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Title:
LIGHTING DEVICE HAVING A PLURALITY OF LIGHT SOURCES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/149325
Kind Code:
A1
Abstract:
A lighting device (10) having a plurality of light sources, which comprise several superimposed layers, has a first (18) and a second (24) electrically conductive layer, which are designed so as to create an alternating electrical field between said layers, an electrically insulating layer (20) between the electrically conductive layers (18, 24) and a luminescent layer (22) between the electrically conductive layers (18, 24), wherein electroluminescent material is arranged within the luminescent layer (22) in several spatially separated regions (30), each region forming a light source.

Inventors:
MARWEDE, Alexandra (Meldorfer Strasse 20, Hamburg, 20251, DE)
DEHMEL, Ronny (Grafenwald 15, Schemmerhofen-Grafenwald, 88433, DE)
Application Number:
EP2010/003731
Publication Date:
December 29, 2010
Filing Date:
June 21, 2010
Export Citation:
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Assignee:
AIRBUS OPERATIONS GMBH (Kreetslag 10, Hamburg, 21129, DE)
MARWEDE, Alexandra (Meldorfer Strasse 20, Hamburg, 20251, DE)
DEHMEL, Ronny (Grafenwald 15, Schemmerhofen-Grafenwald, 88433, DE)
International Classes:
B60Q3/02
Attorney, Agent or Firm:
GUNZELMANN, Rainer (Wuesthoff & Wuesthoff, Schweigerstrasse 2, München, 81541, DE)
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Claims:
Patentansprüche

5

1. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 mit einer Mehrzahl von Lichtquellen, wobei die Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 mehrere übereinander angeordnete Schichten umfasst, mit

- einer ersten (18) und einer zweiten (24) elektrisch leitenden Schicht, die dazu lo ausgebildet sind, zwischen sich ein elektrisches Wechselfeld zu erzeugen,

- einer elektrisch isolierenden Schicht (20) zwischen den elektrisch leitenden Schichten (18, 24) und

- einer Leuchtschicht (22, 220 zwischen den elektrisch leitenden Schichten (18, 24), wobei in der Leuchtschicht (22, 220 elektrolumineszentes Material in mehreren i5 räumlich getrennten Bereichen (30, 30'; 30a) angeordnet ist, von denen jeder eine Lichtquelle bildet, wobei

- die räumlich getrennten Bereiche (30, 30'; 30a) in unterschiedlichen Ebenen in der Leuchtschicht (22, 220 angeordnet sind. 0 2. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach Anspruch 1, ferner mit einer ersten (16) und einer zweiten (26) feuchtigkeitsundurchlässigen Schicht, zwischen denen die Leuchtschicht (22, 220 liegt-

3. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprü-5 che, bei der die elektrisch isolierende Schicht (20) Licht-reflektierende Eigenschaften aufweist.

4. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprü-0 che, ferner mit einer transparenten Schutzschicht (28) auf der von der Leuchtschicht

(22, 220 abgewandten Seite der Beleuchtungsvorrichtung (10, 100-

5. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprü¬ che, 5 bei der die Schichten (18, 20, 22, 22', 24, 28) getrocknete Lack- und/oder Flüssigkeitsschichten sind.

6. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der wenigstens eine der Schichten (18, 20, 22, 22', 24, 28) unflexibel ist und die Schichten (18, 20, 20', 22, 24, 28) eine zumindest teilweise gebogene dreidimensio- 5 nale Form aufweisen.

7. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Dicke der Leuchtschicht (22, 220 'n einem Bereich von 15 μm bis 25 μm lo liegt und insbesondere 20 μm beträgt.

8. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Dicke der elektrisch isolierenden Schicht (20) in einem Bereich von 11 μm i5 bis 21 μm liegt und insbesondere 16 μm beträgt.

9. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die zweite elektrisch leitende Schicht (24) näher bei der Leuchtschicht (22, 20 220 als bei der elektrisch isolierenden Schicht (20) liegt, zumindest teilweise transparent ist und eine Dicke in einem Bereich von 1 μm bis 9 μm, insbesondere in einem Bereich von 2 μm bis 4 μm aufweist.

10. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprü- 5 che, bei der die erste elektrisch leitende Schicht (18) näher bei der elektrisch isolierenden Schicht (20) als bei der Leuchtschicht (22, 220 liegt und eine Dicke in einem Bereich von 11 μm bis 20 μm, insbesondere 15 μm aufweist. o 11. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die räumlich getrennten Bereiche (30, 30'; 30a) der Leuchtschicht (22, 220 überlappungsfrei angeordnet sind. 5 12. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die räumlich getrennten Bereiche (30, 30'; 30a) die gleiche Größe aufweisen.

13. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei der die räumlich getrennten Bereiche (30, 30'; 30a) unterschiedliche Größen aufweisen.

14. Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die räumlich getrennten Bereiche (30, 30'; 30a) irregulär angeordnet sind.

15. Innenausstattungspaneel für eine Flugzeugkabine, mit einer Beleuchtungsvorrichtung (10; 100 nacn einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Beleuchtungsvorrichtung mit einer Mehrzahl von Lichtquellen

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung mit einer Mehrzahl von Lichtquellen, die eine Schichtstruktur mit mehreren übereinander angeordneten Schichten umfasst.

Aus der DE 10 2007 029 140 und der DE 10 2008 048 835 ist jeweils eine Beleuch- tungsvorrichtung mit einer Mehrzahl von Leuchtdioden in einem Deckenelement bekannt, bei der jede Leuchtdiode über jeweils zwei elektrische Leitungen mit einer Spannungsquelle verbunden ist. Für jede Leuchtdiode weist die Beleuchtungsvorrichtung eine Halterung auf, welche eine Leuchtdiode an einer gewünschten Stelle der Beleuchtungsvorrichtung hält. Des Weiteren weist die Beleuchtungsvorrichtung eine Vielzahl von Kabelführungen auf, welche verhindern, dass die elektrischen Leitungen zu nahe an den Leuchtdioden verlaufen oder diese berühren, was zu einem Kabeldefekt durch Überhitzung oder einer Abdeckung der Strahlungsfläche der Leuchtdioden führen kann. Nachteilig bei der bekannten Beleuchtungsvorrichtung ist, dass der Aufwand für ihre Herstellung relativ groß ist, da die Leuchtdioden und Kabel von Hand in die Beleuchtungsvorrichtung eingebaut bzw. mit den Halterungen verbunden werden müssen und eine automatisierte Herstellung nicht möglich ist.

Diese bekannte Beleuchtungsvorrichtung wird in Flugzeugkabinen zur Erzeugung eines künstlichen Sternenhimmels eingesetzt. Dabei wird der künstliche Sternenhim- mel durch die an einem Innenausstattungspaneel befestigte Beleuchtungsvorrichtung mit mehreren Hundert Leuchtdioden simuliert. Zur Herstellung einer solchen Beleuchtungsvorrichtung müssen die mehreren Hundert Leuchtdioden mit den zugehörigen Kupferkabeln von Hand befestigt bzw. verlegt werden. Dies erfordert einen hohen Zeitaufwand. Darüber hinaus ergibt sich aus der manuellen Fertigung ein hohes Fehlerpotential (beispielsweise bei der Bestimmung der Kabellängen und der Herstellung der elektrischen Verbindungen zwischen den Kabeln und den Leuchtdioden), so dass häufig Nachbearbeitungen notwendig sind.

Darüber hinaus weist die bekannte Beleuchtungsvorrichtung aufgrund der hohen Anzahl verwendeter Komponenten wie Leuchtdioden, Kupferkabel, Halterungen und Kabelführungen ein relativ hohes Gewicht auf. Insbesondere führt die hohe Anzahl elektrischer Kupferkabel zu einer Gewichtserhöhung. Des Weiteren hat die bekannte Beleuchtungsvorrichtung bedingt durch die Größe der Leuchtdioden mit an deren Anschlussbeinchen angelöteten Kabeln einen relativ hohen Platzbedarf, so dass sich beim Einsatz der bekannten Beleuchtungsvorrichtung zur Erzeugung eines künstlichen Sternenhimmels in einer Flugzeugkabine die Kabinenhöhe verringert. s

