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Patent Searching and Data


Title:
LIGHT-EMITTING DEVICE, LIGHT-EMITTING ASSEMBLY, AND METHOD FOR EMITTING LIGHT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/024420
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a light-emitting device (2; 6; 7), comprising a light source (10), which is designed to emit a laser light beam (11); a pivotable light-deflecting apparatus (12), which is designed to deflect the emitted laser light beam (11); a light-diverting apparatus (20; 60; 70), which is designed to divert the deflected laser light beam (11) in accordance with an angle of incidence on the light-diverting apparatus (20; 60; 70); and a luminescence apparatus (13), which can be irradiated with the diverted laser light beam (11) and thereby induced to emit light.

Inventors:
FIESS, Reinhold (Hohenberg 6, Durbach, 77770, DE)
HATTASS, Mirko (Erzbergerstr. 19, Stuttgart, 70191, DE)
PETERSEN, Andreas (Leipziger Str. 16, Marbach, 71672, DE)
SCHATZ, Frank (Tellstr. 29, Kornwestheim, 70806, DE)
PILARD, Gael (Lichtensteinstrasse 17, Wankheim, 72127, DE)
MAIER, Daniel (Forststr. 171, Stuttgart, 70193, DE)
Application Number:
EP2017/066449
Publication Date:
February 08, 2018
Filing Date:
July 03, 2017
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
G02B26/08
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Claims:
Ansprüche

1. Lichtaussendevorrichtung (2; 6; 7), mit einer Lichtquelle (10), welche dazu ausgebildet ist, einen Laserlichtstrahl (11) auszusenden; einer schwenkbaren Lichtablenkeinrichtung (12), welche dazu ausgebildet ist, den ausgesendeten Laserlichtstrahl (11) abzulenken; einer Lichtumlenkeinrichtung (20; 60; 70), welche dazu ausgelegt ist, den abgelenkten Laserlichtstrahl (11) in Abhängigkeit von einem Auftreffwinkel auf die

Lichtumlenkeinrichtung (20; 60; 70) umzulenken; und einer Lumineszenzeinrichtung (13), welche durch den umgelenkten Laser lichtstrahl (11) bestrahlbar und dadurch zum Aussenden von Licht anregbar ist.

2. Lichtaussendevorrichtung (2; 6; 7) nach Anspruch 1, wobei die

Lichtumlenkeinrichtung (20; 60; 70) holografisch optische Elemente aufweist.

3. Lichtaussendevorrichtung (2; 6; 7) nach Anspruch 2, wobei die holografisch optischen Elemente Kugelwellenumlenker aufweisen und/oder pixelförmig angeordnet sind.

4. Lichtaussendevorrichtung (2; 6; 7) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Lichtablenkeinrichtung (12) einen Mikrospiegel aufweist, welcher mit einer

vorgegebenen Schwingungsamplitude und/oder Schwingungsfrequenz verschwenkbar ist.

5. Lichtaussendevorrichtung (2; 6; 7) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Lumineszenzeinrichtung (13) eine Konverterschicht aufweist, welche dazu ausgebildet ist, Laserlichtstrahlen (11) einer ersten Wellenlänge in Lichtstrahlen mindestens einer zweiten Wellenlänge zu konvertieren.

6. Lichtaussendevorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Lichtumlenkeinrichtung (20) derart ausgebildet ist, dass zwei Laserlichtstrahlen (11), welche unter demselben Auftreffwinkel relativ zu einer normalen Achse der

Lichtumlenkeinrichtung (20) auftreffen, auf denselben Punkt der

Lumineszenzeinrichtung (13) umgelenkt werden.

7. Lichtaussendevorrichtung (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Lichtumlenkeinrichtung (60) auftreffende Laserlichtstrahlen (11) derart umlenkt, dass die Laserlichtstrahlen (11) umso näher zu einem Zentrum der Lumineszenzeinrichtung (13) hin umgelenkt werden, je größer der Auftreffwinkel relativ zu einer normalen Achse der Lichtumlenkeinrichtung (20) ist.

8. Lichtaussendevorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Lichtumlenkeinrichtung (70) auftreffende Laserlichtstrahlen (11) derart umlenkt, dass Laserlichtstrahlen (11), welche auf einen bestimmten Bereich der

Lichtumlenkeinrichtung auftreffen, in einen entsprechenden Bereich der

Lumineszenzeinrichtung (13) umgelenkt werden, welcher umso schmäler ist, je näher sich der Bereich der Lichtumlenkeinrichtung (70) an einem Zentrum der

Lichtumlenkeinrichtung (70) befindet.

