ZÖLLER, Peter (Üngelsheimer Weg 1-3, Düsseldorf, 40472, DE)
HANSEN, Jürgen (Ungelsheimer Weg 1-3, Düsseldorf, 40472, DE)
ZÖLLER, Peter (Üngelsheimer Weg 1-3, Düsseldorf, 40472, DE)
A n s p r ü c h e
1. Leuchtkasten (1) mit
- mindestens drei Grundprofilen (2a, 2b, 2c, 2d) , die im montierten Zustand einen geschlossenen Grundrahmen (2) bilden, an den ein erstes zu beleuchtendes spannbares Flächenmaterial (4) derart einsetzbar ist, dass es die Vorderseite des Grundrahmens (2) bildet,
- mindestens einem Leuchtmittel (5) , welches innerhalb des Grundrahmens (2) angeordnet ist, um den Leuchtkasten
(1) auszuleuchten,
- mindestens einer Stromversorgung, insbesondere einem elektrischen Vorschaltgerät (8) , um das Leuchtmittel (5) mit Strom zu versorgen,
- mindestens einer an der Rückseite des Grundrahmens (2) angeordneten Tragwand, die mindestens ein Befestigungs- mittel (6) zur lösbaren Fixierung des Leuchtmittels (5) und/oder des elektrischen Vorschaltgeräts (8) innerhalb des Grundrahmens (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragwand durch ein zweites spannbares Flächenmaterial (7) gebildet ist, das derart an dem Grundrahmen (2) befestigbar ist, dass es die Rückseite des Leuchtkastens (1) bildet.
2. Leuchtkasten (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite spannbare Flächenmaterial (4, 7) in das Grundprofil
(2) durch Spannmittel, insbesondere an einem Randbereich des spannbaren Flächenmaterials (4, 7) ausgebildete Ver- Stärkungsstreifen (4a, 7a) , in das Grundprofil (2) einsetzbar ist.
3. Leuchtkasten (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Verbindung des Leuchtmittels (5) an dem spannbaren Flächenmaterial (7) eine Schnappverbindung und/oder eine Rastverbindung und/oder eine Klemmverbindung und/oder eine Verbindung mittels eines Klettverschlusses ist.
4. Leuchtkasten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Montage der Befestigungsmittel (6) an dem zweiten spannbaren Flächenmaterial
(7) mindestens eine Aussparung vorgesehen ist, in die das mindestens eine Befestigungsmittel (6) einsetzbar ist.
5. Leuchtkasten (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stift an dem Befestigungsmittel (6) ausgebildet ist, welcher zur Befestigung des Befestigungsmittels durch die an dem dehnbaren Flächenmaterial (7) ausgebildete Aussparung steckbar und außerhalb des auszuleuchtenden Raumes innerhalb des Leucht- kastens (1) durch Kontermittel (6a) in seiner Position fixierbar ist .
6. Leuchtkasten (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtmittel (5) über ein vorkonfektioniertes Stecksystem in Reihenschaltung miteinander verbindbar sind, wobei insbesondere zwei Leuchtmittel (5) über jeweils ein elektrischen Vorschalt- gerät (8) betreibbar sind.
7. Leuchtkasten (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das spannbare Flächenmaterial (7) mehrteilig insbesondere in der Form von flexiblen insbesondere in ihrer Länge veränderbaren Querstreben (7c, 7d) gebildet ist, die in den Grundrahmen (2) ein- setzbar sind.
8. Leuchtkasten (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Verstärkungsstrebe (9) in den Grundrahmen (2) einsetzbar ist, um den Grundrahmen (2) und/oder das zweite spannbare Flächenmaterial (7) im Bereich der Befestigungsmittel (6) zu verstärken.
9. Leuchtkasten (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrischen Abmessungen des Grundrahmens (2) durch einen Austausch mindestens zweier Profile (2a, 2b, 2c, 2d) an die Abmessungen des ersten und zweiten spannbaren Flächenmaterials (4, 7) anpassbar sind.
10. Leuchtkasten (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Stromversorgung notwendige mindestens eine elektrische Vorschaltgerät (8) an dem zweiten spannbaren Flächenmaterial vormontiert sind.
11. Leuchtkasten (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem spannbaren Flächenmaterial (7) gebildete Tragwand das vom Leuchtmittel (6) ausstrahlende Licht reflektiert oder in einen Farbeffekt an der Rückseite des Leuchtkastens (1) umwandelt.
12. Tragwandanordnung für einen Leuchtkasten (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragwand durch ein spannbares Flächenmaterial (7) gebildet ist, an dem mindestens ein Befestigungsmittel (6) zur lösbaren Fixierung mindestens eines Leuchtmittels (5) und/oder mindestens eines elektrischen Vorschaltgeräts (8) angeordnet ist. |
LEUCHTKASTEN
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Leuchtkasten mit mindestens drei Grundprofilen, die im montierten Zustand einen geschlossenen Grundrahmen bilden, an den ein erstes zu beleuchtendes spannbares Flächenmaterial derart ein- setzbar ist, dass es die Vorderseite des Grundrahmens bildet. Der Leuchtkasten weist mindestens ein Leuchtmittel auf, welches innerhalb des Grundrahmens angeordnet ist, um den Leuchtkasten auszuleuchten, sowie mindestens eine Stromversorgung, insbesondere ein elektronisches Vorschaltgerät, um das Leuchtmittel mit Strom zu versorgen, sowie mindestens eine an der Rückseite des Grundrahmens angeordnete Tragwand, die mindestens ein Befestigungsmittel zur lösbaren Fixierung des Leuchtmittels und/oder des elektronischen Vorschaltgeräts innerhalb des Grundrahmens aufweist.
Leuchtkästen der eingangs genannten Art sind allgemein bekannt und werden beispielsweise in der G 9002394 Ul beschrieben. Dieses Dokument offenbart einen Leuchtkasten zum Einsatz für die Lichtwerbung, welcher einen Grundrahmen mit wenigstens einer auswechselbaren starren Werbeträgerscheibe aufweist. Der Grundrahmen ist aus Profilleisten gebildet, die form- und/oder kraftschlüssig ineinandergreifende Rastmittel zur Befestigung zueinander aufweisen. Der Wechsel des Werbemotivs erfolgt durch Wechseln der Werbeträgerscheibe, welche zwischen einem ebenfalls starren Blendrahmen und dem Grundprofil eingesetzt ist. Dazu wird der Blendrahmen zunächst durch Aufbringung von Kräften vom Grundrahmen gelöst, anschließend
die alte starre Werbeträgerscheibe entnommen und durch eine neue ebenfalls starre Werbeträgerscheibe ersetzt und schließlich der Blendrahmen durch die Einrastung wieder an dem Grundrahmen befestigt .
