| JP09313887 | PHOTOCATALYST SHEET |
| JP2009109596 | REFLECTION SHEET |
| JP2008007557 | SILVER FILM COATING COMPOSITION AND LIGHT REFLECTOR AND ILLUMINATOR HAVING THE SAME |
HANGL, Silvia (Künhofer-Strasse 34, Nürnberg, 90489, DE)
SEITZ, Wolfgang (Wolfsdrossel 1, Eichstaett, 85072, DE)
SCHMIDT, Hans-Joachim (Wolfgang-Höfer-Str. 9, Ingolstadt, 85049, DE)
HANGL, Silvia (Künhofer-Strasse 34, Nürnberg, 90489, DE)
SEITZ, Wolfgang (Wolfsdrossel 1, Eichstaett, 85072, DE)
Ansprüche
1. Lichtmodul (1) mit zumindest einer Lichtquelle (2) und einem Reflektor (6), welcher zur Reflexion der von der Lichtquelle (2) emittierten Lichtstrahlung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Reflexion der Lichtstrahlung ausgebildeten Oberseite des Reflektors (6) zumindest bereichsweise eine eingefärbte Eloxalschicht (8) aufweist und die Vorderseite (15) des Reflektors (6) mit einer Streu- scheibe (16) abgedeckt ist.
2. Lichtmodul nach Anspruch 1, wobei der Reflektor (6) aus Aluminiumblech besteht.
3. Lichtmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eloxalschicht (8) mit zumindest einem Farbstoff gefärbt ist.
4. Lichtmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest zwei Teilbereiche der Oberseite mit unterschiedlich eingefärbter Eloxalschicht (8) ausgebildet sind.
5. Lichtmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Eloxalschicht (8) mit zumindest einem der Farbtöne Violett, Blau, Grün, Gelb, Orange oder Rot oder einer Mischung davon eingefärbt ist.
6. Lichtmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Oberseite des Reflektors (6) zumindest be ¬ reichsweise glänzend ausgebildet ist.
7. Lichtmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lichtquelle (4) als Halogenlampe, insbeson ¬ dere als Halogen-Hochvoltvoltglühlampe oder als IRC- Halogenlampe oder als Gasentladungslampe, insbesonde ¬ re als HCI-Lampe, ausgebildet ist.
8. Lichtmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Reflektor (2) an seiner Frontseite offen ist.
9. Lichtmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Streuscheibe (16) matt oder strukturiert ist. |
Beschreibung
Lichtmodul mit zumindest einer Lichtquelle und einem Re ¬ flektor
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Lichtmodul mit zumindest einer Lichtquelle und einem Reflektor, welcher zur Reflexion der von der Lichtquelle emittierten Lichtstrahlen ausgebildet ist.
Als Lichtquellen eignen sich insbesondere Halogenglühlampen, typischer Weise mit einer Leistungsaufnahme von ca. 300 bis 1000 Watt, und Gasentladungslampen.
Mit derartigen Lichtmodulen kann gebündeltes farbiges Licht mit hohen Lichtströmen erzeugt werden. Sie werden in der allgemeinen sowie der professionellen Lichttechnik, bspw. in der Diskothekenbeleuchtung oder für Architekturlichtanwendungen in großen Stückzahlen eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Film- und Bühnenscheinwerfer.
Stand der Technik
Zur Erzeugung von farbigem Licht wurden bisher fast ausschließlich Reflektorlampen aus Glas verwendet, die mit einem durchgefärbten Filter am Lichtaustritt versehen wurden. Aus thermischen Gründen, vor allem aufgrund der eingeschränkten thermischen Belastbarkeit des Farbfil ¬ ters, ist dabei die erzeugbare Lichtmenge sehr beschränkt und von der gewählten Farbe des Filters abhängig. Der gewünschte Effekt einer intensiven Darstellung einer Vielzahl von Farben ist dadurch gefährdet, denn das menschli- che Auge weist beispielsweise für rotes oder violettes
Licht eine sehr viel geringere Empfindlichkeit auf als für gelbes oder grünes Licht.
Außerdem wirft eine intensive Einfärbung des Lichtes ei ¬ ner Halogenglühlampe oder Halogen-Metalldampflampe bei- spielsweise durch Lackierung oder Beschichtung des Lampengefäßes wegen der sehr hohen Betriebstemperaturen eine Reihe von technischen Problemen auf und ist bisher noch nicht in einem Serienprodukt umgesetzt worden.
