| JP2011238591 | LIGHTING FACILITY |
| WO/2008/154838 | DISPLACEABLE ILLUMINATING LAMP |
| JP2008243579 | POWER-FEEDING RAIL AND RAIL DEVICE |
KURKOFKA, Waldemar (Schnatweg 10, Rheda-Wiedenbrück, 33378, DE)
BÖSCH, Frank (Cappeler Stiftsallee 48, Lippstadt, 59556, DE)
KURKOFKA, Waldemar (Schnatweg 10, Rheda-Wiedenbrück, 33378, DE)
| Leuchtensystem Patentansprüche 1. Leuchtensystem mit einer Schiene (1) und mit mindestens einem Leuchtmodul (2), das verschiebbar an der Schiene (1) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schiene (1) und dem Leuchtmodul (2) eine Steckverbindung zur elektrischen Kontaktierung des Leuchtmoduls (2) angeordnet ist, wobei die Steckverbindung mittels eines Kabels (15) an eine Stromquelle anschließbar ist, und dass das Leuchtmodul (2) lösbar in längs der Schiene (1) sich erstreckenden Rastnuten (6) verrastet ist. 2. Leuchtensystem nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmodul (2) mindestens ein LED- Array einschließlich elektrischer und/oder elektronischer Bauteile umfasst. 3. Leuchtensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verrasten mindestens ein Federelement (11) angeordnet ist. 4. Leuchtensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (11) aus zwei identischen Bügeln (12) zusammengesetzt ist, die an ihren Basen aneinander befestigt sind, wobei das Federelement (11) sowohl mit der Schiene (1) als auch mit dem Leuchtmodul (2) lösbar verrastet ist. 5. Leuchtensystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur gegenseitigen Befestigung der Teilfedern (12) mindestens ein stiftartiges Verbindungsmittel (13) mit Kopf angeordnet ist. 6. Leuchtensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeich- net, dass das Federelement (11) aus Blech geformt ist. 7. Leuchtensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (11) aus Draht geformt ist. 8. Leuchtensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (1) als breitseitig offenes Gehäuse ausgebildet ist. 9. Leuchtensystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse mittels eines Deckels (22) verschließbar ist. 10. Leuchtensystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (22) mindestens eine Aussparung (23) aufweist, die einer Lichtaustrittsfläche des Leuchtmoduls (2) zugeordnet ist. |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Leuchtensystem mit einer Schiene und mit mindestens einem Leuchtmodul, das verschiebbar an der Schiene befestigt ist.
Solche Leuchtensysteme sind an sich bekannt und werden zur Beleuchtung z.B. von Auslagen in Geschäften und von Zimmern eingesetzt. Die Schiene ist an einer Decke des Raums befestigt und dient als Halterung für eine Vielzahl von Leuchten, die an der Schiene verschiebbar gelagert sind. Es handelt sich hierbei meistens um Niedervoltsysteme; Stromleiter sind nicht isoliert in der Schiene befestigt und direkt mit den Leuchten kontaktiert. Die Leuchtensysteme sind daher nur für Trockenräume geeignet. Die Schienen sind relativ aufwendig zu fertigen; dies gilt besonders für Eckteile. Weiterhin sind die Schienen nur in vorgefertigten Längen erhältlich, die nicht ohne Weiteres geändert werden können.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Leuchtensystem zu schaffen, das flexibel einsetzbar ist sowie einfach und preiswert an geänderte Bedingungen angepasst werden kann. Weiterhin sollen eventuelle Reparaturen schnell und einfach durchführbar sein.
Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Zwischen der Schiene und dem Leuchtmodul ist eine Steckverbindung zur elektrischen Kontaktierung des Leuchtmoduls angeordnet, wobei die Steckverbindung mittels eines Kabels an eine Stromquelle anschließbar ist. Hierdurch ist das Leuchtensystem universell einsetzbar, das heißt auch in Feuchträumen oder in explosionsgefährdeter Umgebung. Alle Teile einschließlich der elektrischen Kontaktierung können entsprechend gekapselt sein. Die Schiene erlaubt die Aufnahme einer Vielzahl von Leuchtmodulen, wobei Anzahl und Positionierung entsprechend den örtlichen Anforderungen gewählt werden können. Bei geänderten Anforderungen können die Anzahl durch Entnahme oder Hinzufügen und die Positionierung durch Verschieben der Leuchtmodule in der Schiene einfach angepasst werden. Dies kann während des Betriebs des Leuchtensystems erfolgen, so dass eine Ausleuchtung optimal eingestellt werden kann. Auch ein eventueller Austausch des Leuchtmoduls kann während des Betriebs erfolgen, so dass vor der fertigen Montage des neuen Leuchtmoduls eine Funktionsüberprüfung erfolgen kann.