Nachteilig an diesem System ist zum Einen, dass die geometrischen Abmessungen bereits bei der Herstellung des Grundrahmens festgelegt sind und auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht veränderbar sind. Zum Anderen werden diese Leuchtkästen nahezu ausschließlich im montierten Zustand versendet, was die Handhabung erschwert und mit hohen Verpackungs- sowie Versandkosten einhergeht. Selbst eine Versendung im demontierten Zustand kann die Handhabung nicht wesentlich erleichtern, zumal dadurch lediglich das zu tragende Gewicht reduziert werden kann, jedoch nicht die sich durch die starre Rückwand bzw. durch die Werbeträgerscheibe ergebenen Sperrigkeit aufgrund der Abmessungen letzterer.
Der Transport an ggf. auch wechselnde Einsatzorte ist bei Abmessungen von beispielsweise 5m x 3m sehr aufwendig. Wird der Leuchtkasten beispielsweise als beleuchteter Werbeträger in großen Kaufhäusern eingesetzt und soll aufgrund von saisonbedingtem Einsatz in verschiedenen Abteilungen in unterschiedlichen Etagen des Kaufhauses eingesetzt werden, so kann es notwendig sein, den Leuchtkasten über ein Treppenhaus oder eine Rolltreppe bzw. einen Aufzug zu transportieren. Das starre Format der bisher bekannten Leuchtkästen ist dabei sehr nachteilig und be-
schränkt so die Abmessungen des Leuchtkastens auf die örtlichen Begebenheiten wie z.B. lichte Höhe im Bereich der Rolltreppen.
Um das Problem des Transportes sowie der Verpackungs- und Versandkosten zu lösen, bietet die Anmelderin seit geraumer Zeit unbeleuchtete, modular veränderbare Werbeträger an, die aus vier Grundprofilen bestehen, die derart zusammensetzbar sind, dass sie im montierten Zustand einen geschlossenen Grundrahmen bilden, in den der Werbeträger einsetzbar ist. Grundprofile und Werbeträger können so demontiert versendet bzw. transportiert werden, dass ein erneuter Aufbau auch innerhalb verschiedener Etagen eines Kaufhauses sehr einfach ist . Durch einen Austausch zweier Grundprofile kann der Grundrahmen ferner an ein eventuell geändertes Format des Werbeträgers auf einfache Weise an- gepasst werden. Dadurch sind Werbeflächen mit Formaten bis zu 3m x 10m realisierbar.
Bei Leuchtkästen hingegen ist eine solche einfache änderung des Formats des Grundrahmens im Stand der Technik nicht möglich. Auch der Transport lässt sich auf diese Weise nicht so einfach realisieren, da in den Leuchtkästen an der Rückseite normalerweise eine Tragwand ausgebildet ist, um daran zur Beleuchtung notwendige Leuchtmittel sowie zur Stromversorgung notwendige elektronischen Vorschaltgeräte befestigen zu können. Diese Tragwand stellt somit den die minimalen Abmessungen begrenzenden Bestandteil der zu transportierenden modularen
Bauteile des Leuchtkastens dar. Außerdem ist ein Austausch der Rückwand notwendig, um die Veränderung des Formats des zu beleuchtenden spannbaren Flächenmaterial erforderlich, da sonst nur Teile des Leuchtkastens mit Leuchtmitteln bestückt wären und so eine homogene Beleuchtung des spannbaren Flächenmaterials nicht gewähr- leitstet werden könnte. Die Montage der im Stand der Technik bekannten Leuchtmittel erfüllt die allgemeinen Sicherheitskriterien zudem nur unzureichend, so dass ein Auf- und Abbau nur durch Fachelektriker durchgeführt werden kann.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Leuchtkasten bereitzustellen, welcher auf einfache Weise montiert und demontiert werden kann und gleichzeitig während des Transportes eine möglichst große Flexibilität durch möglichst geringen Platzbedarf bereitstellt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Tragwand durch ein zweites spannbares Flächenmaterial gebildet ist, das derart an dem Grundrahmen befestigbar ist, das es die Rückseite des Leuchtkastens bildet.
Mit anderen Worten erfolgt die Befestigung der Leuchtmittel und/oder des elektrischen Vorschaltgeräts an einem an dem Grundrahmen befestigten flexiblen spannbaren Flächenmaterial, an welchem Befestigungsmittel zur lösbaren Fixierung des Leuchtmittels und/oder des elektrischen Vorschaltgeräts innerhalb des Grundrahmens vorgesehen sind
und das zum Transport nach der Demontage des Leuchtkastens einfach zusammengerollt oder zusammengefaltet werden kann. Dabei kann das spannbare Flächenmaterial ein- oder auch mehrteilig ausgeführt sein und beispielsweise aus zwei oder mehreren einzelnen spannbaren Flächenmaterialien zusammengesetzt sein.
Wird das Format des Leuchtkastens geändert, so kann einfach ein weiteres an die neuen Abmessungen angepaßtes spannbares Flächenmaterial in den veränderten Grundrahmen eingesetzt werden. So kann beispielsweise der Aufsteller eines solchen Leuchtkastens die entsprechende flexible Rückwand einfach beim Hersteller ggf. auch zusammen mit dem neuen zu beleuchtenden Motiv bestellen und per handelsüblichem Paket oder Päckchen durch die Post zugesendet bekommen. Es ist nicht mehr notwendig, für ein anderes Format einen komplett neuen Leuchtkasten bauen zu lassen. Stattdessen wird die änderung des Formats durch ein Austauschen zweier Profile sowie der beiden spannbaren Flächenmaterialien erreicht. So wird eine nahezu grenzenlose Skalierbarkeit der Leuchtkästen angepasst an die zu beleuchtenden Motive erreicht. Dies hat eine erhebliche Kosteneinsparung zur Folge.
