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Patent Searching and Data


Title:
LAMINATED-VENEER-LUMBER PRODUCT AND METHOD FOR PRODUCING THE SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/015162
Kind Code:
A1
Abstract:
A laminated-veneer-lumber product made from veneer panels (T) which are glued, and pressed, to one another in a plurality of layers, at least one layer having a plurality of veneer panels which butt against one another and, at the butt joints, have a respective scarfing zone (Z), in which the thickness of the veneer panel decreases in the direction of an outer periphery (S) of the scarfing zone (Z), said periphery at the same time forming the periphery of the veneer panel (T), and which is delimited in the inward direction by an inner periphery (R), from which the veneer panel is at its full thickness (d), characterized in that at least the inner periphery (R) of the scarfing zone (Z), as seen in plan view, runs in an undulating manner.

Inventors:
HANSES, Josef (Auf der Knippe 20, Meschede-Remblinghausen, 59872, DE)
Application Number:
EP2017/066829
Publication Date:
January 25, 2018
Filing Date:
July 05, 2017
Export Citation:
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Assignee:
HANSES SÄGEWERKSTECHNIK GMBH & CO. KG (Zum Osterfeld 2, Meschede-Remblinghausen, 59872, DE)
International Classes:
B27D1/10
Foreign References:
CH267167A1950-03-15
JP2013256128A2013-12-26
US0796176A1905-08-01
US2571603A1951-10-16
DE887702C1953-08-27
DE202015102518U12016-08-17
DE102015117931A12017-04-27
Attorney, Agent or Firm:
TER MEER STEINMEISTER & PARTNER MBB (Artur-Ladebeck-Str. 51, Bielefeld, 33617, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Furnierschichtholzprodukt aus in mehreren Lagen mit einander verleimten und verpressten Furniertafeln (T), bei denen mindestens eine Lage mehrere auf Stoß anein- ander anliegende Furniertafeln (T) aufweist, die an den Stoßstellen jeweils eine Schäf- tungszone (Z) aufweisen, in der die Dicke der Furniertafel zu einem äußeren Rand (S) der Schäftungszone (Z), der zugleich den Rand der Furniertafel (T) bildet, hin abnimmt und die nach innen durch einen inneren Rand (R) begrenzt wird, von dem ab die Furniertafel ihre volle Dicke (d) hat, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der innere Rand (R) der Schäftungszone (Z) in der Draufsicht wellenförmig verläuft.

2. Furnierschichtholzprodukt nach Anspruch 1, bei dem der äußere Rand (S) der Furniertafeln (T) geradlinig verläuft.

3. Furnierschichtholzprodukt nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Oberfläche des Furniers in der Schäftungszone (Z) ein konstantes Gefälle aufweist.

4. Verfahren zur Herstellung eines Furnierschichtholzprodukts nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Schäftungszone (Z) mit einem Werkzeug (40) herge- stellt wird, das relativ zu der Furniertafel (T) längs des Randes (S) dieser Furniertafel bewegt wird, wobei die Höhe des Werkzeugs (40) relativ zu der Furniertafel durch eine an dem Furnier abrollende Tastrolle (52) bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Tastrolle (52) eine nicht kreisförmige äußere Umfangskontur aufweist. 5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem die Schäftungszone (Z) an ihrem äußeren Rand (S) mit einem an dem Werkzeug (40) angeordneten Nutfräser (44) besäumt wird.

6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4 oder 5, mit einer Fräskopfeinheit (38), an der das Werkzeug (40) in der Form eines Fräskopfes sowie eine Tastrolle (52) so angeordnet sind, dass die Tastrolle am Furnier abrollt und das Werkzeug (40) in seiner Arbeitsposition hält, dadurch gekennzeichnet, dass die Tast- rolle (52) eine nicht kreisförmige äußere Umfangskontur hat.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der das Werkzeug (40) einen Nutfräser (44) zum Besäumen des Furniers aufweist.

