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| WO/2012/001645 | TL RETROFIT LED MODULE INSIDE SEALED GLASS TUBE |
| WO/2011/054853 | LED LAMP AND LIGHTING UNIT USING SAME |
WIMMER, Rebekka (Hälin 260D, 6932 Langen bei Bregenz, DE)
| Ansprüche 1. Anordnung zur Lichtabgabe (10), mit mehreren, im wesentlichen punktförmigen ersten Lichtquellen (11), sowie einem transparenten Lichtabstrahlelement (15), wobei die ersten Lichtquellen (11) bezüglich dem Lichtabstrahlelement (15) derart angeordnet sind, dass ihr Licht über eine Lichteinstrahlfläche (16) in das Lichtabstrahlelement (15) eingestrahlt und über eine der Lichteinstrahlfläche (16) im Wesentlichen gegenüberliegende Lichtabstrahlfläche (17) abgestrahlt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (10) zumindest eine zweite Lichtquelle (20) aufweist, deren Licht sich von dem Licht der ersten Lichtquellen (11) unterscheidet, wobei die zweite Lichtquelle (20) bezüglich dem Abstrahlelement (15) derart angeordnet ist, dass ihr Licht über eine von der Lichteinstrahlfläche (16) der ersten Lichtquellen (11) getrennte Fläche in das Lichtabstrahlelement (15) eingestrahlt wird, und wobei das Lichtabstrahlelement (15) für das Licht der zweiten Lichtquelle (20) als Lichtleitelement dient, derart, dass das Licht der zweiten Lichtquelle (20) im Wesentlichen über die gesamte Lichtabstrahlfläche (17) verteilt abgestrahlt wird. 2. Anordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Lichtquellen (11) und die zweite Lichtquelle (20) auf verschiedenen Trägerelementen (12, 21) angeordnet sind. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtabstrahlelement (15) plattenförmig ausgebildet ist, wobei die Lichteinstrahlfläche (16) der ersten Lichtquellen (11) und die Lichtabstrahlfläche (17) durch zwei einander gegenüberliegende Flachseiten des Lichtabstrahlelements (15) gebildet sind und wobei die zweite Lichtquelle (20) an einer Schmalseite der Platte angeordnet ist. 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese mehrere zweite Lichtquellen (20) aufweist, welche an einer Schmalseite oder am Umfang des Lichtabstrahlelements (15), vorzugsweise verteilt, angeordnet sind. 5. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtabstrahlelement (15) stab- oder zylinderförmig ausgebildet ist, wobei die ersten Lichtquellen (11) am Umfang der Mantelfläche und die zweite Lichtquelle (20) an einer Stirnfläche des Lichtabstrahlelements (15) angeordnet sind. 6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Lichtquellen (11) und die zweite Lichtquelle (20) auf einem gemeinsamen Trägerelement angeordnet sind. 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtabstrahlelement (15) im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist, wobei die Lichteinstrahlfläche (16) der ersten Lichtquellen (11) und die Lichtabstrahlfläche (17) durch zwei einander gegenüberliegende Flachseiten des Lichtabstrahlelements (15) gebildet sind und wobei ein Endbereich des Lichtabstrahlelements (15) derart gebogen ausgebildet ist, dass seine Stirnfläche (18) parallel zur Lichteinstrahlfläche (16) ausgerichtet ist. 8. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtabstrahlelement (15) stab- oder zylinderförmig ausgebildet ist, wobei die ersten Lichtquellen (11) am Umfang der Mantelfläche angeordnet sind und wobei ein Endbereich des Lichtabstrahlelements (15) derart gebogen ausgebildet ist, dass seine Stirnfläche parallel Lichteinstrahlfläche ausgerichtet ist. 9. Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquellen (11, 20) durch LEDs gebildet sind. 10. Anordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Lichtquellen (11) weißes Licht abgeben und die zweite Lichtquelle (20) farbiges Licht abgibt. |
Lichtabstrahlelement
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Lichtabgabe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, welche mehrere im Wesentlichen punktförmige
Lichtquellen sowie ein transparentes Lichtabstrahlelement aufweist, wobei die Lichtquellen bezüglich dem Abstrahlelement derart angeordnet sind, dass ihr Licht über eine Lichteinstrahlfläche in das Lichtabstrahlelement eingestrahlt und über eine der Lichteinstrahlfläche im Wesentlichen gegenüberliegende Lichtabstrahlfläche wieder abgestrahlt wird. Bei den punktförmigen Lichtquellen handelt es sich insbesondere um LEDs.
