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Patent Searching and Data


Title:
LIFE JACKET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/066820
Kind Code:
A1
Abstract:
A lifejacket (1) for aquatic use having a back part (1a) and a plurality of front parts (1b) which can be connected to one another by means of a fastener, wherein the lifejacket (1) is formed from a plurality of layers, is intended to improve the survivability of its wearer in an emergency situation, particularly in relatively cold waterways. For this purpose, the invention proposes that the lifejacket (1) has a layer (16) which is located at or adjacent to its inside and is composed of a latent heat storage material, in which an exothermic reaction takes place when activated by an activation unit (20, 21) that is provided. The layer (16) which has the latent heat storage material is subdivided into a plurality of chambers (24) in the back part (1a) and in the front parts (1b), which chambers (24) are directly connected to one another or are connected to one another via connecting channels. Furthermore, the lifejacket (1) has short arms (22) which cover the shoulders and extend into the upper arm area. The layer (16) extends into the shoulder area and upper arm area.

Inventors:
TSOLKAS, Alexander (Am grossen Stück 7, Riedstadt, 64560, DE)
Application Number:
DE2010/001396
Publication Date:
June 09, 2011
Filing Date:
December 03, 2010
Export Citation:
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Assignee:
TSOLKAS, Alexander (Am grossen Stück 7, Riedstadt, 64560, DE)
International Classes:
B63C9/105
Attorney, Agent or Firm:
BURDA, Dagmar (Tannenweg 2, Saulheim, 55291, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Rettungsweste für den aquatischen Einsatz mit einem Rücken¬ teil (la) und mehreren mittels eines Verschlusses mitein¬ ander verbindbaren Vorderteilen (lb), wobei die Rettungs¬ weste (1) aus mehreren Schichten aufgebaut ist,

wobei eine an oder nahe der Innenseite der Rettungsweste (1) liegende Schicht (16) ein Latentwärmespeicher-Material aufweist, in dem bei Aktivierung durch eine vorgesehene Aktivierungseinheit (20, 21) eine exotherme Reaktion stattfindet ,

wobei die das Latentwärmespeicher-Material aufweisende Schicht (16) in dem Rückenteil (la) und in den Vorderteilen (lb) in mehrere Kammern (24) untergliedert ist,

wobei die Kammern (24) direkt miteinander verbunden sind oder über Verbindungskanäle miteinander in Verbindung stehen und

wobei die Rettungsweste (1) kurze Ärmchen (22) aufweist, die die Schultern bedecken und die sich in den Oberarmbereich erstrecken, und sich die Schicht (16) bis in den Schulter- und Oberarmbereich fortsetzt.

2. Rettungsweste nach Anspruch 1,

wobei es sich bei der Rettungsweste (1) um eine aufblasbare Rettungsweste (1) handelt.

3. Rettungsweste nach Anspruch 1 oder 2,

wobei am unteren Randbereich der Ärmchen (22) eng anliegende und/oder verstellbare Armbündchen (23), Manschetten oder dergleichen vorgesehen sind.

4. Rettungsweste nach Anspruch 3,

wobei an den Ärmchen (22) im Bereich der Armbündchen (23) jeweils mindestens eine Armluftkammer (23a) vorgesehen ist, die derart angeordnet und ausgebildet ist, dass beim Aufblasen der Rettungsweste (1) in der mindestens einen Armluftkammer (23a) ein auf das jeweilige Armbündchen (23) einwirkender Anpressdruck entsteht. Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sie am Halsbereich einen anliegenden Rollkragen anliegendes Halsbündchen (3) oder dergleichen aufweist

6. Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei sie an den unteren Randbereichen der Vorderteile (lb) und des Rückenteils (la) ein wasserabweisendes, eng anlie¬ gendes und/oder regulierbares Beckenbündchen (8) aufweist.

7. Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei die Vorderteile (lb) mittels eines wasserdichten oder wasserabweisenden Verschlusses (5) längs miteinander verbindbar sind.

Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sie eine automatische Aktivierungseinheit (20) für das Latentwärmespeicher-Material aufweist, die beim Aufbla¬ sen der Rettungsweste (1) automatisch betätigt wird.

Rettungsweste nach Anspruch 8,

wobei es sich bei der Aktivierungseinheit (20) um ein Me tallplättchen oder dergleichen handelt, das im Bereich de Latentwärmespeicher-Materials angeordnet ist und beim Auf blasen der Rettungsweste (1) eine Bewegung erfährt.

Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sie eine manuell auslösbare Aktivierungseinheit (21) für das Latentwärmespeicher-Material aufweist, die in einem erreichbaren Außenbereich der Rettungsweste (1) angeordnet ist.

Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sie einen Bereich oder mehrere Bereiche in den Vor¬ derteilen (lb) und/oder in dem Rückenteil (la) aufweist, in dem/in denen die Kammern (24) rippenförmig ausgebildet und quer oder schräg zum Körper verlaufend angeordnet sind.

12. Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Innenschicht (19) der Rettungsweste (1) aus Neo- pren gebildet ist.

13. Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei ein RFID (Radio Frequency Identification) -Transpon¬ der (15) in die Außenschicht (17) der Rettungsweste (1) integriert oder an der äußeren Schicht (17) angebracht ist, vorzugsweise im Schulterbereich der Rettungsweste (1).

14. Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei sie eine Haischutzvorrichtung aufweist, die zwei Elektroden (9a, 9b) an entgegengesetzten Enden der Rettungsweste (1) umfasst, die ein elektromagnetisches Feld erzeugen .

15. Rettungsweste nach Anspruch 14,

wobei eine Elektrode (9b) mittels einer Zugleine (9c) aus der Rettungsweste (1) herausziehbar ist und an der Zugleine (9c) an Gewicht angeordnet ist.

