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Patent Searching and Data


Title:
LAQUERS AND THEIR USE FOR LACQUERING CAR BODIES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1992/001025
Kind Code:
A1
Abstract:
Lacquers are disclosed, containing (i) a synthetic resin (A) which contains hydroxyl groups and $g(a),$g(b)-unsaturated carbonyl groups or a mixture of such synthetic resins and/or (ii) a mixture of (a) a hydroxyl group-containing synthetic resin (B) or a mixture of such synthetic resins and (b) a cross-linking agent (C) which contains $g(a),$g(b)-unsaturated carbonyl groups or a mixture of such cross-linking agents and (iii) a catalyst (D) that catalyzes the reaction of the hydroxyl groups with the $g(a),$g(b)-unsaturated carbonyl groups or a mixture of such catalysts. The invention is characterized by the fact that the catalyst (D) is a Brönsted's acid.

Inventors:
Kappes, Elisabeth (Meerfeldstraße 82, Mannheim 1, D-6800, DE)
Poth, Ulrich (Abachtener Straße 97d, Münster, D-48163, DE)
Application Number:
PCT/EP1991/001151
Publication Date:
January 23, 1992
Filing Date:
June 21, 1991
Export Citation:
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Assignee:
BASF LACKE + FARBEN AKTIENGESELLSCHAFT (Max-Winkelmann-Straße 80, Münster, D-4400, DE)
Kappes, Elisabeth (Meerfeldstraße 82, Mannheim 1, D-6800, DE)
Poth, Ulrich (Abachtener Straße 97d, Münster, D-48163, DE)
International Classes:
C08F4/00; C08F290/00; C08F299/00; C08K5/42; C09D4/06; C09D133/00; C09D133/04; C09D133/06; C09D201/06; (IPC1-7): C08F4/00; C08F299/00; C09D201/06
Foreign References:
DE3843323A11989-07-06
EP0342815A21989-11-23
Attorney, Agent or Firm:
Leifert, Elmar (BASF Lacke + Farben AG, Patentabteilung Postfach 61 23, Münster, D-4400, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Lacke, enthaltend (i) ein Kunstharz (A) , das Hydroxylgruppen und α,?ungesättigte Carbonylgruppen enthält oder eine Mischung aus solchen Kunstharzen und/oder (ii) eine Mischung aus a) einem hydroxylgruppenhaltigen Kunstharz (B) oder einer Mischung aus solchen Kunstharzen und b) einem Vernetzungsmittel (C) , das α,,9 ungesättigte Carbonylgruppen enthält oder einer Mischung aus solchen Vernetzungs¬ mitteln und (iii) einen Katalysator (D) , der die Reaktion von Hydroxylgruppen mit α,/9ungesättigten Carbonylgruppen katalysiert oder eine Mischung aus solchen Katalysatoren dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator (D) eine Brönstedsäure ist.
2. Lacke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunstharz (B) ein hydroxylgruppenhaltiges Poly acrylatharz ist.
3. Lacke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich¬ net, daß das Vernetzungsmittel (C) im statistischen Mittel mindestens zwei CH2 = CHCOGruppen pro Molekül enthält.
4. Lacke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß sie neben dem Vernetzungsmittel (C) noch ein Aminoplastharz oder eine Mischung aus Aminoplastharzen als Vernetzungsmittel enthalten.
5. Lacke nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß der bei 25"C gemessene pKsWert der ersten Dissoziationsstufe der als Katalysator eingesetzten Brönstedsäure unter 1,0, vorzugsweise unter 2,0 liegt.
6. Lacke nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, daß sie als Katalysator eine Sulfon¬ säure enthalten.
7. Lacke nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß sie als Katalysator pToluol¬ sulfonsäure enthalten. Lacke nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß sie als Katalysator Dodecyl benzolsulfonsäure enthalten. Verwendung der Lacke nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zur Lackierung von Automobilkarosserien.
Description:
Lacke und Verwendung der Lacke zur Lackierunσ von Auto- mobilkarosserien

Die Erfindung betrifft Lacke, enthaltend

(i) ein Kunstharz (A) , das Hydroxylgruppen und α,^-ungesättigte Carbonylgruppen enthält oder eine Mischung aus solchen Kunstharzen und/oder

