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Patent Searching and Data


Title:
LIGHTING APPARATUS ON A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/080137
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a lighting apparatus (1), particularly a headlamp on a vehicle, comprising a light-emitting diode array (6) composed of a prescribed number of light-emitting diodes (10) as light sources, wherein the lighting apparatus (1) has at least one reflector element (4.1, 4.2) and a light-concentrating optical element (4.3) arranged downstream thereof. In this case, the light-emitting diode array (6) has at least two associated reflector elements (4.1, 4.2) which delimit at least regions of the radiation field of the light-emitting diode array (6).

Inventors:
GRIESINGER, Manfred (Fichtestrasse 4, Leonberg, 71229, DE)
Application Number:
EP2008/008616
Publication Date:
July 02, 2009
Filing Date:
October 11, 2008
Export Citation:
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Assignee:
DAIMLER AG (Mercedesstrasse 137, Stuttgart, 70327, DE)
GRIESINGER, Manfred (Fichtestrasse 4, Leonberg, 71229, DE)
International Classes:
F21S8/10; F21V13/04; F21Y101/02
Domestic Patent References:
WO2006096467A22006-09-14
Foreign References:
DE10243421A12004-04-01
DE10261183B32004-06-03
DE102005014754A12006-10-05
DE10009782A12001-09-06
EP1471304A22004-10-27
DE102007007943A12008-08-21
US20070247856A12007-10-25
Attorney, Agent or Firm:
NILI, Karim et al. (Daimler AG, Intellectual Property and Technology ManagementGR/VI - H512, Stuttgart, 70546, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Beleuchtungsvorrichtung (1), insbesondere Scheinwerfer eines Fahrzeuges, umfassend ein Leuchtdiodenfeld (6) mit einer vorgegebenen Anzahl von Leuchtdioden als Lichtquellen, wobei die Beleuchtungsvorrichtung (1) mehrere Licht Reflektorelemente (4.1, 4.2) sowie ein diesen nachgeordnetes und lichtbündelndes Optikelement (4.3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Reflektorelemente (4.1, 4.2) dem Leuchtdiodenfeld (6) zugeordnet sind und derart angeordnet sind, dass sie dessen Strahlungsfeld zumindest bereichsweise begrenzen.

2. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Reflektorelemente (4.1, 4.2) derart angeordnet sind, dass das von dem Leuchtdiodenfeld (6) abgestrahlte Licht einfach oder mehrfach reflektiert wird.

3. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Reflektorelemente (4.1) oberhalb und zumindest das andere Reflektorelement (4.2) unterhalb des Leuchtdiodenfeldes (6) und/oder beide seitlich des Leuchtdiodenfeldes (6) angeordnet sind.

4. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorelemente (4.1, 4.2) in Abstrahlrichtung (R) gesehen derart schräg angeordnet sind, dass der von den beiden Reflektorelementen (4.1, 4.2) begrenzte öffnungsquerschnitt in Abstrahlrichtung (R) zunimmt.

5. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorelemente (4.1, 4.2) mit einem Neigungswinkel (ß) von 5° bis 25° zur Ebene der Abstrahlrichtung (R) angeordnet sind.

6. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorelemente (4.1 bis 4.3) und das Leuchtdiodenfeld (6) zueinander weitgehend spaltfrei angeordnet sind.

7. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der reflektierenden Reflektorelemente (4.1, 4.2) als Metallspiegel oder bedampftes Spiegelelement ausgeführt ist.

8. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtdiodenfeld (6) mit allen Leuchtdioden (10) eine Baueinheit bildet, wobei die Leuchtdioden (10) auf einem gemeinsamen Träger (7) angeordnet sind.

9. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

das Leuchtdiodenfeld (6) als ein Lambertscher Strahler ausgebildet ist.

10. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtbündelnde Optikelement (4.3) am Lichtausgang (8) der Reflektorelemente (4.1, 4.2) angeordnet ist.

11. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtbündelnde Optikelement (4.3) als eine optische

Linse ausgeführt ist.

12. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtdiodenfeld (6) in mehrere Feldbereiche (6.1 bis β.n) unterteilt ist, in welche jeweils mehrere Leuchtdioden (10) zeilen- und/oder spaltenförmig angeordnet sind.

13. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Feldbereiche (6.1 bis 6.n) des Leuchtdiodenfeldes (6), insbesondere die betreffenden Leuchtdioden (10) derart angeordnet und/oder derart steuerbar ist bzw. sind, dass das vom Leuchtdiodenfeld (6) ausgestrahlte Licht eine Abstrahlcharakteristik eines asymmetrischen Abblendlichtes aufweist.

14. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Feldbereiche (6.1 bis β.n) des Leuchtdiodenfeldes (6), insbesondere die betreffenden Leuchtdioden (10) derart angeordnet und/oder derart

steuerbar ist bzw. sind, dass das ausgestrahlte Licht eine Abstrahlcharakteristik eines Fernlichtes aufweist.

15. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Feldbereiche (6.1 bis 6.n) des Leuchtdiodenfeldes (6), insbesondere die betreffenden Leuchtdioden (10) derart steuerbar ist bzw. sind, dass das ausgestrahlte Licht einer Lenkstellung und somit einer Fahrrichtung des Fahrzeuges folgt.

16. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Feldbereiche (6.1 bis 6.n) des Leuchtdiodenfeldes (6), insbesondere die betreffenden Leuchtdioden (10) derart steuerbar ist bzw. sind, dass das ausgestrahlte Licht eine einer Hell-Dunkel-Grenze entsprechende Ausleuchtcharakteristik aufweist.

17. Scheinwerfer für ein Fahrzeug mit einer Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16.

Description:

Beleuchtungsvorrichtung eines Fahrzeuges

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere einen Scheinwerfer eines Fahrzeuges, umfassend ein Leuchtdiodenfeld mit einer vorgegebenen Anzahl von Leuchtdioden als Lichtquellen, wobei die

Beleuchtungsvorrichtung mehrere Reflektorelemente sowie ein diesen nachgeordnetes, lichtbündelndes Optikelement aufweist.

Aus dem Stand der Technik sind verschiedenartige Beleuchtungsvorrichtungen, wie Scheinwerfer für ein Fahrzeug bekannt .

So beschreibt zum Beispiel die DE 103 14 524 Al einen Scheinwerfer mit einer Vielzahl von Scheinwerferelementen, die jeweils einen elektromagnetische Strahlung emittierenden Halbleiterchip in Form von Leuchtdioden als Lichtquellen umfasst. Die Leuchtdioden sind zu Teilbereichen zusammengefasst und unabhängig voneinander ein- und ausschaltbar. Dabei ist jeder Leuchtdiode ein Licht reflektierendes Primäroptikelement in Form eines optischen Konzentrators zugeordnet. Der optische Konzentrator weist einen Licht- oder Strahleneingang sowie einen Licht- oder Strahlenausgang auf und verringert eine Divergenz eines durch den Strahleneingang einfallenden Lichtes. Darüber hinaus ist dem Konzentrator ein weiteres optisches Element zur Bündelung des Lichts in Form einer optischen Linse, insbesondere eine Kondensorlinse nachgeordnet.

Durch ein einer jeden Leuchtdiode zugeordnetes Primäroptikelement ist der Scheinwerfer besonders aufwändig und kostenintensiv.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere einen Scheinwerfer für ein Fahrzeug anzugeben, welche einfach und kostengünstig aufgebaut ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Des Weiteren wird die Aufgabe hinsichtlich des Scheinwerfers durch die im Anspruch 17 angegebenen Merkmale gelöst.

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung eines Fahrzeugs, umfassend ein Leuchtdiodenfeld mit einer vorgegebenen Anzahl von Leuchtdioden als Lichtquellen, wobei die Beleuchtungsvorrichtung mehrere Reflektorelemente sowie ein nachgeordnetes, lichtbündelndes Optikelement aufweist.

Um eine verbesserte Ausleuchtung eines Bereiches in einem insbesondere vorausliegenden Verkehrsraum durch eine höhere Leuchtdichte am Lichtausgang zu erreichen, sind erfindungsgemäß dem Leuchtdiodenfeld mindestens zwei Reflektorelemente zugeordnet, die derart angeordnet sind, dass sie das Strahlungsfeld des Leuchtdiodenfelds zumindest bereichsweise begrenzen.