9. Lichtaussendeanordnung (40), mit einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Lichtaussendevorrichtungen gemäß einer der vorangehenden Ansprüche.

10. Verfahren zum Aussenden von Licht, mit den Schritten: Aussenden (Sl) eines Laserlichtstrahls (11);

Ablenken (S2) des ausgesendeten Laserlichtstrahls (11) durch eine schwenkbare Lichtablenkeinrichtung (12);

Umlenken (S3) des abgelenkten Laserlichtstrahls (11) durch eine

Lichtumlenkeinrichtung (20; 60; 70) in Abhängigkeit von einem Auftreffwinkel des abgelenkten Laserlichtstrahls (11) auf die Lichtumlenkeinrichtung (20; 60; 70); und Aussenden (S4) von Licht durch eine Lumineszenzeinrichtung (13) beim Auftreffen des umgelenkten Laserlichtstrahls (11) auf die Lumineszenzeinrichtung (13).

Description:
Beschreibung

Titel:

Lichtaussendevorrichtung, Lichtaussendeanordnung und Verfahren zum

Aussenden von Licht

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lichtaussendevorrichtung, eine

Lichtaussendeanordnung und ein Verfahren zum Aussenden von Licht.

Stand der Technik

Aus Sicherheitsaspekten sollen moderne Fahrzeugscheinwerfer gewissen Anforderungen entsprechen, um einerseits eine gute Sicht zu gewährleisten, andererseits den Gegenverkehr nicht zu blenden. Unter Fahrzeug werden im Folgenden Kraftfahrzeuge, Lastkraftwagen, eBikes, Scooter und Ähnliches verstanden. Das von dem Fahrzeugscheinwerfer ausgestrahlten Licht weist vorzugsweise eine Lichtverteilung auf, welche in einem zentralen Bereich des Lichtkegels eine höhere Intensität aufweist als in peripheren Bereichen. Dadurch wird der zentrale Bereich gut ausgeleuchtet, wodurch eine gute Sicht ermöglicht wird, und die Randbereiche sind gegenüber dem Zentralbereich gedimmt, wodurch verhindert wird, dass weitere Verkehrsteilnehmer geblendet werden können.

Beispielsweise ist aus der DE 10 2010 028 949 AI eine Beleuchtungseinrichtung bekannt, welche eine Lichtquelle zum Aussenden eines Laserstrahls aufweist, wobei der ausgesendete Laserstrahl über eine Strahlablenkeinheit abgelenkt und auf ein Leuchtschichtelement auftrifft, wodurch weißes Licht ausgesendet wird.

Eine beispielhafte Lichtaussendevorrichtung 1 ist in Figur 9 illustriert. Hierbei wird durch eine Lichtquelle 10 ein Laserlichtstrahl 11 ausgesendet, welcher auf eine schwenkbare Lichtablenkeinrichtung 12 trifft, welche um einen Schwenkwinkel x verschwenkbar ist. Der Laserlichtstrahl 11 wird von der Lichtablenkeinrichtung 12 um einen Ablenkwinkel z abgelenkt, trifft auf eine Lumineszenzeinrichtung 13 und regt diese zum Aussenden von Licht an. Die Lichtumlenkeinrichtung 12 ist beispielsweise ein schwenkbarer Mikrospiegel, welcher harmonische Schwingungen ausführt, wobei der abgelenkte

Laserlichtstrahl 11 entlang einer Achse 14 verschwenkt wird. Eine

Aufenthaltswahrscheinlichkeit der Lichtablenkeinrichtung 12 ist hierbei aufgrund unterschiedlicher Schwenkgeschwindigkeiten der Lichtablenkeinrichtung 12 in einer maximalen Auslenkposition höher als in einer unausgelenkten Position, in welcher der Laserlichtstrahl 11 senkrecht entlang einer zentralen Achse 15 auf ein Zentrum 17 der Lumineszenzeinrichtung 13 auftrifft. Folglich werden

Randbereiche 18, 19 der Lumineszenzeinrichtung 13 bei einer zeitlich gemittelten Betrachtung länger durch den abgelenkten Laserlichtstrahl 11 zum Aussenden von Licht angeregt als das Zentrum 17.