16. Rettungsweste nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei sie eine Sendevorrichtung (13) aufweist, die auf einer bestimmten Notruffrequenz , vorzugsweise auf der internationale marine Notfrequenz (406 MHz) und/oder auf der Notfrequenz der Luftfahrt (121,5 Mhz), sendet.

Description:
Rettungsweste

Die Erfindung bezieht sich auf eine Rettungsweste für den aquatischen Einsatz mit einem Rückenteil und mehreren mittels eines Verschlusses miteinander verbindbaren Vorderteilen, wo ¬ bei die Rettungsweste aus mehreren Schichten aufgebaut ist.

Eine Rettungsweste für den aquatischen Einsatz - auch Schwimmweste genannt - ist ein Kleidungsstück, das eine Person im Wasser selbstständig in die Rückenlage dreht und den Kopf über Wasser hält, um die Atemwege freizuhalten. Unter "aquatischem Einsatz" ist dabei nicht nur die Verwendung bei Tätigkeiten auf dem Meer im Zusammenhang mit z.B. Schifffahrt, Segeln, Bohrinseln etc. zu verstehen, sondern auch die Verwendung bei Aktivitäten auf stehenden oder fließenden Gewässern mit Süßwasser.

Bei den Rettungswesten lassen sich zwei grundlegende Typen unterscheiden. Zum einen gibt es Feststoff-Rettungswesten, die mit einem festen, schwimmbaren, nicht wasseraufsaugenden Mate ¬ rial (z.B. Polystyrol, Kork etc.) ausgefüllt sind. Zum anderen sind aufblasbare Rettungswesten bekannt, die mit aufblasbaren Schwimmkörpern ausgestattet sind. Solche Rettungswesten sind mit einer Gasdruckpatrone versehen, die in einer Notsituation entweder automatisch (i.d.R. durch den Kontakt eines Sensors (z.B. einer Salztablette) mit Wasser) oder manuell ausgelöst werden kann, wodurch die Rettungsweste innerhalb von Sekunden aufgeblasen wird. - Rettungswesten der genannten Typen sind hinlänglich bekannt und in Benutzung, so dass es diesbezüglich keines besonderen druckschriftlichen Nachweises bedarf. In der Regel weisen sie ein Rückenteil und mehrere mittels eines Verschlusses miteinander verbindbare Vorderteile auf. Längs können die Vorderteile mittels eines Längsverschlusses (z.B. eines Reißverschlusses oder Klettverschlusses) miteinander verbunden sein. Alternativ oder zusätzlich kann mindestens ein quer verlaufender Querverschluss (z.B. ein Schließgurt,

BESTÄTIGUNGSKOPIE Schließband) vorgesehen sein. Eine Rettungsweste ist jeweils aus mehreren Schichten aufgebaut, z.B. äußere Schicht, Funkti ¬ onsschicht (schwimmbares Material oder Luftschicht) , innere Schicht). Ferner sind auch jackenartige Schutzbekleidungsstü ¬ cke bekannt, die Auftriebskörper oder gasförmige Auftriebstül- lungen aufweisen und somit als Wetterjacken mit Schwimm ¬ westenfunktion einsetzbar sind (z.B. DE 1 911 004 U) . In der WO 03 075692 AI wird ein kurzärmliges Shirt für den Wasser ¬ sport beschrieben, in dem versteckt eine aufblasbare Luftkammer untergebracht ist, so dass das Kleidungsstück in einer Notsituation als Auftriebshilfe dienen kann.

In einer Notsituation, d.h. wenn sich eine Person nach einem Unfall oder Unglück ungewollt im Wasser befindet, reduziert eine Rettungsweste den mit Schwimmbewegungen verbundenen Kraftaufwand bzw. hält ohnmächtige oder geschwächte Personen über Wasser. Dadurch verzögert sich der Zeitpunkt, an dem Ent ¬ kräftung eintritt, so dass mehr Zeit für eine Rettung zur Verfügung steht. Problematisch ist es jedoch, wenn die Notsituation in kühleren bis eiskalten Gewässern mit Temperaturen unterhalb von ca. 29 °C eintritt, da ein Körper bei niedrigen Temperaturen sehr schnell auskühlt. Bekanntlich stirbt eine große Anzahl Schiffbrüchiger weltweit an Unterküh ¬ lung. So beträgt in 4 bis 10 °C kaltem Wasser die Zeitspanne, innerhalb deren Erschöpfung oder Bewusstlosigkeit eines Menschen eintritt, 30 bis 60 Minuten und die erwartete Überlebenszeit eine Stunde bis drei Stunden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine wartungsarme Rettungsweste bereitzustellen, die die Überlebensmöglichkeit ihres Trägers in einer Notsituation gerade in kälteren Gewässern verbessert.

Diese Aufgabe wird durch eine Rettungsweste mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß weist die Rettungsweste eine an oder nahe der Innenseite der Rettungsweste liegende Schicht auf, die ein Latentwärmespeicher-Material, in dem bei Aktivierung eine exo- therme Reaktion stattfindet, umfasst. Bei Aktivierung des Lat ¬ entwärmespeicher-Materials wird in der Schicht Wärme erzeugt und dem Träger der Weste zugeführt. Durch die Wärmeabgabe an den Körper wird der Zeitpunkt, an dem unterkühlungsbedingte Erschöpfung und schließlich der Tod eintritt, hinausgezögert, so dass mehr Zeit für Dritte besteht, die in Not geratene Per ¬ son aufzufinden und zu bergen.

