Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
LAUNDRY DRYING DEVICE AND METHOD FOR DRYING LAUNDRY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/077336
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a laundry drying device (1), having a drum housing (2) comprising a laundry drum (3) received therein and a process air channel (4, 9) that is fluid-connected to the drum housing (2), wherein an autonomous heat accumulator (8) is disposed in or on the process air channel (4, 9). For this purpose the laundry drying device (1) has a fluid dispenser (15) for applying fluid to the heat accumulator (8). The invention further relates to a method for drying laundry, wherein process air is conducted via an autonomous heat accumulator (8) disposed in or on a process air channel (4), wherein fluid is applied to the heat accumulator (8) for cooling the heat accumulator (8).

Inventors:
HANAU, Andreas (Möwenweg 21/23, Berlin, 12359, DE)
MOSCHÜTZ, Harald (Ringstr. 37, Grossbeeren, 14979, DE)
SCHULZE, Ingo (Ulmenallee 7, Panketal, 16341, DE)
STOLZE, Andreas (Leinestr. 1a, Falkensee, 14612, DE)
Application Number:
EP2008/066763
Publication Date:
June 25, 2009
Filing Date:
December 04, 2008
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
BSH BOSCH UND SIEMENS HAUSGERÄTE GMBH (Carl-Wery-Str. 34, München, 81739, DE)
HANAU, Andreas (Möwenweg 21/23, Berlin, 12359, DE)
MOSCHÜTZ, Harald (Ringstr. 37, Grossbeeren, 14979, DE)
SCHULZE, Ingo (Ulmenallee 7, Panketal, 16341, DE)
STOLZE, Andreas (Leinestr. 1a, Falkensee, 14612, DE)
International Classes:
D06F25/00; D06F58/24
Attorney, Agent or Firm:
BSH BOSCH UND SIEMENS HAUSGERÄTE GMBH (Carl-Wery-Str. 34, München, 81739, DE)
Download PDF:
Claims:

Patentansprüche

1. Wäschetrocknungsgerät (1 ), aufweisend ein Trommelgehäuse (2) mit einer darin auf- genommenen Wäschetrommel (3) und einen mit dem Trommelgehäuse (2) fluidisch verbundenen Prozessluftkanal (4,9), wobei im oder am Prozessluftkanal (4,9) ein autonomer Wärmespeicher (8) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Wäschetrocknungsgerät (1 ) einen Flüssigkeitsspender (15) zum Aufbringen von Flüssigkeit auf den Wärmespeicher (8) aufweist.

2. Wäschetrocknungsgerät (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsspender (15) oberhalb des Wärmespeichers (8) angeordnet ist.

3. Wäschetrocknungsgerät (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Wäschetrocknungsgerät ein Waschvolltrockner (1 ) ist und der Flüssigkeitsspender eine Einspülvorrichtung (15) für Zulaufwasser zu einem Laugenbehälter (2) umfasst.

4. Wäschetrocknungsgerät (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Steuereinheit (16) und einen an oder im Wärmespeicher (8) angeordneten Temperatursensor zum Abfühlen einer Wärmespeichertemperatur, insbesondere Temperatur des Latentwärmespeichermaterials, aufweist, wobei die Steuereinheit (16) dazu eingerichtet und / oder programmiert ist, nach Erreichen oder überschreiten eines oberhalb der Schmelztemperatur des Latentwärmespeichermaterials liegenden Temperaturschwellwerts den Flüssigkeitsspender (15) auszulösen.

5. Wäschetrocknungsgerät (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Steuereinheit (16), einen vor dem Wärmespeicher (8) im Prozessluftkanal (4) angeordneten Temperatursensor (18) und einen nach dem Wärmespeicher (9) im Prozessluftkanal (4) angeordneten Temperatursensor (19) aufweist, wobei die Steuereinheit (16) dazu eingerichtet und / oder programmiert ist, nach Erreichen oder Unterschreiten einer Differenztemperatur den Flüssigkeitsspender (15) auszulösen.

6. Wäschetrocknungsgerät (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmespeicher einen Latentwärmespeicher (8) mit mindestens einem Latentwärmespeichermaterial aufweist.

7. Wäschetrocknungsgerät (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schmelztemperatur mindestens eines Latentwärmespeichermaterials zwischen 30 0 C und 60 0 C liegt, insbesondere zwischen 40 0 C und 50 0 C.

