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Patent Searching and Data


Title:
LIGHTING DEVICE FOR A MOTOR VEHICLE HEADLIGHT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/076550
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a lighting device for a motor vehicle headlamp, comprising a primary optical element (100) which is arranged in the main beam direction of a first light fixture (50) and which has a light coupling-in surface (110) for coupling in light into the primary optical element (100), a light coupling-out surface (120) as well as a lateral surface which extends between the light coupling-in surface (110) and the light coupling-out surface (120) and on which the light coupled in can be relayed by total reflection in the direction of the light coupling-out surface (120) of the primary optical element (100), a secondary optical element (200) which is arranged after the light coupling-out surface (120) of the primary optical element (100) and which has a light coupling-in surface (210) and a light coupling-out surface (220), and an arranged reflector (400, 410, 420), the secondary optical element (200, 250, 500) being designed as part of a quadric, the secondary optical element (200, 250, 500) being configured to guide the light beams on the reflector (400, 410, 420) by means of refraction or let the light beams pass without a change of direction during coupling, which light beams are emitted by the first light fixture (50) and reach the light coupling-out surface (220, 270, 520) of the secondary optical element (200, 250, 500).

Inventors:
HECHENBERGER, Josef (Schlösslweg 10, 5310 Mondsee, 5310, AT)
MANDL, Bernhard (Kotting 18/4, 3200 Ober-Grafendorf, 3200, AT)
ZORN, Jürgen (Rührsdorf 14, 3602 Rossatz, 3602, AT)
KEVIN, Riepl (Wagrein 20, 4070 Eferding, 4070, AT)
Application Number:
EP2018/074782
Publication Date:
April 25, 2019
Filing Date:
September 13, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ZKW GROUP GMBH (Rottenhauser Straße 8, 3250 Wieselburg, 3250, AT)
International Classes:
F21S41/27; F21S41/32; F21S41/365; G02B19/00
Domestic Patent References:
WO2016005409A12016-01-14
WO2013134805A12013-09-19
WO2012040280A22012-03-29
WO2017064753A12017-04-20
WO2006060392A22006-06-08
Foreign References:
CN105716023A2016-06-29
US20070037906A12007-02-15
DE102011009100A12012-03-15
EP2871406A12015-05-13
US20050201114A12005-09-15
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWALTSKANZLEI MATSCHNIG & FORSTHUBER OG (36Biberstraße 22, 1010 Wien, 1010 Wien, 1010, AT)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Beleuchtungsvorrichtung für einen Kraftfahrzeugscheinwerfer, umfassend

- ein in Hauptabstrahlrichtung eines ersten Leuchtmittels (50) angeordnetes, lichtleitendes Primäroptikelement (100), das auf einer dem ersten Leuchtmittel (50) zugewandten Seite eine Lichteinkoppelfläche (110) zur Einkopplung von Lichtstrahlen in das Primäroptikelement (100), auf eine dem ersten Leuchtmittel (50) abgewandten Seite eine Lichtauskoppelfläche (120) sowie eine sich zwischen der Lichteinkoppelfläche (110) und der Lichtauskoppelfläche (120) erstreckende Mantelfläche aufweist, an der das eingekoppelte Licht durch

Totalreflexion in Richtung der Lichtauskoppelfläche (120) des Primäroptikelements (100) weiterleitbar ist,

- ein in Lichtabstrahlrichtung nach der Lichtauskoppelfläche (120) des Primäroptikelements (100) angeordnetes Sekundäroptikelement (200, 250, 500), das auf einer der

Lichtauskoppelfläche (120) des Primäroptikelements (100) zugewandten Seite eine

Lichteinkoppelfläche (210, 260, 510) und auf einer dem Primäroptikelement (100)

abgewandten Seite eine Lichtauskoppelfläche (220, 270, 520), welche Lichtauskoppelfläche konvex ausgebildet ist, aufweist, und

- einen in Lichtabstrahlrichtung nach der Lichtauskoppelfläche (220, 270, 520) des

Sekundäroptikelements (200, 250, 500) angeordneten, zur Erzeugung einer Lichtverteilung oder einer Teil-Lichtverteilung einer Lichtfunktion vorgesehenen Reflektor (400, 410, 420), dadurch gekennzeichnet, dass das Sekundäroptikelement (200, 250, 500) als Teil einer Quadrik ausgebildet ist, wobei das Sekundäroptikelement (200, 250, 500) eingerichtet ist, die von dem ersten Leuchtmittel (50) emittierten Lichtstrahlen, welche die Lichtauskoppelfläche (220, 270, 520) des

Sekundäroptikelements (200, 250, 500) erreichen, beim Auskoppeln mittels Brechung auf den Reflektor (400, 410, 420) zu lenken oder ohne Richtungsänderung passieren zu lassen, und wobei in Hauptabstrahlrichtung des ersten Leuchtmittels (50) vor der Lichteinkoppelfläche (110) des Primäroptikelements (100) eine Vorsatzoptik (300) angeordnet ist, die eingerichtet ist, die von dem ersten Leuchtmittel (50) emittierten Lichtstrahlen zu parallelisieren oder auf einen Punkt zu f okussieren.

2. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das

Sekundäroptikelement (200) als Teil einer Kugel mit einem Kugelmittelpunkt (201) oder als Kegel oder als Teil eines Ellipsoiden ausgebildet ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Mantelfläche des Primäroptikelements (100) einen parabolisch geformten Bereich (150) mit einem Brennpunkt (151) aufweist, wobei der parabolisch geformte Bereich (150) ein

Umlenken der durch die Lichteinkoppelfläche (110) des Primäroptikelements (100) eintretenden Lichtstrahlen in Richtung der Lichtauskoppelfläche (120) des

Primäroptikelements (100) ermöglicht.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennpunkt (151) des parabolisch geformten Bereichs (150) des Primäroptikelements (100) und der

Kugelmittelpunkt (201) in einem Punkt liegen.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Mantelfläche des Primäroptikelements (100) einen hyperbolisch geformten Bereich (160) mit einem Brennpunkt (161) und einem virtuellen Brennpunkt (162) aufweist, wobei der hyperbolisch geformte Bereich (160) ein Umlenken der durch die Lichteinkoppelfläche (110) des Primäroptikelements (100) eintretenden Lichtstrahlen in Richtung der

Lichtauskoppelfläche (120) des Primäroptikelements (100) ermöglicht.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennpunkt (161) des hyperbolisch geformten Bereichs (160) des Primäroptikelements (100) und der

Kugelmittelpunkt (201) in einem Punkt liegen.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die

Vorsatzoptik (300) dazu eingerichtet ist, die Lichtstrahlen des ersten Leuchtmittels (50) auf den virtuellen Brennpunkt (162) des hyperbolisch geformten Bereichs (160) des

Primäroptikelements (100) zu fokussieren.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Primäroptikelement (100) und das Sekundäroptikelement (200, 250, 500) stoffschlüssig miteinander verbunden sind, wobei vorzugsweise das Primäroptikelement (100) und das Sekundäroptikelement (200, 250, 500) einstückig ausgebildet sind und aus demselben Material bestehen.