Um weiterhin eine homogene Ausleuchtung gewährleisten zu können, werden beispielsweise bei Verlängerung des Grundrahmens weitere Leuchtmittel an dem ebenfalls verlängerten spannbaren Flächenmaterial lösbar befestigt.
Soll zu einem späteren Zeitpunkt ein Werbeträger mit einem kleineren Format in den Leuchtkasten eingespannt werden, so werden die Längsprofile durch kürzere Längsprofile ersetzt und entsprechend der Verkürzung nicht mehr benötigte Leuchtmittel entnommen und das spannbare Flächenmaterial entsprechend verkürzt oder durch ein kleineres ausgetauscht.
Da die Leuchten verschiedene Längen aufweisen können, beispielsweise 580 mm, 880 mm, 1180 mm und 1480 mm, kann ohne größeren konstruktiven Aufwand sowohl die Höhe als auch die Länge des Grundrahmens an das Format des einzusetzenden Werbeträgers angepasst werden.
Um eine solche Skalierbarkeit zu erreichen, ist es zweckmäßig, die Leuchtmittel senkrecht zu der Befestigungs- schiene auszurichten. Natürlich können die Leuchtmittel auch parallel zu der Ausdehnung des spannbaren Flächenmaterials angeordnet werden, je nachdem wie die optimale Ausleuchtung des Leuchtkastens am besten zu realisieren ist.
Die lösbare Verbindung des Leuchtmittels an dem spannbaren Flächenmaterial kann durch eine Schnappverbindung und/oder eine RastVerbindung und/oder eine Klemmverbindung und/oder eine Verbindung mittels eines Klettver- εchlusses oder eine andere im Stand der Tehcnik bekannte Befestigungsvariante realisiert werden.
Eine besonders leichte und schnelle Demontage wird durch die Verbindung mittels eines Klettverschlusses erreicht . Dazu können Klettstreifen an den Leuchtmitteln vorgesehen sein, die mit an dem insbesondere längenveränderbaren Flächenmaterial angeordneten Klettstreifen einen Klett- verschluss bilden. Das spannbare Flächenmaterial kann auch durch einen Klettstreifen gebildet sein. Dies ermöglicht eine besonders schnelle und einfache Montage des Leuchtkastens auch an schwer zugänglichen Stellen, welche aufgrund der so gewonnenen einfachen Handhabung durch eine einzelne Person vorgenommen werden kann.
Um den vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, kann es zweckmäßig sein, dass die Leuchtmittel über eine Sicherheitsvorrichtung insbesondere eine Sicherungsschlaufe gegen ein ungewolltes Lösen von der Befestigungsschiene in ihrer Position fixiert werden können. Damit wird verhindert, dass das dehnbare Flächenmaterial durch ein eventuelles Lösen eines Leuchtmittels beschädigt wird.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel sind die Leuchtmittel über ein vorkonfektioniertes Stecksystem in Reihenschaltung miteinander verbunden. Auf diese Weise können bis zu vierzig Leuchtmittel in Reihe geschaltet werden (dies entspricht je nach Leuchtentyp ca. 1000 W) , was eine Skalierung des Grundrahmens bis zu einer Größe von 3m x 10 m ermöglicht, ohne dass dazu eine weitere Stromversorgung in den Leuchtkasten eingesetzt werden muss.
Die Verkabelung kann durch vorgefertigte Kabel mit unterschiedlichen Längen erfolgen, an denen LeuchtStecker angebracht sind, so dass eine Verbindung von Leuchtmittel zu Leuchtmittel durch einfaches Einstecken der Leuchtenstecker erfolgt, Soll die Anzahl an Leuchtmitteln erhöht werden, so ist es lediglich notwendig ein entsprechendes Kabel in das letzte Leuchtmittel in der Reihenschaltung anzuschließen und mit weiteren Leuchtmitteln zu verbinden. Auf diese Weise können bis zu vierzig Leuchtmittel an einen Stromanschluss in Reihe geschaltet werden. Durch die unterschiedlichen Längen der Kabel ist es auch möglich, die Leuchtmittel entsprechend des Einsatzwunsches und der Intensität der Ausleuchtung mit unterschiedlichen Abständen zueinander an der Befestigungsschiene zu fixieren.
Aus Gründen der Sicherheit muss beim Einsatz von Leuchtkästen mit textilen Bespannungen gewährleistet sein, dass zu keiner Zeit Passanten oder Kunden an stromführende Teile kommen können, oder dass sich jemand durch Sturz in den Leuchtkasten verletzt, wenn dabei zum Beispiel ein Leuchtmittel zerbricht. Zu diesem Zweck sind in einem Ausführungsbeispiel die Leuchtmittel in dem Leuchtkasten von einer Ummantelung umgeben, so dass bei einem Bruch des Leuchtmittels die verletzungsgefährdenen Bestandteile wie beispielsweise Glassplitter in der Ummantelung verbleiben.
Um die Lebensdauer des in den Grundrahmen eingesetzten dehnbaren Flächenmaterials positiv zu beeinflussen, können in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung die Leuchtmittel mit einem UV-Filter versehen sein. Dieser kann auch bereits in der Ummantelung integriert sein.
Eine besonders einfache Art der Befestigung der spannbaren Flächenmaterialien an dem Grundprofil wird dadurch erreicht, dass das Flächenmaterial Spannmittel aufweist, mittels derer es in das Grundprofil einsetzbar ist. Die Spannmittel können beispielsweise auf das Grundprofil aufzuziehende Spannrahmen sein oder aber auch an dem Randbereich des spannbaren Flächenmaterials ausgebildete dehnbare Verstärkungsstreifen z.B. aus Silikon, die in im Grundprofil ausgebildete Nuten einsetzbar sind. Diese Befestigungsart ist beispielsweise aus den von der Anmelderin vertriebenen Fabric-Frame-System bereits bekannt. In diesem System sind die Grundprofile an ihre Vorder- und/oder Rückseite mit einer durchgehenden Nut zu versehen, in die das dehnbare Flächenmaterial auf einfache Weise einsteckbar ist. Durch das Einsetzen wird das spannbare Flächenmaterial automatisch gespannt.