8. Wäschetrocknungsgerät (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmespeicher (8) zumindest teilweise in Plattenform ausgebildet ist.

9. Wäschetrocknungsgerät (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Wärmespeicher (8) im Bereich einer Luftansaugöffnung (6) angeordnet ist.

10. Wäschetrocknungsgerät (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Menge an Wärmespeichermaterial etwas größer ist als es zur Trocknung einer vollen Wäschetrommel (3) benötigt wird.

11. Verfahren zum Trocknen von Wäsche, bei dem Prozessluft über einen in oder an einem Prozessluftkanal (4) angeordneten autonomen Wärmespeicher (8) geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kühlen des Wärmespeichers (8) Flüssigkeit auf den Wärmespeicher (8) aufgebracht wird.

12. Verfahren nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zum Kühlen des Wärmespeichers (8) Zulaufwasser als Flüssigkeit über den Wärmespeicher (8) geleitet wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kühlen des Wärmespeichers (8) Zulaufwasser über den Wärmespeicher (8) und weiter zu einem mit dem Prozessluftkanal (4) verbundenen Trommelgehäuse (2) geleitet wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erreichen oder überschreiten eines oberhalb der Schmelztemperatur des Latentwärmespeichermaterials liegenden Temperaturschwellwerts der Flüssigkeitsspender (15) ausgelöst wird.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erreichen oder Unterschreiten einer Differenztemperatur vor und nach dem Wärmespeicher (8) der Flüssigkeitsspender (15) ausgelöst wird.

Description:

Wäschetrocknungsgerät und Verfahren zum Trocknen von Wäsche

Die Erfindung betrifft ein Wäschetrocknungsgerät, aufweisend ein Trommelgehäuse mit einer darin aufgenommenen Wäschetrommel und einen mit dem Trommelgehäuse fluidisch verbundenen Prozessluftkanal, wobei im oder am Prozessluftkanal ein autonomer Wärmespeicher angeordnet ist. Auch betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Trocknen von Wäsche, bei dem Prozessluft über einen in oder an einem Prozessluftkanal angeordneten autonomen Wärmespeicher geleitet wird.

Ein solches Wäschetrocknungsgerät und ein solches Verfahren gehen hervor aus jeder der Schriften DE 37 10 710 A1 und DE 102 24 940 A1.

Gemäß DE 37 10 710 A1 wir in einem als Wäschetrockner ausgestalteten Wäschetrock- nungsgerät Wäsche mittels eines in einem geschlossenen Prozessluftkanal geführten Luftstroms getrocknet, wobei der Luftstrom vor dem Beaufschlagen der Wäsche erwärmt und nach dem Beaufschlagen der Wäsche zum Auskondensieren mitgeführter Feuchte gekühlt wird. Der Prozessluftkanal enthält einen Luft-Luft-Wärmetauscher, einen Wärmespeicher und einen Heizer, die in dieser Reihenfolge von dem Luftstrom passiert werden. Zur Ingangsetzung eines Trocknungsprozesses wird der Luftstrom in Gang gesetzt und durch den Heizer beheizt. Zunächst unterbleibt die Beaufschlagung des Wärmetauschers mit Kühlluft, so dass eine Abkühlung des Luftstroms nur durch den Wärmespeicher erfolgt, welcher sich dabei erwärmt. Wenn die Erwärmung des Wärmespeichers weit genug fortgeschritten ist, wird der Wärmetauscher mit Kühlluft beaufschlagt und übernimmt die Kühlung des Luftstroms; der Wärmespeicher dient dann nicht mehr als Kühler, sondern als Vorwärmer für den Luftstrom. So bleibt die anfangs dem Wäschetrockner zugeführte Wärmeenergie dem Trocknungsprozess erhalten und wird nicht gleich über den Wärmetauscher verloren; allerdings ist die derart erzielbare Ersparnis gering, da nur Wärme aus der Phase der Ingangsetzung eines Trocknungsprozesses gespeichert werden kann.