8. Verfahren zur Herstellung eines Furnierschichtholzprodukts nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem ein Werkzeug (130) relativ zu der Furniertafel (T) längs eines Randes (S) dieser Furniertafel bewegt wird, um die Schäftungszone (Z) zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass während der Herstellung der Schäftungszone (Z) ein an die Bewegungsbahn des Werkzeugs (130) angrenzender Randbereich der Furniertafel (T) zwischen einer Unterlage (122) und einem Druckschuh (144) in einem wellenförmig verformten Zustand gehalten wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die Schäftungszone (Z) an ihrem äußeren Rand (S) mit einem Schneidwerkzeug (132) besäumt wird, während die Furniertafel zwischen der Unterlage (122) und dem Druckschuh (144) eingespannt ist.

10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 8 oder 9, mit einem Gestell (116), das eine Unterlage (122) für die Furniertafel (T) bildet, einem verstellbaren Druckschuh (144) zum Andrücken der Furniertafel gegen die Unterlage (122), und einem an dem Gestell (116) längs eines Randes (S) der Furniertafel verfahrbaren Wagen (118), an dem ein Werkzeug (130) zum Schäften der Furniertafel angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlage (122) und der Druckschuh (144) jeweils auf der der Furniertafel (T) zugewandten Seite wellenförmig profiliert sind.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der an dem Wagen (118) eine Besäumvorrichtung (128) zum Abtrennen eines Randstreifens (150) von dem Rand (S) der Furniertafel angeordnet ist.

Description:
FURNIERSCHICHTHOLZPRODUKT UND VERFAHREN ZU SEINER

HERSTELLUNG

Die Erfindung betrifft ein Furnierschichtholzprodukt aus in mehreren Lagen miteinander verleimten und verpressten Furniertafeln, bei dem mindestens eine Lage mehrere auf Stoß aneinander anliegende Furniertafeln aufweist, die an den Stoßkanten jeweils eine Schäftungszone aufweisen, in der die Dicke der Furniertafel zu einem äußeren Rand der Schäftungszone, der zugleich den Rand der Furniertafel bildet, hin abnimmt und die nach innen durch einen inneren Rand begrenzt wird, von dem ab die Furniertafel ihre volle Dicke hat.

In DE 887 702 C wird ein Verfahren zum Anschäften von Furnieren beschrieben, aus denen dann Furnierschichtholzprodukte hergestellt werden. Bei der Herstellung des Furnierschichtholzprodukts werden die Furniertafeln, die zu derselben Lage gehören, so aneinander angelegt, dass sie einander mit ihren Schäftungszonen überlappen. Auf diese Weise wird ein guter Verband zwischen den Furniertafeln erreicht, ohne dass andererseits das Material in der Überlappungszone zu dick aufträgt.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Homogenität von Furnierschichtholzprodukten weiter zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens der innere Rand der Schäftungszone in der Draufsicht wellenförmig verläuft.