Latentwärmespeicher-Materialien sind Materialien, die thermi ¬ sche Energie verborgen, verlustarm, mit mehreren Wiederho ¬ lungszyklen über lange Zeit speichern können. Derartige Medien sind bekannt (z.B. EP 0 101 256 Bl, DE 198 13 562 AI) und werden beispielsweise in regenerierbaren Taschenwärmern, Handwär- mern, Warmhalteplatten etc. eingesetzt. Dabei wird die Enthal ¬ pie reversibler thermodynamischer Zustandsänderungen des Speichermediums ausgenutzt, insbesondere der Phasenübergang festflüssig. Das Speichermedium nimmt während der Änderung des Aggregatzustandes (fest-flüssig) Wärmeenergie bei konstanter Temperatur (sogenannte Speichertemperatur) auf bzw. gibt sie wieder ab. Je nach dem eingesetzten System wird ein spezielles Salz oder eine organische Verbindung (z.B. Paraffine) geschmolzen. Die dabei gespeicherte Wärmeenergie (Schmelzwärme) wird beim Erstarren des Speichermediums wieder freigegeben. Im Rahmen der Erfindung geeignete Systeme sind derart ausgelegt, dass die Schmelze des Latentwärmeträger-Mediums auch unterhalb der Schmelztemperatur flüssig in einem metastabilen Zustand vorliegt (metastabiles System) und das Erstarren erst nach einer gezielten Aktivierung von außen einsetzt. Die Aktivierung erfolgt durch eine vorgesehene Aktivierungseinheit.

Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Einsatz eines Latentwärmespeicher-Materials hat gegenüber bekannten Rettungswesten mit aktiver Wärmezufuhr zum Körper deutliche Vorteile:

Aus der DE 299 22 947 Ul ist eine Rettungsweste bekannt, die mehrere keramische PTC-Widerstandskörper , eine Anodenstruktur und eine Kathodenstruktur umfasst, wobei die PTC-Widerstandskörper durch eine Batterie mit Strom versorgt werden und die Weste dadurch lokal erwärmen. Die erfindungsgemäße Rettungs- weste dagegen benötigt in einer Notsituation für die Wärmeerzeugung keinen Strom, so dass eine in der Weste vorge ¬ sehene Batterie kleiner dimensioniert werden kann bzw. deren Energie für andere Zwecke (z.B. für die Versorgung einer Sig ¬ nallampe an der Weste) für längere Zeit zur Verfügung steht. Außerdem erfordert die erfindungsgemäße Weste einen geringeren Wartungsaufwand, da Batterien oder andere Akkumulatoren altern und an Ladung .verlieren und die elektrischen Verbindungen der PTC-Widerstände störungsempfindlich bei mechanischer Belastung sind.

Ferner sind Rettungsbekleidungsstücke bekannt, in denen chemische Komponenten enthalten sind, die nach Aktivierung miteinander exotherm reagieren und damit Wärme an den Träger des Kleidungsstückes abgeben. In der DE 29 41 116 AI wird eine Rettungsj acke beschrieben, an deren Innenseite Packungen, Kissen, Polster, Einlagen, Füllungen oder dergleichen vorgesehen sind, die voneinander getrennte Substanzen aufweisen, welche nach ihrem Mischen Wärme erzeugen. Die US 5,603,648 A zeigt eine Rettungsweste mit einer innen liegenden Schicht, in der Wärme erzeugt wird, wenn zwei mischbare Lösungen miteinander reagieren. Bei der in der US 2,429,973 A offenbarten Rettungsweste sind in deren unteren Bereich mehrere Heizeinheiten integriert, die ein Feststoffgemisch enthalten, das bei Kontakt mit zugeführtem Wasser exotherm reagiert. Im Unterschied zu den aus dem Stand der Technik bekannten Möglichkeiten der Wärmeerzeugung ist das Latentwärmespeicher-Material der erfin ¬ dungsgemäßen Rettungsweste mehrfach einsetzbar, da es nach einer erfolgten Aktivierung und Erstarrung durch Wärmezufuhr wieder erschmolzen werden kann. Außerdem ist die Wärme in dem Speichermaterial gleichmäßig gespeichert. ' Bei Aktivierung setzt ein sich immer weiter fortsetzender Erstarrungsprozess ein, wodurch die Wärme kontinuierlich und gleichmäßig erzeugt und abgegeben wird, während bei den bekannten Lösungen erst eine gute gleichmäßige Durchmischung der miteinander mischbaren Substanzen und damit ein aufwändiger, wartungsintensiver Auslösemechanismus Voraussetzung für eine Wärmeproduktion in einer Notsituation ist. ichtig für die Wahl eines geeigneten Latentwärmespeicher-Me ¬ diums für eine Rettungsweste ist die Temperatur, die nach Ak ¬ tivierung in dem Material erreicht wird, also die spezifische Speichertemperatur. Diese sollte zum Schutz vor Unterkühlung mindestens Körpertemperatur betragen. Die Speichertemperatur sollte jedoch auch nicht zu hoch gewählt sein, da beim Tragen der Rettungsweste ansonsten Verbrennungsgefahr besteht. Die Speichertemperatur des Latentwärmespeicher-Materials sollte vorzugsweise zwischen 50 und 70°C betragen. Ein im Rahmen der Erfindung vorteilhaft einsetzbares Latentwärmespeicher-Medium ist Natriumacetat-Trihydrat oder ein anderes Salzhydrat. Auch ein System mit einem Magnesiumnitrat-Lithiumnitrat-Gemisch oder mit Aluminiumnitrat kann vorteilhaft eingesetzt werden.

