Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
LAYING GRID PLATE FOR FOOTING LAYERS FOR HOOFED ANIMALS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/020227
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a laying grid plate for footing layers for hoofed animals, especially for movement areas of horses such as riding areas, which laying grid plate consists of one-piece plastic grid plates which interlock with each other via hook coupling elements (13, 14) that engage in pairs when placed one next to the other. The grid plates have a honey-combed structure when viewed from the top and have a plurality of cells (2) with vertical walls, which cells can be filled and have respective bottoms (23). The invention is characterized in that the vertical walls of the cells have at least one elastic zone (22) which is effective in the vertical direction. The cells advantageously consist of a honey comb-type upper part (3) which is simultaneously designed as an expansion compensation zone having slot-type openings (5) between the cell walls (4) and a cylindrical pot-shaped lower part (8) which has a stepped element (22) with an elastic element such as an integral hinge in its center zone so that the lower pot-shaped bottom cylinder (21) having a smaller diameter can be elastically inserted in the upper annular cylinder (20), or conversely, the upper cylinder can be slid or pushed over the lower cylinder.

Inventors:
MANZEI, Jürgen (Amundsenstrasse 12, Marktredwitz, 95615, DE)
Application Number:
DE2009/001158
Publication Date:
February 25, 2010
Filing Date:
August 18, 2009
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
PURUS ARZBERG GMBH (Am Blätterrangen 4, Arzberg, 95659, DE)
MANZEI, Jürgen (Amundsenstrasse 12, Marktredwitz, 95615, DE)
International Classes:
E01C13/04; E01C13/06; E01C13/00
Attorney, Agent or Firm:
PETRA, Elke (Liermann-Castell, Gutenbergstrasse 12, Düren, 52349, DE)
Download PDF:
Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verlegegitterplatte für Huftier-Tretschichten, insbesondere für Bewegungsfϊächen für Pferde wie Reitplätze bestehend aus über paarweise ineinandergreifende Haken- Koppelelemente (13, 14) miteinander verhakend aneinander setzbaren einstückigen Gitterplatten aus Kunststoff, die in Draufsicht eine wabenförmige Struktur aufweisen, mit einer Vielzahl verfüllbarer Zellen mit vertikalen Wänden, wobei jede Zelle einen Boden besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine in Vertikalrichtung wirksame elastische Zone (12) in den Vertikal- Wänden der Zellen (2) vorgesehen ist.

2. Gitterplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellen (2) aus einem wabenförmigen Oberteil (3) (Kompensationszone) und einem zylindrisch-topfförmigen Unterteil (8) bestehen, wobei der Unterteil in seiner Mittelzone eine Stufung (12) mit einem elastischen Element besitzt.

3. Gitterplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der topfförmige gestufte Unterteil (8) aus zwei Zylindern (20, 21) unterschiedlichen Durchmessers besteht, die durch eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete S- Membran (12) in Art eines Filmscharniers untereinander verbunden sind, und die so dimensioniert sind, dass unter Belastung der untere, einen geringeren Durchmesser besitzende topfförmige Bodenzylinder (21) in den oberen Ringzylinder (20) elastisch einschiebbar ist oder umgekehrt, der obere über den unteren Zylinder schiebbar oder drückbar ist .

4. Gitterplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die S-Membran-Wand (22) in Form von Radien S-förmig in die Vertikalwände übergeht und dass die zylindrischen Zylinder-Wände eine zumindest geringfügige Konizität von ca. 5° - 10° aufweisen und die horizontale Erstreckung der Stufe mindestens die doppelte Zylinder-Wanddicke beträgt.

5. Gitterplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Material und Durchmesserunterschied, somit die horizontale Membranbreite und die Höhe der beiden Zylinder (20, 21) so ausgelegt sind, dass die Unterkante des oberen Ringzylinders (20) unter maximalem Druck bis auf den Untergrund reicht, auf diesem auf glei- eher Höhe wie der Boden (23) des Bodenzylinders (21) und somit des Zellenbodens am Untergrund aufsteht, bei Entlastung jedoch wieder in die alte Lage elastisch hochdrückbar ist wird.

6. Gitterplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wabenförmige Zellen-Oberteil (3) eine Mehreck-, vorzugsweise eine Sechseck- Wabe (12) ist, deren Ecken zumindest teilweise , vorzugsweise auf gesamter Höhe einen schlitzförmigen nach oben offenen Durchbruch (5) aufweisen.

7. Gitterplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der schlitzförmigen Durchbrüche (5) in Abhängigkeit von den verwendeten Füllstoffen, wie Sand oder Sand-Hobelspäne-Gemisch, so ausgelegt ist, dass nur Flüssigkeiten, also Wasser durchsickern kann, die in die Zellen (2) eingebrachten Füllstoffe aber im Wabeninneren bleiben.

8. Gitterplatte nach den Ansprüchen 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wabenwände (4) zumindest geringfügig konisch nach außen geneigt sind, wobei jeweils zwei aneinandergrenzende Wabenwände (4, 4') benachbarter Zellen (2, 2') zumindest geringfügig zueinander beabstandet sind und an ihrer Oberseite über eine horizontale oder bogenförmige Verbindungswand (18) in Art eine Brücke miteinander fest (einstückig) verbunden sind und dadurch einen Hohlraum bilden, also zwischen den Wabenwänden und somit den Zellen selbst.

9. Gitterplatte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite der Verbindungswände (18) Antirutschvorkehrungen vorhanden sind, in Form von Riffelungen, Noppen (6) und/oder Nutungen oder einer oder zwei parallel zueinander längs mittig sich erstreckenden niedrigen Trittwänden (15) mit mindestens einer rechteckigen oder bogenförmigen Aussparung (16) an deren Oberseite.

