RÖSLER, Peter (Ifenweg 3, Wangen, 88239, DE)
Patentansprüche
1. Längenveränderbares Rastband für Kopfbedeckungen und dergleichen, bestehend aus einem Gurtband mit einem daran befestigten Zahnband (3), das im
Verzahnungseingriff mit einer am anderen Gurtband befestigten Rastvorrichtung (4) ist, an dem ein Betätigungsglied angeordnet ist, bei dessen Betätigung der Verzahnungseingriff mit der Verzahnung des Zahnbandes lösbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastband für eine Einhandbedienung mit den Fingern einer Hand dadurch ausgebildet ist, dass die Rastvorrichtung (4), die an dem einen Gurtband (2) befestigt ist, federbelastet einseitig schwenkbar ausgebildet ist und am freien federnden Ende ein Zahnkamm (9) angeordnet ist, welcher der Verzahnung (17) des Zahnbandes (3) gegenüberliegt und mit diesem wahlweise in Eingriff oder außer Eingriff bringbar ist.
2. Rastband nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung (4) aus einer oberen Betätigungsplatte (8) besteht, an die seitliche vordere und hintere Verbindungswände (7) werkstoffeinstückig angeschlossen sind, die in eine Fußplatte (8) übergehen und dass am vorderen schwenkbaren Teil der Rastvorrichtung (4) an der Unterseite der Fußplatte (8) der Zahnkamm (9) mit einer Anzahl von Rastzähnen (21 ) angeordnet ist.
3. Rastband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung (4) um eine horizontale Schwenkachse (33) dadurch federnd verschwenkbar ausgebildet ist, dass im Bereich der Fußplatte (8) nach vorne gerichtet, offene Schlitze (10, 11 ) vorhanden sind, welche die Fußplatte (8) von seitlich daran anschließenden Seitenwänden (12) abtrennen.
4. Rastband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Bereich der Fußplatte (8) elastisch biegbar mit den Seitenwänden (12) verbunden ist, während der vordere Bereich durch die nach vorne geöffneten Schlitze (10, 11 ) abgetrennt ist, so dass der gesamte innere Bereich der Rastvorrichtung mit der Betätigungsplatte (6), den Verbindungswänden (7) und der Fußplatte 8 um die Schwenkachse (33) federbelastet verschwenkbar ausgebildet ist.
5. Rastband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastzähne (17) des Zahnbandes (3) eine Zahnschräge (22) aufweisen, die im Winkel (23) zur Horizontalen geneigt ist und dass die Rastzähne (21 ) am Zahnkamm (9) der Rastvorrichtung (4) in gleicher Richtung ausgerichtet sind.
6. Rastband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsplatte (6) der Rastvorrichtung (4) als einarmiger Hebel mit zwei voneinander beabstandet angeordneten Handhaben (30, 31 ) ausgebildet ist.
7. Rastband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Handhabe als Plattenfläche (30) ausgebildet ist, und dass bei Druck auf die Plattenfläche (30) der vordere Teil und damit die vordere Seitenwand (7) mit dem Zahnkamm (9) nach oben verschwenkt und den Zahnkamm (9) außer Eingriff mit dem Zahnband (3) bringt.
8. Rastband nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die andere Handhabe (31 ) als kurzer Untergriff an der Vorderseite der Betätigungsplatte (6) ausgebildet ist, die etwa vertikal oberhalb des Zahnkammes (9) angeordnet ist.
9. Rastband nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Ende des Zahnbandes (3) eine weitere Handhabe (5) angeordnet ist, die als Gegenlager für den Finger der einen Hand ausgebildet ist, während die Finger der gleichen Hand wahlweise an den anderen Handhaben (30 oder 31 ) der Rastvorrichtung (4) anlegbar sind. |
Längenveränderbares Rastband für Kopfbedeckungen
Gegenstand der Erfindung ist ein längenveränderbares Rastband für Kopfbedeckungen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Mit dem Gegenstand der DE 20 2005 013 696 U1 ist ein Rastverschluss bei Gurtbändern bekannt geworden, der auch für Gurtbänder von Kopfbedeckungen geeignet ist. Deshalb betrifft die vorliegende Erfindung sämtliche Kopfbedeckungen, die geeignet sind, mit einem längenverstellbaren Rastband versehen zu werden, wie z. B. Arbeitsschutzhelme, Fahrradhelme, leichte Industriestoßschutzkappen und dergleichen mehr.
