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Title:
LASER SPARK PLUG IN A PRECHAMBER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/072519
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a spark plug (100) for an internal combustion engine, having a prechamber (110) for receiving an ignitable medium, and having a receiving region (120) for means for coupling laser radiation (135) into the prechamber (110). According to the invention, a part of the prechamber (110) which defines a rear-chamber volumetric region (110a) surrounds the receiving region (120) at least partially in a combustion-chamber-side end region (100a) of the spark plug (100).

Inventors:
KRAUS, Markus (Rofansiedlung 498a, Wiesng, A-6210, AT)
WEINROTTER, Martin (Franz-Schubert Str. 74, Stuttgart-Botnang, 70195, DE)
WOERNER, Pascal (Banzhaldenstr. 40, Stuttgart, 70469, DE)
RAIMANN, Juergen (Egerlandstr. 13, Weil Der Stadt, 71263, DE)
GRUBER, Friedrich (Dorf 44, Hippach, A-6283, AT)
Application Number:
EP2009/066125
Publication Date:
July 01, 2010
Filing Date:
December 01, 2009
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
KRAUS, Markus (Rofansiedlung 498a, Wiesng, A-6210, AT)
WEINROTTER, Martin (Franz-Schubert Str. 74, Stuttgart-Botnang, 70195, DE)
WOERNER, Pascal (Banzhaldenstr. 40, Stuttgart, 70469, DE)
RAIMANN, Juergen (Egerlandstr. 13, Weil Der Stadt, 71263, DE)
GRUBER, Friedrich (Dorf 44, Hippach, A-6283, AT)
GE Jenbacher GmbH & Co. KG (Achenseestr. 1, Jenbach, A-6200, AT)
International Classes:
F02B19/12; F02B19/16; F02P23/04; F02B19/00; F02P23/00
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Zündkerze (100) für eine Brennkraftmaschine, mit einer Vorkammer (110) zur Aufnahme eines zündfähigen Mediums, und mit einem Aufnahmebereich (120) für Mittel zur Einkopplung von Laserstrahlung (135) in die Vorkammer (110), dadurch gekennzeichnet, dass ein einen Hinterkammervolumenbereich (110a) definierender Teil der Vorkammer (110) den Aufnahmebereich (120) in einem brennraumseitigen Endbereich (100a) der Zündkerze (100) zumindest teilweise umgibt.

2. Zündkerze (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinterkammervolumenbereich (110a) der Vorkammer (110) den Aufnahmebereich (120) ringförmig und/oder torusförmig umgibt.

3. Zündkerze (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinterkammervolumenbereich (110a) sich nur über einen Teil des gesamten Umfangs des Aufnahmebereichs (120) erstreckt.

4. Zündkerze (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinterkammervolumenbereich (110a) in mehrere, entlang einer Umfangsrichtung des Aufnahmebereichs (120) vorzugsweise um jeweils denselben Winkel zueinander beabstandete, Segmente, unterteilt ist.

5. Zündkerze (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinterkammervolumenbereich (110a) einen Volumenanteil von etwa 30 Prozent bis etwa 70 Prozent des gesamten Volumens der Vorkammer (110) aufweist.

6. Zündkerze (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Hinterkammervolumenbereich (110a) insbesondere radial, vorzugsweise radial nach innen, begrenzende Wandabschnitte (120a) des Aufnahmebereichs (120) mindestens einen, vorzugsweise zumindest teilweise umlaufend angeordneten, Kühlkanal zur Aufnahme eines Kühlfluids aufweisen.

7. Zündkerze (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Einlassventil (140) zum Einbringen eines Fluids, insbesondere des zündfähigen Mediums, in die Vorkammer (110), vorgesehen ist.

8. Zündkerze (100) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlassventil (140) so angeordnet ist, insbesondere in einem den Hinterkammervolumenbereich (110a) radial nach außen begrenzenden Wandabschnitt (120b) der Zündkerze (100), dass es die Einbringung des Fluids direkt in den Hinterkammervolumenbereich (110a) erlaubt.

9. Zündkerze (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einkoppeloptik (131) zur Einkopplung der Laserstrahlung (135) in dem Aufnahmebereich (120) angeordnet ist.

10. Zündkerze (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine, vorzugsweise einen laseraktiven Festkörper aufweisende, Lasereinrichtung (130) zur Erzeugung der Laserstrahlung (135) in der Zündkerze (100), insbesondere in dem Aufnahmebereich (120), angeordnet ist.

11. Zündkerze (100) nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei ein die Vorkammer (110) begrenzender Wandabschnitt mindestens einen eine Fluidverbindung zu einem Brennraum (300) der Brennkraftmaschine ermöglichenden Überströmkanal (112) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkoppeloptik (131) und/oder die Lasereinrichtung (130) so ausgebildet ist, dass die Laserstrahlung (135) auf mindestens einen Zündpunkt (ZP) fokussiert wird, der im Bereich des Überströmkanals (112) angeordnet ist.

12. Zündkerze (100) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkoppeloptik (131) und/oder die Lasereinrichtung (130) so ausgebildet ist, dass die Laserstrahlung (135) auf mindestens einen ersten Zündpunkt im

Hinterkammervolumenbereich (110a) und auf mindestens einen zweiten Zündpunkt (ZP) im Bereich des Überström kanals (112) fokussiert wird.

13. Zylinderkopf (200) für eine Brennkraftmaschine mit mindestens einer Zündkerze (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche.