9. Vorrichtung nach Anspruch8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsatzoptik (300) mit dem Primäroptikelement (100) stoffschlüssig verbunden ist, wobei vorzugsweise die Vorsatzoptik (300) einstückig mit dem Primäroptikelement (100) ausgebildet ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Primäroptikelement (100) und das Sekundäroptikelement (200, 250, 500) aus Tarflon gebildet sind.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Leuchtmittel (50) zumindest eine Lichtquelle aufweist, wobei vorzugsweise die zumindest eine Lichtquelle als LED oder als Laserlichtquelle mit einem Lichtkonversionselement ausgebildet ist.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Leuchtmittel (50) zur Erzeugung einer Lichtverteilung oder einer Teil-Lichtverteilung einer ersten Lichtfunktion, beispielsweise Abblendlicht oder Fernlicht, vorgesehen ist.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor als Freiformreflektor (420) ausgebildet ist.

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor als parabolischer Reflektor (400) mit einem Brennpunkt (401) ausgebildet ist.

15. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennpunkt (401) des parabolischen Reflektors (400) und der Kugelmittelpunkt in einem Punkt liegen.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor als hyperbolischer Reflektor (410) mit einem Brennpunkt (411) ausgebildet ist.

17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennpunkt (411) des hyperbolischen Reflektors (410) und der Kugelmittelpunkt (201) in einem Punkt liegen.

18. Kraftfahrzeugscheinwerfer (10) mit zumindest einer Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17.

19. Kraftfahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der

Kraftfahrzeugscheinwerfer (10) ferner ein zweites Leuchtmittel (60) zur Erzeugung einer Lichtverteilung oder einer Teil-Lichtverteilung einer zweiten Lichtfunktion, beispielsweise Abblendlicht oder Fernlicht, vorgesehen ist, wobei vorzugsweise das zweite Leuchtmittel (60) zumindest eine Lichtquelle aufweist, wobei insbesondere die zumindest eine Lichtquelle als LED oder als Laserlichtquelle mit einem Lichtkonversionselement ausgebildet ist.

20. Kraftfahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Leuchtmittel (50, 60) auf einer gemeinsamen Leiterplatte (70) angeordnet sind.

Description:
BELEUCHTUNGSVORRICHTUNG FÜR EINEN KRAFTFAHRZEUGSCHEINWERFER

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung für einen Kraftfahrzeugscheinwerfer, umfassend

- ein in Hauptabstrahlrichtung eines ersten Leuchtmittels angeordnetes, lichtleitendes Primäroptikelement, das auf einer dem ersten Leuchtmittel zugewandten Seite eine

Lichteinkoppelfläche zur Einkopplung von Lichtstrahlen in das Primäroptikelement, auf eine dem ersten Leuchtmittel abgewandten Seite eine Lichtauskoppelfläche sowie eine sich zwischen der Lichteinkoppelfläche und der Lichtauskoppelfläche erstreckende Mantelfläche aufweist, an der das eingekoppelte Licht durch Totalreflexion in Richtung der

Lichtauskoppelfläche des Primäroptikelements weiterleitbar ist,

- ein in Lichtabstrahlrichtung nach der Lichtauskoppelfläche des Primäroptikelements angeordnetes Sekundäroptikelement, das auf einer der Lichtauskoppelfläche des

Primäroptikelements zugewandten Seite eine Lichteinkoppelfläche und auf einer dem Primäroptikelement abgewandten Seite eine Lichtauskoppelfläche aufweist, und

- einen in Lichtabstrahlrichtung nach der Lichtauskoppelfläche des Sekundäroptikelements angeordneten, zur Erzeugung einer Lichtverteilung oder einer Teil-Lichtverteilung einer Lichtfunktion vorgesehenen Reflektor.

Weiters betrifft die Erfindung noch einen Kraftfahrzeugscheinwerfer mit zumindest einer der oben genannten Beleuchtungsvorrichtung.

Üblicherweise kann ein Kraftfahrzeugscheinwerfer mehrere Lichtfunktionen erzeugen. Hierzu zählen beispielsweise eine Abblendlichtfunktion sowie eine Fernlichtfunktion, wobei diese Lichtfunktionen gesetzliche Vorgaben erfüllen müssen. Solche Lichtfunktionen setzen sich im Allgemeinen aus einer Lichtverteilung oder mehreren Teil-Lichtverteilungen zusammen. Als Lichtquellen werden unter anderem LEDs verwendet, die aufgrund der jeweiligen Aufbauten bzw. Beleuchtungsvorrichtungen zur Erzeugung der Abblendlichtfunktion und der Fernlichtlichtfunktion auf voneinander getrennten Leiterplatten angeordnet sind.

Um diese bestimmten Lichtfunktionen zu erzeugen kann es erforderlich sein, die emittierten Lichtstrahlen einer oder mehrerer LEDs über einen Umlenkoptikkörper auf einen Reflektor umzulenken.

Dabei muss beachtet werden, dass so wenig Lichtleistung bzw. Lichtstärke wie möglich während des Umlenkprozesses verloren geht.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung eine Beleuchtungsvorrichtung derart weiterzubilden, dass auf einfache Art und Weise der Wirkungsgrad zur Erzeugung einer Lichtfunktion verbessert wird.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Sekundäroptikelement als Teil einer Quadrik ausgebildet ist, wobei das Sekundäroptikelement eingerichtet ist, die von dem ersten Leuchtmittel emittierten Lichtstrahlen, welche die Lichtauskoppelfläche des

Sekundäroptikelements erreichen, beim Auskoppeln mittels Brechung auf den Reflektor zu lenken oder ungebrochen passieren zu lassen.

Hierbei kann es vorgesehen sein, dass das Sekundäroptikelement bzw. die

Lichtauskoppelfläche des Sekundäroptikelements konvex ausgebildet ist, d.h. nach außen gewölbt ist.

In drei Dimensionen beschreibt eine Quadrik im Regelfall eine Fläche im Raum, die auch Fläche zweiter Ordnung oder quadratische Fläche genannt wird.

Beispiele einer dreidimensionalen Quadrik sind ein (zweischaliger) Hyperboloid, Ellipsoid, (hyperbolischer) Paraboloid, Zylinder, elliptischer Paraboloid und ein Kegel.

In der Regel weisen Quadriken dreidimensionale, gekrümmte Flächen auf, wobei ausgeartete Quadriken in manchen Richtungen geradlinige Strukturen aufweisen, wie beispielsweise ein Zylinder in Richtung seiner Höhe oder ein Kegel, ausgehend von einem Punkt der Basisfläche entlang der Mantelfläche in Richtung der Spitze des Kegels. Mit Vorteil kann vorgesehen sein, wenn das Sekundäroptikelement als Teil einer Kugel mit einem Kugelmittelpunkt ausgebildet ist.

Es kann auch günstig sein, wenn das Sekundäroptikelement als Kegel ausgebildet ist.

Es kann auch vorgesehen sein, wenn das Sekundäroptikelement als Teil eines Ellipsoiden ausgebildet ist.

Abseits der Kugelform und der Kegelform sind im Allgemeinen auch andere

dreidimensionale Quadriken bzw. Teilflächen solcher Quadriken als Lichtauskoppelfläche des Sekundäroptikelements denkbar, wie etwa Ausschnitte eines Ellipsoids.

Die Kugelfläche, die Kegelfläche sowie die Teilfläche eines Ellipsoiden weisen im Regelfall jedoch die gewünschten Vorteile auf.