Beim Gegenstand der DE 20 2005 013 696 111 weist das Zahnband stirnseitige, d.h. an der Schmalseite angeordnete Verzahnungen auf. Der demgegenüber mit dem Zahnband in Eingriff bringbare Verschlussschieber hat deshalb auch seitliche Zahnkämme oder Eingriffsklinken, die geeignet sind, mit der schräg angeordneten Verzahnung des Zahnbandes in Eingriff gebracht zu werden. Nachteil eines solchen bekannten Rastverschlusses mit einem Zahnband und einem Verschlussschieber ist der relativ hohe Aufwand bei der Herstellung dieser beiden Teile gegeben. Es muss nämlich der Verschlussschieber mit einem eigenen Gurtband verbunden werden, ebenso wie die Zahnstange, die dem Verschlussschieber gegenüberliegt und mit diesem in Eingriff bringbar ist.
Weiterer Nachteil ist, dass zum Verschließen des Rastbandes zwei Hände gebraucht werden, weil mit der einen Hand die Zahnstange festgehalten werden muss, während mit den beiden Fingern der anderen Hand die beiden einander gegenüberliegenden Verschlussklinken am Verschlussschieber betätigt werden müssen.
Damit besteht ein erhöhter Handhabungsaufwand. Deshalb ist eine solche Anordnung auch nicht geeignet, im Verschlusszustand lediglich mit den Fingern einer Hand in eine erweiterte öffnungsstellung oder eine den Gurtabstand der
beiden Gurte verminderte Schließstellung gebracht zu werden. Es werden dazu immer zwei Hände benötigt.
Eine solche Anordnung ist zwar gut für einen Rastverschluss an einem Gurtband geeignet, das unter dem Kinn einer Person befestigt werden soll. Soll jedoch ein solcher Rastverschluss für den Hinterkopfbereich eines Schutzhelmes verwendet werden, ist es schwierig, die beiden Hände über Kopf in den Hinterkopfbereich zu bringen, um den Rastverschluss beidhändig zu betätigen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Rastverschluss der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass er an einem Helm im Hinterkopfbereich zur Einhandbedienung geeignet ist.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des Anspruches 1 gekennzeichnet.
Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, dass die Rastvorrichtung, die an dem einen Gurtband befestigt ist, einseitig schwenkbar federbelastet ausgebildet ist und am freien federnden Ende ein Zahnkamm angeordnet ist, welcher der Verzahnung des gegenüberliegenden Zahnbandes gegenüberliegt und mit diesem wahlweise in Eingriff oder außer Eingriff bringbar ist.
Durch die einseitig federnde Ausbildung der Rastvorrichtung wird der wesentliche Vorteil erreicht, dass die Rastvorrichtung lediglich mit einem Finger einer Hand in eine Offenstellung oder in eine Schließstellung bringbar ist und stets federbelastet in die Schließstellung zurückfedert.
Die Schließstellung ist hierdurch gekennzeichnet, dass der am freien federnden Teil der Rastvorrichtung angeordnete Zahnkamm in Verzahnungseingriff mit den zugeordneten Zähnen des Zahnbandes bringbar ist.
Wird hingegen auf eine obere Betätigungsplatte gedrückt, dann wirkt diese Betätigungsplatte als einarmiger Hebel, und die gesamte Rastvorrichtung schwenkt um eine horizontale Schwenkachse, die parallel zur Ebene des
Zahnbandes und der Gurtbandes ist, um diese Achse herum und bringt so den Zahnkamm außer Eingriff.
Damit ist es erstmals möglich, eine Einhandbedienung für eine Rastvorrichtung vorzusehen, was bisher nicht möglich war.
Zur Erreichung des Federvermögens der Rastvorrichtung ist es hierbei vorgesehen, dass die Betätigungsplatte über vertikale Verbindungswände in eine Fußplatte übergeht und dass im Bereich der Fußplatte sich in Längsrichtung erstreckende Schlitze angeordnet sind, welche querschnittsschwächende Ausnehmungen in Richtung zu den Seitenwänden der Rastvorrichtung ausbilden.
