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Title:
LIGHT MODULE FOR A VEHICLE HEADLAMP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/089585
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a light module (100) for a motor vehicle headlamp, wherein the light module (100) is designed for the generation of a dimmed light distribution (LV) which has at least one horizontal light shadow line (HD) and a light shadow line (HD') rising at an oblique angle thereto, and wherein the light module (100) comprises at least two reflectors (1, 2, 3), and wherein at least one LED light source (10, 20, 30) is assigned to each reflector (1, 2, 3). At least one of the reflectors (2) is of the light shadow front-field reflector type, and at least one further reflector (1) is of the asymmetric reflector type. The at least one LED light source (10) associated with the at least one reflector (1) of the asymmetric reflector type and the at least one LED light source (20) associated with the at least one reflector (2) of the light shadow front-field reflector type are arranged in a fixed position relative to one another, and all the reflectors (1, 2) can be arranged in precisely one specified position relative to the LED light sources (10, 20) associated with them. Reflectors (1) of the asymmetric reflector type and reflectors (2) of the light shadow front-field type are designed in such a manner that when at least one reflector (1) of the asymmetric reflector type is arranged in its defined position and at least one reflector (2) of the light shadow front-field reflector type is arranged in its defined position, the horizontal light shadow line of the overall light distribution (LV) is formed by the horizontal light shadow line (HD1) of the at least one reflector (1) of the asymmetric reflector type and/or by the horizontal light shadow line (HD2) of the at least one reflector (2) of the light shadow front-field reflector type.

Inventors:
BAUER FRIEDRICH (AT)
ILLMAYR PETER (AT)
Application Number:
PCT/AT2013/050204
Publication Date:
June 19, 2014
Filing Date:
October 22, 2013
Export Citation:
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Assignee:
ZIZALA LICHTSYSTEME GMBH (AT)
International Classes:
F21S8/10; B60Q1/00
Domestic Patent References:
WO2010026522A12010-03-11
Foreign References:
EP2119957A12009-11-18
DE4238273A11994-05-19
US20090097268A12009-04-16
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWALTSKANZLEI MATSCHNIG & FORSTHUBER OG et al. (AT)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Lichtmodul (100) für ein Kraftfahrzeug bzw. für einen Kraftfahrzeug-Scheinwerfer, wobei das Lichtmodul (100) zur Erzeugung einer abgeblendeten Lichtverteilung (LV) ausgebildet ist, welche zumindest eine horizontale HD-Linie (HD) und eine dazu schräg ansteigende HD-Linie (HD') aufweist, und wobei das Lichtmodul (100) zumindest zwei Reflektoren (1, 2, 3) umfasst, und wobei jedem Reflektor (1, 2, 3) zumindest eine LED-Lichtquelle (10, 20, 30) zugeordnet ist, wobei zumindest einer der Reflektoren (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor ist, welcher Typ dazu eingerichtet ist, Licht der ihm zugeordneten zumindest einen LED-Lichtquelle (20) als Vorfeldlichtverteilung (LV2) mit einer im Lichtbild im Wesentlichen horizontal verlaufenden HD-Linie (HD2) abzubilden, und wobei zumindest ein weiterer Reflektor (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor ist, welcher Typ dazu eingerichtet ist, Licht der ihm zugeordneten zumindest einen LED-Lichtquelle (10) als Asymmetrie-Lichtverteilung (LV1) abzubilden, wobei die Asymmetrie-Lichtverteilung (LV1) eine im Wesentlichen horizontal verlaufende HD-Linie (HD1) und eine schräg ansteigende HD- Linie (HDl') aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die dem zumindest einen Reflektor (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquelle (10) und die dem zumindest einen Reflektor (2) vom Typ HD-Vorfeld- Reflektor zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquelle (20) fix zueinander angeordnet sind, alle Reflektoren (1, 2) in Bezug auf die ihnen zugeordneten LED-Lichtquellen (10, 20) in genau einer definierten Position anordenbar sind, und wobei Reflektoren (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor und Reflektoren (2) vom Typ HD- Vorfeld-Reflektor derart ausgebildet sind, dass bei Anordnung von zumindest einem Reflektor (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor in seiner definierten Position und zumindest einem Reflektor (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor in seiner definierten Position die horizontale HD- Linie der Gesamtlichtverteilung (LV) von der horizontalen HD-Linie (HDl) des zumindest einen Reflektors (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor und / oder von der horizontalen HD-Linie (HD2) des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor gebildet wird.

2. Lichtmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Vorfeld-Lichtverteilung zumindest zwei Reflektoren (2, 3) vorgesehen sind, zumindest ein Reflektor (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor (2) sowie zumindest ein Reflektor (3) vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor.

3. Lichtmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes System bestehend aus Reflektor (1, 2, 3) eines bestimmten Typs und zugeordneter zumindest einer LED-Lichtquelle (10, 20, 30) einer, vorzugsweise einstellbaren, Toleranz unterliegt, sodass horizontale HD-Linien (HDl, HD2, HD3) in den von Reflektoren (1, 2, 3) desselben Typs und zugeordneter zumindest einer LED-Lichtquelle (10, 20, 30) erzeugten Lichtbildern (LV1, LV2, LV3) innerhalb eines vertikalen Toleranzfeldes (TF1, TF2, TF3) liegen, wobei das Toleranzfeld (TF1, TF2, TF3) jedes Reflektortyps jeweils eine obere Toleranzfeldgrenze (TFl', TF2', TF3') und eine untere Toleranzfeldgrenze (TFl", TF2", TF3") aufweist.

4. Lichtmodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Reflektor (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor sowie der zumindest eine Reflektor (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor derart ausgebildet sind, dass in ihren in Bezug auf die zugeordneten LED-Lichtquellen (10, 20) definierten Positionen die Toleranzfelder (TF1, TF2) der Reflektoren (1, 2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor und vom Typ Asymmetrie-Reflektor einander in vertikaler Richtung nicht überlappen, sodass die Toleranzfeld-Untergrenze (TFl") des zumindest einen Asymmetrie-Reflektors (1) oberhalb oder auf gleicher Höhe der Toleranzfeld- Obergrenze (TF2') des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektors liegt.

5. Lichtmodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Reflektor (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor sowie der zumindest eine Reflektor (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor derart ausgebildet sind, dass in ihren in Bezug auf die zugeordneten LED-Lichtquellen (10, 20) definierten Positionen die Toleranzfelder (TF1, TF2) der Reflektoren (1, 2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor und vom Typ Asymmetrie-Reflektor einander in vertikaler Richtung überlappen, derart dass die Toleranzfeld-Untergrenze (TF1") des zumindest einen Asymmetrie-Reflektors (1) unterhalb der Toleranzfeld-Obergrenze (TF2') des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt und die Toleranzfeld- Obergrenze (TFl') des zumindest einen Reflektors (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor (1) oberhalb der Toleranzfeld-Obergrenze (TF2') des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD- Vorfeld-Reflektor liegt.