Es sind ferner Elektrolumineszenz-Folien bekannt, bei denen eine aus einem elektro- lumineszentem Material bestehende Lage durch ein von zwei Elektrodenlagen erzeugtes elektrisches Wechselfeld zur Emittierung von Lichtstrahlung angeregt wird. Bei den Elektrolumineszenz-Folien weisen die Lage aus elektrolumineszentem Materi- lo al und die Elektrolagen die gleichen Abmessungen auf und sind deckungsgleich übereinander angeordnet, so dass eine Elektrolumineszenz-Folie eine flächige Lichtquelle bereitstellt. Elektrolumineszenz-Folien sind flexibel, können aber nur auf einfache dreidimensionale Körper, wie z.B. einen Kreiszylinder, aufgebracht werden. Eine Aufbringung auf komplexere dreidimensionale Körper, wie z.B. eine Kugel, ist nicht i5 möglich. Darüber hinaus weisen Elektrolumineszenz-Folien eine relativ hohe Dicke und ein relativ hohes Gewicht auf, was deren Einsatz insbesondere im Flugzeugkabinenbau unattraktiv macht.

Die Erfindung ist auf die Aufgabe gerichtet, eine Beleuchtungsvorrichtung mit einer 20 Mehrzahl von Lichtquellen bereitzustellen, die einfach hergestellt werden kann, ein geringes Gewicht aufweist, platzsparend ist und einfach auf komplexe dreidimensionale Körper aufgebracht werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Beleuchtungsvorrichtung mit einer Mehrzahl 5 von Lichtquellen bereitgestellt, wobei die Beleuchtungsvorrichtung mehrere übereinander angeordneten Schichten umfasst, mit einer ersten und einer zweiten elektrisch leitenden Schicht, die dazu ausgebildet sind, zwischen sich ein elektrisches Wechselfeld zu erzeugen, einer elektrisch isolierenden Schicht zwischen den elektrisch leitenden Schichten und einer Leuchtschicht zwischen den elektrisch leitenden Schichten,0 wobei in der Leuchtschicht elektrolumineszentes Material in mehreren räumlich ge ¬ trennten Bereichen angeordnet ist, von denen jede eine Lichtquelle bildet. Die räumlich getrennten Bereiche sind in unterschiedlichen Ebenen in der Leuchtschicht angeordnet. 5 Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Mehrzahl von Lichtquellen über nur zwei als Elektroden wirkende, elektrisch leitende Schichten mit elektrischer Energie versorgt werden. Bei den elektrisch leitenden Schichten kann es sich um eine Rückelektrode und eine Frontelektrode handeln. Zur Erzeugung des elektrischen Wechselfeldes müssen nur die erste und die zweite elektrisch leitende Schicht mit einer Wechselspannungsquelle verbunden werden. Da jede Lichtquelle nicht einzeln über zugehörige Kabel mit einer Spannungsquelle verbunden werden muss, verringert sich der Herstellungsaufwand deutlich. Durch Vermeidung einer Vielzahl von Kabeln wird ferner eine signifikante Gewichtsreduktion erreicht. Durch den Aufbau der Beleuchtungsvorrichtung in mehreren übereinander angeordneten Schichten wird eine platzsparende Anordnung ermöglicht. Des Weiteren ist bedingt durch die Schichtstruktur eine maschinelle Herstellung der erfindungsgemä- ßen Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere mit großen Flächen von z.B. mehreren Quadratmetern, möglich. Die Schichtstruktur der erfmdungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung kann auch auf jeden beliebigen Träger aufgebracht werden.

Bei der ersten und zweiten elektrisch leitenden Schicht kann es sich beispielsweise um Schichten aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff und/oder Schichten enthaltend Silber, Aluminium, Indiumoxid oder Indiumzinnoxid handeln. Bei dem elektro- lumineszenten Material kann es sich beispielsweise um Zinksulfid handeln, welches mit verschiedenen Metallen wie Gold, Silber, Kobalt, Gallium oder Mangan dotiert ist. Durch die Stärke und Zusammensetzung der Dotierung kann die Farbe der von dem elektrolumineszenten Material emittierten Lichtstrahlung verändert werden. Bei der elektrisch isolierenden Schicht kann es sich um ein Material mit einer hohen Dielektrizitätskonstante handeln, wodurch der Wirkungsgrad der Beleuchtungsvorrichtung verbessert werden kann. Insbesondere kann es sich bei den Schichten der Beleuchtungsvorrichtung um hydrophobe Schichten handeln, um das elektrolumines- zente Material vor Feuchtigkeitseinflüssen zu schützen. Dadurch kann die Lebensdauer der Beleuchtungsvorrichtung erhöht werden.

