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Title:
LID SEPARATOR FOR SEPARATING LIDS, AND METHOD FOR SEPARATING LIDS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/099613
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a lid separator (1) for separating a plurality of lids (2), in particular metal lids (2) for closing tins. According to the invention, the plurality of lids (2) can be supplied via a feed unit (4) and a lid inlet (41) of a worm shaft (3, 31, 32, 33) of the lid separator (1) that can be rotated about an axis of rotation (D, D1, D2, D3), in the form of a lid flow (21), in such a way that the individual lids (2) of the lid flow (21) can be separated from one another by the worm shaft (3, 31, 32, 33) such that, in the operating state, two neighbouring lids (2) are arranged relative to one another on the worm shaft (3, 31, 32, 33) at a predefined distance (A) and with an intermediate space (Z). In this way, the lid separator (1) also comprises a treatment device (5, 501, 502) such that the lids (2) can be treated with a treatment medium (52) in a predefinable treatment region (51) of the worm shaft (3, 31, 32, 33), and can be discharged out of the lid separator (1) via a lid outlet (42) after the treatment. The invention also relates to a method for separating and treating a plurality of lids (2).

Inventors:
TRIEBEL, Thomas (Boletstrasse 10, 8166 Niederweningen, 8166, CH)
Application Number:
EP2017/060263
Publication Date:
June 07, 2018
Filing Date:
April 28, 2017
Export Citation:
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Assignee:
FERRUM AG (Industriestrasse 11, 5503 Schafisheim, 5503, CH)
International Classes:
B65B7/28; B65B55/24; B65G33/06; B65G33/26; B65G59/06; B65G59/10; B65G59/12; B65B31/04
Domestic Patent References:
WO2016091669A12016-06-16
Foreign References:
US20090178456A12009-07-16
JP2008297024A2008-12-11
EP3067279A22016-09-14
DE2519183A11976-11-11
US4666060A1987-05-19
EP0427348A11991-05-15
EP3067279A22016-09-14
Attorney, Agent or Firm:
IRSCH, Manfred (Intellectual Property Services GmbH, Langfeldstrasse 88, 8500 Frauenfeld, 8500, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Deckelsepanerer zum Vereinzeln einer Vielzahl von Deckeln (2),

insbesondere von metallischen Deckeln (2) zum Verschliessen von Konservendosen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl von

Deckeln (2) über eine Speiseeinheit (4) und einen Deckeleinlass (41 ) einer um eine Drehachse (D, D1 , D2, D3) rotierbaren Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) des Deckelseparierers derart in Form eines Deckelstroms (21 ) zuführbar ist, dass die einzelnen Deckel (2) des Deckelstroms (21 ) durch die Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) so voneinander separierbar sind, dass im Betriebszustand zwei benachbarte Deckel (2) an der

Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) in einem vorgebbaren Abstand (A) mit einem Zwischenraum (Z) zueinander angeordnet werden, und der Deckelsepanerer derart eine Behandlungseinrichtung (5, 501 , 502) umfasst, dass die Deckel (2) in einem vorgebbaren Behandlungsbereich (51 ) der Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) mit einem Behandlungsmedium (52) behandelt werden können und nach der Behandlung über einen Deckelauslass (42) aus dem Deckelseparierer ausgestossen werden können. 2. Deckelseparierer nach Anspruch 1 , wobei der Deckelseparierer eine um eine erste Drehachse (D1 ) drehbar angeordnete erste Schneckenwelle (31 ) und einen Führungskörper, insbesondere einen Führungszylinder (30), zur Führung der zwischen der ersten Schneckenwelle (31 ) und dem Führungszylinder (30) im Abstand (A) zueinander anordenbaren Vielzahl von Deckeln (2) umfasst.

3. Deckelseparierer nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zur Führung der an der Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) im Abstand (A) zueinander anordenbaren Vielzahl von Deckeln (2), am Deckelseparierer ein Führungselement (300), insbesondere eine Führungsstange oder eine Führungsschiene vorgesehen ist, das in einer sich zwischen der ersten Schneckenwelle (31 ) und einer um eine zweite Drehachse (D2) drehbar angeordneten zweiten Schneckenwelle (32) erstreckenden Ebene (E) und / oder in einer sich zwischen der ersten Schneckenwelle (31 ) und dem Führungskörper, insbesondere Führungszylinder (30) erstreckenden Ebene (E) angeordnet ist.

4. Deckelsepanerer nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zur Führung der an der Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) im Abstand (A) zueinander anordenbaren Vielzahl von Deckeln (2), eine um eine dritte Drehachse (D3) drehbar angeordnete dritte Schneckenwelle (33) vorgesehen ist.

5. Deckelsepanerer nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Behandlungseinrichtung (5, 501 , 502) derart als stationäre

Behandlungseinrichtung (501 ) am Deckelsepanerer vorgesehen und das Behandlungsmedium (52) so aus der Behandlungseinrichtung (5) ausbringbar ist, dass die Vielzahl von Deckeln (2) im

Behandlungsbereich (51 ) mittels des Behandlungsmediums (52) behandelbar ist.

6. Deckelseparierbar nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Behandlungseinrichtung (5, 501 , 502) derart als rotierbare

Behandlungseinrichtung (502) am Deckelsepanerer vorgesehen und das Behandlungsmedium (52) so aus der Behandlungseinrichtung (5) ausbringbar ist, dass die Vielzahl von Deckeln (2) im

Behandlungsbereich (51 ) mittels des Behandlungsmediums (52) behandelbar ist. 7. Deckelsepanerer nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Schneckenwelle (31 ), und / oder die zweite Schneckenwelle (32), und / oder die dritte Schneckenwelle (33), und / oder der

Führungskörper, insbesondere der Führungszylinder (30), und / oder das Führungselement (300) als Behandlungseinrichtung (5) ausgebildet ist.

Deckelseparierer nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Deckelseparierer mindestens zwei Behandlungseinrichtungen (5, 501 , 502), insbesondere zwei stationäre Behandlungseinrichtungen (501 ), und / oder zwei rotierbare Behandlungseinrichtungen (502), und / oder eine stationäre Behandlungseinrichtung (501 ) und eine rotierbare Behandlungseinrichtung (502) gleichzeitig umfasst, wobei die

mindestens zwei Behandlungseinrichtungen (5, 501 , 502) zwischen dem Deckeleinlass (41 ) und dem Deckelauslass (42) bevorzugt nacheinander in Serie zueinander angeordnet sind.