Darstellung der Erfindung
Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, auch bei einem Lichtmodul ohne Spektralfilter als Abdeckung des Reflektors, farbiges Licht erzeugen zu können.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Lichtmodul mit zumin ¬ dest einer Lichtquelle und einem Reflektor, welcher zur Reflexion der von der Lichtquelle emittierten Lichtstrah- lung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der zur Reflexion der Lichtstrahlung ausgebildeten Oberseite des Reflektors zumindest bereichsweise eine einge ¬ färbte Eloxalschicht ausgebildet ist, welche als Spekt ¬ ralfilter für die von der Lichtquelle auftreffende Licht- Strahlung ausgebildet ist und wobei die Vorderseite des Reflektors mit einer Streuscheibe abgedeckt ist.
Der Begriff Eloxal steht bekanntermaßen für elektrolytische Cixidation von Aluminium. Dabei wird üblicherweise eine 5 bis 25 μm dünne Schicht erzeugt, die das unedle Aluminium vor Korrosion schützt.
Ein erfindungsgemäßes Lichtmodul umfasst zumindest eine Lichtquelle und einen Reflektor, welcher zur Reflexion
der von der Lichtquelle emittierten Lichtstrahlen ausgebildet ist. Auf der zur Lichtquelle hin orientierten und für die Reflexion der Lichtstrahlung ausgebildeten Oberseite des Reflektors ist zumindest bereichsweise eine eingefärbte Eloxalschicht ausgebildet, welche als Spekt ¬ ralfilter für die auftreffende Strahlung der Lichtquelle wirkt. Durch diese spezifisch eingefärbte Oberseite des Reflektors kann eine spektrale Selektivität ermöglicht und dadurch die von der Lichtquelle auftreffende Licht- Strahlung entsprechend gefiltert werden. Durch diese Aus ¬ gestaltung des Reflektors kann eine daran reflektierte Lichtstrahlung farbspezifisch mit sehr hoher Intensität und Sättigung erzeugt werden. Unter einer Einfärbung der Eloxalschicht wird eine spezifische Farbgebung dieser Schicht verstanden, welche von der als farblos bezeichne ¬ ten natürlichen, naturfarbenen Ausgestaltung dieses Materials der Eloxalschicht abweicht. Unter einer Einfärbung der Eloxalschicht werden somit alle Prozesse und/oder Ma ¬ terialzugaben verstanden, welche zu einer von der natür- liehen Farbgebung des Materials der Eloxalschicht abwei ¬ chenden farbigen Ausgestaltung führen, mit welcher eine individuelle Spektralfilterung des Strahlungsspektrums der Lichtquelle ermöglicht wird.
Bevorzugt besteht der Reflektor aus farbig eloxiertem A- luminiumblech . Dadurch kann eine ausreichend hohe spekt ¬ rale Selektivität ermöglicht werden.
Bevorzugt ist die Eloxalschicht mit zumindest einem Farb ¬ stoff gefärbt. Für diese Einfärbung beim Eloxieren können die dazu bekannten Verfahren zugrunde gelegt werden. Bei- spielsweise kann dadurch eine frische und porös aufberei ¬ tete Schicht mit Farbstoffen gefärbt werden und anschlie-
ßend ein Verdichten erfolgen, welches üblicherweise mit heißem Wasser oder Dampf erfolgt. Darüber hinaus kann auch ein chemisches Verdichten erfolgen, welches meist in Kombination mit Dampfverdichten eingesetzt wird. Eloxier- tes und anschließend gefärbtes Aluminium kann bevorzugt in zweistufigen Sealverfahren behandelt werden, um ein Ausbluten der Farbstoffe zu vermeiden.
Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest zwei Teilbe ¬ reiche der Oberseite des Reflektors mit unterschiedlich eingefärbter Eloxalschicht und somit unterschiedlicher spektraler Selektivität ausgebildet sind. Die Individua ¬ lität und Flexibilität eines Lichtmoduls im Hinblick auf ihre Verwendung kann dadurch erhöht werden. Eine derartige zumindest zweiteilige Ausgestaltung kann beispielswei- se dadurch erreicht werden, dass zwei Teilbereiche, wel ¬ che mit unterschiedlich eingefärbten Eloxalschichten versehen sind, zu einem gemeinsamen Reflektor zusammengesetzt werden. Beispielsweise kann hier eine Klebe- oder Fügetechnik vorgesehen sein. Darüber hinaus kann auch vorgesehen sein, dass ein bereits vorhandener Reflektor mit einer Oberseite an einer inneren Zone mit einer ersten eingefärbten Eloxalschicht und an einer äußeren Zone mit einer zweiten, unterschiedlich zur ersten Eloxalschicht eingefärbten Eloxalschicht ausgebildet ist.
Bevorzugt ist die Eloxalschicht mit zumindest einem der Farbtöne Violett, Blau, Grün, Gelb, Orange oder Rot oder einer beliebigen Mischung davon eingefärbt. Zu dieser jeweiligen Farbgebung können die entsprechenden Farbstoffe eingebracht sein. Diese spezifischen Farbtöne ermöglichen ein breites Spektrum der Lichterzeugung für verschiedenste Anwendungen des Lichtmoduls.
Bevorzugt ist die Oberseite zumindest bereichsweise glän ¬ zend ausgebildet und kann dadurch auch hochreflektierend ausgebildet werden. Die spiegelnde Ausgestaltung der O- berseite kann bevorzugt vor dem Eloxieren erzeugt werden.
Die Lichtquelle ist bevorzugt als Halogenlampe ausgebil ¬ det. Insbesondere kann dabei eine Halogen- Hochvoltglühlampe vorgesehen sein. Die Lichtquelle kann jedoch auch als IRC- (infrared coating) -Halogenlampe aus ¬ gebildet sein. Bei diesen Lampen wird ein Spektralbereich im Nahen Infrarot nicht emittiert, sondern zur weiteren Aufheizung der Glühwendel verwendet, wodurch sich die Leistungsaufnahme und damit die Strahlungsbelastung der gefärbten Eloxalschicht auf dem Reflektor verringert. Darüber hinaus kann die Lichtquelle auch als Gasentla- dungslampe ausgebildet sein, z.B. als HCI-Lampe (Halogen- Metalldampf-Lampe mit Keramikbrenner) . IRC-Lampen und HCI-Lampen sind von der Anmelderin bekannt.
Alle genannten Lichtquellen sind in mehreren Leistungsstufen verfügbar. Durch Verwendung von Lichtquellen höhe- rer Leistung in Reflektoren der Farben Violett, Blau und Rot und Lichtquellen geringerer Leistung in Reflektoren der Farben Grün, Gelb und Orange lassen sich Typenreihen aus Lichtmodulen von verschiedener Farbe bilden, welche das farbige Licht mit empfindungsgemäß annähernd gleicher Intensität abgeben. Dadurch entsteht ein beträchtlicher Anwendungsvorteil, indem die genannten Farbtöne bei der Lichtgestaltung gleichgewichtig eingesetzt werden können.
Das Lichtmodul ist an der Vorderseite des Reflektors, d.h. lichtaustrittsseitig, mit einer Streuscheibe abge- deckt. Die Streuscheibe hat die Funktion, das von dem
farbig eloxierten Reflektor reflektierte farbige Licht mit der neutralfarbigen direkten Lichtstrahlung der Einbaulampe zu mischen. Dazu ist die Streuscheibe struktu ¬ riert, beispielsweise wabenförmig oder gestippelt. Alter- nativ kann die Streuscheibe auch mattiert sein, z.B. durch Sandstrahlen.