Die das Latentwärmespeicher-Material aufweisende Schicht ist in dem Rückenteil und in den Vorderteilen der Rettungsweste in mehrere Kammern untergliedert. Dies bewirkt eine bessere Verteilung des Speichermaterials und damit eine gleichmäßigere Wärmeversorgung des zu schützenden Körpers. Damit die Wärmeabgabe nach erfolgter Aktivierung des Latentwärmespeicher-Materials in allen Kammern einsetzt, ist es zweckmäßig, wenn die Kammern untereinander in Verbindung stehen. Es können bei ¬ spielsweise entsprechende zentrale Verbindungskanäle vorgesehen sein, über die die Kammern miteinander in Verbindung stehen. Wichtig ist, dass nach Ablauf des wärmeerzeugenden Prozesses und Erstarrung des Latentwärmespeicher-Materials eine jeweils gewünschte Bewegungsfreiheit für den Westenträger erhalten bleibt. Dies kann vorzugsweise zum einen über die Größe, Ausbildung und Anordnung der einzelnen Kammern realisiert werden. Außerdem kann vorteilhaft als Umhüllung für das Latentwärmespeicher-Material ein flexibles Material verwendet werden, z.B. eine elastische Folie oder dergleichen. Auch können vorteilhaft zwischen den Kammern elastische Einsätze vorgesehen sein. Auch die Verwendung eines flexiblen Latentwärmespeicher-Medium, d.h. eines Mediums, das auch im verfestigten Zustand noch eine Flexibilität aufweist, ist möglich.

Die Erfindung sieht vor, dass die Rettungsweste kurze Ärmchen aufweist, die die Schultern und zumindest Teile der Oberarme bedecken. Dadurch wird ein Verrutschen der Weste beim Tragen und damit deren Sitz verbessert. Aufgrund des - im Vergleich zu einer Rettungsweste ohne Arme - verringerten Öffnungsquer ¬ schnittes der Ärmchen wird der Zustrom von kaltem Wasser zu dem Rumpfbereich des Westenträgers verringert. Der obere Rumpf des Westenträgers wird somit besser vor dem Auskühlen ge ¬ schützt. Die Latentwärmespeicher-Schicht setzt sich auch in den Schulter- und Oberarmbereichen fort, um den Körper in einer Notsituation dort zu wärmen.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung handelt es sich bei der Rettungsweste um eine aufblasbare Rettungsweste. Eine derartige Weste weist einen höheren Tragekomfort auf, da sie im unaufgeblasenen Zustand klein bzw. dünn ist und da ¬ mit für den Träger die Bewegungsfreiheit weniger einschränkt. Außerdem wirkt die Gasschicht als zusätzliche Isolierschicht, d.h. sie verringert die Wärmeabgabe an die Umgebung. Ferner drückt die Gasschicht in einer Notsituation die Weste an den Rumpf des Westenträgers. Dadurch wird die Wasserzirkulation um den Körper herum verringert und damit der Wärmeverlust des Körpers und der Verlust der von dem Latentwärmespeicher-Materials erzeugten Wärme reduziert.

Vorteilhafterweise können am unteren Randbereich der Ärmchen eng anliegende und/oder verstellbare Armbündchen, Manschetten oder dergleichen vorgesehen sein. Dadurch wird die Wasserzirkulation um den Körper herum verringert und damit der Wärme ¬ verlust des Körpers bzw. der Verlust der von dem Latentwärmespeicher-Material erzeugten Wärme reduziert.

Um die Wasserzirkulation weiter zu verringern, ist vorteilhafterweise an den Ärmchen im Bereich der Armbündchen jeweils mindestens eine Armluftkammer vorgesehen, die derart angeordnet und ausgebildet ist, dass beim Aufblasen der Rettungsweste in der Armluftkammer ein auf das jeweilige Armbündchen einwirkender Anpressdruck entsteht. Durch diese Maßnahme wird durch das geschickte Verteilen der Luft eine zusätzliche Abdichtung im Armbündchen-Bereich erzielt. Um eine Abdichtung auch im oberen Bereich der Rettungsweste zu erreichen, weist die Weste vorteilhaft am Halsbereich einen anliegenden Rollkragen, ein anliegendes Halsbündchen oder der ¬ gleichen auf, der/das vorzugsweise aus Neopren gebildet sein kann. Anstelle von Neopren kann auch ein anderes Chloropren- Kautschuk-Material, Polychloropren-Material oder dergleichen verwendet werden.

Um das Eindringen von Wasser von unten in den Innenbereich zwischen Weste und Körper und damit der Wärmeverlust zu redu ¬ zieren, wird ferner vorgeschlagen, dass die Rettungsweste als vorteilhafte Ausführung an den unteren Randbereichen der Vor ¬ derteile und des Rückenteils ein wasserabweisendes, eng anlie ¬ gendes und/oder regulierbares Beckenbündchen aufweist. Dadurch wird die Rettungsweste beim Tragen nach unten abgedichtet.

Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass die Vorderteile der Rettungsweste mittels eines wasserdichten oder wasserabweisenden Verschlusses längs miteinander verbindbar sind. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Reißver- schluss oder einen Klettverschluss handeln. Auf diese Weise wird das Eindringen von Wasser von vorne in den Innenbereich zwischen Weste und Körper und damit der Wärmeverlust redu ¬ ziert .

In einer vorteilhaften Ausführung weist die Rettungsweste eine Aktivierungseinheit für das Latentwärmespeicher-Material auf, welche beim Aufblasen der Rettungsweste automatisch betätigt wird (automatische Aktivierungseinheit) . Durch diese Maßnahme ist kein zusätzlicher Sensor für die Aktivierung des Latentwärmespeicher-Materials erforderlich, der überwachen muss, ob eine Notsituation ' (d.h. der Träger befindet sich im Wasser, es handelt sich nicht nur um einen Spritzwasserkontakt) vorliegt. Eine automatische Aktivierung hat gegenüber einer rein manuell kontrollierten Aktivierung den Vorteil, dass sie den Träger in einer Notsituation vor Unterkühlung schützt, auch wenn dieser bei dem zugrunde liegenden Unfall oder dergleichen das Be- wusstsein verloren haben sollte. - Alternativ könnte die Weste jedoch auch einen gesonderten Sensor aufweisen, der überwacht, ob eine Notsituation vorliegt, und der ggf. direkt das Latent ¬ wärmespeicher-Material aktiviert .