(ii) eine Mischung aus

a) einem hydroxylgruppenhaltigen Kunstharz (B) oder einer Mischung aus solchen Kunstharzen und

b) einem Vernetzungsmittel (C) , das a,ß -un¬ gesättigte Carbonylgruppen enthält oder einer Mischung aus solchen Vernetzungsmitteln und

(iii) einen Katalysator (D) , der die Reaktion von

Hydroxylgruppen mit a ,0-ungesättigten Carbonyl¬ gruppen katalysiert oder eine Mischung aus sol¬ chen Katalysatoren.

Die Erfindung betrifft auch die Verwendung dieser Lacke zur Lackierung von Automobilkarosserien.

Lacke der oben beschriebenen Art sind bekannt (vgl.

DE-OS-38 43 323 und Farbe + Lack, 95 (1989) Seite 71) . Sie vernetzen durch Addition von Hydroxylgruppen an aktivierte Kohlenstoff-Doppelbindungen. Gemäß der DE- OS-38 43 323 und des Artikels in Farbe + Lack wird die Addition der Hydroxylgruppen an aktivierte Kohlenstoff- Doppelbindungen durch basische Katalysatoren kataly¬ siert.

Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufga¬ benstellung besteht in der Bereitstellung von neuen, gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Lacken der oben beschriebenen Art. Die neuen Lacke sollen insbe¬ sondere vernetzte Lackfilme liefern, die auch bei An- wendung energiesparender Einbrennbedingungen (niedrige Einbrenntemperaturen und/oder kurze Einbrennzeiten) gute Lösemittelbeständigkeit und gute Wasserfestigkeit zeigen.

Diese Aufgabe wird überraschenderweise durch Bereit¬ stellung von Lacken der oben beschriebenen Art gelöst, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie als Katalysa¬ tor (D) eine Brönstedsäure oder eine Mischung aus Brön- stedsäuren enthalten.

Die erfindungsgemäßen Lacke zeichnen sich gegenüber Lacken, die in Gegenwart von basischen Katalysatoren gehärtet werden, dadurch aus, daß sie bei vergleichba¬ ren Einbrennzeiten schon bei Anwendung tieferer Ein¬ brenntemperaturen vernetzte Lackfilme liefern, die gute Lösemittelbeständigkeit und gute Wasserfestigkeit zei¬ gen. Erstaunlicherweise können die vorteilhaften Lackeigenschaften mit - im Vergleich zu Lacken mit ba¬ sischen Katalysatoren - geringeren Katalysatoreinsatz- mengen erreicht werden. Ein weiterer Vorteil der erfin¬ dungsgemäßen Lacke besteht darin, daß sie zusätzlich zu dem a,ß-ungesättigte Carbonylgruppen enthaltenden Ver-

netzungsmittel (C) auch noch Aminoplastharze, die unter Säurekatalyse mit Hydroxylgruppen aufweisenden Kunst¬ harzen vernetzen können, als Vernetzungsmittel enthal- ten können.

Die erfindungsgemäßen Lacke können sowohl auf Basis or¬ ganischer Lösemittel als auch wäßrig sein.

Als Kunstharze (A) können im Prinzip alle Kunstharze, die sowohl Hydroxylgruppen als auch o,3-ungesättigte Carbonylgruppen enthalten und die als Bindemittel in Lacken verwendet werden können, eingesetzt werden. Als Beispiele werden sowohl Hydroxylgruppen als auch α,^-ungesättigte Carbonylgruppen enthaltende Poly- acrylat-, Polyester-, Alkyd-, Urethan-, Polyether-, und Epoxidharze genannt. Die Kunstharze können nach bekann¬ ten Verfahren hergestellt werden. Wasεerverdünnbare Kunsharze können durch Einbau von solubilisierenden Gruppen (z.B. Carboxylatgruppen) in die Kunstharzmole¬ küle hergestellt werden. Das zahlenmittlere Molekular¬ gewicht der Kunstharze sollte zweckmäßigerweise zwi¬ schen 250 und 100000, vorzugsweise zwischen 500 und 20000 liegen, der Gehalt an α,)S-ungesättigten Carbonyl- gruppen sollte zwischen 0,01 und 20, vorzugsweise zwi¬ schen 0,1 und 5 Mol pro kg Kunstharz liegen und der Ge¬ halt an Hydroxylgruppen sollte zwischen 0,01 und 50 Mol, vorzugsweise zwischen 0,1 und 10 Mol pro kg Kunst¬ harz liegen.