Die beständige Weiterentwicklung von LEDs in den letzten Jahren hat zur Folge, dass derartige Lichtquellen zunehmend nicht nur in Anzeigeeinrichtungen oder zur
Bereitstellung von Informationen verwendet werden, sondern auch in der allgemeinen Beleuchtungstechnologie zum Einsatz kommen. Da die Leistungsfähigkeit von LEDs in letzter Zeit drastisch erhöht werden konnte, können derartige Lichtquellen nunmehr in nahezu sämtlichen Fällen auch klassische Lichtquellen wie Glühbirnen oder Leuchtstofflampen ersetzen.
Bei der Verwendung von LEDs ist allerdings zu berücksichtigen, dass diese im
Vergleich zu anderen Lichtquellen, beispielsweise Glühlampen, einen niedrigeren sog. Farbwiedergabeindex (Color Rendering Index - CRI) aufweisen. Es handelt sich hierbei um eine Maßzahl zur Beschreibung der Farbwiedergabe von Lampen, welche zum Ausdruck bringt, wie stark sich die Farbe eines Objekts bei der Beleuchtung ändert. Als Bezugsstrahler dient ein schwarzer Strahler mit der ähnlichsten
Farbtemperatur; oberhalb einer Farbtemperatur von 5000 K wird als Bezugsstrahler das Spektrum des natürlichen Tageslichts bei den entsprechenden Farbtemperaturen verwendet. Während nunmehr eine Glühlampe mit einem CRI von fast 100
ausgezeichneten Farbwiedergabeeigenschaften aufweist, liegt der
Farbwiedergabeindex von sog. Weisslicht-LEDs deutlich darunter. Grund hierfür ist das verhältnismäßige enge Spektrum derartiger Halbleiterlichtquellen. Um die Farbwiedergabe bei entsprechenden LED-Leuchten zu erhöhen, ist es bekannt, zur Veränderung des Spektrums andersfarbige LEDs einzusetzen. Üblicherweise werden hierzu mehrere andersfarbige LEDs auf dem Board bzw. Trägerelement, auf dem auch die Weisslicht-LEDs als Hauptlichtquellen angeordnet sind, verteilt, um eine homogene Lichtdurchmischung zu erzielen. Eine derartige Vorgehensweise ist allerdings mit einem verhältnismäßig hohem Aufwand verbunden, weshalb der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde liegt, eine neuartige Lösung zur Veränderung des Spektrums einer Leuchte, bei der insbesondere LEDs als
Lichtquellen eingesetzt werden, anzugeben.
Die Aufgabe wird durch eine Anordnung zur Lichtabgabe, welche die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Der erfindungsgemäßen Lösung liegt der Gedanke zu Grunde, zur Abstrahlung des Lichts der Weisslicht-LEDs ein Lichtabstrahlelement einzusetzen, das gleichzeitig auch zum Verteilen des Lichts einer weiteren Lichtquelle, über die das Spektrum des insgesamt abgegebenen Lichts verändert werden soll, genutzt wird. Das
Lichtabstrahlelement, welches von den Weisslicht-LEDs in erster Linie durchstrahlt wird, dient für das Licht der zweiten Lichtquelle dann also als Lichtleiter, um das Licht dieser zweiten Lichtquelle homogen zu verteilen. Diese Lösung bringt den Vorteil mit sich, dass zum Verändern des Spektrums der gesamten Anordnung weniger
Lichtquellen der zweiten Art erforderlich sind und trotz allem eine homogene
Durchmischung erzielt wird. Der Farbwiedergabeindex (CRI) kann also auf einfache Weise erhöht werden.