In Figur 9 ist weiter eine entsprechende Lichtverteilung A des von der

Lumineszenzeinrichtung 13 ausgesendeten Lichts illustriert, wobei die Intensität bzw. Amplitude in Abhängigkeit eines Lichtaussendeortes aufgetragen ist. Die Helligkeit des durch die Lumineszenzeinrichtung 13 ausgesendeten Lichts ist in Randbereichen größer als in einem zentralen Bereich. Diese Lichtverteilung ist der oben beschriebenen gewünschten Lichtverteilung jedoch gerade

entgegengesetzt.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung schafft eine Lichtaussendevorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 , eine Lichtaussendeanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 und ein Verfahren zum Aussenden von Licht mit den

Merkmalen des Patentanspruchs 10.

Die Erfindung schafft demnach eine Lichtaussendevorrichtung mit einer

Lichtquelle, welche dazu ausgebildet ist, einen Laserlichtstrahl auszusenden und einer schwenkbaren Lichtablenkeinrichtung, welche dazu ausgebildet ist, den ausgesendeten Laserlichtstrahl abzulenken. Weiter umfasst die

Lichtaussendevorrichtung eine Lichtumlenkeinrichtung, welche dazu ausgelegt ist, den abgelenkten Laserlichtstrahl in Abhängigkeit von einem Auftreffwinkel auf die Lichtumlenkeinrichtung umzulenken. Die Lichtaussendevorrichtung umfasst weiter eine Lumineszenzeinrichtung, welche durch den umgelenkten Laserlichtstrahl bestrahlbar und dadurch zum Aussenden von Licht anregbar ist.

Weiter umfasst die Erfindung eine Lichtaussendeanordnung mit einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Lichtaussendevorrichtungen.

Weiter schafft die vorliegende Erfindung demnach ein Verfahren zum Aussenden von Licht, wobei ein Laserlichtstrahl ausgesendet wird und der ausgesendete Laserlichtstrahl durch eine schwenkbare Lichtablenkeinrichtung abgelenkt wird. Der abgelenkte Laserlichtstrahl wird durch eine Lichtumlenkeinrichtung in Abhängigkeit von einem Auftreffwinkel des abgelenkten Laserlichtstrahls auf die Lichtumlenkeinrichtung umgelenkt. Eine Lumineszenzeinrichtung sendet beim Auftreffen des umgelenkten Laserlichtstrahls auf die Lumineszenzeinrichtung Licht aus.

Bevorzugte Weiterbildungen sind Gegenstand der jeweiligen Unter anspräche. Vorteile der Erfindung

Die erfindungsgemäße Lichtaussendevorrichtung hat den Vorteil, dass durch geeignete Wahl der Lichtumlenkeinrichtung das abgelenkte Laserlicht derart umgelenkt werden kann, dass es in Abhängigkeit von dem Auftreffwinkel auf einen entsprechend vorgegebenen Punkt der Lumineszenzeinrichtung trifft. Die jeweilige relative Zeitdauer, während welcher ein entsprechender Bereich der Lumineszenzeinrichtung durch das umgelenkte Licht beleuchtet wird und dadurch zum Aussenden von Licht angeregt wird, ist somit durch Wahl der

entsprechenden Lichtumlenkeinrichtung beliebig einstellbar. Wird die

Lichtaussendevorrichtung beispielsweise für ein Fahrzeug verwendet, so kann die Lichtumlenkeinrichtung derart ausgelegt sein, dass ein Zentrum der

Lumineszenzeinrichtung länger beleuchtet wird als Randbereiche. Somit wird eine Lichtverteilung des durch die Lumineszenzeinrichtung ausgesendeten Lichts erzeugt, welche eine erhöhte Helligkeit im Zentralbereich aufweist. Dadurch ist eine gezielte Beleuchtung möglich, ohne Verkehrsteilnehmer im Randbereich unnötig zu blenden. Es sind jedoch auch weitere Lichtverteilungen durch Wahl der Lichtumlenkeinrichtung erzeugbar.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Lichtaussendevorrichtung weist die Lichtumlenkeinrichtung holografisch optische Elemente auf. Mit Hilfe dieser

Elemente kann ein auftreffender Laserlichtstrahl in eine nahezu beliebige

Richtung umgelenkt werden und dadurch auf einen gewünschten Bereich der Lumineszenzeinrichtung ausgerichtet werden. Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfassen die holografisch optischen

Elemente Kugelwellenumlenker und/oder sind die holografisch optischen

Elemente pixelförmig angeordnet.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Lichtaussendevorrichtung weist die Lichtablenkeinrichtung einen Mikrospiegel auf, welcher mit einer vorgegebenen Schwingungsamplitude und/oder Schwingungsfrequenz verschwenkbar ist.