14. Zylinderkopf (200) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein die

Vorkammer (110), insbesondere brennraumseitig, begrenzender Wandabschnitt (211) zumindest teilweise durch den Zylinderkopf (200) gebildet und/oder integraler Bestandteil des Zylinderkopfes (200) ist.

15. Zylinderkopf (200) nach einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Vorkammer (110), insbesondere den Hinterkammervolumenbereich (110a), radial nach außen begrenzender Wandabschnitt (22Ob) zumindest teilweise durch den Zylinderkopf (200) gebildet und/oder integraler Bestandteil des Zylinderkopfes (200) ist.

16. Vorkammeranordnung für eine Brennkraftmaschine, mit einer Vorkammer (110) zur Aufnahme eines zündfähigen Mediums, und mit einem Aufnahmebereich (120) zur Aufnahme einer Zündkerze und/oder für Mittel zur Einkopplung von Laserstrahlung (135) in die Vorkammer (110), dadurch gekennzeichnet, dass ein einen Hinterkammervolumenbereich (110a) definierender Teil der Vorkammer (110) den Aufnahmebereich (120) zumindest teilweise, insbesondere ringförmig, umgibt.

17. Brennkraftmaschine mit einem Zylinderkopf (200) nach einem der Ansprüche 13 bis 15

Description:
Beschreibung

Titel

LASERZUNDKERZE IN EINER VORKAMMER

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Zündkerze für eine Brennkraftmaschine, mit einer Vorkammer zur Aufnahme eines zündfähigen Mediums, und mit einem Aufnahmebereich für Mittel zur Einkopplung von Laserstrahlung in die Vorkammer.

Eine derartige Zündkerze ist bereits aus der DE 10 2006 018 973 Al bekannt. Das bekannte System hat den Nachteil, dass bei einer Vergrößerung des Vorkammervolumens zur Erhöhung der Zündenergie auch eine größere Brennweite für die Fokussierung der verwendeten Laserstrahlung gewählt werden muss, sofern der Zündpunkt bei der Volumenvergrößerung der Vorkammer nach wie vor in dem hierfür bevorzugten Bereich der Überström kanäle verbleiben soll, die eine Fluid- bzw. Plasmaverbindung zu einem Brennraum der zu zündenden Brennkraftmaschine realisieren. Nachteilig an der Verwendung der größeren Brennweite ist insbesondere die Verringerung der optischen Leistungsdichte in dem Zündpunkt, was u.a. Laserimpulse mit gesteigerter Energie für eine zuverlässige Zündung erfordert.

Offenbarung der Erfindung

Demgemäß ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Zündkerze der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass eine Steigerung der Zündenergie durch Volumenvergrößerung der Vorkammer möglich ist, ohne gleichzeitig Einbußen bei der Leistungsdichte der Laserstrahlung in dem Zündpunkt hinnehmen zu müssen, die sich bei den bekannten Systemen durch eine der Volumenvergrößerung der Vorkammer angepasste Vergrößerung der Brennweite einer entsprechenden Fokussieroptik ergeben. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein einen Hinterkammervolumenbereich definierender Teil der Vorkammer den Aufnahmebereich in einem brennraumseitigen Endbereich der Zündkerze zumindest teilweise umgibt.

Durch die erfindungsgemäße Konfiguration der Vorkammer ist vorteilhaft die Möglichkeit gegeben, das gesamte Vorkammervolumen und damit auch die Menge des in der

Vorkammer enthaltenen zündfähigen Fluids zu steigern. Gegenüber den herkömmlichen Vorrichtungen, bei denen sich die Vorkammer - bezogen auf eine Stirnfläche einer an die Vorkammer grenzenden Zündeinrichtung - im wesentlichen in eine Raumrichtung erstreckt, wird die erfindungsgemäße Volumensteigerung der Vorkammer insbesondere durch die erfindungsgemäße Vorsehung des Hinterkammervolumenbereichs ermöglicht. Der erfindungsgemäße Hinterkammervolumenbereich stellt einer zweckmäßigen Definition zufolge denjenigen Volumenanteil der Vorkammer dar, der sich - bezogen auf die Stirnfläche der an die Vorkammer grenzenden Zündeinrichtung - nicht in eine erste Raumrichtung, d.h. von der Zündeinrichtung weg, erstreckt wie die Vorkammern bekannter Systeme, sondern in eine zweite, der ersten Raumrichtung im wesentlichen entgegengesetzte Raumrichtung. Im Ergebnis führt diese erfindungsgemäße Konfiguration dazu, dass das gesamte Vorkammervolumen den brennraumseitigen Endbereich der Zündkerze zumindest teilweise umgibt. D.h., bei der erfindungsgemäßen Zündkerze ist der Volumenschwerpunkt des Vorkammervolumens im Gegensatz zu einem herkömmlichen System aufgrund des speziell angeordneten Hinterkammervolumenbereichs in Richtung auf ein dem Brennraum abgewandtes Ende der Zündkerze hin verschoben.

Vorteilhaft kann bei der Erfindung trotz einer Vergrößerung des Vorkammervolumens vermöge des hinzutretenden Hinterkammervolumens - und damit einhergehender Steigerung der möglichen Zündenergie - auf eine Veränderung der Brennweite der die Laserstrahlung fokussierenden Fokussieroptik verzichtet werden, weil die erfindunsgemäße Vorsehung des Hinterkammervolumens per se keine Änderung der Geometrie der restlichen, konventionell in den Brennraum ragenden, Vorkammer erfordert.