Zur Vermeidung eines Eindringens von Feuchtigkeit in das elektrolumineszente Material können eine erste und eine zweite feuchtigkeitsundurchlässige Schicht vorgese- hen sein, zwischen denen die Leuchtschicht liegt. Insbesondere kann die erste feuchtigkeitsundurchlässige Schicht zwischen der zweiten elektrisch leitenden Schicht und der Leuchtschicht und die zweite feuchtigkeitsundurchlässige Schicht zwischen der ersten elektrisch leitenden Schicht und der elektrisch isolierenden Schicht liegen. Bei den feuchtigkeitsundurchlässigen Schichten kann es sich beispielsweise um Schichten aus Aluminiumoxid mit einer Dicke von ungefähr 2 μm handeln. Alternativ oder zusätzlich es ist es zur Erhöhung der Lebensdauer der Beleuchtungsvorrichtung möglich, als elektrolumineszentes Material einen mikrogekapselten Leuchtstoff zu verwenden, bei dem die einzelnen Leuchtstoffteilchen mit einer dünnen Aluminiumoxidschicht gekapselt sind.

Um Lichtstrahlung mit einer hohen Lichtstärke in eine gewünschte Richtung bereitzu- stellen, kann die elektrisch isolierende Schicht Licht-reflektierende Eigenschaften aufweisen. Dadurch kann von dem elektrolumineszenten Material in eine nicht gewünschte Richtung emittierte Lichtstrahlung in eine gewünschte Hauptstrahlungsrichtung reflektiert werden. Für einen geringen Verlust an Lichtstrahlung kann die elektrisch isolierende Schicht einen hohen Reflexionsgrad aufweisen.

Damit die Schichten der Beleuchtungsvorrichtung vor äußeren Einflüssen geschützt sind, ohne die Lichtstrahlung wesentlich zu schwächen, kann eine transparente Schutzschicht auf der von der Leuchtschicht abgewandten Seite der Beleuchtungsvorrichtung angeordnet sein. Insbesondere kann die transparente Schutzschicht auf der von der Leuchtschicht abgewandten Seite der zweiten elektrisch leitenden Schicht oder der zweiten feuchtigkeitsundurchlässigen Schicht angeordnet sein.

Zur einfachen Herstellung der Beleuchtungsvorrichtung kann es sich bei den Schichten der Beleuchtungsvorrichtung um getrocknete Lack- und/oder Flüssigkeitsschich- ten handeln. Insbesondere können die Schichten zumindest teilweise nacheinander aufgesprüht und/oder aufgedruckt werden, was eine maschinelle Herstellung (insbesondere von großflächigen Beleuchtungsvorrichtungen) ermöglicht.

Vorzugsweise ist wenigstens eine der Schichten der Beleuchtungsvorrichtung unflexi- bei und die Schichten weisen eine teilweise gebogene, dreidimensionale Form auf. Insbesondere können die Schichten auf dreidimensionale Körper mit einer komplexen dreidimensionalen Struktur (beispielsweise eine Kugel oder einen Hyperboloid) aufgebracht werden. Beispielsweise können die Schichten der Beleuchtungsvorrichtung aufgesprüht, aufgestrichen oder aufgedruckt werden. Dadurch kann die Beleuch- tungsvorrichtung genau an die Form eines Trägers angepasst werden, was zu einer zusätzlichen Raumeinsparung führt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Dicke der Leuchtschicht in einem Bereich von 15 μm bis 25 μm und beträgt insbesondere 20 μm. Bei diesen Schichtdicken der Leuchtschicht können gute Lichtstärken bei niedrigem Gewicht bzw. Raumbedarf erreicht werden. Gemäß einer weiter bevorzugten Ausfϋhrungsform liegt die Dicke der elektrisch isolierenden Schicht in einem Bereich von 11 μm bis 21 μm und beträgt insbesondere 16 μm. Insbesondere wenn die elektrisch isolierende Schicht an der Leuchtschicht anliegt, liefern diese Schichtdicken gute Lichtstärken bei niedrigem Gewicht bzw. Raumbedarf.