Im Wäschetrockner gemäß DE 102 24 940 A1 ersetzt der Wärmespeicher den Luft-Luft- Wärmetauscher einer geschlossenen Prozessluftführung und ist das einzige Element in Prozessluftkreis, welches aus diesem Wärme aufnehmen kann. Eine Wiederverwendung dieser Wärme im Trocknungsprozess ist aber nicht vorgesehen. Vielmehr muss der Wär- mespeicher nach Vollendung eines Trocknungsprozesses, während dessen er sich mehr oder weniger stark erwärmt hat, abgekühlt und von der gespeicherten Wärme entladen werden, um für einen neuen Trocknungsprozess zur Verfügung zu stehen. Dazu ist der

Wärmespeicher aus dem Wäschetrockner entnehmbar, und er kann in einem separaten Entladegerät entladen werden.

Bekannte Waschvolltrockner, d. h., Waschmaschinen mit integriertem Trockner, verwen- den üblicherweise meist Kühlwasser, um während eines Trocknungszyklus das aus der Wäsche verdampfte Wasser zu kondensieren ("Kondensationstrocknerbetrieb"). Dabei wird ein Prozessluftstrom innerhalb des Gerätes durch ein Gebläse im Kreislauf gefördert, wobei die Luft zunächst aufgeheizt wird. Danach wird diese Luft durch die Wäschetrommel geführt, wo sie aus der in dieser Trommel bewegten feuchten Wäsche durch Ver- dampfen des Wassers Feuchtigkeit aufnimmt. Im weiteren Verlauf wird diese Luft durch eine Kondensationsvorrichtung geleitet. Dort wird sie üblicherweise mit kaltem Wasser aus dem Wasserzulauf abgekühlt bis zum Unterschreiten der Taupunkttemperatur. Das führt zur Kondensation der Luftfeuchtigkeit. Danach wird die Luft wieder erwärmt und in die Wäschetrommel geleitet. Durch das Kühlwasser wird dabei die Kondensationswärme aus der Luftfeuchtigkeit aufgenommen und zusammen mit dem kondensierten Wasser mit Hilfe der Abwasserpumpe abgepumpt.

Mit dem AWD-AQ1 von Sanyo ist ein Waschvolltrockner im japanischen Markt erhältlich, bei dem Wasser aus einem Vorratstank zur Kühlung der Prozessluft verwendet und in diesen Tank zurückgeleitet wird. Hier wird der Vorratstank als Speicher für die Kondensationsabwärme aus dem Trocknungsprozess verwendet. Nachteilig an dieser Lösung ist der hohe gerätetechnische Aufwand und Platzbedarf und dass bei einer derartigen Lösung das Wasser in dem Vorratstank z.B. mit Hilfe einer Ozonerzeugungsvorrichtung vor Verkeimung geschützt werden muss bzw. nach Ablauf einer vorgegebenen Lagerzeit (z.B. 4 Tage) abgepumpt werden muss. Ferner sind Waschvolltrockner bekannt, bei denen die Kühlung der Prozessluft durch einen zweiten Kühlluftstrom erfolgt. Dabei wird Luft aus dem Aufstellraum zur Abkühlung der Prozessluft verwendet. Die Kondensationsabwärme wird hier an die Luft des Aufstellraumes abgegeben. Das entspricht im Wesentlichen dem Funktionsprinzip der heute üblichen Haushalts-Kondensationswäschetrockner. Der Wär- metauscher, das Kühlluftgebläse und zusätzliche Luftkanäle bewirken jedoch auch hier einen hohen maschinenbaulichen Aufwand und Platzbedarf. Von Panasonic wird ein Waschvolltrockner angeboten, bei dem durch eine Kompressorwärmepumpe im Kondensator die Prozessluft abgekühlt und anschließend mit der Abwärme wieder erwärmt wird. Das ist eine sehr energiesparende Realisierung mit einem jedoch auch sehr hohen gerä- tetechnischen Aufwand.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Wäschetrocknungsgerät, insbesondere einen Waschvolltrockner, aber auch einen separaten Wäschetrockner, bereitzustellen, welcher sich mit einem nur vergleichsweise geringen Aufwand an Gerät und Bedienung sowie kompakt realisieren lässt und ressourcensparend arbeitet.