Bei herkömmlichen Furnierschichtholzprodukten verläuft der innere Rand der Schäf- tungszone geradlinig in gleichbleibendem Abstand zum ebenfalls geradlinigen äußeren Rand. Da am inneren Rand der Schäftungszone die ebene Oberfläche des Hauptteils der Furniertafel an die schräg abfallende Oberfläche der Schäftungszone angrenzt, bildet der innere Rand der Schäftungszone eine Knicklinie, an der sich die Neigung der Oberfläche des Furniers abrupt ändert. Beim Verpressen der Furniertafeln werden die einander überlagernden Bereiche der Furniertafeln an diesen Knickstellen scharf abgeknickt, so dass sich gewisse Unstetigkeitsstellen im Produkt ergeben. Dadurch, dass erfindungsgemäß der innere Rand der Schäftungszone wellenförmig verläuft, erhält man statt einer scharfen Knicklinie einen allmählichen Übergang vom Hauptteil der Furniertafel in die Schäftungszone. Außerdem hat die Schäftungszone auch in der Dicke ein wellenförmiges Profil, dass beim Verpressen der Furniertafeln zumindest zum Teil wieder flachgedrückt wird. Dadurch wird eine größere Kompressibilität des Furniers und damit eine bessere Verteilung der mechanischen Spannungen innerhalb des Produkts erreicht und die Entstehung von lokalen Spannungsspitzen vermieden. Zugleich wird beim Legen der Furniertafeln eine größere Toleranz gegenüber Positionsabweichungen erreicht, da Lücken oder Materialaufdopplungen, die beim Legen dadurch entstehen könnten, dass der äußere Rand der einen Furniertafel nicht exakt mit dem inneren Rand der Schäftungszone der anderen Furniertafel zusammenfällt, durch den wellenförmigen Verlauf dieses Randes gemildert werden. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Gegenstand der Erfindung sind auch Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung der erfindungsgemäßen Furnierschichtholzprodukte. In einer Ausführungsform werden die Schäftungszonen mit dem wellenförmig verlaufenden Rand durch sogenanntes Nassschäften bereits während des Schälens des Furniers hergestellt. In einer anderen Ausführungsform werden die Schäftungszonen durch sogenanntes Trockenschäften erst nach dem Trocknen der Furniertafeln mit Hilfe eines Fräs- oder Schleifwerkzeugs hergestellt.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Teils einer Furniertafel für ein

Furnierschichtholzprodukt gemäß der Erfindung;

Fig. 2 eine Prinzipskizze eines Legeprozesses bei der Herstellung des Furnierschichtholzes;

Fig. 3 eine schematische Ansicht eines Endes einer Furnierschälvorrichtung aus der Richtung gesehen, in welcher das abgeschälte Furnier abtransportiert wird;

Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV -IV in Fig. 3;

Fig. 5 eine Frontansicht einer Furniertafel mit einer Schäftungszone; Fig. 6 und 7 Skizzen zur Erläuterung eines Verfahrens zur Herstellung der Schäftungszone nach Fig. 5;

Fig. 8 eine Schäftungszone einer Furniertafel gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel in der Draufsicht; Fig. 9 und 10 Prinzipskizzen zur Erläuterung eines Verfahrens zur Herstellung der Schäftungszone nach Fig. 8; eine perspektivische Ansicht der wesentlichen Teile einer Vorrichtung zum Schäften von Furnieren gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel; eine Seitenansicht der Vorrichtung aus Richtung der Pfeile XII-XII in Fig. 11; eine Ansicht entsprechend Fig. 2, bei der jedoch Teile der Vorrichtung fortgelassen wurde, um andere Teile deutlicher zu zeigen; und

Fig. 14 einen Schnitt längs der Linie XIV -XIV in Fig. 13.

In Fig. 1 ist perspektivisch ein Abschnitt eines Randbereiches einer Furniertafel T gezeigt, die an der Unterseite eine Schäftungszone Z aufweist. In dieser Schäftungszone nimmt die Dicke der Furniertafel von dem nominalen Wert d, den sie im Hauptteil der Furniertafel hat, auf nahezu null am äußeren Rand S der Furniertafel und der Schäf- tungszone ab. In der Schäftungszone Z hat die in Fig. 1 untere Oberfläche der Furniertafel ein konstantes Gefälle. Zum Inneren der Furniertafel hin wird die Schäftungszone Z durch einen Rand R begrenzt, an dem die Furniertafel ihre nominale Dicke d erreicht.

Die Besonderheit der Furniertafel T besteht darin, dass der innere Rand R der Schäftungszone Z nicht geradlinig verläuft, sondern wellenförmig. Das hat zur Folge, dass die Position P, an der die untere Oberfläche der Furniertafel einen Knick aufweist, längs des Randes S der Furniertafel periodisch variiert.