Damit die emittierte Lichtstrahlung eine hohe Lichtstärke aufweist, kann die zweite elektrisch leitende Schicht näher bei der Leuchtschicht als bei der elektrisch isolierenden Schicht liegen, zumindest teilweise transparent sein und eine Dicke in einem Bereich von 1 μm bis 9 μm, insbesondere in einem Bereich von 2 μm bis 4 μm, aufweisen. Bei diesen Schichtdicken der zweiten elektrisch leitenden Schicht und bedingt durch deren zumindest teilweise transparente Ausbildung ergibt sich an der zweiten elektrisch leitenden Schicht eine nur geringe Absorption der Lichtstrahlung. Dadurch kann der Wirkungsgrad der Beleuchtungsvorrichtung weiter erhöht werden.

Zur Erzeugung eines stabilen elektrischen Wechselfelds kann die erste elektrisch leitende Schicht näher bei der elektrisch isolierenden Schicht als bei der Leuchtschicht angeordnet sein und eine Dicke in einem Bereich von 11 μm bis 20 μm aufweisen. Vorzugsweise beträgt die Dicke der ersten elektrisch leitenden Schicht 15 μm.

Um mit im Wesentlichen gleichen Lichtstärken leuchtende Lichtquellen bereitzustellen, können die räumlich getrennten Bereiche der Leuchtschicht ϋberlappungsfrei angeordnet sein. Alternativ können die räumlich getrennten Bereiche auch zumindest teilweise überlappend in der Leuchtschicht angeordnet sein.

Die räumlich getrennten Bereiche können die gleiche Größe aufweisen. Alternativ ist auch denkbar, dass die räumlich getrennten Bereiche unterschiedliche Größen aufweisen. Insbesondere können die räumlich getrennten Bereiche irregulär angeordnet sein. Dabei können die räumlich getrennten Bereiche zueinander jeweils unterschiedliche Abstände aufweisen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform können die räumlich getrennten Bereiche jeweils eine Kreisform mit einem Durchmesser in einem Bereich von 0,5 mm bis 5 mm, insbesondere 1 mm, aufweisen. Eine solche Ausführungsform kann vorteilhaft zur Erzeugung eines künstlichen Sternenhimmels verwendet werden. Zur Bereitstellung einer im Wesentlichen homogenen Strahlungsverteilung der Beleuchtungsvorrichtung können die räumlich getrennten Bereichen auf Eckpunkten einer regulären Parkettierung liegen. Die reguläre Parkettierung kann beispielsweise aus gleichseitigen Dreiecken, Quadraten oder regelmäßigen Sechsecken bestehen. Falls die Schichtstruktur der Beleuchtungsvorrichtung eine dreidimensionale Form aufweist, kann die reguläre Parkettierung auch auf die dreidimensionale Form projiziert sein.

Die Erfindung betrifft ferner ein Innenausstattungspaneel für eine Flugzeugkabine mit einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung. Insbesondere kann die Beleuchtungsvorrichtung zur Erzeugung eines künstlichen Sternenhimmels verwendet werden.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nun anhand der beigefügten schematischen Figuren näher erläutert, von denen:

Figur 1 eine perspektivische Explosionsansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung zeigt;

Figur 2 eine Ansicht von oben eines ersten Ausführungsbeispiels einer elektrisch isolierenden Schicht mit darauf aufgebrachtem elektrolumineszen- tem Material zeigt;

Figur 3 eine Ansicht von oben eines zweiten Ausführungsbeispiels einer elekt- risch isolierenden Schicht mit darauf aufgebrachtem elektrolumineszen- tem Material zeigt; und

Figur 4 eine perspektivische Explosionsansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung zeigt.