Diese Aufgabe wird mittels eines Wäschetrocknungsgeräts und mittels eines Verfahrens zum Wäschetrocknen nach dem jeweiligen unabhängigen Patentanspruch gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen des Wäschetrocknungsgeräts und des Verfahrens sind insbesondere in den abhängigen Patentansprüchen aufgeführt. Bevorzugten Ausgestaltungen des Wäschetrocknungsgerätes entsprechen bevorzugte Ausgestaltungen des Verfahrens und umgekehrt, und dies auch dann, wenn darauf hierin im Einzelfall nicht explizit hingewiesen ist.

Dementsprechend weist das erfindungsgemäße Wäschetrocknungsgerät, aufweisend ein Trommelgehäuse mit einer darin aufgenommenen Wäschetrommel und einen mit dem Trommelgehäuse fluidisch verbundenen Prozessluftkanal, wobei im oder am Prozessluftkanal ein autonomer Wärmespeicher angeordnet ist, einen Flüssigkeitsspender zum Aufbringen von Flüssigkeit auf den Wärmespeicher auf.

Dementsprechend wird im erfindungsgemäßen Verfahren zum Trocknen von Wäsche, bei dem Prozessluft über einen in oder an einem Prozessluftkanal angeordneten autonomen Wärmespeicher geleitet wird, zum Kühlen des Wärmespeichers Flüssigkeit auf den Wärmespeicher aufgebracht.

Das Wäschetrocknungsgerät weist eine drehbare Wäschetrommel und einen mit der Wäschetrommel fluidisch (d. h., bezüglich Gas und/oder Flüssigkeit) verbundenen Prozessluftkanal auf. Im oder am Prozessluftkanal ist ein autonomer Wärmespeicher angeordnet.

Typischerweise steht der Prozessluftkanal beidseitig mit dem der Wäschetrommel in flui- discher Verbindung. Mit anderen Worten bilden der Prozessluftkanal und die Wäschetrommel einen Prozessluftkreislauf zum Verarbeiten (Trocknen und Aufwärmen) der Prozessluft. Unter einem autonomen Wärmespeicher wird ein Wärmespeicher verstanden, welcher als solcher durch seine Anwesenheit im oder am Prozessluftkanal bereits die Aufgabe löst und zur Funktion nicht erst eine Verbindung mit weiteren Funktionselemen- ten eingehen muss, z. B. einer Wärmepumpe. Bei einem Waschvolltrockner ist die Wäschetrommel in einem Trommelgehäuse (Laugentrommel) drehbar gelagert.

Die aus der Trommel des Waschtrockners austretende feuchte Luft mit typischerweise ca. 80-90% relativer Feuchte und einer Temperatur von ca. 70 0 C gibt Wärmeenergie an den Wärmespeicher ab und wird dabei abgekühlt, bei einem Latentwärmespeicher beispielsweise auf die Taupunkttemperatur. Dadurch wird die Feuchtigkeit wieder herauskonden- siert. Die in dem Wärmespeicher so zwischengespeicherte Wärmeenergie kann zwischen den Betriebszyklen des Waschvolltrockners langsam durch freie Konvektion im Gerätegehäuse an den Aufstellraum abgegeben werden, z. B. über die Gerätewände.

Ein solches Wäschetrocknungsgerät benötigt zur Kondensation des aus der Wäsche ver- dampften Wassers weder Kühlwasser noch Kühlluft, ist sehr kompakt realisierbar, einfach und preiswert herstellbar und sehr wartungsarm.

Wird an den Wasch- und Trocknungszyklus anschließend ein neuer Wasch- und Trocknungszyklus gestartet, so kann die Abkühlung des Wärmespeichers vorzugsweise da- durch beschleunigt werden, dass er mittels Flüssigkeitskühlung, vorzugsweise Wasserkühlung abgekühlt wird. Dazu ist das Wäschetrocknungsgerät vorzugsweise mit einem Flüssigkeitsspender zum Aufbringen von Flüssigkeit auf den Wärmespeicher ausgerüstet.