Erfindungsgemäß wird also eine Anordnung zur Lichtabgabe vorgeschlagen, mit mehreren, im Wesentlichen punktförmigen ersten Lichtquellen, sowie einem transparenten Lichtabstrahlelement, wobei die ersten Lichtquellen bezüglich dem Lichtabstrahlelement derart angeordnet sind, dass ihr Licht über eine
Lichteinstrahlfläche in das Lichtabstrahlelement eingestrahlt und über eine der Lichteinstrahlfläche im Wesentlichen gegenüberliegende Lichtabstrahlfläche abgestrahlt wird. Erfindungsgemäß weist die Anordnung zumindest eine zweite Lichtquelle auf, deren Licht sich von dem Licht der ersten Lichtquellen unterscheidet, wobei die zweite Lichtquelle bezüglich dem Lichtabstrahlelement derart angeordnet ist, dass ihr Licht über eine von der Lichteinstrahlfläche der ersten Lichtquellen getrennte Fläche in das Lichtabstrahlelement eingestrahlt wird, und wobei das
Lichtabstrahlelement für das Licht der zweiten Lichtquelle als Lichtleitelement dient, derart, dass das Licht der zweiten Lichtquelle im Wesentlichen über die gesamte Lichtabstrahlfläche verteilt abgestrahlt wird.
Bei einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die ersten
Lichtquellen und die zweite Lichtquelle auf verschiedenen Trägerelementen angeordnet. Hierzu kann beispielsweise das Lichtabstrahlelement plattenförmig ausgebildet sein, wobei die Lichteinstrahlfläche der ersten Lichtquellen und die Lichtabstrahlfläche durch zwei einander gegenüberliegende Flachseiten des
Lichtabstrahlelements gebildet sind und wobei die zweite Lichtquelle an einer Schmalseite der Platte angeordnet ist. In diesem Fall können auch mehrere zweite Lichtquellen vorgesehen sein, welche am Umfang des Lichtabstrahlelements, vorzugsweise verteilt angeordnet sind. Denkbar wäre auch, dass das
Lichtabstrahlelement stab- oder zylinderförmig ausgebildet ist, wobei die ersten Lichtquellen am Umfang der Mantelfläche und die zweite Lichtquelle an einer Stirnfläche des Lichtabstrahlelements angeordnet sind.
Bei einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die ersten Lichtquellen und die zweite Lichtquelle auf einem gemeinsamen Trägerelement angeordnet. Hierzu kann das Lichtabstrahlelement im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet sein, wobei die Lichteinstrahlfläche der ersten Lichtquellen und die Lichtabstrahlfläche durch zwei einander gegenüberliegende Flachseiten des
Lichtabstrahlelements gebildet sind und wobei ein Endbereich des
Lichtabstrahlelements derart gebogen ausgebildet ist, dass eine Stirnfläche parallel zur Lichteinstrahlfläche ausgerichtet ist. Das Lichtabstrahlelement könnte wiederum allerdings auch stab- oder zylinderförmig ausgebildet sein, wobei dann die ersten
Lichtquellen am Umfang der Mantelfläche angeordnet sind und wobei ein Endbereich des Lichtabstrahlelements derart gebogen ausgebildet ist, dass seine Stirnfläche parallel zur Lichteinstrahlfläche ausgerichtet ist. Bei den Lichtquellen handelt es sich vorzugsweise um LEDs, wobei die ersten
Lichtquellen vorzugsweise weißes Licht abgeben und die zweite Lichtquelle farbiges Licht abgibt. Je nach gewünschter Veränderung für das Spektrum des abgegebenen Lichts könnten auch mehrere zweite Lichtquellen vorgesehen sein, welche jeweils unterschiedlich farbliches Licht emittieren.
Letztendlich wird durch die vorliegende Erfindung die Möglichkeit geschaffen, die Lichtabgabe einer entsprechenden Anordnung in einfacher Weise durch die
Hinzufügung farbigen Lichts zu modifizieren, wobei allerdings nur wenige
Lichtquellen für das farbige Licht erforderlich sind. Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen: Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung zur
Lichtabgabe und
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung. Die erfindungsgemäße Anordnung kann als längliche oder flächige Lichtquelle realisiert werden und insbesondere in unterschiedlichst gestaltete Leuchten integriert werden. Bei der Darstellung der vorliegenden Erfindung wurde dabei auf die weiteren Bestandteile der Leuchte verzichtet. Es sollen im Folgenden ausschließlich die Komponenten der Anordnung zur Lichtabgabe beschrieben werden.