Die Seitenwände sind hierbei über entsprechende Führungsansätze stets in Führungseingriff mit dem Zahnband, während die Schlitze die Seitenwände von dem Betätigungsglied abgrenzen, so dass dieses Betätigungsglied - bestehend aus der Betätigungsplatte, den Verbindungswänden und der Fußplatte - federnd zu den Seitenwänden ausgebildet ist.
Hierbei wird es bevorzugt, wenn die gesamte Anordnung aus einem werkstoffeinstückigen Kunststoff gespritzt ist, weil hierdurch Herstellungskosten eingespart werden.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die gesamte Rastvorrichtung werkstoffeinstückig aus dem gleichen Kunststoffmaterial wie das daran ansetzende Gurtband ausgebildet ist, so dass das Gurtband und die Rastvorrichtung ein einziges Kunststoffspritzgussteil bilden.
Selbstverständlich kann es vorgesehen werden, einen Mehrkomponenten- Kunststoff zu verwenden, der beispielsweise dem Gurtband eine andere Flexibilität verleiht als die Flexibilität der an dem Gurtband werkstoffeinstückig ansetzenden Rastvorrichtung.
In gleicher Weise wird es in einer anderen Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass auch das Zahnband werkstoffeinstückig mit dem dort daran
ansetzenden Gurtband ausgebildet ist. Es handelt sich wiederum um ein im Kunststoffspritzgussverfahren hergestelltes Teil, so dass das Gurtband und das Zahnband aus einem werkstoffeinstückigen Kunststoff bestehen. Auch hier kann es vorgesehen werden, die Verzahnung im Bereich des Zahnbandes aus einem anderen (z. B. härteren) Kunststoff auszubilden, als das übrige Material des Gurtbandes, an dem das Zahnband werkstoffeinstückig ansetzt.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist im übrigen vorgesehen, dass die Zahnschrägen der Zähne des Zahnbandes im Winkel zur Vertikalen geneigt sind und die Zähne des Zahnkammes der Rastvorrichtung eine gleiche Neigung aufweisen.
Dies führt dazu, dass bei Zugeinwirkung sich die Zähne des Zahnbandes aufstellen und sich zugverstärkend und verstärkt lastübertragend in die Zahnzwischenräume des Zahnkammes an der Rastvorrichtung eingraben, so dass damit eine hohe Zugkraft auf die beiden einander gegenüberliegenden Gurtbänder übertragen werden kann, ohne dass die Rastvorrichtung sich öffnet.
Bei Zugeinwirkung auf die beiden Gurtbänder, die im Sinne einer Aufreißbewegung wirkt, verfestigt sich somit der Rasteingriff an der Rastvorrichtung zwischen dem Zahnkamm der Rastvorrichtung und dem Zahnband.
Die Erfindung sieht in einer bevorzugten Ausgestaltung zwei Betätigungsmöglichkeiten für die Rastvorrichtung vor. Hierbei ist wesentlich, dass an der Betätigungsplatte der Rastvorrichtung zwei unterschiedliche Handhaben angeordnet sind. Die eine Handhabe besteht aus einem kleinen Führungsansatz, der im Bereich des schwenkbaren Teils der Rastvorrichtung angeordnet ist und etwa (oberhalb) über dem Zahnkamm der Rastvorrichtung ausgebildet ist. Bei Angriff und Zug an dieser klein ausgebildeten Handhabe kann somit die gesamte Rastvorrichtung mit samt der Betätigungsplatte nach oben geschwenkt werden, um so den Zahnkamm außer Eingriff mit dem gegenüberliegenden Zahnband zu bringen. Diese Handhabe bildet einen relativ langen Hebelarm zur horizontalen Schwenkachse.
Als zweite Betätigungsmaßnahme ist es vorgesehen, den Hebelarm an der Betätigungsplatte auszunutzen und hierbei auf die der vorgenannten Handhabe gegenüberliegende Fläche der Betätigungsplatte zu drücken, wodurch wiederum eine Schwenkbewegung um eine horizontale Achse stattfindet und die Rastvorrichtung um diese horizontale Achse nach oben verschwenkt und wiederum der Zahnkamm der Rastvorrichtung außer Eingriff mit dem Zahnband gebracht wird. Diese größere Plattenfläche an der Betätigungsplatte wirkt als Hebel, denn diese Plattenfläche ist jenseits der Schwenkachse der Rastvorrichtung angeordnet und bei Druck auf diese Plattenfläche wird wiederum unter Ausnutzung von Hebelkraft eine federbelastete Schwenkbewegung um die horizontale Schwenkachse erzielt und hierbei wiederum der Zahnkamm wiederum außer Eingriff mit den Zähnen des Zahnbandes gebracht wird.
