HENSELER, Markus (Rigiweg 1, Immensee, CH-6405, CH)
| Patentansprüche Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb (3) der Liftkabine, die dazu bestimmt sind, beim Einfahren der Liftkabine in eine Erschliessungsebene zwischen Rollen (19,20) an einer Schwenkplatte (18) mit Klinke (21) an der Liftschachttür zu fahren und dabei die Rollen (19,20) unter Schwenkung der Schwenkplatte (18) und Ausklinken der Klinke (21) auseinanderzuschieben und dadurch die Liftschachttür-Verriegelung zu entriegeln, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizschwerter (4) der Liftschachttür-Entriegelung gegenüber der Liftkabine (1) nachgiebig ausgeführt sind, sodass sie bei einem allfälligen Touchieren des Liftschachtkopfes (2,6) am oberen Ende des Lichtschachtes über eine einstellbare Wegstrecke nachgiebig sind, und nach Wegfahren der Liftkabine (1) vom Liftschachtkopf (2) wieder ihre ursprüngliche Position einnehmen. Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb (3) der Liftkabine (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schwerter (4) der Livtkabinen-Türe gegenüber der Liftkabine (1) nachgiebig ausgeführt sind, indem sie an einer fest an der Liftkabine angebauten Montageplatte (10) längs je einer Führung (11) verschiebbar gelagert sind, wobei sie von je einer Feder (9) federbelastet in der obersten Verschiebeposition gehalten sind, und durch Kraftbeaufschlagung ihrer oberen Enden von oben infolge Kollision mit dem Liftschachtkopf (2,6) gegen die Kraft der Federn (9) nach unten verschiebbar sind, und durch diese Federn (9) nach Freigabe ihrer oberen Enden in die oberste Verschiebeposition zurückgestellt werden. Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb der Liftkabine (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizschwerter (4) an einer Montageplatte (10) angebaut sind, die in vertikaler Richtung gegen eine Federkraft verschiebbar an der Liftkabine angebaut ist, sodass bei einem allfälligen Touchieren des Liftschachtkopfes (2,6) mit den oberen Enden der Spreizschwerter (4) die Montageplatte (10) und somit die darauf angeordneten Spreizschwerter (4) über eine einstellbare Wegstrecke nachgiebig verschiebbar ist, und nach Wegfahren der Liftkabine vom Liftschachtkopf wieder ihre ursprüngliche Position einnimmt. Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb (3) der Liftkabine (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplatte (10) der Liftschacht-Türverriegelung gegenüber der Liftkabine (1) verschiebbar ausgeführt ist, indem sie längs einer Führung verschiebbar gelagert ist, wobei sie durch mindestens eine Feder federbelastet in der obersten Verschiebeposition gehalten ist, und durch Kraftbeaufschlagung der oberen Enden der an ihr fest angebauten Spreizschwerter (4) von oben infolge Kollision mit dem Liftschachtkopf (2,6) gegen die Kraft der mindestens einen Feder nach unten verschiebbar sind, und durch diese mindestens eine Feder (9) nach Freigabe der oberen Enden der Spreizschwerter (4) in die oberste Verschiebeposition zurückgestellt wird. Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb (3) der Liftkabine (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Feder (9) eine Stahl-Zugfeder ist. Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb (3) der Liftkabine (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn mindestens eine Stahl-Druckfeder, eine Balgfeder oder eine Tellerfeder einschliessen. Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb (3) der Liftkabine (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn mindestens eine Gasdruckfeder oder Öldruckfeder einschliessen. Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb (3) der Liftkabine (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn je aus einer Blattfeder aus Stahl bestehen, die zwischen der Liftkabine (1) einerseits und den Schwertern (4) oder der Montageplatte (10) andrerseits wirksam sind. 9. Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb (3) der Liftkabine (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn je aus einer Blattfeder aus Kunststoff-Material bestehen, die zwischen der Liftkabine (1) einerseits und den Schwertern (4) oder der Montageplatte (10) andrerseits wirksam sind. 10. Liftschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern (4) am Türantrieb (3) der Liftkabine (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn je aus einer Blattfeder aus Glasfiber bestehen, die zwischen der Liftkabine (1) einerseits und den Schwertern (4) oder der Montageplatte (10) wirksam sind. |
[0001] Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entriegelung von Liftschacht- Türen mit Spreizschwertern gemäss Anspruch 1. Das sind z.B. Metallschienen mit oben und unten leicht gegen innen, also gegeneinander hin gekrümmten Enden. [0002] Diese beiden Schwerter befinden sich am oberen Randbereich der Liftkabinentüre und fahren also mit derselben mit und überragen die Liftkabine nach oben. Sie sind an zwei verbindenden Bügeln gelenkig miteinander verbunden, wobei die Bügel in ihrem Zentrum je um einen Achsbolzen an einer Montageplatte schwenkbar gelagert sind. Es entsteht daher ein Parallelogramm, sodass die Schwerter aus einer Ruheposition, in welcher sie geschlossen sind und auf ungleicher Höhe einander gegenüberliegen, das linke etwas höher liegend als das rechte, unter Schwenkung der sie verbindenden Bügel im Gegenuhrzeigersinn voneinander weg gespreizt werden. Das links der Bügel angeordnete Schwert wird dabei nach links und abwärts vom rechts angeordneten wegschwenkt, und dieses rechts angeordnete Schwert umgekehrt nach rechts oben vom links angeordnete Schwert weggeschwenkt.