Die Figur 1 zeigt schematisch eine perspektivische Explosionsansicht einer Beleuchtungsvorrichtung 10 und einer Wechselspannungsquelle 12. Die Beleuchtungsvorrichtung 10 besteht aus einer Schichtstruktur mit einer Mehrzahl übereinander angeordneter Schichten. Die Beleuchtungsvorrichtung 10 umfasst (in der Figur 1 von unten nach oben) eine erste Schutzschicht 14, eine erste feuchtigkeitsundurchlässige Schicht 16, eine als Rückelektrode ausgebildete erste elektrisch leitende Schicht 18, eine elektrisch isolierende Schicht 20, eine Leuchtschicht 22, eine als Frontelektrode ausgebildete zweite elektrisch leitende Schicht 24, eine zweite feuchtigkeitsundurchlässige Schicht 26 und eine zweite Schutzschicht 28.

In der Leuchtschicht 22 sind eine Mehrzahl von Bereichen 30 aus einem elektrolumi- 5 neszentem Lack räumlich voneinander getrennt in einer Ebene angeordnet. Der e- lektrolumineszente Lack enthält Zinksulfid. Die mehreren Bereiche 30 weisen jeweils eine Rechteckform auf. Die erste Schutzschicht 14 kann auf einen Träger, beispielsweise einem Innenausstattungspaneel einer Flugzeugkabine (nicht gezeigt), aufgebracht sein. Zwischen der ersten Schutzschicht 14 und dem Innenausstattungspaneelo kann ferner eine Grundierungsschicht (nicht gezeigt) angeordnet sein. Insbesondere kann das Innenausstattungspaneel eine beliebige dreidimensionale Form aufweisen, wobei die Schichten der Beleuchtungsvorrichtung 10 die gleiche dreidimensionale Form wie das Innenausstattungspaneel aufweisen. Eine Seite der zweiten Schutzschicht 28 ist dem Innenraum der Flugzeugkabine zugewandt. 5

Die erste 14 und die zweite 28 Schutzschicht bestehen aus einem Kunststoffmaterial, das die dazwischen liegenden Schichten 16 bis 26 vor Beschädigungen schützt, wobei die zweite Schutzschicht 28 aus einem transparenten Material besteht. Die erste 16 und die zweite 26 feuchtigkeitsundurchlässige Schicht bestehen aus Aluminium-o oxid und verhindern ein Eindringen von Feuchtigkeit in die dazwischen liegenden Schichten 18 bis 24. Die zweite feuchtigkeitsundurchlässige Schicht 26 ist ebenfalls transparent ausgebildet. Durch die Verhinderung eines Eindringens von Feuchtigkeit in die Leuchtschicht 22 wird die Lebensdauer der Beleuchtungsvorrichtung 10 erhöht. Eine weitere Erhöhung der Lebensdauer der Beleuchtungsvorrichtung 10 kann durch5 Abfuhr von Wärme von der Beleuchtungsvorrichtung 10 erreicht werden. Dazu kann die Beleuchtungsvorrichtung 10 zwischen dem Innenausstattungspaneel und der Leuchtschicht 22 eine Wärme-ableitende Schicht (nicht gezeigt) aufweisen. Bei der Wärme-ableitenden Schicht kann es sich um eine Wärmeleitpaste handeln. o Bei der ersten elektrisch leitenden Schicht 18 handelt es sich um eine Silberschicht und bei der zweiten elektrisch leitenden Schicht 24 handelt es sich eine Schicht aus einem intrinsisch leitfähigen Polymer. Alternativ kann es ich bei der zweiten elektrisch leitenden Schicht 24 auch um eine transparente Kunststoffschicht handeln, die einen Metallanteil aufweist. Auf der elektrisch isolierenden Schicht 20 ist die Leucht-5 schicht 22 aufgebracht. Die elektrisch isolierende Schicht 20 hat neben elektrisch isolierenden Eigenschaften auch Licht-reflektierende Eigenschaften. Insbesondere besteht die elektrisch isolierende Schicht 20 aus einem Material mit einer hohen Dielektrizitätskonstante und einem hohen Reflexionsgrad.