Sind sowohl an der Vorder-/und Rückseite entsprechende Nuten in den Grundprofilen vorgesehen, so ist ein beidseitiges Anbringen von dehnbaren Flächenmaterial an dem Leuchtkastens möglich, so dass der Leuchtkasten auch von einer Decke abgehängt werden kann und das Motiv auf dem
Flächenmaterial oder das Flächenmaterial selbst von verschiedenen Positionen sichtbar und der Leuchtkasten von zwei Seiten bestückbar ist.
Alternativ kann an einer Seite des zweiten flexiblen spannbaren Flächenmaterials der Randbereich zur Befestigung am Grundrahmen derart umgeschlagen werden, dass sich eine Schlaufe an dem Randbereich des Flächenmaterials ausbildet. Diese Schlaufe kann dann zur Befestigung des spannbaren Flächenmaterials an dem Grundrahmen bzw. dem Leuchtkasten über eine Querstrebe quasi wie bei einer Gardinenstange gezogen werden und die Querstrebe kann anschließend an dem Grundrahmen befestigt werden. Natürlich kann die Querstrebe auch dauerhaft an dem Grundrahmen befestigt sein und beispielsweise über ein Gelenk in eine Position verschwenkbar sein, in der eine einfache Montage der Tragwand an die Querstrebe möglich ist. Die Spannung der Tragwand wird in diesem Falle durch eine Art Selbst- Spannung entweder durch ihr Eigengewicht hervorgerufen und kann auch durch in dem gegenüberliegenden Rand- oder Kantenbereich der Tragwand befestigbare Zusatzgewichte unterstützt und verstärkt werden.
Eine weitere Möglichkeit der Befestigung der Tragwand an dem Leuchtkasten bzw. dem Grundprofil wird zum Beispiel durch mindestens zwei an dem Eckbereich des Grundrahmens ausgebildete Haken bereitgestellt, auf die in der Tragwand ausgebildete insbesondere durch ösen verstärkte Aussparungen aufgeschoben werden können. In einem weiteren
Ausführungsbeispiel ist zumindest im oberen Bereich des Grundrahmens insbesondere über die gesamte Längsseite erstreckend ein Klettband an mindestens einer der Längsseiten des Grundrahmens ausgebildet, das komplementär zu mindestens einem Klettstreifen an der Tragwand ausgebildet ist, so dass eine Befestigung der Tragwand durch einfaches Andrücken der beiden Klettstreifen erfolgen kann. Natürlich kann sich der Klettstreifen auch noch zumindest teilweise über die Seitenflächen des Grundrahmens erstrecken oder aber auch so ausgebildet sein, dass die Tragwand den Innenraum des Leuchtkastens über einen auf dem Grundrahmen umlaufenden Klettstreifen nahezu vollständig gegenüber der Umgebung abschließt.
Auch bei den letztgenannten beiden Befestigungsprinzipien erfolgt die Spannung der Tragwand entweder durch ihr Eigengewicht oder/und wird durch in dem gegenüberliegenden Rand- oder Kantenbereich befestigbare Zusatzgewichte unterstützt und verstärkt werden.
Natürlich ist es möglich, die Tragwand durch andere gleichwirkende Befestigungsarten wie beispielsweise Rast- oder Schnappverbindungen oder formschlüssige Verbindungs- arten an dem Grundrahmen bzw. dem Leuchtkasten zu befestigen, ohne dadurch über den Inhalt dieser Anmeldung hinauszugehen.
Zur Befestigung der Befestigungsmittel für die Leuchtmittel und/oder die elektronischen Vorschaltgeräte an dem
zweiten spannbaren Flächenmaterial bzw. der Tragwand können in einem Ausführungsbeispiel Aussparungen in dem zweiten spannbaren Flächenmaterial ausgebildet sein, in die Stifte einsetzbar sind, welche an den Befestigungsmitteln ausgebildet sind und durch Aufschieben von Kontermitteln außerhalb des auszuleuchtenden Raumes in ihrer Position fixierbar sind. Eine andere alternative Art der Befestigung der Befestigungsmittel an dem spannbaren Flächenmaterial kann beispielsweise durch Kleben, Nieten, DruckknopfVerbindungen, Klettverbindungen sowie weitere im Stand der Technik bekannte Befestigungsarten ermöglicht werden.
Zur Verbesserung der Skalierbarkeit des Leuchtkastens sowie, um eine besonders einfache Möglichkeit der Montage bereitzustellen, die der Einsatz von entsprechendem Fachpersonal, wie z.B. einem Messebauer oder Elektriker entbehrlich macht, ist in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Leuchtmittel über ein vorkonfektioniertes Stecksystem in Reihenschaltung miteinander verbindbar sind, wobei alle strömführenden Teile für den Monteur nicht zugänglich sind. Insbesondere können zwei Leuchtmittel in einem solchen Stecksystem über jeweils ein elektronisches Vorschaltgerät betreibbar sein.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist mindestens eine Stützstrebe derart in den Grundrahmen einsetzbar, dass sie den Grundrahmen und/oder das zweite spannbare Flächenmaterial insbesondere im Be-
reich der Befestigungsmittel verstärkt und stabilisiert. Diese Stützstrebe kann dabei außerhalb des zu beleuchtenden Raumes, der durch die beiden spannbaren Flächenmaterialien und den Grundrahmen gebildet ist, angeordnet sein, um den auszuleuchtenden Raum nicht durch einen eventuellen Schattenwurf negativ zu beeinträchtigen.
In der Stützstrebe können auch zu den Aussparungen in dem zweiten spannbaren Flächenmaterial komplementär ausgebildete Aussparungen vorgesehen sein, um die Befestigungs- mittel sowohl durch das spannbare Flächenmaterial als auch durch die Stützstrebe durchzustecken bevor sie mit Kontermitteln in ihrer Position fixiert werden. Dabei können sowohl die Aussparungen in der Stützsterbe als auch die Aussparungen in dem Flächenmaterial durch zusätzliche ösen weiter verstärkt und gegen ein Ausreißen gesichert werden.