[0003] Neuste Liftantriebskonstruktionen erlauben eine minimale Schachtkopfhöhe von bloss noch 240cm. Das ist das Mass vom obersten Stockwerkboden bis hinauf an die Unterseite des Liftschachtkopfes, das heisst an die Decke des Liftschachtes. Ein dort einzubauender Lift soll trotzdem eine Kabinentür von 210cm Höhe aufweisen. Ca. 10cm werden für die Überfahrt oben über der Kabine benötigt. Für den Lifttürenantrieb wird zusätzlich eine Höhe von ca. 15cm benötigt. Somit verbleiben in der obersten normalen Liftposition nur noch ca. 5cm oder noch weniger übrig. Dieser Freiraum wird als Sicherheitspuffer benötigt. Wenn der Lift mit grosser Last im obersten Stockwerk anhält, genau auf Stockwerkhöhe, und dann entlastet wird, so kann sich die Kabine aufgrund der Elastizität der Tragseile noch um einige cm anheben. Auch wenn der Lift aus antriebstechnischen Gründen die reguläre oberste Position um einige Zentimeter überfahren sollte, braucht es dafür einen gewissen Spielraum. Auch dann muss noch ein Spalt breit Luft bis zum Liftschachtkopf vorhanden sein, damit in keinem Fall die Liftkabine an demselben anschlagen kann.
[0004] Die am weitesten nach oben ragenden Teile an einer Liftkabine sind die zum Türantrieb gehörigen Spreizschwerter für die Schachttür-Entriegelung. Wenn ein Lift aus irgendwelchen Gründen die reguläre oberste Position leicht überfährt, so besteht die Gefahr, dass diese Spreizschwerter mit ihren oberen Enden die Liftschachtdecke touchieren und in der Folge verkrümmt werden und sodann verklemmen. Durch einen solchen Vorfall kann die gesamte Liftanlage ausser Betrieb gesetzt werden, mit allen Folgekonsequenzen, und das bloss wegen einem oder zwei leicht verkrümmten Schienen bzw. diesen Schwertern. Es können Leute in der Liftkabine blockiert werden, es muss ein Service- und Rettungsteam gerufen werden und der Lift muss an Ort und Stelle repariert werden. Das kann Stunden dauern und ist mit vielen Unannehmlichkeiten für den Betreiber und die Benützer des Liftes verbunden.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine Liftschachttür- Entriegelung in Form von Spreizschwertern anzugeben, welche die oben genannten Probleme vermeidet.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst von einer Lichtschachttür-Entriegelung mit Spreizschwertern am Türantrieb der Liftkabine, die sich dadurch auszeichnet, dass die Schwerter der Liftschachttür-Entriegelung nachgiebig ausgeführt sind, sodass sie bei einem allfälligen Touchieren des Liftschachtkopfes über eine einstellbare Wegstrecke nachgiebig sind, und nach Wegfahren der Liftkabine vom Liftschachtkopf wieder ihre ursprüngliche Position einnehmen. [0007] Anhand der Zeichnungen wird diese Liftschachttüren-Entriegelung dargestellt, ihre Konstruktion wird beschrieben und ihre Funktion wird erklärt. Es zeigt:
Figur 1 : Eine schematische Darstellung der Problematik mit dem knappen
Freiraum oberhalb der Spreiz-Schwerter und dem Liftschachtkopf; Figur 2: Den oberen Endbereich einer Liftkabine mit ihrem Türantrieb und der zugehörigen Liftschachttür-Entriegelung in Form von Spreizschwertern;
Figur 3: Eine Türverriegelung einer Liftschachttüre im verriegelten Zustand, zur
Entriegelung zu betätigen durch die Spreizschwerter des Türantriebes der Liftkabine;
