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Patent Searching and Data


Title:
LATTICE STRUCTURE AND A DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/202545
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a lattice structure consisting of intersecting longitudinal and transverse elements (2 and 3) such as wires, stranded wires, ropes, rods and/or profiled sections, having intersection points (6) associated therewith. These longitudinal and transverse elements (2 and 3) are interconnected by twisting at least at said intersection points (6). The connection may also be established by insertion one into another and/or by knotting. This results in a connection between the longitudinal and transverse elements which can be established without external connector means and with comparatively low overheads.

Inventors:
VON ALLMEN, Hans-Peter (Tavernastrasse 51, 1712 Tafers, 1712, CH)
Application Number:
EP2016/061826
Publication Date:
December 22, 2016
Filing Date:
May 25, 2016
Export Citation:
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Assignee:
GEOBRUGG AG (Aachstrasse 11, 8590 Romanshorn, 8590, CH)
International Classes:
E04C5/04; B21F27/02
Foreign References:
GB172476A1921-12-15
US5788223A1998-08-04
DE636980C1936-10-22
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
LUCHS, Willi (Luchs & Partner AG, PatentanwälteSchulhausstrasse 12, 8002 Zürich, 8002, CH)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Gitterstruktur, bestehend aus sich kreuzenden Längs- und Querelementen (2, 2\ 2"12, 22 bzw. 3, 3\ 3", 13, 23) wie Drähte, Litzen, Seile, Stäbe und/oder Profile, mit diesen zugeordneten Kreuzungsstellen (6), dadurch gekennzeichnet, dass

die ein- und/oder mehrfach geführten Längs- und Querelemente (2, 2\ 2", 12, 22 bzw. 3, 3', 3", 13, 23) zumindest an den Kreuzungsstellen (6) insbesondere durch Verdrillen, Ineinanderführen und/oder Verknoten miteinander verbunden sind.

2. Gitterstruktur nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Längs- und Querelemente (2, 3) mit entlang der Elemente vorzugsweise senkrecht zur Gitterebene stehenden offenen oder geschlossenen Schlaufen (4, 5) versehen sind, die an den Kreuzungsste!len (6) der Elemente miteinander verdrillt sind.

3. Gitterstruktur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaufen (4) der Längselemente (2) in Längsrichtung der Elemente, während die Schlaufen (5) der Querelemente (3) quer zur Längsrichtung der Elemente ausgerichtet sind, damit die Schlaufen (4, 5) bei den Kreuzungsstellen (6) vor dem Verdrillen parallel nebeneinander liegen.

4. Gitterstruktur nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich das Gitter aus zumindest doppelt geführten und mit sich selbst zumindest an den Kreuzungsstelien (6) verdrillten Längs- und Querelementen (2', 2" bzw. 3', 3") zusammensetzt.

5. Gitterstruktur nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest doppelt geführten Längselemente (2') mit verteilt angeordneten Durchgängen (11 ) zur Aufnahme von hindurchgeführten Querelementen (3') versehen sind.

6. Gitterstruktur nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass

die Längs- und Querelemente (2" bzw. 3") nur im Bereich der ineinan- dergeführten Kreuzungsstellen (6) verdrillt sind.

7. Gitterstruktur nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Längs- und/oder Querelemente (12, 13) als Litzen ausgebildet sind und die Quer- oder Längselemente (13, 12) an den Kreuzungsstellen (6) durch Durchgänge (14) bei den Längs- oder Querelementen (12, 13) hindurchgeführt und so durch Ineinanderführen miteinander verbunden sind.

8. Gitterstruktur nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass diese Quer- oder Längselemente (13, 12) derart mit den Längs- oder Querelementen (12, 13) verbunden sind, dass sie zwischen den Drähten (12') eingeklemmt und damit bei diesen Kreuzungsstellen (6) wie Knoten bilden.

