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Title:
LAMINATE, METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF AND GARMENT CONTAINING THE LAMINATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/094555
Kind Code:
A1
Abstract:
A laminate comprising at least one cross-linked cellulose layer, having a pore forming material, and a waterproof functional layer, permeable to water vapour, is provided. Said laminate exhibits, after washing and drying, substantially reduced or no more observable wrinkling or delamination between the cellulose layer and the functional layer.

Inventors:
Norhausen, Christian Peter (Felderstr. 17, Leverkusen, 51371, DE)
Diamantoglou, Michael (Kolpingstr. 4, Erlenbach, 63906, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/004551
Publication Date:
November 28, 2002
Filing Date:
April 25, 2002
Export Citation:
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Assignee:
MEMBRANA GMBH (Oehder Str. 28, Wuppertal, 42201, DE)
Norhausen, Christian Peter (Felderstr. 17, Leverkusen, 51371, DE)
Diamantoglou, Michael (Kolpingstr. 4, Erlenbach, 63906, DE)
International Classes:
A41D31/02; A62D5/00; B32B5/18; B32B23/04; A41D31/00; A62D5/00; B32B5/18; B32B23/00; (IPC1-7): B32B5/18; A41D31/00; A62D5/00; B32B23/04
Attorney, Agent or Firm:
Fett, Günter (CPW GmbH, Kasinostrasse 19-21, Wuppertal, 42103, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Laminat mindestens enthaltend eine vernetzte cellulosische Schicht, die einen Porenbildner enthält, und eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Funkti onsschicht.
2. Laminat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die cellulosische Schicht auf beiden Seiten mit einer Funktionsschicht laminiert ist.
3. Laminat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsschicht mit einem textilen Flächengebilde verbunden ist.
4. Laminat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die cellulosische Schicht eine CelluloseMembran ist.
5. Laminat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die vernetzte cellulosische Schicht einen Vernetzer enthält, der mittels mindestens zweier funktioneller Gruppen Celluloseketten in der cellulo sischen Schicht kovalent verbindet.
6. Laminat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die funktionellen Gruppen ausgewählt sind aus der Gruppe der Epoxide, Alkohole, Ketone, Alde hyde, Harnstoffe oder Isocyanate.
7. Laminat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Laminat einen zur Vernetzung eingesetzten Katalysator enthält.
8. Laminat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Funktionsschicht ein Polyetherester, Polyetheramid oder Polyurethan ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines Laminats nach einem der Ansprüche 1 bis 8 umfassend die Schritte a) Quellen einer cellulosischen Schicht mit einem Behandlungsmittel, das zumindest Wasser und einen Vernetzer enthält, b) Entfernen von überschüssigem Behandlungsmittel von der gequollenen cellulosischen Schicht, c) Vernetzen der mit dem Behandlungsmittel gequollenen cellulosischen Schicht und d) Laminieren der vernetzten cellulosischen Schicht mit mindestens einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen Funktionsschicht.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als cellulosische Schicht eine CelluloseMembran verwendet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Vernet zer in Schritt a) ein Molekül ausgewählt wird, das mindestens zwei funktionelle Gruppen aufweist, die cellulosische Ketten oder Celluloseketten vernetzen können.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die funktionellen Gruppen ausgewählt sind aus der Gruppe der Epoxide, Alkohole, Aldehyde, Ketone, Harnstoffe oder Isocyanate.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Behandlungsmittel gemäß Schritt a) ein Vernetzungs katalysator zugegeben wird.
14. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch ge kennzeichnet, dass in Schritt a) das Quellen bei Raumtemperatur durchgeführt wird.
15. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 14, dadurch. kennzeichnet, dass in Schritt c) das Vernetzen bei einer Temperatur im Bereich von Raumtemperatur bis etwa 140 °C durchgeführt wird.
16. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 15, dadurch ge kennzeichnet, dass in Schritt c) das Vernetzen innerhalb von etwa 1 Minute bis etwa 2 Stunden durchgeführt wird.
17. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 16, dadurch ge kennzeichnet, dass in Schritt d) zum Laminieren eine Funktionsschicht ausge wählt wird, die aus einem Polyetherester, Polyetheramid oder Polyurethan be steht.
18. Verfahren zur Herstellung eines Laminats mindestens enthaltend eine cellulosi schen Schicht, die einen Porenbildner enthält, und eine wasserdichte, wasser dampfdurchlässige Funktionsschicht umfassend die Schritte a) Laminieren einer cellulosischen Schicht, die einen Porenbildner enthält, mit mindestens einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen Funktionsschicht, wodurch ein Ausgangslaminat erhalten wird, b) Quellen des Ausgangslaminats mit einem Behandlungsmittel, das Wasser und einen Vernetzer enthält, c) Entfernen von überschüssigem Behandlungsmittel vom Ausgangslaminat und d) Vernetzen der cellulosischen Schicht des Ausgangslaminats.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt a) als cellulosische Schicht eine CelluloseMembran eingesetzt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt a) als Funktionsschicht ein Polyetherester, Polyetheramid oder Polyurethan eingesetzt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass als Ver netzer in Schritt b) ein Molekül ausgewählt wird, das mindestens zwei funktio nellen Gruppen aufweist, die cellulosische Ketten oder Celluloseketten vernetzen können.
22. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die funktionellen Gruppen ausgewählt sind aus der Gruppe der Epoxide, Alkohole, Aldehyde, Ketone, Harnstoffe oder Isocyanate.
23. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 22, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Behandlungsmittel gemäß Schritt b) ein Vernetzungs katalysator zugegeben wird.
24. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 23, dadurch ge kennzeichnet, dass in Schritt b) das Quellen bei Raumtemperatur durchgeführt wird.
25. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 24, dadurch ge kennzeichnet, dass in Schritt d) das Vernetzen bei einer Temperatur im Bereich von Raumtemperatur bis etwa 140 °C durchgeführt wird.
26. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 25, dadurch ge kennzeichnet, dass in Schritt d) das Vernetzen innerhalb von etwa 1 Minute bis etwa 2 Stunden durchgeführt wird.
27. Bekleidungsstücke, geeignet als wasserdampfdurchlässiger Schutz vor giftigen Dämpfen, Aerosolen und biologischen Wirkstoffen und enthaltend ein Laminat nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8.
28. Bekleidungsstücke, geeignet als wasserdampfdurchlässiger Schutz vor giftigen Dämpfen, Aerosolen und biologischen Wirkstoffen und enthaltend ein Laminat hergestellt nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 17 oder 18 bis 26.
29. Bekleidungsstücke nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Bekleidungsstücke Arbeitskleidung, Arbeitsschutzkleidung, Militärschutz kleidung, Handschuhe, Arbeitsschuhe, Kopfbedeckungen und Trainingsanzüge sind.
Description:
Laminat, Verfahren zu seiner Herstellung und das Laminat enthaltende Bekleidungsstücke *** Beschreibung : Die vorliegende Erfindung betrifft ein Laminat, Verfahren zu seiner Herstellung und Bekleidungsstücke das Laminat enthaltend.