Deckelseparierer nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Behandlungsmedium (52) ein flüssiges und / oder gasförmiges

Behandlungsmedium (52), insbesondere ein Entkeimungsmittel wie beispielwiese Chlordioxid, ein Spülmittel, im Speziellen Wasser, oder ein Reinigungs- oder Trocknungsgas, insbesondere Luft oder ein

Behandlungsmedium (52) in Form eines elektromagnetischen

Strahlungsmediums, insbesondere Ultraviolettstrahlung, im Speziellen eine Pulsed-Light Strahlung ist und / oder wobei das flüssige

Behandlungsmedium (52) und / oder das gasförmige

Behandlungsmedium (52) unter einem vorgebbaren Behandlungsdruck in den Behandlungsbereich (51 ) einbringbar ist.

Deckelseparierer nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zum Entfernen eines Behandlungsrückstand (6) eine Abführeinrichtung (7), insbesondere ein Abfluss, bevorzugt ein mit einem Filter ausgestatteter Abfluss und / oder eine Abführeinrichtung (7) in Form einer

Absaugvorrichtung, bevorzugt eine mit einem Filter ausgestattete Absaugvorrichtung vorgesehen ist.

1 1 . Verfahren zum Vereinzeln einer Vielzahl von Deckeln (2) mittels eines Deckelseparierers (1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, insbesondere zum Vereinzeln von metallischen Deckeln (2) zum

Verschliessen von Konservendosen, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckelseparierer (1 ) eine Behandlungseinrichtung (5, 501 , 502) umfasst und die Vielzahl von Deckeln (2) über eine Speiseeinheit (4) und einen Deckeleinlass (41 ) einer um eine Drehachse (D, D1 , D2, D3) rotierenden Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) des Deckelseparierers (1 ) derart in Form eines Deckelstroms (21 ) zugeführt und die einzelnen Deckel (2) des Deckelstroms (21 ) durch die Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) so voneinander separiert werden, dass zwei benachbarte Deckel (2) an der Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) in einem vorgebbaren Abstand (A) mit einem Zwischenraum (Z) zueinander angeordnet werden, wobei die Deckel (2) mittels der Behandlungseinrichtung (5, 501 , 502) in einem vorgebbaren Behandlungsbereich (51 ) der Schneckenwelle (3, 31 , 32, 33) mit einem Behandlungsmedium (52) behandelt und nach der Behandlung über einen Deckelauslass (42) aus dem Deckelseparierer (1 ) wieder ausgestossen werden.

12. Verfahren nach Anspruch 1 1 , wobei ein Deckelseparierer (1 ) gleichzeitig umfassend mindestens zwei Behandlungseinrichtungen (5, 501 , 502), insbesondere mindestens zwei stationäre Behandlungseinrichtungen (501 ), und / oder zwei rotierbare Behandlungseinrichtungen (502), und / oder gleichzeitig umfassend eine stationäre Behandlungseinrichtung (501 ) und eine rotierbare Behandlungseinrichtung (502) verwendet wird, wobei die mindestens zwei Behandlungseinrichtungen (5, 501 , 502) zwischen dem Deckeleinlass (41 ) und dem Deckelauslass (42) bevorzugt nacheinander in Serie zueinander angeordnet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 1 oder 12, wobei als

Behandlungsmedium (52) ein flüssiges und / oder gasförmiges

Behandlungsmedium (52), insbesondere ein Entkeimungsmittel wie beispielwiese Chlordioxid oder ein Sterilisationsmittel, ein Spülmittel, im Speziellen Wasser, oder ein Reinigungs- oder Trocknungsgas, insbesondere Luft oder ein Behandlungsmedium (52) in Form eines elektromagnetischen Strahlungsmediums, insbesondere

Ultraviolettstrahlung, im Speziellen eine Pulsed-Light Strahlung verwendet wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 1 bis 13, wobei das Verfahren ein mehrstufiges Verfahren ist und die Deckel (2) in einem

Vorbehandlungsschritt mittels eines Vorbehandlungsmediums einer Entkeimung, im Speziellen mittels eines chemischen

Vorbehandlungsmediums oder mittels eines elektromagnetischen Vorbehandlungsmediums einer Entkeimung unterzogen werden, und / oder einer trockenen Entstaubung, im Speziellen mittels Druckluft, und / oder einer feuchten Reinigung mittels eines Reinigungsmittels

unterzogen werden, und in einem Nachbehandlungsschritt getrocknet werden, wobei in einem optionalen Zwischenbehandlungsschritt die Deckel (2) zusätzlich einer Spülung mittels eines Spülmittels,

insbesondere einer Spülung mittels Wasser unterzogen werden können.

Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei ein

Behandlungsrückstand (6) beim Behandeln der Deckel gesammelt und aus dem Deckelseparierer (1 ) über einen Abführeinrichtung (7) abgeführt wird, insbesondere über einen Abfluss, bevorzugt gefiltert über einen Filter abgeführt wird und / oder der Behandlungsrückstand mittels einer Abführeinrichtung (7) in Form einer Absaugvorrichtung, bevorzugt gefiltert über einen Filter aus dem Deckelseparierer (1 ) abgesaugt wird und / oder wobei mindestens eines der Behandlungsmedien (52) wiederverwendet und / oder in einem Zyklus aufbereitet, insbesondere gereinigt und wiederverwendet wird.

Description:
Deckelseparierer zum Vereinzeln von Deckeln, sowie ein Verfahren zum

Vereinzeln von Deckeln Die Erfindung betrifft einen Deckelseparierer zum Vereinzeln und Behandeln, insbesondere zum Reinigen oder Entkeimen einer Vielzahl von Deckeln eines Deckelstroms aus metallischen Deckeln zum Verschliessen von Behältern, insbesondere Konservendosen und Getränkedosen, sowie ein Verfahren zum Vereinzeln und Behandeln von Deckeln gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1 und 1 1 .