o,3-ungesättigte Carbonylgruppen weisen die Formel

-C=C-CO- auf und können z.B. Acryloyl-, Methacryloyl-, Itaconoyl-, Maleoyl-, Fumaroyl, Crotonoyl-, Cinnamoyl-, Acrylamido- oder Methacrylamidogruppen sein. Die Hydroxylgruppen sollten vorzugsweise primäre Hydroxyl¬ gruppen sein.

Als Kunstharz (A) wird vorzugsweise ein Umsetzungspro¬ dukt aus 1 Mol N-Methylolacrylamid oder 1 Mol N-Methylolmethacrylamid, 1 Mol eines Diisocyanats und einem hydroxylgruppenhaltigen Kunstharz eingesetzt. Derartige Kunstharze sowie die Herstellung dieser Kunstharze werden in der DE-OS-38 43 323 beschrieben.

Als hydroxylgruppenhaltige Kunstharze (B) können im Prinzip alle zur Herstellung von Lacken geeigneten hydroxylgruppenhaltigen Kunstharze, die im statisti¬ schen Mittel mindestens zwei Hydroxylgruppen pro Kunst¬ harzmolekül enthalten, eingesetzt werden. Als Beispiele werden hydroxylgruppenhaltige Polyacrylat-, Polyester-, Alkyd-, Urethan-, Polyether- und Epoxidharze genannt.

Die Kunstharze können nach bekannten Verfahren herge¬ stellt werden. Wasserverdünnbare Kunstharze können durch Einbau von solubilisierenden Gruppen (z.B. Carboxylatgruppen) in die Kunstharzmoleküle hergestellt werden. Das zahlenmittlere Molekulargewicht der Kunst¬ harze sollte zweckmäßigerweise zwischen 250 und 100000, vorzugsweise zwischen 500 und 20000 liegen und der Ge¬ halt an Hydroxylgruppen sollte zwischen 0,01 und 50 Mol, vorzugsweise zwischen 0,1 und 10 Mol, besonders bevorzugt zwischen 0,9 und 3,6 Mol pro kg Kunstharz liegen. Es sollten vorzugsweise primäre Hydroxylgruppen enthaltende Kunstharze als Kunstharz (B) eingesetzt werden.

Als Kunstharze (B) werden vorzugsweise die in der DE- OS-29 38 308 beschriebenen hydroxylgruppenhaltigen Polyacrylatharze eingesetzt. Als Kunstharze (B) werden besonders bevorzugt Polyacrylatharze mit einpolymeri- sierte 4-Hydroxy-n-Butylacrylat und/oder einpoly e ^ i- siertem 4-Hydroxy-n-Butylmethacrylat eingesetzt. Diese Kunstharze und ihre Herstellung werden in der

DE-OS 29 38 308 beschrieben. Die in Rede stehenden bevorzugt und besonders bevorzugt eingesetzten Poly¬ acrylatharze sollten eine OH-Zahl von 50 bis 200, vorzugsweise 100 - 200,eine Säurezahl von 0 bis 80, vorzugsweise 15 bis 40, ein zahlenmittleres Molekular¬ gewicht von 1000 bis 30000, vorzugsweise 2000 bis 10000 und eine Glasübergangstemperatur im Bereich zwischen 250 und 370*K aufweisen.

Wenn die als Komponente (B) eingesetzten hydroxylgrup¬ penhaltigen Kunstharze neben den Hydroxylgruppen auch noch Carboxylgruppen enthalten, kann in vielen Fällen die Einsatzmenge des Katalysators (D) verringert werden.