10. Gitterplatte nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Haken-Koppelelemente (13, 14) in der unteren Zone des Waben-Oberteiles der äußeren Zellen vorgesehen sind, wobei die Koppelausnehmungen (13) zum eingreifenden Einführen der korrespondierenden Koppelhaken (14) in den oberen konischen Zylinderring (20) des gestuften Unterteiles sich erstrecken, und die jeweiligen Wabenwände (4) in ihrer Dicke den konisch nach unten sich verbreiternden Abstand zwischen den benachbarten Wabenwänden materialmäßig dick auffüllend nach außen, also benachbart vertikal ausgerichtet sind und in ineinandergehakt gekoppeltem Zustand flächig aneinander anstehen.

11. Gitterplatte nach den Ansprüchen 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gitterplatten-Element (10) z. B. aus fünf Dreierreihen wabenförmig zueinander versetzt angrenzenden Zellen (2) besteht, wobei die jeweils äußere Dreierreihe eine gerade lineare Wandausrichtung besitzt, wodurch die äußere Wabenreihe jeweils Fünf eck- Waben (11) bilden, während die inneren drei Dreierreihen Sechseckwaben (12) sind.

12. Gitterplatte nach Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass an sich gegenüberliegenden Waben- Wänden (4) des Oberteiles (3) einer Gitterplatte jeweils korrespondierende Koppelelemente (13, 14) vorgesehen sind, z. B. auf der einen Seite der in gerader Ausrichtung zueinanderstehenden Wandungen der Dreierzellen einerseits mittig eine Koppelausnehmung (13) vorhanden ist, während auf der anderen gegenüberliegenden geraden Seite mittig ein Koppelhacken (14) vorgesehen ist und an den senkrecht dazu verlaufenden wabenförmigen Zickzacklinien jeweils z. B. an dem jeweils vorragenden Wandelement jeder zweiten Dreierreihe eine Koppelausnehmung (13) vorgesehen ist, während an der gegenüberliegenden Seite jeweils an den weiter innen liegenden Wandteilen der gleichen Dreierreihen ein Koppelhacken (14) vorgesehen ist.

13. Gitterplatte nach Anspruch 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Werkstoff PEHD/PELD vorgesehen ist, bekannt aus der Verwendung für Filmsscharniere.

14. Verfahren zum Verlegen von Gitterplatten nach den Ansprüchen 1 bis 13 zu einer Tretschicht für Bewegungsflächen für Tiere, wie Reitplätze, dadurch gekennzeichnet,

- dass der Untergrund (Boden) (32) so vorbereitet wird, dass bei vertikalem Trittdruck der untere konische Topfteil oder Bodenzylinder (21) der elastischen Zellen-Unterteile (8) sich nicht in diesen einarbeiten oder eindrücken,

- danach die Gitterplatten (1, 10) auf den geglätteten vorbereiteten Untergrund (32) gelegt und miteinander verhakt gekoppelt werden,

- wonach Tret- oder Füllmaterial (33) so aufgebracht wird, dass die Zellen (2) gefüllt sind und eine Schicht bis oberhalb der Trittwände (15) von min. 1 cm vorhanden ist,

- wobei der untere Zwischen- oder Hohlraum (19) zwischen den Zellen der Gitterplatten und dem Untergrund frei, also unverfüllt verbleibt.

15. Aufbau einer Bewegungsfläche für Tiere, insbesondere Reitplatz, unter Verwendung von Gitterplatten nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem geglättet vorbereiteten auflagefesten Untergrund (32) die Gitterplatten (1, 10) so miteinander verhakt aufgelegt sind, dass sie lediglich mit den relativ kleinflächigen topfförmigen Böden 21, 23) ihrer Zellen-Unterteile (8) auf dem Untergrund aufstehen und zwischen den nur über obere bogen- oder brückenförmige Verbindungswände (18) miteinander zusammenhängende Zellen (2) und dem Untergrund (32) ein offener Hohlraum (19) vorhanden ist, und dass das Füll- oder Tretmaterial (33) , z. B. eine Sand-Hobelspäne-Mischung, so auf den Gitterplatten ein- und aufgebracht ist, dass es die nach oben offenen Zellen (2) der Gitterplatten ausfüllt und einige cm über der Oberkante der Trittwände (15) reicht, wobei in den unteren Zwischen- oder Hohlräumen (19) zwischen den Zellenwänden und dem Unter- grund kein Füllmaterial vorhanden ist, wodurch ein verzweigtes Kanalnetz gebildet ist.

Description:
Verlegegitterplatte für Huftier- Tretschichten

B e s c h r e i b u n g

Die Erfindung betrifft eine Verlegegitterplatte für Huftier-Tretschichten insbesondere für Paddog v s, Bewegungsflächen für Pferde, z. B. für einen Reitplatz usw. Verwendung finden, ein Verfahren zum Verlegen der Gitterplatten sowie einen Aufbau einer Bewegungsfläche unter Verwendung der Verlegegitterplatte, nach dem Oberbegriffen der Ansprüche 1, 14 und 15.

Bekanntlich ist der natürliche Lebensraum von Pferden vorrangig die Prärie oder Steppe mit ihrem natürlich gewachsenen Boden. Durch Fauna und Flora haben diese Böden eine dämpfende Wirkung, die allerdings durch den Huf eine Verdichtung und Zerstörung erfährt. Diese Narben schließen sich zwar wieder, was jedoch eine geraume Zeit dauert und mehrere Regengüsse und viel Bewuchs erforderlich macht. Auf einem Nutzareal, wie Reitplatz, Paddog oder Führzirkel, ist das nicht akzeptabel, da keine ausreichend lange Erholzeit für den Boden vorhanden ist.