Vor allem in der Getränkeindustrie, aber nicht nur dort, besteht die gängige Praxis darin, Behälter wie beispielweise Getränkedosen, Lebensmitteldosen oder Behälter und Dosen für andere Produkte aller Art nach dem Füllprozess mittels eines Transportmoduls in Form eines sogenannten Einführtischs in ein Verschliessmodul in Ausgestaltung eines Dosenverschliessers zu fördern. Im Verschliessmodul, also z.B. im Dosenverschliesser gelangen die noch offenen Dosen auf die sogenannten Falzstationen, wo sie mit einem Deckel beaufschlagt und gleichzeitig der Kopfraum in der Dose mit einem Schutzgas bzw. Inertgas begast wird, um die Haltbarkeit des Produktes sicherzustellen. Die Deckel werden dabei dem Verschliesser von einem Deckelspender in Form eines Deckelstroms zugeführt. Der Deckelspender wird mit den Deckeln beladen, die in der Praxis oft in einem langen Papierschlauch verpackt angeliefert werden. Die Deckel werden zunächst aus dem Papierschlauch in den Deckelspender geladen und von diesem wie beschrieben zum

Verschliessen von Behältern, insbesondere Dosen wie Getränkedosen, Konservendosen für Lebensmittel, oder auch Behälter und Dosen für andere Produkte, dem eigentlichen Dosenverschliesser zugeführt. Damit die Deckel im Dosenverschliesser zuverlässig verarbeitet werden können ist es bekannt, die im Deckelstrom meist dicht aneinander bzw. in Form eines Stapels aufeinander liegenden Deckeln zunächst zu vereinzeln, so dass im Verschliesser ein zu verschliessender Behälter mit jeweils nur einem Deckel zum Verschliessen versehen wird. Ansonsten könnte der Behälter nicht nur nicht zuverlässig verschlossen werden, sondern es würde zu einer Betriebsstörung kommen falls ein Behälter vor dem Verschliessen mit mehreren Deckeln gleichzeitig beaufschlagt würde, was zum Stillstand zumindest des Dosenverschliessers, in der Regel sogar zum Stillstand der ganzen Produktionslinie führen würde und im schlimmsten Fall auch zu Schäden an der entsprechenden Anlage oder ihrer Komponenten führen kann. Somit ist ein Vereinzeln der Dosendeckel vor dem Verschliessvorgang grundsätzlich unerlässlich.

Darüber hinaus ist es bekannt die vereinzelten Deckel vor dem beladen in den Dosenverschliesser grob zu Reinigen um z.B. die Deckel von Staub,

Metallabriebteilen, oder Papierfetzen, die z.B. von der Verpackung der Deckel im oben erwähnten Papierschlauch bzw. Verpackungsschlauch stammen können, zu befreien. Auch solche Verschmutzungen können letztlich zu Betriebsstörungen führen oder aber auch den Inhalt der Dose verunreinigen, was natürlich insbesondere bei Lebensmitteln unbedingt zu vermeiden ist.

Eine solche gattungsgemässe Vorrichtung zum Vereinzeln und Reinigen von Dosendeckeln ist zum Beispiel in der EP 3 067 279 A2 offenbart. Durch diese Vorrichtung sollte das seit langem bekannte Problem gelöst werden, dass der bei der Vereinzelung der Dosendeckel entstehende Abrieb auf den

Dosendeckeln verbleibt und es daher wie bereits oben erwähnt nicht nur zu Betriebsstörungen kommen kann sondern auch der Inhalt der Dosen in inakzeptabler Weise verschmutzt wird.

Zur Lösung dieser Probleme wird in der EP 3 067 279 A2 vorgeschlagen, die Vorrichtung zum Vereinzeln der Deckel mit einer Absaugeinrichtung zum Absaugen der während des Vereinzeins der Dosendeckel freiwerdenden Partikel auszustatten. Die Vereinzelung der von in einem Stapel angeordneten Deckeln umfasst dabei die Verwendung eines scheibenförmigen

Abtrennmesser zum eigentlichen Vereinzeln der Deckel, wobei die

Vorrichtung weiter eine Absaugvorrichtung zum Absaugen von während des Vereinzeins der Deckel frei werdenden Partikel aufweist.

Auch wenn es mit der Vorrichtung und dem Verfahren gemäss

EP 3 067 279 A2 grundsätzlich gelingt zumindest einen Teil der schädlichen Partikel von den Deckeln vor dem Verschliessen der Dosen zu entfernen, bleiben dennoch eine ganze Reihe von Problemen ungelöst, die in der Praxis zu nicht akzeptablen Nachteilen führen können.

Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, dass die Dosendeckel während des Vorgangs der Vereinzelung durch das scheibenförmige Abtrennmesser nur relativ kurz dem die Partikel absaugenden Absaugvorgang ausgesetzt sind. Dadurch können oft nicht alle am Dosendeckel anhaftenden Partikel erfasst werden, weil das Absaugen als solches nicht ausreichend lange durchführbar ist. Auch findet der Absaugvorgang durch die stationär angeordneten

Absaugvorrichtungen nur in bestimmte durch die Anordnung und

Ausgestaltung der Absaugvorrichtung vorgegebene Richtungen statt. So können an den Deckeloberflächen ganz oder teilweise abgeschattete

Bereiche entstehen, die durch den Saugstrom der Absaugvorrichtung nicht vollständig oder gar nicht erfasst werden, so dass dort liegende Partikel auch nicht abgesaugt werden können und daher später den Inhalt der zu

verschliessenden Behälter und Dosen kontaminieren können. Ausserdem sind solche Absaugvorrichtung oft nicht in der Lage andere, bzw. fester an den Dosendeckeln anhaftende Verschmutzungen zu entfernen. Das trifft zum Beispiel insbesondere auf stark adhäsiv oder klebend an den Deckeln anhaftende Verschmutzungen zu, die der Absaugstrom nicht abzusaugen vermag, weil die adhäsiven Kräfte oder Klebekräfte oder durch andere Haftmechanismen vermittelten Anhaftkräfte durch den Absaugstrom nicht überwunden werden können.

Ein wesentlich gravierenderer Nachteil ist aber darin zu sehen, dass entsprechende Kontaminationen durch Keime, Bakterien, Viren oder andere biologisch, chemisch, oder physikalisch schädliche Verschmutzungen oft überhaupt nicht oder nur sehr unzureichend durch die oben erwähnte und die anderen bisher aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen und Verfahren zum Vereinzeln und Reinigen von Deckeln entfernt werden können, so dass bei den aus dem Stand der Technik bekannten Apparaturen und Verfahren grundsätzlich potentiell die Gefahr der Kontamination oder

Verschmutzung der in den Behältern und Dosen verpackten Lebensmittel beim Verschliessen durch die nur unzureichend gereinigten Deckel besteht.