Vielmehr bietet die erfindungsgemäße Konfiguration der Zündkerze die Volumenvergrößerung und damit die Steigerung der Zündenergie bei gleichbleibender Brennweite einer verwendeten Fokussieroptik.

Eine besonders effiziente Verbrennung des zündfähigen Mediums innerhalb der Vorkammer ist einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zufolge dann gegeben, wenn der Hinterkammervolumenbereich der Vorkammer den Aufnahmebereich ringförmig und/oder torusförmig umgibt. Der Querschnitt des ringförmig den Aufnahmebereich umgebenden Hinterkammervolumens kann neben einer Kreis- bzw. Halbkreisform auch andere Formen aufweisen, die i.d.R. in Abhängigkeit der gewünschten Strömungsverhältnisse in der Vorkammer usw. gewählt werden.

Insbesondere bei der Vorsehung eines Einlassventils zum Einbringen eines Fluids wie z.B. dem zündfähigen Medium, direkt in die Vorkammer (sog. gespülte Vorkammer), kann die genaue Geometrie des Hinterkammervolumens bzw. der das Hinterkammervolumen begrenzenden Wandabschnitte der Vorkammer zur speziellen Führung der Fluidströmung angepasst sein, insbesondere auch unsymmetrisch ausgebildet sein. Beispielsweise kann sich ein Durchmesser eines ringförmig ausgebildeten Hinterkammervolumenbereichs ausgehend von dem Ort des Einlassventils mit zunehmenden Winkelabstand verringern oder auch aufweiten.

Einer weiteren sehr vorteilhaften Erfindungsvariante zufolge ist es auch möglich, dass sich der erfindungsgemäße Hinterkammervolumenbereich nicht um den gesamten Umfang des Aufnahmebereichs der Zündkerze erstreckt, sondern nur über einen oder mehrere Teile des Umfangs. Insbesondere kann der erfindungsgemäße Hinterkammervolumenbereich auch in mehrere, entlang einer Umfangsrichtung des Aufnahmebereichs vorzugsweise um jeweils denselben Winkel zueinander beabstandete, Segmente unterteilt sein, wobei die Segmente jeweils gleichsam eine „Erweiterung" einer herkömmlichen Vorkammergeometrie in Richtung auf ein dem Brennraum abgewandtes Ende der Zündkerze hin bilden. Bei der Realisierung des erfindungsgemäßen Hinterkammervolumenbereichs in Form der mehreren nicht vollumlaufenden Segmente ist vorteilhaft die Möglichkeit gegeben, in den nicht durch die Segmente beanspruchten Volumenbereichen der Zündkerze Kühlkanäle oder dergleichen vorzusehen, um den Aufnahmebereich der Zündkerze bzw. darin angeordneten Komponenten effizienter kühlen zu können.

Eine besonders bevorzugte Konfiguration der erfindungsgemäßen Zündkerze schlägt einen Volumenanteil von etwa 30% bis etwa 70% des gesamten Volumens der Vorkammer für den erfindungsgemäßen Hinterkammervolumenbereich vor, um das Potential der Erfindung bezüglich der Steigerung der Zündenergie in der Vorkammer voll auszunutzen. Es ist jedoch offensichtlich, dass auch kleinere Volumenanteile des erfindungsgemäßen Hinterkammervolumenbereichs bereits die erfindungsgemäßen Vorteile (Steigerung der Zündenergie bei gleichzeitiger Beibehaltung der Brennweite) bieten.

Eine effiziente Kühlung der erfindungsgemäßen Zündkerze und gegebenenfalls in dem Aufnahmebereich angeordneter Mittel zur Einkopplung von Laserstrahlung in die Vorkammer ist einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zufolge dann gegeben, wenn den Hinterkammervolumenbereich insbesondere radial, vorzugsweise radial nach innen, begrenzende Wandabschnitte des Aufnahmebereichs mindestens einen, vorzugsweise zumindest teilweise umlaufend angeordneten, Kühlkanal zur Aufnahme eines Kühlfluids aufweisen. Die erfindungsgemäßen Kühlkanäle können ganz besonders vorteilhaft mit weiteren bestehenden Kühlkanälen der Zündkerze oder auch eines Zylinderkopfes, der zur Aufnahme der erfindungsgemäßen Zündkerze vorgesehen ist, zusammenwirken.

Um ein Fluid, insbesondere das zündfähige Medium, direkt in die Vorkammer der erfindungsgemäßen Zündkerze einbringen zu können, kann einer weiteren vorteilhaften Erfindungsvariante zufolge mindestens ein Einlassventil vorgesehen sein. Das Einlassventil kann bevorzugt so angeordnet sein, insbesondere in einem den Hinterkammervolumenbereich radial nach außen begrenzenden Wandabschnitt der Zündkerze, dass es die Einbringung des Fluids direkt in den Hinterkammervolumenbereich erlaubt. Die Vorsehung weiterer Einlassventile in unterschiedlichen Abschnitten des Hinterkammervolumenbereichs oder auch der restlichen Vorkammer ist ebenfalls denkbar.

Besonders vorteilhaft weist die erfindungsgemäße Zündkerze einer weiteren Ausführungsform zufolge eine Einkoppeloptik zur Einkopplung der Laserstrahlung in die Vorkammer auf, die in dem Aufnahmebereich der Zündkerze angeordnet ist. Der Einkoppeloptik kann die für die Zündung verwendete Laserstrahlung entweder durch eine Lichtleitereinrichtung von einer entfernt angeordneten Laserlichtquelle zugeführt werden.