6. Lichtmodul nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Reflektor (3) vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor derart ausgebildet ist, dass in seiner in Bezug auf die ihm zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquellen (30) definierten Position die Toleranzfeld-Obergrenze (TF3') des Toleranzfeldes (TF3) des zumindest einen Reflektors (3) vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor unterhalb der Toleranzfeld-Untergrenze (TFl") des zumindest einen Reflektors (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor liegt.

7. Lichtmodul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Reflektor (3) vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor derart ausgebildet ist, dass die Toleranzfeld- Obergrenze (TF3') des zumindest einen Reflektors (3) vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor unterhalb der Toleranzfeld-Obergrenze (TF2') des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD- Vorfeld-Reflektor und oberhalb der Toleranzfeld-Untergrenze (TF2") des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt.

8. Lichtmodul nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Reflektor (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor derart ausgebildet ist, dass die horizontale HD-Linie (HD) der Gesamtlichtverteilung (LV) innerhalb des Toleranzfeldes (TFl) des zumindest einen Reflektors (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor liegt.

9. Lichtmodul nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das

Toleranzfelder (TFl) des zumindest einen Reflektors vom Typ Asymmetrie-Reflektor und das Toleranzfeld (TF2) des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor einander in vertikaler Richtung um 0,1° - 0,2° überlappen.

10. Lichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede LED-Lichtquelle (10, 20, 30) jeweils zumindest eine Leuchtdiode (LED) umfasst.

11. Lichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die dem zumindest einen Reflektor (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor und die dem zumindest einen Reflektor (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor zugeordneten LED-Lichtquellen (10, 20) auf einer gemeinsamen Trägerplatte, vorzugsweise einer gemeinsamen LED-Platine angeordnet sind.

12. Lichtmodul nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die dem zumindest einen Reflektor (3) vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquelle (30) ebenfalls auf der gemeinsamen Trägerplatte, vorzugsweise auf der gemeinsamen LED-Platine positioniert ist.

13. Lichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsmittel und/ oder Positioniermittel vorgesehen sind, mittels welcher Reflektoren vom selben Typ auf unterschiedlichen Trägerplatten in derselben Position in Bezug auf die LED-Lichtquellen der Trägerplatte positionier- und befestigbar sind.

14. Lichtmodul nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Häufigkeitsverteilung der Lage der horizontalen HD-Linien (HD1, HD2, HD3) innerhalb der Toleranzfelder (TFl, TF2, TF3) der Reflektoren (1, 2, 3) einer Verteilungskurve (Kl, K2, K3), beispielsweise einer Gaußschen Verteilungskurve, folgen, wobei die Verteilungskurven (Kl, K2, K3) jeweils ein Verteilungsmaximum (Kim, K2m, K3m) aufweisen.

15. Lichtmodul nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in ihren in Bezug auf die zugeordneten LED-Lichtquellen (10, 20) definierten Positionen das Verteilungsmaximum (Kim) des Toleranzfeldes (TFl) des zumindest einen Reflektors (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor oberhalb des Verteilungsmaximums (K2m) des Toleranzfeldes (TF2) des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt.

16. Lichtmodul nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das

Verteilungsmaximum (Kim) des Toleranzfeldes (TFl) des zumindest einen Reflektors (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor oberhalb der Toleranzfeld-Obergrenze (TF2') des Toleranzfeldes (TF2) des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt.

17. Lichtmodul nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilungsmaximum (K2m) des Toleranzfeldes (TF2) des zumindest einen Reflektors (2) vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor unterhalb der Toleranzfeld-Untergrenze (TFl") des Toleranzfeldes (TFl) des zumindest einen Reflektors (1) vom Typ Asymmetrie-Reflektor liegt.

18. Fahrzeugscheinwerfer mit zumindest einem Lichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 17.

Description:
LICHTMODUL FÜR EINEN FAHRZEUG SCHEINWERFER

Die Erfindung betrifft ein Lichtmodul für ein Kraftfahrzeug bzw. für einen Kraftfahrzeug- Scheinwerfer, wobei das Lichtmodul zur Erzeugung einer abgeblendeten Lichtverteilung ausgebildet ist, welche zumindest eine horizontale HD-Linie und eine dazu schräg ansteigende HD-Linie aufweist, und wobei das Lichtmodul zumindest zwei Reflektoren umfasst, und wobei jedem Reflektor zumindest eine LED-Lichtquelle zugeordnet ist, wobei zumindest einer der Reflektoren vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor ist, welcher Typ dazu eingerichtet ist, Licht der ihm zugeordneten zumindest einen LED-Lichtquelle als Vorfeldlichtverteilung mit einer im Lichtbild im Wesentlichen horizontal verlaufenden HD-Linie abzubilden, und wobei zumindest ein weiterer Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor ist, welcher Typ dazu eingerichtet ist, Licht der ihm zugeordneten zumindest einen LED-Lichtquelle als Asymmetrie-Lichtverteilung abzubilden, wobei die Asymmetrie-Lichtverteilung eine im Wesentlichen horizontal verlaufende HD-Linie und eine schräg ansteigende HD-Linie aufweist.

Weiters betrifft die Erfindung einen Fahrzeugscheinwerfer mit zumindest einem oben genannten Lichtmodul.

Aufgrund der laufenden Verkleinerung der Reflektorsysteme werden die Toleranzanforderungen an die Positioniergenauigkeit der Lichtquellen in Bezug auf den Reflektor, jene der einzelnen Reflektoren zueinander und die Anforderungen an die Formtreue der einzelnen Reflektoren ständig höher. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn eine Gesamtlichtverteilung, beispielsweise eine abgeblendete Lichtverteilung, insbesondere eine Abblendlichtverteilung, mit einem definierten Hell-Dunkel-Übergang (HD-Linie), aus zwei oder mehreren Lichtverteilungen, welche mittels zweier oder mehreren Reflektoren erzeugt werden, gebildet wird. Jedem Reflektor ist dabei zumindest eine Lichtquelle zugeordnet, wobei die oben genannte Problematik insbesondere dann zu Tage tritt, wenn die Lichtquellen LED- Lichtquellen sind. Jedem Reflektor ist dabei zumindest eine LED-Lichtquelle zugeordnet, wobei jede LED-Lichtquelle eine oder mehrere Leuchtdioden (LEDs) aufweist.