Eine solcher Flüssigkeitsspender lässt sich vorteilhafterweise besonders einfach und ef- fektiv realisieren, falls das Wäschetrocknungsgerät ein Waschvolltrockner ist und der Flüssigkeitsspender eine Einspülvorrichtung für Zulaufwasser zu einem Laugenbehälter umfasst. Dadurch kann die zum Waschen benötigte Wassermenge ganz oder teilweise am Wärmespeicher bzw. durch die Kondensationsvorrichtung hindurch in das dann als Laugenbehälter ausgestaltete Trommelgehäuse eingelassen werden. Dabei gibt der Wärmespeicher seine Wärmeenergie mit dem Temperaturniveau der Schmelztemperatur an das zulaufende Wasser ab. Dadurch kann in einem unmittelbar nachfolgenden Waschprogramm Energie zum Aufheizen des Waschwassers eingespart werden. Ein Spülen mit warmem Wasser verbessert zudem die Spülwirkung. Beim Schleudern von warmer Wäsche werden darüber hinaus geringere Schleuderrestfeuchten erzielt als bei kalter Wäsche. Die dadurch geringere herauszutrocknende Wassermenge führt zu einer Reduzierung des Energiebedarfes bei der Trocknung.

Das durch den Wärmespeicher geleitete Wasser dient gleichzeitig dazu, Reste von Waschmitteln (Schaum), Flusen und andrer Verschmutzungen, die beim Waschen und Trocknen in die Prozessluftwege gelangen können, auszuspülen und damit den Prozessluftweg regelmäßig zu reinigen.

Zur gerätetechnisch einfachen Ausgestaltung ist der Flüssigkeitsspender, insbesondere die Einspülvorrichtung für Zulaufwasser, vorzugsweise oberhalb des Wärmespeichers angeordnet.

Beim Waschvolltrockner kann die Einspülvorrichtung für Zulaufwasser auch dazu benutzt werden, aus dem - sinngemäßen - Betriebszustand „Speicherung der Abwärme im Speicher", z. B. während eines Trocknungsablaufs, in eine - sinngemäße - Betriebsart „Speicherkühlung" umzuschalten, wenn die Speicherkapazität des Wärmespeichers durch Abwärme vollständig gefüllt ist.

Dies kann vorzugsweise durch einen oder mehrere Temperatursensoren im Prozessluftweg detektiert werden, von denen sich mindestens einer bevorzugt am Ausgang des Speichers befindet. Steigt die Prozesslufttemperatur speziell am Wärmespeicherausgang deutlich über die Schmelztemperatur des Speichermediums an, so ist das gesamte Spei- chermedium geschmolzen und kann keine weitere Schmelzenergie aufnehmen. Durch die "Speicherkühlung" wird Wärme vom Wärmespeicher abgeführt und folglich der Wärmespeicher wieder für eine folgende Wärmeaufnahme zur Wäschetrocknung vorbereitet. Mittels der Betriebsartenumschaltung ist auch ein kontinuierlicher Betrieb mit Trocknungszyklen ohne zwischenzeitliche langsame Wärmeentladung des Wärmespeichers durch freie Konvektion möglich. Alternativ kann dazu eine Temperaturdifferenz zwischen Eingang und Ausgang des Wärmespeichers erfasst werden, was eine von Prozess- und Umgebungsvariationen unabhängigere Messung erlaubt. Bevorzugt kann ferner eine Temperaturmessung durch direktes Abfühlen des Wärmespeichermaterials durchgeführt werden, z. B. durch einen im Wärmespeicher oder in den Wärmespeicher eingeführten Tempera- tursensor. Insbesondere nach Erreichen oder überschreiten eines oberhalb der Schmelztemperatur Latentwärmespeichermaterials liegenden Temperaturschwellwerts kann der Flüssigkeitsspender ausgelöst werden.

Das obige Wäschetrocknungsgerät weist somit unter anderem die Vorteile auf, dass es ohne Kondensationskühlwasserbedarf auskommt, einen einfacheren Aufbau als bei einer Luftkondensation ermöglicht, keine überwachung der Wasserqualität eines Brauchwasserspeichers notwendig ist, und - beim Waschvolltrockner - bei Durchführung eines Waschganges im Anschluss an das Trocknen durch die Verwendung von Warmwasser Energie gespart, das Spülergebnis verbessert und/oder die Schleuderrestfeuchte verbes- sert werden kann.

Der Wärmespeicher ist vorzugsweise zumindest teilweise als Latentwärmespeicher ausgeführt. Dadurch lässt sich eine große Menge an Wärmeenergie mit minimalem Platzbedarf speichern.