Zur Vereinfachung der Montage für den Endverbraucher, kann in einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung die zur Stromversorgung notwendigen elektronischen Vorschaltgeräte bereits an dem die Tragwand bildenden zweiten spannbaren Flächenmaterial vormontiert sein. Ferner können die zur Fixierung der Befestigungsmittel notwendigen Fixierungspunkte bereits in das zweite spannbare Flächenmaterial beispielsweise in Form von Aussparungen oder in Form von Markierungen oder Klebepunkten, denen z. B. durch Abziehen einer Schutzfolie die Klebefläche zur Fixierung der Befestigungsmittel freige-
geben wird, vorgegeben sein, so dass zur Befestigung die Befestigungsmittel eingesetzt und durch Kontermittel in ihrer Position fixiert werden und anschließend die Leuchtmittel in die Befestigungsmittel lösbar eingesetzt werden. Natürlich ist es auch möglich, die Befestigungsmittel ebenfalls bereits vollständig an dem zweiten spannbaren Flächenmaterial vorzumontieren. Auch Kombinationen aus den möglichen Befestigungsarten und Vor- Montage-Zuständen von EVG und Befestigungsmitteln sind denkbar. Die Vormontage der Leuchtmittel ist zwar ebenfalls möglich, jedoch ist bei einem entsprechenden Transport die Gefahr einer Beschädigung der Leuchtmittel relativ groß.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Tragwand das vom Leuchtmittel ausstrahlende Licht nahezu vollständig reflektiert, um eine möglichst hohe Ausbeute der von den Leuchtmitteln abgegebenen Lichtleistung zu erzielen. Alternativ kann die Tragwand auch so ausgestaltet sein, dass sie das vom Leuchtmittel ausstrahlende Licht in einen Farbeffekt an der Rückseite des Leuchtkastens umwandelt, so dass dieser Farbeffekt auch außerhalb des Leuchtkastens, zum Beispiel im Umgebungsbereich des Leuchtkastens eine Art Ambi-light zu sehen ist und so ggf . die Wirkung des Leuchtkastens für den Betrachter durch die zusätzliche Farbgebung noch intensiviert .
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das erste und/oder zweite spannbare Flächenmaterial ein insbesondere gewebtes oder gewirktes Textil, welches beispielsweise im Daysublimationsdruck bedruckbar ist. Der große Vorteil eines solchen Stoffes liegt zum Einen in seiner Flexibilität und Faltbarkeit. Es ist auch möglich, große Formate in kleinen Umschlägen zu versenden. Bei Einsatz von Kunststoffplanen als spannbares Flächenmaterial ist darauf zu achten, dass die Planen sorgfältig gerollt verschickt werden müssen, da bei einem Falten Knicke entstehen, die bei einem Einsetzen der Kunststoffplanen in den Grundrahmen anschließend sichtbar bleiben. Dies ist bei der Verwendung eines textilen Stoffes nicht notwendig, da er knitterfrei gewählt werden kann.
Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Stoff liegt darin, dass die Materialeigenschaften so gewählt werden können, dass an der Oberfläche keine Reflektionen erzeugt werden, wodurch ein störungsfreies Betrachten des Motivs ohne Reflektion durch externe Lichtquellen ermöglicht wird. Auch wird das Schallverhalten eines Leuchtkastens durch den Einsatz von Textilen als bedrucktem Werbeträger positiv beeinflusst, da die Stoffbespannung Geräusche vor allem in hohen Frequenzen im Gegensatz zu Glasscheiben, Plexiglasplatten oder Planen weniger stark reflektiert. Steht hingegen vorrangig eine Optimierung der Herstellungskosten im Vordergrund, so ist der Verwendung von Kunststoffplanen oder ähnlichem ggf. der Vorzug zu geben.
Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der beiliegenden Zeichnung verwiesen. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Leuchtkastens;
Figur 2 eine schematische perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Leuchtkastens gemäß der Figur 1 von unten;
Figur 3 eine schematische perspektivische Teildarstellung eines erfindungsgemäßen Leuchtkastens gemäß der Figur 1 im Schnitt; und
Figur 4 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Leuchtkastens mit einem mehrteiligen flexiblen spannbaren Flächenmaterial .
Die Figur 1 zeigt einen Leuchtkasten 1 mit vier Grundprofilen 2a, 2b, 2c, 2d, über Inbusschrauben 2e derart miteinander verschraubt, dass sie einen geschlossenen Grundrahmen 2 bilden. Die Grundprofile 2a, 2b, 2c, 2d sind aus Aluminium gefertigt und weisen daher eine große Stabilität gegenüber einem relativ geringen Gewicht auf.
An der Vorderseite des Grundrahmens 2 ist eine umlaufende Nut 3 ausgebildet, in die ein erstes spannbares Flächenmaterial 4 (Figur 3) mit seinen im Randbereich ausgebildeten dehnbaren Verstärkungsstreifen 4a aus einem flexiblen Material wie beispielsweise Silikon einsetzbar ist. Innerhalb des Grundrahmens 2 sind fünf Leuchtmittel 5 über Befestigungsmittel 6 an einer Tragwand aus einem spannbaren Flächenmaterial 7 befestigt . Die Leuchtmittel
5 werden über drei ebenfalls durch die Befestigungsmittel
6 in dem spannbaren Flächenmaterial 7 zu fixierende elektrische Vorschaltgeräte 8 mit Strom versorgt. Dabei versorgt jeweils ein Vorschaltgerät 8 zwei Leuchtmittel 5.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind auf der rechten Seite des Leuchtkastens 1 die Vorschaltgeräte 8 und Leuchtmittel 5 bereits in ihre durch die Befestigungsmittel 6 vorgegebene Position gebracht und können durch ein einfaches Einclipsen in die Befestigungsmittel
6 - hier in der Form von Befestigungsklammern - an dem flexiblen Flächenmaterial 7 lösbar fixiert werden.
Wie aus dem linken Bereich des Leuchtkastens 1 deutlich wird, sind in diesem Ausführungsbeispiel die Befestigungsmittel 6 bereits auf dem spannbaren Flächenmaterial
7 vormontiert. Natürlich ist es möglich, auch die Vorschaltgeräte 8 und/oder die Leuchtmittel 5 vorzumontieren, um das Montieren des Leuchtkastenε 1 durch Nicht- Fachmänner noch weiter zu vereinfachen und mögliche Fehlerquellen bei der Montage noch weiter zu vermindern.