Ziel ist es, die Lichtstrahlen einer Lichtquelle möglichst gerichtet bzw. gebündelt auf einen zur Erzeugung einer Lichtverteilung oder einem Teil einer Lichtverteilung vorgesehenen Reflektor bzw. auf den effektiven Nutzbereich eines Reflektors zu lenken, ohne einer Abnahme des Lichtstroms.

Die Lichtstrahlen der Lichtquelle bzw. der Lichtquellen treten über die Lichteinkoppelfläche in das Primäroptikelement ein und werden von der Mantelfläche des Primäroptikelements mittels Totalreflexion auf die Lichtauskoppelfläche desselben bzw. zur Lichteinkoppelfläche eines Sekundär optikelements weiter geleitet bzw. umgelenkt.

Der Lichtauskoppelfläche des Sekundäroptikelements ist ein Reflektor nachgeschalten, der das von dem ersten Leuchtmittel umgelenkte Licht in eine gewünschte Austrittsrichtung reflektiert.

Die Lichtauskoppelfläche des Sekundäroptikelements ist hierbei derart ausgebildet, dass möglichst alle Lichtstrahlen unter Ausnützung des Brechungsgesetzes auf die Nutzfläche des Reflektors gelenkt werden.

So werden Lichtstrahlen, die beispielsweise den Kugelmittelpunkt des

Sekundäroptikelements schneiden, beim Übertritt durch die Lichtauskoppelfläche des Sekundäroptikelements nicht gebrochen, da die Lichtstrahlen normal auf die jeweiligen Tangenten der Durchtrittspunkte der Kugel treffen.

Lichtstrahlen, die den Kugelmittelpunkt in weiterer Folge nicht schneiden, werden beim Übertritt durch die Lichtauskoppelfläche der Kugel gemäß dem Brechungsgesetz gebrochen.

Je nachdem wie hoch der Brechungsindex des für das Sekundäroptikelement verwendete Material im Vergleich zu dem Brechungsindex des außerhalb des Sekundäroptikelements vorherrschenden Mediums, üblicherweise Luft, ist, werden die Lichtstrahlen unterschiedlich stark gebrochen.

Allgemein lässt sich aufgrund des Brechungsgesetzes sagen, dass ein Lichtstrahl beim Übergang von einem Medium in ein optisch dünneres Medium vom Lot der jeweiligen Einfallsebene weg gebrochen wird.

Durch das sich im Strahlengang befindliche Sekundärelement, welches beispielsweise als Teil einer Kugel ausgeformt ist, wird ein homogenerer Lichtaustrittskegel erzeugt, d.h. dass die Lichtstrahlen so gebrochen werden, dass mehr Lichtstrahlen auf den Reflektor treffen.

Es hat sich gezeigt, dass die Teilfläche einer Kugel als Lichtauskoppelfläche des

Sekundäroptikelements eine Zunahme des Lichtstroms am Reflektor bewirkt, im Gegensatz zu einer sonst üblichen planaren Lichtauskoppelfläche.

Weiters begünstigt die Kugelform einen konstanten Lichtstrom und konstante Lichtstärke bei geringfügigen Änderungen des Kugelradius der als Kugelfläche ausgebildeten

Lichtauskoppelfläche des Sekundäroptikelements. Dadurch kann beispielsweise der Einfluss der bei der Herstellung auftretenden Toleranzen verringert werden.

Es hat sich ebenso gezeigt, dass die Kegelfläche als Lichtauskoppelfläche des

Sekundäroptikelements eine Zunahme des Lichtstroms am Reflektor bewirkt, im Gegensatz zu einer sonst üblichen planaren Lichtauskoppelfläche.

Es hat sich ferner gezeigt, dass die Teilfläche eines Ellipsoiden als Lichtauskoppelfläche des Sekundäroptikelements eine Zunahme des Lichtstroms am Reflektor bewirkt, im Gegensatz zu einer sonst üblichen planaren Lichtauskoppelfläche. In einer praxisgerechten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die reflektierende Mantelfläche des Primäroptikelements einen parabolisch geformten Bereich mit einem Brennpunkt aufweist, wobei der parabolisch geformte Bereich ein Umlenken der durch die Lichteinkoppelfläche des Primäroptikelements eintretenden Lichtstrahlen in Richtung der Lichtauskoppelfläche des Primäroptikelements ermöglicht.

Mit Vorteil kann vorgesehen sein, dass der Brennpunkt des parabolisch geformten Bereichs des Primäroptikelements und der Kugelmittelpunkt in einem Punkt liegen.

Das als Teil einer Kugel ausgeformte Sekundäroptikelement fungiert in einer solchen Ausführungsform zusätzlich als ausgleichendes Element, um Lichtstrahlen, die - beispielsweise aufgrund von zwangsläufig auftretenden Toleranzen - bei einer Reflektion an dem parabolisch geformten Bereich des Primäroptikelements nicht durch den Brennpunkt des parabolisch geformten Bereichs gehen, so von der kugelförmigen Lichtauskoppelfläche des Sekundäroptikelements gebrochen werden, dass diese Lichtstrahlen auf den effektiven Nutzbereich des Reflektors bzw. überhaupt auf den Reflektor gelenkt werden.

In einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die reflektierende Mantelfläche des Primäroptikelements einen hyperbolisch geformten Bereich mit einem reellen Brennpunkt und einem virtuellen Brennpunkt aufweist, wobei der hyperbolisch geformte Bereich ein Umlenken der durch die Lichteinkoppelfläche des Primäroptikelements eintretenden Lichtstrahlen in Richtung der Lichtauskoppelfläche des Primäroptikelements ermöglicht.

Mit Vorteil kann vorgesehen sein, dass der reelle Brennpunkt des hyperbolisch geformten Bereichs des Primäroptikelements und der Kugelmittelpunkt in einem Punkt liegen.

Weiters kann vorgesehen sein, dass in Hauptabstrahlrichtung des ersten Leuchtmittels vor der Lichteinkoppelfläche des Primäroptikelements eine Vorsatzoptik angeordnet ist, die eingerichtet ist, die von dem ersten Leuchtmittel emittierten Lichtstrahlen zu parallelisieren oder auf einen Punkt zu fokussieren.

Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Vorsatzoptik die Lichtstrahlen des ersten

Leuchtmittels parallel zur optischen Achse des parabolisch geformten Bereichs des Primäroptikelements ausrichtet, sodass die Lichtstrahlen bei Reflexion mit dem parabolisch geformten Bereich in dem Brennpunkt des parabolisch geformten Bereichs gebündelt werden.

Unter„Hauptabstrahlrichtung" ist die Richtung zu verstehen, in der das erste Leuchtmittel infolge seiner Richtwirkung am stärksten bzw. am meisten Licht abstrahlt.

Die Vorsatzoptik kann auch als TIR- Optikkörper ausgebildet sein.

Hierbei kann es günstig sein, wenn die Vorsatzoptik dazu eingerichtet ist, die Lichtstrahlen des ersten Leuchtmittels auf den virtuellen Brennpunkt des hyperbolisch geformten Bereichs des Primäroptikelements zu fokussieren.

Ebenso kann vorgesehen sein, dass das Primäroptikelement und das Sekundäroptikelement stoffschlüssig miteinander verbunden sind, wobei vorzugsweise das Primäroptikelement und das Sekundäroptikelement einstückig ausgebildet sind und aus demselben Material bestehen.