Damit ergeben sich wesentliche Vorteile bei der Bedienung eines solchen Rastverschlusses im Hinterkopfbereich eines Helmes, einer Schirmmütze oder eines leichten Stoßschutzhelmes.
Es wird hierbei stets vorausgesetzt, dass die einander zugeordneten Gurtbänder im Schließzustand sind, d. h. dass das Zahnband sich bereits schon im
Zahneingriff mit der Rastvorrichtung am gegenüberliegenden Gurtband befindet.
Es geht nur noch jetzt darum, die Länge zwischen den Gurtbändern zu verändern.
Hierzu dient die erfindungsgemäße Einhandbedienung, weil es ausreicht, mit dem
Finger einer Hand auf die Betätigungsplatte der Rastvorhchtung zu drücken, um die Rastvorrichtung federbelastet außer Eingriff und wahlweise auch in Eingriff mit dem gegenüberliegenden Zahnband zu bringen.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.
Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche
Ausbildung, werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
Es zeigen:
Figur 1 : Draufsicht auf einen Rastverschluss nach der Erfindung
Figur 2: Schnitt gemäß der Linie Ill-Ill in Figur 1
Figur 3: ein Halbschnitt nach Figur 1 gemäß der Linie Ill-Ill in Perspektivischer Darstellung
Figur 4: ein vergrößerter Schnitt durch die Rastvorrichtung
Figur 5: Seitenschnitt durch die Rastvorrichtung nach Figur 4
Figur 6: Bedienung des Rastverschlusses beim einhändigen Zusammenschieben der Rastvorrichtung
Figur 7: Bedienung der Rastvorrichtung beim einhändigen Lösen der Rastvorrichtung im Sinne einer Lösebewegung
Figur 8: einhändige lösende Rastvorrichtung über die Vorderseite der Betätigungsplatte
In Figur 1 sind zwei einander gegenüberliegende Gurtbänder 1 , 2 dargestellt, wobei das Gurtband 1 werkstoffeinstückig mit einem Zahnband 3 verbunden ist, welches Rastzähne 17 aufweist.
Am vorderen Ende des Zahnbandes 3 ist ein eine Einführschräge aufweisender Anschlag 18 ausgebildet.
Das gegenüberliegende Gurtband 2 ist werkstoffeinstückig mit einer Rastvorrichtung 4 verbunden, die aus einer oberen Betätigungsplatte 6 besteht, an die seitliche vordere und hintere Verbindungswände 7 werkstoffeinstückig angeschlossen sind. Diese Verbindungswände 7 gehen in eine Fußplatte 8 über und am vorderen schwenkbaren Teil der Rastvorrichtung 4 ist an der Unterseite der Fußplatte 8 ein Zahnkamm 9 mit einer Anzahl von Rastzähnen 21 (siehe Figur 4) angeordnet.
Hierbei ist von Vorteil, dass die einander gegenüberliegenden Zähne 17, 21 von Zahnkamm 9 und dem Zahnband nicht jeweils an den Stirnseiten angeordnet sind, sondern an den Breitseiten, sodass sich sehr lange Zahnflanken ausbilden, die hoch-lastübertragend in Eingriff sind.
Wichtig ist, dass die Rastvorrichtung 4 um eine Schwenkachse 33 federnd verschwenkbar ist. Zu diesem Zweck zeigt die Figur 1 , dass im Bereich der Fußplatte 8 nach vorne gerichtet, offene Schlitze 10, 11 vorhanden sind, welche die Fußplatte 8 von seitlich daran anschließenden Seitenwänden 12 abtrennen. Auf diese Weise ist der hintere Bereich der Fußplatte 8 elastisch biegbar mit den Seitenwänden 12 verbunden, während der vordere Bereich durch die nach vorne geöffneten Schlitze 10, 11 abgetrennt ist, so dass der gesamte innere Bereich der Rastvorrichtung mit der Betätigungsplatte 6, den Verbindungswänden 7 und der Fußplatte 8 um die genannte Schwenkachse 33 federbelastet verschwenkbar ausgebildet ist.