An der Rückseite des Leuchtkastens 1 ist ferner eine Verstärkungsstrebe 9 (siehe Figur 2) zur Stabilisierung des Grundrahmens und/oder des spannbaren Flächenmaterials 7 vorgesehen.
Die Montage des Leuchtkastens verläuft wie folgt:
Zunächst werden die vier Grundprofile 2a, 2b, 2c, 2d über Steckverbindungen miteinander verbunden und über Steck- , Schraub- oder Rastverbindungen in ihrer Position zueinander fixiert. Natürlich sind andere Arten von Fixierung in ihrer Position zueinander, wie beispielsweise Bolzen- Verbindungen oder ähnliches denkbar. Anschließend wird die Tragwand 7 in Form eines zweiten spannbaren Flächenmaterials in den Grundrahmen 2 eingesetzt. An der Tragwand 7 sind Befestigungsmittel 6 hier in Form von Befe- stigungsklammern bereits vormontiert, indem sie in der Tragwand 7 ausgebildete Aussparungen eingesetzt und anschließend durch Kontermittel 6a in ihrer Position fixiert werden.
Anschließend werden die elektrischen Vorschaltgeräte 8 an die durch den Abstand der Befestigungselemente festgelegten Position jeweils zwischen zwei Befestigungsplätzen der Leuchtmittel 5 eingesetzt, im vorliegenden Fall einfach in die Befestigungsklammer 6 eingeclipst. Die Befestigungsmittel 6 der Vorschaltgeräte 8 sind in diesem Ausführungsbeispiel mittels eines hitzestabilen Klebstof-
fes an der Tragwand fixiert, da die Vorschaltgeräte nach einmaliger Montage an der Tragwand 7 verbleiben. Natürlich sind jegliche anderen im Stand der Technik bekannten Befestigungsmittel wie Schrauben, Nieten, Schweißen oder ähnliches genauso denkbar.
Anschließend werden die mit Kabeln 10 unterschiedlicher Länge versehenen Steckaufsätze 8a auf die Enden der Leuchtmittel 5 aufgeschoben, die elektrischen Vorschaltgeräte 8 untereinander insbesondere in Reihenschaltung verbunden und an die im Grundrahmen 2 vorgesehene Kontak- tierung zur Stromversorgung angeschlossen. Die Speisung des Leuchtkastens 1 mit elektrischem Strom erfolgt dann über eine zentrale Zuleitung (nicht dargestellt) , welche schließlich über eine herkömmliche Steckdose mit Strom versorgt werden kann. Schließlich wird der Leuchtkasten 1 mit dem zu beleuchtenden spannbaren Flächenmaterial 4 bespannt, indem letzteres mit in seinem Randbereich ausgebildeten Verstärkungsstreifen 4a in die im Grundrahmen 2 vorgesehene umlaufende Nut 3 eingesetzt wird. Der Leuchtkasten 1 kann anschließend über im Grundrahmen 2 ausgebildete Hängevorrichtungen (nicht dargestellt) , wie beispielsweise Haken oder Seilzüge in gewünschter Position aufgehängt werden.
Die Figur 3 zeigt eine schematische Teildarstellung eines erfindungsgemäßen Leuchtkastens 1, an dessen Tragwand 7 die zur . Stromversorgung notwendigen elektrischen Vorschaltgeräte 8 sowie die Befestigungsmittel 6 für die
Leuchtmittel 5 bereits vormontiert sind. Im Randbereich des spannbaren Flächenmaterials 7 sind Verstärkungsstreifen 7a ausgebildet, die in die in dem Grundrahmen 2 ausgebildete umlaufende Nut 3 zur Befestigung und zum Aufbau einer die Tragfunktion der Tragwand 7 fördernden Spannung einsetzbar sind.
Die Befestigungsmittel 6 können auf verschiedene Arten an der Tragwand 7 befestigt werden. Zum Einen können sie an bestimmten Positionen einfach aufgeklebt werden oder beispielsweise mittels Klettverbindungen befestigt werden. Alternativ ist es auch möglich, die Befestigungsmittel mit einem Stift auszuführen, der durch in der Tragwand 7 ausgebildete Aussparungen gesteckt werden kann, um außerhalb des durch die beiden spannbaren Flächenmaterialien 4, 7 und den Grundrahmen 2 gebildeten Raumes durch Konter-Mittel 7a in ihrer Position fixierbar sind. Um ein Ausreißen des spannbaren Flächenmaterials 7 zu verhindern, sind im Bereich der Aussparungen Verstärkungsösen vorgesehen, die so ausgebildet sind, dass die Befestigungsmittel 6 sie im montierten Zustand vollständig überdecken, so dass kein Licht ungewünschter Weise nach außen austritt .
Soll die Position der Leuchtmittel 5 in dem Leuchtkasten 1 verändert werden, so ist es möglich, durch einfaches Aufbringen eines Stoffstückes auf die bereist eingebrachten Aussparungen diese zu verschließen und an anderer ge-
wünschter Stelle eine neue Aussparung beispielsweise durch Stanzen einzubringen.
Das spannbare Flächenmaterial 7 ist aus einem gewebten oder gewirkten Textil hergestellt, welches beispielsweise im Dysublimationsdruck bedruckbar ist. Bei dem verwendeten Stoff handelt es sich um ein besonders dicht gewebtes Polyestergewebe, welches sich durch seine Flexibilität und Faltbarkeit auszeichnet. So ist es möglich, auch große Werbeträger in kleinen Umschläge versenden zu können. Aufgrund des gegenüber dem Stand der Technik bei Werbeträgern verwandten Plexiglasplatten geringeren Gewichtes des Stoffes kann die Montage des Leuchtkastens 1 bzw. der Austausch eines Werbeträgers durch eine einzige Person erfolgen. Die Oberfläche des verwendeten Stoffes ist absolut reflektionsfrei, was eine Störungs- und reflektionsfreie Betrachtung des Motivs ermöglicht, so dass der Leuchtkasten in jedem Umfeld ohne Berücksichtigung der Beleuchtungsumgebung aufgestellt werden kann. Auch beein- flusst der Einsatz von Stoffen das Schallverhalten in einem Raum positiv, da auch der Schall vom Raum vor allem bei hohen Frequenzen wesentlich geringer reflektiert wird.