Somit weisen durch Huftiere stark frequentierte (beanspruchte) Böden eine starke Verdichtung und bewuchsschädliche Struktur auf.

Um hier entgegen zu wirken ist bekannt, Verlegegitterplatten zu verwenden, die bereits in unterschiedlichster Bauweise zum Einsatz kommen.

So ist aus der EP 0 576 939 Bl eine Verlegegitterplatte bekannt, die eine relativ dickwandige Form besitzt, mit mehreren quadratischen Innenzellen und an dem umlaufenden gera- den Außenrahmen mit mehreren miteinander korrespondierenden Koppelhacken und Koppelöffnungen. Die jeweils im Wesentlichen vertikalen relativ starren, unelastischen Wände erlauben zwar eine gute Füllung mit Kies und/oder begrünbarem Substrat und besitzen eine optimale Wasserdurchlässigkeit. Ein Wasserspeicher ist nicht vorgesehen, so dass eine eventuelle Vorabbegrünung leicht einer zumindest vorübergehenden Trockenheit zum Op- fer fallen kann. Aus den EP 04 00 158 Al, DE 91 17 234 Ul und DE 44 16 943 C2 sowie dem Prospekt „GOLPLA -Rasengitterplatten - der bessere Weg!" der Fa. Funke Kunststoffe GmbH, 48324 Sendenhorst, ist eine Rasengitterplatte bekannt, die z. B. zum Befestigen von Rasen- oder befahrbaren Wegen dienen oder Teil einer Tretschicht für Pferde, insbesondere für Reitplätze sind. Die dabei oberhalb des Baugrundes auszulegenden, miteinander zu einer Gitteiplattenschicht untereinander verbundenen Rasengitterplatten besitzen wabenförmige zusammenhängende Sechskantzellen, die einen Boden aufweisen, in dessen Mitte eine runde Öffnung vorhanden ist, deren Rand meist kragenartig nach oben hochgestülpt ist, so dass ein zumindest geringfügiger Wasserspeicher vorhanden sein kann. Zudem sind am oberen Rand der Wabenwände ca. mittig teilkreisförmige oder eckige Aussparungen vorgesehen, die u. a. zur Ableitung von Überwasser dienen. Eine Trittelastizität, mit hohen Dämpfungseigenschaften, ähnlich natürlich gewachsenem Boden, ist nicht vorhanden, da die geraden starren Zellwände dies nicht erlaubt. Auch ist eine Dehnungskompensation bei größeren Temperaturunterschieden nicht oder nicht ausreichend vorgesehen.

Aufgabe der Erfindung ist somit, eine Verlegegitterplatte oben genannter Gattung anzugeben, die natürlichem Boden nachempfundene Eigenschaften besitzt, insbesondere durch hohe Schock absorbierende dämpfende Federwirkung, Dämpfungs- und Dehnungs- eigenschaften sowie Wasserhaltigkeit. Zudem ist ein Verfahren zum Verlegen dieser Gitterplatten sowie ein Aufbau einer Bewegungsflächen unter Verwendung dieser Gitterplatten anzugeben, durch welche die vorteilhaften Eigenschaften realisierbar sind.

Diese Aufgabe wird durch eine Verlegegitterplatte, ein Verfahren und einen Aufbau mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 14 und 15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Dem gemäß besitzen die im Wesentlichen vertikalen Zellenwände mindestens eine in Vertikalrichtung wirksame elastische Zone. Dadurch ist eine hohe Trittelastizität und somit Möglichkeit der Schonung der Tier-Gelenke vorhanden. Um diese (Tritt-) Elastizität zu realisieren, bestehen die einzelnen Zellen der Gitterplatte in vertikaler Richtung gesehen, aus einem im wesentlichen topfförmigen abgestuften Unterteil, das in seiner Mittelzone ein elastisches Element aufweist und aus einem wabenförmi- gen Oberteil, der sogenannten Kompensationszone.

Der topfförmige, elastische Unterteil ist ca. axial-mittig zweigeteilt und besteht (im weitesten Sinne) aus zwei zumindest geringfügig konischen Zylindern (insbesondere aus spritzgusstechnischen Gründen), die durch eine im Wesentlichen horizontal liegende S-förmige Membran miteinander verbunden sind. Im Lastfall wird der untere, topfförmige Bodenzylinder in den oberen Ringzylinder (teleskopisch) verschoben, bzw. der obere über den unteren Teil abwärts gestülpt gedrückt, wobei die Zwischenmembran eine federnde Bewegung an beiden Zylinderwänden ausübt. Die Durchmesser und die Höhen der beiden Zylinder (Ring- und Bodenzylinder) sowie der diese verbindenden Membran sind so ausgelegt, dass die Stressbelastung des Werkstoffes begrenzt und Schädigungen vermieden werden. Dabei ist auch der maximale Verschiebeweg der Zylinder zueinander begrenzt, wobei der Ring- oder Außenzylinder den Untergrund erreichen kann, auf diesem aufstehend.

Dieser untere topfförmige Bereicht kann sich gleichzeitig mit Wasser (Feuchtigkeit) füllen. Bei Belastung reduziert sich das Volumen, verdichtete Füllungen werden aufgebrochen und zellenweise nach oben geschoben. Es entsteht eine Durchmischung der Füllung und zumindest teilweise der darüber befindlichen Tretschicht. Feuchte Anteile der Füllung wandern dabei nach oben in die Tretschicht.