Bei der Aktivierungseinheit handelt es sich gemäß einer vor ¬ teilhaften Ausführung um ein Metallplättchen oder dergleichen, das im Bereich des Latentwärmespeicher-Materials angeordnet ist und beim Aufblasen der Rettungsweste eine Bewegung er ¬ fährt. Dies bedeutet, dass sich beim Aufblasen der Rettungs ¬ weste das Metallplättchen entspannt oder dass es dabei ge ¬ knickt wird.

Es kann vorteilhaft sein, wenn die Kammern in den Vorderteilen und/oder in dem Rückenteil rippenförmig ausgebildet und quer oder schräg zum Körper verlaufend angeordnet sind. Dadurch wird für die in Not geratene Person die Bewegungsfreiheit er ¬ höht, insbesondere dann, wenn das Speichermaterial im Zuge der exothermen Reaktion erstarrt und damit unflexibel wird. Die Anordnung der Kammern kann z.B. im wesentlichen dem Verlauf der menschlichen Rippen im Brustkorb folgen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist die dem Träger der Weste zugewandte Innenseite der Rettungsweste aus Neopren gebildet. Die Neoprenschicht dient aufgrund der Mate ¬ rialeigenschaften von Neopren als Wärmespeicher für die in der Latentwärmespeicher-Materialschicht erzeugte Wärme, so dass der Wärmeverlust im Wasser reduziert ist. Ferner verhindert sie, dass die produzierte Wärme direkt an den Körper abgegeben wird und schützt somit vor Verbrennungen bei direktem Hautkontakt bzw. dünner Bekleidung. Anstelle von Neopren kann auch ein anderes Chloropren-Kautschuk-Material , Polychloropren-Ma- terial oder dergleichen verwendet werden.

In den Zeichnungen sind schematisch Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Rettungsweste dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 eine Rettungsweste gemäß der Erfindung in Vorderansicht,

Fig. 2 die Rettungsweste gemäß Fig. 1 in Rückansicht, Fig. 3a eine vorteilhafte Anordnung des Latentwärmespei ¬ cher-Materials in einer Rettungsweste in Vorderansicht ,

Fig. 3b eine vorteilhafte Anordnung des Latentwärmespei ¬ cher-Materials in der Rettungsweste in Rückansicht, Fig. 4 eine Seitenansicht einer Rettungsweste und

Fig. 5 schematische Darstellung des Schichtaufbaus der

Rettungsweste .

Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Rettungsweste 1 für den aquatischen Einsatz weist ein Rückenteil la, das sich beim Tragen der Weste 1 im Rückenbereich erstreckt, und mehrere (hier zwei) mittels eines Verschlusses miteinander verbindbare Vorderteile lb, die sich beim Tragen der Weste im Brustbereich befinden, auf (siehe Fig. 1 und 2), wobei sie aus mehreren Schichten aufgebaut ist. Für eine solche Rettungsweste 1 ist nun wesentlich, dass sie an oder nahe ihrer Innenseite eine Schicht 16 aufweist, die ein Latentwärmespeicher-Material ent ¬ hält, in dem bei Aktivierung eine exotherme Reaktion stattfindet (siehe Fig. 3a und 3b) . Diese wärmeerzeugende Schicht 16 muss sich nicht über die gesamte Weste 1 erstrecken. Wichtig ist, dass in einer Notsituation der empfindliche, wärmekritische obere Rumpf des Menschen vor Unterkühlung geschützt wird, wozu eine Anordnung der wärmeerzeugenden Schicht 16 zumindest in diesem Bereich erforderlich ist. Vorteilhafterweise erstreckt sie sich über den gesamten Rumpf. Nach dem Auslösen der exothermen Reaktion in dem Latentwärmespeicher-Material wird dort eine Temperatur, die höher als die Körpertemperatur ist und vorzugsweise anfangs zwischen 50 und 70°C beträgt, über einen längeren Zeitraum, vorzugsweise über mehrere Stunden, produziert.

Neben einem passiven Auskühlungsschutz (Isolationswirkung der Rettungsweste durch die verwendeten Materialien) hat die erfindungsgemäße Rettungsweste 1 somit einen aktiven Auskühlungsschutz, indem in der Weste 1 Wärme erzeugt und dem Körper zugeführt wird. Die Rettungsweste 1 wirkt somit dem Auskühlen des Trägers für den Zeitraum der Wärmeabgabe entgegen. Neben der wärmeerzeugenden Schicht 16 mit Latentwärmespeicher- Material weist die in den Figuren dargestellte Rettungsweste 1 weitere Merkmale auf, die dazu beitragen, die Überlebenszeit einer in Not geratenen Person in kälteren Gewässern zu verlän ¬ gern. So ist in den Fig. 1 und 2 zu erkennen, dass die Ret ¬ tungsweste 1 kurze Ärmchen 22 aufweist, die die Schultern und Bereiche der Oberarme bedecken. Durch diesen "T-Shirt"-Schnitt wird nicht nur der Sitz der Rettungsweste 1 verbessert, sondern auch die überdeckten Körperbereiche vor Kälte und Wärmeverlust geschützt. Hinzu kommt, dass sich auch die wärmeerzeugende Schicht 16 dorthin erstreckt, vgl. 3a, 3b), so dass kältebedingtem Kraftverlust der Armmuskulatur entgegengewirkt wird. Ferner ist bei der Ausführung mit Ärmchen 22 das Rückenteil la mit den Vorderteilen lb verbunden oder das Rückenteil la geht in die Vorderteile lb über (siehe Erläuterungen zu Fig. 4), die Weste 1 ist also an den Seiten geschlossen. Dadurch wird kaltes Wasser vom Körper ferngehalten und der Wär ¬ meverlust verringert.