In einem alternativen, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist das spannbare Flächenmaterial 7 durch eine Kunststoffplane gebildet, die zu Transport sorgfältig zusammengerollt wird, um Knicke zu vermeiden.
In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist das flexible spannbare Flächenmaterial 7 an einer am an der Oberseite des Grundrahmens 2 zu befestigenden Randbereich derart umgeschlagen, dass sich eine Schlaufe an dem Randbereich des spannbaren Flächenmaterials 7 ausbildet. Diese Schlaufe kann dann zur Befestigung des spannbaren Flächenmaterials 7 an dem Grundrahmen 2 bzw. dem Leuchtkasten 1 über eine nicht dargestellte Befestigungsstrebe quasi wie bei einer Gardinenstange gezogen werden und die Befestigungsstrebe kann anschließend an dem Grundrahmen 2 befestigt werden. Natürlich kann die Befestigungsstrebe auch dauerhaft an dem Grundrahmen 2 befestigt sein und beispielsweise über ein Gelenk in eine Position verschwenkbar sein, in der eine einfache Montage der Tragwand 7 an die Befestigungsstrebe möglich ist. Die Spannung der Tragwand 7 wird in diesem Falle durch eine Art Selbstspannung entweder durch ihr Eigengewicht hervorgerufen, oder auch durch in dem gegenüberliegenden Randoder Kantenbereich der Tragwand befestigbare Zusatzgewichte unterstützt und verstärkt.
Eine weitere nicht näher dargestellte Möglichkeit der Befestigung der Tragwand 7 an dem Leuchtkasten 1 bzw. dem Grundprofil 2 wird zum Beispiel durch mindestens zwei an dem Eckbereich des Grundrahmens 2 ausgebildete Haken bereitgestellt, auf die in der Tragwand 7 ausgebildete insbesondere durch ösen verstärkte Aussparungen aufgeschoben werden können. Alternativ oder in Kombination mit dem Vorgenannten weist der Grundrahmen 2 in seinem oberen Be-
reich über mindestens eine Längsseite erstreckend ein Klettband auf, das komplementär zu einem Klettstreifen an der Tragwand 7 ausgebildet ist, so dass eine Befestigung der Tragwand 7 an dem Grundrahmen 2 durch einfaches Andrücken der beiden Klettstreifen erfolgen kann. Auch bei diesen Befestigungsarten kann die Spannung der Tragwand entweder durch ihr Eigengewicht erfolgen oder/und wird durch in dem gegenüberliegenden Rand- oder Kantenbereich befestigbare Zusatzgewichte unterstützt und verstärkt werden. Ist ein umlaufender Klettstreifen an dem Grundrahmen 2 vorgesehen, kann die Spannung auch durch den Befestigungsvorgang der beiden Klettstreifen aneine- ander hervorgerufen werden. Natürlich ist es möglich, die Tragwand 7 durch andere gleichwirkende Befestigungsarten wie beispielsweise Rast- oder Schnappverbindungen oder formschlüssige Verbindungsarten an dem Grundrahmen 2 bzw. dem Leuchtkasten zu befestigen, ohne dadurch über den Inhalt dieser Anmeldung hinauszugehen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 sieht vor, das spannbare Flächenmaterial 7 mehrteilig, insbesondere in der Form von flexiblen, ggf. auch in ihrer Länge veränderbaren textilen Streifen 7c, 7d auszuführen, die in den Grundrahmen 2 einsetzbar sind.
Zwischen zwei Profilen 2a, 2c sind zwei spannbare Flächenelemente 7c, 7d in der Form von textilen Klettstreifen angeordnet, die in ihrer Länge veränderbar und somit
an die änderung der geometrischen Abmessung des Grundrahmens 2 anpassbar sind.
Innerhalb des Grundrahmens 2 sind in der Figur 4 fünf Leuchtmittel 5 eingesetzt. Als Leuchtmittel sind T5- Gasentladungslampen eingesetzt. Die Leuchtmittel 5 weisen an ihrer den textilen Streifen 7c, 7d zugewandten Seite jeweils einen weiteren Klettstreifen auf, der zusammen mit dem Klettstreifen der textilen Streifen 7c, 7d einen Klettverschlusses bildet. Die Leuchtmittel 5 sind in diesem Ausführungsbeispiel senkrecht zu den textilen Streifen 7a, 7b ausgerichtet und über ein vorkonfektioniertes Stecksystem in Reihenschaltung miteinander verbunden. Natürlich können die Leuchtmittel 5 auch parallel zu den textilen Streifen 7c, 7d angeordnet werden, je nachdem wie die optimale Ausleuchtung des Leuchtkastens 1 am besten zu realisieren ist.
Das vorkonfektionierte Stecksystem setzt sich aus vorgefertigten Kabeln 10 zusammen, die mit nicht näher gezeigten Normsteckern 8a eine Verbindung zwischen den einzelnen Leuchtmitteln 5 bilden. Die Kabel 10 sind in verschiedenen Längen erhältlich, so dass verschiedene Abstände der Leuchtmittel 5 zueinander realisiert werden können, oder aber auch die Leuchtmittel 5 in zwei parallelen Reihen nebeneinander angeordnet werden können. Es ist möglich, bis zu vierzig Leuchtmittel 5 an einen Stro- manschluss in Reihe zu schalten.
Die Leuchtmittel 5 können in den Grundrahmen 2 eingesetzt und dann fixiert werden, indem sie einfach mit ihren Klettstreifen auf die textilen Streifen 7c, 7d aufgedrückt werden. Durch die Verwendung von Klettstreifen an den Leuchtmitteln 5 und an den textilen Streifen 7c, 7d ist der Leuchtkasten 1 besonders schnell zerlegbar und gut transportabel so dass der Leuchtkasten 1 auch an schwer zugänglichen Stellen und auch nur durch eine Person allein montiert werden kann. Eine Befestigung durch Rastelemente an den Leuchtmitteln 5 und Rastschienen an den Befestigungsschienen 4, oder Klammern an den Leuchtmitteln 5, die zur Befestigung der Leuchtmittel 5 an den Befestigungsschienen 4 letztere umschließen oder auf letztere aufgeschoben werden sind ebenfalls denkbar.