Fig. 2 illustriert schematisch einen Prozess, bei dem mit Hilfe einer Stapelvorrichtung V beleimte Furniertafeln T der in Fig. 1 gezeigten Art zu einem sogenannten "Buch" ge- legt werden, in dem die Furniertafeln T in mehreren Lagen übereinander auf einem Förderer F liegen. Mit dem Förderer F werden die Furniertafeln dann in Form eines endlosen Stranges zu einer Durchlaufpresse transportiert, in der sie durch Druck und Hitze zu einem Furnierschichtholzkörper verpresst werden.

Wie Fig. 2 zeigt, werden die zu derselben Lage gehörenden Furniertafeln T jeweils so aneinander gelegt, dass ihre Schäftungszonen Z einander überlappen.

Jede Furniertafel T hat zwei Schäftungszonen Z, nämlich eine am in Transportrichtung des Förderers F vorderen Rand und eine am hinteren Rand. Herstellungsbedingt befinden sich zumeist beide Schäftungszonen auf derselben Seite der Furniertafel, anders als in Fig. 2 dargestellt ist. Beim Legen und spätestens beim Verpressen der Furniertafeln wird das Furnier in den Schäftungszonen Z dann so gebogen, dass sich die Schäftungszonen zumindest annähernd zu der nominalen Dicke d der Furniertafeln ergänzen. Etwaige Positionstoleranzen können zu einer zu starken oder zu schwachen Überlappung der Schäftungszonen führen. Aufgrund des wellenförmigen Verlaufes der Ränder R der Schäftungszonen werden jedoch die durch die Fehlpositionierung entstehenden Störstellen gemildert. Auch die Dicke des Furniers weist in den Schäftungszonen wellenförmige Schwankungen auf. Diese Welligkeit der Furniere in der Schäftungszone wird beim Verpressen ausgeglichen. Insgesamt führt dann der wellenförmige Verlauf der inneren Ränder R der Schäftungszonen dazu, dass die Übergänge zwischen den aneinander anliegenden Furniertafeln T in wünschenswerter Weise verwischt werden.

Anhand der Fig. 3 bis 7 werden nun eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung der Schäftungszonen Z mit dem wellenförmig verlaufenden Rand R beschrieben.

In Fig. 3 ist schematisch ein Ende einer Furnierschälvorrichtung mit einem Lagergestell 10 gezeigt, von dem hier eine Seitenwand 12, eine Rückwand 14 und ein Boden 16 sichtbar sind. In der Seitenwand 12 und entsprechend in einer hier nicht sichtbaren ge- genüberliegenden Seitenwand sind Pinolen 18 drehbar gelagert, die zum Einspannen eines Rundholzes 20 dienen, beispielsweise eines auf geeignete Länge geschnittenen und entrindeten Baumstamms.

Parallel zu dem Rundholz 20 erstreckt sich ein Messerbalken 22 mit einem Schälmesser 24, das in Fig. 1 unsichtbar auf der Rückseite des Messerbalkens 22 liegt und von dem nur die Schneide gestrichelt angedeutet ist. Der Messerbalken ist mit seinen entgegengesetzten Enden durch Führungen 26 vertikal verstellbar im Lagergestell 10 gehalten.

Oberhalb des Rundholzes 20 ist eine Druckrolleneinheit 28 angeordnet, an der zwei Sätze von Druckrollen 30 drehbar gelagert sind. Die Druckrollen 30 sind an der Unterseite eines Trägers 32 angeordnet, der mit Tragarmen 34 an einem nicht gezeigten Antrieb aufgehängt und in vertikaler Richtung relativ zu dem Lagergestell 10 beweglich ist. Mit Hilfe des Antriebs wird die Druckrolleneinheit 28 so gegen das Rundholz 20 angedrückt, dass die Druckrollen 30 am Umfang des Rundholzes abrollen und einen Teil der vom Schälmesser 24 auf das Rundholz ausgeübten Reaktionskraft aufnehmen.