Alternativ oder ergänzend kann auch eine einen laseraktiven Festkörper aufweisende Lasereinrichtung zur lokalen Erzeugung der Laserstrahlung in der Zündkerze, insbesondere in dem Aufnahmebereich, angeordnet sein. Bei dieser Konfiguration ist die Lasereinrichtung vorteilhaft koaxial zu der Zündkerze in deren Aufnahmebereich vorgesehen. Ganz besonders bevorzugt werden passiv gütegeschaltete Lasereinrichtungen für den Einbau in die erfindungsgemäße Zündkerze vorgeschlagen, die insbesondere auch monolithisch ausgebildet sein können.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Vorkammer mit dem besonderen Hinterkammervolumenbereich „ragt" das brennraumseitige Ende der Lasereinrichtung bzw. die Einkoppeloptik im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen zumindest um ein gewisses Maß in das Vorkammervolumen hinein, wodurch die Beibehaltung einer verhältnismäßig geringen Brennweite möglich ist, ohne den Zündpunkt zu weit von Überströmkanälen entfernen zu müssen, die eine Fluidverbindung zwischen der Vorkammer und einem Brennraum der Brennkraftmaschine herstellen. Dadurch wird besonders vorteilhaft einerseits die maximal mögliche Zündenergie im Wege der Volumenvergrößerung der Vorkammer erhöht, während andererseits die durch das Ausschieben unverbrannten Gemischs aus der Vorkammer in den Brennraum resultierenden Verluste minimiert werden. Solche Verluste ergeben sich nämlich insbesondere dann, wenn der Zündpunkt weit von den Überströmkanälen entfernt ist, was durch die vorliegende Erfindung - trotz eines gesteigerten Vorkammervolumens - vorteilhaft vermieden wird.

Bei einer weiteren sehr vorteilhaften Variante der erfindungsgemäßen Zündkerze ist vorgesehen, dass ein die Vorkammer begrenzender Wandabschnitt mindestens einen eine Fluidverbindung zu einem Brennraum der Brennkraftmaschine ermöglichenden Überström kanal aufweist, und dass die Einkoppeloptik und/oder die Lasereinrichtung so ausgebildet ist, dass die Laserstrahlung auf mindestens einen Zündpunkt fokussiert wird, der im Bereich des Überströmkanals angeordnet ist.

Eine noch gleichmäßigere Entflammung des in der Vorkammer befindlichen zündfähigen Mediums ist einer weiteren Erfindungsvariante zufolge vorteilhaft dann gegeben, wenn die Einkoppeloptik und/oder die Lasereinrichtung so ausgebildet ist, dass die Laserstrahlung auf mindestens einen ersten Zündpunkt im Hinterkammervolumenbereich und vorzugsweise gleichzeitig auf mindestens einen zweiten Zündpunkt im Bereich des Überströmkanals fokussiert wird.

Als eine weitere Lösung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein Zylinderkopf gemäß Patentanspruch 13 angegeben.

Obwohl die Vorkammer der erfindungsgemäßen Zündkerze insbesondere bei einer Anwendung im Bereich von Stationärmotoren bzw. Großgasmotoren usw. integraler Bestandteil der Zündkerze bzw. durch die Zündkerze selbst gebildet ist, kann einer weiteren Erfindungsvariante zufolge auch vorgesehen sein, dass ein die Vorkammer, insbesondere brennraumseitig, begrenzender Wandabschnitt zumindest teilweise durch den Zylinderkopf gebildet und/oder integraler Bestandteil des Zylinderkopfes ist. D.h., in diesem Falle wirken Teilbereiche des Zylinderkopfes und der Zündkerze in geeigneter Weise zusammen, um die erfindungsgemäße Vorkammer auszubilden.

Es ist insbesondere möglich, dass ein die Vorkammer radial nach außen begrenzender Wandabschnitt zumindest teilweise durch den Zylinderkopf selbst gebildet und/oder integraler Bestandteil des Zylinderkopfes ist. Das erfindungsgemäße Prinzip kann auch in Form einer separaten Vorkammeranordnung realisiert werden, bei der die erfindungsgemäße Vorkammer als separates Bauteil die vorstehend beschriebene Form aufweist. D.h., eine erfindungsgemäß ausgebildete Vorkammeranordnung weist einen Aufnahmebereich für eine Zündkerze bzw. für Mittel zur Einkopplung von Laserstrahlung auf, der zumindest teilweise von dem

Hinterkammervolumenbereich umgeben wird. Die Zündkerze bzw. Mittel zur Einkopplung von Laserstrahlung können in diesem Fall z.B. in die Vorkammeranordnung eingeschraubt werden und sind der erfindungsgemäßen Vorkammergeometrie zufolge zumindest teilweise von dem Hinterkammervolumenbereich umgeben. Die erfindungsgemäße Vorkammeranordnung kann ebenfalls über eine Schraubverbindung oder auch steckbar mit dem Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine verbunden werden.

Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig von ihrer Formulierung beziehungsweise Darstellung in der Beschreibung beziehungsweise in der Zeichnung.