In den Abbildungen sind exemplarisch Ausführungsbeispiele ei ¬ ner aufblasbaren Rettungsweste 1 gezeigt. Bei einer derartigen Ausführung ist von Vorteil, dass die Gasschicht in einer Notsituation die Rettungsweste 1 an den Körper drückt, was be ¬ reits einen Abdichteffekt bewirkt. Die Wasserzirkulation um den Körper herum wird verringert und damit auch der Wärmever ¬ lust. Weiter unten werden weitere vorteilhafte Abdichtungsmaßnahmen beschrieben. Selbstverständlich sind auch Feststoff- Rettungswesten mit einer wärmeerzeugenden Schicht möglich. Hierbei sind Abdichtungsmaßnahmen zweckmäßig, um Wasser vom Körper fernzuhalten.

Für die Aktivierung der exothermen Reaktion in der Latentwärmespeicher-Materialschicht 16 ist eine Aktivierungseinheit vorgesehen. Dabei handelt es sich hier um eine automatische Aktivierungseinheit 20. Diese ist derart ausgebildet und angeordnet, dass sie .beim Aufblasen der Rettungsweste 1 in einer Notsituation automatisch betätigt wird und dadurch den exothermen Prozess auslöst. Dafür ist beispielsweise im Bereich der Latentwärmespeicher-Materialschicht 16 ein Metallplättchen oder dergleichen vorgesehen, das beim Aufblasen der Rettungs ¬ weste eine Bewegung erfährt (es wird z.B. geknickt oder streckt sich) , wodurch Kristallisationskeime freigesetzt wer ¬ den. Die Bewegung kann beispielsweise dadurch hervorgerufen werden, dass sich ein Fortsatz einer aufblasbaren Schicht 18 in die wärmeerzeugende Schicht 16 hineinerstreckt. Wenn sich die Luftschicht 18 der Weste 1 bei deren Aufblasen aufbläst, weitet sich auch der Fortsatz, so dass ein zuvor geknicktes Metallplättchen eine Streckung erfährt.

Die Anordnung der automatischen Aktivierungseinheit 20 ist in diesem Ausführungsbeispiel exemplarisch gewählt. Sie kann auch an einer anderen zweckmäßigen Stelle angeordnet sein. Andere Auslösemechanismen sind möglich. Auch ist es möglich, dass eine Aktivierungseinheit für die wärmeerzeugende Schicht 16 ei ¬ nem gesonderten Sensor zugeordnet ist, der überwacht, ob eine Notsituation vorliegt. Dies wäre auch dann erforderlich, falls es sich bei der Rettungsweste 1 um eine Feststoff-Weste han ¬ delt. .

Vorteilhaft ist es, wenn die Rettungsweste 1 eine manuell aus ¬ lösbare Aktivierungseinheit 21 (z.B. ein entsprechenden Me ¬ tallplättchen oder dergleichen) für das Latentwärmespeicher- Material aufweist, die sich bis in einen erreichbaren Außenbe ¬ reich der Rettungsweste 1 erstreckt. Diese kann zusätzlich zu einer automatischen Aktivierungseinheit 20 vorgesehen sein. Auf diese Weise kann das Speichermaterial von dem Träger der Weste 1 aktiviert werden, z.B. falls eine automatische Akti ¬ vierung versagt haben sollte. Die manuelle Aktivierungseinheit 21 kann, wie in Fig. 1 exemplarisch dargestellt, vorzugsweise im Bereich eines vorteilhaft vorgesehenen Mundstückes 14 zum zusätzlichen Aufblasen der Rettungsweste 1 angeordnet sein.

Nach einer Notsituation mit erfolgter Aktivierung des Latentwärmespeichers ist es erforderlich, das Latentwärmespeicher- Material wieder zu verflüssigen, z.B. in einem Wasserbad. Dafür muss die Rettungsweste ggf. zumindest teilweise demontiert werden . Um die Wasserzirkulation zwischen Körper und umgebendem Wasser zu verringern und damit dem Verlust der Körperwärme und der von der Latentwärmespeicher-Materialschicht 16 erzeugten Wärme zu reduzieren, weist eine vorteilhafte Ausführung der Ret ¬ tungsweste 1 mehrere vorteilhafte Abdichtungsschutzmaßnahmen auf, die einzeln oder bevorzugt in Kombination an der Weste 1 realisiert sein können: So können (siehe Fig. 4) am unteren Randbereich der Ärmchen 22 eng anliegende und/oder verstellba ¬ re Armbündchen 23, Manschetten oder dergleichen vorgesehen sein (z.B. aus Neopren) . Die Wirkung der Armbündchen 23 kann dadurch verbessert sein, dass an den Ärmchen 22 im Bereich der Armbündchen 23 jeweils mindestens eine Armluftkammer rea ¬ lisiert ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind, pro Ärmchen 22 exemplarisch jeweils drei Armluftkammern 23a ausgebildet. Die Armluftkammern 23a sind vorzugsweise mit der auf ¬ blasbaren Schicht 18 der Weste 1 über Kanäle oder dergleichen verbunden und derart angeordnet und ausgebildet, dass beim Aufblasen der Rettungsweste 1 in den Armluftkammern 23a ein auf die Armbündchen 23 einwirkender Anpressdruck entsteht. Da ¬ für sind die Armluftkammern 24a hier ringförmig gestaltet. Ferner kann vorteilhaft an den unteren Randbereichen der Vorderteile lb und des Rückenteils la ein wasserabweisendes, eng anliegendes und/oder regulierbares Beckenbündchen 8 angeordnet sein. Am Halsbereich der Rettungsweste kann ein anliegender Rollkragen, Halsbündchen 3 etc. von Vorteil sein. Schließlich ist es für die Dichtigkeit der Weste 1 vorteilhaft, wenn deren Vorderteile lb mittels eines wasserdichten oder wasserabwei ¬ senden Verschlusses 5 in Längsrichtung miteinander verbindbar sind (Reißverschluss, Klettverschluss und/oder dergleichen) . In Fig. 1 ist exemplarisch angedeutet, dass die beiden Vorderteile lb in dem gezeigten Ausführungsbeispiel im mittleren Be ¬ reich und am Beckenbündchen 8 mittels eines Reißverschlusses 5a verbindbar sind, während am Halsbündchen 3 ein Klettverschluss 5b vorgesehen ist. Zusätzlich können quer verlaufende Schließgurte 6 (z.B. einer kurz unter der Ärmelansatzhöhe und einer im Bauchbereich der Weste) vorgesehen sein.