Aktuell erfolgt der Aufbau entsprechender Lichtmodule dergestalt, dass die Reflektoren zu den LED-Lichtquellen, welche auf einer LED-Platine positioniert sind, einstellbar sind. Die Einstellung der Reflektoren erfolgt dann in einer eigens dafür ausgelegten Anlage, welche die mit den einzelnen Reflektoren erzeugten Lichtverteilungen erfasst und die Reflektoren derart positioniert, dass die Hell-Dunkel-Übergänge der einzelnen Lichtverteilung zueinander derart ausgerichtet sind, dass sich eine gesetzeskonforme Gesamtlichtverteilung ergibt.

Eine äußerst exakte Ausrichtung der Reflektoren ist dabei deswegen von besonderer Bedeutung, da eine geringfügige Abweichung der Relativposition von Reflektor und LED- Lichtquelle zueinander um z.B. 0,1mm - 0,2mm bei typischen Lichtmodulauslegungen bereits zu einer (vertikalen/ horizontalen) Verschiebung der Lichtverteilung und zu einer Def okussierung und Aufweichung der Hell-Dunkel-Grenze führt.

Die oben beschriebene Methode zur Ausrichtung von Reflektoren in Bezug auf LED- Lichtquellen ist teuer und aufwändig und daher für aktuelle High-Fahrzeugscheinwerfer geeignet. Für kostengünstigere Fahrzeuge ist die Verwendung eines solchen teuren und aufwändigen Verfahrens allerdings nicht konkurrenzfähig zu herkömmlichen, im Einsatz befindlichen Halogen-Fahrzeugscheinwerfern.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Lichtmodul zu schaffen, bei welchem auf wesentlich einfachere und kostengünstigere Art und Weise eine gesetzeskonforme Lichtverteilung mit einer Hell-Dunkel-Grenze mittels zweier oder mehrerer Reflektoren erzeugt werden kann.

Diese Aufgabe wird mit einem eingangs erwähnten Lichtmodul dadurch gelöst, dass erfindungsgemäß die dem zumindest einen Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquelle und die dem zumindest einen Reflektor vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquelle fix zueinander angeordnet sind, alle Reflektoren in Bezug auf die ihnen zugeordneten LED-Lichtquellen in genau einer definierten Position anordenbar sind, und wobei Reflektoren vom Typ Asymmetrie-Reflektor und Reflektoren vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor derart ausgebildet sind, dass bei Anordnung von zumindest einem Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor in seiner definierten Position und zumindest einem Reflektor vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor in seiner definierten Position die horizontale HD-Linie der Gesamtlichtverteilung von der horizontalen HD-Linie des zumindest einen Reflektors vom Typ Asymmetrie-Reflektor und/ oder von der horizontalen HD-Linie des zumindest einen Reflektors vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor gebildet wird.

Entsprechend der Erfindung ist vorgesehen, dass die Reflektoren nicht in Bezug auf ihre LED- Lichtquellen eingestellt werden können, sondern dass eine fixe Position vorgesehen ist, in welcher die Reflektoren befestigt werden. Dadurch lassen sich aufwändige Einstellprozeduren vermeiden und entsprechend die Kosten senken.

Um trotzdem ein zufriedenstellendes Lichtbild mit einer gesetzeskonformen Hell-Dunkel- Grenze der Gesamtlichtverteilung erzielen zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Reflektoren, welche entsprechend der definierten Position in Bezug auf die jeweils zugeordneten LED-Lichtquellen berechnet und gefertigt sind, derart ausgestaltet sind, dass die HD-Linie der Gesamtlichtverteilung entweder von einem der beiden unterschiedlichen Reflektortypen (Asymmetrie, HD-Vorfeld) oder von beiden gemeinsam erzeugt wird. Optimal ist es dabei, wenn die HD-Linie von dem zumindest einen Asymmetrie-Reflektor erzeugt wird, liegt dessen HD-Linie im Lichtbild aber zu tief, kann diese von dem HD-Vorfeld-Reflektor gebildet werden.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass zur Erzeugung der Vorfeld-Lichtverteilung zumindest zwei Reflektoren vorgesehen sind, zumindest ein Reflektor vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor sowie zumindest ein Reflektor vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor.

Der zumindest eine Reflektor vom Typ HD-Vorfeld-Reflekor erzeugt dabei den oberen Teil der Vorfeld-Lichtverteilung mit der oberen Begrenzung der Vorfeld-Lichtverteilung mit der horizontalen Begrenzungslinie, während der zumindest eine Reflektor vom Typ Nah-Vorfeld- Reflektor den darunter liegenden Anteil der Vorfeld-Lichtverteilung bildet. Die beiden Teil- Lichtverteilungen überlappen sich. Die horizontale Begrenzungslinie oder HD-Linie bildet die HD-Linie dieser Vorfeld-Lichtverteilung, ist in der Gesamtlichtverteilung aber nicht als Hell- Dunkel-Grenze zu erkennen, da sie innerhalb der anderen Teil-Lichtverteilungen liegt.

Die Begriffe wie„oben", „unten", „vertikal", „horizontal" in Zusammenhang mit einem Lichtbild beziehen sich dabei nicht auf das real auf eine vor einem Fahrzeug liegende Fahrbahn projizierte Lichtbild, sondern aus das auf einen vertikalen Schirm in einer definierten Entfernung (z.B. 10 oder 25 Meter) projizierte Lichtbild.

Weiters ist vorgesehen, dass jedes System bestehend aus zumindest einem Reflektor eines bestimmten Typs und zugeordneter zumindest einer LED-Lichtquelle einer, vorzugsweise einstellbaren, Toleranz unterliegt, sodass horizontale HD-Linien in den von Reflektoren desselben Typs und zugeordneter zumindest einer LED-Lichtquelle erzeugten Lichtbildern innerhalb eines vertikalen Toleranzfeldes liegen, wobei das Toleranzfeld jedes Reflektortyps jeweils eine obere Toleranzfeldgrenze und eine untere Toleranzfeldgrenze aufweist.

Wenn im Folgenden im Zusammenhang mit Toleranz (Toleranzfeld) von einem Reflektoren bzw. Reflektortyp gesprochen wird, so ist damit die Toleranz bzw. das Toleranzfeld des Systems Reflektor - Lichtquelle gemeint. Der Einfachheit halber wird aber zumeist lediglich von Toleranz bzw. Toleranzfeld des Reflektors gesprochen.

Diese„Toleranz eines Reflektor-Typs" bzw. dieses„Toleranzfeld eines Reflektor-Typs" ergibt sich daraus, dass Reflektoren eines bestimmten Typs einer Toleranz unterliegen, die zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquelle selbst einer Toleranz unterliegt, die Position der zumindest einen LED-Lichtquelle einer Toleranz unterliegt, und auch die Position der Reflektoren toleranzbehaftet ist.