Neben den beschriebenen Problemen mit der Kontamination mit schädlichen Stoffen kann beim Betrieb der aus dem Stand der Technik bekannten

Vorrichtungen und Verfahren nicht ausgeschlossen werden, dass nicht entfernte Papierreste oder andere Verschmutzungen zwischen die Deckel kommen und mit in den Verschliesser gefördert werden. Dies fördert die Gefahr eines Crashes im Verschliesser erheblich, da die Papierreste oder sonstigen Verschmutzungen den Deckelstrom beeinträchtigen oder

verklemmen können.

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher einen Deckelseparierer zum

Vereinzeln und Reinigen einer Vielzahl von Deckeln, insbesondere von metallischen Deckeln zum Verschliessen von Behältern, Getränkedosen oder Konservendosen vorzuschlagen, durch welchen die eingangs beschriebenen Probleme im Stand der Technik behoben werden. Die Erfindung soll somit neben einer zuverlässigeren Vereinzelung der Deckel eine gründlichere Reinigung der Deckel ermöglichen und damit insbesondere auch dem

Anspruch des Marktes an höhere Hygienestandards beim Verschliessen von Behältern gerecht zu werden. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es ein entsprechendes Verfahren zum Vereinzeln und Behandeln einer Vielzahl von Deckeln vorzuschlagen.

Die diese Aufgaben lösenden Gegenstände der Erfindung sind durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs der jeweiligen Kategorie

gekennzeichnet.

Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf besonders vorteilhafte

Ausführungsformen der Erfindung.

Die Erfindung betrifft somit einen Deckelseparierer zum Vereinzeln einer Vielzahl von Deckeln, insbesondere von metallischen Deckeln zum

Verschliessen von Konservendosen. Erfindungsgemäss ist die Vielzahl von Deckeln über eine Speiseeinheit und einen Deckeleinlass einer um eine Drehachse rotierbaren Schneckenwelle des Deckelseparierers derart in Form eines Deckelstroms zuführbar, dass die einzelnen Deckel des Deckelstroms durch die Schneckenwelle so voneinander separierbar sind, dass im

Betriebszustand zwei benachbarte Deckel an der Schneckenwelle in einem vorgebbaren Abstand mit einem Zwischenraum zueinander angeordnet werden. Der Deckelseparierer umfasst dabei derart eine

Behandlungseinrichtung, dass die Deckel in einem vorgebbaren

Behandlungsbereich der Schneckenwelle mit einem Behandlungsmedium behandelt werden können und nach der Behandlung über einen

Deckelauslass aus dem Deckelseparierer ausgestossen werden können.

Wesentlich für die Erfindung ist somit, dass die zu separierenden und zu reinigenden Deckel von einer um eine Drehachse rotierbaren Schneckenwelle des Deckelseparierers und nicht wie im Stand der Technik von einem scheibenartigen Abtrennmesser vereinzelt werden, so dass die einzelnen Deckel des Deckelstroms durch die Schneckenwelle so voneinander separierbar und im Betriebszustand entlang der Schneckenwelle in einer Mehrzahl von Deckeln angeordnet sind, dass im Betriebszustand zwei benachbarte Deckel an der Schneckenwelle in einem vorgebbaren Abstand mit einem Zwischenraum zueinander angeordnet werden.

An dieser Stelle sei zur Klarstellung angemerkt, dass im Rahmen dieser Anmeldung unter einer Schneckenwelle ein zylinderförmiges Gebilde verstanden wird, das an seiner Oberfläche zumindest teilweise in an sich bekannter weise in Form einer spiralartigen Schnecke ausgebildet ist, so dass die Deckel durch die spiralartige Schnecke entlang einer Längsachse der Schneckenwelle vom Deckeleinlass zum Deckelauslass des

Deckelseparierers transportierbar sind. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu den exemplarisch eingangs

beschriebenen aus dem Stand der Technik beschriebenen Vorrichtungen, bei welchen die Deckel nur in einem schmalen Bereich eines flachen

scheibenartigen Abtrennmesser separiert und gereinigt werden können.

Dadurch, dass gemäss der vorliegenden Erfindung die Deckel über eine beträchtliche Länge, z.B. über eine länge von bis zu 20 cm, 50cm oder gar über noch grössere Längen von bis zu 75cm oder mehr in einem vorgebbaren Abstand voneinander an der Schneckenwelle im Deckelseparierer geführt werden, können diese während der gesamten Zeit im Aufenthaltsbereich der Schneckenwelle und damit im wesentlichen über die gesamte Länge über die sich die Schneckenwelle erstreckt mit dem Behandlungsmedium beaufschlagt und behandelt werden, da im Deckelseparierer gemäss der vorliegenden Erfindung die Behandlungseinrichtung derart ausgestaltet und vorgesehen ist, dass die Deckel im Behandlungsbereich der Schneckenwelle mit dem

Behandlungsmedium behandelt werden können. Ein weiterer bedeutender Vorteil der Erfindung ergibt sich dadurch, dass die Deckel im Behandlungsbereich aktiv mit dem Behandlungsmedium

beaufschlagt werden und nicht nur passiv einem Absaugstrom unterworfen werden. Dadurch können durch die Erfindung anders als im Stand der Technik auch bespielweise fest an den Dosendeckeln anhaftende Verschmutzungen problemlos und zuverlässig entfernt werden. Das trifft auch zum Beispiel auf stark adhäsiv oder klebend an den Deckeln anhaftende Verschmutzungen zu, die der bekannte Absaugstrom allein meist nicht abzusaugen vermag. D.h. durch die aktive Beaufschlagung der Deckel durch das Behandlungsmedium gemäss der vorliegenden Erfindung können auch hartnäckige adhäsive Kräfte oder Klebekräfte oder durch andere

Haftmechanismen vermittelte Anhaftkräfte überwunden werden, wobei in speziellen Fällen z.B. auch geeignete Lösungsmittel verwenden werden können, welche natürlich bei einem Verfahren, in welchem die Schutzpartikel nur abgesaugt werden können, prinzipiell nicht verwendbar sind.

Auch treten durch die wohl getrennte Anordnung der Deckel im

Behandlungsbereich an der Schneckenwelle während des

Behandlungsvorgangs keine abgeschatteten Oberflächen an den Deckeln mehr auf, so dass bei der Erfindung die Behandlung der Oberflächen mit dem Behandlungsmittel alle Flächen der Deckel gleichmässig erfasst und alle Oberflächen zuverlässig behandelt werden können ohne dass nicht behandelte abgeschattete Bereiche entstehen, über welche weiter

Verschmutzungen mit zum Dosenverschliesser transportieren könnten.

