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Patent Searching and Data


Title:
LATTICE SUPPORT STRUCTURE WITH EVACUATION MEANS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/003682
Kind Code:
A2
Abstract:
The present invention relates to a lattice support structure, consisting of lattice rods that are interconnected, the lattice rods being interconnected in such a manner that the lattice support structure can be folded in and folded out, wherein evacuation means for evacuating persons are arranged on or in the lattice support structure.

Inventors:
DAAS, Kamal (Oosteindseweg 98, EE Bergschenhoek, NL-2661, NL)
LIVNAT, Doron (Parklaan 9, BA Rotterdam, NL-3016, NL)
Application Number:
EP2009/005018
Publication Date:
January 14, 2010
Filing Date:
July 10, 2009
Export Citation:
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Assignee:
DAAS, Kamal (Oosteindseweg 98, EE Bergschenhoek, NL-2661, NL)
PRODELTA INVESTMENTS B.V. (Parklaan 9, BA Rotterdam, NL-3016, NL)
LIVNAT, Doron (Parklaan 9, BA Rotterdam, NL-3016, NL)
Attorney, Agent or Firm:
HERRMANN, Uwe et al. (Lorenz Seidler Gossel, Widenmayerstrasse 23, München, 80538, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Gittertragwerk, das miteinander in Verbindung stehenden Gitterstäbe (10) aufweist, wobei die Gitterstäbe derart miteinander in Verbindung stehen, dass das Gittertragwerk einfaltbar und ausfaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an oder in dem Gittertragwerk Evakuierungsmittel zur Evakuierung von Personen angeordnet sind.

2. Gittertragwerk nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Gittertragwerk in Längsrichtung des Gittertragwerkes verlaufende Gitterstäbe (10) sowie diese unmittelbar oder mittelbar verbindende Gitterstäbe (20, 30, 50) aufweist, wobei die verbindenden Gitterstäbe (20, 30, 50) mit den in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäben (10) derart in Verbindung stehen, dass der Abstand der in Längsrichtung des Gittertragwerkes verlaufenden Gitterstäbe (10) beim Ein- falten des Gittertragwerkes verringerbar und beim Ausfalten des Gittertragwerkes vergrößerbar ist.

3. Gittertragwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Evakuierungsmittel durch wenigstens eine Leiter (40) gebildet werden.

4. Gittertragwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Leiter (40) an wenigstens einem der in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäbe (10) des Gittertragwerkes angeordnet ist.

5. Gittertragwerk nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere in Längsrichtung des Gittertragwerkes verlaufende Gitterstäbe (10) vorgesehen sind und dass an mehreren oder allen dieser Gitterstäbe (10) Evakuierungsmittel vorgesehen sind.

6. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Evakuierungsmittel wenigstens eine Leiter (40) sowie wenigstens einen der Leiter (40) zugeordneten Fallschutz, insbesondere ein Gestänge (65) umfassen, das den Raum zumindest teilweise umgibt, der von einer auf der Leiter (40) befindlichen Person eingenommen wird.

7. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Evakuierungsmittel wenigstens einen Übergang (70) aufweisen, der in wenigstens einer Position von dem Gittertragwerk absteht oder unterschiedliche Positionen des Gittertragwerkes miteinander verbindet.

8. Gittertragwerk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Übergang (70) in wenigstens einer Position senkrecht oder schräg von dem oder in dem Gittertragwerk erstreckt.

9. Gittertragwerk nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Übergang (70) in wenigstens einer Position parallel zu dem Gittertragwerk erstreckt.

10. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verbindenden Gitterstäbe (20, 30, 50) in der Außenfläche oder den Außenflächen des Gittertragwerkes liegen.

11. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längsrichtung des Gittertragwerkes verlaufenden Gitterstäbe (10) die Außenkanten des Gittertragwerkes bilden.

12. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gittertragwerk eine sich in Längsrichtung wiederholende Struktur aus in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäben (10) sowie verbindenden Gitterstäben (20, 30, 50) aufweist.

13. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der verbindenden Gitterstäbe (20, 30, 50) durch Verbindungsstreben (50) gebildet werden, die sich im ausgefalteten Zustand des Gittertragwerkes senkrecht zur Längsrichtung des Gittertragwerkes von einer zu einer anderen der sich in Längsrichtung des Gittertragwerkes erstreckenden Gitterstäbe (10) erstrecken.

14. Gittertragwerk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstreben (50) über wenigstens ein Gelenk verfügen, mittels dessen sie zwischen einen eingefalteten und einem ausgefalteten Zustand verstellbar sind.

15. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung des Gittertragwerkes beabstandete Verbindungsstreben (50) miteinander in Verbindung stehen.

16. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Arretierungsmittel vorgesehen sind, mittels derer die verbindenden Gitterstäbe (10, 20, 50) in wenigstens einer Position fixierbar sind.

17. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die auf wenigstens zwei der verbindenden Gitterstäbe (10, 20, 50) und/oder der in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäbe (10) derart einwirken, dass der Abstand der Gitterstäbe zueinander vergrößerbar oder verkleinerbar ist, wodurch sich das Gittertragwerk einfaltet oder ausfaltet.

18. Gittertragwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gittertragwerk wenigstens zwei Tragwerksegmente aufweist, die zueinander teleskopierbar ausgeführt sind.

19. Gittertragwerk mit aufspreizbaren Strukturen, insbesondere Gittertragwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Gittertragwerk schwenkbar angeordnete Gitterstäbe aufweist, wobei die schwenkbare Verbindung derart ausgeführt ist, dass eines der miteinander schwenkbar verbundenen Teile einen Vorsprung aufweist und dass das andere der schwenkbar verbundenen Teile eine auf drei Seiten durch Wandungen begrenzte Nut aufweist, in der der Vorsprung des anderen Teils verschwenkbar aufgenommen ist.

20. Gittertragwerk nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstäbe an ihrem einen Endbereich den Vorsprung und an ihrem anderen Ende die Nut aufweisen oder dass die Gitterstäbe an ihren beiden Endbereichen Nuten oder Vorsprünge aufweisen.

21. Gittertragwerk nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bremseinrichtung vorgesehen ist, die die Gitterstäbe in einer bestimmten Schwenkposition fixieren.

22. Gittertragwerk nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung als Trommel- oder Backenbremse ausgeführt ist.

23. Gittertragwerk nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Bakenbremse an einem der schwenkbar miteinander in Verbindung stehenden Teile angeordnet ist und zwei Vorsprünge aufweist, die bei Betätigung der Bremse gleichzeitig mit dem anderen der schwenkbar miteinander in Verbindung stehenden Teile in Kontakt tritt.

Description:
Gittertragwerk mit Evakuierungsmitteln

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gittertragwerk, das miteinander in Verbindung stehende Gitterstäbe aufweist, wobei die Gitterstäbe derart miteinander in Verbindung stehen, dass das Gittertragwerk einfaltbar und ausfaltbar ist.

Derartige Gittertragwerke sind aus dem Stand der Technik bekannt. Sie können beispielsweise als Tragstrukturen dienen, die den Vorteil aufweisen, dass sie im ausgefalteten Zustand, d. h. in ihrer Betriebsposition eine belastbare und mechanisch stabile Struktur darstellen. Ein weiterer Vorteil dieser Gittertragwerke besteht darin, dass sie im eingefalteten Zustand vergleichsweise wenig Raum beanspruchen und daher gut gelagert und transportiert werden können.

Aus dem Stand der Technik bekannte Gittertragwerke bestehen beispielsweise aus in Längsrichtung des Gittertragwerkes verlaufenden Gitterstäben, die durch verbindende Gitterstäbe miteinander in Verbindung stehen, wobei die verbindenden Gitterstäbe mit dem in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäben derart in Verbindung stehen, dass der Abstand der in Längsrichtung des Gittertragwerkes verlaufenden Gitterstäbe beim Einfalten des Gittertragwerkes verringerbar und beim Ausfalten des Gittertragwerkes vergrößerbar ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gittertragwerk der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass dessen Einsatzmöglichkeiten erweitert werden.