Bevorzugt sind die reflektierenden Optikelemente oder Reflektorelemente (im Weiteren Reflektorelemente genannt) derart angeordnet, dass das vom Leuchtdiodenfeld, insbesondere von den Leuchtdioden abgestrahlte Licht effizient einfach oder mehrfach reflektiert wird, wodurch die Lichtverteilung und Lichtdichte am Lichtausgang verbessert wird. Durch die Reflexion des abgestrahlten Lichts entsteht ein virtuelles Spiegelbild des Leuchtdiodenfeldes, welches

mittels des lichtbündelnden Optikelements, welches den Reflektorelementen nachgeordnet ist, ebenfalls abbildbar ist, so dass eine bessere Lichtverteilung und höhere Leuchtdichte erzielt ist.

Das vom Leuchtdiodenfeld und somit von deren Leuchtdioden abgestrahlte Licht ist mittels der erfindungsgemäß angeordneten Reflektorelemente optimal genutzt. Anhand der Zuordnung der Reflektorelemente zu einem gesamten Leuchtdiodenfeld ist eine kostengünstige Bauweise realisiert. Zudem ist ein Gesamtgewicht der Beleuchtungsvorrichtung vorteilhaft verringert.

Bei der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung sind bevorzugt zumindest eines der Reflektorelemente oberhalb und zumindest das andere reflektierende Optikelement unterhalb des Leuchtdiodenfeldes oder beide seitlich des Leuchtdiodenfeldes angeordnet.

Dabei sind die Reflektorelemente bevorzugt derart in Abstrahlrichtung gesehen schräg angeordnet, dass der von den beiden Reflektorelementen begrenzte öffnungsquerschnitt der Beleuchtungsvorrichtung in Abstrahlrichtung zunimmt. Somit wird durch die schräge Anordnung der ausgangsseitige Strahlungsquerschnitt in Abstrahlrichtung vergrößert.

Hierzu sind die Reflektorelemente beispielsweise schräg nach oben sowie schräg nach unten angeordnet, so dass sie den öffnungswinkel einschließen und eine gewünschte, insbesondere kegelförmige Abstrahlcharakteristik ermöglichen. Auch können die Reflektorelemente seitlich schräg nach außen gerichtet angeordnet sein. Insbesondere sind die Reflektorelemente als ebene Platten, insbesondere Spiegelplatten ausgeführt.

Je nach Form und Aufbau des Leuchtdiodenfelds können die Reflektorelemente auch eine andere beliebige Form,

beispielsweise eine gewölbte, zylindrische oder halbkugelförmige Oberfläche aufweisen.

Je nach gewünschter Abstrahlcharakteristik sind die Reflektorelemente mit einem vorgebbaren Neigungswinkel von 5° bis 25° zur Ebene der Abstrahlrichtung angeordnet. Bevorzugt beträgt der Neigungswinkel etwa 15°.

In einer möglichen Ausführungsform sind die Reflektorelemente und das Leuchtdiodenfeld weitgehend spaltfrei zueinander angeordnet. Auch kann insbesondere zwischen dem Leuchtdiodenfeld und den angrenzenden Reflektorelementen bzw. zwischen den Reflektorelementen und dem nachgeordneten Optikelement ein Spalt vorgesehen sein, welcher beispielsweise mit einem festen oder viskosen Material versehen ist, um Lichtverluste zu vermeiden.

In einer weiteren Ausführungsform ist wenigstens eines der Reflektorelemente als Metallspiegel oder bedampftes Spiegelelement ausgeführt. Besonders bevorzugt sind jedoch beide Reflektorelemente als Metallspiegel und/oder bedampfte Spiegelelemente ausgeführt. Durch eine derartig gute, weitgehend total reflektierende Reflexionsoberfläche der Reflektorelemente sind Lichtverluste weitgehend vermieden.

Vorzugsweise bilden alle Leuchtdioden des Leuchtdiodenfeldes der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung eine Baueinheit und sind auf einem gemeinsamen Träger angeordnet. Der Träger kann beispielsweise eine Kunststoffplatine oder eine andere geeignete Trägereinheit sein, auf der die Leuchtdioden als Halbleiterbauelemente und insbesondere miteinander elektrisch verschaltet angeordnet sind, so dass der Träger und die Leuchtdioden einen Halbleiteranordnung bilden.

Dabei können die Reflektorelemente in einer vorteilhaften Ausgestaltung ebenfalls am Träger angeordnet, insbesondere

befestigt sein, so dass kein Spalt zwischen Reflektorelement und Leuchtdiodenfeld gegeben ist.