Insbesondere kann die Schwingungsamplitude und/oder Schwingungsfrequenz der Lichtablenkeinrichtung steuerbar sein, wodurch ein ausgeleuchteter Bereich variiert werden kann.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Lichtaussendevorrichtung weist die Lumineszenzeinrichtung eine Konverterschicht auf, welche dazu ausgebildet ist, Laserlichtstrahlen einer ersten Wellenlänge in Lichtstrahlen mindestens einer zweiten Wellenlänge zu konvertieren. Beispielsweise kann Laserlicht in weißes Licht konvertiert werden.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Lichtaussendevorrichtung ist die Lichtumlenkeinrichtung derart ausgebildet, dass zwei Laserlichtstrahlen, welche unter demselben Auftreffwinkel relativ zu einer normalen Achse der

Lichtumlenkeinrichtung auftreffen, auf denselben Punkt der

Lumineszenzeinrichtung umgelenkt werden. Es kann somit eine Lichtverteilung des ausgesendeten Lichts erzielt werden, bei welcher ein Bereich mit einer geringen Intensität einem Randbereich entspricht. Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Lichtaussendevorrichtung lenkt die Lichtumlenkeinrichtung auftreffende Laserlichtstrahlen derart um, dass die Laserlichtstrahlen umso näher zu einem Zentrum der Lumineszenzeinrichtung hin umgelenkt werden, je größer der Auftreffwinkel relativ zu einer normalen Achse der Lichtumlenkeinrichtung ist. Hierdurch kann die Intensitätsverteilung gegenüber einer Lichtaussendevorrichtung ohne Lichtumlenkeinrichtung invertiert werden, sodass das Helligkeitsmaximum in einen zentralen Bereich verschoben wird.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Lichtaussendevorrichtung lenkt die Lichtumlenkeinrichtung auftreffende Lichtstrahlen derart um, dass

Laserlichtstrahlen, welche auf einen bestimmten Bereich der

Lichtumlenkeinrichtung auftreffen, in einen entsprechenden Bereich der

Lumineszenzeinrichtung umgelenkt werden, welcher umso schmäler ist, je näher sich der Bereich der Lichtumlenkeinrichtung an einem Zentrum der

Lichtumlenkeinrichtung befindet. Die Randbereiche werden hierdurch weiter aufgefächert, während zentrale Bereiche nicht aufgefächert oder sogar fokussiert werden, wodurch eine Änderung der Lichtverteilung dahingehend stattfindet, dass das Helligkeitsmaximum in einen zentralen Bereich verschoben werden kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Es zeigen:

FIG. 1 , 2 Schnittansichten einer Lichtaussendevorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

FIG. 3 eine Schnittansicht einer Lichtaussendeanordnung gemäß einer

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

FIG. 4 eine Intensitätsverteilung eines ausgesendeten Lichts;

FIG. 5, 6, 7 Querschnittsansichten von Lichtaussendevorrichtungen gemäß Ausführungsformen der Erfindung; FIG. 8 ein Flussdiagramm zur Erläuterung eines Verfahrens zum Aussenden von Licht gemäß einer Ausführungsform der Erfindung; und

FIG. 9 eine Schnittansicht einer beispielhaften Lichtaussendevorrichtung.

In allen Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente und Vorrichtungen - sofern nichts anderes angegeben ist - mit denselben Bezugszeichen versehen.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Figur 1 zeigt eine Querschnittsansicht einer Lichtaussendevorrichtung 2 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Eine Lichtquelle 10 ist dazu ausgebildet, einen Laserlichtstrahl 11 auszusenden. Der Laserlichtstrahl 11 kann beispielsweise eine vorgegebene Wellenlänge aufweisen, beispielsweise kann die Lichtquelle 10 blaues Laserlicht aussenden.