Diese Aufgabe wird durch ein Gittertragwerk mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dabei ist vorgesehen, dass an oder in dem Gittertragwerk Evakuierungsmittel zur Evakuierung von Personen angeordnet sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Erkenntnis zugrunde, dass das Gittertragwerk beispielsweise zur Evakuierung von Personen aus einem brennenden Gebäude oder dergleichen dienen kann. Diese Evakuierungsmittel können beispielsweise als Leiter oder dergleichen ausgeführt sein.

Dabei kann das Gittertragwerk beispielsweise fest an einem Gebäude oder dergleichen montiert sein und im Bedarfsfall, d. h. im Notfall ausgefaltet werden, um die Evakuierung von Personen zu ermöglichen. Wird das Gittertragwerk zu diesem Zweck nicht benötigt, kann es im eingefalteten Zustand an dem Haus angeordnet sein und in diesem Zustand vergleichsweise wenig Raum beanspruchen.

Denkbar ist es ebenfalls, dass das Gittertragwerk nicht fest einem Gebäude oder dergleichen zugeordnet ist, sondern im Ernstfall vor Ort verbracht wird und dort aufgebaut bzw. ausgefaltet wird. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Gittertragwerk aus mehreren Gittertragwerkssegmenten besteht, die in Längsrichtung aneinander angefügt werden können, um eine ausreichende Höhe des Gittertragwerkes zu erreichen. Dabei kann die Verbindung der einzelnen Segmente beispielsweise durch eine Bolzenverbindung oder dergleichen erfolgen. Die wenigstens eine Leiter kann an wenigstens einem der in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäbe des Gittertragwerkes angeordnet sein.

Denkbar ist es, dass jedem der in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäbe des Gittertragwerkes jeweils eine Leiter zugeordnet ist. Zwingend erforderlich ist dies jedoch nicht.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Evakuierungsmittel wenigstens eine Leiter sowie wenigstens einen der Leiter zugeordneten Fallschutz, insbesondere ein Gestänge umfassen, dass den Raum zumindest teilweise umgibt, der von einer auf der Leiter befindlichen Person eingenommen wird. Dieser Fallschutz kann beispielsweise schwenkbar an dem Gittertragwerk oder auch an der Leiter oder an den sonstigen Evakuierungsmitteln angeordnet sein und im Bedarfsfall ausgeschwenkt werden, so dass der genannte Fallschutz realisiert wird.

Die Evakuierungsmittel müssen nicht zwingend durch Leitern gebildet werden. Grundsätzlich kommt jedes beliebige andere Evakuierungsmittel, wie beispielsweise Stangen, Gerüste, Geländer etc. in Betracht.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Evakuierungsmittel wenigstens einen Übergang aufweisen, der in wenigstens einer Position von dem Gittertragwerk absteht oder unterschiedliche Positionen des Gittertragwerkes miteinander verbindet.

Im ersten Falle kann der Übergang dazu dienen, den Personen beispielsweise von einem zu evakuierenden Gebäude den Übergang zu dem Gittertragwerk und somit auch zu den weiteren daran vorgesehenen Evakuierungsmitteln, wie beispielsweise Leitern zu ermöglichen.