9. Gitterstruktur nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Längs- und/oder Querelemente (2, 3) mit um annähernd 360° gebogenen Schlaufen versehen sind, durch welche die Quer- oder Längselemente mit oder ohne Verdrillung bzw. Verknotung geführt bzw. verbunden sind.

10. Gitterstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass

die Längs- und Querelemente in einer Ebene Hegend rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind .

1 1 . Gitterstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass

die Abstände zwischen den Kreuzungsstellen (6) des Gitters in Längsund Querrichtung gleichmässig oder in den Endbereichen insbesondere mit geringeren Abständen als im Mittenbereich dimensioniert sind.

12. Gitterstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

die Längs- bzw. Quereiemente (2, 2', 2" bzw. 3, 3' , 3") an den Enden mit geschlossenen Verankerungsschlaufen (8) versehen sind.

13. Gitterstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

die Längs- bzw. Querelemente (2, 2', 2" bzw. 3, 3', 3") an den Enden mit benachbarten Quer- bzw. Längselementen (2, 2\ 2" bzw. 3, 3', 3") verbunden sind, wie durch Um-, Verwinden, Verdrillen oder ähnlichem.

14. Gitterstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass

die Längs- und/oder Querelemente zumindest teilweise aus hochfestem Stahl vorzugsweise mit einer Festigkeit von 700 N/mm2 bis 2800 N/mm2 hergestellt sind.

15. Vorrichtung zum Hersteilen einer Gitterstruktur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

eine Montageplatte (9) oder dergleichen mit definiert beabstandeten Rillen (9') vorgesehen ist, in welche die Längs- und Querelemente (2, 2', 2" bzw. 3, 3', 3") eingelegt sind zwecks Positionieren und Festhalten für das Verdrillen derselben.

16. Verfahren zum Herstellen einer Gitterstruktur nach Anspruch 1 , 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass

eine Vielzahl von nebeneinander paarweise angeordneten Drähten (12') im Abstand der Maschenlängen zu Längs- oder Querelementen (12, 13) gewunden werden, wobei nach einer Anzahl erzeugter Windungen mindestens ein jeweiliges Quer- oder Längselement (13, 12) zwischen je zwei Drähte (12'), die noch nicht gewunden sind, durchgeführt und anschliessend der Windungsvorgang der Längs- bzw. Querelemente (12, 13) fortgesetzt und nach einer gewissen Anzahl Windungen das nächste Quer- oder Längseiement (13, 12) in gleicher Weise durch die Drähte (12') geschoben wird.

17. Verfahren zum Herstellen einer Gitterstruktur nach Anspruch 1 , 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass

die Drähte (12') der litzenförmigen Längs- oder Querelemente (12, 13) vorzugsweise maschinell zueinander geöffnet und die Quer- oder Längselemente (13, 12) durchgeschoben und dann diese geöffneten Drähte (12') wieder schliessend losgelassen werden, so dass ein Klemmen der durchgeführten Quer- oder Längsetemente bewirkt wird.

Description:
Gitterstruktur sowie Vorrichtung bzw. Verfahren zu deren

Herstellung

Die Erfindung betrifft eine Gitterstruktur nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Gitterstrukturen dieser Art werden als Bauelemente in Gestalt von flachen oder geweilten Trag- oder Schutzgittern eingesetzt, wobei die Schubfestigkeit der Knotenpunkte sicherstellt, dass das Gitter auch bei hohen Belastungen nur geringe Verformungen erfährt. Zum Verbinden der Drähten in den Knotenpunkten werden bisher Schweissverbindun- gen, Klemmen oder zusätzliches Drahtmaterial oder ähnliches verwendet.

Eine Gitterstruktur dieser Art ist in der AT-PS 409 506 B geoffenbart. Sie besteht aus stabförmigen Über- und Untergurten, zwischen denen Verbindungsstäbe eingeschweisst sind. Diese die Knotenpunkte bildenden Schweissstelien bringen einerseits Gefügeänderungen mit sich und verursachen andererseits einen hohen Fertigungsaufwand beim Zusammen- schweissen der Gurtstäbe. Letzteres trifft auch bei Verwendung von mechanisch verarbeiteten Verbindungselementen zu, die ebenfalls einen hohen Arbeits- und Kostenaufwand zur Folge haben.

Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und eine Gitterstruktur der eingangs genannten Gattung zu schaffen, deren Knotenpunkte keine Schweissstelien oder zusätzliche Materialien aufweisen und sie dabei aber effizient und wirtschaftlich herstellbar ist. Ferner soll auch der Korrosionsschutz der Gitterstruktur dauerhaft gewährleistet sein.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss nach den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 16 gelöst.

Damit entsteht zwischen den Längs- und Quereiementen eine unverschiebbare Verbindung, die ohne fremde Verbindungsmittel und mit verhältnismässig geringem Aufwand herstellbar ist. Zusätzlich ergibt sich eine höhere Lebensdauer der Gitterstruktur, da keine schwächenden Schweissstelien oder ähnlichem bei den Knotenpunkten vorhanden sind.

Das erfindungsgemässe Gitter lässt sich in verschiedenen Ausführungsformen realisieren. In einer ersten Ausführungsform sieht die Erfindung vor, dass die Längs- und Querelemente des Gitters mit entlang der Elemente vorzugsweise senkrecht zur Gitterebene offenen oder geschlossenen, unverdrillten oder teilweise vorverdrillten Schlaufen versehen sind, die an den Kreuzungsstellen der Elemente miteinander verdrillt sind und so Knotenpunkte bilden. Um dieses Verbinden zu erleichtern, sind die Schlaufen der Längsdrähte in Längsrichtung der Drähte angeordnet, während die Schlaufen der Querelemente quer zur Längsrichtung der Drähte ausgerichtet sind. Es ist aber auch ohne weiteres möglich, umgekehrt die Längsdrähte mit quer zur Längsrichtung der Drähte angeordneten Schlaufen zu versehen, indes die Querelemente mit in Längsrichtung der Drähte angeordneten Schlaufen versehen sind.

In einer zweiten Ausführungsform sieht die Erfindung vor, dass sich das Gitter aus zumindest doppelt geführten und an den Kreuzungssteifen der Drähte ineinander durchgeführt und mit sich selbst verdrillten Längs- und Querelementen zusammensetzt.

Hierbei ist es zweckmässig, vorzugsweise die Längsdrähte, Litzen, Seile, Stäbe oder Profile mit entlang derselben verteilten Durchgängen zur Aufnahme der durch sie hindurch- oder vorbeigeführten Querelemente zu versehen. Es können aber umgekehrt genauso die Durchgänge in den Querelementen vorgesehen und die Längsdrähte durch die Querelemente hindurchgeführt werden.

Bei einer Variante dieser Ausführungsform ist es als weiterer Vorteil vorgesehen, dass die doppelt geführten Längs- und Querelemente nur im Bereich der Kreuzungsstellen verdrillt sind.

Im Hinblick auf die Stabilität des Gitters im Belastungszustand ist es vorteilhaft, wenn die Längs- und Querelemente in einer Ebene liegend rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind. Die erfindungsgemässe Bil- dung der Knotenpunkte ist aber auch ohne weiteres bei Gittern mit anderen Kreuzungswinkeln anwendbar.

Es ist ebenfalls fertigungstechnisch vorteilhaft, wenn die Abstände zwischen den Knotenpunkten des Gitters in Längs- bzw. Querrichtung gleichmässig sind.