In einer möglichen Ausführungsform der Erfindung können Leuchtdioden unterschiedlicher Farbgebung, beispielsweise zur Signaldarstellung und/oder zu Designzwecken auf dem Träger angeordnet sein.

Besonders bevorzugt ist das Leuchtdiodenfeld als ein so genannter Lambertscher Strahler ausgeführt. Hierbei weisen die Leuchtdioden des zu reflektierenden Leuchtdiodenfeldes weder ein Gehäuse noch eine Linse auf. Dadurch ist eine Dichte des durch das Leuchtdiodenfeldes abgestrahlten Lichts in alle Richtungen konstant.

Für eine Bündelung des durch die Leuchtdioden abgestrahlten Lichts sowie des mittels der Reflektorelemente reflektierten Lichts ist ein optisches Element (im Weiteren Optikelement genannt) vorgesehen, das insbesondere den Reflektorelementen nachgeordnet und somit am Lichtausgang der

Beleuchtungsvorrichtung angeordnet ist. Bevorzugt ist hierbei das Optikelement als optische Linse ausgeführt. Dabei ist die optische Linse beispielsweise als eine Plankonvexlinse ausgeführt .

Das Leuchtdiodenfeld der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung kann vorteilhaft in mehrere Feldbereiche unterteilt sein, in welche jeweils mehrere Leuchtdioden zeilen- und/oder spaltenförmig angeordnet sind.

Durch eine entsprechende Anordnung bzw. Ansteuerung der Leuchtdioden eines oder mehrerer Feldbereiche kann das vom Leuchtdiodenfeld abgestrahlte Licht eine gewünschte Abstrahlcharakteristik aufweisen. Beispielsweise können die Feldbereich derart angeordnet oder gesteuert sein, dass eine ein insbesondere asymmetrisches Abblendlicht oder ein

Fernlicht repräsentierende Abstrahlcharakteristik eingestellt ist.

Dabei können alle Leuchtdioden eines oder mehrerer Feldbereiche synchron oder asynchron ein- oder ausgeschaltet oder gedimmt werden. Auch können einzelne Leuchtdioden ein- oder ausgeschaltet oder gedimmt werden.

Auch kann wenigstens ein Feldbereich des Leuchtdiodenfeldes derart steuerbar sein, dass dessen Abstrahlcharakteristik in Abhängigkeit einer Lenkstellung und beispielsweise einer Fahrgeschwindigkeit einer Fahrtrichtung des Fahrzeuges folgt.

Eine derartige, als Lambertscher Oberflächenstrahler wirkende Beleuchtungsvorrichtung eignet sich insbesondere als Scheinwerfer für ein Fahrzeug.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von Zeichnungen näher erläutert.

Dabei zeigen:

Fig. 1 schematisch in Schnittdarstellung eine erfindungsgemäße, als Scheinwerfer geeignete Beleuchtungsvorrichtung eines Fahrzeuges mit einem durch Reflektorelemente und ein Optikelement begrenztes Leuchtdiodenfeld,

Fig. 2 schematisch ein Leuchtdiodenfeld im Detail in Draufsicht,

Fig. 3 schematisch eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung gemäß Figur 1,

Fig. 4 schematisch eine erzeugte Lichtverteilung der erfindungsgemäßen BeleuchtungsVorrichtung,

Fig. 5 schematisch eine weitere perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung mit veränderter Anordnung und veränderter Form des lichtbündelnden Optikelements, und

Fig. 6 schematisch eine erzeugte Lichtverteilung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung gemäß Figur 5.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Die in Figur 1 gezeigte erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung 1 umfasst ein Leuchtdiodenfeld 6. Für eine Anwendung der Beleuchtungsvorrichtung 1 als Scheinwerfer für ein Fahrzeug sind dem Leuchtdiodenfeld 6 zwei Reflektorelemente 4.1 und 4.2 zugeordnet und lichtausgangsseitig den beiden Reflektorelementen 4.1 und 4.2 ein Optikelement 4.3 nachgeordnet.

Dabei sind die Reflektorelemente 4.1 und 4.2 derart am Leuchtdiodenfeld 6 angeordnet, dass sie dessen Strahlungsfeld in Strahlungsrichtung R zumindest bereichsweise zwischen Lichtausgang 2 des Leuchtdiodenfelds 6 und Lichteingang 11 des Optikelements 4.3 begrenzen.