In der Zeichnung zeigt:

Figur 1 schematisch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zündkerze in einem teilweisen Querschnitt,

Figur 2a einen teilweisen Querschnitt mit Blick in Längsrichtung der Zündkerze gemäß

Figur 1,

Figur 2b einen teilweisen Querschnitt mit Blick in Längsrichtung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zündkerze,

Figur 2c einen teilweisen Querschnitt mit Blick in Längsrichtung noch einer weiteren

Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zündkerze,

Figur 3a einen teilweisen Querschnitt einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zylinderkopfes mit einer erfindungsgemäßen Zündkerze, und Figur 3b einen teilweisen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zylinderkopfes mit einer erfindungsgemäßen Zündkerze.

Figur 1 zeigt schematisch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zündkerze 100 in einem teilweisen Querschnitt. Die Zündkerze 100 wird bevorzugt mit Brennkraftmaschinen (nicht gezeigt) eingesetzt, die an der Magergrenze betrieben werden, d.h. mit einer Luftzahl > 1. Insbesondere stationäre Großgasmotoren werden an der Magergrenze betrieben, um einen möglichst hohen thermodynamischen Wirkungsgrad zu erzielen und gleichzeitig Stickoxidemissionen (NOx) zu minimieren.

Ein Nachteil des Betriebs an der Magergrenze ist die geringe Flammengeschwindigkeit in dem Brennraum und die damit einhergehende lange Brenndauer. Um trotz des Betriebs im Bereich der Magergrenze möglichst kurze Brenndauern und damit einen hohen Motorwirkungsgrad zu ermöglichen, werden die betrachteten Großgasmotoren i.d.R. mit höchst turbulenten Brennverfahren betrieben. Ab einem gewissen Bohrungsdurchmesser, beispielsweise etwa 160mm, ist eine hochenergetische Zündquelle erforderlich, um die Verbrennung in einem Brennraum des Großgasmotors zuverlässig und schnell zu starten.

Daher weist die erfindungsgemäße Zündkerze 100 eine Vorkammer 110 auf, in der die Zündung für einen Brennraum einer die Zündkerze 100 enthaltenden Brennkraftmaschine eingeleitet wird. Hierzu wird die Vorkammer 110 in an sich bekannter Weise mit einem zündfähigen Medium beschickt. Anschließend wird das in der Vorkammer 110 enthaltene zündfähige Medium durch später näher beschriebene Verfahren gezündet. Danach treten aus der Vorkammer 110 infolge der darin ablaufenden Verbrennung hochenergetische Zündfackeln (nicht gezeigt) durch die eine Fluid- bzw. Plasmaverbindung realisierenden Überström kanäle 112 in den Brennraum 300 der Brennkraftmaschine. Die hochenergetischen Zündfackeln entzünden zuverlässig und schnell das in dem Brennraum 300 vorhandene magere Gemisch, das u.U. auch durch einen Wertebereich der Luftzahl > 1,9 gekennzeichnet ist.

Zur effizienten, verschleißfreien und schnellen Zündung des in der Vorkammer 110 befindlichen zündfähigen Mediums weist die erfindungsgemäße Zündkerze 100 Mittel zur Einkopplung von Laserstrahlung 135 in die Vorkammer 110 auf.

Vorliegend sind die Mittel zur Einkopplung von Laserstrahlung 135 in die Vorkammer 110 durch eine Lasereinrichtung 130 gebildet, der an ihrem brennraumseitigen Ende eine Einkoppeloptik 131 zugeordnet ist, die neben der räumlichen Trennung der Lasereinrichtung 130 von der Vorkammer 110 gleichzeitig zur Fokussierung der von der Lasereinrichtung 130 erzeugten Laserstrahlung 135 auf den Zündpunkt ZP dient, der wie aus Figur 1 ersichtlich in einem brennraumseitigen Volumensdrittel der Vorkammer 110 angeordnet ist. Weiters können auch eine Fokussieroptik und ein Brennraumfenster jeweils separat ausgeführt sein.

Die Lasereinrichtung 130 ist bevorzugt als passiv gütegeschalteter Festkörperlaser ausgeführt, dem zur Erzeugung von Laserimpulsen mit sehr hoher Spitzenleistung, sog. Riesenimpulsen, lediglich Pumplicht zum optischen Pumpen in geeigneter Weise zugeführt werden muss. Das Pumplicht kann der Lasereinrichtung 130 vorliegend z.B. von einer entfernt angeordneten Pumplichtquelle (nicht gezeigt) über eine Lichtleitereinrichtung zugeführt werden, die optisch und ggf. auch mechanisch mit der Zündkerze 100 bzw. der in ihrem Aufnahmebereich angeordneten Lasereinrichtung 130 verbunden ist, vorzugsweise an ihrem dem Brennraum 300 abgewandten Ende. Die Lasereinrichtung 130 ist bevorzugt monolithisch aufgebaut, d.h. ein laseraktiver Festkörper und die ihm zugeordnete passive Güteschaltung sowie Ein- und Auskoppelspiegel sowie ggf. vorhandene optische Verstärker usw. sind alle in eine bauliche Einheit integriert bzw. in oder auf einem geeigneten optischen Medium angeordnet.

Anstelle der lokalen Erzeugung von Laserimpulsen kann die für eine Zündung erforderliche Laserstrahlung 135 auch direkt von einer entfernt angeordneten Laserlichtquelle erzeugt und der in der Zündkerze 100 vorgesehenen Einkoppeloptik 131 zugeleitet werden.