Vorzugsweise liegt eine Schmelztemperatur mindestens eines Wärmespeichermaterials zwischen 35°C und 60 0 C, insbesondere zwischen 40 0 C und 50 0 C. Da bei einem Latentwärmespeicher die Temperatur in etwa konstant gleich der Schmelztemperatur ist, solange sich das Speichermaterial im Phasenübergang, in diesem Fall meist zwischen fest und flüssig, befindet, ändert sich die Temperatur des Speichers nahezu nicht, und es besteht eine konstant große Temperaturdifferenz zwischen Kondensationsfläche und Prozessluft. Bevorzugte Latentspeichermaterialien umfassen unter anderem Paraffine oder Salze, insbesondere Natriumsulfat (Schmelzpunkt ca. 32 0 C), Natriumthiosulfat (Schmelzpunkt von 48,5 0 C) und / oder Natriumacetat (Schmelzpunkt ca. 58 0 C). Es kann ein einziges Latentspeichermaterial verwendet werden oder eine Kombination von Latentspei- chermaterialien zur Abdeckung eines breiteren Temperaturbereichs. Die Kombination kann als Mischung unterschiedlicher Materialien vorliegen, oder als getrennt angeordnete Volumina, z. B. getrennte Platten.

Es wird zur Erlangung einer großen Kondensationsfläche bevorzugt, wenn der Wärme- Speicher, und damit das Wärmespeichermaterial, zumindest teilweise in Plattenform ausgebildet ist.

Für einen hohen Wirkungsgrad ist der Wärmespeicher vorzugsweise im Bereich einer Luftansaugöffnung des Luftkanals (Trommelaustritt) angeordnet.

Bei einem herkömmlichen Waschvolltrockner wird bisher die beim Waschen maximal mögliche Wäschemenge zum Trocknen geteilt (z. B. halbiert) und anschließend in zwei aufeinanderfolgenden Trocknungszyklen getrocknet. Die Menge an Speichermaterial und damit die Wärmekapazität des vorliegenden Wäschetrocknungsgeräts ist hingegen vor- zugsweise so bemessen, dass die Schmelzwärme geringfügig größer ist als die beim

Trocknen einer kompletten Wäschemenge im Waschzyklus benötigte Menge. Dadurch ist es möglich, die gesamte anfallende Abwärme in dem Wärmespeicher zwischenzuspei- chern. Typische Mengen an Latenzspeichermaterial können beispielsweise im Bereich zwischen 15 und 20 kg bei einem Wärmespeichervermögen in der Größenordnung von 200 KJ/kg liegen.

Im Rahmen einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zum Kühlen des Wärmespeichers Zulaufwasser als Flüssigkeit über den Wärmespeicher geleitet. Dies ist von besonderer Bedeutung dann, wenn das Verfahrne in einem Waschtrockner Einsatz findet, da auf diese Weise Wasser für einen Waschprozess mittels ge- speicherter Wärme aus einem vorhergegangenen Trocknungsprozess vorgewärmt und somit Energie aus dem Trocknungsprozess im nachfolgenden Waschprozess nutzbar gemacht wird. In diesem Zusammenhang ist es weiter bevorzugt, dass zum Kühlen des Wärmespeichers Zulaufwasser über den Wärmespeicher und weiter zu einem mit dem Prozessluftkanal verbundenen Trommelgehäuse geleitet wird.

Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nach Erreichen oder überschreiten eines oberhalb der Schmelztemperatur des Latentwärmespeichermaterials liegenden Temperaturschwellwerts der Flüssigkeitsspender ausgelöst wird. So ist es möglich, eine Beeinträchtigung des Verfahrens aufgrund einer Erschöpfung des Speichervermögens des Wärmespeichers zu verhindern.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nach Erreichen oder Unterschreiten einer Differenztemperatur vor und nach dem Wärmespeicher der Flüssigkeitsspender ausgelöst. Auch dies dient der Verhinderung einer Beeinträchtigung des Verfahrens aufgrund einer Erschöpfung des Speichervermögens des Wärmespeichers, alternativ oder zusätzlich zur vorher beschriebenen Weiterbildung.

Im folgenden Ausführungsbeispiel wird die Wäschetrocknungsmethode schematisch ge- nauer beschrieben.

FIG 1 zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht eine Skizze eines Wäschetrocknungsgeräts.