Der Begriff Toleranzfeld bedeutet nun folgendes: wir betrachten abstrakt eine Lichteinheit zur Erzeugung einer Lichtverteilung mit einer horizontalen Hell-Dunkelgrenze, die Lichteinheit weist eine definierte Lichtquelle auf, die auf einer Trägerplatte an definierter Stelle positioniert ist. Die Trägerplatte oder die Lichteinheit weist eine definierte Position für den Reflektor auf.

Bei einer ersten solchen Lichteinheit wird die Hell-Dunkelgrenze eine bestimme vertikale Lage einnehmen. Bei einer zweiten, mit baugleichen Bauteilen aufgebauten Lichteinheit wird die Hell-Dunkelgrenze eine andere vertikale Lage aufweisen, usw. (zum Begriff "vertikal" siehe auch die Erörterungen weiter unten).

Betrachtet man eine große Anzahl von Lichteinheiten, so wird sich die Lage der Hell- Dunkelgrenze um eine bestimmte Lage häufen, nach oben und unten hin wird sich die Anzahl der Hell-Dunkel-Grenzen verringern.

Jener vertikale Bereich, innerhalb dem die erzeugte Hell-Dunkel-Grenze liegt, wird als Toleranzfeld bezeichnet. Die "Höhe" des Toleranzfeldes, also die vertikale Ausdehnung, kann in erster Linie über die Genauigkeit der Fertigung der Reflektoren eingestellt werden.

Üblicherweise wird ein definierter Bereich, das heißt eine definierte obere und untere Grenze und somit auch eine definierte Höhe für das Toleranzfeld eines bestimmten Reflektor-Typs vorgegeben. Reflektoren, welche diese Bedingungen nicht erfüllen, welche also eine außerhalb des Toleranzfeldes liegende Hell-Dunkel-Grenze erzeugen, werden in der Serienfertigung nicht verwendet.

Bei der vorliegenden Erfindung wird ein Lichtmodul aus zwei oder mehreren solchen Lichteinheiten aufgebaut. Nachdem die LED-Lichtquellen aller Lichteinheiten auf einer gemeinsamen Trägerplatte sitzen oder zumindest fix zueinander angeordnet sind, und auch die Positionen der zugeordneten Reflektoren fix vorgesehen ist, kann eine Einstellung der Toleranzfelder nur noch über die Ausgestaltung der Reflektoren erfolgen. Es wird daher im weiteren nicht mehr von Lichteinheiten gesprochen, sondern von unterschiedlichen Typen von Reflektoren und den diesen Typen von Reflektoren zugeordneten Toleranzfeldern

Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der zumindest eine Reflektor vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor sowie der zumindest eine Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor derart ausgebildet sind, dass in ihren in Bezug auf die zugeordneten LED-Lichtquellen definierten Positionen die Toleranzfelder der Reflektoren vom Typ HD- Vorfeld-Reflektor und vom Typ Asymmetrie-Reflektor einander in vertikaler Richtung nicht überlappen, sodass die Toleranzfeld-Untergrenze des zumindest einen Asymmetrie-Reflektors oberhalb oder auf gleicher Höhe der Toleranzfeld-Obergrenze des zumindest einen Reflektors vom Typ HD-Vorfeld-Reflektors liegt.

Mit dieser Realisierung kann erreicht werden, dass - wie dies grundsätzlich wünschenswert ist - die horizontale Hell-Dunkel-Grenze der Gesamtlichtverteilung der abgeblendeten Lichtverteilung von zumindest einem Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor erzeugt wird.

Bei der oben genannten Ausführungsform kann allerdings bei einer nicht unbeträchtlichen Anzahl an Lichtmodulen der Effekt auftreten, dass sich vertikale Hell-Dunkel-Streifen unterhalb der obersten HD-Linie ergeben, was unerwünscht ist.

Um dies zu vermeiden, ist bei einer anderen Variante vorgesehen, dass der zumindest eine Reflektor vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor sowie der zumindest eine Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor derart ausgebildet sind, dass in ihren in Bezug auf die zugeordneten LED-Lichtquellen definierten Positionen die Toleranzfelder der Reflektoren vom Typ HD- Vorfeld-Reflektor und vom Typ Asymmetrie-Reflektor einander in vertikaler Richtung überlappen, derart dass die Toleranzfeld-Untergrenze des zumindest einen Asymmetrie- Reflektors unterhalb der Toleranzfeld-Obergrenze des zumindest einen Reflektors vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt und die Toleranzfeld-Obergrenze des zumindest einen Reflektors vom Typ Asymmetrie-Reflektor oberhalb der Toleranzfeld-Obergrenze des zumindest einen Reflektors vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt.

Durch dieses„Zusammenrücken" und Überlappen der Toleranzfelder nimmt man in Kauf, dass in gewissen Fällen die Hell-Dunkel-Grenze der Gesamtlichtverteilung von einem HD- Vorfeld-Reflektor erzeugt wird, ein solchen Lichtbild ist allerdings besser als jenes mit vertikalen Hell-Dunkel-Streifen, und ein solches Lichtmodul kann in der Regel problemlos verwendet werden.

Weiters ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass der zumindest eine Reflektor vom Typ Nah- Vorfeld-Reflektor derart ausgebildet ist, dass in seiner in Bezug auf die ihm zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquellen definierten Position die Toleranzfeld-Obergrenze des Toleranzfeldes des zumindest einen Reflektors vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor unterhalb der Toleranzfeld-Untergrenze des zumindest einen Reflektors vom Typ Asymmetrie-Reflektor liegt.

Auf diese Weise wird zuverlässig vermieden, dass die Hell-Dunkel-Grenze eines Nah-Vorfeld- Reflektors, die in der Regel nicht die geforderte Schärfe, Gradient etc. für eine HD-Linie einer abgeblendeten Lichtverteilung aufweist, zu der HD-Linie der Gesamtlichtverteilung beiträgt.

Weiters wird angemerkt, dass die Formulierung, dass„das Toleranzfeld des zumindest einen Reflektors vom Typ X" nicht bedeutet, dass jeder Reflektor vom Typ X ein eigenes Toleranzfeld hat, sondern dass der Reflektor derart ausgebildet ist, dass seine HD-Linie innerhalb des Toleranzfeldes der Reflektoren vom Typ X liegt.

Mit Vorteil ist außerdem vorgesehen, dass der zumindest eine Reflektor vom Typ Nah-Vorfeld- Reflektor derart ausgebildet ist, dass die Toleranzfeld-Obergrenze des zumindest einen Reflektors vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor unterhalb der Toleranzfeld-Obergrenze des zumindest einen Reflektors vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor und oberhalb der Toleranzfeld- Untergrenze des zumindest einen Reflektors vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt.