Weiter umfasst die Lichtaussendevorrichtung 2 eine schwenkbare

Lichtablenkeinrichtung 12, welche dazu ausgebildet ist, den ausgesendeten Laserlichtstrahl 11 abzulenken. Die Lichtablenkeinrichtung 12 ist hierbei entlang einer Achse um einen Schwenkwinkel x verschwenkbar. Gemäß weiteren

Ausführungsformen kann die Lichtablenkeinrichtung auch entlang mehrerer Achsen verschwenkbar sein.

Beispielsweise kann die Lichtablenkeinrichtung 12 einen Mikrospiegel aufweisen, welcher über Federelemente an einem Substrat angeordnet ist und durch Anlegen einer Spannung periodisch in Schwingung versetzbar ist und somit um den Schwenkwinkel x verschwenkbar ist. Vorzugsweise ist die Lichtablenkeinrichtung 12 hierbei mit einer vorgegebenen Schwingungsamplitude und/oder

Schwingungsfrequenz verschwenkbar.

Der Laserlichtstrahl 11 wird entsprechend abgelenkt und trifft auf eine

Lichtumlenkeinrichtung 20, welche dazu ausgelegt ist, den abgelenkten

Laserlichtstrahl 11 umzulenken. Ein Umlenkwinkel hängt hierbei von einem Auftreffwinkel y des Laserlichtstrahls 11 auf die Lichtumlenkeinrichtung 20 ab, welcher mit Bezug auf eine normale Achse 16 gemessen wird, welche senkrecht zur Lichtumlenkeinrichtung 20 durch den Auftreffpunkt des abgelenkten

Laserlichtstrahls 11 geht.

Vorzugsweise weist die Lichtumlenkeinrichtung 20 holografisch optische

Elemente (HOE) auf. Die HOE können Kugelwellenumlenker aufweisen.

Insbesondere können die holografisch optischen Elemente Photopolymere umfassen. Weiter können die HOE pixelförmig angeordnet sein. Bei pixelförmig angeordneten holografisch optischen Elementen kann eine Pixelgröße bzw.

Voxelgröße der verwendeten HOE im Bereich von etwa 100 μιη x 100 μιη liegen. Eine Umlenkfunktion, Linsenfunktion und Beugungseffizienz der pixelförmig angeordneten HOE kann jeweils auf einen vorgegebenen Wert eingestellt werden. Durch Verwendung von entsprechenden HOE ist es möglich, den abgelenkten Laserlichtstrahl 11 in Abhängigkeit von dem Auftreffwinkel y in eine

vorgegebene Richtung abzulenken, das heißt einen entsprechenden Umlenkwinkel einzustellen.

Vorzugweise ist die Lichtumlenkeinrichtung 20 planar ausgebildet, die

Lichtumlenkeinrichtung 20 kann jedoch auch gewölbt sein.

Gemäß der in Figur 1 illustrierten Ausführungsform ist die

Lichtumlenkeinrichtung 20 derart ausgebildet, dass zwei Laserlichtstrahlen 11 , welche unter demselben Auftreffwinkel y auftreffen, auf denselben Punkt der Lumineszenzeinrichtung 13 umgelenkt werden. So werden beispielsweise äußere Laserlichtstrahlen 21 und 22, welche unter gleich großen jeweiligen

Auftreffwinkeln yl bzw. y2, gemessen mit Bezug auf jeweilige normale Achsen 23 bzw. 24 auf die Lichtumlenkeinrichtung 20 auftreffen, auf denselben Punkt 25 an einem linken Rand der Lumineszenzeinrichtung 13 umgelenkt.

Die Umlenkung ist hierbei stetig, sodass Lichtstrahlen, welche auf äußere

Bereiche der Lichtumlenkeinrichtung 20 auftreffen, in einen linken Bereich der Lumineszenzeinrichtung 13 umgelenkt werden, während Laserlichtstrahlen 11, welche auf einen zentralen Bereich der Lichtumlenkeinrichtung 20 auftreffen, in einen rechten Bereich der Lumineszenzeinrichtung 13 umgelenkt werden. Die umgelenkten Laserlichtstrahlen 11 treffen auf eine Lumineszenzeinrichtung 13, welche vorzugsweise eine Konverterschicht aufweist, welche dazu ausgebildet ist, die Laserlichtstrahlen 11 einer ersten Wellenlänge in Lichtstrahlen mindestens einer zweiten Wellenlänge zu konvertieren. Beispielsweise kann die

Lumineszenzeinrichtung 13 eine Leuchtstoffschicht, insbesondere mit

Seltenerdmetallen wie etwa Cer, aufweisen, welche Laserlichtstrahlen 11 einer im blauen Sichtbereich befindlichen Wellenlänge in weißes Licht umwandelt.