US 5 743 775 beschreibt ein Laminat für die Rückhaltung organischer Dämpfe, Ae- rosole und biologischer Wirkstoffe. Das Laminat ist für Wasserdampf permeabel und umfasst zumindest drei Schichten, wobei wenigstens eine Schicht eine cellulosische Sperrschicht ist, auf die beidseitig eine wasserdampfdurchlässige aber wasserdichte Schicht, d. h. eine atmungsaktive Schicht, laminiert ist. Ein Nachteil dieses Laminats besteht darin, dass beim Waschen des Laminats unter haushaltsüblichen Bedingun- gen und anschließendem Trocknen Faltenbildung und teilweise Delaminierung der cellulosischen Schicht von der atmungaktiven Schicht oder sogar ein Reißen der cellulosischen Schicht auftritt.

Daher stellt sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe, ein Laminat und Verfahren zu dessen Herstellung zur Verfügung zu stellen, wodurch die genannten Nachteile zumindest deutlich verringert werden.

Diese Aufgabe wird-gelöst durch ein Laminat mindestens enthaltend eine vernetzte cellulosische Schicht, die einen Porenbildner enthält, und eine wasserdichte, was- serdampfdurchlässige Funktionsschicht.

Überraschenderweise wurde gefunden, dass beim Waschen und Trocknen des er- findungsgemäßen Laminats eine Faltenbildung oder Delaminierung der cellulosi- schen Schicht von der atmungsaktiven Schicht oder ein Reißen der cellulosischen Schicht zumindest deutlich verringert wird oder sogar überhaupt nicht mehr beob- achtet wird. Dabei wird unter dem Begriff Waschen eine Nassbehandlung mit Was- ser, z. B. eine übliche Haushaltswäsche bei 30 °C, 60 °C oder 95 °C oder bei einer anderen in Haushaltswaschmaschinen einstellbaren Temperatur verstanden.

Als Porenbildner, der in der cellulosischen Schicht des erfindungsgemäßen Laminats enthalten ist, kommen alle für cellulosische Schichten bekannten Porenbildner in Frage, wie z. B. Glycerin oder Polyethylenglykol, wobei die eben genannten Substan- zen zusätzlich eine Weichmacherfunktion ausüben.

Bevorzugt ist die cellulosische Schicht des erfindungsgemäßen Laminats auf beiden Seiten mit einer Funktionsschicht laminiert.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Funktionsschicht des erfin- dungsgemäßen Laminats mit einem textilen Flächengebilde laminiert, z. B. auf der von der cellulosischen Schicht abgewandten Seite. Das textile Flächengebilde be- steht z. B. aus einem Futterstoff aus den für Futterstoffen bekannten Fasern, wie et- wa aus Polyesterfasern.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die cellulosische Schicht des er- findungsgemäßen Laminats eine Cellulosefolie, z. B. eine von der Membrana GmbH unter der Bezeichnung Cuprophans erhältliche Cellulosemembran mit einer Dicke von beispielsweise 80 um.

Das erfindungsgemäße Laminat enthält eine vernetzte cellulosische Schicht, d. h. eine Schicht, in der cellulosische Polymerketten miteinander verbunden sind. Dabei ist es im Prinzip unerheblich, auf welche Weise die genannte Verbindung zustande kommt. So kann beispielsweise das erfindungsgemäße Laminat cellulosische Ketten enthalten, die unmittelbar, d. h. durch Kondensation funktioneller Gruppen in benach- barten cellulosischen Ketten, verbunden sind. Erfindungsgemäß bevorzugt, weil ein- fach realisierbar, ist jedoch ein Laminat, dessen vernetzte cellulosische Schicht einen Vernetzer enthält, der mittels mindestens zweier funktioneller Gruppen Celluloseket- ten in der cellulosischen Schicht kovalent verbindet, wobei die funktionellen Gruppen besonders bevorzugt aus der Gruppe der Aldehyde, Ketone, Harnstoffe, Epoxide, Alkohole oder Isocyanate ausgewählt sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Laminat einen zur Vernetzung eingesetzten Katalysator, wie z. B. MgC12.

Die wasserdampfdurchlässige, wasserdichte Funktionsschicht des erfindungsgemä- ßen Laminats kann im Prinzip aus jedem Material aufgebaut sein, das über die ge- nannte Eigenschaftskombination, d. h. über Atmungsaktivität, verfügt. Vorzugsweise ist jedoch die Funktionsschicht des erfindungsgemäßen Laminats ein Polyetherester, Polyetheramid oder Polyurethan, weil sich diese Polymere durch ein besonders ho- hes Maß an Atmungsaktivität auszeichnen.

Die Aufgabe wird des weiteren gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines wie vorstehend beschriebenen Laminats umfassend die Schritte a) Quellen einer cellulosischen Schicht mit einem Behandlungsmittel, das zumindest Wasser und einen Vernetzer enthält, b) Entfernen von überschüssigem Behandlungsmittel von der gequollenen cellulosischen Schicht, c) Vernetzen der mit dem Behandlungsmittel gequollenen cellulosischen Schicht und d) Laminieren der vernetzten cellulosischen Schicht mit mindestens einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen Funktionsschicht.

Als Porenbildner, der in der cellulosischen Schicht erfindungsgemäß enthalten ist, kommen alle für cellulosische Schichten bekannten Porenbildner in Frage, wie z. B.

Glycerin oder Polyethylenglykol, wobei die eben genannten Substanzen zusätzlich eine Weichmacherfunktion ausüben.