Je nach gewünschtem Ausleuchtungsmuster kann beispielsweise jede zweite Röhre um 90 ° gedreht an den Befestigungsschienen 4 fixiert werden, so dass letztere sich in einer seitlichen Lage in dem Grundrahmen 2 befinden. Anschließend werden die an dem spannbaren Flächenmaterial 4ausgebildeten Verstärkungsstreifen aus Silikon in die Nuten 3 des Grundrahmens 2 eingesetzt und an den Grundrahmen 2 angedrückt.
Soll beispielsweise aufgrund einer saisonbedingten Aufstellung zu einem späteren Zeitpunkt ein anderer Werbeträger in den Leuchtkasten 1 eingesetzt werden, welcher ein anderes Format, wie beispielsweise eine größere Länge aufweist, so werden z.B. die längsseitig angeordneten
Profile 2b und 2d einfach gegen Profile ausgetauscht, die eine Länge aufweisen, welche der Länge des neuen einzusetzenden Werbeträgers entspricht. Um weiterhin eine homogene Ausleuchtung des Leuchtkastens 1 gewährleisten zu können, werden entsprechend der Verlängerung des Leuchtkastens 1 zusätzliche Leuchtmittel 5 in den Grundrahmen 2 eingesetzt und einfach an die bereits vorhandenen in Reihe geschalteten Leuchtmittel 5 angeschlossen und an die textilen Streifen 7c, 7d angepresst oder in bereits vormontierte anderweitige Befestigungsmittel 6 eingesetzt.
Soll nun der Grundrahmen 2 aufgrund eines kleineren Formats des einzusetzenden Werbeträgers verkürzt werden, werden die Profilleisten 2b und 2d wieder entfernt und durch kürzere Profilleisten ersetzt. Die textilen Streifen 7c, 7d werden anschließend auf die Länge der ausgetauschten Profilleisten verkürzt und die Anzahl der Leuchtelemente 5 durch einfaches Abziehen des Steckers aus der Reihenschaltung entsprechend verkleinert .
Erfordert die Veränderung des Formates eine Veränderung der Höhe des Leuchtkastens 1, so werden die Profilleisten 2a, 2c durch Profilleisten ersetzt, deren Länge der gewünschten Höhe des Leuchtkastens 1 entspricht und der vollständige Satz in Reihe geschalteter Leuchtmittel 5 durch Leuchtmittel mit angepasster Länge vollständig ersetzt.
Natürlich ist es möglich, die textilen Streifen 7c, 7d nach änderung der Höhe des Leuchtkastens 1 auch zwischen den Profilleisten 2a und 2c auszubilden und die Leuchtmittel 5 einfach senkrecht dazu also sich in Längsrichtung des Leuchtkastens 1 erstreckend anzuordnen anstatt die Leuchtmittel 5 vollständig auszutauschen, wenn aufgrund des Formats des Werbeträgers bzw. des Grundrahmens 2 eine vorteilhaftere Ausleuchtung des Leuchtkastens 1 mit sich bringt. Dies hat ferner den Vorteil, dass nicht erst ein weiterer kompletter Satz an Leuchtmitteln mit einer angepassten Länge nur aufgrund eines Formatwechseis des Werbeträgers angeschafft werden muss. Eine weitere Möglichkeit, einem Formatwechsel zu begegnen besteht darin, die Leuchtmittel in zwei oder mehr Reihen parallel zueinander anzuordnen, wobei sie entweder weiterhin in Reihe hintereinander geschaltet oder auch parallelgeschaltet sein können.
Durch die Austauschbarkeit der einzelnen Grundprofile in Kombination mit der Anpassbarkeit der Tragwand bzw. des spannbaren Flächenmaterials 7 und der Anzahl und/oder der Position der Leuchtmittel 5 in dem Leuchtkasten 1 ist eine nahezu grenzenlose Skalierbarkeit des Leuchtkastens 1 möglich. So können Leuchtkästen mit Abmessungen bis zu 3 x 10 m ausgebildet werden, was gerade für den Einsatz dieser Leuchtkästen im Bereich von Flughäfen und großen Modehäusern attraktiv macht.
Das spaπnbare Flächenmaterial 7 ist in diesem Ausführungsbeispiel innerhalb des Leuchtkastens 1 weitestgehend reflektierend ausgebildet. In einem nicht dargestellten alternativen Ausführungsbeispiel ist das spannbare Flächenmaterial 7 ebenfalls lichtdurchlässig ausgeführt, so dass sie das von den Leuchtmitteln 5 ausgestrahlte Licht beim Austritt aus der Rückseite des Leuchtkastens 1 in einen Farbeffekt umwandelt. Soll beispielsweise die Umgebung um den Leuchtkasten 1 herum entsprechend des auf der Vorderseite gewählten Motivs eine rötliche Erscheinung haben, so kann das spannbare Flächenmaterial 7 so ausgebildet sein, dass das durch die Tragwand austretende Licht eine rote Erscheinung hat.
Die Tragwand gemäß der Erfindung kann auch über eine erfindungsgemäße Tragwand-anordnung 11, welche zumindest ein Spannsystem und eine das spannbare Flächenmaterial 7 umfasst, in bereits bestehende Profilsysteme insbesondere auf dem Gebiet des Messebaus und der Werbedisplays eingesetzt werden. Weist ein bereits bestehendes System in dem Randbereich des seines Grundprofils eine umlaufende Nut auf, so kann das Einsetzen der Tragwand durch entsprechende Spannsysteme wie z.B. Verstärkungsstreifen in die Nut erfolgen.
Sollte es sich hingegen um ein herkömmliches Profil ohne eine entsprechende Nut handeln, so ist es auch möglich, beispielsweise durch einen Spannrahmen, der auf das Grundprofil aufsetzbar ist, das spannbare Flächenmaterial
an dem Grundrahmen zu befestigen. Durch die Möglichkeit der Nachrüstbarkeit können auch bereits bestehende Systeme bezüglich ihres Transports flexibler gestaltet und bezüglich ihrer Skalierbarkeit verbessert werden.
Next Patent: MEDICAL DELIVERY DEVICE FOR THERAPEUTIC PROTEINS BASED ON SINGLE DOMAIN ANTIBODIES