Stoff schlüssige Verbindungen werden alle Verbindungen genannt, bei denen die

Verbindungspartner durch atomare oder molekulare Kräfte zusammengehalten werden. Sie sind gleichzeitig nicht lösbare Verbindungen, die sich nur durch Zerstörung der

Verbindungsmittel trennen lassen, beispielsweise Löten, Schweißen, Kleben, Vulkanisation.

Weiters kann vorgesehen sein, dass die Vorsatzoptik mit dem Primäroptikelement stoffschlüssig verbunden ist, wobei vorzugsweise die Vorsatzoptik einstückig mit dem Primäroptikelement ausgebildet ist.

Ebenso kann vorgesehen sein, dass das Primäroptikelement und das Sekundäroptikelement aus Tarflon gebildet sind.

Tarflon ist ein transparentes, amorphes Material, welches sehr gute Temperatur- und Chemikalienresistenz aufweist. So ist Tarflon bis zu 135°C wärmebeständig und weist auch bei niedrigen Temperaturen eine hohe Schlagzähigkeit auf. Da ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeugscheinwerfer, im Winter sehr niedrigen und im Sommer sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sein kann, sind die oben genannten Eigenschaften von besonderer Bedeutung für ein gewünschtes Material.

Ferner kann vorgesehen sein, dass das erste Leuchtmittel zumindest eine Lichtquelle aufweist.

Hierbei kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Lichtquelle als LED ausgebildet ist.

Ebenso kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Lichtquelle als Laserlichtquelle mit einem Lichtkonversionselement ausgebildet ist.

Da Lasereinrichtungen in der Regel kohärentes, monochromatisches Licht bzw. Licht in einem engen Wellenlängenbereich abstrahlen, aber bei einem Kraftfahrzeugscheinwerfer im Allgemeinen für das abgestrahlte Licht weißes Mischlicht bevorzugt bzw. gesetzlich vorgeschrieben ist, sind in Abstrahlrichtung der Lasereinrichtung sogenannte

Lichtkonversionselemente zur Umwandlung von im Wesentlichen monochromatischem Licht in weißes bzw. polychromatisches Licht angeordnet, wobei unter„weißes Licht" Licht einer solchen Spektralzusammensetzung verstanden wird, welches beim Menschen den Farbeindruck„weiß" hervorruft. Dieses Lichtkonversionselement ist zum Beispiel in Form eines oder mehrerer Photolumineszenzkonverter bzw. Photolumineszenzelemente ausgebildet, wobei einfallende Laserstrahlen der Lasereinrichtung auf das in der Regel Photolumineszenzfarbstoff aufweisende Lichtkonversionselement auftreffen und diesen Photolumineszenzfarbstoff zur Photolumineszenz anregen, und dabei Licht in einer dem Licht der einstrahlenden Lasereinrichtung verschiedenen Wellenlänge bzw.

Wellenlängenbereiche abgibt. Die Lichtabgabe des Lichtkonversionselements weist dabei im Wesentlichen Charakteristiken eines Lambert'schen Strahlers auf.

Bei Lichtkonversionselementen wird zwischen reflektiven und transmissiven

Konversionselementen unterschieden.

Die Begriffe„reflektiv" und„transmissiv" beziehen sich hierbei auf den Blauanteil des konvertierten weißen Lichts. Bei einem transmissiven Aufbau ist die

Hauptausbreitungsrichtung des Blaulichtanteils nach dem Durchtritt durch das

Konvertervolumen bzw. Konversionselements im Wesentlichen gleichgerichtet zur Ausbreitungsrichtung des Ausgangslaserstrahls. Bei einem reflektiven Aufbau wird der Laserstrahl an einer dem Konversionselement zurechenbaren Grenzfläche reflektiert bzw. umgelenkt, sodass der Blaulichtanteil eine andere Ausbreitungsrichtung aufweist als der Laserstrahl, welcher in der Regel als blauer Laserstrahl ausgeführt ist.

Im Reflexionsbereich des parabolische bzw. hyperbolisch geformten Mantelbereichs des Primäroptikelements können als passive Sicherheitssensorik Störungen eingebracht werden, wie zum Beispiel Oberflächenstrukturierungen, Stufen oder ein Loch, die in einem Fehlerfall ein Austreten von Laserstrahlen einer Lasereinrichtung verhindern oder reduzieren. Der gleiche Bereich kann auch für die Platzierung einer aktiven Sicherheitssensorik genutzt werden.

Weitere Möglichkeiten oder Erweiterungen des Lasersicherheitskonzeptes sind zum Beispiel sogenannte„Strahlungsfallen", welche als laserlichtabsorbierende Schicht an der

Reflexionsfläche des parabolisch bzw. hyperbolisch geformten Bereichs außen anliegt und im Falle einer Fehlfunktion oder Beschädigung des Lichtkonversionselements weißes Mischlicht transmittiert und Laserlicht absorbiert.

Ein weiteres Beispiel eines Lasersicherheitskonzepts sind in sicherheitsrelevanten Positionen angeordnete Lichtsensoren, die jeweils Lichtintensitäten des von der Lasereinrichtung emittierten Lichts und Lichtintensitäten des von dem Lichtkonversionselement emittierten Lichts an diesen Positionen mit gespeicherten, im fehlerfreien Betrieb gemessene

Referenzintensitäten der jeweiligen Strahlungsarten vergleichen, wobei bei Überschreitung einer vorher eingestellten, erlaubten Abweichung die Lasereinrichtung selbsttätig ausgeschaltet wird.

Mit Vorteil kann vorgesehen sein, dass das erste Leuchtmittel zur Erzeugung einer

Lichtverteilung oder einer Teil-Lichtverteilung einer ersten Lichtverteilung, beispielsweise Abblendlicht oder Fernlicht, vorgesehen ist.

Bei einer vorteilhaften Variante kann eine solche Beleuchtungsvorrichtung zur Erzeugung der Lichtfunktion„Abblendlicht" eingesetzt werden, wobei die Beleuchtungsvorrichtung bei dieser Lichtfunktion„Abblendlicht" eine Lichtverteilung erzeugt, welche in einem eingebauten Zustand der Beleuchtungsvorrichtung in einem Fahrzeug, vor dem Fahrzeug eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Abblendlichtverteilung erzeugt.

Es kann vorgesehen sein, dass eine solche Beleuchtungsvorrichtung zur Erzeugung der Lichtfunktion„Fernlicht" eingesetzt werden kann, wobei die Beleuchtungsvorrichtung bei dieser Lichtfunktion„Fernlicht" eine Lichtverteilung erzeugt, welche in einem eingebauten Zustand der Beleuchtungsvorrichtung in einem Fahrzeug, vor dem Fahrzeug eine den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Fernlichtverteilung erzeugt.

Die oben genannten, aufgezählten Lichtfunktionen bzw. Lichtverteilungen sind nicht abschließend, wobei die Beleuchtungsvorrichtung auch Kombinationen dieser

Lichtfunktionen erzeugen kann und/ oder nur eine Teillichtverteilung erzeugt, also beispielsweise nur einen Teil einer Fern-, Abbiend-, Nebel- oder Tagfahrlichtverteilung.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass im Fall, dass zwei oder mehr Leuchtdioden vorgesehen sind, jede Leuchtdiode unabhängig von den anderen Leuchtdioden angesteuert werden kann.

