an external outer wall that bulges convexly outward and/or concavely inward, wherein, at at least one of the terminal edges (3) of the label, which edges abut or overlap one another or are at a distance from one another, said label (1) comprises, in the region of the outward bulge (5) and/or inward bulge of said outer wall (4), at least one slit (7) which extends all the way to the label terminal edge (3) in question.

Inventors:
BAMBERG, Bastian (Alter Weg 37, Finnentrop, 57413, DE)
Application Number:
EP2019/000008
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
January 14, 2019
Export Citation:
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Assignee:
GEORG MENSHEN GMBH & CO. KG (Industriestrasse 26, Finnentrop, 57413, DE)
International Classes:
B29C45/14; B65D25/36; G09F3/02
Foreign References:
JP2006123446A2006-05-18
EP1199695A22002-04-24
JP2010237698A2010-10-21
KR20110023364A2011-03-08
JP2003173144A2003-06-20
US20140190863A12014-07-10
JP2007144985A2007-06-14
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ HANNIG BORKOWSKI WISSGOTT (Schumannstrasse 97-99, Düsseldorf, 40237, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Label (1) (Zettel, Etikett, Folienabschnitt) zum Einlegen und Hinterspritzen in der Spritzgießform einer Kunststoff-Spritzgussmaschine nach einem In- Mould-Labeling-Verfahren für einen rotationssymmetrische(n) Behälter (2) oder Verpackung mit außenseitig konvex ausgebauchter und/oder konkav eingebauchter Außenwand, dadurch gekennzeichnet, dass das Label (1) an mindestens einem seiner aneinander anstoßenden oder einander überlappenden oder miteinander einen Abstand bildenden

Endränder (3) im Bereich der Ausbauchung (5) und/oder Einbauchung (8) der Außenwand (4) mindestens einen Schlitz (7) aufweist, der in dem jeweiligen Label-Endrand (3) mündet.

2. Label nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Label (1) an seinen beiden Label-Endrändern (3) jeweils mindestens einen Schlitz (7) aufweist.

3. Label nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (7) mit dem Label-Endrand (3) einen Winkel (a) von 65 bis 115 Grad vorzugsweise von 90 Grad bildet.

4. Label nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass das Label (1 ) Papier und/oder Kunststoff aufweist.

5. Label nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass das Label (1 ) auf der der Kunststoffmasse zugewandten Seite eine feste Haftung mit Polyelefinen vorzugsweise mit Polypropylen oder Polyethylenen eingeht.

6. Label nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeich net, dass die Endränder (3) sich am Schlitz (7) oder an den Schlitzen (7) während dem Spritzgieß-Prozess derart überlappen, dass die von der Kunststoff-Spritzgießmasse berührte und zuerst erreichte Labelseite die auf der Gegenseite des Schlitzes liegende Labelseite überdeckt.

7. Verwendung eines Labels nach einem der vorherigen Ansprüche bei der Herstellung von Kunststoffbechern insbesondere von Verpackungs- oder Getränkebechern im Spritzgussverfahren.

8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Becher in seinem oberen Bereich eine Ausbauchung bildet, die nach unten in eine sich nach unten verjüngende Kegelstumpfform übergeht.

9. Behältnis mit einem durch In-Mould-Labeling eingebrachten Label nach

einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es die Form eines Bechers aufweist mit einer rotationssymmetrischen Außenwand (4), die im oberen Bereich eine Ausbauchung (5) bildet, an der sich darunter ein kegelstumpfförmiger Bereich (6) stufenlos anschließt, dessen Durchmesser sich nach unten hin verringert.

Description:
Label für das In-Mould-Labeling-Verfahren

Die Erfindung betrifft ein Label insbesondere Zettel, Etikett oder Folienabschnitt zum Einlegen und Hinterspritzen in der Spritzgießform einer Kunststoff- Spritzgussmaschine nach einem In-Mould-Labeling-Verfahren für einen rotationssymmetrische(n) Behälter oder Verpackung mit außenseitig konvex ausgebauchter und/oder konkav eingebauchter Außenwand.

Bei der Herstellung von rotationssymmetrischen, hohlen Behältern aus Kunststoff in einer Spritzgussmaschine im IML-Verfahren hat es sich gezeigt, dass im Bereich einer Ausbauchung und/oder Vertiefung/Einbauchung der Wandung des rotationssymmetrischen Behälters es zu Streckungen und Stauchungen des durch IML eingelegten Labels kommt, so dass das Label dort leicht Falten bildet. Ferner tritt im Bereich der aneinanderliegenden Endränder des Labels während des Einspritzens des Kunststoffs häufig Kunststoff aus und erstreckt sich über die Außenseite des Labels.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein im IML-Verfahren verwendetes Label so zu verbessern, dass im Bereich von Aus- und Einbauchungen des Behälters Falten und Risse im Label nicht entstehen und ein Austreten von Kunststoff während des Einspritzens verhindert wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Label an mindestens einem seiner aneinander anstoßenden oder einander überlappenden oder miteinander einen Abstand bildenden Endränder im Bereich der

Ausbauchung und/oder Einbauchung der Außenwand mindestens einen Schlitz aufweist, der in dem jeweiligen Label-Endrand mündet.