Das Quellen der cellulosischen Schicht in Schritt a) in einem Behandlungsmittel, das zumindest Wasser und einen Vernetzer enthält, erleichtert das Eindiffundieren des Vernetzers in die cellulosische Schicht, wobei das Wasser diffusionsbeschleunigend wirkt. Zusätzlich kann das in Schritt a) eingesetzte Behandlungsmittel Porenbildner und Weichmacher enthalten, wie z. B. Glycerin oder Polyethylenglykol, die dem Her- ausdiffundieren der Porenbildner und Weichmacher aus der cellulosischen Schicht entgegenwirken. Das Quellen der cellulosischen Schicht in Schritt a) kann grund- sätzlich mit jedem Verfahren durchgeführt werden, das ein Eindiffundieren des Ver- netzers in die cellulosische Schicht ermöglicht, z. B. durch Eintauchen der cellulosi- schen Schicht in das Behandlungsmittel oder durch Besprühen der cellulosischen Schicht mit dem Behandlungsmittel oder durch Führen der cellulosischen Schicht über eine Walze, auf der sich ein Film des Behandlungsmittels befindet.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als cellulosische Folie eine Cellulosefolie verwendet, z. B. eine von der Membrana GmbH unter der Bezeichnung Cuprophan erhältliche Cellulosemembran mit einer Dicke von beispielsweise 80 um.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Vernetzer vorzugsweise ein Molekül ausgewählt, das mindestens zwei funk- tionelle Gruppen aufweist, die cellulosische Ketten oder Celluloseketten vernetzen können, wobei funktionelle Gruppen, die aus der Gruppe der Epoxide, Alkohole, Al- dehyde, Ketone, Harnstoffe oder Isocyanate ausgewählt sind, besonders bevorzugt sind, und wobei letztere besonders bevorzugt in blockierter Form eingesetzt werden, weil sie in dieser Form das in Schritt a) des erfindungsgemäßen Verfahrens durch- geführte Quellen in einem wässrigen Behandlungsmittel unbeschadet überstehen.

Beispiele für Vernetzer, die aus der Gruppe der Epoxide ausgewählt sind, sind Bise- poxide, wie etwa Ethylenglykoldiglycidylether, der unter der Bezeichnung DENACOL EX-810 von NAGASE CHEMICALS LTD erhältlich ist, oder Moleküle, die Epoxid- und Alkohohlgruppen aufweisen, wie etwa Sorbitolpolyglycidylether, der unter der Bezeichnung DENACOL EX-611 ebenfalls von NAGASE CHEMICALS LTD erhältlich ist.

Beispiele für Vernetzer, die aus der Gruppe der Alkohole ausgewählt sind, sind hy- droxyfunktionalisierte cyclische Harnstoffderivate wie etwa N-Methyloldihydroxy- ethylenharnstoff, der unter der Bezeichnung Arkofix NDS von Cariant erhältlich ist, oder Dimethyldihydroxyethylenharnstoff, der unter der Bezeichnung Arkofix NZF ebenfalls von Cariant erhältlich ist.

Beispiele für Vernetzer, die aus der Gruppe der Isocyanate ausgewählt sind, sind insbesondere blockierte Isocyanate wie etwa die von BAYER erhältlichen Verbin- dungen BAYPRET CA 40 175, ein Bisulfid geblocktes Isocyanat oder BAYGARD 40 140, das seit 1999 unter der Bezeichnung BAYGARD EDW vertrieben wird und ein oximgeblocktes Triisocyanat darstellt. Die BAYGARD-Vernetzer haben insbesondere den Vorteil, dass ihr Einsatz im erfindungsgemäßen Verfahren zur Laminaten führt, bei denen eine Faltenbildung oder Delaminierung der cellulosischen Schicht von der atmungsaktiven Schicht oder ein Reißen der cellulosischen Schicht praktisch nicht mehr beobachtet wird.

Die BAYPRET-und BAYGARD-Vernetzer haben ferner den Vorteil, dass sie als Fol- ge ihrer hohen Reaktivität im erfindungsgemäßen Verfahren ohne Vernetzungs- katalysator eingesetzt werden können. Bei etwas weniger aktiven Vernetzern, wie etwa solchen von Arcofix-Typ, wird dem Behandlungsmittel gemäß schritt a) vor- zugsweise ein Vernetzungskatalysator zugegeben, wie z. B. MgCl2.