Schwingt der Lichtablenkeinrichtung 12 periodisch, so ist die

Aufenthaltswahrscheinlichkeit der Lichtablenkeinrichtung 12 in stark

verschwenkten Positionen höher als die Aufenthaltswahrscheinlichkeit nahe einer nicht verschwenkten Position. Durch die Umlenkung ergibt sich die in Figur 1 illustrierte Lichtverteilung A des von der Lumineszenzeinrichtung 13

ausgesendeten Lichts, wobei eine Intensität von links nach rechts abnimmt.

In Figur 2 ist eine Schnittansicht der Lichtaussendevorrichtung 2 illustriert, wobei ein maximaler Schwenkwinkel x der Lichtablenkeinrichtung 12 reduziert ist, die Schwenkamplitude der Lichtaussendevorrichtung 2 also reduziert ist. Der

Laserlichtstrahl 11 wird hierdurch durch die Lichtablenkeinrichtung 12 nicht mehr auf Randbereiche der Lichtumlenkeinrichtung 20 abgelenkt, so dass ein linker Randbereich 30 der Lumineszenzeinrichtung 13 nicht mehr durch umgelenkte Laserlichtstrahlen 11 bestrahlt wird. Die Lichtverteilung A des von der

Lumineszenzeinrichtung 13 ausgesendeten Lichts wird somit nach rechts hin verschoben. Die gesamte Lichtmenge bleibt jedoch gleich, so dass die maximale Intensität des ausgesendeten Lichts erhöht wird. Somit sind durch Änderung der Schwenkamplitude der Lichtaussendevorrichtung 2 die Lichtverteilung und/oder die maximale Intensität des ausgesendeten Lichts einstellbar.

In Figur 3 ist eine Lichtaussendeanordnung 40 illustriert, wobei zwei

Lichtaussendevorrichtungen 2 nebeneinander angeordnet sind. Durch die

Kombination wird eine Amplitudenverteilung A erzielt, deren

Intensitätsmaximum in einem zentralen Bereich liegt. Insbesondere kann ein Fahrzeugscheinwerfer für ein Fahrzeug mit einer Lichtaussendeanordnung 40 vorgesehen sein. In Figur 4 ist eine Lichtverteilung B von durch einen derartigen Fahrzeugscheinwerfer ausgesendetem Licht auf einer Straße 50 illustriert.

Gemäß weiterer Ausführungsformen der Lichtaussendeanordnung 40 kann eine Vielzahl von Lichtaussendevorrichtungen arrayförmig angeordnet sein, wobei die Lichtaussendevorrichtungen vorzugsweise derart kombiniert werden, dass ein Intensitätsmaximum des ausgesendeten Lichts in einem zentralen Bereich des ausgesendeten Lichts erzielt wird.

Figur 5 zeigt eine Querschnittsansicht einer Lichtaussendevorrichtung 6 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Die Lichtaussendevorrichtung 6 weist hierbei eine Lichtumlenkeinrichtung 60 auf, welche derart ausgelegt ist, dass auftreffende Laserlichtstrahlen 11 derart umgelenkt werden, dass die Laserlichtstrahlen 11 umso näher zu einem Zentrum 17 der

Lumineszenzeinrichtung 13 hin umgelenkt werden, je größer der Auftreffwinkel y auf die Lichtumlenkeinrichtung 60 ist. Somit werden Laserlichtstrahlen 11, welche nahe der zentralen Achse 15 unter kleinen Auftreffwinkeln y auftreffen, auf Randbereiche 18 bzw. 19 der Lumineszenzeinrichtung 13 umgelenkt, während Laserlichtstrahlen 11 , welche unter großen Auftreffwinkeln y auf die

Lichtumlenkeinrichtung 60 auftreffen, zum Zentrum 17 der

Lumineszenzeinrichtung 13 hin umgelenkt werden. Hierdurch wird eine

Lichtverteilung A erzielt, bei welcher die maximale Intensität in einem zentralen Bereich liegt und nach außen hin abnimmt.

Eine derartige Umlenkung kann beispielsweise durch geeignete Wahl von HOE erzielt werden.