In der zweiten Alternative kann vorgesehen sein, dass der Übergang den Übergang von einer Position des Gittertragwerkes zu einer anderen Position des Gittertragwerkes ermöglicht. In diesem Fall können die Übergänge beispielsweise an den Außenseiten des Gittertragwerkes oder auch durch den Innenraum des Gittertragwerkes verlaufen. Sie können in diesem Fall dazu dienen, die zu evakuierenden Personen gleichmäßig auf die Evakuierungsmittel, beispielsweise auf mehrere Leitern des Gittertragwerkes zu verteilen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn sich der Übergang in wenigstens einer Position senkrecht oder auch schräg von dem oder in dem Gittertragwerk erstreckt, damit die zu evakuierenden Personen problemlos zu dem Gittertragwerk gelangen bzw. von einer Position des Gittertragwerkes zu einer anderen Position laufen können.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass sich der Übergang in wenigstens einer Position des Gittertragwerkes parallel zu dem Gittertragwerk erstreckt. In diesem Fall nimmt der Übergang besonders wenig Raum in Anspruch, da er sich beispielsweise zu Transport- oder Lagerzwecken an das Gittertragwerk anlegt.

Die verbindenden Gitterstäbe können an der Außenfläche oder den Außenflächen des Gittertragwerkes liegen. Die in Längsrichtung des Gittertragwerkes laufenden Gitterstäbe können die Außenkanten des Gittertragwerkes bilden. Dabei kann das Gittertragwerk im Querschnitt rechteckig, quadratisch, dreieckig, polygonal oder dergleichen ausgeführt sein.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gittertragwerk eine sich in Längsrichtung wiederholende Struktur aus in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäben sowie verbindenden Gitterstäben aufweist.

Wenigstens ein Teil der verbindenden Gitterstäbe kann durch Verbindungsstreben gebildet werden, die sich im ausgefalteten Zustand des Gittertragwerkes von einer zu einer anderen der sich in Längsrichtung des Gittertragwerkes erstreckenden Gitterstäbe erstrecken. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Verbindungsstreben über wenigstens ein Gelenk verfügen, mittels dessen sie zwischen einem eingefalteten und einem ausgefalteten Zustand verstellbar sind.

Die in Längsrichtung des Gittertragwerkes beabstandeten Verbindungsstreben können beispielsweise über ein Gestänge oder dergleichen miteinander in Verbindung stehen.

Es können Arretierungsmittel vorgesehen sein, mittels derer die verbindenden Gitterstäbe in wenigstens einer Position fixierbar sind. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Gittertragwerk im ausgefalteten Zustand in dieser Position verbleibt und nicht ungewollt kollabiert.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass Mittel vorgesehen sind, die auf wenigstens zwei der verbindenden und/oder der in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäbe derart einwirken, dass der Abstand der Gitterstäbe zueinander vergrößerbar oder verkleinerbar ist, wodurch sich das Gittertragwerk entfaltet oder ausfaltet.

Schließlich kann vorgesehen sein, dass das Gittertragwerk wenigstens zwei Tragwerksegmente aufweist, die zueinander teleskopierbar ausgeführt sind. Auf diese Weise ist es möglich, auf besonders einfache Art und Weise die gewünschte Höhe der gesamten Tragwerkskonstruktion zu erreichen. Dabei können zwei oder mehr als zwei zueinander teleskopierbare Tragwerkssegmente vorgesehen sein. Denkbar ist es, die Tragwerkssegmente nach dem Austeleskopieren zu entfalten und sodann mit den Tragwerksegmenten verbinden, aus denen sie austeleskopiert wurden. Auf diese Weise lässt sich eine prinzipiell beliebige Höhe des Gittertragwerkes erreichen.

Die Erfindung betrifft des weiteren ein Gittertragwerk mit aufspreizbaren Strukturen, insbesondere ein Gittertragwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 18, wobei das Gittertragwerk schwenkbar angeordnete Gitterstäbe aufweist, wobei die schwenkbare Verbindung derart ausgeführt ist, dass eines der miteinander schwenkbar ver- bundenen Teile einen Vorsprung aufweist und dass das andere der schwenkbar verbundenen Teile eine auf drei Seiten durch Wandungen begrenzte Nut aufweist, in der der Vorsprung des anderen Teils verschwenkbar aufgenommen ist. Der Nutboden dient somit als Begrenzung, so dass ein Verschwenken des Gitterstabes nur soweit möglich ist, bis das eine der genannten Teile an dem Nutboden aufliegt. In dieser Position ist der Gitterstab somit blockiert bzw. ein weiteres Verschwenken ist nicht möglich. Eine derartige schwenkbare Verbindung kann dort vorgesehen sein, wo zwei Segmente eines Gitterstabes schwenkbar miteinander in Verbindung stehen und/oder wo ein Gitterstab an einem anderen Teil des Gittertragwerks angelenkt ist.