Das in Schritt a) des erfindungsgemäßen Verfahrens durchgeführte Quellen findet bereits bei Raumtemperatur innerhalb von wenigen Sekunden bis ca. 10 Minuten, also genügend schnell statt, so dass das Quellen bevorzugt in diesem Temperatur- bereich durchgeführt wird.

Das in Schritt d) des erfindungsgemäßen Verfahrens stattfindende Vernetzen findet bei einer Temperatur statt, die je nach eingesetztem Vernetzer und gegebenenfalls Katalysator einerseits zu einer ausreichend schnellen Vernetzungsgeschwindigkeit führt, andererseits aber die cellulosische Schicht nicht thermisch abbaut. Somit kann das Vernetzen im erfindungsgemäßen Verfahren in einem breiten Temperaturbereich durchgeführt werden. Vorzugsweise wird das Vernetzen bei einer Temperatur im Be- reich von Raumtemperatur bis etwa 140 °C durchgeführt.

Es versteht sich von selbst, dass angesichts der verschiedenen mit oder ohne Kata- lysator einsetzbaren Vernetzern und Temperaturen die Zeiten, in denen das Vernet- zen stattfindet, in einem breiten Bereich liegen. Vorzugsweise wird das Vernetzen innerhalb von etwa 1 Minute bis etwa 2 Stunden durchgeführt.

In Schritt d) des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die vernetzte cellulosische Schicht mit einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen, d. h. mit einer atmungs- aktiven Funktionsschicht laminiert, wobei bevorzugt eine Funktionsschicht aus einem Polyetherester, Polyetheramid oder Polyurethan ausgewählt wird, weil sich diese Polymere durch eine besonders hohe Atmungsaktivität auszeichnen. Das Laminieren kann beispielsweise durch punktweises Verkleben der cellulosischen Schicht mit der Funktionsschicht geschehen. Vor dem Laminieren wird die vernetzte cellulosische Schicht getrocknet, falls sie nicht schon während des Vernetzens getrocknet ist.

Ferner wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Laminats mindestens enthaltend eine cellulosischen Schicht, die einen Porenbildner. enthält, und eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht umfassend die Schritte a) Laminieren einer cellulosischen Schicht, die einen Porenbildner enthält, mit mindestens einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen Funktions- schicht, wodurch ein Ausgangslaminat erhalten wird, b) Quellen des Ausgangslaminats mit einem Behandlungsmittel, das Wasser und einen Vernetzer enthält, c) Entfernen von überschüssigem Behandlungsmittel vom Ausgangslaminats und d) Vernetzen der cellulosischen Schicht des Ausgangslaminats.

Dabei gilt für die cellulosische Schicht, den Porenbildner, die Funktionsschicht, das Quellen, das Behandlungsmittel, den Vernetzer und das Vernetzen das bereits Aus- geführte, da der wesentliche Unterschied zum zuvor beschriebenen erfindungsge- mäßen Verfahren nur darin besteht, dass bereits ein Ausgangslaminat aus einer cellulosischen Schicht und einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen, also einer atmungsaktiven Funktionsschicht eingesetzt wird, die vorzugsweise aus den bereits genannten Gründen aus einem Polyetherester, Polyetheramid oder Poly- urethan besteht.

Bekleidungsstücke, die ein erfindungsgemäßes Laminat oder ein nach einem der erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes Laminat enthalten, eignen sich als was- serdampfdurchlässiger Schutz vor giftigen Dämpfen, Aerosolen und biologischen Wirkstoffen.

Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Bekleidungsstücke sind Ar- beitskleidung, Arbeitsschutzkleidung, Militärschutzkleidung, Handschuhe, Arbeits- schuhe, Kopfbedeckungen und Trainingsanzüge.

Die Beurteilung der Neigung der erfindungsgemäßen Laminate zum Faltenbilden, Delaminieren oder Reißen während des Waschens und Trocknens wird gemäß der folgenden Bewertung vorgenommen, wobei als Referenz ein Laminat dient, das sich vom erfindungsgemäßen Laminat lediglich darin unterscheidet, das die cellulosi- schen Schicht nicht erfindungsgemäße behandelt ist.

+ bedeutet einen deutlich erhöhten Widerstand des Laminats gegen Faltenbildung, Delaminieren oder Reißen der cellulosischen Schicht.

++ bedeutet kaum noch Faltenbildung, Delaminieren oder Reißen der cellulosischen Schicht.