Bevorzugt sind die Reflektorelemente 4.1 und 4.2 spaltfrei am Leuchtdiodenfeld 2 angeordnet, so dass der Lichtausgang 2 des Leuchtdiodenfelds 6 den Lichteingang 3 der Reflektorelemente 4.1, 4.2 bildet.

Für eine möglichst gute lichtausgangsseitige Lichtverteilung 9 sind die Reflektorelemente 4.1 und 4.2 derart am Leuchtdiodenfeld 6 angeordnet, dass das vom Leuchtdiodenfeld 6 abgestrahlte Licht einfach oder mehrfach in Strahlungsrichtung R reflektiert wird. Für eine möglichst

gute Reflektion kann bzw. können der oder die Reflektorelemente 4.1 und 4.2 beispielsweise als Spiegelelemente, insbesondere Metallspiegel oder bedampfte Spiegelelemente oder in einer anderen geeigneten Art ausgeführt sein.

Dabei ist es ausreichend, wenn insbesondere eine dem Leuchtdiodenfeld 6 und dem Strahlungsfeld zugewandte Fläche Ai und A 2 der Reflektorelemente 4.1 und 4.2 mit einem für ein von dem Leuchtdiodenfeld 6 ausgesandtes Licht reflektierenden Material, beispielsweise Aluminium beschichtet ist.

Auch können die Reflektorelemente 4.1, 4.2 einseitig, in Richtung des Strahlungsfeldes als Metallspiegel oder als bedampftes Spiegelelement ausgeführt sein.

Ferner können für verschiedene Abstrahlcharakteristiken die Reflektorelemente 4.1 und 4.2 unterschiedlich reflektierend beispielsweise mit entsprechenden Oberflächenstrukturen ausgeführt sein.

Im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 sind die Reflektorelemente 4.1, 4.2 bevorzugt als ebene Platten ausgebildet. Auch können die Reflektorelemente 4.1, 4.2 eine andere geeignete Form oder Abmessungen aufweisen, wobei diese insbesondere durch die Anwendung bzw. durch die Form und Größe des Leuchtdiodenfelds 6 bestimmt wird bzw. werden.

Der Lichtausgang 2 des Leuchtdiodenfelds 6 schließt direkt an den Lichteingang 3 der Reflektorelemente 4.1 und 4.2 an. Dabei sind die Reflektorelemente 4.1 und 4.2 beispielsweise das Leuchtdiodenfeld 6 ober- und unterhalb begrenzend angeordnet. Auch können die Reflektorelemente 4.1 und 4.2 alternativ seitlich angeordnet sein oder weitere, nicht näher dargestellte Reflektorelemente zusätzlich seitlich angeordnet sein .

Darüber hinaus sind die Reflektorelemente 4.1 und 4.2 schräg, insbesondere schräg nach außen, beispielsweise nach oben und unten mit einem öffnungswinkels α zueinander angeordnet, so dass in Abstrahlrichtung R des Leuchtdiodenfeldes ein Abstand a zwischen den Reflektorelementen 4.1 und 4.2 und somit ein öffnungsquerschnitt, insbesondere der Strahlungsquerschnitt zunimmt. Die Reflektorelemente 4.1, 4.2 sind beispielsweise mit einem Neigungswinkel ß von 5° bis 25°, bevorzugt 15° zur Ebene der Abstrahlrichtung R angeordnet .

Bevorzugt wird anhand des Abstandes a sowie anhand des öffnungswinkels α, der insbesondere kleiner 90°, vorzugsweise 35° bis 45° ist, eine gewünschte Abstrahlcharakteristik mit einem lichtausgangsseitig gewünschten Abstrahlquerschnitt eingestellt, der beispielsweise in etwa den Abmessungen eines Scheinwerfers entspricht.

Das Leuchtdiodenfeld 6 ist auf einem Träger 7, z. B. eine Kunststoffplatine, insbesondere einer Leiterplatine angeordnet. Der Träger 7 kann dabei auf der Leuchtdiodenseite mit einer insbesondere das Licht des Leuchtdiodenfelds 6 reflektierenden Schicht versehen sein. Zusätzlich kann der Träger 7 vorteilhaft mit einer wärmeableitenden Schicht zur Wärmeableitung der von den Leuchtdioden 10 im Betrieb erzeugten Wärme versehen sein.