Durch die aktive Beaufschlagung der Deckel mit dem Behandlungsmedium ist es durch die Erfindung auch erstmals möglich, Kontaminationen durch Keime, Bakterien, Viren oder andere biologisch, chemisch, oder physikalisch schädliche Verschmutzungen sehr zuverlässig und im wesentlich vollständig bzw. in ausreichendem Umfang zu entfernen, so dass durch die Erfindung endlich die im dem Stand der Technik potentiell bestehende Gefahr der Kontamination oder Verschmutzung der in den Behältern und Dosen verpackten Lebensmittel beim Verschliessen nunmehr gebannt ist.

Auch werden durch die Erfindung neben den beschriebenen Problemen mit der Kontamination der in den Behältern oder Dosen verpackten Produkte durch schädliche Stoffe bei der Benutzung der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen und Verfahren nunmehr endgültig ausgeschlossen. Es können somit keine nicht entfernten Papierreste oder andere

Verschmutzungen zwischen die Deckel kommen und mit in den Verschliesser gefördert werden. Damit ist die Gefahr von Betriebsunterbrechungen,

Schäden an den Anlagen oder jede andere Form eines Crash durch solche nicht entfernte Papierreste z.B. von der schlauchartigen Verpackung der ursprünglich angelieferten Deckel oder durch andere schädliche Partikel wie Abriebpartikel usw. endlich beseitigt.

Bei der Erfindung wird der an sich bekannte ankommende Deckelstrom somit in die Einheit, also in den Deckelseparierer hineingeführt. Die dortige

Schneckenwelle oder Schneckenwellen separieren den Deckelstrom so, dass die Deckel zueinanderstehend auseinandergezogen werden. Durch die entstehenden Zwischenräume ist es möglich, die Deckel mit dem

Behandlungsmittel wie etwa mit Wasser oder einem geeigneten Reiniger zu waschen/entkeimen, oder je nach Erfordernis mit einem anderen

Behandlungsmedium zu beaufschlagen. Die Behandlungszeit, z.B. eine Waschzeit und die Geschwindigkeit der Schneckendrehungen definieren die erforderliche Länge der Einheit. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden am Ende der Schneckenwelle die Deckel wieder bevorzugt nass zusammengebracht und der gewohnte Deckelstrom kann wie ans sich bekannt in den Verschliesser gefördert werden. Beispielwiese bei der

Anwendung mit Wasser oder einem anderen geeigneten Reinigungsmittel oder Behandlungsmedium ist es in erster Linie das Ziel, die mit dem

Deckelstrom mitgehenden Verunreinigungen (Papier, Staub) zu entfernen. Der Schmutz sammelt sich unten im Gehäuse der Einheit bei einem

geeigneten Sieb oder Filter, der von Zeit zu Zeit bevorzugt gereinigt werden sollte.

Der Antrieb des Systems, also insbesondere der Schneckenwellen erfolgt bevorzugt über einen nicht mit dem Verschliesser gekoppelten Antriebsmotor (Servo). In der Praxis wir ein erfindungsgemässer Deckelseparierer bzw. ein Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung besonders vorteilhaft in der

Getränkeindustrie verwendet, wobei als Behälter eine Getränkedose verwendet wird und die Getränkedose mit einem flüssigen Lebensmittel befüllt wird.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel eines Deckelseparierers der vorliegenden Erfindung umfasst der Deckelseparierer eine um eine erste Drehachse drehbar angeordnete erste Schneckenwelle und einen

Führungskörper, insbesondere einen Führungszylinder, zur Führung der zwischen der ersten Schneckenwelle und dem Führungszylinder im Abstand zueinander anordenbaren Vielzahl von Deckeln.

Dabei ist in der Praxis zur Führung der an der Schneckenwelle im vorgegeben Abstand zueinander anordenbaren Vielzahl von Deckeln am Deckelseparierer ein Führungselement, insbesondere eine Führungsstange oder eine

Führungsschiene vorgesehen, das in einer sich zwischen der ersten

Schneckenwelle und einer um eine zweite Drehachse drehbar angeordneten zweiten Schneckenwelle erstreckenden Ebene und / oder in einer sich zwischen der ersten Schneckenwelle und dem Führungskörper, insbesondere Führungszylinder erstreckenden Ebene angeordnet ist. Das heisst, die

Schneckenwelle, im speziellen die erste Schneckenwelle und / oder die zweite Schneckenwelle bilden zusammen mit dem Führungskörper und / oder dem Führungselement, die sich jeweils bevorzugt parallel zu den Schneckenwellen erstrecken, gemeinsam derart eine Führungsanordnung, dass die Deckel entlang der Schneckenwelle bzw. entlang dem Führungskörper und / oder dem Führungselement im Behandlungsbereich führbar sind.

Dabei versteht sich von selbst, dass zur Führung der an der Schneckenwelle in dem vorgebbaren Abstand zueinander anordenbaren Vielzahl von Deckeln zur noch besseren und noch zuverlässigeren Führung der Deckel auch mindestens noch eine weitere um eine dritte Drehachse drehbar angeordnete dritte Schneckenwelle vorgesehen sein kann.

Die Behandlungseinrichtung kann dabei derart als stationäre

Behandlungseinrichtung am Deckelseparierer vorgesehen und das

Behandlungsmedium kann beispielweise so aus der Behandlungseinrichtung ausbringbar, z.B. über eine an sich bekannte Düse oder eine

Düsenanordnung zum Versprühen des Behandlungsmediums ausbringbar sein, dass die Vielzahl von Deckeln im Behandlungsbereich mittels des Behandlungsmediums behandelbar ist.