Das Rundholz 20 wird mit Hilfe eines nicht gezeigten Antriebs, der auf die Pinolen 18 und/oder auf die Druckrollen 30 wirkt, um seine Längsachse gedreht, während das Schälmesser 24 mit seiner Schneide so gegen die Umfangsfläche des Rundholzes ange- stellt ist, dass eine endlose Furnierbahn 36 von dem Rundholz abgeschält wird. Die Furnierbahn 36 wird oberhalb des Bodens 16 des Lagergestells abgezogen, in Fig. 1 in der Richtung auf den Betrachter zu, weshalb die Furnierbahn hier im Schnitt dargestellt ist. Während die Druckrollen 30 in einem gewissen Abstand zu den Seitenwänden des Lagergestells und zu den Enden des Rundholzes 20 angeordnet sind, ist der Träger 32 über die Druckrollen hinaus in Richtung auf die Seitenwand 12 verlängert, und er trägt in diesem Teil eine Fräskopfeinheit 38 mit einem drehantreibbaren Fräskopf 40. Der Fräskopf 40 weist ein konisches Schäftungswerkzeug 42 auf, das sich in Richtung auf die Seitenwand 12 im Durchmesser erweitert. Genauer gesagt wird das Schäftungswerk- zeug durch nicht näher gezeigte Messer gebildet, deren Schneiden in einer gemeinsamen konischen HüUfläche liegen. An das äußere, den größten Durchmesser aufweisende Ende des Schäftungswerkzeugs 42 schließt sich ein radial vorspringender Nutfräser 44 an.

Der Fräskopf 40 und ein zugehöriger Antrieb 46 sind am freien Ende einer Schwinge 48 montiert, deren entgegengesetztes, in Fig. 1 vom Betrachter abgewandtes Ende schwenkbar in Lagerböcken 50 gelagert ist, die von der Unterseite des Trägers 32 vorspringen. Die Schwinge 48 ist gabelförmig gestaltet und trägt auf der dem Fräskopf 40 entgegengesetzten Seite eine drehbare Tastrolle 52, deren Achse in Verlängerung der Drehachse des Fräskopfes 40 liegt. Der Außendurchmesser der Tastrolle 52 stimmt annähernd mit dem kleinsten Durchmesser des konischen Schäftungswerkzeugs 42 überein.

Oberhalb der Schwinge 48 bildet der Träger 32 eine parallel zu der Schwinge vorspringende Zunge, und zwischen dem freien Ende dieser Zunge und dem freien Ende der Schwinge 48 ist eine Druckfeder 54 angeordnet, die die Fräskopfeinheit 38 nach unten vorspannt und so die Tastrolle 52 und den Fräskopf 40 an der Umfangsfläche des Rundholzes 20 in Anlage hält.

Durch den Nutfräser 44 wird in geringem Abstand zum Ende des Rundholzes 20 eine Nut 56 gefräst, und an den inneren Rand dieser Nut schließt sich eine konische Schäf- tungszone 58 an, die in der Umfangsfläche des Rundholzes ausläuft und mit Hilfe des Schäftungswerkzeugs 42 hergestellt wird.

Wenn ein Umfangsbereich des Rundholzes 20, der in dieser Weise mit dem Fräskopf 40 bearbeitet wurde, das Schälmesser 24 erreicht, so wird eine äußere Umfangsschicht abgeschält, die die Furnierbahn 36 bildet. Die Dicke des Furniers ist kleiner als die Tiefe der Nut 56, so dass beim Schälen ein jenseits der Nut 56 liegender Saum vom Hauptteil der Furnierbahn abgetrennt wird. Der Hauptteil der Furnierbahn 36 erhält auf diese Weise eine saubere Stosskante 60, die durch eine der beiden Flanken der zuvor hergestellten Nut 56 gebildet wird. Von dieser Stosskante aus nimmt die Dicke des Furniers in der Schäftungszone 58 linear zu, bis schließlich die volle Furnierdicke erreicht ist. In Fig. 4 verläuft die Schnittebene durch die Schwinge 48, und man erkennt den Arm der Schwinge, der die Tastrolle 52 trägt. Außerdem ist hier die Anordnung der Feder 54 relativ zu dem Schwenklager 62 zu erkennen. Die Feder 54 ist eine Schraubendruckfeder, die im gespannten Zustand ein Drehmoment auf die Schwinge 48 ausübt, so dass die Tastrolle 52 und der Fräskopf gegen das Rundholz 20 gedrückt werden.