Als Vernetzungsmittel (C) kann im Prinzip jede organi¬ sche Verbindung bzw. jedes Kunstharz eingesetzt werden, die bzw. das im statistischen Mittel mindestens zwei a,ß-ungesättigte Carbonylgruppen im Molekül enthält. Bevorzugt werden Vernetzungsmittel eingesetzt, die im statistischen Mittel mindestens zwei CH 2 ■*= CH - CO-Gruppen pro Molekül enthalten.

α,J-ungeättigte Carbonylygruppen weisen die Formel

-c=c-C0- auf und können z.B. Acryloyl-, Methacryloyl-, Itaconoyl-, Maleoyl-, Fumaroyl-, Crotonoyl-,Cinnamoyl-, Acrylamido- oder Methacrylamidogruppen sein.

Als Vernetzungsmittel (C) können beispielsweise α,?-ungesättigte Carbonylgruppen enthaltende Poly- acrylat-, Polyester-, Alkyd-, Urethan-, Polyether- und Epoxidharze eingesetzt werden. Die Kunstharze können nach bekannten Verfahren hergestellt werden. Wasserver- dünnbare Kunstharze können durch Einbau von solubili- sierenden Gruppen (z.B. Carboxylatgruppen) in die Kunstharzmoleküle hergestellt werden. Das zahlenmitt-

lere Molekulargewicht der Kunstharze sollte zweckmäßi¬ gerweise zwischen 170 und 100000, vorzugsweise zwischen 170 und 20000 liegen, der Gehalt an α,3-ungesättigten Carbonylgruppen sollte zwischen 0,01 und 20, vorzugs¬ weise zwischen 0,1 und 12 Mol pro kg Kunstharz liegen.

Als Vernetzungsmittel (C) kann beispielsweise ein Um¬ setzungsprodukt aus 1 Mol N-Methylolacrylamid oder 1 Mol N-Methylolmethacrylamid, 1 Mol eines Diisocyanats und einem hydroxylgruppenhaltigen Kunstharz eingesetzt werden.

Derartige Kunstharze sowie die Herstellung dieser Kunstharze werden in der DE-OS-38 43 323 beschrieben.

Als Vernetzungsmittel (C) werden vorzugsweise relativ niedermolekulare (zahlenmittleres Molekulargewicht bis etwa 2000, vorzugsweise bis etwa 1000) Di- und Poly- acrylate, wie z.B. Ethylenglykoldiacrylat, Butandiol- diacrylat, Trimethylolpropandiacrylat, Trimethylolpro- pantriacrylat, Pentaerythritdiacryalat, Pentaery- thrittriacrylat, mit Acrylsäure verestertes alkoxilier- tes Glycerin, 1,12 Dodecyldiacrylat t urethangruppenhal- tige Polyacrylate, wie z.B. Umsetzungsprodukte aus To- luylendiisocyanat, Acrylsäure und Pentaerythrit und Um¬ setzungsprodukte aus Isophorondiisocyanat, Acrylsäure und Pentaerythrit. Es können auch die entsprechenden Methacrylate eingesetzt werden. Die bevorzugt einge¬ setzten Vernetzungsmittel (C) enthalten zweckmäßiger¬ weise im statistischen Mittel 2 bis 6 Acrylatstrukturen pro Molekül. Die Verwendung der relativ niedermolekula¬ ren Vernetzungsmittel ermöglicht die Formulierung von Lacken mit hohen Feststoffgehalten.

In manchen Fällen ist es vorteilhaft, zusätzlich zum Vernetzungsmittel (C) auch noch ein unter Säurekatalyse

reaktives Aminoplastharz oder eine Mischung solcher Aminoplastharze einzusetzen. Als Aminoplastharze werden

Die Komponenten a) und b) werden üblicherweise in Ge¬ wichtsverhältnissen von 99,99 : 0,01 bis 50 : 50, vor¬ zugsweise 99,9 : 0,1 bis 70 : 30 gemischt.

Die erfindungsgemäßen Lacke enthalten als Katalysator (D) eine Brönstedsäure oder eine Mischung aus Brönsted- säuren.

Unter Brönstedsäuren werden Substanzen verstanden, die in Wasser Protonen abgeben können.