Figur 4: Eine Türverriegelung einer Liftschachttüre im entriegelten Zustand, betätigt durch die Spreizschwerter des Türantriebes der Liftkabine. [0008] Die Figur 1 zeigt die Problematik auf, welche dieser Erfindung zugrunde liegt. Gezeigt ist eine Liftkabine 1 im Liftschacht 7, in ihrer obersten Position, das heisst angehalten auf der obersten Erschliessungsebene 5. Oben ist der Liftschachtkopf 2 eingezeichnet. Der Liftschachtkopf 2 weist hier in der obersten Erschliessungsebene 5 eine Höhe von 260cm auf. Oben auf der hier rechten Seite der Liftkabine 1 , das heisst auf der Seite ihrer Türe 26 ist oberhalb derselben der Türantrieb 3 untergebracht. Dieser schliesst zwei Spreizschwerter 4 ein, die hier von der Seite gesehen dargestellt sind, weswegen man nur eines der beiden Spreizschwerter 4 sieht. Ein Liftschachtkopf 6 mit bloss 240cm Höhe ab der obersten Erschliessungsebene 5 ist strichliniert angedeutet. Wie man erkennt, ragen die oberen Enden der eingezeichneten Spreizschwerter 4 über die untere Begrenzung dieses reduzieren Liftschachtkopfes 6 hinaus. Wäre dieser Liftschachtkopf 6 real, so würden die Spreizschwerter 4 mit dem Liftschachtkopf 6 kollidieren und in der Folge würden sie deformiert. Diese dann verkrümmten Spreizschwerter 4 würden die gesamte Liftanlage havarieren und ausser Betrieb setzen, mit allen negativen Konsequenzen. Ein grosser Aufwand wäre nötig, um den Lift wieder in Betrieb zu setzen, nicht zu reden von der stets als unangenehm empfunden Ausfallzeit.
[0009] Der DrucK wächst indessen, immer niedrigere Liftschachtköpfe zu realisieren, und gleichzeitig hohe Liftkabinen mit 210cm hohen Lifttüren zu verbauen, wie eingezeichnet. Das scheiterte bisher an den Spreizschwertern, die dann sehr gefährdet wären und im Grenzfall am Liftschachtkopf beschädigt würden. Der Lifttürenantrieb 3 benötigt an einer Liftkabine 1 eine zusätzliche Höhe von ca. 15cm, womit man von der obersten Erschliessungsebene 5 aus gemessen bereits bei 210cm plus 15cm = 225cm ist. Weitere ca. 10cm werden für die Überfahrt oben über der Kabine 1 benötigt, sodass man bereits bei 235cm ist. Diese Toleranz ist zu gering, als dass jegliche Havarie ausgeschlossen werden könnte und das ist der Anlass für die vorliegende Erfindung.
[0010] Die Lösung besteht darin, die Spreiz-Schwerter 4 nachgiebig auszuführen, sodass diese im Falle einer Kollision mit dem Liftschachtkopf 6 nachgeben können und hernach beim Abwärtsfahren der Liftkabine 1 wieder ihre ursprüngliche Position einnehmen. In Figur 2 ist eine solche Konstruktion der Spreizschwerter 4 an einem Lifttürenantrieb gezeigt. Man erkennt hier die Liftkabine 1 , und zwar in einem Blick auf jene Seite der Liftkabine 1 , an welcher eine Türe vorhanden ist. Gezeigt ist im Bildausschnitt bloss der linke obere Randbereich der Liftkabine 1. Der Türantrieb schliesst einen hier nicht sichtbaren Elektromotor ein, welcher einen Zahnriemen 8 antreibt. Dieser Zahnriemen 8 schleppt die Lifttüre seitlich auf Rollen geführt hin und her, nach dem der Türantrieb durch Ausklinken der Klinke 12 von der Gegenklinke 13 freigegeben ist. Die Lifttüre und die Liftschachtüre darf nur dann geöffnet werden können, wenn der Lift in einer Erschliessungsebene angehalten ist oder mindestens unmittelbar vor dieser Erschliessungsebene am Anhalten ist, also in der Endphase seiner Fahrt.