Jede Leuchtdiode kann somit unabhängig von den anderen Leuchtdioden einer Lichtquelle ein- und ausgeschaltet werden, und vorzugsweise, wenn es sich um dimmbare

Leuchtdioden handelt, auch unabhängig von den anderen Leuchtdioden der Lichtquelle gedimmt werden.

Es kann günstig sein, wenn der Reflektor als Freiformreflektor ausgebildet ist.

Ein Freiformreflektor ist ein Reflektor, dessen besondere Eigenschaft es ist, dass die Reflektorform keiner mathematischen Regelfläche entspricht. Mit Hilfe von

Freiformreflektoren kann beispielsweise eine asymmetrische Ausleuchtung ohne die sonst nötige Streuscheibe realisieren werden, wobei gleichzeitig die nutzbare Lichtintensität erhöht wird.

Ebenso kann vorgesehen sein, dass der Reflektor als parabolischer Reflektor mit einem Brennpunkt ausgebildet ist, Dabei kann vorgesehen sein, dass der Brennpunkt des parabolischen Reflektors und der Kugelmittelpunkt in einem Punkt liegen.

Parallelisierte Strahlen der Vorsatzoptik müssen parallel zur optischen Achse des parabolisch geformten Bereichs einfallen, um in den Brennpunkt des parabolisch geformten Bereichs einzufallen bzw. umgelenkt zu werden.

Weiters kann vorgesehen sein, dass der Reflektor als hyperbolischer Reflektor mit einem Brennpunkt ausgebildet ist.

Dabei kann vorgesehen sein, dass der Brennpunkt des hyperbolischen Reflektors und der Kugelmittelpunkt in einem Punkt liegen.

Es kann vorgesehen sein, dass ein Kraftfahrzeugscheinwerfer zumindest eine

Beleuchtungsvorrichtung umfasst.

Dabei kann vorgesehen sein, dass der Kraftfahrzeugscheinwerfer ferner ein zweites Leuchtmittel zur Erzeugung einer Lichtverteilung oder einer Teil-Lichtverteilung einer zweiten Lichtfunktion, beispielsweise Abblendlicht oder Fernlicht, vorgesehen ist.

Vorteilhafterweise kann das zweite Leuchtmittel zumindest eine Lichtquelle aufweisen.

Es kann günstig sein, wenn die zumindest eine Lichtquelle als LED oder als Laserlichtquelle mit einem Lichtkonversionselement ausgebildet ist.

Mit Vorteil ist vorgesehen, wenn das erste und das zweite Leuchtmittel auf einer gemeinsamen Leiterplatte angeordnet sind.

Vorzugsweise sind die Leuchtmittel, welche jeweils für unterschiedliche Lichtfunktionen, beispielsweise eine Abblendlichtfunktion und eine Fernlichtfunktion, vorgesehen sind und unabhängig voneinander ansteuerbar sind, auf einer gemeinsamen Leiterplatte angeordnet.

Diese Vorgehensweise wirkt sich in der Regel platzsparend in einem

Kraftfahrzeugscheinwerfer aus, wobei nun dafür gesorgt werden muss, dass beide Lichtfunktionen separat und/ oder gemeinsam ohne gegenseitige Beeinflussung vor dem Kraftfahrzeug erzeugt werden können.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von beispielhaften Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt

Fig. 1 eine beispielhafte Beleuchtungsvorrichtung mit einem Primär- und

Sekundäroptikelement und einem parabolischen Reflektor, wobei das Sekundäroptikelement als Teil einer Kugel ausgebildet ist und das Primäroptikelement einen parabolisch geformten Bereich aufweist,

Fig. 2 ein weiteres Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung mit einem parabolischen

Reflektor, wobei das Primäroptikelement einen hyperbolisch geformten Bereich aufweist,

Fig. 3 ein weiteres Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung mit einem hyperbolischen

Reflektor, wobei das Primäroptikelement einen parabolisch geformten Bereich aufweist,

Fig. 4 ein weiteres Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung mit einem hyperbolischen

Reflektor, wobei das Primäroptikelement einen hyperbolisch geformten Bereich aufweist,

Fig. 5 eine Beleuchtungsvorrichtung aus dem Stand der Technik mit einer planaren

Lichtauskoppelfläche und einen beispielhaften Strahlengang,

Fig. 6 einen beispielhaften Strahlengang durch eine beispielhafte Beleuchtungsvorrichtung,

Fig. 7 ein weiteres Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung mit einem Freiformreflektor, wobei das Sekundäroptik als Kegel ausgebildet ist und das Primäroptikelement einen parabolisch geformten Bereich aufweist,

Fig. 8 eine weitere beispielhafte Beleuchtungsvorrichtung mit einem Freiformreflektor, wobei das Sekundäroptikelement als Kegel ausgebildet ist und das Primäroptikelement einen hyperbolisch geformten Bereich aufweist,

Fig. 9 zeigt schematisch einen Kraftfahrzeugscheinwerfer mit einer Beleuchtungsvorrichtung und einem zweiten Leuchtmittel, Fig. 10 ein weiteres Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung mit einem Freiformreflektor, wobei das Sekundäroptik als Teil eines Ellipsoiden ausgebildet ist und das

Primäroptikelement einen parabolisch geformten Bereich aufweist, und

Fig. 11 ein weiteres Beispiel einer Beleuchtungsvorrichtung mit einem Freiformreflektor, wobei das Sekundäroptik als Teil eines Ellipsoiden ausgebildet ist und das

Primäroptikelement einen hyperbolisch geformten Bereich aufweist.

In Fig. 1 ist ein in Hauptabstrahlrichtung eines ersten Leuchtmittels 50 angeordnetes, lichtleitendes Primäroptikelement 100 dargestellt, das auf einer dem ersten Leuchtmittel 50 zugewandten Seite eine Lichteinkoppelfläche 110 zur Einkopplung von Licht in das Primäroptikelement 100, auf eine dem ersten Leuchtmittel 50 abgewandten Seite eine Lichtauskoppelfläche 120 sowie eine sich zwischen der Lichteinkoppelfläche 110 und der Lichtauskoppelfläche 120 erstreckende Mantelfläche aufweist, an der das eingekoppelte Licht durch Totalreflexion in Richtung der Lichtauskoppelfläche 120 des

Primäroptikelements weiterleitbar ist.

Unter„Hauptabstrahlrichtung" ist die Richtung zu verstehen, in der das erste Leuchtmittel infolge ihrer Richtwirkung am stärksten bzw. am meisten Licht abstrahlt.

Die reflektierende Mantelfläche des Primäroptikelements 100 weist hierbei einen parabolisch geformten Bereich 150 mit einem Brennpunkt 151 auf, wobei der parabolisch geformte Bereich 150 ein Umlenken der durch die Lichteinkoppelfläche 110 des Primäroptikelements 100 eintretenden Lichtstrahlen in Richtung der Lichtauskoppelfläche 120 des

Primäroptikelements 100 ermöglicht.

In Hauptabstrahlrichtung des ersten Leuchtmittels 50, welche in Fig. 1 zwei Lichtquellen in Form von LEDs umfasst, ist vor der Lichteinkoppelfläche 110 des Primäroptikelements 100 eine Vorsatzoptik 300 angeordnet, die eingerichtet ist, die von dem ersten Leuchtmittel 50 emittierten Lichtstrahlen zu parallelisieren oder zu f okussieren.