Erfindungsgemäß weist die Zündkerze 100 eine besonders ausgebildete Vorkammer 110 aus, die sich - bezogen auf eine Stirnfläche einer an die Vorkammer 110 grenzenden Zündeinrichtung 130 - nicht nur im wesentlichen in eine Raumrichtung, nämlich auf den Brennraum 300 hin, erstreckt. Dieser von herkömmlichen Zündkerzen im wesentlichen bekannte Teil der Vorkammer ist in Figur 1 durch die mit dem Bezugszeichen V bezeichnete geschweifte Klammer gekennzeichnet.

Vielmehr weist die erfindungsgemäße Zündkerze 100 bzw. ihre Vorkammer 110 zusätzlich einen besonderen Hinterkammervolumenbereich 110a auf, der den Aufnahmebereich 120 der Zündkerze 100 in einem brennraumseitigen Endbereich 100a der Zündkerze 100 zumindest teilweise umgibt. Der erfindungsgemäße Hinterkammervolumenbereich 110a bildet zusätzlich zu dem vorstehend beschriebenen Teil V der Vorkammer 110 einen weiteren Teil H, der sich bezogen auf die Stirnfläche bzw. vorliegend z.B. eine Oberfläche der Einkoppeloptik 131 in eine weitere Raumrichtung, nämlich von dem Brennraum 300 weg, erstreckt. Der erfindungsgemäße Hinterkammervolumenbereich 110a führt somit zur einer Volumenvergrößerung der Vorkammer 110 gegenüber herkömmlichen Systemen, die wie aus Figur 1 ersichtlich durch die beiden zusammenhängenden Bereiche H, V gebildet ist.

Gleichzeitig wird durch die besondere Anordnung des erfindungsgemäßen Hinterkammervolumenbereichs 110a bewirkt, dass sich ein Volumenschwerpunkt des Volumens der Vorkammer 110 gegenüber herkömmlichen Systemen auf ein dem Brennraum 300 abgewandtes Ende der Zündkerze 100 hin verlagert und das brennraumseitige Ende der Zündkerze 100 bzw. der Lasereinrichtung 130 in die Vorkammer 110 hineinragt.

Dadurch wird vorteilhaft der zur Steigerung der maximalen Zündenergie erforderliche Rauminhalt der Vorkammer 110 erhöht, während gleichzeitig nur eine verhältnismäßig geringe Brennweite für die Fokussieroptik der Einkoppeloptik 131 erforderlich ist, um den Zündpunkt ZP im brennraumnahen Volumendrittel der Vorkammer 110 bzw. direkt im Bereich der Überström kanäle 112 zu positionieren, durch die das lasergezündete zündfähige Medium in den Brennraum 300 der Brennkraftmaschine austritt. Durch Einsatz der erfindungsgemäßen Vorkammerkonfiguration kann demnach eine Volumenvergrößerung der Vorkammer 110 erfolgen und es kann dennoch eine bestehende Fokussieroptik mit vorgegebener Brennweite, wie sie von herkömmlichen Systemen bekannt ist, beibehalten werden, ohne den Zündpunkt ZP von den Überströmkanälen 112 zu entfernen.

Durch die in Figur 1 veranschaulichte Wahl des Zündpunkts ZP im Bereich der Überström kanäle 112 wird vorteilhaft weitestgehend vermieden, dass noch unverbranntes zündfähiges Medium von der sich ausbreitenden Flammenfront ungenutzt durch die Überströmkanäle 112 in den Brennraum 300 ausgeschoben wird. Generell ist es vorteilhaft, wenn der Zündpunkt ZP näher an mindestens einem Überström kanal 112 liegt als an einem Wandbereich der Vorkammer 110 ohne Überströmkanäle 112.

Insgesamt ermöglicht die erfindungsgemäße Zündkerze 100 eine sehr effiziente Entflammung des zündfähigen Mediums in der Vorkammer 110 und bietet durch das gesteigerte Vorkammervolumen ein Höchstmaß an Zündenergie für die Zündung des i.d.R. mageren Gemischs in dem Brennraum 300. Aufgrund der erfindungsgemäß verwendbaren geringen Brennweite der Fokussieroptik ergibt sich durch die damit einhergehende hohe Leistungsdichte der Laserstrahlung 135 in dem Zünpunkt ZP eine sichere Zündung in der Vorkammer 110, und im Vergleich zu herkömmlichen Systemen kann somit auch die Impulsenergie einzelner Laserimpulse verringert werden, was die Standzeit der Lasereinrichtung 130 steigert.

Die besondere Anordnung der in die Vorkammer 110 „hineinragenden" Lasereinrichtung 130 kann auch ein automatisches Freibrennen der brennraumseitigen Oberfläche der Einkoppeloptik 131 begünstigen, da der brennraumseitige Endbereich 100a der erfindungsgemäßen Zündkerze 100 im Mittel höheren Temperaturen ausgesetzt ist, als es bei herkömmlichen Systemen der Fall ist, bei denen ein Brennraumfenster flächenbündig zu einer die Vorkammer begrenzenden Wand angeordnet ist.

Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform umgibt der Hinterkammervolumenbereich 110a der Vorkammer 110 den Aufnahmebereich 120 ringförmig, insbesondere torusförmig. Der Querschnitt des ringförmig den Aufnahmebereich 120 umgebenden Hinterkammervolumens 110a kann neben einer Kreis- bzw. Halbkreisform auch andere Formen aufweisen, die i.d.R. in Abhängigkeit der gewünschten Strömungsverhältnisse in der Vorkammer 110 usw. gewählt werden.