Durch die Kapselung mit der Streuscheibe ist das Lichtmo ¬ dul gegen Umwelteinflüsse wie Staub und Feuchtigkeit weitgehend geschützt. Mit zusätzlichen Dichtungsmaßnahmen kann auch eine spritzwassergeschützte Ausführung reali ¬ siert werden, beispielsweise für den Einsatz als mobile Videoleuchte oder als Fassaden-Anstrahlgerät.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zei- gen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungs ¬ gemäßen Lichtmoduls; und
Fig. 2 eine Seitenansicht des im Lichtmodul gemäß Fig. 1 verwendeten Reflektors.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemen ¬ te mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
In Fig. 1 ist in perspektivischer Darstellung ein erfindungsgemäßes Lichtmodul 1 gezeigt, welches mit einer Ein ¬ baulampe 2, hier eine Hochvolt-Halogenglühlampe, versehen
ist, die in eine Sockelanordnung 4 eingesetzt und von ei ¬ nem Reflektor 6 umgeben ist. Der Reflektor 6 besteht aus Aluminium. Zur Erzeugung farbigen Lichts weist die der Einbaulampe zugewandte Oberseite des Reflektors 6 eine eingefärbte Eloxalschicht 8 auf. Die eingefärbte Eloxal ¬ schicht 8 kann dabei spezifisch eingefärbt sein. Bevorzugt ist die Eloxalschicht 8 mit zumindest einem Farb ¬ stoff zur Erzeugung der Farbtöne Violett, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot oder einer beliebigen Mischung davon eingefärbt. Zur Dosierung der Farbwirkung sind jeweils eine intensiv gefärbte und eine pastellfarbige Variante besonders vorteilhaft.
Darüber hinaus ist das Aluminiumblech, insbesondere die Oberseite, in vorteilhafter Weise mit einem glänzenden Oberflächenfinish ausgebildet. Diese glänzende Ausbildung des Aluminiumblechs wird bevorzugt vor dem Aufbringen der farbigen Eloxalschicht 8 durchgeführt.
Mit Hilfe der eingefärbten Eloxalschicht 8 wird die spektrale Selektivität kostengünstig durch Absorption der unerwünschten Teile des Spektrums erreicht. Die Frage der thermischen Belastbarkeit des als Spektralfilter wirkenden Reflektors 6 mit der eingefärbten Eloxalschicht 8 so ¬ wie die Frage der Wärmeableitung ist wesentlich für die maximal umsetzbare Lichtmenge. Der Reflektor 6 kann be- vorzugterweise einen Durchmesser von etwa 111 mm aufwei ¬ sen und besteht bevorzugt aus einem hochwärmeleitfähigen Material .
Gegenüber farbigen Leuchtdioden mit ihrem fast monochromatischen Spektrum kann durch die vorgeschlagene Ausges- taltung des Lichtmoduls 1 mit einer Halogenlampe eine
breitbandigere Abstrahlung und vor allem die Möglichkeit der Erzeugung sehr viel höherer Intensitäten ermöglicht werden. Vor allem die Varianten mit pastellfarbigem Reflektor 3 können daher in Grenzen auch einen Beitrag zur Allgemeinbeleuchtung leisten. Beispielsweise kann mit einem hellblau eingefärbten Reflektor und somit einer hellblau eingefärbten Eloxalschicht 8 ein Tageslichteffekt erzeugt werden.
Die Sockelanordnung 4 hat einen Keramiksockel 10, der ü- ber Kontaktfedern 12, 14, deren Endabschnitte 13 nach unten aus der Sockelanordnung 4 vorstehen, mit der Einbaulampe 2 verbunden ist.
Eine Reflektoröffnung 15 an der Vorderseite des Reflektors 6 ist mit einer lichtdurchlässigen Streuscheibe 16 verbunden und von dieser abgedeckt. Dies wird im Folgenden noch näher erläutert.
Gemäß Fig. 2 hat der Reflektor 6 einen etwa parabelförmi- gen Querschnitt 18, der sockelseitig in einen zylinder- mantelförmigen Reflektorhals 20 zur Aufnahme eines zy- lindrischen Haltebereichs 22 des Keramiksockels 10 über ¬ geht und mit diesem durch Vercrimpen verbindbar ist (siehe Fig. 1). Der Reflektor 6 geht lichtaustrittsseitig in einen zylinderförmigen Aufnahmeabschnitt 24 mit vergrö ¬ ßertem Durchmesser über und bildet eine Umfangswand 26 zur Aufnahme der Streuscheibe 16 in der Reflektoröffnung 15 aus.
Die Streuscheibe 16 ist strukturiert (nicht dargestellt). Dadurch wird das von der farbigen Eloxalschicht 8 des Re ¬ flektors 6 reflektierte farbige Licht mit der neutralfar- bigen direkten Lichtstrahlung der Einbaulampe 2 gemischt.
Außerdem ist das Lichtmodul 1 durch die Kapselung mit der Streuscheibe 16 gegen Umwelteinflüsse wie Staub und Feuchtigkeit weitgehend geschützt.