In dem Beispiel aus Fig. 1 werden die Lichtstrahlen des ersten Leuchtmittels 50 von der Vorsatzoptik 300 parallelisiert bzw. kollimiert und so auf den parabolisch geformten Bereich 150 des Primäroptikelements 100 gelenkt, dass die Lichtstrahlen nach der Reflexion an dem parabolisch geformten Bereich 150 in dem Brennpunkt 151 des parabolisch geformten Bereichs 150 gebündelt werden bzw. diesen schneiden.

Ferner ist ein Sekundäroptikelement 200 in Lichtabstrahlrichtung nach der

Lichtauskoppelfläche des Primäroptikelements 100 angeordnet, wobei das

Sekundäroptikelement 200 auf einer der Lichtauskoppelfläche 120 des Primäroptikelements 100 zugewandten Seite eine Lichteinkoppelfläche 210 und auf einer dem Primäroptikelement 100 abgewandten Seite eine Lichtauskoppelfläche 220 aufweist.

Das Sekundäroptikelement ist in Fig. 1 als Teil einer Kugel mit einem Kugelmittelpunkt 201 ausgebildet, wobei der Brennpunkt 151 des parabolisch geformten Bereichs 150 des

Primäroptikelements 100 und der Kugelmittelpunkt 201 in einem Punkt liegen.

Sowohl das Primäroptikelement 100 als auch das Sekundäroptikelement 200 sind in den gezeigten Beispielen aus einem Material gefertigt, wobei das Material eine höhere Brechzahl aufweist als das umgebende Medium des Primäroptikelements 100 bzw. des

Sekundäroptikelements 200, beispielsweise Luft.

Überdies ist das Primäroptikelement 100 und das Sekundäroptikelement 200 stoffschlüssig verbunden, wobei das Primäroptikelement 100 und das Sekundäroptikelement 200

vorzugsweise einstückig ausgebildet sind, also aus einem Stück gefertigt sind, und aus demselben Material bestehen, vorzugsweise Tarflon, d.h. dass die Lichtauskoppelfläche 120 des Primäroptikelements 100 und die Lichteinkoppelfläche 210 des Sekundäroptikelements 200 in einer gedachten Ebene liegen.

Ferner kann, wie in den Figuren gezeigten Beispielen gezeigt ist, vorgesehen sein, dass die Vorsatzoptik 300 mit dem Primäroptikelement 100 stoffschlüssig verbunden ist, wobei vorzugsweise die Vorsatzoptik 300 einstückig mit dem Primäroptikelement 100 ausgebildet ist.

Weiters ist in Lichtabstrahlrichtung nach der Lichtauskoppelfläche 220 des

Sekundäroptikelements 200 ein parabolisch geformter Reflektor 400 mit einem Brennpunkt 401 angeordnet, wobei der Brennpunkt 401 des Reflektors 400 und der Kugelmittelpunkt 201 in einem Punkt liegen, d.h. dass der Kugelmittelpunkt 201, der Brennpunkt 151 des parabolisch geformten Bereichs 150 des Primäroptikelements 100 und der Brennpunkt 401 des parabolischen Reflektors 400 in einem Punkt liegen bzw. zusammenfallen.

Der Reflektor erzeugt hierbei eine Lichtverteilung oder eine Teil-Lichtverteilung einer Lichtfunktion, beispielsweise eine Abblendlichtfunktion bzw. Abblendlichtverteilung oder eine Fernlichtfunktion bzw. eine Fernlichtverteilung. Vorzugsweise ist die

Beleuchtungsvorrichtung in einem Kraftfahrzeugscheinwerfer bzw. als

Kraftfahrzeugscheinwerfer in einem Kraftfahrzeug eingebaut, wobei die

Beleuchtungs Vorrichtung die oben genannten Lichtfunktionen bzw. Lichtverteilungen vor dem Kraftfahrzeug, insbesondere in Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs, erzeugt bzw.

abbildet.

Dies gilt allgemein für die gegenständliche Beleuchtungsvorrichtung sowie die

nachfolgenden Ausführungsbeispiele in der Beschreibung.

Der Begriff„Fahrtrichtung" bezeichnet in diesem Kontext die Richtung, in der sich ein angetriebenes Kraftfahrzeug wie konstruktiv vorgesehen bewegt. Ein technisch mögliches Rückwärtsfahren wird in diesem Zusammenhang nicht als Fahrtrichtung definiert.

Die oben genannten, aufgezählten Lichtfunktionen bzw. Lichtverteilungen sind nicht abschließend, wobei die Beleuchtungsvorrichtung auch Kombinationen dieser

Lichtfunktionen bzw. Lichtverteilungen erzeugen kann und/ oder nur eine

Teillichtverteilung erzeugt, beispielweise nur einen Teil einer Fern- oder

Abblendlichtfunktion bzw. Verteilung.

Es sei angemerkt, dass zur Erzeugung solcher Lichtfunktionen bzw. Lichtverteilungen die Beleuchtungsvorrichtung keine optischen Linsen umf asst.

In Fig. 1 sind weiters beispielhafte Strahlengänge zu sehen, die keine Umlenkungen durch das teilweise kugelförmige Sekundäroptikelement 200 erfahren, da die gezeigten

Strahlengänge durch den Brennpunkt 151 des parabolisch geformten Bereichs 150 und somit auch dem Kugelmittelpunkt 201 verlaufen. In Fig. 2 ist eine weitere beispielhafte Ausführungsform zu sehen, wobei im Gegensatz zu dem Beispiel aus Fig. 1 die reflektierende Mantelfläche des Primäroptikelements 100 einen hyperbolisch geformten Bereich 160 mit einem Brennpunkt 161 und einem virtuellen Brennpunkt 162 aufweist. Der hyperbolisch geformte Bereich 160 ermöglicht ein Umlenken der durch die Lichteinkoppelfläche 110 des Primäroptikelements 100 eintretenden

Lichtstrahlen in Richtung der Lichtauskoppelfläche 120 des Primäroptikelements 100.

Ähnlich wie in Fig. 1 liegen der Brennpunkt 161 des hyperbolisch geformten Bereichs 160 des Primäroptikelements 100 und der Kugelmittelpunkt 201 des Sekundäroptikelements 200 in einem Punkt. Ferner liegt auch der Brennpunkt 401 des parabolischen Reflektors 400 in Fig. 2 und der Kugelmittelpunkt 201 in einem Punkt.

Die in Fig. 2 gezeigte Vorsatzoptik 300 ist im Unterschied zu dem Beispiel aus Fig. 1 dazu eingerichtet, die Lichtstrahlen des ersten Leuchtmittels 50 in dem virtuellen Brennpunkt 162 des hyperbolisch geformten Bereichs 160 des Primäroptikelements 100 zu fokussieren bzw. zu bündeln, wobei die Lichtstrahlen nach der Reflexion an dem hyperbolisch geformten Bereich 160 in dem Brennpunkt 161 des hyperbolisch geformten Bereichs 160 gebündelt werden bzw. diesen schneiden.

Fig. 3 zeigt das Beispiel aus Fig. 1, wobei statt dem parabolischen Reflektor 400 ein hyperbolischer Reflektor 410 mit einem Brennpunkt 411 angeordnet ist.