Die in Fig. 1 dargestellte und allgemein mit dem Bezugszeichen 10 versehene erfindungsgemäßen Anordnung zur Lichtabgabe weist hierbei zunächst mehrere punktförmige Lichtquellen eines ersten Typs auf, welche durch LEDs 11 gebildet werden. Diese ersten Lichtquellen 11 , welche insbesondere durch Weisslicht-LEDs gebildet sind (wobei allerdings auch andere Farben genutzt werden könnten), sind gemeinsam auf einem Trägerelement 12 angeordnet. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Anordnung 10 zu sehen. Die LEDs 11 sind hierbei matrixartig auf einer quadratischen oder rechteckigen Platine 12 angeordnet. Sie werden gemeinsam von einer nicht näher dargestellten Steuereinheit angesteuert und mit Strom versorgt. Es wäre selbstverständlich auch ein Einstellen der Helligkeit bzw. Dimmen der LEDs 11 denkbar.
Die Abstrahlung des von den LEDs 11 abgegebenen Lichts erfolgt über ein transparentes Lichtabstrahlelement 15, dessen Abmessungen im Wesentlichen den Abmessungen der LED-Platine 12 entsprechen. Im vorliegenden Fall ist also auch das Lichtabstrahlelement 15 plattenförmig ausgebildet und weist eine den Weisslicht- LEDs 11 zugewandte Lichteinstrahlfläche 16 sowie eine der Lichteinstrahlfläche 16 gegenüberliegende Lichtabstrahlfläche 17 auf. Die beiden Flachseiten des
Lichtabstrahlelements 15 dienen also der Lichteinstrahlung sowie der Lichtabgabe. Um hierbei eine gleichmäßige bzw. homogene Lichtabgabe zu erzielen, kann vorgesehen sein, dass das Lichtabstrahlelement 15 zumindest leicht lichtstreuend wirkt, wozu beispielsweise die Lichtabstrahlfläche 17 mit einer entsprechenden Struktur versehen sein. Denkbar wäre auch, die Lichtabstrahlfläche 17 mit einer Prismenstruktur zu versehen, um die Lichtabgabe der gesamten Anordnung 10 auf einen bestimmten Winkelbereich zu begrenzen. Wesentlich ist, dass das Licht der Weisslicht-LEDs 11, welches über die Lichteinstrahlfläche 16 in das
Lichtabstrahlelement 15 eintritt, nur geringfügig abgelenkt wird und dementsprechend im Wesentlichen ungehindert das Lichtabstrahlelement 15 durchtritt.
Bei einer Verwendung von Weisslicht-LEDs ergibt sich - wie Eingangs geschildert - das Problem, dass die Farbwiedergabe verhältnismäßig gering ist. Sie kann allerdings verbessert werden, wenn dem Licht der LEDs 11 zusätzliches Licht eines bestimmten Farbtons, beispielsweise rotes oder blaues Licht zugemischt wird. Die
erfindungsgemäße Anordnung 10 weist hierzu zumindest eine Lichtquelle eines zweiten Typs 20 auf. Im vorliegenden Fall eines plattenförmigen
Lichtabstrahlelements 15 sind vorzugsweise mehrere zweite Lichtquellen 20 vorgesehen, welche auf einem zweiten Trägerelement 21, insbesondere einer zweiten Platine angeordnet sind. Die Platine 21 mit zugehörigen zweiten Lichtquellen 20, die insbesondere durch weitere LEDs gebildet sind, ist hierbei an einer der Schmalseiten des plattenförmigen Lichtgleitelements 15 angeordnet. Dementsprechend wird das Licht dieser zweiten Lichtquellen 20 über eine Schmal- oder Stirnseite in das
Lichtabstrahlelement 15 eingestrahlt. Bei dieser Ausgestaltung ergibt sich der Effekt, dass das Lichtabstrahlelement 15 für das Licht dieser zweiten LEDs 20 als Lichtleitelement dient, um das Licht derart zu verteilen, dass es homogen und gleichmäßig über die Lichtabstrahlfläche 17 abgestrahlt wird. Das Licht der zweiten LEDs 20 wird also gleichmäßig dem Licht der ersten Lichtquellen 11 zugemischt, sodass eine homogene Durchmischung stattfindet.