Fig. 3a und 3b zeigen die wärmeerzeugende Schicht 16 eines vorteilhaften Ausführungsbeispieles der Erfindung. Zu erkennen ist, dass die das Latentwärmespeicher-Material aufweisende Schicht 16 in dem Rückenteil la und in den Vorderteilen lb jeweils in mehrere Kammern 24 untergliedert ist, wodurch eine bessere,, gezielte Verteilung des Materials erreicht wird. Die genaue Anzahl, Dimensionierung und Anordnung der Kammern 24 hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. der Größe der Weste, deren Einsatzzweck. Erstrebenswert ist es, wenn in allen Westen ¬ größen in etwa die gleiche Wärmeenergiemenge abgegeben wird, vorteilhafterweise 60 bis 70 °C über mindestens 5 bis 7 Stunden .

In der dargestellten vorteilhaften Ausführung sind die Kammern 24 in Bereichen der Vorderteile lb und des Rückenteiles la exemplarisch rippenförmig und mit einer Breite, die in etwa ei ¬ nem Mittelfinger entspricht, ausgebildet und quer bzw. schräg zum Körper verlaufend angeordnet. Die einzelnen Kammern, Rippen oder dergleichen sind direkt miteinander verbunden oder stehen über zweckmäßig angeordnete Verbindungskanäle 24a miteinander in Verbindung, damit sich der wärmeerzeugende Prozess nach Aktivierung des Latentwärmespeicher-Materials in alle gewünschte Bereiche hinein fortsetzen kann.

In Fig. 3a sind zur Verdeutlichung drei rippenförmige Kammern 24 hervorgehoben, die durch mehrere schmale Verbindungskanäle 24a untereinander verbunden sind. Bei der Dimensionierung und Anordnung der Verbindungskanäle 24a ist zu beachten, dass sie einerseits so breit sein müssen, dass sie den wärmeerzeugenden Prozess weiterleiten können. Andererseits dürfen sie nicht zu breit sein, da sie andernfalls dazu beitragen, dass sich ein Westenträger nach Erstarren des Latentwärmespeichermateriales nicht mehr ausreichend bewegen kann.

In Fig. 3a und 3b ist zu erkennen, dass sich in dieser bevorzugten Ausführung die Kammern, Rippen oder dergleichen auch über den Schulterbereich und den Oberarmbereich erstrecken. Selbstverständlich könnte die Ausbildung, Dimensionierung und Anordnung der Kammern auch anders realisiert sein, z.B. laby- rintartige, mäaderförmige, netzartig oder eher zellenartige mit Abstand zueinander angeordnete Hohlräume, die durch Kanäle miteinander verbunden sind. Insgesamt sind die Ausbildung und Dimensionierung der Kammern, Rippen, Kanäle etc. der wärmeer ¬ zeugenden Schicht 16 derart zu wählen, dass nach Ablauf des wärmeerzeugenden Prozesses und Erstarrung des Latentwärmespei ¬ chermaterials die jeweils gewünschte Bewegungsfreiheit für den Westenträger erhalten bleibt.

Im gezeigten vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist die wärme ¬ erzeugende Schicht 16 derart realisiert, dass die Kammern zwi ¬ schen Rückenteil la und Vorderteilen lb durchgängig sind. Dies kann auch bei anderen Gestaltungen der Untergliederung der wärmeerzeugenden Schicht 16 vorteilhaft sein. In der Seitenansicht in Fig. 4 ist zu erkennen, dass hier insgesamt das Rückenteil la und die Vorderteile lb ohne Trennungsnaht realisiert sind. Selbstverständlich sind auch andere Westenschnitte möglich, bei denen Rückenteil la und Vorderteile lb und deren in ¬ nenliegende Schichten durch eine Naht miteinander verbunden sind.

Fig. 5 zeigt schematisch den mehrschichtigen Aufbau eines Aus ¬ führungsbeispieles der Rettungsweste 1: a) Außenhaut 17 aus einem robusten Westenmaterial, das in Richtung der Innenseite der Weste vorteilhaft mit einer Isolierschicht versehen sein kann, die Kälte von außen nach innen abhält; b) mit Gas (z.B. Kohlendioxid) füllbare Schicht 18 (aufblasbare Schicht), die bei einer aufblasbaren Rettungsweste für einen Großteil des Auftriebes sorgt und zugleich Isolationsfunktion gegen Wärmeverlust nach außen hat, c) wärmeerzeugende Schicht 16 mit Latentwärmespeicher-Material, d) Neoprenschicht 19, die als Wärmespeicher für die in der Wärmeschicht 16 erzeugte Wärme dient; sie gibt Wärme an den Körper dosiert ab, so dass eine Verbrennungsgefahr bei direktem Hautkontakt oder dünner Bekleidung für den Träger verringert ist. Es müssen sich nicht alle der genannten Schichten 16, 17, 18, 19 über die gesamte Weste 1 erstrecken.