[0011] Der Liftmotor für die Lifttüren muss nicht bloss die Liftkabinentüren öffnen, sondern auch die Liftschachttüren auf jeder Erschliessungsebene. Das gilt, ob es sich nun um eine ein- oder mehrteilige Liftkabinentüre und zugehörige Liftschachttüre handelt, die sich nur auf eine Seite hin öffnet wie auch für solche Liftkabinen- und Liftschachttüren aus zwei ein- oder mehrteiligen Türflügeln, die zum Öffnen von der Mitte aus auf zwei Seiten hin voneinander weggeschoben werden. Hierzu dient grundsätzlich eine Mitnehmer-Konstruktion, mittels welcher die Liftschachttüren von den sich verschiebenden Liftkabinentüren mitgeschleppt werden, sowohl zum Öffnen wie auch zum Schliessen der Schachttüre oder der Schachttüren. Die Liftschachttüren verfügen also über keine eigenen Antriebe. Dadurch ist nur ein Elektromotor für die Liftkabinentüre oder die Liftkabinentüren nötig, und dieser öffnet und schliesst dann in jeder Erschliessungsebene durch ein Mitschleppen auch die jeweiligen Liftschachttüren. Das wiederum darf nur dann möglich sein, wenn die Liftkabine jeweils in der richtigen Position gegenüber der Liftschachttüre steht. [0012] Die Liftschachttüren müssen grundsätzlich verriegelt sein, sodass sie von aussen nicht geöffnet werden können, damit nicht jemand in den leeren Liftschacht stürzen könnte. Zum Entriegeln der Liftkabinentüre wie auch der Liftschachttüren auf jeder Erschliessungsebene dient eine Liftkabinen- Türentriegelung in Form von Spreizschwertern 4 am Türantrieb der Liftkabine. Diese beiden Schwerter 4 sind auf einer Montageplatte 10 angeordnet und längs von Führungen 11 in vertikaler Richtung verschiebbar geführt, wie oben mit den Doppelpfeilen angedeutet. Die beiden Enden, also das obere und das unteren Ende der Schwerter 4 sind gegen einander hin gerichtet abgeschrägt. Die Führungen 11 und somit auch die Schwerter 4 sind ausserdem über die an den Bolzen 16,17 schwenkbaren Verbindungsbügel 14 und 15 miteinander verbunden, sodass ein Parallelogramm gebildet wird. Die Führungen 11 mit den von ihnen gehaltenen und geführten Schwertern 4 können daher um die Schwenkachsen der Bolzen 16,17 dieser beiden Bügel 14,15 verschwenkt werden, das heisst längs der beiden für jede Führung 11 eingezeichneten gebogenen Doppelpfeile. Die Führung 1 links mit ihrem Schwert 4 wird also im Uhrzeigersinn nach rechts oben geschwenkt und umgekehrt, und die Führung 11 rechts mit ihrem Schwert 4 gleichzeitig im Uhrzeigersinn nach links unten und umgekehrt. Im gezeigten Zustand sind die Schwerter mit maximal möglichem Abstand voneinander weggespreizt und betätigen damit beim Einfahren in eine Erschliessungsebene unter Zusammenwirkung mit einer Klinke an der Schachttüre die Schachttüren- Verriegelung und entriegelt. Die Schwerter sind deswegen so lange ausgeführt, damit sie wirksam werden können, noch bevor die Liftkabine eine Erschliessungsebene vollends erreicht hat und also die Liftschachttüre schon während des Anhaltevorgangs - sei es dass die Liftkabine von unten oder von oben kommt - entriegelt und die Liftschachttüre geöffnet werden kann. Während der Normalfahrt der Liftkabine, das heisst ausserhalb der Erschliessungsebenen, sind die Schwerter 4 zusammengeschwenkt, also in den Endpositionen gemäss den eingezeichneten gebogenen Doppelpfeilen. Die Schwerter 4 werden über den oberen Verbindungsbügel 14 und dessen Fortsatz 23 motorisch betätigt, sobald der Türöffnungsmotor in Aktion tritt, was durch das Ankommen des Liftes in den Nahbereich einer Erschliessungsebene erfolgt, die zuvor angewählt wurde. Dann werden also diese beiden Schwerter 4 von ihrem geschlossenen Zustand aus, nachdem sie von unten oder oben in diesem noch geschlossenen Zustand zwischen zwei Rollen 19,20 eingefahren sind, welche an der Schachttür- Verriegelung montiert sind, wie dieselben in Figur 3 und 4 gezeigt sind, auseinandergespreizt. Durch das Auseinanderspreizen der Schwerter 4 und damit voneinander Wegdrücken der beiden Rollen 19,20 wird die Schwenkplatte 18, an welcher die Rollen 19,20 angebaut sind, mit ihrer Verlängerung 24 in der Zeichnung im Gegenuhrzeigersinn geschwenkt, nämlich aus der Position wie in Figur 3 gezeigt in die Position wie in Figur 4 gezeigt. Die Klinke 21 an der Verlängerung 24 wird dadurch aus Klinke 22 herausgeschwenkt und die Schachttür-Verriegelung ist damit entriegelt, wie das im Folgenden noch detaillierter beschrieben wird.
