BEST, Rolf (Partnerschaftsweg 23, Gladbeck, 45966, DE)
WISSEN, Christoph (Im Alten Bruch 23A, Duisburg, 47259, DE)
SCHEWE, Dietmar (Robert-Schumann-Weg 27, Oberhausen, 46145, DE)
SÖNTGEN, Thomas (Hoogefeldstraße 6, Hamminkeln, 46499, DE)
BEST, Rolf (Partnerschaftsweg 23, Gladbeck, 45966, DE)
WISSEN, Christoph (Im Alten Bruch 23A, Duisburg, 47259, DE)
SCHEWE, Dietmar (Robert-Schumann-Weg 27, Oberhausen, 46145, DE)
| Patentansprüche 1. Lanze für eine Schmelzgefäßanlage oder ein metallurgisches Reaktionsgefäß, die mit einer das Anhaften von geschmolzenem Metall oder von Schlacke verhindernden oder zumindest minimierenden Beschichtung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung Titanborid, Titan(di)oxid, Silizium(di)oxid oder Siliziumnitrid enthält. 2. Lanze nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung durch Besprühen aufgebracht ist. 3. Lanze nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lanzenschaft und der Lanzenkopf mit einer Beschichtung versehen sind. 4. Lanze nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lanze eine diese ringförmig umgebende Auftrageinrichtung zum Auftragen der Beschichtung zugeordnet ist, durch die die Lanze beim Ein- und Ausfahren hindurchführbar 5. Lanze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftrageinrichtung auf die Lanze gerichtete Sprühdüsen zum Auftragen der Beschichtung aufweist. 6. Lanze nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lanze von einer mit Hochdruckdüsen versehenen Abstreifeinrichtung umgeben ist, deren Düsen unter einem spitzen Winkel zur Längsachse der Lanze ausgerichtet sind. 7. Lanze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen unter einem spitzen Winkel zur Ausziehrichtung der Lanze ausgerichtet sind. |
Die Erfindung betrifft eine Lanze für eine Schmelzgefäßanlage oder ein metallurgisches Reaktionsgefäß, die mit einer das Anhaften von geschmolzenem Metall oder von Schlacke verhindernden oder zumindest minimierenden Beschichtung versehen ist.
Bei der Stahlerzeugung werden Schmelzgefäße oder Reaktionsgefäße eingesetzt, bei denen mittels einer in das Gefäß einführbaren Lanze beispielsweise Sauerstoff eingeblasen werden kann, um einen Frischvorgang auszuführen.
Beim Frischen kommt es dann häufig zu Turbulenzen, die dazu führen, dass das flüssige Metall oder die flüssige Schlacke gegen den Außenmante! der Lanze spritzen, dort erstarren und somit ständig anwachsende Anbackungen oder Anhaftungen bilden.
Dies kann auch zu Beeinträchtigungen der am Kopf der Lanze angeordneten Düsen führen, so dass sich deren Geometrie verändert. Dies kann wiederum die Produktionszeit und/oder den Sauerstoffverbrauch negativ beeinflussen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, derartige Anbackungen oder Anhaftungen an der Lanze selbst und an deren Kopf zu minimieren oder möglichst ganz zu vermeiden.
Gelöst wir diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Lanze für eine Schmelzgefäßanlage oder ein metallurgisches Reaktionsgefäß, die mit einer das Anhaften von geschmolzenem Metall oder von Schlacke verhindernden oder zumindest minimierenden Beschichtung versehen ist, wobei diese Beschichtung Titanborid, Titan(di)oxid, Si!izium(di)oxid oder Siliziumnitrid enthält. Eine derartige Beschichtung verhindert das Anbacken oder Anhaften von Schlackenspritzern oder Metallspritzern erheblich.
Verfahrenstechnisch einfach ist es, wenn die Beschichtung durch Besprühen aufgebracht worden ist, wobei dies üblicherweise einlagig erfolgt. Durch im Laufe des Einsatzes mehrfache Beschichtung kann sich aber auch eine Mehrlagenschicht aufbauen.
Die Schicht ist aufgebaut wie eine Layerschicht, so dass, wenn es zum Anhaften von Schlacke oder Stahl kommt, die Schicht sich unter dem Gewicht ablöst.
Zur Vermeidung von Verschmutzungen der am Kopf der Lanze vorgesehenen Düsen ist auch die Beschichtung des Lanzenkopfes vorteilhaft.
Wie eingangs erwähnt wird die Lanze für die Behandlung der Schmelze in das
metallurgische Gefäß eingefahren.
Um die Beschichtung schnell und gleichmäßig aufzubringen, ist vorgesehen, dass der Lanze eine diese ringförmig umgebende Auftrageinrichtung zum Auftragen der Beschichtung zugeordnet ist, durch die die Lanze beim Ein- und Ausfahren hindurchführbar ist.
Vorzugsweise weist die Auftrageinrichtung auf die Lanze gerichtete Sprühdüsen zum Auftragen der Beschichtung auf.
Konstruktiv ähnlich ist auch die Einrichtung zum Reinigen der Lanze auszubilden, d. h. die auf der Beschichtung möglicherweise befindlichen Anbackungen oder Anhaftungen sind mit einer mit Hochdruckdüsen versehenen Abstreifeinrichtung, die die Lanze ringförmig umgibt und durch die die Lanze hindurchfahrbar ist, entfernbar, wobei deren Düsen unter einem spitzen Winkel zur Längsachse der Lanze ausgerichtet sind, vorzugsweise unter einem spitzen Winkel zur Ausfahrrichtung der Lanze.
Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezug auf die Zeichnung erläutert werden, wobei diese eine schematische Darstellung eines Teiles der Lanze zeigt, mit der Auftrag- und der Abstreifeinrichtung. Nicht dargestellt ist in der Zeichnung sowohl das metallurgische Gefäß, in das die Lanze für den Behandlungsprozess des Metalls einfahrbar ist, noch Details der Lanze selbst, wie deren Aufhängung oder Halterung oder die Zuführung von beispielsweise Sauerstoff.
Die Lanze selbst ist mit 1 und der Lanzenkopf mit 8 bezeichnet.
Mit 2 ist der mittige Durchtrittskanal bezeichnet, durch den beispielsweise Sauerstoff zu den Düsen 3 im Lanzenkopf 8 geleitet werden kann.
Sowohl die Auftrageinrichtung 6 für die Beschichtung, wie auch die Abstreifeinrichtung 4 sind ringförmig ausgebildet, so dass die Lanze 1 durch diese hindurch ein- bzw. ausfahrbar ist (Einfahrrichtung 10, Ausziehrichtung 9).
Selbstverständlich werden beide Einrichtungen an entsprechenden Vorrichtungen gehalten, wobei sie in die Bewegungsrichtung der Lanze einfahrbar oder einschwenkbar sein können.
Mit 5 sind die Düsen an der Abstreifeinrichtung 4 bezeichnet, die vorzugsweise entgegen der Ausziehrichtung der Lanze, die mit 9 bezeichnet ist, ausgerichtet sind, und zwar im spitzen Winkel.
Next Patent: CRANKSHAFT PULLEY