In dem Maße, wie bei fortschreitendem Abschälen der Furnierbahn 36 der Radius des Rundholzes 20 abnimmt, muss das Schälmesser 24 nach oben bewegt werden, während sich die Druckrolleneinheit 28 in gleichem Maße nach unten bewegt, so dass die Druckrollen 30 mit der Umfangsfläche des Rundholzes 20 in Anlage bleiben. Damit bleibt auch die korrekte Positionierung der Fräskopfeinheit 38 in Bezug auf das Rundholz 20 erhalten.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind zwei Fräskopfeinheiten 38 spiegelbildlich an entgegengesetzten Enden des Trägers 32 vorgesehen, und beide werden gemeinsam mit der Druckrolleneinheit 20 entsprechend dem abnehmenden Radius des Rundholzes nachgeführt.

Weitere Einzelheiten der oben beschriebenen Vorrichtung werden in der älteren Gebrauchsmusteranmeldung DE 20 2015 102 518 näher beschrieben.

Die Materialbahn 36 wird in einem späteren, nicht gezeigten Bearbeitungsschritt in die einzelnen Furniertafeln T aufgeteilt, so dass die in Fig. 1 gezeigte Schäftungszone 58 dann eine der Schäftungszonen Z bildet. Der wellenförmige Verlauf des inneren Randes R der Schäftungszone Z wird bei der hier beschriebenen Vorrichtung dadurch er- reicht, dass, wie in Fig. 4 gezeigt ist, die Tastrolle 52 eine leicht elliptische Kontur auf- . C) _

weist und somit von der perfekten Kreisform (in Fig. 4 strichpunktiert angedeutet) abweicht. Wenn die Tastrolle an dem Rundholz 20 abrollt, kommt es daher zu periodischen Höhenschwankungen der Schwinge 48 und des daran gelagerten Fräskopfes 40. Das führt dazu, dass die Schäftungszone 58 insgesamt ein wellenförmiges Profil erhält. In Fig. 5 sieht man das wellenförmige Profil der Stoßkante 60 (am äußeren Rand S der Schäftungszone in Fig. 1). Da man in Fig. 5 jedoch von der Seite her auf die Materialbahn 36 und deren Schäftungszone 58 blickt, ist der wellenförmige Verlauf des inneren Randes R der Schäftungszone hier nicht zu erkennen.

Fig. 6 zeigt den Fräskopf 40 in seiner höchsten Position relativ zur Materialbahn 36, entsprechend etwa der Position pl in Fig. 5. In dieser Position kann der Nutfräser 44 das Furnier gerade eben noch durchtrennen. Die konische Umfangsfläche des Fräskopfes 40 ist leicht von der Materialbahn 36 abgehoben, so dass nur eine relativ schmale Schäftungszone abgefräst wird und der innere Rand R der Schäftungszone nur einen kleinen Abstand zu der Stoßkante 60 hat.

Fig. 7 zeigt dagegen den Fräskopf 40 in seiner tiefsten Stellung, entsprechend etwa der Position p2 in Fig. 5. Hier hat die Stoßkante 60 eine geringere Höhe, und der Fräskopf 40 fräst eine wesentlich breitere Schäftungszone 58 ab.