Jede Seitenwand 12 setzt sich nach vorne und hinten durch Führungsansätze 13 fort, welche einen Teil des Zahnbandes 3 übergreifen und so eine erweiterte Längsführung bilden.
Im Halbschnitt nach Figur 3 sind weitere Einzelheiten zu erkennen.
Es ist erkennbar, dass in Pfeilrichtung 14 zwischen der Oberfläche des Gurtbandes 2 und der Fußplatte 8 eine Einführöffnung 15 für das Zahnband 3 gegeben ist. Dieses wird somit in Pfeilrichtung 14 - dem Anschlag 18 vorauslaufend - in diese Einführöffnung 15 eingesteckt.
Die Rastzähne 17 des Zahnbandes kommen dann in Verzahnungseingriff mit den zugeordneten Rastzähnen 21 des Zahnkammes 9 der Rastvorrichtung 4, und ferner übergreifen die Führungsansätze 13 vorne und hinten mindestens teilweise das Zahnband 3, so dass hierdurch eine reibungsarme Längsführung des Zahnbandes in der Rastvorrichtung 4 gewährleistet ist.
Ebenso ist aus Figur 3 erkennbar, dass jeweils eine Seitenwand 12 durch den Schlitz 10 abgeteilt ist, so dass der gesamte innere oder mittlere Teil der Rastvorrichtung 4 federbelastet schwenkbar ausgebildet ist.
Das Zahnband 3 weist eine Anzahl von Rastzähnen 17 auf und ist am hinteren Ende durch eine Handhabe 5 begrenzt, die als Fingergegenlager bei der Betätigung des Rastverschlusses dient.
Die Figuren 4 und 5 zeigen weitere Einzelheiten der Rastvorrichtung 4.
Hierbei ist erkennbar, dass die Rastzähne 17 des Zahnbandes 3 eine Zahnschräge 22 aufweisen, die im Winkel 23 zur Horizontalen geneigt ist. In gleicher Richtung sind auch die Rastzähne 21 am Zahnkamm 9 der Rastvorrichtung 4 ausgerichtet. Kommt nun bei festgehaltenem Gurtband 2 eine Kraft in Zugrichtung 24 auf das Zahnband 3, um die beiden Gurtbänder 1 , 2 voneinander zu lösen, dann stellen sich die Rastzähne 17 des Zahnbandes 3 in Pfeilrichtung 25 auf und somit wird der Verzahnungseingriff zwischen den Rastzähnen 17 und den zugeordneten Rastzähnen 21 des Zahnkammes 9 bei dieser Zugeinwirkung verstärkt.
Wenn im Gegensatz hierzu eine entsprechende Verschiebungskraft in Einführrichtung 26 auf die beiden Gurtbänder 1 , 2 wirkt, gleiten die Zähne 17, 21
glatt gegeneinander weg, und es ist dadurch eine besonders niedrige Einführkraft und Verschiebungskraft in Einführrichtung 26 gegeben.
Die Figur 4 zeigt auch, dass die Betätigungsplatte 6 als einarmiger Hebel ausgebildet ist, denn die zur Betätigung notwendige Plattenfläche 30 ist als einarmiger Hebel jenseits der Schwenkachse 33 angeordnet, um zu gewährleisten, dass bei Druck auf diese Plattenfläche 30 der vordere Teil der Betätigungsplatte 6 damit die vordere Seitenwand 7 mit dem Zahnkamm 9 in Pfeilrichtung 29 nach oben verschwenkt.
Die Handhabe 31 an der vorderen Seite der Betätigungsplatte 6 ist hingegen klein ausgebildet, weil sie unmittelbar gegenüberliegend dem verschwenkbaren Zahnkamm 9 angeordnet ist.
Die Figuren 6 bis 8 zeigen nun verschiedene Betätigungsarten für den erfindungsgemäßen Rastverschluss.
Hierbei wird stets vorausgesetzt, dass sich das Zahnband 3 im Verzahnungseingriff mit dem Gurtband 2 befindet, wobei die minimale Stellung der beiden Gurtbänder durch den Anschlag 19 am Zahnband 3 begrenzt ist.