Vorteilhaft sind die Längs- und/oder Querelemente zumindest teilweise aus hochfestem Stahl, vorzugsweise mit einer Festigkeit von 700 N/mm 2 bis 2800 N/mm 2 hergestellt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig.1 eine perspektivische schematische Darstellung einer erfin- dungsgemässen Gitterstruktur;

Fig.2 a,b die Längs- und Querelemente des Gitters nach Fig. 1 vor dem Verdrillen der Drahtschlaufen, in der Seitenansicht bzw. perspektivisch dargestellt,

Fig. 3 a,b zwei schematisch gezeigten Phasen des Herstellungsvorgangs der Gitterstruktur nach Fig.1 bzw. Fig. 2;

Fig. 4 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemässen Gitterstruktur perspektivisch dargestellt;

Fig. 5 a,b eine Seitenansicht eines jeweiligen Längs- bzw. Querdrahtes der Gitterstruktur nach Fig. 4;

Fig. 6 a,b ein Knotenpunkt einer Gitterstruktur nach Fig. 4, in zwei

Phasen des Herstellungsprozesses dargestellt;

Fig. 7 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen

Gitterstruktur ebenfalls perspektivisch gezeigt;

Fig. 8 eine perspektivische Ansicht einer Variante einer erfindungsgemässen Gitterstruktur; Fig. 9 eine perspektivische Ansicht der Gitterstruktur nach Fig. 8 bei der Herstellung;

Fig. 10 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Variante einer erfindungsgemässen Gitterstruktur; und

Fig. 11 eine perspektivische Ansicht einer Variante einer erfindungsgemässen Gitterstruktur.

Die Gitterstruktur 1 nach Fig. 1 bis Fig. 3 besteht aus Längselementen 2 und Querelementen 3 vorzugsweise aus Stahl, die in regelmässigen Abständen mit senkrecht stehenden Schlaufen 4 bzw. 5 versehen sind. Bei diesen Längs- und Quereiementen handelt es sich insbesondere um Drähte Litzen, Seile, Stäbe oder Profile. Es können aber auch Kombinationsprodukte mit Stahl und Kunststoff und/oder Kunststoffprodukte sowie Sandwichelemente davon sein.

Ferner könnten die Querelemente im Vergleich zu den Längselementen im Querschnitt unterschiedlich dimensioniert, aus unterschiedlichen Materialien und/oder mit verschiedenen Eigenschaften, wie Festigkeit etc. bestehen.

Eine solche Gitterstruktur 1 eignet sich für verschiedene Anwendungen im Armierungs-, Schutz- bzw. Sicherungsbereich. So können sie beispielsweise für Armierungen in Beton, Asphalt, als Bewehrung im Bergbau oder ähnlichem eingelegt bzw. verwendbar sein.

Sie können aber auch für andere Zwecke, wie Böschungssicherungen auf Erdoberflächen jeglicher Art oder auch bei Schutzverbauungen gegen Lawinen, Steinschläge oder gegen andere Naturgefahren eingesetzt werden.

Darüberhinaus können solche Gitterstrukturen für Innen- und Aussenan- wendungen bei Bauten angewendet werden, so beispielsweise als per- manentes oder mobiles Schutz- oder Trennelement, welches in hochfester Ausführung ausserdem die Vandalensicherheit erhöht.

Diese Gitter sind endlos oder als Paneelen herstellbar und je nach Ausführung rollbar, was die Anwendungsmöglichkeiten erweitert und insbesondere Vereinfachungen bei Transport und Montage ermöglicht.

Erfindungsgemäss sind die Drähte dieser Gitterstruktur 1 an den Kreuzungsstellen 6 durch Schlaufen 4, 5 miteinander fest verdrillt und bilden damit Knotenpunkte 7, die auch unter Belastung schubfest sind und bei Verformungen des Gitters standhalten. Damit ergibt sich eine Art Form- schluss bei diesen Knotenpunkten 7:

Bei dieser Gitterstruktur 1 sind die als Drähte ausgebildeten Längs- und Querelemente 2 bzw. 3 senkrecht zueinander in einer Ebene liegend angeordnet, wobei die Knotenpunkte 7 sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung mit gleichen Abständen voneinander entfernt sind.