+++ bedeutet keinerlei Faltenbildung, Delaminieren und Reißen der cellulosischen Schicht.

Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert.

Beispiel 1 Eine Cuprophan Membran mit einer Dicke von 80 um von Membrana GmbH wird in einem Behandlungsmittel gequollen, das aus H20, Glycerin, Denacol EX-810 und NaOH mit den in Tabelle 1 angegebenen Gewichtsteilen besteht. Danach wird die Membran mit den ebenfalls in Tabelle 1 angegebenen Werten von Temperatur T und Zeit t vernetzt. Nr. Zusammensetzung des Behandlungsmittels T t Bewertung H2O : Glycerin : Denacol EX-810 : NaOH °C min. 1 79,75 : 10,0 : 10,0 : 0,25 100 60 + 2 79,75 : 10,0 : 10,0 : 0,25 100 120 + 3 79,50 : 10,0 : 10,0 : 0,50 100 60 + 4 79,50 : 10,0 : 10,0 : 0,50 100 120 + 5 79,50 : 10,0 : 10,0 : 0,50 120 60 + 6 79,00 : 10,0 : 10,0 : 1,0 100 60 + 7 79,50 : 10,0 : 10,0 : 1,0 100 120 + Tabelle 1 : Vernetzung einer Cuprophan-Membran mit Denacol EX-810 Mit den behandelten Cellulosemembranen von Tabelle 1 hergestellte Laminate mit einer atmungsaktiven Funktionsschicht zeigen nach Waschen und Trocknen einen deutlich erhöhten Widerstand gegen Faltenbildung, Delaminierung oder Reißen der Cuprophan-Membran im vergleich zu Laminaten, die unter den gleichen Bedingun- gen aber mit einer unbehandelten Cuprophan-Membran hergestellt werden.

Beispiel 2 Eine Cuprophan Membran mit einer Dicke von 80 um von Membrana GmbH wird in einem Behandlungsmittel gequollen, das aus H2O, Arcofix NDS und MgCI2 mit den in Tabelle 2 angegebenen Gewichtsteilen besteht. Danach wird die Membran mit den ebenfalls in Tabelle 2 angegebenen Werten von Temperatur T und Zeit t vernetzt. Nr Zusammensetzung des Behandlungsmittels T t Bewertung H2O : Arcofix NDS : MgCl2 °C min. 8 87 : 12 : 1 100 30 + 9 87 : 12 : 1 100 60 +++ 10 87 : 12 : 1 120 15 ++ Tabelle 2 : Vernetzung einer Cuprophan-Membran mit Arcofix NDS Ein mit der behandelten Cellulosemembran von Versuchsnummer 8 aus Tabelle 2 hergestelltes Laminat mit einer atmungsaktiven Funktionsschicht zeigt nach Wa- schen und Trocknen einen deutlich erhöhten Widerstand gegen Faltenbildung, Delaminierung oder Reißen der Cuprophan-Membran als ein Laminat, das unter den gleichen Bedingungen aber mit einer unbehandelten Cuprophan-Membran herge- stellt wurde. Ein Laminat, das mit einer Cuprophan-Membranen gemäß Ver- suchsnummer 10 aus Tabelle 2 hergestellt wurde, zeigt kaum noch eine Neigung zur Faltenbildung, Delaminierung oder Reißen der Cuprophan-Membran. Ein Laminat, das mit einer Cuprophan-Membran gemäß Versuchsnummer 9 aus Tabelle 2 herge- stellt wurde, zeigt keinerlei Faltenbildung, Delaminierung oder Reißen der Cupro- phan-Membran.

Beispiel 3 Eine Cuprophan Membran mit einer Dicke von 80 um von Membrana GmbH wird in einem Behandlungsmittel gequollen, das aus H20, Arcofix NZF und MgCl2 mit den in Tabelle 3 angegebenen Gewichtsteilen besteht. Danach wird die Membran mit den ebenfalls in Tabelle 3 angegebenen Werten von Temperatur T und Zeit t vernetzt. Nr. Zusammensetzung des Behandlungsmittels T t Bewertung H20 : Arcofix NZF : MgCl2 °C min. 11 87 : 12 : 1 100 30 + 12 87 12 1 100 60 + Tabelle 3 : Vernetzung einer Cuprophan-Membran mit Arcofix NZF Laminate, die mit den behandelten Cellulosemembranen von Tabelle 3 und mit einer atmungsaktiven Funktionsschicht hergestellt werden, zeigen nach Waschen und Trocknen einen deutlich erhöhten Widerstand gegen Faltenbildung, Delaminierung oder Reißen der Cuprophan-Membran im Vergleich zu Laminaten, die unter den gleichen Bedingungen aber mit einer unbehandelten Cuprophan-Membran herge- stellt werden.