Von Vorteil ist dabei auch die Verwendung als Werkstoff von PEHD/PELD (Polyethylen High Density /Polyethylen Low Density, Polyethylen hoher Dichte/Polyethylen niederer Dichte), wodurch eine dauerhafte Stressresistenz gesichert wird, die aus der Verwendung als Filmscharnier allgemein bekannt ist. In vorteilhafter Weise ist in der oberen Kompensationszone eine Regulierungszone für den Wasserstand vorgesehen. Diese Zone ist nämlich in Wabenform ausgeführt, wodurch sich - im Gegensatz zur Kreis- oder Zylinderform - ein kompakteres Gefüge ergibt, das zudem den Anforderungen einer geschlossenen Oberfläche und besondere Produktionsmethode Rechnung trägt.

Die Eckkanten der Waben sind jeweils von oben her zumindest teilweise, vorzugsweise in ihrer ganzen Höhe, durchbrochen (geschlitzt), so dass in diesen Eckzonen Wasser in das ungefüllte Hohl- Volumen außen an der Unterseite des Bauteils bzw. zwischen den topf- förmigen Zellen-Unterteilen abfließen kann. Breite der Durchbrüche werden bestimmt durch bzw. sind auszulegen entsprechend der Korngröße der verwendeten Füllstoffe, so dass zwar in den Zellen vorhandenes Wasser durch die schlitzförmigen Durchbrüche austreten kann, die Füllstoffe jedoch verläßlich zurückgehalten werden.

Die Zellen-Wabenwände sind - insbesondere aus herstelltechnischen und stapeltechni- sehen Gründen - ebenfalls leicht konisch, wobei jeweils benachbart parallel zueinander befindliche Wände unmittelbar benachbarter Zellen auf Abstand von zumindest einigen mm zueinander stehen und an ihrem Oberrand über eine horizontale oder bogenförmige Verbindungswand zusammengehalten sind. Somit sind die einzelnen Zellen der erfindungsgemäßen Gitterplatten als selbständige Zellen-Elemente anzusehen, die lediglich an ihren Oberrändern über brückenförmige Streifen in breiter Verbindung stehen und zu mehreren ein Gitterplatten-Modul bilden. Es sind keine gemeinsamen vertikalen Wände mehr vorhanden, wie bei den unterschiedlichsten bekannten Gitterplatten.

Somit ist gleichzeitig das Oberteil-Sechseck (Wabe) als doppelwandig anzusehen, da ein jedes seiner sechs Wandteile jeweils über einen Bogen mit der parallel auf Abstand befind- liehen Wand des jeweils benachbarten Sechseckes oder Wabe gekoppelt ist und wirkt zudem jeweils als einfache Feder. Abgesehen von der dadurch vorhandenen, zumindest geringfügigen oberseitigen Trittelastizität, werden hierdurch auch die Größenänderungen durch Ausdehnung oder Schrumpfung des Materials bei Temperaturänderungen kompensiert (daher auch die Benennung dieses horizontalen oberen Abschnitts als Kompensations- zone). Zusätzliche konstruktive Vorkehrungen zum schwankenden Dimensionsausgleich, wie elastische Platten-Zwischenstreifen oder gar separate Kompensationsplatten, entfallen bzw. sind nicht mehr erforderlich.

Eine optimale Drainagewirkung wird durch den nun möglichen freien Abfluß der Wasser- übermengen unter dem, in und auf den Waben-Zellen befindlichen Belag bzw. dem leeren Zwischenraum zwischen den topfförmigen Teilen des elastischen Zellen-Unterbaus.

Gleichzeitig ist ein Wasserspeicher vorhanden und zwar durch die Möglichkeit einer Wasser-Vorratsansammlung am unteren topfförmig geschlossenen Teil der Gitterplatte bzw. deren Zellen. Es erfolgt eine Wasser- Verfüllung des Restvolumens, das nach der Schüttung (Tretbelag) verbleibt, insbesondre des geschlossenen unteren topfförmigen Zellenteiles. Dieser Wasseranteil wird durch die Kapillarwirkung und Erschüttung sowie Durchmischung infolge der Elastizität des Unterteiles im Gesamtbelag den Staubanteil binden. Dadurch können Berieselungen und Wartungen z. B. eines Reitplatzes verzögert werden. Auch können so die üblichen Metalloxidzusätzen zur Wasserspeicherung im Tretbelag vermieden oder zumindest erheblich reduziert werden, was ebenfalls ein großer Vorteil der Wasserspeicherung durch die erfindungsgemäße Gitterplatte ist (kommerzielle und Recyclingaspekte).

Durch die Vertikalbewegung der Zellwandungen des Unterteiles im Lastfall wird das enthaltene Füll- oder Schüttgut in Bewegung versetzt, wodurch verdichtete oder gefrorene Anteile aufgebrochen werden und auch gleichzeitig eine Pumpbewegung nach oben stattfindet. Ungehindert ist dabei stets der Abfluß von Überwasser durch die vertikalen Waben- Durchbrüche, wobei gleichzeitig eine filternde Wirkung vorhanden ist. Durch die elastische Eigenbewegung der einzelnen Zellen und der gesamten Platte ist eine Abreinigung des Abflusses sichergestellt.

Ein Nachempfinden des gewachsenen Naturbodens über einen langen Nutzungszeitraum hinweg, wird hiermit erreicht. Durch die kontinuierliche Nutzung von Reitplätzen, Paddogs und Führzirkeln müssen diese Eigenschaften über lange Zeit gewährleistet sein und daher muss jede Veränderung der Beschaffenheit selbstständig reversible sein. Hohe Elastizität bei Belastung von oben (Schonung der Gelenke und Sehnen) ist vorhanden. Dabei ist eine Verfüllung nur der Oberseite der Gitterplatte notwendig und vorhanden, wobei deren Un- terseite nur über die relativ kleinflächigen Zellenböden der topfförmigen Unterteile auf dem ebenen Boden aufliegt, dabei großräumige untere Offenzonen bildend, so dass ein leichter Wasserabfluss auch bei höherem Wasseraufkommen gesichert ist.