In einem anderen, für die Praxis besonders wichtigen Ausführungsbeispiel kann die Behandlungseinrichtung auch derart als rotierbare

Behandlungseinrichtung am Deckelseparierer vorgesehen und das

Behandlungsmedium so aus der Behandlungseinrichtung ausbringbar sein, dass die Vielzahl von Deckeln im Behandlungsbereich mittels des

Behandlungsmediums behandelbar ist. Das ist insbesondere, aber nicht nur dann der Fall, wenn die erste Schneckenwelle, und / oder die zweite

Schneckenwelle, und / oder die dritte Schneckenwelle, und / oder der

Führungskörper, insbesondere der Führungszylinder, und / oder das

Führungselement gleichzeitig zur Ihrer Funktion als Führungselemente für die Deckel auch als Behandlungseinrichtung ausgebildet ist. Dann kann die erste Schneckenwelle, und / oder die zweite Schneckenwelle, und / oder die dritte Schneckenwelle, und / oder der Führungskörper, insbesondere der

Führungszylinder, und / oder das Führungselement mit einem Führungskanal, z.B. als Hohlzylinder ausgeführt sein, durch welchen ein flüssiges oder gasförmiges Behandlungsmedium zu Austrittsöffnungen an den vorgenannten Körpern führbar ist, durch welche Austrittsöffnungen das Behandlungsmedium dann auf die Deckel zu deren Behandlung ausbringbar ist. Zur Optimierung der Behandlung der Deckel kann der Deckelseparierer im Speziellen auch mindestens zwei Behandlungseinrichtungen, insbesondere zwei stationäre Behandlungseinrichtungen, und / oder zwei rotierbare

Behandlungseinrichtungen, und / oder eine stationäre

Behandlungseinrichtung und eine rotierbare Behandlungseinrichtung gleichzeitig umfassen, wobei die mindestens zwei Behandlungseinrichtungen zwischen dem Deckeleinlass und dem Deckelauslass bevorzugt nacheinander in Serie zueinander angeordnet sind, so dass die Deckel auf ihrem Weg vom Deckeleinlass zum Deckelauslass nacheinander in verschiedenen

Behandlungsschritten und / oder mit verschiedenen Behandlungsmedien behandelbar sind. Es versteht, sich dass in speziellen Fällen bzw. bei besonderen Erfordernissen die mindestens zwei Behandlungseinrichtungen zwischen dem Deckeleinlass und dem Deckelauslass auch derart

nebeneinander angeordnet sein können, dass die Deckel auf ihrem Weg vom Deckeleinlass zum Deckelauslass gleichzeitig in verschiedenen

Behandlungsschritten und / oder mit verschiedenen Behandlungsmedien behandelbar sind.

Dabei ist das Behandlungsmedium in der Praxis besonders vorteilhaft ein flüssiges und / oder gasförmiges Behandlungsmedium, insbesondere ein Entkeimungsmittel wie beispielwiese Chlordioxid, ein Spülmittel, im Speziellen Wasser, oder ein Reinigungs- oder Trocknungsgas, insbesondere Luft, oder aber ein Behandlungsmedium in Form eines elektromagnetischen

Strahlungsmediums, insbesondere Ultraviolettstrahlung, bzw. die

Behandlungseinrichtung kann eine elektromagnetische Strahlungsquelle wie eine Ultraviolettlampe oder Heizlampe, im Speziellen eine Pulsed-Light Strahlungsquelle oder andere elektromagnetische Strahlungsquelle sein, und / oder das flüssige Behandlungsmedium und / oder das gasförmige

Behandlungsmedium ist unter einem vorgebbaren, insbesondere erhöhten Behandlungsdruck in den Behandlungsbereich einbringbar, so dass die Deckel zum Beispiel mit einem vorgebbaren Sprühdruck besprüht bzw. behandelt werden können. Auch können z.B. Unterdrucksysteme vorgeshen sein, so dass das Behandlungsmedium im Speziellen auch ein Unterdruck sein kann, mit welchem Verschmutzungen, das Behandlungsmedium oder andere Stoffe aus dem Behandlungsbereich abgesaugt werden können.

Allein schon aus Umweltschutzgründen aber auch um auf Dauer einen zuverlässigen Betrieb gewährleisten zu können, ist zum Entfernen eines Behandlungsrückstand besonders vorteilhaft eine Abführeinrichtung, insbesondere ein Abfluss, bevorzugt ein mit einem Filter ausgestatteter Abfluss und / oder eine Abführeinrichtung in Form einer Absaugvorrichtung, bevorzugt eine mit einem Filter ausgestattete Absaugvorrichtung vorgesehen, so dass einerseits die von den Deckeln entfernten Verschmutzungen aus dem deckelseparierer abführbar und einer Entsorgung zuführbar sind bzw. das Behandlungsmedium gesammelt, bevorzugt gereinigt und dem Prozess wieder zugeführt werden kann, wodurch Kosten und Ressourcen gespart werden können.

Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Vereinzeln einer Vielzahl von Deckeln mittels eines im Rahmen dieser Anmeldung beschriebenen erfindungsgemässen Deckelseparierers, der insbesondere zum Vereinzeln von metallischen Deckeln zum Verschliessen von Konservendosen verwendet wird. Erfindungsgemäss umfasst der Deckelseparierer eine

Behandlungseinrichtung in welchem die Vielzahl von Deckeln über eine Speiseeinheit und einen Deckeleinlass einer um eine Drehachse rotierenden Schneckenwelle des Deckelseparierers derart in Form eines Deckelstroms zugeführt und die einzelnen Deckel des Deckeidstroms durch die

Schneckenwelle so voneinander separiert werden, dass zwei benachbarte Deckel an der Schneckenwelle in einem vorgebbaren Abstand, im speziellen in einem Abstand der mindestens bis zu oder das 0,3-fache oder mindestens bis zu oder mindestens das 0,5-fache eines Durchmessers eines Deckels beträgt, mit einem Zwischenraum zueinander angeordnet werden, wobei die Deckel mittels der Behandlungseinrichtung in einem vorgebbaren

Behandlungsbereich der Schneckenwelle mit einem Behandlungsmedium behandelt und nach der Behandlung über einen Deckelauslass aus dem Deckelseparierer wieder ausgestossen werden.

Bei einem erfindungsgemässen Verfahren wird bevorzugt ein

Deckelseparierer verwendet, der gleichzeitig mindestens zwei

Behandlungseinrichtungen, insbesondere mindestens zwei stationäre

Behandlungseinrichtungen, und / oder zwei rotierbare

Behandlungseinrichtungen, und / oder gleichzeitig eine stationäre

Behandlungseinrichtung und eine rotierbare Behandlungseinrichtung umfasst, wobei die mindestens zwei Behandlungseinrichtungen zwischen dem

Deckeleinlass und dem Deckelauslass bevorzugt nacheinander in Serie oder nebeneinander zueinander angeordnet werden, wie oben bereits ausführlich beschreiben wurde.