Der bei 25*C gemessene pKs-Wert der ersten Disso¬ ziationsstufe der eingesetzten Brönstedsäuren sollte vorzugsweise unter 1,0, besonders bevorzugt unter -2,0 liegen (zur Definition des pKs-Wertes vgl. z.B. Organi- ku , VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1974, Seite 150 f) .

Als Beispiele für einsetzbare Brönstedsäuren werden ge¬ nannt: Sulfonsäuren, wie z.B. p-Toluolsulfonsäure, Do- decylbenzolsulfonsäure, Naphthalinsulfonsäure, Dinonyl- naphthalindisulfonsäure und Benzolsulfonsäure. Beson¬ ders bevorzugt werden p-Toluolsulfonsäure und Dodecyl- benzolsulfonsäure als Katalysator (D) eingesetzt.

Von der Komponente (D) sollten zweckmäßigerweise 0,001 bis 20 Gewichtsteile, vorzugsweise 0,001 bis 10 Ge¬ wichtsteile, besonders bevorzugt 0,05 bis 2 Gewichts¬ teile, bezogen auf 100 Gewichtsteile der Komponente (i)

und/od.er (ii) eingesetzt werden;

Die erfindungsgemäßen Lacke können neben den Komponen- ten (i) und/oder (ii) und (iii) selbstverständlich noch weitere für Lacke übliche Inhaltsstoffe, wie z.B. orga¬ nische Lösemittel, Pigmente, Füllstoffe, Rheologie¬ hilfsmittel, Antischaummittel usw. enthalten.

Unter Verwendung der Komponenten (i) und/oder (ii) und (iii) kann der Fachmann Lacke zum Beschichten von Holz, Metall, Kunststoff, Glas usw. formulieren.

Der Fachmann kann unter Verwendung der Komponenten (i) und/oder (ii) und (iii) insbesondere Füller, Stein¬ schlagzwischengründe, metallpigmenthaltige, insbeson¬ dere aluminiumpigmenthaltige Metalleffektlacke (sowohl für Einschichtlackierungen als auch für Zweischicht- lackierungen des basecoat/clearcoat-Typs) , Unilacke und Klarlacke für die Fahrzeuglackierung, insbesondere für die Automobillackierung formulieren. Diese Lacke können sowohl bei der Serien- als auch bei der Reparatur- lackierung zum Einsatz kommen.

Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher erläutert. Alle Angaben über Teile und Prozentsätze sind Gewichtsangaben, falls nicht ausdrücklich etwas anderes festgestellt wird.

1. Herstellung hvdroxylgruppenhaltiger Kunstharze (B)

1.1 Kunstharz I

In einem 4 1 Reaktionskessel aus Edelstahl mit Rührer, Rückflußkühler, Monomer- und Initiatorzulauf werden 351

g Shellsol A (Aromatisches Lösemittel mit einem Siede¬ bereich von 165-185'C) und 117 g Butylacetat auf 140'C aufgeheizt. Zu dieser Lösemittelmischung werden inner- halb von 3 Stunden gleichzeitig eine Mischung aus 180 g Methylmethacrylat, 180 g Butylmethacrylat, 240 g Sty- rol, 360 g 4-Hydroxy-n-Butylacrylat und 4,2 g Mer- captoethanol und eine Lösung von 25,2 g Di-tert-Bu- tylperoxid in einer Mischung aus 54 g Shellsol A und 18 g Butylacetat gleichmäßig zugegeben. Die Reaktions¬ temperatur wird auf 140 # C gehalten. Nach Beendigung der Zugabe der Monomerenmischung und Initiatorlösung wird noch 3 Stunden nachpolymerisiert. Die so erhaltene Polyacrylatharzlösung weist einen Feststoffgehalt von 65 Gew.-% und eine Viskosität von 4,1 dPas (50 %ig in Butylacetat) auf. Das Polyacrylatharz weist eine Hy- droxylzahl von 140, ein zahlenmittleres Molekularge¬ wicht von 6000 und eine Glasübergangstemperatur von 278* K auf.