BESTÄTIGUNGSKOPIE Durch solche, in den Labelendrändern eingebrachte Schlitze im Bereich der konvexen und konkaven Behälterwandbereiche werden Falten und Risse des Labels sicher verhindert und zudem tritt Kunststoff nicht unkontrolliert nach außen aus über die Außenseite des Labels.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass das Label an seinen beiden Label- Endrändern jeweils mindestens einen Schlitz aufweist. Auch sollte der Schlitz mit dem Label-Endrand einen Winkel von 65 bis 115 Grad vorzugsweise von 90 Grad bilden.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass das Label auf der der Kunststoffmasse zugewandten Seite eine feste Haftung mit Polyolefinen vorzugsweise mit

Polypropylen oder Polyethylenen eingeht. Damit beim Einspritzen der Kunststoffe die Labelkante nicht mitschwemmt und umklappt, wird vorgeschlagen, dass die Endränder sich am Schlitz oder an den Schlitzen während dem Spritzgieß- Prozess derart überlappen, dass die von der Kunststoff-Spritzgießmasse berührte und zuerst erreichte Labelseite die auf der Gegenseite des Schlitzes liegende Labelseite überdeckt.

Besonders vorteilhaft ist das Anordnen von Schlitzen im Label-Endrand bei der Herstellung von Kunststoffbechern insbesondere von Verpackungs- oder

Getränkebechern im Spritzgussverfahren. Hierbei kann der Becher in seinem oberen Bereich eine Ausbauchung bilden, die nach unten in eine sich nach unten verjüngende Kegelstumpfform übergeht.

Das Label besteht aus Papier und/oder Kunststoff und verbindet sich beim Spritzgießen fest mit dem Becher über die der Kunststoffmasse zugewandten Seite.

Vorzugsweise weist das im IML-Verfahren hergestellte Behältnis die Form eines Bechers auf mit einer rotationssymmetrischen Außenwand, die im oberen

Bereich eine Ausbauchung bildet, an der sich darunter ein kegelstumpfförmiger Bereich stufenlos anschließt, dessen Durchmesser sich nach unten hin

verringert. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen

Fig. 1 eine Seitenansicht eines becherförmigen Behälters mit oberer

Ausbauchung und darunter anschließendem, kegelstumpfförmigen Bereich der Seitenwand,

Fig. 2 eine Ansicht eines Labels im noch nicht gebogenen Zustand,

Fig. 3 eine Seitenansicht eines becherförmigen Behälters mit ausgebauchter und eingebauchter Seitenwand,

Fig. 4 eine Seitenansicht eines becherförmigen Behälters mit eingebauchter

Seitenwand.

Zum Herstellen eines rotationssymmetrischen Behälters 2 oder einer solchen Verpackung aus Kunststoff durch Spritzgießen im In-Mould-Labeling-Verfahren (IML) wird eine zugeschnittene, bedruckte Kunststofffolie als Label 1 in das Spritzgusswerkzeug (Gussform, Mould) gelegt, das die Form des Endprodukts besitzt. Das Label wird in der Gussform durch Vakuum oder statische Aufladung fixiert und mit dem Kunststoff hinterspritzt. Hierbei geht das Label 1 auf der der Kunststoffmasse zugewandten Seite eine feste Haftung mit Polyolefinen vorzugsweise mit Polypropylen oder Polyethylenen eingeht.

Weist der Behälter 2 insbesondere als Becher zusätzlich zur Krümmung aufgrund der Rotationsform noch eine weitere Wölbung in Form einer konvexen Ausbauchung 5 oder einer konkaven Einbauchung 8 auf, so muss das Label 1 mit seiner Fläche dieser zweifachen Wölbung folgen und wird hierbei in seiner Fläche gestreckt und/oder gestaucht, so dass es zu Faltungen oder Risse im Label insbesondere nahe seiner beiden geraden Endränder 3 kommt. Dies wird abgefangen durch in den Endrändern eingebrachte Schlitze 7, die mit dem jeweiligen Endrand einen Winkel von a gleich 65 bis 115 Grad vorzugweise von 90 Grad bilden. Die Länge des Schlitzes 7 ist abhängig von der Größe des Durchmessers des Behälters und dem Wölbungsgrad und beträgt vorzugsweise 10 bis 20 mm.

Der jeweilige Schlitz 7 wird im Bereich der größten Beanspruchung des Labels eingebracht und damit auf der Höhe der Ausbauchung 5, wie dies bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Behälter 2 gezeigt ist. Hierbei reicht es in der Regel in Höhe einer Ausbauchung nur jeweils einen Schlitz 7 in beiden Endrändern 3 einzubringen. Weist die Außenwand 4 des Behälters 2 dagegen mehr als eine zusätzliche Wölbung auf, so werden weitere Schlitze 7 in die Endränder eingebracht.

In dem in Fig. 3 dargestellten, becherförmigen Behälter weist die Außenwand 4 zwei konkave Einbauchungen 8 und dazwischen eine konvexe Ausbauchung 5 auf, so dass das Label 1 an seinen beiden Endrändern 3 jeweils drei Schlitze 7 besitzt.

In der in Fig. 1 gezeigten Ausführung hat der Behälter die Form eines Bechers mit einer rotationssymmetrischen Außenwand 4, die im oberen Bereich eine Ausbauchung 5 bildet, an der sich darunter ein kegelstumpfförmiger Bereich 6 stufenlos anschließt, dessen Durchmesser sich nach unten hin verringert. In diesem Fall genügt in der Regel ein einziger Schlitz 7 jeweils in beiden

Endrändern 3 in Höhe der Ausbauchung 5, wie in Fig. 2 dargestellt.