Die Schiene ist einfach und preiswert z.B. aus Kunststoff oder Aluminium durch Strangpressen endlos herzustellen. Sie weist Rastnuten auf, die mit entsprechenden Rastelementen der Leuchtmodule zusammenwirken. Die Schiene kann am Verwendungsort passgenau auf Länge geschnitten werden. Eckverbindungen sind durch entsprechende Winkelschnitte (Gehrung) herzustellen.
Das Leuchtmodul ist lösbar in längs der Schiene sich erstreckenden Nuten verrastet. Hierdurch ist die Wartung des Leuchtensystems stark vereinfacht. In Verbindung mit der Steckverbindung können Entnahme und Einsatz des Leuchtmoduls ohne Werkzeug erfolgen. Wenn das Leuchtmodul an einer schlecht zugänglichen Stelle positioniert ist, kann es in der Schiene in eine günstige Lage verschoben und dann entnommen und entsprechend umgekehrt eingesetzt werden.
Die Unteransprüche betreffen die vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung.
In einer Alternative umfasst das Leuchtmodul mindestens ein LED- Array einschließlich elektrischer und/oder elektronischer Bauteile. Für solche Module, die sicher gekapselt sein können, ist die Erfindung besonders geeignet.
In einer weiteren Alternative ist zum Verrasten ein Federelement angeordnet. Dieses ist besonders zum wiederholten Entnehmen und Einsetzen des Leuchtmoduls geeignet. Das Verschieben in der Schiene ist erleichtert. Das Federelement ist einfach aus Kunststoff oder Metall zu fertigen.
In einer weiteren Alternative ist das Federelement aus zwei identischen Teilfedern zusammengesetzt, die an ihren Basen aneinander befestigt sind, wobei das Federelement sowohl mit der Schiene als auch mit dem Leuchtmodul lösbar verrastet ist. Dies vereinfacht die Herstellung der Federelemente; diese sind vielfältig auch für andere Zwecke einsetzbar. Es kann gegebenenfalls auf am Markt erhältliche Teile zurückgegriffen werden.
In einer weiteren Alternative ist zur gegenseitigen Befestigung der Teilfedern mindestens ein stiftartiges Verbindungsmittel mit Kopf angeordnet ist. Diese Befestigung ist einfach durchführbar. Die Köpfe verhindern in Verbindung mit entsprechenden Aussparungen des Leuchtmoduls ein Verrutschen der Federelemente auf dem Leuchtmodul.
Das Federelement ist vorteilhaft alternativ aus Blech oder aus Draht geformt. Als Material ist z.B. Federstahl oder Kunststoff vorgesehen.
In einer weiteren Alternative ist die Schiene als Gehäuse ausgebildet. Breitseiten sind offen; das bedeutet, die Schiene ist hier nach Art eines Kanals gebildet. Das Gehäuse hat im Querschnitt die Form eines U, das aus drei rechtwinklig angeordneten Geraden zusammengesetzt ist. Hierdurch wird die Ästhetik des Leuchtensystems verbessert.
In einer Alternative ist das Gehäuse mit einem Deckel verschlossen. Dies erhöht weiter die Ästhetik und erleichtert eine Reinigung des Leuchtensystems. Wenn der Deckel ohne Aussparungen ausgebildet ist, ist er aus klar durchsichtigem, farblosem Material gefertigt.
Alternativ weist der Deckel mindestens eine Aussparung auf, die einer Lichtaustrittsfläche des Leuchtmoduls zugeordnet ist. Hier kann eine Farbe des Deckels gestalterisch gewählt werden.
Insgesamt weist das erfinderische Leuchtensystem den Vorteil auf, dass die einzelnen Bestandteile auch für andere Systeme verwendbar sind.
Anhand der beigefügten Zeichnungen wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt: Figur 1 eine Explosionsdarstellung eines Teils eines Leuchtensystems,
Figur 2 eine Explosionsdarstellung eines Federelements als Detail und
Figur 3 eine perspektivische Ansicht eines Teils einer alternativen Ausbildung des
Leuchtensystems.
Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich umfasst ein Leuchtensystem eine Schiene 1 und eine Vielzahl von Leuchtmodulen 2, wovon nur eins dargestellt ist. Die Leuchtmodule 2 sind an der Schiene 1 lösbar und verschiebbar befestigt.
Die Schiene 1 ist als im Wesentlichen flaches, zur Längsachse spiegelsymmetrisches Profil mit einer Grundplatte 3 und darauf angeordneten, zur Längsachse parallelen Stegen 4, 5 ausgebildet. Die Stege 4, 5 sind im Wesentlichen senkrecht zu der Grundplatte 3.
An jeder der Längsseiten der Grundplatte 3 ist in geringem Abstand zu der zugeordneten Längsseite ein erster der Stege 4 angeordnet. Dieser weist einen Querschnitt in etwa eines hoch gestreckten S auf, wobei ein unmittelbar an die Grundplatte 3 angrenzender oberer (oben ist bezogen auf die an einer Decke montierte Schiene 1) Teil des S- förmigen ersten Stegs 4 konkav nach außen zu der zugeordneten Längsseite weist; der andere, untere Teil des ersten Stegs 4 weist entsprechend konkav nach innen zur Längsachse. Der obere Teil des ersten Stegs 4 bildet eine Rastnut 6.
Weiterhin sind vier zweite der Stege 5 mit rechteckigem Querschnitt angeordnet, die sich paarweise unter Bildung jeweils einer Nut 7 in die selbe Richtung aus der Grundplatte 4 erstrecken wie die ersten Stege 4. Ein Abstand der zweiten Stege 5 jedes der Paare ist so bemessen, dass in der Nut 7 handelsübliche Schrauben 8 fixierbar sind. Ein Abstand der Nuten 7 entspricht in etwa einem Drittel einer Gesamtbreite der Schiene 1.
Die Schiene 1 ist z.B. als Endlos- Profil durch Strangpressen aus Kunststoff oder A- luminium gefertigt und zu Stücken abgelängt, die einfach zu handhaben und zu transportieren sind. Jedes der Leuchtmodule 2 umfasst ein LED- Array mit einer Vielzahl von LED's, die auf einer Leiterplatte zusammen mit weiteren elektrischen und/oder elektronischen Bauteilen sowie mit Optikelementen angeordnet sind. Jedem Leuchtmodul 2 ist ein Vorschaltgerät zugeordnet. Die Leiterplatte mit dem LED- Array und das Vorschalt- gerät sind in einem Modulgehäuse 9 zu dem Leuchtmodul 2 zusammengesetzt. Das Modulgehäuse 9 umfasst eine kastenförmige Aufnahme 9a, in die eine Buchse für einen Stecker 10 integriert ist, und einen Moduldeckel 9b aus transparentem klarem Material. Die Buchse und der Stecker 10 bilden eine Steckereinheit. Eine Abstrahlrichtung der LED's ist zu dem Moduldeckel 9b gerichtet. Die Aufnahme 9a und der Moduldeckel 9b sind dicht miteinander verklebt. Das Modulgehäuse 9 ist aus Kunststoff gefertigt.
Alternativ zu dem LED- Array sind andere Leuchtmittel wie z.B. Glühlampen oder Leuchtstofflampen für das Leuchtmodul 2 einsetzbar.
Zur rastenden Befestigung des Leuchtmoduls 2 an der Schiene 1 sind zwei Federelemente 11 angeordnet. Jedes der Federelemente 11 ist aus zwei identischen Bügeln 12 mit Hilfe von zwei stiftartigen Verbindungsmitteln 13 zusammengefügt. Jeder der Bügel 12 ist aus rechteckigem Blech gebildet und zu einem U- förmigen Querschnitt mit einer Basis 12a und in etwa rechtwinklig dazu angeordneten Schenkeln 12b gebogen. Von der Basis 12a abgewandte Enden der Schenkel 12b sind als Rastnasen 14 ausgebildet. Ein Querschnitt der Rastnase 14 ist in etwa halbkreisförmig entsprechend der Rastnut 6 ausgebildet. Die zwei Bügel 12 berühren sich an von den Schenkeln 12b weg weisenden äußeren Flächen ihrer Basen 12a und sind mittels der Verbindungsmittel 2 aneinander befestigt. Jedes Verbindungsmittel 13 weist einen Kopf auf, der deutlich aus einer inneren Fläche einer der Basen 12 b herausragt.