1.2 Kunstharz II

In einem 4 1 Reaktionskessel aus Edelstahl mit Rührer, Rückflußkühler, Monomer- und Initiatorzulauf werden

663,4 g Shellsol A (aromatisches Lösemittel mit einem Siedebereich von 165 - 185*C) und 221,1 g Butylacetat auf 140*C aufgeheizt. Zu dieser Lösemittelmischung wer¬ den innerhalb von 3 Stunden gleichzeitig eine Mischung aus 342 g Methylmethacrylat, 342 g Cyclohexyl- methacrylat, 456 g styrol und 684 g 4-Hydroxy-n-Bu- tylacrylat und eine Lösung von 47,9 g Di-tert-Butyl- peroxid in einer Mischung aus 102,6 g Shellsol A und 34,2 g Butylacetat gleichmäßig zugegeben. Die Reak¬ tionstemperatur wird auf 140"C gehalten. Nach Beendi¬ gung der Zugabe der Monomerenmischung und Initiatorlö¬ sung wird noch 3 Stunden nachpolymerisiert. Die so er-

haltene Polyacrylatharzlösung weist einen Feststoffge¬ halt von 65 Gew.-% und eine Viskosität von 6,4 dPas (50 %ig in Butylacetat) auf. Das Polyacrylatharz weist eine Hydroxylzahl von 140, ein zeihlenmittleres Molekularge¬ wicht von 6000 und eine Glasübergangstemperatur von 283° K auf.

1.3 Kunstharz III

In einem 4 1 Reaktionskessel aus Edelstahl mit Rührer, Rückflußkühler, Monomer- und Initiatorzulauf werden 663,4 g Shellsol A (aromatisches Lösemittel mit einem Siedebereich von 165 - 185 P C) und 221,1 g Butylacetat auf 140°C aufgeheizt. Zu dieser Lösemittelmischung wer¬ den innerhalb von 3 Stunden gleichzeitig eine Mischung aus 296,4 g Methylmethacrylat, 342,0 g Cyclohexyl- methacrylat, 456 g Styrol, 684 g 4-Hydroxy-n-Butyl- acrylat und 45,6 g Acrylsäure und eine Lösung von 47,9 g Di-tert.-Butylperoxid in einer Mischung aus 102,6 g Shellsol A und 34,2 g Butylacetat gleichmäßig zugege¬ ben. Die Reaktionstemperatur wird auf 140 β C gehalten. Nach Beendigung der Zugabe der Monomerenmischung und Initiatorlösung wird noch 3 Stunden nachpolymerisiert. Die so erhaltene Polyacrylatharzlösung weist einen Feststoffgehalt von 65 Gew.-% und eine Viskosität von 16,5 dPas (50 %ig in Butylacetat) auf. Das Polyacrylat¬ harz weist eine Säurezahl von 21, eine Hydroxylzahl von 140, ein zahlenmittleres Molekulargewicht von 6000 und eine Glasübergangstemperatur von 283° K auf.

2. Vernetzungsmittel (C)

2.1 Vernetzungsmittel I

OTA 480, Handelsprodukt der UCB-Chemie GmbH; mit Acryl¬ säure verestertes propoxiliertes Glycerin (34,5 Mol-% Acrylsäure, 17,5 Mol-% Glycerin und 48,0 Mol-% Propan- diol, enthält im statistischen Mittel 3 Doppelbindungen pro Molekül; Doppelbindungsäquivalentgewicht: 160, zah¬ lenmittleres Molekulargewicht: 480) .

2.2 Vernetzungsmittel II

MONIGOMER PPTTA, Handelsprodukt der Hans Rahm & Co. , Zürich; alkoxylierter tetrafunktioneller Acrylsäure- ester (Pentaerythritacrylsäureester, Doppelbindungs- äguivalentgewicht: 145) .

2.3 Vernetzungsmittel III

EBECRYL 220, Handelsprodukt der UCB-Chemie GmbH; hexa- funktionelles aromatisches Urethanacrylat (Umsetzungs¬ produkt aus Toluylendiisocyanat, Acrylsäure und Penta¬ erythrit, Doppelbindungsäguivalentgewicht: 167, mitt¬ leres Molekulargewicht: 1000) .

2.4 Vernetzungsmittel IV

EBECRYL 1290, Handelsprodukt der UCB-Chemie GmbH; hexa- funktionelles aliphatisches Urethanacrylat (Umsetzungs¬ produkt aus Isophorondiisocyanat, Acrylsäure und Penta¬ erythrit Doppelbindungsäquivalentgewicht: 167, mitt-

leres Molekulargewicht: 1000) .