[0013] Als Besonderheit sind nun die beiden Schwerter 4 dieser Liftkabinen- Türverriegelung gegenüber der Liftkabine nachgiebig ausgeführt. Das ist hier realisiert, indem sie gegen oben in der jeweiligen Führung 11 nicht verschiebbar sind, hingegen nach unten hin ein Stückweit verschiebbar sind. Zwischen der Führung 11 und dem unteren Ende des von ihr getragenen Schwertes 4 ist eine Zugfeder 9 eingebaut, welche also das Schwert 4 in der Führung 11 stets nach oben in seine oberste Position innerhalb der Führung 11 zieht. Bei einem allfälligen Touchieren des Liftschachtkopfes am oberen Ende des Liftschachtes kann so das Schwert 4 nach unten über eine einstellbare Wegstrecke ausweichen, und die Zugfeder 9 wird entsprechend ausgezogen. Sobald die Liftkabine 1 wieder vom Liftschachtkopf wegfährt, zieht die Feder 9 das Schwert 4 wieder in seine ursprüngliche Position zurück.
[0014] Die Figur 3 zeigt einen Blick auf den Verriegelungsmechanismus im oberen Bereich einer Liftschacht-Türe, das heisst am Liftschacht, und zwar im verriegelten Zustand der Türe. Dieser Mechanismus liegt dann direkt gegenüber der Liftschachttür-Entriegelung wie in Figur 2 gezeigt und oben beschrieben, das heisst in der Weise gegenüber, wie wenn man die Vorderseite des Zeichnungsblattes mit Figur 2 auf die Vorderseite des Zeichnungsblattes mit Figur 3 bzw. 4 legen wurde, also vis-ä-vis. Dieser Mechanismus an der Liftschachttüre ist in Figuren 3 und 4 dargestellt und besteht aus einer Schwenkplatte 18, die zwei Rollen 19,20 trägt, eine Rolle 19 rechts unten, und eine Rolle 20 links oben an einem sich nach oben erstreckenden Hebel 25. Die Schwenkplatte 18 erstreckt sich links in eine seitliche Verlängerung 24, welche unten eine nach vorne, zur Blickrichtung des Betrachters hin abgewinkelte Klinke 21 aufweist. In der dargestellten Position steht diese bewegliche Klinke 21 in mechanischem Eingriff mit einer stationären Klinke 22 an der Liftschachttüre. Die Liftschachttüre, die mit der stationären Klinke 22 verbunden ist, ist daher verriegelt und kann nur innerhalb des geringen Spiels der Klinke 21 innerhalb der stationären Klinke 22 hin und her verschoben werden. Zum Entriegeln fahren die Spreizschwerter 4 an der oberen, der Liftschachttüre zugewandten Seite der Liftkabine in ihrem geschlossenen Zustand zunächst je nach dem von unten oder oben - woher eben die Liftkabine gerade kommt - zwischen die beiden Rollen 19,20 an der Schwenkplatte 18. Frühestens nachdem ihre abgeschrägten Enden die Rollen 19,20 passiert haben und also an ihnen vorbeigefahren sind, werden die beiden Schwerter 4 durch den Türantrieb der Liftkabine via Fortsatz 23 und oberen Verbindungsbügel 14 parallel auseinandergespreizt. Dadurch werden die Rollen 19,20 voneinander weggedrückt, was ein Drehmoment auf die Schwenkplatte 18 erzeugt, die in der Folge in Richtung des gebogenen Pfeils in Figur 4 im Gegenuhrzeigersinn leicht geschwenkt wird. Dadurch fährt die Klinke 21 nach unten und wird von der Gegenklinke 22 weggeschwenkt und somit ist die Liftschachttüre entriegelt und für eine seitliche Verschiebung freigegeben.