Das bei einem erfindungsgemässen Verfahren verwendete

Behandlungsmedium kann dabei ein flüssiges und / oder gasförmiges

Behandlungsmedium, insbesondere ein Entkeimungsmittel wie beispielwiese Chlordioxid oder ein Sterilisationsmittel, ein Spülmittel, im Speziellen Wasser, oder ein Reinigungs- oder Trocknungsgas, insbesondere Luft oder ein

Behandlungsmedium in Form eines elektromagnetischen Strahlungsmediums, insbesondere Ultraviolettstrahlung, im Speziellen eine Pulsed-Light Strahlung oder jedes andere geeignete Behandlungsmedium, wie zum Beispiel auch Druckluft sein. Selbstverständlich kann das Behandlungsmedium im

Speziellen auch ein Unterdruck sein mit welchem Verschmutzungen, das Behandlungsmedium oder andere Stoffe aus dem Behandlungsbereich abgesaugt werden können. Vorteilhaft kann das erfindungsgemässe Verfahren auch ein mehrstufiges Verfahren sein und die Deckel können in einem Vorbehandlungsschritt mittels eines Vorbehandlungsmediums einer Entkeimung oder Säuberung, im

Speziellen mittels eines chemischen Vorbehandlungsmediums oder mittels eines elektromagnetischen Vorbehandlungsmediums einer Entkeimung oder Säuberung unterzogen werden, und / oder einer trockenen Entstaubung, im Speziellen mittels Druckluft oder mittels eines Unterdrucks, und / oder einer feuchten Reinigung mittels eines Reinigungsmittels unterzogen werden, und / oder in einem Nachbehandlungsschritt getrocknet werden, wobei in einem optionalen Zwischenbehandlungsschritt die Deckel zusätzlich eine Spülung mittels eines Spülmittels, insbesondere eine Spülung mittels Wasser unterzogen werden können. Es versteht sich, dass in speziellen Fällen bzw. bei besonderen Erfordernissen eine inerte Beschichtung der Schnecken von Vorteil ist um ein Angriff der Schnecken durch aggressive Reiniger zu verhindern. Wie bereits weiter oben im Detail ausgeführt, kann bei einem

erfindungsgemässen Verfahren ein Behandlungsrückstand beim Behandeln der Deckel gesammelt und aus dem Deckelseparierer über eine

Abführeinrichtung abgeführt werden, insbesondere über einen Abfluss, bevorzugt gefiltert über einen Filter abgeführt werden und / oder der

Behandlungsrückstand kann mittels einer Abführeinrichtung in Form einer Absaugvorrichtung, bevorzugt gefiltert über einen Filter aus dem

Deckelseparierer abgesaugt werden. Bevorzugt aber nicht notwendig kann dabei mindestens eines der Behandlungsmedien wiederverwendet und / oder in einem Zyklus aufbereitet, insbesondere gereinigt und wiederverwendet werden.

Im Folgenden wird die Erfindung an Hand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 a einen Dosenverschliesser mit einem ersten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemassen Deckelseparierers;

Fig. 1 b der Deckelseparierer gemäss Fig. 1 a in detaillierter Darstellung;

Fig. 1 c der Deckelseparierer gemäss Fig. 1 a im Schnitte entlang der

Schnittlinie l-l der Fig. 1 b aus Blickrichtung AS1 ;

Fig. 2a ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen

Deckelseparierers mit drei Schneckenwellen;

Fig. 2b der Eingangsbereich des Deckelseparierers gemäss Fig. 2a im

Detail; Fig. 2c ein Ausschnitt gemäss Fig. 2b;

Fig. 2d der Ausgangsbereich des Deckelseparierers gemäss Fig. 2a im

Detail;

Fig. 3a ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen

Deckelseparierers mit drei Schneckenwellen und

Führungszylinder;

Fig. 3b eine Ansicht auf Fig. 3a aus Blickrichtung AS2

Die Fig. 1 a, Fig. 1 b, und Fig.1 c zeigen schematisch ein erstes einfaches Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Deckelsparierers, der im Folgenden Gesamthaft mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet wird. Fig. 1 a zeigt den erfindungsgemässen Deckelseparierer 1 im

Gesamtensemble mit einem Dosenverschliesser D, wie er üblicherweise in der Praxis verwendet wird. Der Deckelseparierer 1 erhält von einem in Fig. 1 a nicht dargestellten Deckelspender einen Deckelstrom 21 aus metallischen Deckeln 2, die im Deckelsepanerer 1 wie oben beschrieben und in den Fig. 1 b bis 1 c dargestellt an der Schneckenwelle 3, 31 , 32, mit Unterstützung des Führungselements 300 und eventuell einem Führungszylinder 30 durch den Deckelsepanerer geführt und dem Dosenverschliesser D zum Verschliessen von Getränkedosen zugeführt werden. Der Antrieb des Systems, also insbesondere der Schneckenwellen erfolgt über einen Antriebsmotor U.

Gemäss den detaillierteren Zeichnungen der Fig. 1 b und Fig 1 c, die den Deckelsepanerer 1 zum Vereinzeln einer Vielzahl von Deckeln 2, hier beispielhaft von metallischen Deckeln 2 zum Verschliessen von

Getränkedosen, von Fig. 1 a zeigen, wird die Vielzahl von Deckeln 2 über eine Speiseeinheit 4 in Form einer von Stangen gebildeten Deckelführung und einen Deckeleinlass 41 des Deckelseparierers 1 einer um eine Drehachse D, D1 rotierbaren ersten Schneckenwelle 3, 31 des Deckelseparierers derart in Form eines Deckelstroms 21 zugeführt, dass die einzelnen Deckel 2 des Deckelstroms 21 durch die erste Schneckenwelle 3, 31 so voneinander separierbar sind, dass im Betriebszustand zwei benachbarte Deckel 2 an der ersten Schneckenwelle 3, 31 in einem vorgebbaren Abstand A mit einem Zwischenraum Z zueinander angeordnet werden. Des Weiteren umfasst der Deckelsepanerer derart eine stationäre Behandlungseinrichtung 5, 501 , dass die Deckel 2 in einem vorgebbaren Behandlungsbereich 51 der ersten

Schneckenwelle 3, 31 mit einem Behandlungsmedium 52, hier mit dem Entkeimungsmittel Chlordioxid behandelt, d.h. entkeimt bzw. sterilisiert und gereinigt werden. Nach der Behandlung werden die Deckel 2 dann über einen Deckelauslass 42 aus dem Deckelsepanerer 1 wieder ausgestossen und wie in Fig. 1 a gezeigt dem Dosenverschliesser D zum Verschliessen der

Getränkedosen zugeführt.