Die Wirkung des Lichtabstrahlelements 15 als Lichtleiter für das Licht der zweiten LEDs 20 ist schematisch anhand von zwei Lichtstrahlen A und B dargestellt. Diese werden an den beiden Flachseiten 16 und 17 des Lichtabstrahlelements 15
totalreflektiert, so dass das Licht bis zur gegenüberliegenden Seite des
Lichtabstrahlelements 15 transportiert wird. An der Lichteintritts fläche 16 des Lichtabstrahlelements 15 sind allerdings lichtauskoppelnde Strukturen 22 - beispielsweise in Form von Vertiefungen öder Ätzstrukturen - vorgesehen, welche einen auftreffenden Lichtstrahl derart umlenken bzw. streuen, dass dieser nunmehr das Lichtabstrahlelement 15 über dessen Lichtabstrahlfläche 17 verlassen kann. Die Verteilung dieser lichtauskoppelnden Strukturen 22 ist hierbei nicht gleichmäßig sondern derart, dass ihre Dichte mit zunehmendem Abstand von der zweiten
Lichtquelle 20 zunimmt. Hierdurch wird berücksichtigt, dass ein Teil des Lichts auf dem Weg durch das Lichtabstrahlelement 15 dieses verlässt. Dieser Verlust wird durch den Anstieg der Dichte der Lichtauskuppelstrukturen 22 ausgeglichen, sodass letztendlich über die gesamte Fläche des Lichtabstrahlelements 15 hinweg gleichmäßig stark das Licht der zweiten Lichtquellen 20 abgegeben wird. Ferner ist die Anordnung der Lichtauskuppelstrukturen 22 auf die evtl. vorhandenen Strukturen zur
Lichtlenkung für das Licht der ersten Lichtquellen 11 abgestimmt, um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Letztendlich wird also das Licht der zweiten Lichtquellen 20 homogen dem Licht der ersten Lichtquellen 11 zugemischt.
Bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel war das Lichtabstrahlelement 15 plattenförmig ausgebildet. Es wäre allerdings in gleicher Weise auch denkbar, ein stab- oder zylinderförmiges Lichtabstrahlelement 15 zu verwenden. In diesem Fall ist auch die LED-Platine 12 mit den ersten Lichtquellen 11 lediglich streifenförmig
ausgebildet. An einer Stirnseite des Zylinders ist dann eine einzelne LED 20 des zweiten Typs angeordnet. Auch im Falle eines stab- bzw. zylinderförmigen
Lichtabstrahlelements 15 wird durch die zuvor erwähnte Lichtleitung eine
gleichmäßige Zumischung des Lichts der zweiten LED 20 erzielt.
Bei den beiden zuvor beschriebenen Varianten des ersten Ausführungsbeispiels waren grundsätzlich zwei verschiedene Trägerelemente bzw. Platinen für die Lichtquellen des ersten Typs sowie die Lichtquelle bzw. Lichtquellen des zweiten Typs vorgesehen.
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, welches es ermöglicht, alle Lichtquellen, also sowohl die Lichtquellen des ersten Typs als auch diejenigen des zweiten Typs auf einer gemeinsamen Platine anzuordnen. Wiederum kann diese Ausführungsform flächig, also mit einem plattenförmigen Lichtabstrahlelement, oder linear bzw. stabförmig ausgeführt sein.
Die Besonderheit des zweiten Ausführungsbeispiels, bei dem gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen sind, besteht darin, dass das
Lichtabstrahlelement 15 an dem der Lichtquelle bzw. Lichtquellen des zweiten Typs 20 zugewandten Ende umgebogen ist. Insbesondere ist das Lichtabstrahlelement derart verformt, dass die Stirnfläche 18 nunmehr parallel zur Lichteinstrahlfläche 16 für die Lichtquellen des ersten Typs 11 ausgerichtet ist. Wie dargestellt kann/können deshalb nunmehr die Lichtquelle bzw. Lichtquellen des zweiten Typs 20 auf der gleichen Platine 12 wie die Lichtquellen des ersten Typs 11 angeordnet werden. Die Anordnung einer separaten zusätzlichen Platine ist nun nicht mehr erforderlich.
Auch in diesem Fall dient allerdings das Lichtabstrahlelement 15 für das Licht der zweiten Lichtquelle bzw. Lichtquellen 20 als Lichtleiter zur gleichmäßigen
Lichtverteilung, während hingegen das Licht der ersten Lichtquellen 11 das Lichtabfallelement 15 im Wesentlichen ungehindert durchstrahlt. Dementsprechend wird auch in diesem Fall die angestrebte Vermischung zwischen Weisslicht und farbigem Licht erzielt, so dass wiederum der CRI der Anordnung in einfacher aber effektiver Weise erhöht werden kann.