Des weiteren ist von Vorteil, dass auf der Oberseite der oberen Verbindungswände zwi- sehen den Wabenteilen der Zellen Antirutschvorkehrungen vorhanden sind, in Form von Riffelungen und/oder Nutungen oder einer oder zwei parallel zueinander längs-mittig sich erstreckenden niedrigen Trittwänden mit mindestens einer rechteckigen oder bogenförmigen Aussparung an deren Oberseite. Hierdurch wird nicht nur ein Abrutschen beim Treten z. B der Pferde auf die Tretschicht mit drunter befindlichen Platten ermieden, sondern auch ein Verrutschen oder Verschieben der Tretschicht selber.

Vorteilhaft ist auch dass die an sich bekannten Haken-Koppelelemente erfindungsgemäß in der unteren Zone des Waben-Oberteiles der äußeren Zellen der Gitterplatten vorgesehen sind, wobei die Ausnehmungen zum eingreifenden Einführen der korrespondierenden Koppelhaken in den oberen konischen Zylinderring des gestuften Unterteiles sich erstrecken. Dabei sind die jeweiligen Wandungen in ihrer Dicke den konisch nach unten sich verbreiternden Abstand zwischen den benachbarten Wabenwänden auffüllend nach außen, also benachbart vertikal ausgerichtet und stehen in ineinandergehakt gekoppeltem Zustand flächig aneinander an. Verwendungstechnische Überlegungen haben ergeben, dass in vorteilhafter Weise ein Gitterplatten-Element z. B. aus fünf Dreierreihen wabenförmig zueinander versetzt angrenzenden Zellen bestehen kann, wobei die jeweils äußere Dreierreihe eine gerade lineare Wandausrichtung besitzt, wodurch die äußere Wabenreihe jeweils Fünfeck-Waben bilden, während die inneren drei Dreierreihen Sechseckwaben sind. Dabei sind die jeweils korrespondierenden Koppelelemente an sich gegenüberliegenden Waben-Wänden des Oberteiles einer Gitterplatte vorgesehen. So ist z. B. auf der einen Seite der in gerader Ausrichtung zueinander stehenden Wandungen der Dreierzellen einer Gitterplatte einerseits mittig eine Koppelausnehmung vorhanden, während auf der anderen ge- genüberliegenden geraden Seite der gleichen Gitterplatte mittig der entsprechende Koppelhaken vorgesehen ist. Des weiteren sind an den senkrecht dazu verlaufenden wabenförmi- gen Zickzacklinien z. B. an dem jeweils vorragenden Wandelement jeder zweiten Dreierreihe eine Koppelausnehmung vorgesehen, während an der gegenüberliegenden Seite jeweils an den weiter innen liegenden Wandteilen der gleichen Dreierreihen ein Koppelha- cken vorgesehen ist.

Durch all diese Vorkehrungen wird eine feste sichere Koppelung erhalten, deren Elemente gleichzeitig die Formfestigkeit der Gitterplatten insgesamt erhöhen.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Verlegen der vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Gitterplatten zu einer Tretschicht für Bewegungsflächen für Tiere, wie Reitplätze besteht darin, dass zuerst der Untergrund (Boden) so vorbereitet wird, dass bei vertikalem Trittdruck der untere konische Topfteil der elastischen Zellen-Unterteile sich nicht in diesen einarbeiten oder eindrücken. Danach werden die Gitterplatten auf den geglätteten vorbereiteten Untergrund gelegt und miteinander verhakt gekoppelt. Schließlich wird Tret- oder Füllmaterial so aufgebracht, dass die Zellen gefüllt sind und zudem darüber, also oberhalb der Trittwände eine Schicht von min. 1 cm vorhanden ist. Dabei verbleibt der untere netzförmige Zwischenraum zwischen den Zellen der Gitterplatten und dem Untergrund frei, also unverfüllt. Hierdurch wird in schneller, effizienter Weise eine Tretschicht für Huftier- Bewegungsflächen herstellbar.

Der erfindungsgemäße Aufbau einer Bewegungsfläche für Tiere, insbesondere Reitplatz, unter Verwendung der vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Gitterplatten besteht darin, dass auf dem geglättet vorbereiteten auflagefesten Untergrund die Gitterplatten so miteinander verhakt aufgelegt sind, dass sie lediglich mit den relativ kleinflächigen topfförmigen Böden ihrer Zellen-Unterteile auf dem Untergrund aufstehen, während zwischen den nur über obere bogen- oder brückenförmige Verbindungswände miteinander zusammenhängende Zellen und dem Untergrund ein offener netzförmiger Hohlraum vorhanden ist. Das Füll- oder Tretmaterial, z. B. eine Sand-Hobelspäne-Mischung, ist dabei so auf den Gitterplatten ein- und aufgebracht, dass es die nach oben offenen Zellen der Gitterplatten ausfüllt und einige cm über die Oberkante der Trittwände reicht, ohne jedoch in die unteren netzförmigen Zwischenräume zwischen den Zellenwänden und dem Untergrund einzudringen.

Schließlich ist erfindungsgemäß auch ein Austausch der Füll- und Tretschicht leicht mög- lieh. Es muß nur die obere Tretschicht abgeschoben, dann die Gitterplatten einzeln oder in kleinen Gruppen vom Boden ab- und aufgehoben werden und das darauf und darin befindliche Füll-Material der alten Schüttung ausgeschüttet werden. Nach erneutem Auflegen bzw. Verlegen der entleerten oder neuer Gitterplatten, wobei vorhergehend eventuell der Boden noch herzurichten ist, ist das neue Füll- und Tretschicht-Material einfach aufzubrin- gen.