Damit wird zusätzlich ein Überlapp der Vorfeld-Lichtverteilungen und somit eine homogene Lichtverteilung erreicht. Damit zuverlässig die gewünschte Lage der HD-Linie innerhalb zulässiger Grenzen realisiert werden kann, ist weiters vorteilhafterweise vorgesehen, dass der zumindest eine Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor derart ausgebildet ist, dass die horizontale HD-Linie der Gesamtlichtverteilung innerhalb des Toleranzfeldes des zumindest einen Reflektors vom Typ Asymmetrie-Reflektor liegt.

Vorzugsweise ist außerdem vorgesehen, dass das Toleranzfelder des zumindest einen Reflektors vom Typ Asymmetrie-Reflektor und das Toleranzfeld des zumindest einen Reflektors vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor einander in vertikaler Richtung um 0,1° - 0,2° überlappen.

Der Überlappungsbereich zwischen der Toleranzfeld-Obergrenze der HD-Vorfeld- Lichtverteilung und der Toleranzfeld-Untergrenze der Asymmetrie-Lichtverteilung erstreckt sich also über einen Bereich von 0,1° - 0,2° in vertikaler Richtung.

Bei einer konkreten Ausführungsform ist vorgesehen, dass jede LED-Lichtquelle jeweils zumindest eine Leuchtdiode umfasst.

Wie weiter oben schon erwähnt, ist außerdem noch vorgesehen, dass vorzugsweise die dem zumindest einen Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor und die dem zumindest einen Reflektor vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor zugeordneten LED-Lichtquellen auf einer gemeinsamen Trägerplatte, vorzugsweise einer gemeinsamen LED-Platine angeordnet sind.

Ebenso ist mit Vorteil vorgesehen, dass die dem zumindest einen Reflektor vom Typ Nah- Vorfeld-Reflektor zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquelle ebenfalls auf der gemeinsamen Trägerplatte, vorzugsweise auf der gemeinsamen LED-Platine positioniert ist.

Um eine - innerhalb der Toleranzen - von Lichtmodul zu Lichtmodul gleich Position der einzelnen Reflektoren gewährleisten zu können, ist außerdem vorgesehen, dass Befestigungsmittel und/ oder Positioniermittel vorgesehen sind, mittels welcher Reflektoren vom selben Typ auf unterschiedlichen Trägerplatten in derselben Position in Bezug auf die LED-Lichtquellen der Trägerplatte positionier- und befestigbar sind.

Typischerweise ist vorgesehen, dass die Häufigkeitsverteilung der Lagen der horizontalen HD- Linien innerhalb der Toleranzfelder der Reflektoren einer Verteilungskurve, beispielsweise einer Gaußschen Verteilungskurve folgen, wobei die Verteilungskurven jeweils ein Verteilungsmaximum aufweisen.

Um eine möglichst große Anzahl an Lichtmodulen zu erhalten, deren Lichtbild gesetzeskonform ist, ist weiters vorgesehen, dass in ihren in Bezug auf die zugeordneten LED- Lichtquellen definierten Positionen das Verteilungsmaximum des Toleranzfeldes des zumindest einen Reflektors vom Typ Asymmetrie-Reflektor oberhalb des Verteilungsmaximums des Toleranzfeldes des zumindest einen Reflektors vom Typ HD- Vorfeld-Reflektor liegt.

Weiters ist in diesem Zusammenhang vorgesehen, dass das Verteilungsmaximum des Toleranzfeldes des zumindest einen Reflektors vom Typ Asymmetrie-Reflektor oberhalb der Toleranzfeld-Obergrenze des Toleranzfeldes des zumindest einen Reflektors vom Typ HD- Vorfeld-Reflektor liegt.

Schließlich ist noch vorgesehen, dass das Verteilungsmaximum des Toleranzfeldes des zumindest einen Reflektors vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor unterhalb der Toleranzfeld- Untergrenze des Toleranzfeldes des zumindest einen Reflektors vom Typ Asymmetrie- Reflektor liegt.

Im Folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung näher erörtert. In dieser zeigt

Fig. 1 eine Abblendlichtverteilung erzeugt mit drei unterschiedlichen Reflektoren,

Fig. 2 die Abblendlichtverteilung aus Figur 1, zerlegt in ihre drei Teillichtverteilungen,

Fig. 3 eine erste erfindungsgemäße Lage der Toleranzfelder der drei Reflektoren,

Fig. 4 eine weitere erfindungsgemäße Lage der Toleranzfelder der drei Reflektoren,

Fig. 5 eine erste beispielhafte Lage der Hell-Dunkel-Grenzen bei einer Lage der Toleranzfelder wie in Figur 4 gezeigt,

Fig. 6 eine weitere beispielhafte Lage der Hell-Dunkel-Grenzen bei einer Lage der Toleranzfelder wie in Figur 4 gezeigt, Fig. 7 eine Asymmetrie-Lichtverteilung,

Fig. 8 eine HD-Vorfeld-Lichtverteilung,

Fig. 9 eine Nah-Vorfeld-Lichtverteilung,

Fig. 10 eine Überlagerung der Lichtverteilungen aus den Figuren 7 - 9, und

Fig. 11 eine weitere mögliche Überlagerung der Lichtverteilungen aus den Figuren 7 - 9.

Figur 1 zeigt ein Lichtmodul 100 für ein Kraftfahrzeug bzw. für einen Kraftfahrzeug- Scheinwerfer, wobei das Lichtmodul 100 zur Erzeugung einer Abblendlichtverteilung LV ausgebildet ist, wie sie in Figur 1 schematisch dargestellt ist. Eine solche Abblendlichtverteilung LV weist in bekannter Weise eine horizontale HD-Linie HD und eine dazu schräg ansteigende HD-Linie HD' auf.

In der gezeigten Ausführungsform umfasst das Lichtmodul 100 drei Reflektoren 1, 2, 3, wobei jedem Reflektor 1, 2, 3 eine LED-Lichtquelle 10, 20, 30 zugeordnet ist. Jede LED-Lichtquelle 10, 20, 30 umfasst jeweils eine oder mehrere Leuchtdioden.

Licht der LED-Lichtquellen 10, 20, 30 wird über die zugeordneten Reflektoren 1, 2, 3 jeweils als Teil-Lichtverteilung in einen Bereich vor dem Fahrzeug projiziert, die Überlagerung der Teil- Lichtverteilung ergibt die Gesamtlichtverteilung eines Scheinwerfers bzw. eines Lichtmoduls eines Scheinwerfers.

Bei dem ersten Reflektor 1 handelt es sich um einen Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor, welcher Typ dazu eingerichtet ist, Licht der ihm zugeordneten LED-Lichtquelle 10 als Asymmetrie-Lichtverteilung LVl abzubilden, wobei die Asymmetrie-Lichtverteilung LVl eine im Wesentlichen horizontal verlaufende HD-Linie HD1 und eine schräg ansteigende HD-Linie HDl' aufweist.