Es ist aber auch selbstverständlich möglich, für beide Richtungen unterschiedliche Abstände vorzusehen. In beiden Fällen ist die Geometrie des Gitters beispielsweise mit der von Betonstahlmatten vergleichbar.

Als weitere Variante könnten die Knotenpunkte 7 nicht annähernd rechteckig, sondern zickzack-förmig ausgebildet sein. In der Praxis ist aber die rechteckige Anordnung sowohl herstellungstechnisch als auch im Hinblick auf ihre mechanischen Eigenschaften als vorteilhaft anzusehen.

Zum Befestigen der Gitterstruktur 1 zum Beispiel an einem sie umfassenden Rahmen sind geschlossene Verankerungsschlaufen 8 an den Enden der Längs- und Querelemente 2 bzw. 3 vorgesehen, die ohne zusätzliche Mittel eine rund um das Gitter gleichmässige Befestigung ermöglichen. Fig. 2 a) und b) zeigen einen mit Schlaufen 4 bzw. 5 vorbereiteten Längsdraht 2 bzw. Querdraht 3 und zum Zusammenbau ihrerseits einen ebenfalls zum Zusammenbau mit um 90° quergestellten Schlaufen 5 vorbereiteten Querdraht. Damit liegen die Schlaufen 4, 5 bei den Kreuzungsstellen 6 vor dem Verdrillen parallel nebeneinander, so dass das Verdrillen einfach ausgeführt werden kann.

Selbstverständlich können diese Schlaufen auch andersförmig als gezeigt vorgeformt sein. Um den jeweiligen Draht mit den quergestellten Schlaufen könnte zusätzlich mindestens ein weiterer Draht zur Bildung einer Litze gewunden sein, der ohne oder auch mit einer Schlaufe versehen sein kann.

Fig. 3 a) verdeutlicht eine zum Verdrillen der Schlaufen 4 und 5 vorbereitete Kreuzungsstelle 6, wobei die Drähte 2 und 3 im Rahmen der Erfindung in definiert beabstandeten Rillen 9' einer Montageplatte 9 oder dergleichen eingelegt sind, um ein Positionieren und Festhalten für das Verdrillen derselben zu ermöglichen. Die Rillen 9' sind dabei mit solchen Abständen zueinander in der Montageplatte 9 angeordnet, dass sie den Maschengrössen der Gitterstruktur 1 entsprechen.

Fig. 3 b) zeigt die Stelle mit miteinander verdrillten Schlaufen 4 und 5. Sie bilden an dieser Stelle einen unverschieblichen schubfesten Knotenpunkt 7.

Die Gitterstruktur 10 nach Fig. 4 und Fig. 5 a) und b) unterscheidet sich von Gitter nach Fig. 1 hauptsächlich dadurch, dass bei ihm die Längsund Querelemente 2' bzw. 3' doppelt geführt und nicht die gebildeten Schlaufen, sondern sie jeweils mit sich selbst verdrillt sind, wobei die Längsdrähte 2' in Längsrichtung verteilt angeordnete Durchgänge 11 aufweisen, durch welche die Querelemente 3' geführt sind. Fig. 5 a) zeigt einen zum Zusammenbau vorbereiteten Längsdraht 2 mit gleichmässig verteilten Durchgängen 11 zur Aufnahme der Querelemente.

Fig. 5 b) veranschaulicht einen ebenfalls zum Zusammenbau vorbereiteten Querdraht 3', der zunächst nur bis zur ersten Kreuzungsstelie 6 der Gitterstruktur 10 verdrillt ist.

Wie aus Fig. 6 a) und b) ersichtlich ist, wird der Querdraht 3' beim Zusammenbau der Gitterstruktur 10 durch den ersten Durchgang 1 1 des Längsdrahts 2' hindurchgesteckt und anschliessend bis zum nächsten Durchgang weiter verdrillt, wobei er im Bereich der Kreuzungsstelle 6 auch mit dem Längsdraht 2 1 fest verdrillt wird. Dieser Vorgang wird wiederholt bis der Querdraht 3' vollständig durch sämtliche Durchgänge 1 der Längsdrähte 2' geführt ist. Wenn die Durchgänge entsprechend gross dimensioniert sind, ergibt sich eine in einem bestimmten Winke! verschränkbare und dadurch auch rollbare Struktur.