Zusammenfassend sind als Vorteile der erfindungsgemäßen Verlegegitterplatte u. a. anzusehen:

- Schonung von Sehnen und Gelenken der Tiere, - Vermeidung oder zumindest erhebliche Reduzierung von Wasserspeicherungszusätzen im Trittbelag von Bewegungsflächen,

- geeignet für alle einschlägigen Belastungen von Kleinst-Pferden bis zu großen Kaltblütern und Mehr-Spannern, Springreitern, Dressur, Kutschbetrieb,

- Federung und Elastizität ist der reversiblen Dämpfungseigenschaft des gewachsenen Bo- dens nachempfunden,

- robuste Verbindung der Gitterplatten-Module untereinander durch Verwendung als Ver- hackungssystem des bewährten Purus-Ecoraster-Systems (siehe Ecoraster-Gitterplatten der Fa. Purus Arzberg),

- Auswahl von robustem und dauerelastischem Material zur Sicherung einer hohen Le- bensdauer, - geringer Aufwand bei kurzzeitiger Nutzung, z. B. Turnier- und Eventbereich, oder bei Erneuerung des Trittbelags, da Gitter samt Füllmaterial abheb- und entfernbar,

- flächig zu verlegendes System für Pferde-Bewegungsflächen, mit Schnellfixierung,

- Speichervermögen für Wasser und Feuchtigkeit zur Minimierung der Bewässerung, - Vermeidung von Überwässerung (Pfützen- und Lachenbildung) durch große untere Hohlräume,

- Elastizität in der Fläche durch Doppelwandung mit Verbindungsbögen, vornehmlich um das Ausdehnungs- und Schrumpfungsverhalten des Produktwerkstoffes zu kompensieren,

- Dämpfungseigenschaften und Schwingungskompensation in Belastungsrichtung.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 : eine Perspektivansicht einer Verlegegitterplatte in erster Ausführung, Fig. 2: eine Perspektivansicht einer Verlegegitterplatte in zweiter Ausführung, Fig. 3: eine Draufsicht auf die Verlegegitterplatte nach Fig. 2,

Fig. 4: einen Schnitt IV-IV aus Fig. 3, den Aufbau einer Verlegegitterplatte veranschaulichend,

Fig. 5: eine schematische Darstellung dreier Deformationsphasen des gestuften Unterteils einer Zelle,

Fig. 6: eine Perspektivansicht einer Zelle mit teilweisem Vertikalschnitt, Fig. 7: eine schematische Ansicht eines Koppelhackens, Fig. 8: eine Perspektivansicht einer Koppelöffnung von Innen, Fig. 9: einen Axialschnitt durch eine Koppelung zweier Gitterplatten, und Fig. 10: eine schematische Schnittansicht einer Huftier-Tretschicht.

Die in Fig. 1 dargestellte Verlegegitterplatte besteht aus vier Viererreihen wabenförmig zueinander versetzt angrenzender Zellen 2, wobei jedoch hier die Koppelelemente, welche aus einem Koppelhaken und entsprechender Koppelöffnung in einer der Wabenwände be- steht, hier nicht ausreichend klar zur Kenntnis nehmbar sind, so dass diese erst nachfolgend im Zusammenhang mit einer weiteren Ausführungsform näher beschrieben werden. Es ist aber gut erkennbar, dass die Zellen 2 jeweils aus einem wabenförmigen Oberteil 3 sowie einem zylindrischen Unterteil 8 besteht. Das wabenförmige Oberteil, das hier in einer bevorzugten Ausführung als Sechseck-Wabe dargestellt ist, besitzt sechs vertikale Waben- wände 4, die in den jeweiligen Ecken bis auf schlitzartige vertikale Durchbrüche 5 benachbart sind, also schmale Schlitze, die einerseits zum Durchlassen von Wasser und andererseits zum Zurückhalten von Füllmaterial dienen. An der Oberseite der Wabenwände 4 sind jeweils mehrere Antirutsch-Nnoppen 6 zu erkennen, die dazu dienen, dass einerseits bei direktem Kontakt mit den Tier-Hufen diese nicht haltlos abrutschen und andererseits die Tretschicht, die bis mehrere Zentimeter darüber aufgeschüttet ist, nicht zu leicht verrutscht beziehungsweise beim Betreten durch die Huftiere verschoben wird.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, besteht in weiterer Ausführungsform eine Gitterplatte 10 aus fünf Dreierreihen wabenförmig zueinander versetzt angrenzenden Zellen, wobei die jeweils äußere Dreierreihe eine senkrechte gerade lineare Wandausrichtung besitzt, so dass die äu- ßere Wabenreihen jeweils Fünfeckwaben 11 bilden, während die inneren drei Dreierreihen Sechseck- Waben 12 aufweisen. In diesem Ausführungsbeispiel sind auch die Koppelelemente 13. 14 besser erkennbar, wobei ersichtlich ist, dass an sich gegenüberliegenden Wabenwänden des Oberteiles 3 der Zellen die jeweils korrespondierenden Koppelelemente vorgesehen sind. So ist auf den äußeren Seiten mit in gerader linearer Ausrichtung zuein- ander stehenden Wandungen der entsprechenden drei Zellen einseitig mittig eine Kop- pelausnehmung 13 vorhanden, während auf der anderen gegenüberliegenden geraden Seite mittig ein Koppelhacken 14 vorgesehen ist. An der senkrecht dazu verlaufenden wabenförmigen Zellen-Zickzacklinie ist jeweils an dem vorragenden Wandelement jeder zweiten Dreierreihe eine Koppelausnehmung 13 vorgesehen, während an der gegenüberliegenden Zick-Zack-Seite jeweils an den weiter innen liegenden Wandteilen der gleichen Dreierreihen ein Koppelhacken 14 vorgesehen ist. An den Oberseiten der Wabenwände 4 sind hier Anti-Rutsch-Trittwände 15 zu erkennen, die mit ein oder zwei bogenförmigen Aussparungen 16 versehen sind. Auch ist zu erkennen, dass jeweils die äußeren Wabenwände nur eine relativ glatte Wand besitzen, während die Innenwände, deren Beschaffenheit noch im Zusammenhang mit z. B. Fig. 4 und 6 näher beschrieben wird, zwei parallel zueinander längs mittig sich erstreckende niedrige Trittwände 15 vorgesehen sind.