Fig. 4 zeigt das Beispiel aus Fig. 2, wobei statt dem parabolischen Reflektor 400 ein hyperbolischer Reflektor 410 mit einem Brennpunkt 411 angeordnet ist.

In Fig. 5 ist ein Primäroptikelement 100 mit einer Lichteinkoppelfläche 110 und einer planaren Lichtauskoppelfläche 120 sowie ein in Lichtabstrahlrichtung nach der

Lichtauskoppelfläche 120 des Primäroptikelements 100 angeordneter Reflektor dargestellt. Im Gegensatz zu den beispielhaften Ausführungsformen aus Fig. 1, 2, 3 und 4, fehlt in Fig. 5 ein Sekundäroptikelement 200. Weiters ist in Fig. 5 ein möglicher Strahlengang

eingezeichnet, wobei damit gezeigt werden soll, dass Lichtstrahlen beim Übergang von dem Primäroptikelement 100 in das umliegende Medium mit geringerer Brechzahl gemäß dem Brechungsgesetz derart an der planaren Lichtauskoppelfläche 120 des Primäroptikelements 100 gebrochen werden, dass diese vom Lot, welches ebenfalls in der Fig. 5 dargestellt ist, weggebrochen werden und dadurch weniger Lichtstrahlen auf eine vom jeweilig

verwendeten Reflektor abhängige, effektive Nutzfläche des entsprechenden Reflektors einfallen können.

Fig. 6 zeigt im Wesentlichen die beispielhaften Ausführungen aus den vorhergehenden Figuren, wobei mit dem in Fig. 6 eingezeichneten beispielhaften Strahlengang verdeutlicht werden soll, wie Lichtstrahlen beim Übergang von dem Sekundärelement 200 in das umliegende Medium mit geringerer Brechzahl an der Lichtauskoppelfläche 220 des

Sekundäroptikelements 200 gebrochen werden im Gegensatz zu dem Strahlengang aus der vorherigen Fig. 5. Hierbei ist es unerheblich, ob der reflektierende Bereich der Mantelfläche des Primäroptikelements 100 einen parabolisch oder hyperbolisch geformten Bereich aufweist.

Im Gegensatz zu den dargestellten Beispielen aus Fig. 1, 2, 3 und 4, ist ein beispielhafter Strahlengang gezeigt, der nach der Reflexion an der Mantelfläche des Primäroptikelements nicht durch den entsprechenden Brennpunkt 151, 161 bzw. den Kugelmittelpunkt 201 verläuft, wobei der jeweilige Brennpunkt abhängig davon ist, ob das Primäroptikelement einen parabolisch oder einen hyperbolisch geformten Bereich 150, 160 aufweist.

Durch die als Teil einer Kugelfläche ausgebildete Lichtauskoppelfläche 220 des

Sekundäroptikelements 200 wird der gleiche beispielhafte Lichtstrahl aus Fig. 5 auf die effektive Nutzfläche eines in Lichtaustrittsrichtung nachgeschalteten Reflektors gebrochen.

Es sei darauf hingewiesen, dass die in Fig. 5 gezeigte Beleuchtungsvorrichtung kein erfindungsgemäßes Beispiel darstellt.

In Fig. 7 ist eine weitere beispielhafte Ausführungsform zu sehen, wobei im Gegensatz zu dem Beispiel aus den vorherigen Figuren das Sekundärelement 250 als Kegel mit einer Kegelgrundfläche und der Reflektor als Freiformreflektor 420 ausgebildet ist. Der

Mittelpunkt der Kegelgrundfläche, welche gleichzeitig die Lichteinkoppelfläche 260 des als Kegel ausgebildeten Sekundäroptikelements darstellt, kann vorteilhafterweise so angeordnet sein, dass er mit dem Brennpunkt 151 des parabolisch geformten Bereichs 150

zusammenfällt. Die Mantelfläche des Kegels 250 stellt die Lichtauskoppelfläche 270 des Sekundäroptikelements 250 dar. Ein Freiformreflektor ist ein Reflektor, dessen besondere Eigenschaft es ist, dass die

Reflektorform keiner mathematischen Regelfläche entspricht.

Das Primäroptikelement 100 weist in dem in Fig. 7 gezeigt Beispiel einen parabolisch geformten Bereich 150 mit einem Brennpunkt 151 auf, wobei die Vorsatzoptik 300 die Lichtstrahlen des ersten Leuchtmittels 50 parallelisiert bzw. kollimiert und so auf den parabolisch geformten Bereich 150 des Primäroptikelements 100 lenkt, dass die Lichtstrahlen nach der Reflexion an dem parabolisch geformten Bereich 150 in dem Brennpunkt 151 des parabolisch geformten Bereichs 150 gebündelt werden bzw. diesen schneiden.

Fig. 8 zeigt eine weitere beispielhafte Ausführungsform, wobei im Gegensatz zu dem vorherigen Beispiel aus Fig. 7 die reflektierende Mantelfläche des Primäroptikelements 100 einen hyperbolisch geformten Bereich 160 mit einem reellen Brennpunkt 161 und einem virtuellen Brennpunkt 162 aufweist und die gezeigte Vorsatzoptik 300 dazu eingerichtet ist, die Lichtstrahlen des ersten Leuchtmittels 50 in dem virtuellen Brennpunkt 162 des hyperbolisch geformten Bereichs 160 des Primäroptikelements 100 zu fokussieren bzw. zu bündeln, wobei die Lichtstrahlen nach der Reflexion an dem hyperbolisch geformten Bereich 160 in dem Brennpunkt 161 des hyperbolisch geformten Bereichs 160 gebündelt werden bzw. diesen schneiden. Der Mittelpunkt der Kegelgrundfläche fällt in diesem

Ausführungsbeispiel nicht mit dem Brennpunkt 161 des hyperbolisch geformten Bereichs 160 zusammen, wobei auch hier vorgesehen sein kann, dass der Mittelpunkt der

Kegelgrundfläche mit dem Brennpunkt 161 des hyperbolisch geformten Bereichs

zusammenfällt.

Die in Fig. 7 und 8 dargestellten Lichtstrahlen bzw. Strahlengänge zeigen, dass die

Lichtstrahlen - verglichen mit einer planaren Auskoppelfläche 120 - durch das als Kegel ausgebildete Sekundäroptikelement 250 gebündelter bzw. konzentrierter auf einen effektiven Nutzbereich des Freiformreflektors 420 einfallen.

In Fig. 9 ist ein Kraftfahrzeugscheinwerfer 10 mit einem Gehäuse 11 und einer

Abdeckscheibe 12, die nicht als optische Linse fungiert, wobei eine Beleuchtungsvorrichtung in dem Kraftfahrzeugscheinwerfer 10 angeordnet ist. Hierbei umfasst die Beleuchtungsvorrichtung wie in den vorherigen Beispielen ein erstes Leuchtmittel 50, welches zur Erzeugung einer Lichtverteilung oder einer Teil-Lichtverteilung einer ersten Lichtfunktion, beispielsweise Abblendlicht oder Fernlicht, vorgesehen ist, wobei die von dem ersten Leuchtmittel 50 emittierten Lichtstrahlen durch einen Kollimator 300 parallel auf einen parabolisch geformten Mantelbereich 150 eines Primäroptikelements 100 mit einem Brennpunkt 151 treffen.