[0015] Die Figur 4 zeigt denselben Verriegelungsmechanismus, jetzt aber in geöffnetem Zustand der Verriegelung. Die Schwenkplatte 18 wurde durch das voneinander Wegdrücken der beiden Rollen 19,20 durch die zwischenliegenden Schwerter 4 um einige Winkelgrade im Gegenuhrzeigersinn nach unten geschwenkt, sodass die Klinke 21 von der Gegenklinke 22 weggefahren wurde. Damit ist die Schachttüre entriegelt und kann von einem Mitnehmer am Lifttürenantrieb mitgenommen und somit geöffnet und auch wieder geschlossen werden.
[0016] Wesentlich ist also an dieser Liftschachttür-Entriegelung, dass eine Deformation der Spreizschwerter vermieden wird, wenn diese allenfalls den Liftschachtkopf am oberen Ende des Lichtschachtes touchieren sollten, indem die Schwerter 4 der Liftschachtür-Entriegelung gegenüber der Liftkabine 1 nachgiebig ausgeführt sind. Das ist zum Beispiel gewährleistet indem sie wie beschrieben an der Spreizschwert-Konstruktion selbst, das heisst an der Montageplatte 10 längs je einer Führung 11 verschiebbar gelagert sind. Und das kann wie beschrieben dadurch realisiert sein, dass sie federbelastet in der obersten Verschiebeposition gehalten sind, und durch Kraftbeaufschlagung ihrer oberen Enden von oben infolge Kollision mit dem Liftschachtkopf gegen die Kraft der Federn auf der Montageplatte 10 nach unten verschiebbar sind, und durch diese Federn nach Freigabe ihrer oberen Enden in die oberste Verschiebeposition zurückgestellt werden.
[0017] Als alternative Ausführung kann die Liftschachttür-Entriegelung aber auch so gestaltet sein, dass die gesamte Spreizschwert-Konstruktion auf einer Montageplatte 10 aufgebaut ist, welche selbst an der Liftkabine 1 in vertikaler Richtung nachgiebig montiert ist. Das heisst, sie ist verschiebbar geführt, sodass bei einem allfälligen Touchieren des Liftschachtkopfes mit den oberen Enden der Spreizschwerter \ die gesamte Montageplatte 10 gegen eine Federkraft verschiebbar ist und somit auch die darauf angeordneten Spreizschwerter 4 über eine einstellbare Wegstrecke gegenüber der Liftkabine nachgiebig sind. Nach Wegfahren der Liftkabine 1 vom Liftschachtkopf nimmt die Montageplatte 10 mit den Spreizschwertern 4 wieder ihre ursprüngliche Position ein. Diese Konstruktion kann so ausgeführt sein, dass die Montageplatte 10 längs einer eigenen Führung verschiebbar gelagert ist, wobei sie federbelastet in der obersten Verschiebeposition gehalten ist. Durch Kraftbeaufschlagung der oberen Enden der an ihr angebauten Spreizschwerter 4 von oben infolge Kollision mit dem Liftschachtkopf wird sie dann gegen die Kraft der Federn nach unten verschoben. Und nach Freigabe der oberen Enden der Spreizschwerter 4 wird die Montageplatte 10 kraft der Federn wieder in ihre oberste Verschiebeposition zurückgestellt. Als Federn können in beiden Fällen Federn aller Art eingesetzt werden, etwa Stihl-Zugfedern 9, Stahl-Druckfedern, Balgfedern, Tellerfedern, Gasdruckfedern, Öldruckfedern etc., je nach gerade bevorzugter Konstruktion. Als Variante können durch angepasste Konstruktionen auch einfache Blattfedern aus Stahl oder einem Kunststoff-Material eingesetzt werden, die dann zwischen der Liftkabine 1 und den Schwertern 4 oder zwischen der Liftkabine 1 und der Montageplatte 10 wirksam sind. Als geeignet kann sich auch eine Blattfeder aus Glasfiber erweisen.