Auf diese Weise entsteht der wellenförmige Verlauf des Randes R, während der äußere Rand S, entsprechend der Stoßkante 60, unabhängig von der Höhe des Fräskopfes von dem Nutfräser 44 hergestellt wird und deshalb geradlinig verläuft. Das hat den Vorteil, dass man trotz des Wellenprofils der Schäftungszone einen geradlinigen äußeren Rand S der Furniertafel T erhält, so dass sich die Furniertafel mit diesem Rand beispielsweise an ein Ausrichtlineal anlegen lässt oder der Rand mit Hilfe einer Kamera oder dergleichen präzise erfasst werden kann.

Eine leicht abgewandelte Ausführungsform des Verfahrens ist in Fig. 8 bis 10 darge- stellt. In Fig. 8 blickt man in der Draufsicht auf die Oberfläche einer Furniertafel T, die eine Schäftungszone Z bildet. In diesem Fall verlaufen jedoch sowohl der innere Rand R als auch der äußere Rand S der Schäftungszone wellenförmig. Lediglich die Wellenscheitel des äußeren Randes S sind gekappt, um eine zumindest abschnittsweise gerade Anlagekante S' zu bilden. Zur Herstellung dieser Schäftungszone wird gemäß Fig. 9 und 10 ein Fräskopf 40 verwendet, der einen länger ausgebildeten konischen Teil hat. Fig. 9 zeigt den Fräskopf 40 in seiner tiefsten Position, in der relativ viel Material abgefräst wird, so dass die Ränder S und R nach rechts in Fig. 9, also zum Inneren der Materialbahn hin verlagert sind. Fig. 10 zeigt den Fräskopf 40 in der angehobenen Position, in der die Ränder S und R der Schäftungszone weiter außen liegen und der Nutfräser die Anlagekante S * fräst.

Ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel sollen nun anhand der Fig. 11 bis 14 erläutert werden.

In Fig. 11 ist eine Schäftvorrichtung 110 gezeigt, die am Ende eines Bandförderers 112 angeordnet ist. Auf dem Bandförderer 112 werden rechteckige Furniertafeln T antransportiert, die zuvor in einer nicht gezeigten Trocknungsstation getrocknet wurden.

Die Schäftvorrichtung 110 weist ein schienenartiges Gestell 116 auf, das sich am Ende des Bandförderers 112 quer zur Förderrichtung über die gesamte Breite des Bandförderers erstreckt. Ein Wagen 118 ist an Laufschienen 120 geführt und längs des Gestells 116 verfahrbar.

Ein oberer Profilbereich des Gestells 116 bildet eine Unterlage 122, die mit der Obersei- te des Bandförderers 112 bündig ist.

Im gezeigten Beispiel ist oberhalb des Bandförderers 112 eine Kamera 124 angeordnet, mit der der Zeitpunkt der Passage des vorauslaufenden (äußeren) Randes S der Furniertafel T erfasst werden kann. Der Antrieb des Bandförderers 112 wird dann so gesteuert, dass die Furniertafel T über das Ende des Bandförderers hinaus auf die Unterlage 122 geschoben wird, bis ihr Rand S etwas über die Unterlage 122 übersteht.

An dem Wagen 118 sind eine Besäumvorrichtung 128 und ein Schleifwerkzeug 130 angeordnet.

Die Besäumvorrichtung 128 ist im gezeigten Beispiel eine Ritzsäge mit einem Kreissägeblatt 132, das über einen Riementrieb 134 durch eine drehangetriebene Antriebsscheibe 136 angetrieben wird. Wahlweise kann als Besäumvorrichtung auch ein Zerspaner vorgesehen sein, der den abgeschnittenen Materialstreifen vollständig zerspant.

Das Schleifwerkzeug 130 weist ein endloses Schleifband 138 auf, das über eine Bandrolle 140 und einen entsprechenden zylindrischen Abschnitt 142 der Antriebsscheibe 136 läuft.