Ein Querschnitt des brennraumseitigen Endbereichs 100a der Zündkerze 100 aus Figur 1 mit Blick in Längsrichtung ist in Figur 2a gezeigt. Aus Figur 2a ist ersichtlich, wie der erfindungsgemäße Hinterkammervolumenbereich 110a Wandabschnitte 120a des Aufnahmebereichs 120 der Zündkerze 100 ringförmig umgibt und damit das Vorkammervolumen im Vergleich zu herkömmlichen Anordnungen wesentlich steigert.

Ganz besonders bevorzugt weist der Hinterkammervolumenbereich 110a einen

Volumenanteil von etwa 30% bis etwa 70% des gesamten Volumens der Vorkammer 110 auf, um eine in der Vorkammer 110 speicherbare Zündenergie für die Zündung des in dem Brennraum 300 (Figur 1) befindlichen Gemischs zu maximieren.

Die Lasereinrichtung 130 ist, wie aus Figur 2a ersichtlich, von einem Wandabschnitt 120a des Aufnahmebereichs 120 (Figur 1) umschlossen, der den erfindungsgemäßen Hinterkammervolumenbereich 110a radial nach innen begrenzt und vorzugsweise einstückig mit dem restlichen Körper der Zündkerze 100 ausgeführt ist.

Anstelle der Konfiguration aus Figur 2a ist es ist ferner denkbar, dass der Hinterkammervolumenbereich 110a sich nur über einen Teil des gesamten Umfangs des Aufnahmebereichs 120 erstreckt, wobei der Hinterkammervolumenbereich 110a vorzugsweise in mehrere, entlang einer Umfangsrichtung des Aufnahmebereichs 120 vorzugsweise um jeweils denselben Winkel zueinander beabstandete Segmente unterteilt ist. Figur 2b zeigt einen Querschnitt einer entsprechenden Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zündkerze, bei der zwei nierenförmige Segmente zusammen den erfindungsgemäßen Hinterkammervolumenbereich 110a bilden.

Bei der Ausführungsform gemäß Figur 2b ist vorteilhaft die Möglichkeit gegeben, in den nicht durch die Segmente 110a beanspruchten Volumenbereichen der Zündkerze 100

Kühlkanäle (nicht gezeigt) oder dergleichen vorzusehen, um den Aufnahmebereich 120 der Zündkerze 100 bzw. darin angeordneten Komponenten 130, 131 effizienter kühlen zu können.

Auch die den Hinterkammervolumenbereich 110a radial nach innen begrenzenden Wandabschnitte 120a des Aufnahmebereichs 120 (vgl. Figur 1, 2a, 2b) können vorzugsweise mindestens einen, vorzugsweise zumindest teilweise umlaufend angeordneten Kühlkanal (nicht gezeigt) zur Aufnahme eines Kühlfluids aufweisen. Der Kühlkanal steht besonders bevorzugt in Fluidverbindung mit weiteren Kühlkanälen der Zündkerze 100 oder auch eines die Zündkerze 100 aufnehmenden Zylinderkopfs 200, vgl. Figur 3a.

Eine auch als „gespülte Vorkammer" bezeichnete Konfiguration ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Zündkerze 100 dann, wenn mindestens ein Einlassventil zum Einbringen eines Fluids, insbesondere des zündfähigen Mediums, in die Vorkammer 110, vorgesehen ist. Figur 2c zeigt hierzu einen teilweisen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zündkerze 100, bei der das Einlassventil 140 so angeordnet ist, insbesondere in einem den Hinterkammervolumenbereich 110a radial nach außen begrenzenden Wandabschnitt 120b der Zündkerze 100, dass es die Einbringung des Fluids direkt in den Hinterkammervolumenbereich 110a erlaubt.

Es ist auch denkbar, mehr als ein Einlassventil 140 zur Beschickung der Vorkammer 110 mit zündfähigem Medium vorzusehen. Die dem Einlassventil 140 zugeordneten Abschnitte des Hinterkammervolumenbereichs 110a können auch besondere Mittel zur Führung bzw.

Beeinflussung der Fluidströmung aufweisen, z.B. nach Art eines Drallkanals, um für eine sichere Zündung möglichst günstige Strömungsverhältnisse einzustellen. Das bzw. mindestens ein Einlassventil 140 kann auch in einem anderen Bereich der Vorkammer 110 angeordnet sein, d.h. außerhalb des Hinterkammervolumenbereichs 110a, z.B. in dem

Bereich V gemäß Figur 1.

Eine Vorkammer, der kein eigenes Einlassventil 140 zugeordnet ist, wird auch als „ungespülte Vorkammer" bezeichnet. Die ungespülte Vorkammer bezieht das zündfähige Medium durch die Überströmkanäle 112 direkt aus dem Brennraum 300. Im Gegensatz zu der gespülten Vorkammer erlaubt die ungespülte Vorkammer keine vorkammerindividuelle Einstellung der Luftzahl , d.h. unabhängig von der Luftzahl des in dem Brennraum 300 vorliegenden Gemischs.

Die maximale Zündenergie durch die Vorkammerzündung ist dann gegeben, wenn als zündfähiges Medium ein nahezu stöchiometrisches Gemisch in der Vorkammer 110 vorliegt.