Alternativ sind die Bügel 12 aus Flachdraht gebogen; zwei der Bügel 12 sind an den Basen miteinander verschweißt. Es sind dann vier Federelemente 11 für jedes Leuchtmodul 2 angeordnet. An der Aufnahme 9a angeformte Rippen verhindern ein Verrutschen der Federelemente 11 bei auf der Schiene 1 montiertem Leuchtmodul 2. Die beiden Federelemente 11 sind rastend außen an der Aufnahme 9a befestigt. Hierfür sind an der Aufnahme 9a entsprechende Ausformungen ausgebildet. Die Köpfe der Verbindungsmittel 13 weisen in zugeordnete Ausnehmungen, die in einer Außenseite der Aufnahme 9a ausgebildet sind; hierdurch ist ein Verrutschen der Federelemente 11 auf der Aufnahme 9a verhindert.
Zum elektrischen Anschluss des Leuchtmoduls 2 ist die Steckverbindung angeordnet, die parallel an ein sich mindestens über die Länge der Schiene 1 erstreckendes Kabel 15 angeschlossen ist. Der Stecker 10 ist hier zusätzlich zum bloßen Stecken mittels eines Überwurfs an der Buchse befestigbar, wobei eine Abdichtung erfolgt. Der Überwurf ist entweder verschraubbar oder mittels Bajonettverschluss befestigbar. Falls der Stecker 10 nicht verschiebbar sein soll, ist er bevorzugt mittels der Schauben 8, die in den Nuten 7 eingedreht sind, an der Schiene 1 befestigt. Zum Befestigen des Kabels 15 zwischen zwei der Leuchtmodule 2 sind nicht dargestellte Kabelbinder an den Nuten 7 befestigt.
Zur Montage des Leuchtensystems wird die Schiene 1 gegebenenfalls auf eine vorbestimmte Länge geschnitten und dann an einer Decke oder Ähnlichem befestigt. Das Kabel 15 mit den angeschlossenen Steckern 10 wird mittels der Kabelbinder an der Schiene 1 verlegt und an eine Stromquelle angeschlossen. Für jedes Leuchtmodul 2, auf dem die Federelemente 11 bereits verrastet sind, wird die Buchse mit dem zugeordneten Stecker 10 verbunden und der Überwurf befestigt, so dass die Buchse und der Stecker 10 nach außen gedichtet sind. Anschließend wird das Leuchtmodul 2 mit der Schiene 1 verrastet, indem die Rastnasen 14 auf die ersten Stege 4 gedrückt werden, bis sie in den Rastnuten 6 einschnappen. Bei Bedarf kann zur Optimierung der Ausleuchtung jedes der Leuchtmodule 2 an der Schiene 1 verschoben werden, ohne dass die Befestigung gelöst werden muss.
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel, das in der Figur 3 mit nach oben gerichteter Abstrahlrichtung des Lichts dargestellt ist, ist die Schiene 1 als Gehäuse ausgeführt, in dem die Leuchtmodule 2 aufgenommen sind. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem obigen durch Folgendes: Parallel zu der Längsachse der Schiene 1 sind an dessen Seiten Wände 21 so angeformt, dass die Schiene 1 mit den Wänden 21 im Querschnitt ein U bildet. Breitseiten des Gehäuses sind offen. Zum Verschließen des Gehäuses ist ein Deckel 22 an freien längsseitigen Enden der Wände 21 verrastet. Der Deckel 22 weist Aussparungen 23 entsprechend der Anzahl der Leuchtmodule 2auf, wobei die Aussparungen 23 in ihrer Form an die Moduldeckel 9b angepasst sind. Jeder Moduldeckel 9b durchdringt eine zugeordnete der Aussparungen 23.
Bezugszeichenliste
1 Schiene
2 Leuchtmodul
3 Grundplatte
4 erster Steg
5 zweiter Steg
6 Rastnut
7 Nut
8 Schraube
9 Modulgehäuse
9a Aufnahme
9b Moduldeckel
10 Stecker
11 Federelement
12 Bügel
12a Basis
12b Schenkel
13 Verbindungsmittel
14 Rastnase
15 Kabel
21 Seitenwand
22 Deckel
23 Aussparung