3. Herstellung erfindungsgemäßer Lacke

Durch Mischen der in der folgenden Tabelle 1 aufgeführ¬ ten Bestandteile in den in der Tabelle angegebenen Men¬ gen (in Gewichtsteilen) wurden erfindungsgemäße Lacke hergestellt.

ω co 01 o 01 o σι σι

Tabelle 1

B D E H

Kunstharz (B)

I 55,9 55,9 55,9

II 55,9 55,9 55,9 55,9 55,9

III 55,9

Vernetzungs¬ mittel (C) I 14,5 14,5 14,5 14,5

II 13,0 13,0 III 15,2 15,2 IV 15,2

Katalysator (D) p-Toluolsulfon 1 ) - säure-Monohydrat 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,0

Dodecylbenzol 1 ' - sul f onsäure 1 , 5

A B C D E F G H I

Butylglykolacetat 5,0 5,0 5,0 5,0 5,0 5,0 5,0 5,0 5,0

Baysilon®

OL44 2 - 1 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0

Butylacetat 22,1 23,6 21,4 22,1 23,6 21,4 21,4 22,1 22,6

- ) 20 %ig in Ethylacetat

2 ) 5 %ig in Xylol/n-Butanol (94 : 1)

4. Herstellung von Lacken unter Verwendung von basi¬ schen Katalysatoren (Vergleichsbeispiele)

Die Lacke wurden durch Mischen der in der folgenden Ta¬ belle 2 aufgeführten Betandteile in den in der Tabelle angegebenen Mengen (in Gewichtsteilen) hergestellt.

16

1-

Tabelle 2

K M

Kunstharz (B)

I 55,9 0 II 55,9 55,9 55,9

Vernetzungsmittel (C)

I 14,5

II 13,0 13,0 13,0 5

Katalysator (D) DBN 1) 1,0

Triton B 2 *- 0,9 Tetramethylguanidin 1,0 o Na-Dodecylphenolat 3 ' 2,0

Butylglykolacetat 5,0 5,0 5,0 5,0 Baysilon^L 44 4 > 1,0 1,0 1,0 1,0 Butylacetat 21,6 24,2 24,1 24,1 5

-- ) Diazabicyclo[4.3.0]non-5-en ) Benzyltrimethylammoniumhyroxid, 35 %ig in Methanol

3 - ) 50 %ig in Xylol

4 ) 5 %ig in Xylol/n-Butanol (94 : 1)

5. Applikation der Lacke und Prüfung der erhaltenen Lackfilme

Die gemäß Pkt. 3 und Pkt. 4 hergestellten Lacke werden mit einer Naßfilmstärke von 150 μm auf Glasplatten ap- pliziert. Die mit den Lacken gemäß Pkt. 3 hergestellten Naßfilme werden 30 min. bei 140* c und die mit den Lacken gemäß Pkt. 4 hergestellten Naßfilme werden 45 min. bei 140*C eingebrannt. Die so erhaltenen Lackfilme werden mit Methylethylketon (MEK) auf ihre Lösemittel¬ beständigkeit geprüft und dem Wassertropfentest unter¬ zogen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 3 zusammengefaßt.

Tabelle 3

Lackfilm herge¬ stellt mit Lack gemäß A B D E H K M

MEK-Dop- pelhübe 1 ) >100 >100 >100 >100 >100 >100 >100 >100 >100

Ergebnis des Was¬ sertropfen¬ tests 2 * gut gut gut gut gut gut gut gut gut schlecht schlecht schlecht schlech

-- ) Anzahl der mit einem mit Methylethylketon getränkten Wattebausch durchgeführten Doppelhübe bis Anlöseer- scheinungen auf der Lackoberfläche sichtbar werden.

* ' Durchführung des Wassertropfentestes: Ein Wasser¬ tropfen wird auf die Oberfläche des eingebrannten Lackfilmes gesetzt und nach 1 Stunde wieder ent¬ fernt. Danach wird der Zustand des Lackfilms beurteilt.