In Figur 6 ist die Lichtverteilung A für den Fall illustriert, dass die

Lichtablenkeinrichtung 12 nicht bis zu einem maximalen Schwenkwinkel x geschwenkt wird, sondern die Schwingungsamplitude der Lichtablenkeinrichtung

12 reduziert wird. Hierbei werden keine Laserlichtstrahlen 11 durch die

Lichtablenkeinrichtung 12 in Randbereiche der Lichtumlenkeinrichtung 60 abgelenkt, so dass keine Laserlichtstrahlen 11 zu einem zentralen Bereich 61 der Lumineszenzeinrichtung 13 hin umgelenkt werden. Die Lumineszenzeinrichtung

13 sendet somit kein Licht in einen zentralen Bereich aus, so dass sich die Lichtverteilung derart ändert, dass ein zentraler Bereich abgedunkelt wird. Die gesamte Lichtmenge bleibt jedoch erhalten.

In Figur 7 ist eine Lichtaussendevorrichtung 7 gemäß einer weiteren

Ausführungsform der Erfindung illustriert. Die Lichtaussendevorrichtung 7 umfasst eine Lichtumlenkeinrichtung 70, welche derart ausgebildet ist, dass auf die Lichtumlenkeinrichtung 70 auftreffende Laserlichtstrahlen 11 derart umgelenkt werden, dass Laserlichtstrahlen 11 , welche auf einen bestimmten Bereich der Lichtumlenkeinrichtung 70 auftreffen, in einen entsprechenden Bereich der Lumineszenzeinrichtung 13 umgelenkt werden, welcher umso schmäler ist, je näher sich der Bereich der Lichtumlenkeinrichtung 70 an einem Zentrum der Lichtumlenkeinrichtung 70 befindet.

In Figur 7 sind ein erster Lichtumlenkeinrichtungsbereich 71, ein zweiter

Lichtumlenkeinrichtungsbereich 72 und ein dritter

Lichtumlenkeinrichtungsbereich 73 illustriert, welche gleich groß sind und einen zunehmenden Abstand von der zentralen Achse 15 aufweisen. Laserlichtstrahlen 11, welche auf den ersten Lichtumlenkeinrichtungsbereich 71, zweiten

Lichtumlenkeinrichtungsbereich 72 und dritten Lichtumlenkeinrichtungsbereich 73 auftreffen, werden in einen ersten Lumineszenzeinrichtungsbereich 75, zweiten Lumineszenzeinrichtungsbereich 76 bzw. dritten Lumineszenzeinrichtungsbereich 77 umgelenkt, deren Größe mit zunehmendem Abstand von der zentralen Achse 15 zunimmt, wodurch eine Auffächerung bewirkt wird. Vorzugsweise ist die Größe des ersten Lumineszenzeinrichtungsbereichs 75 kleiner als die Größe des ersten Lichtumlenkeinrichtungsbereichs 71, sodass nahe der zentralen Achse 15 eine Fokussierung stattfindet. Es wird eine Lichtverteilung A erzielt, deren Maximum in einem zentralen Bereich liegt und nach außen hin abnimmt.

Die Lichtumlenkeinrichtung 70 kann wiederum HOE aufweisen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Lichtumlenkeinrichtung 70 einen gewölbten Spiegel aufweisen.

Figur 8 zeigt ein Flussdiagramm zur Erläuterung eines Verfahrens zum

Aussenden von Licht. In einem ersten Schritt Sl wird ein Laserlichtstrahl 11 durch eine Laserlichtquelle 10 ausgesendet. In einem zweiten Verfahrensschritt S2 wird der ausgesendete Laserlichtstrahl 11 durch eine schwenkbare

Lichtablenkeinrichtung 12, insbesondere einen Mikrospiegel abgelenkt.

In einem weiteren Verfahrensschritt S3 wird der abgelenkte Laserlichtstrahl 11 durch eine Lichtumlenkeinrichtung, in Abhängigkeit von einem Auftreffwinkel y des abgelenkten Laserlichtstrahls 11 auf die Lichtumlenkeinrichtung, umgelenkt.

In einem weiteren Verfahrensschritt S4 wird Licht durch die

Lumineszenzeinrichtung 13 beim Auftreffen des umgelenkten Laserlichtstrahls 11 auf die Lumineszenzeinrichtung 13 ausgesendet. Das Verfahren kann

insbesondere mit Hilfe einer der oben beschriebenen Lichtaussendevorrichtungen durchgeführt werden.