Der Gitterstab kann an seinem einen Endbereich den Vorsprung und an seinem anderen Endbereich die genannte Nut aufweisen. Auf diese Weise ist es möglich, mehrere Gitterstäbe miteinander zu verbinden bzw. Gitterstäbe unterschiedlicher Länge bereitzustellen. Grundsätzlich ist auch denkbar, beiden Enden des Gitterstabes mit Nuten oder mit den genannten Vorsprüngen auszuführen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine Brems- bzw. eine Fixiereinrichtung vorgesehen ist, die die Gitterstäbe in einer bestimmten Schwenkposition fixiert. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Trommel-, Scheiben oder Backenbremse handeln. Die Bremse kann z.B. hydraulisch oder mechanisch betätigt sein. Die Bremse kann Bremsbacken aufweisen, die zwei Vorsprünge aufweisen, die bei Betätigung der Bremse gleichzeitig mit dem jeweils benachbarten Teil, beispielsweise mit dem genannten Vorsprung in Kontakt tritt und so eine optimale Bremswirkung entfaltet.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 : eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Gittertragwerkes im ausgefalteten Zustand, Figur 2: eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Gittertragwerkes im eingefalteten Zustand und

Figur 3: unterschiedliche Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Gittertragwerkes im ausgefalteten Zustand.

Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein Gittertragwerk gemäß der vorliegenden Erfindung. Dieses besteht aus in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäben 10, die derart angeordnet sind, dass sie die Ecken eines Rechteckes oder Quadrates des Tragwerksquerschnittes bilden. Zwischen diesen Gitterstäben 10 erstrecken sich Streben 50, die ein Gelenk aufweisen, mittels dessen die Streben 50 einschwenkbar bzw. ausschwenkbar sind.

Diese Verbindungsstreben stehen beidseitig schwenkbar mit zwei Gitterstäben 10 in Verbindung.

Des Weiteren sind verbindende Gitterstäbe 20, 30 vorgesehen, die jeweils in einem Endbereich schwenkbar mit einem der Gitterstäbe 10 und in dem anderen Endbereich über eine Gleithülse 20', 30' auf einem weiteren, vorzugsweise benachbarten Gitterstab 10 angeordnet sind. Soll das Gittertragwerk aus der in Figur 2 dargestellten Position ausgeklappt werden, werden über das Gestänge 60 die Verbindungsstreben 50 in ihre in Figur 1 dargstellte Position bewegt, was zur Folge hat, dass die in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäbe 10 auseinander bewegt werden und sich das Gittertragwerk entfaltet.

Dabei kommt es ebenfalls zu einem Verschwenken der verbindenden Gitterstäbe 20, 30 sowie zu einem Verschieben von deren Gleithülsen 20', 30' auf den Gitterstäben 10. Denkbar ist es beispielsweise, das Gestänge 60 motorisch, hydraulisch, pneumatisch oder auf sonstige Weise zu betreiben, um das Auseinanderdrücken der Verbindungsstreben 50 zu bewirken. Wie dies weiter aus Figur 1 und aus Figur 2 hervorgeht, ist an jedem der in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäbe 10 eine Leiter 40 angeordnet, die sich parallel zu der in Längsrichtung verlaufenden Gitterstange 10 erstreckt und zwar über deren gesamte Länge.