Der parabolisch geformte Bereich 150 ermöglicht ein Umlenken der einfallenden

Lichtstrahlen in Richtung einer Lichtauskoppelfläche 120 des Primäroptikelements 100. In Lichtabstrahlrichtung nach der Lichtauskoppelfläche 120 des Primäroptikelements 100 ist eine Lichteinkoppelfläche 260 eines Sekundäroptikelements 250 angeordnet, welches Sekundäroptikelement 250 in dem Beispiel aus Fig. 9 als Kegel mit einer Kegelgrundfläche ausgebildet ist. Der Mittelpunkt der Kegelgrundfläche kann, wie in den vorherigen

Ausführungsbeispielen erwähnt, mit dem Brennpunkt 151 des Primäroptikelements 100 zusammenfallen.

Eine Diskussion der Strahlenverläufe hinsichtlich des ersten Leuchtmittels 50 wurde bereits in den vorherigen Beispielen erläutert und ist diesen im Zusammenhang mit den

Ausführungsbeispiel in Fig. 9 zu entnehmen.

Der Kraftfahrzeugscheinwerfer 10 in Fig. 9 umfasst ferner ein zweites Leuchtmittel 60, das in Fig. 9 als LED ausgeführt ist und zur Erzeugung einer Lichtverteilung oder einer Teil- Lichtverteilung einer zweiten Lichtfunktion, beispielsweise Abblendlicht oder Fernlicht, vorgesehen ist, wobei das erste und das zweite Leuchtmittel 50, 60 auf einer gemeinsamen Leiterplatte 70 angeordnet sind. Hinsichtlich der Vollständigkeit ist eine in

Hauptabstrahlrichtung des zweiten Leuchtmittels 60 nachgeschaltete, Licht formende Optik 65 angeordnet, welche beispielsweise als Linse oder als Reflektor ausgebildet sein kann. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde auf mögliche Strahlengänge - ausgehend von dem zweiten Leuchtmittel 60 - verzichtet.

So ist es möglich, die Leuchtmittel 50, 60, welche jeweils zur Erzeugung von

unterschiedlichen Lichtfunktionen vorgesehen sind, beispielsweise Abblendlicht und Fernlicht, auf einer gemeinsamen Leiterplatte 70 anzuordnen bzw. herzustellen. Diese Vorgehensweise wirkt sich in der Regel platzsparend in einem

Kraftfahrzeugscheinwerfer aus, wobei nun dafür gesorgt werden muss, dass beide

Lichtfunktionen separat und/ oder gemeinsam ohne gegenseitige Beeinflussung vor dem Kraftfahrzeug erzeugt werden können, wobei das Primäroptikelement 100, das

Sekundäroptikelement 200 und gegebenenfalls die Vorsatzoptik 300 gewissermaßen als Umlenkoptik dienen.

Weiters können die Leuchtmittel 50, 60 unabhängig voneinander ansteuer- und dimmbar sein.

Fig. 10 und Fig. 11 zeigen jeweils weitere Beleuchtungsvorrichtungen, wobei der Aufbau der Beleuchtungsvorrichtungen in Fig. 10 und Fig. 11 den Beispielen aus Fig. 7 und Fig. 8 im Wesentlichen gleichen, wohingegen das Sekundärelement 500 in Fig. 10 und 11 als Teil eines Ellipsoiden ausgebildet ist.

Die Ausführungsform in Fig. 10 zeigt ferner ein erstes Leuchtmittel 50 sowie ein

Primäroptikelement 100 mit einem parabolisch ausgeformten Bereich 150, wobei die Lichtstrahlen des ersten Leuchtmittels 50 auf den parabolisch geformten Bereich 150

einfallen und in einem Brennpunkt 151 des parabolisch geformten Bereichs 150 gebündelt umgelenkt werden bzw. diesen Brennpunkt 151 schneiden. Der Brennpunkt 151 liegt vorzugsweise in einer Lichteinkoppelfläche 510 des als Teil eines Ellipsoiden ausgebildeten Sekundäroptikelements 500, wobei die Lichtstrahlen über eine Lichtauskoppelfläche 520 des Sekundärelements 500 auf einen Freiformreflektor 420 fallen.

Die Ausführungsform in Fig. 11 zeigt weiters ein erstes Leuchtmittel 50 sowie ein

Primäroptikelement 100 mit einem hyperbolisch ausgeformten Bereich 160, wobei die Lichtstrahlen des ersten Leuchtmittels 50 auf den hyperbolisch geformten Bereich 160 einfallen und in einem reellen Brennpunkt 161 des parabolisch geformten Bereichs 160 gebündelt umgelenkt werden bzw. diesen reellen Brennpunkt 161 schneiden. Der

Brennpunkt 161 liegt vorzugsweise in einer Lichteinkoppelfläche 510 des als Teil eines Ellipsoiden ausgebildeten Sekundäroptikelements 500, wobei die Lichtstrahlen über eine Lichtauskoppelfläche 520 des Sekundärelements 500 auf einen Freiformreflektor 420 fallen. Für eine genauere Analyse der jeweiligen Strahlengänge sei auf die vorherigen Beispiele und dazu getätigten Ausführungen verwiesen.

Es sei weiters darauf hingewiesen, dass die in den Figuren gezeigten Beispiele bzw.

Ausführungsformen eine nicht abschließende Anzahl an Beispielen und deren

Kombinationsmöglichkeiten offenbart, so kann auch vorgesehen sein, dass beispielsweise ein Freiformreflektor für die Beispiele in den Fig. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 angeordnet sein kann.

Ebenso können abseits des gezeigten Ausführungsbeispiels aus Fig. 9 die anderen offenbarten Beispiele - und auch Kombinationen davon - in einem

Kraftfahrzeugscheinwerfer angeordnet sein.

BEZUGSZEICHENLISTE

Kraftfahrzeugscheinwerfer... 10

Scheinwerf er gehäuse... 11

Abdeckscheibe... 12

Erstes Leuchtmittel... 50

Zweites Leuchtmittel... 60

Licht formende Optik... 65

Leiterplatte... 70

Primär optikelement... 100

Lichteinkoppelfläche (PO) ... 110

Lichtauskoppelfläche (PO)... 120

Parallel geformter Bereich... 150

Brennpunkt par. geformter Bereich... 151

Hyperbolisch geformter Bereich... 160

Brennpunkt hyp. geformter Bereich... 161

Virtueller Brennpunkt hyp. gef. Bereich... 162

Sekundäroptikelement (Kugel) ... 200

Kugelmittelpunkt... 201

Lichteinkoppelfläche (SO - Kugel)... 210

Lichtauskoppelfläche (SO - Kugel)... 220

Sekundäroptikelement (Kegel) ... 250

Lichteinkoppelfläche (SO - Kegel)... 260

Lichtauskoppelfläche (SO - Kegel)... 270

Vorsatzoptik... 300

Hyperbolischer Reflektor... 400 Brennpunkt hyp. Reflektor... 401

Parabolischer Reflektor... 410

Brennpunkt par. Reflektor... 411

Freiformreflektor... 420

Sekundäroptikelement (Ellipsoid) ... 500

Lichteinkoppelfläche (SO - Ellipsoid)... 510

Lichtauskoppelfläche (SO - Ellipsoid)... 520