FIG 1 zeigt einen Waschvolltrockner 1 mit einem Trommelgehäuse in Form eines Laugenbehälters 2 mit einer darin drehbaren Wäschetrommel 3. Am Laugenbehälter 2 beidseitig abgehend ist ein Prozessluftkanal 4 vorhanden. Während eines Trocknungsvorgangs wird Prozessluft aus der Waschtrommel 3 durch eine in der rückwärtigen Wand 5 des Laugenbehälters 2 vorhandene Luftansaugöffnung 6 mittels eines Prozessluftgeblä- ses 7 eingesaugt und zunächst durch eine Kondensationseinrichtung 8 geleitet, wo sie abkühlt und dadurch in ihr enthaltener Wasserdampf auskondensiert. Das Kondensationswasser wird durch den als Fallleitung ausgestalteten unteren Bereich 9 des Prozess-

luftkanals 4 wieder in den Laugenbehälter 2 zurückgeführt und von dort mittels einer Laugenpumpe 10 durch den Ablaufkanal 11 nach Außen befördert. Der Kondensationswasserweg ist durch durchgehende Pfeile angedeutet. Nach Durchlaufen der Kondensationseinrichtung 8 wird die nun trockenere Prozessluft weiter durch eine Heizeinrichtung 12 geleitet, in der sie auf typischerweise ca. 100-120 0 C aufgeheizt wird, bevor sie in einem oberen Bereich einer Manschette 13 durch eine Luftausblasöffnung 14 wieder in den Laugenbehälter 2 eingeblasen wird. Der Prozessluftstrom ist durch die gestrichelten Pfeile angedeutet.

Die Kondensationseinrichtung liegt in Form eines im Prozessluftkanal 4 angeordneten autonomen Latentwärmespeichers 8 vor, welcher ein Wärmespeichermaterial in Form von Glaubersalz (das ist Natriumsulfat) mit einer Schmelztemperatur von 32 0 C aufweist. Der Latentwärmespeicher 8 ist wie angedeutet in Plattenform ausgebildet. Damit die 60-80 0 C warme, von der Wäsche angesaugte Prozessluft möglichst wenig vorkondensiert, ist der Wärmespeicher 8 im Bereich bzw. kurz hinter der Luftansaugöffnung 6 angeordnet. Die Menge an Wärmespeichermaterial ist mit 15 - 20 kg etwas größer als es zur Trocknung der Wäsche einer vollen Wäschetrommel 3 typischerweise benötigt wird.

Das Wäschetrocknungsgerät 1 weist ferner eine oberhalb des Wärmespeichers 8 ange- ordnete Einspülvorrichtung 15 für Zulaufwasser für den Laugenbehälter 2 auf. Ein Wasserzulauf zur Einspülvorrichtung 15 ist mittels eines durch eine Steuereinrichtung 16 steuerbaren Ventils 17 wahlweise offenbar oder verschließbar. Dadurch kann die zum Waschen benötigte Wassermenge ganz oder teilweise am Wärmespeicher 8 bzw. durch die Kondensationsvorrichtung hindurch in den Laugenbehälter 2 eingelassen werden. Dabei gibt der Wärmespeicher 8 seine Wärmeenergie mit dem Temperaturniveau der Schmelztemperatur an das zulaufende Wasser ab. In einem unmittelbar nachfolgenden Waschprogramm kann so Energie zum Aufheizen des Waschwassers eingespart werden. Ein Spülen mit warmem Wasser verbessert zudem die Spülwirkung. Beim Schleudern von warmer Wäsche werden darüber hinaus geringere Schleuderrestfeuchten erzielt als bei kalter Wäsche. Die dadurch geringere herauszutrocknende Wassermenge führt zu einer Reduzierung des Energiebedarfes bei der Trocknung. Das durch den Wärmespeicher 8 geleitete Wasser dient gleichzeitig dazu, Reste von Waschmitteln (Schaum), Flusen und andere Verschmutzungen, die beim Waschen und Trocknen in die Prozessluftwege gelangen können, auszuspülen und damit den Prozessluftweg regelmäßig zu reinigen.