Mit einer der Leitern 40 steht schwenkbar ein Gestänge 65 in Verbindung, das im an die Leiter 40 angeschwenkten Zustand in Figur 1 und in Figur 2 dargestellt ist. Wie dies aus Figur 3b, 3c und 3d hervorgeht, kann dieses Gestänge 65 derart ausgeschwenkt werden, dass es einen Fallschutz für die auf der Leiter 40 befindliche Person bildet. Dieser Fallschutz wird durch teilkreisförmige Segmente gebildet, die schwenkbar an der Leiter 40 angeordnet sind und die ihrerseits durch in Längsrichtung und parallel zur Leiter 40 verlaufende Stangen verbunden sind. Auf diese Weise wird eine Sicherung für die auf der Leiter 40 befindliche Person gebildet.

Denkbar ist es, dass der Fallschutz bzw. das Gestänge 65 in dem Moment automatisch ausgeklappt wird, in dem auch das Gittertragwerk aus seiner eingefalteten Position gemäß Figur 2 in seine ausgefaltete Position gemäß Figur 1 bewegt wird.

Mit dem Bezugszeichen 70 ist ein Übergang bzw. Tritt gekennzeichnet, der ebenfalls schwenkbar an der Leiter 40 angeordnet ist, wie dies beispielsweise aus Figur 1 und auch aus Figur 2 hervorgeht. Figur 1 und 2 zeigen den Zustand des Übergangs 70 im angeschwenkten Zustand, in dem der Übergang parallel zu dem Fallschutz bzw. zu dem Gestänge 60 sowie zu der Leiter 40 verläuft.

Im Evakuierungszustand wird der Übergang 70 derart ausgeschwenkt, dass er horizontal verläuft und vorzugsweise derart, dass er senkrecht zu dem Gittertragwerk bzw. zu den Leitern 40 und damit auch zu den in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäben 10 verläuft. Dies ist beispielsweise aus Figur 3c ersichtlich. Mittels des Übergangs 70, der ein Geländer aufweist, können Personen von einem zu evakuierenden Gebäude oder dergleichen gefahrlos zu einer der Leitern 40 des Gittertragwerkes gelangen und über die Leiter 40 absteigen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Gittertragwerkssegment dargestellt, dass einen solchen Über- gang 70 aufweist. Grundsätzlich ist es ebenfalls denkbar, pro Gittertragwerksseg- ment mehrere solcher Übergänge 70 vorzusehen.

Figur 3a und Figur 3b zeigt die Anordnung gemäß Figur 3c in einer Seitenansicht und Figur 3d in einer Ansicht von oben.

Außer der dargestellten Ausführungsform kann weiterhin vorgesehen sein, dass jeder oder mehreren den Leitern 40 jeweils ein Fallschutz und/oder ein Übergang zugeordnet ist.

Wie dies weiter aus Figur 1 und aus Figur 2 hervorgeht, ist das Gittertragwerk bzw. das dargestellte Gittertragwerksegment dazu ausgelegt, mit weiteren identischen oder auch anders aufgebauten Gittertragwerken oder Tragwerkselementen verbunden zu werden. Dazu dienen im Endbereich der in Längsrichtung verlaufenden Gitterstäbe 10 angeordnete Verbindungsmittel. Denkbar ist es somit, zwei oder mehr der in Figur 1 , 2 und 3 dargestellten Gittertragwerke miteinander zu verbinden und auf diese Weise ein Gittertragwerk in der gewünschten Höhe zur Verfügung zu stellen.

Denkbar ist es ebenfalls, die Gittertragwerksegmente teleskopierbar auszuführen. In diesem Fall könnte ein Gittertragwerk in dem Innenraum des in Figur 1 dargestellten Gittertragwerkes aufgenommen und im Bedarfsfall austeleskopiert gegebenenfalls entfaltet und nach dem Austeleskopieren mit dem dargestellten Gittertragwerk verbunden werden.

Die Erfindung ist jedoch nicht auf austeleskopierbare Gittertragwerke beschränkt, sondern umfasst auch Gittertragwerke, bei denen die einzelnen Segmente vor oder nach dem Ausfalten aneinandergesetzt und dann verbunden werden, sowie Gittertragwerke, die nur aus einem der dargestellten Segmente bestehen.