Den Reflektorelementen 4.1 und 4.2 ist das lichtbündelnde Optikelement 4.3 nachgeordnet. Das lichtbündelnde Optikelement 4.3 ist als eine optische Linse, insbesondere als eine Plankonvexlinse ausgeführt.

Das lichtbündelnde Optikelement 4.3 ist beispielsweise derart angeordnet, dass sich dieses weitgehend spaltfrei an den Reflektorelementen 4.1 und 4.2 anschließt. Durch diese

Anordnung wird die erzeugte sowie reflektierte Strahlung effizient erfasst und gebündelt.

Im Betrieb der Beleuchtungsvorrichtung 1 strahlt das Leuchtdiodenfeld 6 sichtbares Licht in Form elektromagnetischer Strahlung konstant in Abstrahlrichtung R aus. Die Strahlung wird an den ober- und unterhalb des Leuchtdiodenfeldes 6 angeordneten Reflektorelementen 4.1 und 4.2 derart reflektiert, dass die Divergenz des Lichts deutlich reduziert ist.

Ferner entsteht durch die Reflexion mindestens ein virtuelles Spiegelbild 5 des Leuchtdiodenfelds 6, das mittels der Reflektorelemente 4.1 und 4.2 lichtausgangsseitig abbildbar ist, so dass die Abmessungen des lichtausgangsseitig erzielten Abstrahlquerschnitts vergrößert sind.

Bei einer Anordnung der Reflektorelemente 4.1 und 4.2 ober- bzw. unterhalb des Leuchtdiodenfelds 6 wird somit die Höhe des Abstrahlquerschnitts und des Ausleuchtbereiches entsprechend vergrößert. Das virtuelle Spiegelbild 5 kann dabei beispielsweise in seiner Ausdehnung der zweifachen Abstrahlfläche B des Licht erzeugenden Leuchtdiodenfelds 6 entsprechen, wobei dies maßgeblich durch eine entsprechende Anordnung der Reflektorelemente 4.1 und 4.2 bestimmt ist. In dem Ausführungsbeispiel entsteht das virtuelle Spiegelbild 5 jeweils ober- und unterhalb des Leuchtdiodenfelds 6.

In Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel für ein Leuchtdiodenfeld 6 mit einer vorgegebenen Anzahl von Leuchtdioden 10, die zeilen- und/oder spaltenförmig auf dem Träger 7 angeordnet sind, dargestellt.

Das Leuchtdiodenfeld 6 umfasst beispielsweise eine zweizeilige Anordnung von jeweils 16 Leuchtdioden 10, die als eine Baueinheit auf dem in Figur 1 dargestellten Träger 7 angeordnet sind. Das Leuchtdiodenfeld 6 ist als ein

Lambertscher Strahler ausgeführt. Hierbei weisen die Leuchtdioden 10 kein Gehäuse und keine Linse auf. Durch eine derartige Ausbildung ist die Lichtdichte des von der jeweiligen Leuchtdiode 10 abgestrahlten Lichts in alle Richtungen konstant.

Das Leuchtdiodenfeld 6 kann in mehrere Feldbereiche 6.1 bis 6.n unterteilt sein, in denen jeweils eine vorgebbare Anzahl von Leuchtdioden 10, also auch nur eine Leuchtdiode, angeordnet ist. Die jeweiligen Feldbereichen 6.1 bis 6.n sowie die in diesen angeordneten Leuchtdioden 10 können unabhängig oder abhängig voneinander ein- und/oder ausgeschaltet werden.

Darüber hinaus kann anhand der Unterteilung des Leuchtdiodenfelds 6 ein Ausblenden von vertikalen Lichtbereichen erfolgen. Dies wird über die Umsetzung einer vertikalen Hell-/Dunkel-Grenze durch entsprechende Steuerung des Leuchtdiodenfeldes 6 erzielt. Dies ist beispielhaft aus der Figur 2 zu entnehmen. Hier sind die Leuchtdiodenfelder 6.2. abgeschaltet bzw. sehr stark zurückgedimmt , so dass aus diesem Bereich kein Licht ausgesandt wird. Die Abstrahlcharakteristik weist einen dem Leuchtfeld 6.2. korrespondierenden, nicht beleuchteten Bereich auf, welcher über vertikale Hell-Dunkel-Grenzen, also übergang von 6.1 zu 6.2 und übergang von 6.2 zu 6.3, begrenzt ist.