Bei einer weiteren sehr vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zündkerze 100 ist vorgesehen, dass die Einkoppeloptik 131 (Figur 1) und/oder die Lasereinrichtung 130 so ausgebildet ist, dass die Laserstrahlung 135 auf mindestens einen ersten Zündpunkt im Hinterkammervolumenbereich 110a und, vorzugsweise gleichzeitig, auf mindestens einen zweiten Zündpunkt ZP im Bereich des Überströmkanals 112 fokussiert wird, wodurch eine noch schnellere und gleichmäßigere Zündung in der Vorkammer 110 gegeben ist.

Generell ist es möglich, dass die Vorkammer 110 der erfindungsgemäßen Zündkerze 100, vgl. Figur 1, insbesondere für eine Anwendung im Bereich von Stationärmotoren bzw.

Großgasmotoren usw., integraler Bestandteil der Zündkerze 100 bzw. durch die Zündkerze

100 selbst gebildet ist. Die Zündkerze 100 verfügt in diesem Fall z.B. radial außenseitig in ihrem brennraumseitigen Endbereich 100a über geeignete Befestigungsmittel 150 wie z.B. ein Gewinde, das eine lösbare Verbindung der Zündkerze 100 mit einem Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine ermöglicht. Alternativ oder ergänzend können auch weitere für eine

Verwendung mit dem Zielsystem geeignete Befestigungsmittel an der Zündkerze 100 vorgesehen sein.

Bei einer weiteren sehr vorteilhaften Variante der vorliegenden Erfindung ist die besondere Gestaltung der Vorkammer durch ein Zuammenwirken entsprechend geformter Abschnitte der Zündkerze 101, 102 und eines sie aufnehmenden Zylinderkopfes 200 realisiert.

Figur 3a zeigt eine Erfindungsvariante, bei der die Zündkerze 101 selbst durch in ihrem brennraumseitigen Endbereich 100a entsprechend geformte Wandabschnitte 120a, 120b nur noch den erfindungsgemäßen Hinterkammervolumenbereich 110a definiert. Die weiteren Bereiche der Vorkammer 110 sind durch die Geometrie des Zylinderkopfes 200 vorgegeben, mit dem die Zündkerze 101 über geeignete Verbindungsmittel 151 wie z.B. eine Schraubverbindung verbindbar ist. Wie aus Figur 3a ersichtlich weist der Zylinderkopf 200 insbesondere einen Wandabschnitt 211 auf, der die Geometrie der Vorkammer 110 in dem Bereich V gemäß Figur 1 definiert und der die Vorkammer 110 brennraumseitig begrenzt. Der Wandabschnitt 211 ist wie in Figur 3a angedeutet zumindest teilweise durch den Zylinderkopf gebildet und/oder als integraler Bestandteil des Zylinderkopfes 200 ausgebildet. Der Wandabschnitt 211 weist ferner die Überströmkanäle 212 auf, die eine Fluidverbindung zwischen der Vorkammer 110 und dem Brennraum 300 herstellen.

D.h., bei der Konfiguration gemäß Figur 3a wirken Teilbereiche des Zylinderkopfes 200 und der Zündkerze 101 in geeigneter Weise zusammen, um die erfindungsgemäß geformte Vorkammer 110 auszubilden.

Es ist darüberhinaus insbesondere auch möglich, dass ein die Vorkammer 110, insbesondere den Hinterkammervolumenbereich 110a, radial nach außen begrenzender Wandabschnitt 220b zumindest teilweise durch den Zylinderkopf 200 selbst gebildet und/oder integraler Bestandteil des Zylinderkopfes 200 ist, vgl. Figur 3b. Auch bei dieser Erfindungsvariante ist die Zündkerze 102 über geeignete Verbindungsmittel 152 wie z.B. eine Schraubverbindung mit dem Zylinderkopf 200 verbindbar.

Bei einer weiteren sehr vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Vorkammer 110 ebenfalls durch das Zusammenwirken entsprechend geformter Bereiche der Zündkerze und des Zylinderkopfes 200 gebildet. Entlang der axialen Richtung der Zündkerze 100 ist eine Schraubverbindung zum Einschrauben der Zündkerze 100 in den Zyliderkopf 200 vorgesehen. Unter Verwendung unterschiedlich hoher Dichthülsen, die zwischen der Zündkerze 100 und dem Zylinderkopf 200 vorgesehen werden können und eine gasdichte Verbindung der die Vorkammer 110 ausbildenden Komponenten der Zündkerze 100 und des Zylinderkopfes 200 ermöglichen, kann das Vorkammervolumen je nach Bedarf angepasst werden. Gleichzeitig kann auf diese Weise die Lage des

Zündpunkts ZP in der Vorkammer 110 bei gleichbleibender Brennweite der Fokussieroptik justiert werden.

Eine weitere Erfindungsvariante besteht in einer als separates Bauteil ausgeführten Vorkammeranordnung (nicht gezeigt), die eine Vorkammer mit der erfindungsgemäßen Geometrie und einen Aufnahmebereich für eine Zündkerze bzw. für Mittel zur Einkopplung von Laserstrahlung aufweist, der zumindest teilweise von dem Hinterkammervolumenbereich umgeben wird. Die Überströmkanäle 112 (Figur 1) können sowohl als gerade Kanäle oder bevorzugt auch als Drallkanäle ausgelegt sein, um im Wege der Erzeugung einer Drallströmung eine noch bessere Durchmischung des Vorkammergemisches zu erzielen.