Eine solche Asymmetrie-Lichtverteilung LVl ist in Figur 2 und im Detail noch einmal in Figur 7 dargestellt. Bei dem zweiten Reflektoren 2 handelt es sich um einen Reflektor vom Typ HD-Vorfeld- Reflektor ist, welcher Typ dazu eingerichtet ist, Licht der ihm zugeordneten LED-Lichtquelle 20 als Vorfeldlichtverteilung LV2 mit einer im Lichtbild im Wesentlichen horizontal verlaufenden HD-Linie HD2 abzubilden.

Eine solche Vorfeldlichtverteilung LV2 ist in Figur 2 und im Detail noch einmal in Figur 8 dargestellt.

Bei dem dritten Reflektor 3 handelt es sich um einen Reflektor vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor, welcher Typ dazu eingerichtet ist, Licht der ihm zugeordneten LED-Lichtquelle 30 als Nah- Vorfeldlichtverteilung LV3 mit einer im Lichtbild im Wesentlichen horizontal verlaufenden HD-Linie HD3 abzubilden.

Eine solche Nah-Vorfeldlichtverteilung LV3 ist in Figur 2 und im Detail noch einmal in Figur 9 dargestellt.

Zur Erzeugung der Vorfeld-Lichtverteilung sind also zwei Reflektoren 2, 3 vorgesehen, wobei der Reflektor 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflekor den oberen Teil der Vorfeld-Lichtverteilung LV2 mit der oberen Begrenzung der Vorfeld-Lichtverteilung mit der horizontalen Begrenzungslinie HD2 erzeugt, der weitere Reflektor 3 vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor erzeugt den darunter liegenden Anteil der Vorfeld-Lichtverteilung bildet. Die beiden Teil-Lichtverteilungen LV2, LV3 überlappen sich. Die horizontale Begrenzungslinie oder HD-Linie HD3 bildet die HD-Linie dieser Vorfeld-Lichtverteilung, ist in der Gesamtlichtverteilung aber nicht als Hell-Dunkel- Grenze zu erkennen, da sie innerhalb der anderen Teil-Lichtverteilungen liegt.

Die Begriffe wie„oben", „unten", „vertikal", „horizontal" in Zusammenhang mit einem Lichtbild beziehen sich dabei nicht auf das real auf eine vor einem Fahrzeug liegende Fahrbahn projizierte Lichtbild, sondern aus das auf einen vertikalen Schirm in einer definierten Entfernung (z.B. 10 oder 25 Meter) projizierte Lichtbild.

Weiters ist vorgesehen, dass einerseits die Reflektoren 1, 2, 3 zu ihren LED-Lichtquellen 10, 20, 30 jeweils fix positioniert sind, und andererseits auch die Einzelsystem bestehend jeweils aus Reflektor und zugeordneter Lichtquelle zueinander fix positioniert sind bzw. nur in jeweils genau vorgegebener Position zueinander anbringbar sind. In anderen Worten bedeutet dies, dass es bei einem Lichtmodul eines konkreten Typs keine Einstellmöglichkeiten der Reflektoren zu den Lichtquellen und der Reflektoren zueinander gibt, sodass - innerhalb der jeweiligen Toleranzen - die Anordnungen quasi deckungsgleich sind, innerhalb der jeweiligen Toleranzen. Dadurch lassen sich aufwändige Einstellprozeduren vermeiden und entsprechend die Kosten senken.

Um trotzdem ein zufriedenstellendes Lichtbild mit einer gesetzeskonformen Hell-Dunkel- Grenze der Gesamtlichtverteilung bei einer ausreichend großen Anzahl an hergestellten Lichtmodulen erzielen zu können, wird erfindungsgemäß an Hand einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wie im Folgenden beschrieben vorgegangen:

Grundsätzlich unterliegt jedes System bestehend aus zumindest einem Reflektor 1, 2, 3 eines bestimmten Typs und zugeordneter LED-Lichtquelle 10, 20, 30 einer Toleranz, welche sich aus den Toleranzen des Reflektors, jenen der LED-Lichtquelle sowie den Toleranzen resultierend aus der Positionierung von Reflektor und LED-Lichtquelle zueinander ergeben.

Diese Toleranz ist grundsätzlich einstellbar und kann, nachdem häufig die LED-Lichtquellen bereits vormontiert auf einer Leiterplatte geliefert werden und auch die Positionen der Reflektoren in Bezug auf die Leiterplatten bereits vorgegeben sind, üblicherweise über die Fertigungsgenauigkeit der Reflektoren noch beeinflusst werden.

Diese Toleranzen haben dabei in der Regel weniger Einfluss auf die eigentliche Form der jeweils erzeugten Teil-Lichtverteilung, sondern vielmehr auf die Lage und auch die Ausgestaltung der Hell-Dunkel-Grenze bzw. der oberen Begrenzung der Teil-Lichtverteilung, bzw. wirken sich die Toleranzen auf die Hell-Dunkel-Grenze besonders stark aus.

Bei gegebenen Toleranzen liegen daher die horizontale HD-Linien HDl, HD2, HD3 der mit Reflektoren 1, 2, 3 eines bestimmten Typs und zugeordneter LED-Lichtquelle 10, 20, 30 erzeugten Teil-Lichtbilder LV1, LV2, LV3 innerhalb vertikaler Toleranzfelder TF1, TF2, TF3. Solche Toleranzfelder TF1, TF2, TF3 sind in Figur 3 und Figur 4 gezeigt.

Das Toleranzfeld TF1, TF2, TF3 eines jeden Reflektortyps weist dabei jeweils eine obere Toleranzfeldgrenze TFl', TF2', TF3' und eine untere Toleranzfeldgrenze TFl", TF2", TF3" auf. Wenn dabei im Zusammenhang mit dem Begriff „Toleranz" oder„Toleranzfeld" von einem Reflektoren bzw. Reflektortyp gesprochen wird, so ist damit die Toleranz bzw. das Toleranzfeld des Systems Reflektor - Lichtquelle gemeint. Der Einfachheit halber wird aber zumeist lediglich von Toleranz bzw. Toleranzfeld des Reflektors gesprochen.

Diese„Toleranz eines Reflektor-Typs" bzw. dieses„Toleranzfeld eines Reflektor-Typs" ergibt sich daraus, dass Reflektoren eines bestimmten Typs einer Toleranz unterliegen, die zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquelle selbst einer Toleranz unterliegt, die Position der zumindest einen LED-Lichtquelle einer Toleranz unterliegt, und auch die Position der Reflektoren toleranzbehaftet ist, wie dies oben schon angesprochen wurde.