Beim gezeigten Waschvolltrockner 1 wird die Einspülvorrichtung 15 auch zur Kühlung des Wärmespeichers 8 während eines Trocknungsgangs verwendet. Dazu wird eine verhält-

nismäßig geringe Wassermenge von ca. 0,5 l/min von der Einspülvorrichtung 15 über den Wärmespeicher 8 geleitet und folgend aus dem Trommelgehäuse 2 abgepumpt. Dieser Kühlungswasserstrom kann beispielsweise permanent während eines Trocknungsvorgangs erzeugt werden, oder dann, wenn die Wärmespeicherkapazität des Wärmespei- chers 8 durch Abwärme vollständig ausgeschöpft ist oder droht, ausgeschöpft zu werden.

Eine Erschöpfung der Wärmekapazität wird hier mittels im Prozessluftkanal 3 vor und hinter dem Wärmespeicher 8 eingebrachten Temperatursensoren 18,19 zur Erfassung der Lufttemperatur detektiert, deren Sensorwerte von der Steuereinrichtung 16 direkt oder indirekt empfangen und ausgewertet werden können. Sinkt die Differenz der von den

Temperatursensoren 18,19 abgefühlten Messwerte, und gleicht sie sich insbesondere an, so ist dies ein Hinweis darauf, dass das Latentspeichermedium geschmolzen ist und keine weitere Schmelzenergie mehr aufgenommen werden kann. Folgend wird der Kühlwasserstrom aktiviert. Dazu ist in der Steuereinrichtung 16 ein Temperaturdifferenzschwell- wert hinterlegt, bei dessen Erreichen oder Unterschreiten das Ventil 17 geöffnet wird.

Umgekehrt kann nach überschreiten einer bestimmten, z. B. einer größeren, Temperaturdifferenz der Kühlwasserstrom wieder abgeschaltet werden. Alternativ kann die Dauer der Wasserkühlung beispielsweise als festes Zeitintervall abgelegt sein, welches eine empirisch bestimmte ausreichende Dauer zur Abkühlung bereitstellt.

Mittels der Wasserkühlung ist auch ein aufeinanderfolgender Betrieb von Trocknungszyklen ohne zwischenzeitliche langsame Wärmeentladung des Wärmespeichers durch freie Konvektion oder durch einen Waschzyklus möglich.

Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann, ggf. mit einer gewissen Verringerung der Messgenauigkeit, auch nur ein Temperatursensor im Prozessluftkanal vorhanden sein, vorzugsweise an oder hinter dem Ausgang des Wärmespeichers. Auch kann zwischen einer Speicherung der Abwärme im Wärmespeicher (z. B. während einer Trocknung) und einer Kühlung des Wärmespeichers exklusiv umgeschaltet werden; dann wird insbesondere ein stärkerer Kühlwasserstrom bevorzugt. Auch kann die Erschöpfung der Wärmekapazität durch Erfassung der Prozesslufttemperatur speziell am Wärmespeicherausgang detektiert werden, z. B. durch den Temperatursensor 19, falls die Prozesslufttemperatur deutlich über die Schmelztemperatur des Speichermediums 8 ansteigt; auch dies ist ein Hinweis darauf, dass das gesamte Latentspeichermedium geschmolzen ist und keine weitere Schmelzenergie aufgenommen werden kann. Eine weitere Nachweismöglichkeit besteht in der Erfassung der Wassertemperatur des den Wärmespeichers durchlaufen habenden Ein-

Spülwassers, z. B. durch den Temperatursensor 18. Zur Beendigung der Wasserkühlung wird das Ventil 17 geschlossen.

Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebene Ausführungsform be- schränkt. So ist der Latentwärmespeicher auch in einem separaten Wäschetrockner einsetzbar. Auch kann eine Erschöpfung der Wärmeaufnahmefähigkeit des Latentwärmespeichers auch durch direkte Temperaturabfühlung am Latentwärmespeichermaterial bzw. an den Latentwärmespeichermaterialien erkannt werden.

Bezugszeichenliste

1 Waschvolltrockner

2 Laugenbehälter

3 Wäschetrommel 4 Prozessluftkanal

5 Rückwand

6 Luftansaugöffnung

7 Prozessluftgebläse

8 Latentwärmespeicher 9 unteren Bereich des Prozessluftkanals

10 Laugenpumpe

11 Ablaufkanal

12 Heizeinrichtung

13 Manschette 14 Luftausblasöffnung

15 Einspülvorrichtung

16 Steuereinrichtung

17 Ventil

18 Temperatursensor 19 Temperatursensor