Fig. 3 zeigt die gleiche Gitterplatte 10 wie Fig. 2, wobei hier die Sechseck-Wabenform der Oberteile der Zellen sowie deren drei mal fiinfer Anordnung, beziehungsweise die fünf Dreierreihen, sowie die Anordnung der Koppelausnehmungen 13 und der Koppelhacken 14 genauer ersichtlich sind.

In Fig. 4 ist eine innere Zelle 2 in axialem Schnitt dargestellt, die zwischen zwei benachbarten Zellen 2' und 2", an der Oberseite mit diesen verbunden, angeordnet ist. Dabei fällt auf, wie die jeweils unmittelbar benachbarten Wabenwände 4, 4' der Oberteile 3, geringfü- gig konisch nach außen und gleichzeitig sich nach oben hin zueinander annähernd ausgebildet sind, dabei auf Abstand zueinander stehend. An den oberen Enden sind sie dabei über eine horizontale, im weitesten Sinne bogenförmige Verbindungswand 18 in Art einer Brücke miteinander einstückig fest verbunden, wodurch zwischen den Wabenwänden und dadurch zwischen den Zellen selbst, ein nach unten sich erweiternder Hohlraum 19 vor- handen ist. An der Oberseite der Wabenwände, beziehungsweise der bogenförmigen Verbindungswand 18 sind jeweils zwei zueinander parallele Trittwände 15 vorhanden.

Aus dieser Fig. 4 ist des Weiteren zu entnehmen, wie der zylindrische Unterteil 8 ausgestaltet ist. Dieser weist nämlich eine topfförmig gestufte Ausbildung auf und besteht aus zwei Zylindern 20 und 21 unterschiedlichen Durchmessers, die durch eine im Wesentli- chen horizontal ausgerichtete S -Membran 22 in Art eines Filmscharniers miteinander einstückig verbunden sind. Die drei wesentlichen Teile des Unterteils, nämlich der topf- förmige untere Boden-Zylinder 21, der offene obere Ring-Zylinder 20 und die S-Membran 22 sind dabei so dimensioniert, dass unter Belastung der untere, einen geringeren Durchmesser besitzende Boden-Zylinder 21 und der obere Ring-Zylinder elastisch ineinander schiebbar sind, wie auch im Weiteren in Zusammenhang mit Fig. 5 ausgeführt wird.

In Fig. 5 ist dargestellt, wie der gestufte Unterteil 8 einer Zelle in verschiedenen axialen Beanspruchungsphasen oder Beanspruchungsstärken reagiert und welche Positionen die beiden Zylinderteile des Unterteiles einnehmen. So ist in der rechten Darstellung eine Ruhephase oder eine Phase mit nur sehr geringer Beanspruchung erkennbar, wobei die beiden Zylinder 20, 21 im Wesentlichen in axialer Aufeinanderfolge übereinander ausgerichtet angeordnet sind.

In der mittigen Darstellung ist unter Einwirkung einer axialen Kraft Fl eine Verschiebung des oberen Ring-Zylinders 20 nach unten erfolgt, wobei die S -Membran 22 nach unten gebogen wurde.

Schließlich zeigt die linke Darstellung, wie unter einer ersichtlich größeren Kraft F2 der obere Ring-Zylinder so weit axial nach unten gedrückt wurde, dass er mit seinem unteren Ende in gleicher Höhe mit dem Boden 23 des Boden-Zylinders 21 zu stehen kommt, sich ebenfalls auf dem nicht dargestellten Untergrund abstützend. Dabei befindet sich der obere Ring-Zylinder durch die Membran 22 elastisch und koaxial außen über den Boden-Zylinder gedrückt gehalten. Wenn nun die jeweiligen Krafteinwirkungen der linken oder mittigen Darstellung aufhören, dann nimmt der Unterteil 8 erneut die Position aus der rechten Dar- Stellung ein, also der Ring-Zylinder 20 wird durch die elastische Membran 22 wieder in seine ursprüngliche Position hochgeschoben.