Aus Fertigungsgründen ist hierbei vorgesehen, dass im Bereich des Gurtbandes 2 eine Freistellung 20 vorhanden ist, aus dem heraus die gesamte Rastvorrichtung 4 nach oben heraus werkstoffeinstückig in einem entsprechenden Spritzgusswerkzeug geformt ist.
In Figur 6 ist dargestellt, wie mit zwei Fingern 27, 28 einer Hand eine Längenveränderung im Sinne einer Verkürzung der Gurtbänder 1 , 2 stattfindet. Zu diesem Zweck wird mit dem einen Finger 27 an der Handhabe 5 angefasst, während mit dem gegenüberliegenden Finger 28 an der Handhabe 31 angefasst wird und somit die Rastvorrichtung 4 in Pfeilrichtung 29 federbelastet nach oben verschwenkt wird, um so den Zahnkamm 9 außer Eingriff mit der Verzahnung des Zahnbandes 3 zu bringen. Der Verschlussschieber kann dann in Pfeilrichtung 24
(Zugrichtung) gegen die Handhabe 5 verschoben werden. Damit wird der Abstand zwischen den Gurtbändern 1 und 2 verkleinert.
Soll hingegen der Abstand zwischen den Gurtbändern vergrößert werden, dann gilt der Bedienungsmodus nach Figur 7. Es wird wiederum mit einem Finger 27 an der anderen Seite der Handhabe 5 angegriffen, und der gegenüberliegende Finger 28 setzt nun auf der Plattenfläche 30 als vergrößerten Hebelarm auf, wodurch wiederum die gesamte Rastvorrichtung 4 um die Schwenkachse 33 federbelastet in Pfeilrichtung 29 nach oben verschwenkt wird. Es reicht also ein einfacher Fingerdruck auf die hebelartig ausgebildete Plattenfläche 30 in Pfeilrichtung 32, um die gesamte Anordnung in öffnungsstellung zu bringen, weil damit das Gurtband 1 in Pfeilrichtung 24 aus der Rastvorrichtung 4 herausgezogen wird und hierdurch der Abstand zwischen den Gurtbändern 1 , 2 vergrößert wird.
Die Figur 8 zeigt eine zweite Anwendungsmöglichkeit dergestalt, dass über Angriff an der Handhabe 31 ebenfalls ein Verschwenken der Rastvorrichtung 4 in Pfeilrichtung 29 gegeben ist und hierbei der Zahnkamm 9 außer Eingriff mit dem Zahnband 3 gebracht wird, wodurch wiederum eine öffnungsstellung erreicht wird, dass heißt eine Erweiterung zwischen den Gurtbändern 1 und 2.
Die Erweiterung der Kopfweite kann also entweder nach dem Bedienungsmodus nach Figur 7 oder 8 stattfinden.
Vorteil der gesamten Anordnung ist, dass man quasi blind die Rastvorrichtung 4 mit den Fingern einer Hand bedienen kann, ohne dass es notwendig ist, mit den Fingern der anderen Hand dagegen zu halten oder eine Zugkraft auszuüben.
Dies ist ein wesentlicher Vorteil, der ermöglicht, dass der gesamte Rastverschluss auch im Hinterkopfbereich oder nicht unter optischer Augenkontrolle stehenden Körperbereichen verwendet werden kann.
Wegen der leichten Bedienbarkeit des erfindungsgemäßen Rastverschlusses ist die Akzeptanz von Sicherheitshelmen und anderen Kopfbedeckungen wesentlich gesteigert, weil der Bedienungskomfort verbessert ist.
Zeichnungsleqende
1 Gurtband 18 Anschlag
2 Gurtband 19 Anschlag
3 Zahnband 20 Freistellung
4 Rastvorrichtung 21 Rastzahn (Zahnkamm 9)
5 Handhabe 25 22 Zahnschräge (17, 21 )
6 Betätigungsplatte 23 Winkel
7 Verbindungswand 24 Zugrichtung
8 Fußplatte 25 Pfeilrichtung
9 Zahnkamm 26 Einführrichtung
10 Schlitz 30 27 Finger
11 Schlitz 28 Finger
12 Seitenwand 29 Pfeilrichtung
13 Führungsansatz 30 Plattenfläche
14 Pfeilrichtung 31 Handhabe
15 Einführöffnung 35 32 Pfeil richtung
16 Austrittsöffnung 33 Schwenkachse
17 Rastzahn (Zahnband 3) 34 Bereich