An der ersten elektrisch leitenden Schicht 18 ist eine erste Anschlussfahne 32 und an 5 der zweiten elektrisch leitenden Schicht 24 ist eine zweite Anschlussfahne 34 angebracht. Zur Erzeugung eines elektrischen Wechselfelds zwischen der ersten 18 und der zweiten 24 elektrisch leitenden Schicht ist die Wechselspannungsquelle 12 über zwei Kabel 36 und 38 mit der ersten 32 und zweiten 34 Anschlussfahne verbunden. Die Wechselspannungsquelle 12 erzeugt eine Wechselspannung in einem Bereich lo von 30 bis 250 V mit einer Frequenz in einem Bereich von 50 bis 2000 Hz. Andere Spannungs- und Frequenzbereiche sind denkbar. Durch das elektrische Wechselfeld wird das elektrolumineszente Material 30 zur Emission von elektromagnetischer Strahlung in Form von Lichtstrahlung 40 angeregt. In Richtung der elektrisch isolierenden Schicht 20 emittiertes Licht wird von dieser reflektiert und als Lichtstrahlung i5 40 in den Innenraum der Flugzeugkabine abstrahlt. Durch die Anregung der Leuchtschicht 22 mit dem elektrischen Wechselfeld wirkt jeder der räumlich getrennten Bereiche 30 als eine Lichtquelle. Folglich können mit Hilfe von zwei Elektroden 18 und 24 und zwei Anschlussleitungen 36 und 38 eine Mehrzahl von Lichtquellen mit Energie versorgt werden. 0

Nachfolgend wird beispielhaft ein Herstellungsverfahren zum Herstellen der in der Figur 1 gezeigten Beleuchtungsvorrichtung 10 beschrieben. Insbesondere kann das Herstellungsverfahren von einem programmierten Lackierroboter mit einem Sprühkopf ausgeführt werden. 5

Zuerst wird eine Grundierungsschicht auf einen Träger, beispielsweise ein Innenausstattungspaneel, aufgesprüht. Nach dem Trocknen bzw. Aushärten der Grundierungsschicht wird die erste Schutzschicht 14 auf die Grundierungsschicht aufgesprüht. Nach dem Trocknen der ersten Schutzschicht 14 erfolgt nacheinandero ein jeweiliges Aufsprühen und Trocknen der ersten feuchtigkeitsundurchlässigen

Schicht 16, der ersten elektrisch leitenden Schicht 18 und der elektrisch isolierenden Schicht 20.

Ein anschließendes Aufsprühen der Bereiche 30 aus elektrolumineszentem Material5 auf die elektrisch isolierende Schicht 20 erfolgt mit Hilfe einer Maske (nicht gezeigt), in der den Bereichen 30 entsprechende Aussparungen ausgebildet sind. Das elektrolumineszente Material wird folglich nur in den Bereichen 30 auf die elektrisch isolie- renden Schicht 20 gesprüht. Alternativ können die Bereiche 30 mit elektrolumines- zentem Material auch ohne eine Maske einzeln aufgesprüht, aufgedruckt oder aufgestrichen werden.

Nach dem Trocknen des elektrolumineszenten Materials 30 erfolgt nacheinander ein Aufbringen und Trocknen der zweiten elektrisch leitenden Schicht 24, der zweiten feuchtigkeitsundurchlässigen Schicht 26 und der zweiten Schutzschicht 28. Zusätzliche Schichten können zwischen den Schichten 14 bis 28 aufgesprüht werden. Zum Schluss werden die Anschlussfahnen 32 und 34 an den elektrisch leitenden Schichten 18 und 24 angebracht.

Da die aufgesprühten Schichten relativ dünn sind, ist auch der Raumbedarf der Schichtstruktur gering. Ferner weist die aufgesprühte Schichtstruktur ein geringes Gewicht auf und kann auf großen Flächen, insbesondere großen Flächen mit einer komplexen dreidimensionalen Struktur, maschinell aufgesprüht werden. Nach dem Aushärten der aufgesprühten Schichten weist die Beleuchtungsvorrichtung 10 eine hohe Stabilität auf.