In den Fig. 1 bis 4 sind neben den vorstehend beschriebenen Merkmalen andere zweckmäßige und vorteilhafte Ausstattungen, die die Rettungsweste 1 weiter verbessern, dargestellt. Im Falle einer aufblasbaren Rettungsweste 1 weist diese einen auf Wasserkontakt reagierenden Auslöser 10 (z.B. einen Salzta ¬ blettenauslöser) auf, der eine Treibgaspatrone für das automa ¬ tische Aufblasen der aufblasbaren Schicht 18 bzw. Luftkammern der Rettungsweste 1 aktiviert. Über die aufblasbare Schicht 18 wird hier auch ein zusätzlich vorgesehenes Polster 7 im Be ¬ ckenbereich und die Armluftkammern 23a über entsprechende Ver ¬ bindungskanäle aufgeblasen. Zusätzlich zum automatischen Aus ¬ löser 10 kann ein manuell betätigbarer Auslöser vorteilhaft vorgesehen sein.

Ein RFID (Radio Frequency Identification) -Transponder 15 kann beispielsweise in die Außenhaut 17 der Weste 1 integriert oder an der äußeren Schicht 17 angebracht sein z.B. im Schulterbereich. Im Zusammenwirken mit dem entsprechenden Lesegerät wird durch diese Maßnahme ein leichteres Auffinden der Weste 1 (z.B. in einem Lager) und eine eindeutige Zuordnung zu dem jeweiligen Besitzer, Nutzer ermöglicht. Ferner können darauf Service- und Wartungsinformationen etc. gespeichert sein.

Ferner kann vorteilhaft eine Sendevorrichtung 13 z.B. im Schulterbereich angeordnet sein, die auf einer bestimmten Not ¬ ruffrequenz (z.B. internationale marine Notfrequenz (406 MHz) oder Notfrequenz der Luftfahrt (121,5 Mhz)) sendet. Der omnidi- rektional sendende Peilsender wird von einer in die Weste ein ¬ gebauten Energiequelle 12 (Batterie, Akkumulator etc.) und ggf. einer Steuereinheit 12a betrieben. Durch diese Maßnahme wird die Ortung einer Person in einer Notsituation verbessert.

Zum besseren Auffinden einer Person in Not kann ebenfalls im Schulterbereich der Rettungsweste 1 eine Signallampe 4 vorgesehen sein, die in einer Notsituation automatisch oder manuell aktiviert wird.

Im Nackenbereich der Rettungsweste 1 kann eine spezielle Stütze 2 (Ohnmachtsschutz) ausgebildet sein, die einen Menschen im Wasser aus jeder Lage auf den Rücken drehen kann und seinen Kopf über Wasser hält. Ferner kann im Kopfbereich (z.B. am Halskragen der Rettungs ¬ weste) eine Art Haube 25 (Gischtschutz) realisiert sein, die in der Notsituation (z.B. bei starken Wind, hohem Wellengang) herausgezogen und über den Kopf gezogen werden kann, um vor Gischt und Spritzwasser der Wellenkämme zu schützen.

Am Halsbereich der Rettungsweste 1 kann zweckmäßig ein Mund ¬ stück 14 angeordnet sein, mit dem die Rettungsweste 1 mit dem Mund bei einer Fehlfunktion der Aufblasautomatik aufgeblasen werden kann.

Eine weitere Verbesserung ist eine Haischutzvorrichtung 9, die zwei Elektroden 9a, 9b an entgegengesetzten Enden der Rettungsweste 1 umfasst (z.B. eine Elektrode 9a am Halsbereich der Weste 1 und eine Elektrode 9b am unteren Bündchen 8), die ein elektromagnetisches Feld (Dipol-System) erzeugen. Der Dipolradius und damit der Schutz vor Haien und anderen Raubfischen kann vergrößert werden, indem eine Elektrode 9b mittels einer herausziehbaren Zugleine 9c aus dem Westenkörper herausgezogen werden kann und ein Gewicht vorgesehen ist, das die Zugleine 9c in Richtung Boden zieht und strafft. Mittels eines Impulsgebers baut die Vorrichtung 9 um den . Schiffbrüchigen herum ein elektromagnetisches Feld auf, das die lorenzinischen Ampullen von Haien und anderen Raubfischen stört, so dass diese die Flucht ergreifen.

RFID-Transponder 15, Sendevorrichtung 13, Signallampe 4, Haischutzvorrichtung 9 und ggf. weitere vorhandene Einheiten werden von einer Steuereinheit 12a gesteuert (insbesondere bei Eintreten der Notsituation aktiviert) und von einer Energiequelle " 12 oder mehreren Energiequellen aus mit elektrischer Energie versorgt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Energiequelle 12 mittels einer Starteinheit 11 automatisch bei Wasserkontakt aktiviert. Bezugszeichenliste

1 Rettungsweste (kurz: Weste)

la Rückenteil

lb Vorderteil

2 Stütze

3 Halsbündchen

4 Signallampe

5 Verschluss

5a Rei verschluss

5b Klettverschluss

6 Schließgurt

7 Polster im Beckenbereich

8 Beckenbündchen

9 HaischützVorrichtung

9a Elektrode von 9

9b Elektrode von 9

9c Zugleine

10 automatischer Rettungswestenauslöser

11 Starteinheit

12 Energiequelle

12a Steuereinheit

13 SendeVorrichtung

14 Mundstück

15 RFID-Transponder

16 wärmeerzeugende Schicht

17 Außenschicht

18 aufblasbare Schicht

19 Innenschicht, Neoprenschicht

20 automatische Aktivierungseinheit für 16

21 manuell auslösbare Aktivierungseinheit für 16

22 Ärmchen

23 Armbündchen

23a Armluftkammer

24 Kammern

24a Verbindungskanal

25 Haube