In einer Ausgangsposition befindet sich der Wagen 118 in einem Endabschnitt des Gestells 116, der am in Fig. 11 linken Ende außerhalb der Breite des Bandförderers 112 liegt, so dass die Besäumvorrichtung und das Schleifwerkzeug dem Vorschub der Fur- niertafel T nicht im Wege sind. Nachdem die Furniertafel in die gewünschte Position vorgeschoben wurde, wird ein Druckschuh 144, der sich parallel zu der Unterlage 122 erstreckt, mit pneumatischen, hydraulischen, oder elektrischen Antrieben 146 abgesenkt, so dass er die Randzone der Furniertafel T gegen die Unterlage 122 drückt, um so die Furniertafel zu fixieren. Anschließend fährt der Wagen 118 von links nach rechts in Fig. 11, so dass mit dem Kreissägeblatt 132 ein schmaler Randstreifen von dem überstehenden Teil der Furniertafel T abgeschnitten wird und danach mit dem Schleifwerkzeug 130 die Unterseite der Furniertafel schräg angeschliffen wird, um die Furniertafel zu Schäften. Anschließend wird der Druckschuh 144 wieder angehoben, die Furniertafel T wird mit dem Bandförderer 112 etwas zurückgefahren und dann mit einem nicht gezeigten Sauggeschirr angehoben und auf eine Legelinie umgesetzt, auf der ein mehrlagiger Strang von Furniertafeln gelegt wird, wie in Fig. 2 gezeigt ist.

In Fig. 12 ist zu erkennen, dass die Achse der Bandrolle 140 für das Schleifband 138 wie auch die Achse für das Kreissägeblatt 132, das allerdings in Fig. 12 fast vollständig verdeckt ist, in Bezug auf die Ebene der Furniertafel T etwas schräg angestellt sind, so dass das Schleifwerkzeug an der Kante der Furniertafel die Schäftungszone Z mit keilförmigem Profil erzeugt.

Außerdem erkennt man in Fig. 12 auch einen Randstreifen 150 der Furniertafel, der zwar an der Stelle des Schleifwerkzeugs 130 bereits mit Hilfe dem Kreissägeblatt 132 von der Furniertafel abgetrennt wurde, jedoch, sofern er nicht abgebrochen ist, noch an der Furniertafel hängt.

In Fig. 13 ist die Besäumvorrichtung 128 mit dem Kreissägeblatt 132 zu erkennen.

Weitere Einzelheiten der oben beschriebenen Vorrichtung werden in der älteren Patent- anmeldung DE 10 2015 117 931 näher beschrieben.

In der Schnittdarstellung in Fig. 14 ist zu erkennen, dass die Unterlage 122 an ihrer oberen Oberfläche wellenförmig profiliert ist. Ebenso ist der Druckschuh 144 an seiner Unterseite wellenförmig profiliert. Die Randzone der Furniertafel T wird zwischen dem Druckschuh und der Unterlage eingespannt und dadurch ebenfalls wellenartig verformt. Wenn dann das Schleifband 138 am Rand der Furniertafel entlang fährt, so wird abwechselnd mehr und weniger Material abgetragen, so dass man die Schäftungszone Z mit wellenartig verlaufendem inneren Rand erhält. Am äußeren Rand wird die Furniertafel hingegen mit dem Kreissägeblatt 132 besäumt, so dass man wieder einen geradli- nigen äußeren Rand S erhält, wie auch in Fig. 1 gezeigt ist. Die wellenartige Verfor- mung der Furniertafel bildet sich weitgehend zurück, wenn der Rand der Furniertafel aus der Einspannung zwischen der Unterlage 122 und dem Druckschuh 144 gelöst wird. In der Schäftungszone Z bleibt jedoch aufgrund des unterschiedlich starken Materialabtrags das Wellenprofil bestehen.

Die Besäumvorrichtung 128 kann wahlweise auch so eingestellt werden, dass man eine Schäftungszone mit der in Fig. 8 gezeigten Konfiguration erhält.