Die Gitterstruktur nach Fig. 7 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 4 lediglich dadurch, dass die Längs- und Querelemente 2" bzw. 3" nur im Bereich der diese ineinandergeführten Kreuzungsstellen 6 verdrillt sind. Ausserhalb dieser Stellen bleiben sie unverdrillt als parallel zueinander geführte Doppel- oder Mehrfachdrähte, die an den Enden auch mit geschlossenen Verankerungsschlaufen 8 zum Befestigen des Gitters an einem ihn umfassenden Rahmen versehen sein können. Die Längsund Querelemente könnten zwischen den Kreuzungsstelien 6 zwecks höherer Stabilität statt unverdrillt auch miteinander als Litzen mit einigen Windungen gewickelt sein.

Die Ausführungsbeispiele nach Fig. 1 , Fig. 4 und Fig. 7 können selbstverständlich auch in Umkehrung der beschriebenen Anordnung ausge- führt sein. Bei der Ausführung nach Fig. 1 weisen dann die Längsdrähte 2 quer zur Längsrichtung angeordnete Schlaufen auf, währen die Querelemente 3 mit in Längsrichtung angeordneten Schlaufen versehen sind.

Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 4 und Fig. 7 sind die Durchgänge 1 1 in den Querelementen 3' bzw. 3" angeordnet, und die Längsdrähte 2' bzw. 2" werden durch die Querelemente 3' bzw. 3" hindurchgeführt.

Fig. 8 zeigt ausschnittweise eine Gitterstruktur 20 mit als Litzen vorgesehenen Längs- und Querelementen 12, 13, die jeweils aus zwei gewundenen Drähten 12' gebildet sind. Es könnten aber genauso mehr als zwei Drähte vorgesehen sein.

Erfindungsgemäss sind die Querelemente 13 an den Kreuzungsstellen 6 durch Durchgänge 14 bei den Längselementen 12 hindurchgeführt und sie sind damit auf diese Weise durch Ineinanderführen miteinander verbunden. Diese Durchgänge 14 sind dabei durch Öffnungen bei den gewundenen Drähte 12' entsprechend den Mascheniängen gebildet.

Fig. 9 zeigt eine sehr vorteilhafte Herstellung der Gitterstruktur 20 nach Fig. 8, bei der eine Vielzahl von nebeneinander paarweise angeordneten Drähten 12' im Abstand der Maschenlängen von einer Vorrichtung zu Längseiementen 12 gleichzeitig gewunden werden. Nach einer Anzahl erzeugter Windungen wird ein jeweiliges bereits gewundenes Querelement 13 zwischen je zwei Drähte 12' der Längseiemente 12, die noch nicht gewunden sind, durchgeführt. Anschliessend wird der Windungsvorgang der Längselemente 12 fortgesetzt und dann nach einer gewissen Anzahl Windungen das nächste Querelement 13 in gleicher Weise durch die Drähte 12' geschoben. Ansteile der Längs- könnten Querelemente und umgekehrt angeordnet sein. Vorzugsweise werden diese Querelemente 13 nach dem Einschieben und dem weiteren Windungsvorgang der Längselemente 12 derart mit letzteren verbunden, dass sie zwischen den Drähten 12' eingeklemmt und damit bei diesen Kreuzungsstelien 6 wie Knoten gebildet sind. Damit ergibt sich ein Kraftschluss bei diesen Kreuzungsstellen.

Von dieser Vorrichtung zum Winden der Drähte 12' und dem Durchführen der Querelemente 13 sind nur gerade Halterungen 15 am Anfang der Längselemente 12 und Drehmittel 16 schematisch dargestellt.