Der Begriff Toleranzfeld bedeutet nun folgendes: wir betrachten beispielsweise das System aus Reflektor 1 und LED-Lichtquelle 10, welches eine Lichtverteilung LV1 mit einer horizontalen Hell-Dunkelgrenze HDl erzeugt. Dieses System weist eine definierte Lichtquelle 10 auf, die auf einer Trägerplatte an definierter Stelle positioniert ist. Das System weist weiters eine definierte Position für den Reflektor 1 auf.

Bei einem ersten solchen System wird die Hell-Dunkelgrenze HDl eine bestimme vertikale Lage einnehmen. Bei einer zweiten, mit baugleichen Bauteilen aufgebauten Lichteinheit wird die Hell-Dunkelgrenze eine andere vertikale Lage aufweisen, usw.

Betrachtet man eine große Anzahl von Lichteinheiten, so wird sich die Lage der Hell- Dunkelgrenze um eine bestimmte Lage häufen, nach oben und unten hin wird sich die Anzahl der Hell-Dunkel-Grenzen verringern.

Jener vertikale Bereich, innerhalb dem die erzeugte Hell-Dunkel-Grenze liegen darf, wird als Toleranzfeld TF1 bezeichnet. Lichteinheiten mit einer außerhalb des Toleranzfeldes liegenden HD-Linie können nicht verwendet werden.

Dieselben Überlegungen gelten analog auch für Reflektor 2 und LED-Lichtquelle 20 sowie Reflektor 3 und LED-Lichtquelle 30.

Die Häufigkeitsverteilung der Lage der horizontalen HD-Linien HDl, HD2, HD3 innerhalb der Toleranzfelder TF1, TF2, TF3 der unterschiedlichen Reflektortypen 1, 2, 3 folgt dabei wie in Figur 3 und Figur 4 gezeigt einer Verteilungskurve Kl, K2, K3, beispielsweise einer Gaußschen Verteilungskurve, wobei die Verteilungskurven Kl, K2, K3 jeweils ein Verteilungsmaximum Kim, K2m, K3m aufweisen. Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung wie in Figur 3 gezeigt ist vorgesehen, dass der Reflektor 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor sowie der Reflektor 1 vom Typ Asymmetrie- Reflektor derart ausgebildet sind, dass in ihren in Bezug auf die zugeordneten LED- Lichtquellen 10, 20 definierten Positionen die Toleranzfelder TFl, TF2 der Reflektoren 1, 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor und vom Typ Asymmetrie-Reflektor einander in vertikaler Richtung nicht überlappen, sodass die Toleranzfeld-Untergrenze TFl" des Asymmetrie-Reflektors 1 oberhalb oder auf gleicher Höhe der Toleranzfeld-Obergrenze TF2' des Reflektors 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektors liegt.

Mit dieser Realisierung kann erreicht werden, dass - wie dies grundsätzlich wünschenswert ist - die horizontale Hell-Dunkel-Grenze der Gesamtlichtverteilung der abgeblendeten Lichtverteilung von dem Reflektor vom Typ Asymmetrie-Reflektor erzeugt wird.

Bei dieser Ausführungsform kann allerdings bei einer nicht unbeträchtlichen Anzahl an Lichtmodulen der Effekt auftreten, dass sich vertikale Hell-Dunkel-Streifen unterhalb der obersten HD-Linie ergeben, was unerwünscht ist.

Um dies zu vermeiden, ist bei einer anderen Variante entsprechend Figur 4 vorgesehen, dass der Reflektor 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor sowie der Reflektor 1 vom Typ Asymmetrie- Reflektor derart ausgebildet sind, dass in ihren in Bezug auf die zugeordneten LED- Lichtquellen 10, 20 definierten Positionen die Toleranzfelder TFl, TF2 der Reflektoren 1, 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor und vom Typ Asymmetrie-Reflektor einander in vertikaler Richtung überlappen, derart dass die Toleranzfeld-Untergrenze TFl" des Asymmetrie- Reflektors 1 unterhalb der Toleranzfeld-Obergrenze TF2' des Reflektors 2 vom Typ HD- Vorfeld-Reflektors liegt und die Toleranzfeld-Obergrenze TFl' des Reflektors 1 vom Typ Asymmetrie-Reflektor 1 oberhalb der Toleranzfeld-Obergrenze TF2' des Reflektor 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt.

Durch dieses„Zusammenrücken" und Überlappen der Toleranzfelder TFl, TF2 nimmt man in Kauf, dass in gewissen Fällen die Hell-Dunkel-Grenze der Gesamtlichtverteilung von einem HD-Vorfeld-Reflektor 2 erzeugt wird, ein solches Lichtbild ist allerdings besser als jenes mit vertikalen Hell-Dunkel-Streifen, und ein solches Lichtmodul kann in der Regel problemlos verwendet werden. Sowohl bei der Ausführungsform nach Figur 3 als auch jener nach Figur 4 ist vorgesehen, dass der Reflektor 3 vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor derart ausgebildet ist, dass in seiner in Bezug auf die ihm zugeordnete zumindest eine LED-Lichtquellen 30 definierten Position die Toleranzfeld-Obergrenze TF3' des Toleranzfeldes TF3 des Reflektors 3 vom Typ Nah-Vorfeld- Reflektor unterhalb der Toleranzfeld-Untergrenze TFl" des Reflektors 1 vom Typ Asymmetrie- Reflektor liegt.

Auf diese Weise wird zuverlässig vermieden, dass die Hell-Dunkel-Grenze HD3 eines Nah- Vorfeld-Reflektors 3, die in der Regel nicht die geforderte Schärfe, Gradient etc. für eine HD- Linie einer abgeblendeten Lichtverteilung aufweist, zu der HD-Linie der Gesamtlichtverteilung beiträgt.

Weiters wird angemerkt, dass die Formulierung, dass„das Toleranzfeld des zumindest einen Reflektors vom Typ X" nicht bedeutet, dass jeder Reflektor vom Typ X ein eigenes Toleranzfeld hat, sondern dass der Reflektor derart ausgebildet ist, dass seine HD-Linie innerhalb des Toleranzfeldes der Reflektoren vom Typ X liegt.

Mit Vorteil ist außerdem vorgesehen, dass der Reflektor 3 vom Typ Nah-Vorfeld-Reflektor derart ausgebildet ist, dass die Toleranzfeld-Obergrenze TF3' des Reflektors 3 vom Typ Nah- Vorfeld-Reflektor unterhalb der Toleranzfeld-Obergrenze TF2' des Reflektors 2 vom Typ HD- Vorfeld-Reflektor und oberhalb der Toleranzfeld-Untergrenze TF2" des Reflektors 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt.

Damit wird zusätzlich ein Überlapp der Vorfeld-Lichtverteilungen LV2, LV3 und somit eine homogene Lichtverteilung erreicht.