Beispiel 4 Eine Cuprophan Membran mit einer Dicke von 80 um von Membrana GmbH wird in einem Behandlungsmittel gequollen, das aus H20 und BAYPRET CA 40175 mit den in Tabelle 4 angegebenen Gewichtsteilen besteht. Danach wird die Membran mit den ebenfalls in Tabelle 4 angegebenen Werten von Temperatur T und Zeit t vernetzt. Nr. Zusammensetzung des Behandlungsmittels T t Bewertung H20 : BAYPRET CA 40175 °C min. 13 90 : 10 100 60 14 90 : 10 100 120 Tabelle 4 : Vernetzung einer Cuprophan-Membran mit BAYPRET CA 40175 Laminate, die mit den behandelten Cellulosemembranen von Tabelle 4 und mit einer atmungsaktiven Funktionsschicht hergestellt werden, zeigen nach Waschen und Nr. Zusammensetzung des Behandlungsmittels T t Bewertung H20 : BAYGARD CA 40140 °C min. 15 90 : 10 140 15 +++ Trocknen eine deutlich erhöhten Widerstand gegen Faltenbildung, Delaminierung oder Reißen der Cuprophan-. Membran im Vergleich zu Laminaten, die unter den gleichen Bedingungen aber mit einer unbehandelten Cuprophan-Membran herge- stellt wurden.

Beispiel 5 Eine Cuprophan Membran mit einer Dicke von 80 um von Membrana GmbH wird in einem Behandlungsmittel gequollen, das aus H20 und BAYGARD CA 40140 mit den in Tabelle 5 angegebenen Gewichtsteilen besteht. Danach wird die Membran mit den ebenfalls in Tabelle 5 angegebenen Werten von Temperatur T und Zeit t vernetzt.

Tabelle 5 : Vernetzung einer Cuprophan-Membran mit BAYGARD CA 40140 Laminate, die mit einer behandelten Cellulosemembran von Tabelle 5 und mit einer atmungsaktiven Funktionsschicht hergestellt werden, zeigen nach Waschen und Trocknen keinerlei Faltenbildung, Delaminierung oder Reißen der Cuprophan-Mem- bran.

Beispiel 6 Eine Cuprophan Membran mit einer Dicke von 80 um von Membrana GmbH wird in einem Behandlungsmittel gequollen, das aus H20, Polyethylenglykol mit einem mittleren Molekulargewicht von 4000 (PEG 4000) und BAYGARD EDW mit den in Tabelle 6 angegebenen Gewichtsteilen besteht. Danach wird die Membran mit den ebenfalls in Tabelle 6 angegebenen Werten von Temperatur T und Zeit t vernetzt. Nr. Zusammensetzung des Behandlungsmittels T t Bewertung H20 : PEG4000 : BAYGARD EDW °C min. 16 87,5 : 2, 5 : 10, 0 140 1 ++ 17 90, 0 : 5, 0 : 5, 0 140 1 ++ 18 92,5 : 2, 0 : 5, 0 140 1 +++ 19 95, 0 : 2, 5 : 2,5 140 1 +++ Tabelle 6 : Vernetzung einer Cuprophan-Membran mit BAYGARD EDW Laminate mit einer atmungsaktiven Funktionsschicht und mit der Cuprophan-Mem- bran Nr. 16 oder 17 von Tabelle 6 zeigen nach Waschen und Trocknen kaum noch eine Faltenbildung, Delaminierung oder ein Reißen der Cuprophan-Membran. Lami- nate, die mit einer atmungsaktiven Funktionsschicht und mit der Cuprophan-Mem- bran Nr. 18 oder 19 von Tabelle 6 hergestellt werden, zeigen nach Waschen und Trocknen keinerlei Faltenbildung, Delaminierung oder Reißen der Cuprophan-Mem- bran.