Selbstverständlich könnte diese Gitterstruktur 20 noch anders als oben erläutert hergestellt werden. Es könnten beispielsweise die fertigen Litzen sowohl bei den Längs- als auch bei den Querelementen 12, 13 mit den entsprechenden aschenlängen angeordnet und dabei die Längselemente durch maschinell zueinander im elastischen Bereich geöffneten Drähte der gewundenen Querelemente oder umgekehrt durchgeschoben und dann diese geöffneten Drähte wieder losgelassen werden, so dass diese ein Klemmen der durchgeführten Querelemente bewirken.

Gemäss Fig. 10 ist eine Gitterstruktur ähnlich wie diejenige nach Fig. 9 ausschnittweise veranschaulicht. Als Querelemente 23 werden anstelle von Litzen einzelne Drähte verwendet, die wiederum durch die Drähte 22' hindurchgeführt sind und so die erfindungsgemässe Verbindung bei den Kreuzungsstellen 6 ebenso mit Vorteil durch ein Klemmen dieser Querelemente 23 durch die Drähte 22' erzeugt ist.

Fig. 11 zeigt schematisch eine Gitterstruktur ausschnittweise, wie beispielsweise in Fig. 4 oder Fig. 8 veranschaulicht ist, bei der die Drähte 12' der Längs- bzw. Querelemente 12, 13 verdrillt bzw. zu Litzen verseilt sind. Diese Längs- bzw. Quereiemente 12, 13 sind im Rahmen der Erfindung an den Enden mit benachbarten Quer- bzw. Längselementen 13, 12 verbunden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiei sind die Drähte 12", 13" endseitig bei den Längs- bzw. Querelementen 12, 13 abgewinkelt und durch Um- oder Verwinden bei den äussersten rechtwinklig dazu angeordneten Quer- bzw. Längselementen 13, 12 gehalten.

Die Längs- und/oder Querelemente sind vorteilhaft aus hochfestem Stahl vorzugsweise mit einer Festigkeit von 700 N/mm 2 bis 2800 N/mm 2 hergesteilt. Damit sind diese Knotenpunkte nach dem Verdrillen noch mit einer höheren Steifigkeit zusammengehalten. Es können auch die Längs- oder Querelemente mit einer geringeren Festigkeit vorgesehen sein.

Mit dieser erfindungsgemässen Gitterstruktur lassen sich beliebige Maschenformen bzw. -grössen erzeugen. Im Prinzip könnten diese Längsund Querelemente auch nicht wie dargestellt rechtwinklig zueinander angeordnet sein, sondern ähnlich wie beispielsweise bei Drahtgeflechten, bei denen rhomboidförmtge Maschen gebildet sind.

Die Längs- und/oder Querelemente könnten auch mit um annähernd 360° gebogenen Schlaufen versehen sein, durch welche die Quer- oder Längselemente mit oder ohne Verdrillung geführt sind, wie dies aus den übrigen Figuren ersichtlich ist. Die Knoten bestehen vorteilhaft aus mindestens einer Windung kreisförmiger 360° Schlaufen, die an den vorgesehenen Kreuzungsstellen vorgeformt sind und an den Querdrähten beim Zusammenbau durch Hindurchstecken, Zurückführen und erneut Hindurchstecken durch die Schlaufen der Längsdrähte gebildet werden. Dabei werden die Schlaufen so eingefädelt, dass sie bezüglich der Gitter- ebene spiegelbildlich zu den Schlaufen der Längsdrähte positioniert sind.

Es ist ebenfalls möglich, dass nicht sämtliche Kreuzungsstellen mit einer Verbindung, resp. Verdrillung ausgebildet sind. Es können beispielswei- se auch nur jede zweite bzw. nach einer Anzahl von Elementen Kreuzungssteilen mit Verbindungen vorgesehen sein, währenddem die übrigen aneinanderliegend angeordnet sind.