Hierdurch ist es möglich die erfindungsgemäße

Beleuchtungsvorrichtung auch zum Ausblenden von Bereichen aus der Gesamtabstrahlcharakteristik einzusetzen.

Zudem kann ein Feldbereich 6.1 bis 6.n, beispielsweise ein unterer Feldbereich 6.4, durch entsprechende Steuerung der Leuchtdioden 10 eine Abstrahlcharakteristik eines insbesondere asymmetrischen Abblendlichts aufweisen. Ferner kann durch Steuerung dieses Feldbereichs 6.4 und eine

Hinzuschaltung eines weiteren Feldbereiches 6.3 eine Abstrahlcharakteristik eines Fernlichtes eingestellt werden.

Bei eingeschaltetem Fernlicht oder Abblendlicht kann darüber hinaus beispielsweise wenigstens ein vertikaler Feldbereich 6.3 oder 6.1 des Leuchtdiodenfeldes 6 zugeschaltet oder abgeschaltet werden, so dass ein erzeugter Scheinwerferkegel, d.h. die ausgangsseitige Lichtverteilung 9, einer Lenkstellung und einer Fahrgeschwindigkeit folgt und ein so genanntes Kurvenlicht einstellbar ist. Dabei erfolgt die Steuerung der Feldbereiche 6.1 bis 6.n und deren Leuchtdioden 10 in Abhängigkeit beispielsweise vom erfassten Lenkradwinkel.

Auch können die Feldbereiche 6.1 bis 6.n verschiedenartig angeordnet oder aufgeteilt sein.

Figur 3 zeigt eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 1 gemäß Figur 1. Die Leuchtdioden 10 sind in einer vorgegebenen Anzahl, beispielsweise in einer Zeile zu einem Leuchtdiodenfeld 6 zusammengefasst . Die Leuchtdioden 10 bilden eine Baueinheit und sind auf dem Träger 7 angeordnet.

Die reflektierenden Optikelemente 4.1 und 4.2 sind, wie in Figur 1 beschrieben, schräg verlaufend mit zunehmenden Abstand a zueinander ober- und unterhalb des Leuchtdiodenfelds 6 angeordnet. Am Lichtausgang 8 der Reflektorelemente 4.1, 4.2, d. h. in einem Bereich eines maximalen Abstandes a zwischen diesen, ist das lichtbündelnde Optikelement 4.3 angeordnet.

Das lichtbündelnde Optikelement 4.3 ist beispielsweise als eine Plankonvexlinse ausgeführt und weist eine zu einem Scheinwerfermodell korrespondierende Form auf und erzeugt lichtausgangsseitig der Beleuchtungsvorrichtung 1 eine Lichtverteilung 9, wie sie in Figur 4 näher dargestellt ist.

Das von dem Leuchtdiodenfeld 6 am Lichtausgang 2 abgestrahlte Licht sowie das von den Reflektorelementen 4.1 und 4.2 reflektierte Licht werden von dem lichtbündelnden Optikelement 4.3 derart erfasst und gebündelt, dass ein größtmöglicher Bereich mit einer hinreichend guten Lichtdichte und Lichtverteilung 9 gegeben ist, so dass die Beleuchtungsvorrichtung 1 als Leuchtmittel, insbesondere Scheinwerfer einsetzbar ist. Dabei ist bei einem einzeiligen Leuchtdiodenfeld 6 eine Lichtverteilung 9 mit einem mittigen großen Leuchtfeld Ll des Leuchtdiodenfelds 6 und oberhalb und unterhalb von diesem jeweils mit einem weiteren Leuchtfeld L2 bzw. L3 gegeben, welche anhand des von den

Reflektorelementen 4.1, 4.2 reflektierenden Lichts erzeugt werden.

Figur 5 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 1. Das Leuchtdiodenfeld 6 umfasst beispielsweise eine zweizeilige Anordnung von Leuchtdioden 10. Das lichtbündelnde Optikelement 4.3 weist eine andere Linsenform auf.

In Figur 6 ist die lichtausgangsseitig einstellbare Lichtverteilung 9 bei vollständig leuchtenden Leuchtdiodenfeld 6 der in Figur 5 dargestellten Beleuchtungsvorrichtung 1 gezeigt. Dabei werden mittels der Beleuchtungsvorrichtung 1 nach Figur 5 drei mittlere Leuchtfelder Ll bis L3 und zwei äußere schmale Leuchtfelder L4 und L5 erzeugt.