Damit zuverlässig die gewünschte Lage der HD-Linie innerhalb zulässiger Grenzen realisiert werden kann, ist weiters vorteilhafterweise vorgesehen, dass der Reflektor 1 vom Typ Asymmetrie-Reflektor derart ausgebildet ist, dass die - gewünschte bzw. vorgeschriebene - Lage der horizontalen HD-Linie HD der Gesamtlichtverteilung LV innerhalb des Toleranzfeldes TFl des Reflektor 1 vom Typ Asymmetrie-Reflektor liegt.

Vorzugsweise ist außerdem vorgesehen, dass bei einer Ausgestaltung der Erfindung nach Figur 4 das Toleranzfeld TFl des Reflektors 1 vom Typ Asymmetrie-Reflektor und das Toleranzfeld TF2 des Reflektors 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor einander in vertikaler Richtung um 0,1° - 0,2° überlappen.

Der Überlappungsbereich zwischen der Toleranzfeld-Obergrenze TF2' der HD-Vorfeld- Lichtverteilung LV2 und der Toleranzfeld-Untergrenze TF1" der Asymmetrie-Lichtverteilung LV1 erstreckt sich also über einen Bereich von 0,1° - 0,2° in vertikaler Richtung.

Wie Figur 3 und Figur 4 weiters noch zu entnehmen ist, ist mit Vorzug vorgesehen, dass, um eine möglichst große Anzahl an Lichtmodulen zu erhalten, deren Lichtbild gesetzeskonform ist, weiters vorgesehen ist, dass in ihren in Bezug auf die zugeordneten LED-Lichtquellen 10, 20 definierten Positionen das Verteilungsmaximum Kim des Toleranzfeldes TF1 des Reflektors 1 vom Typ Asymmetrie-Reflektor oberhalb des Verteilungsmaximums K2m des Toleranzfeldes TF2 des Reflektors 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt.

Weiters ist in diesem Zusammenhang vorgesehen, dass das Verteilungsmaximum Kim des Toleranzfeldes TF1 des Reflektors 1 vom Typ Asymmetrie-Reflektor oberhalb der Toleranzfeld- Obergrenze TF2' des Toleranzfeldes TF2 des Reflektors 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor liegt.

Schließlich ist noch vorgesehen, dass das Verteilungsmaximum K2m des Toleranzfeldes TF2 des Reflektors 2 vom Typ HD-Vorfeld-Reflektor unterhalb der Toleranzfeld-Untergrenze TFl" des Toleranzfeldes TFl des Reflektors 1 vom Typ Asymmetrie-Reflektor liegt.

Ausgehend von Figur 4 zeigen die Figuren 5 und 6 noch zwei Extremsituation, die sich bei einem Zusammenbau eines erfindungsgemäßen Lichtmoduls ergeben können.

Bei einem Lichtmodul entsprechend Figur 5 liegt die von dem Reflektor 1 erzeugte Hell- Dunkel-Grenze HD1 im obersten Bereich des Toleranzfeldes TFl der Reflektoren vom Typ Asymmetrie-Reflektor. Unabhängig davon, wo innerhalb des Toleranzfeldes TF2 der HD- Vorfeld-Reflektoren konkret die Hell-Dunkel-Grenze HD2 des Reflektors 2 liegt, wird in diesem Fall die horizontale Hell-Dunkel-Linie HD der Abblendlichtverteilung von dem Reflektor 1 erzeugt.

Weiters liegt in dem gezeigten Beispiel nach Figur 5 die Hell-Dunkel-Grenze HD2 an der untersten Grenze des Toleranzfeldes TF2, während die HD-Linie HD3 des Reflektors 3 an der obersten Grenze des Toleranzfeldes TF3 und somit oberhalb HD-Linie HD2 liegt. Bei einem Lichtmodul entsprechend Figur 6 liegt die von dem Reflektor 1 erzeugte Hell- Dunkel-Grenze HD1 im untersten Bereich des Toleranzfeldes TF1 der Reflektoren vom Typ Asymmetrie-Reflektor. Weiters liegt die Hell-Dunkel-Grenze HD2, die von dem Reflektor 2 erzeugt wird, hier im obersten Bereich des Toleranzfeldes TF2 der HD-Vorfeld-Reflektoren und somit oberhalb der Hell-Dunkel-Grenze HD1. Somit wird in diesem Beispiel die horizontale Hell-Dunkel-Linie HD der Abblendlichtverteilung von dem Reflektor 2 erzeugt.

Der Asymmetrie-Anteil HD' der Abblendlichtverteilung LV wird in jedem Fall von dem Reflektor 1 erzeugt.

Noch einmal zurückkommend auf die Figuren 7 - 9 zeigen diesen der Reihe nach die prinzipielle Gestalt der Asymmetrie-Lichtverteilung LV1 (Figur 7), der HD-Vorfeld- Lichtverteilung (Figur 8) und der Nah-Vorfeld-Lichtverteilung (Figur 9).

Figur 10 zeigt nun eine Überlagerung der Lichtverteilungen LV1, LV2, LV3 mit den Lagen der Hell-DunkelGrenzen HD1, HD2, HD3 wie in Figur 5 dargestellt. Wie gut zu erkennen ist, wird hier die Hell-Dunkel-Grenze HD der Gesamtlichtverteilung LV von Reflektor 1 gebildet.

Figur 11 zeigt schließlich noch eine Überlagerung der Lichtverteilungen LV1, LV2, LV3 in Entsprechung zu Figur 6; hier wird die Hell-Dunkel-Grenze HD der Gesamtlichtverteilung LV von Reflektor 2 gebildet.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass in den Figuren zur Erzeugung der Lichtverteilungen LV1, LV2, LV3 jeweils genau ein Reflektor verwendet wird. Es ist aber auch möglich, dass für eine, mehrere oder alle Lichtverteilungen zwei, drei oder mehr Reflektoren (jeweils vom gleichen Typ für eine bestimmte Lichtverteilung) verwendet werden. In diesem Fall verfügt jeder Reflektor über zumindest eine ihm zugeordnete Lichtquelle. Alle verwendeten Reflektoren müssen jeweils die oben an Hand des Beispiels von jeweils einem Reflektor pro Teil-Lichtverteilung beschriebenen Bedingungen erfüllen.

Es ist auch möglich, die Vorfeld-Lichtverteilung nur mit einem einzigen Reflektortyp zu erzeugen, wobei hier wieder genau einer oder auch zwei oder mehrere Reflektoren dieses Typs verwendet werden können. Bessere Ergebnisse werden in der Regel allerdings erzielt, wenn die Vorfeld-Lichtverteilung mittels zumindest zweier Reflektoren 2, 3 unterschiedlichen Typs, wie oben beschrieben, erzeugt wird.