Wie etwas besser der Schnittdarstellung gem. Fig. 1 c zu entnehmen ist, umfasst der Deckelsepanerer 1 gemäss Fig. 1 a bzw. Fig. 2b zusätzlich zur ersten Schneckenwelle 3, 31 noch eine parallel dazu angeordnete und im wesentlich gleich der ersten Schneckenwelle 3, 31 ausgestaltete zweite, um eine Drehachse D2 rotierbare Schneckenwelle, die alternativ auch durch einen um die zweite Drehachse D2 rotierbaren oder auch nicht rotierbaren glatten Führungszlylinder 30 ausgebildet sein kann, wobei der

Führungszylinder 30 nicht in Form einer Schnecke ausgebildet ist.

Ausserdem ist zur Unterstützung der Führung der Deckel 2 an der ersten Schneckenwelle 3, 31 und an der zweiten Schneckenwelle 3, 32 zusätzlich ein Führungselement 300 vorgesehen, das sich in Form einer

Führungsstange parallel zu den und in einer sich zwischen der ersten

Schneckenwelle 3, 31 und der zweiten Schneckenwelle 3, 32 erstreckenden Ebene E angeordnet ist.

Wie der Fig. 1 c besonders gut zu entnehmen ist, ist die stationäre

Behandlungseinrichtung 5, 501 mit Düsen ausgestattet, so dass die Deckel 2 im Behandlungsbereich 51 mit dem Behandlungsmedium 52 besprüht werden können.

Ausserdem ist zum Entfernen eines Behandlungsrückstand 6 eine

Abführeinrichtung 7, insbesondere ein Abfluss, der bevorzugt mit einem Filter für Schmutzpartikel ausgestattetet ist, vorgesehen so dass einerseits die Schmutzpartikel abgeführt und andererseits das Behandlungsmedium 52 gesammelt, gereinigt und bevorzugt zyklisch wiederverwendet werden kann.

Wie den Fig. 1 a bis 1 c gut zu entnehmen ist, ist der Deckelseparierer 1 im Raum bevorzugt so angeordnet, dass die Drehachsen D, D1 , D2 im

wesentlichen so angeordnet sind, dass das Behandlungsmittel nicht durch den Deckelauslass 42 abfliessen kann, sondern nur durch die in Bezug auf den Deckelauslass 42 tiefer liegende Abführeinrichtung 7 abfliessen kann, so dass durch den Deckeleinlass 42 kein kontaminiertes Behandlungsmedium 52 in den Dosenverschliesser D gelangen kann. Das zweite erfindungsgemässe Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2a, das in den Fig. 2b, Fig. 2c, und Fig. 2d in verschiedenen Detailansichten noch genauer dargestellt ist, unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 a bis Fig. 1 c dadurch, dass noch eine um eine dritte Drehachse D3 drehbar angeordnete dritte Schneckenwelle 3, 33 vorgesehen ist, die derart als rotierbare Behandlungseinrichtung 502 am Deckelseparierer 1 vorgesehen ist, dass das Behandlungsmedium 52 so aus der rotierenden Behandlungseinrichtung 5 in Form der dritten Schneckenwelle 3, 33 ausbringbar ist, dass die Vielzahl von Deckeln 2 im Behandlungsbereich 51 mittels des Behandlungsmediums 52 behandelbar ist. Dazu enthält die dritte Schneckenwelle 3, 33 Öffnungen 5020, durch welche das

Behandlungsmedium 52 aus dem Inneren der hohlen Schneckenwelle 502 heraus auf die zu behandelnden Deckel 2 aufgebracht werden kann, wie besonders deutlich den Fig. 2b bis 2 Fig. 2d zu entnehmen ist.

Insbesondere die Fig. 2 c und Fig. 2d, die jeweils den Deckelseparierer 1 gemäss Fig. 2a im Einlassbereich bzw. im Auslassbereich etwas genauer zeigen, ist deutlich dargestellt, wie die Vielzahl von Deckeln A hintereinander im Abstand A jeweils mit einem Zwischenraum Z entlang den

Schneckenwellen 3, 31 , 32, 33 angeordnet sind.

Der Vollständigkeit halber zeigt Fig. 3a noch ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Deckelseparierers 1 mit ebenfalls drei

Schneckenwellen 3, 31 , 32, 33, die jedoch im Unterschied zu dem

Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 bis Fig. 3d derart zueinander angeordnet sind, dass die Führung der Deckel 2 zusätzlich durch einen Führungszylinder 30 unterstützt werden muss, weil die darstellungsgemäss untere erste Schneckenwelle 3, 31 und die untere zweite Schneckenwelle 3, 32 so weit voneinander entfernt angeordnet sind, dass die Deckel 2 ohne Unterstützung durch den Führungszylinder 30 nicht sicher zwischen der ersten

Schneckenwelle 3, 31 und der zweite Schneckenwelle 3, 32 führbar wären. Durch die darstellungsgemäss obere Schneckenwelle 3, 33 gemäss Fig. 3a bzw. Fig. 3b, die gleichzeitig als Behandlungseinrichtung 5, 502 ausgeführt ist, wird das Behandlungsmedium 52 analog zu dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2a bis Fig. 2d auf die Deckel 2 aufgebracht. Eine spezielle

Ausführungsform gemäss Fig. 3a bzw. Fig. 3b mit weit voneinander

beabstandeten Schneckenwellen 3, 31 , 32 kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn z.B. bei starker Verschmutzung oder Keimbelastung der Deckel 2 für eine ausreichende Reinigung oder Entkeimung ein hoher

Durchsatz des Behandlungsmediums notwendig ist oder wenn die

Schneckenwellen sehr schnell drehen müssen, so dass die Deckel 2 nur eine sehr kurze Verweilzeit im Deckelseparierer 1 haben, so dass für eine ausreichende und zuverlässige Behandlung der Deckel 2 ebenfalls ein relativ hoher Durchsatz an Behandlungsmedium erforderlich ist.

Es versteht sich, dass die diskutierten speziellen Ausführungsbeispiele der Erfindung lediglich exemplarisch zu verstehen sind und die Erfindung selbstverständlich nicht auf die beschriebenen ausgesuchten

Ausführungsbeispiele alleine beschränkt ist. Insbesondere versteht der Fachmann, dass die beschriebenen Ausführungsbeispiele in jeder geeigneten Art und Weise kombinierbar sind und selbstverständlich sind auch alle dem Fachmann naheliegende einfachen Weiterbildungen vom beanspruchten Schutzumfang umfasst.