Fig. 6 zeigt eine Verbindung der Zellen über deren Wabenwände wie Fig. 4 und zwar in perspektivischer Darstellung mit teilweisem Schnitt. Es ist zu erkennen, wie eine Zelle 2, in Folge von unten nach oben betrachtet, aus dem Boden-Zylinder 21 mit seinem horizon- talen Boden 3, der S-Membran22, dem Ring-Zylinder 20, den Wabenwänden 4 und den Verbindungswänden 18 bestehen, die sie mit den Wabenwänden 4' der jeweils benachbarten Zellen auf zumindest geringem Abstand und elastisch verbinden. Diese Elastizität wird auch dadurch klar erkennbar, dass die schlitzförmigen Durchbrüche 5 zwischen den Wabenwänden 4, 4' an den Verbindungswänden 18 weitergeführt sind. Dadurch sind U- Bogen-förmig ausgebildete Doppel-Wände vorhanden, die jeweils durch einen durchgehenden Schlitz-Durchbruch 5 voneinander getrennt sind. Diese U-Doppelwände sind individuell verformbar, sowohl durch Krafteinwirkungen, indem sie z. B. elastisch aus ihrer vertikalsymmetrischen Position z. B. nach außen oder innen kippend gedrückt werden kön- nen. Sie können aber auch bei üblichen, oft sehr erheblichen Ausdehnungs- oder Schrump- fungserscheinungen der gesamten Gitterplatten unter Temperatureinflüssen horizontal gestreckt oder zusammengedrückt werden, so dass diese Ausdehnungen oder Schrumpfungen unter Wärme- oder Kälteeinflüssen optimal aufgenommen beziehungsweise kompensiert werden können. Übliche Buckel-Verwerfungen oder Risse der oder zwischen den zu größeren Flächen verlegten Gitterplatten sind nunmehr auch ohne besondre zusätzliche Vorkehrungen oder Einfügung besonderer Kompensations-Zwischenelemente sicher ausgeschlossen.

In Fig. 7 ist ein Koppelhacken 14 dargestellt, der an der unteren Zone einer äußeren Wa- benwand 4 nach außen ragend vorgesehen ist. Dieser besitzt einen Längsarm 25, an dessen Ende ein Querarm 26 angeordnet ist, der hakenförmig nach oben und an seinem oberen Ende nach innen ragend ausgebildet ist, dabei eine Rastnase 27 bildet.

Fig. 8 wiederum zeigt eine Koppelausnehmung 13, die aus einer größeren unteren Ausnehmung 28 besteht, die in dem Mantel des Ring-Zylinders 20 eingebracht ist. Sie ist in der Wabenwand 4 unterseitig in Form einer kleinen schlitzförmigen Ausnehmung 29 verlängert, in die beim Koppeln der Längsarm 25 von unten eingeschoben wird. Die Wand 4 besitzt innen, unmittelbar oberhalb der Ausnehmung 29 eine Raststufe 30 über der die Nase 27 des Koppelhackens 14 einschnappt, wenn die Koppelung stattfindet, wie auch im Zusammenhang mit Fig. 9 kurz beschrieben wird.

In Fig. 9 ist nun eine bereits erfolgte Koppelung zweier benachbarter Gitterplatten über entsprechende äußere Zellen 2 und 2' dargestellt. Es ist auch hier zu erkennen, wie in der äußeren linken Wandung der rechten Zelle 2 die Koppelausnehmung 13 vorgesehen sind und zwar im Ring-Zylinder 20 die große Ausnehmung 28 und in der unteren Zone der Wabenwand 4 die kleine U-förmige Ausnehmung 29. Zudem ist zu sehen, wie die Raststufe 30 an die Wabenwand 4 eine nach innen ragende Einrast-Stelle bildet. Dabei ist an der

Wabenwand 4' der linken Zelle 2' der Koppelhacken 14 vorgesehen, der am unteren Ende der Wabenwand 4' über seinen Längsarm 25 so angebracht ist und durch die kleine Aus- nehmung 29 so hindurchragt, dass der Querarm 26 die Wand 4 hintergreift und seine Rastnase 27 in die Raststufe 30 von oben her eingreift.

Schließlich zeigt Fig. 10 den Aufbau einer Bewegungsfläche für Tiere, insbesondere für Huftiere, die aus einem entsprechend geglättet vorbereiteten Untergrund (Boden) 32 be- steht, auf den die erfindungsgemäßen, vorbeschriebenen Gitterplatten 1 10 miteinander verhackt aufgelegt sind und zwar so, dass sie lediglich mit den topfförmigen Böden 23 ihrer Zellen 2 auf dem Untergrund 32flach aufstehen. Dabei ist zu erkennen, dass zwischen den Zellen 2 der Gitterplatten die offenen Hohlräume 19 vorhanden sind. Diese (unteren) Hohlräume befinden sich rund um jede Zelle und sind miteinander offen verbunden, so dass ein netzartig verzweigtes Hohlraum-System vorhanden ist. Ein Abfließen von aus der Tretschicht in die Zellen absickerndem und dann aus dem Inneren der Zellen über die Durchbrüche 5 durchtretendes Wasser kann somit in großer Menge und leicht erfolgen. Oberhalb und innerhalb der Zellen befindet sich Füll- oder Tretmaterial 33 eingefüllt bzw. aufgeschüttet, wobei die oberhalb der Tretwände 15 befindliche Schichtdicke 34 einen bis mehrere Zentimeter beträgt.

Bezugszeichenliste

1. (Verlege-) Gitterplatten, erste Ausführung 29. Kleine Ausnehmung

2. Zelle 30. Raststufe 3. Oberteil, wabenförmig 31. —

4. Wabenwände 32. Boden, Untergrund

5. Durchbruch, schlitzförmig 33. Füll- oder Tretmaterial

6. Antirutsch-Noppen 34. Schichtdicke

7. — 8. Unterteil, zylindrisch,

9. —

10. Gitterplatte, zweite Ausführung

11. Fünfeck- Wabe

12. Sechseck-Wabe 13. Koppelausnehmung

14. Koppelhacken

15. Antirutsch-Trittwände

16. Aussparung, bogenförmig 17.— 18. Verbindungswand (Brücke)

19. Hohlraum

20. (Ring-) Zylinder

21. (Boden-) Zylinder

22. S-Membran, Stufe 23. Boden

24.—

25. Längsarm

26. Querarm

27. Nase 28. Große Ausnehmung