Die Figur 2 zeigt eine Ansicht von oben eines ersten Ausführungsbeispiels einer e- lektrisch isolierenden Schicht 20 mit darauf aufgebrachten Bereichen 30 aus einem elektrolumineszentem Material. Die Schichten der Figur 2 können in der in der Figur 1 gezeigten Beleuchtungsvorrichtung 10 verwendet werden. Die Bereiche 30 weisen jeweils die gleiche Rechteckform auf, so dass sechs gleich große Lichtquellen bereitgestellt sind. Dadurch wird eine im Wesentlichen gleichmäßig abgestrahlte Lichtver- teilung erreicht.

Die Figur 3 zeigt eine Ansicht von oben eines zweiten Ausführungsbeispiels einer elektrisch isolierenden Schicht 20 mit darauf aufgebrachten Bereichen 30a aus einem elektrolumineszenten Material. Die Schichten der Figur 3 können in der in der Figur 1 gezeigten Beleuchtungsvorrichtung 10 verwendet werden. Die Bereiche aus elektrolumineszentem Material 30a weisen Kreisformen auf und haben einen Durchmesser in einem Bereich von 0,5 mm bis 5 mm. Kleinere Durchmesser sind denkbar. Die Bereiche 30a sind irregulär auf der elektrisch isolierenden Schicht 20 angeordnet, d.h. die Bereiche 30a weisen zueinander jeweils unterschiedliche Abstände auf. Durch diese Anordnung der Bereiche 30a auf der elektrisch isolierenden Schicht 20 kann ein künstlicher Sternenhimmel erzeugt werden. Insbesondere können mehrere hundert Bereiche 30a auf der elektrisch isolierenden Schicht 20 aufgebracht werden. Es ist auch denkbar, dass die in der Figur 3 gezeigten Bereiche 30a unterschiedliche Durchmesser aufweisen und/oder es sich um Bereiche mit unterschiedlichen geometrischen Formen handelt. Die Bereiche 30a können grundsätzlich jede geometrische Form aufweisen, so dass beispielsweise leuchtende Schriftzüge, Anzeigen oder Griffe hergestellt werden können.

Die Figur 4 zeigt schematisch eine perspektivische Explosionsansicht einer Beleuchtungsvorrichtung 10' und einer Wechselspannungsquelle 12. Die Beleuchtungsvorrichtung 10' der Figur 4 entspricht der Beleuchtungsvorrichtung 10 der Figur 1, mit dem Unterschied, dass eine zusätzliche Leuchtschicht 22' über der Leuchtschicht 22 vorgesehen ist. Die Leuchtschicht 22' entspricht der Leuchtschicht 22. Wie in der Leuchtschicht 22 sind in der zusätzlichen Leuchtschicht 22' eine Mehrzahl von Bereichen 30' aus einem elektrolumineszentem Lack räumlich voneinander getrennt in einer Ebene angeordnet. Insbesondere ist die Leuchtschicht 22' auf der Leuchtschicht 22 aufgebracht. Beispielsweise wurde nach dem Aufbringen bzw. Aussprühen und Trocknen der Leuchtschicht 22 die Leuchtschicht 22' auf die Leuchtschicht 22 gebracht bzw. gesprüht. Die Bereiche 30' und 30 können überlappend und/oder überlappungsfrei angeordnet sein. Es ist auch denkbar, dass weitere Leuchtschichten über der Leuchtschicht 22' vorgesehen sind.

Durch die Anordnung des elektrolumineszenten Materials 30, 30' in unterschiedlichen Ebenen kann auf einfache Weise eine Beleuchtungsvorrichtung 10' mit unterschiedlichen Lichtintensitäten bereitgestellt werden. So erscheint für den Betrachter näher bei der Lichtaustrittsfläche der Beleuchtungsvorrichtung 10' angeordnetes elektrolu- mineszentes Material 30' heller als weiter von der Lichtaustrittsfläche der Beleuchtungsvorrichtung 10' entfernt angeordnetes elektrolumineszentes Material 30. Folglich ist es möglich, mit nur einer Beleuchtungsvorrichtung 10' unterschiedliche Beleuchtungsstärken zu realisieren. Bei dem Einsatz der Beleuchtungsvorrichtung 10' zur Erzeugung eines künstlichen Sternenhimmels können mit Hilfe der Bereiche 30' und 30 insbesondere vom Betrachter weiter entfernte und wenig weit entfernte Sterne dargestellt werden.




 
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