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Title:
LIGHTING STRIP FOR A MOTOR VEHICLE, MOTOR VEHICLE, AND METHOD FOR OPERATING A LIGHTING STRIP FOR A MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/197124
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a lighting strip (22) for a motor vehicle (24), wherein the lighting strip (22) comprises a plurality of light sources (10), which are arranged next to one another in a row. The row extends along a gap (16) which is formed by a first reflection element (12) having at least one fully reflective mirror surface and a second reflection element (14) having a semi-permeable mirror surface. The two mirror surfaces are arranged parallel to one another so that a light source (10) of the plurality of light sources (10) in a switched-on operating state generates a certain number of reflections in the two mirror surfaces depending on the luminosity of the light source (10). The invention further relates to a motor vehicle (24) having a lighting strip (22) of this kind, as well as to a method for operating a lighting strip (22).

Inventors:
LOTTES, Daniel (Ihrlerring 32a, Ihrlerstein, 93346, DE)
MÖSINGER, Philipp (Eckiusstraße 8, Ingolstadt, 85049, DE)
Application Number:
EP2019/056926
Publication Date:
October 17, 2019
Filing Date:
March 20, 2019
Export Citation:
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Assignee:
AUDI AG (I/GG-P, Ingolstadt, 85045, DE)
International Classes:
F21S43/14; B60Q3/78; F21S43/33
Foreign References:
JP2016080909A2016-05-16
JP2017047695A2017-03-09
US20170009952A12017-01-12
DE102016001180A12017-08-03
DE102011121392A12013-06-20
DE102007057725A12008-06-19
US20060109657A12006-05-25
DE102016009660A12018-02-15
DE102014217475A12015-03-19
US20050078486A12005-04-14
DE102008029450A12009-12-24
DE102009053571A12011-05-12
DE202015001004U12016-05-11
DE202016002332U12016-06-17
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE:

Leuchtenband (22) für ein Kraftfahrzeug (24),

dadurch gekennzeichnet, dass

das Leuchtenband (22) eine Vielzahl von Lichtquellen (10) umfasst, wobei die Vielzahl von Lichtquellen (10) nebeneinander entlang einer Reihe angeordnet sind, wobei sich die Reihe entlang eines Zwischen- raums (16) erstreckt, welcher durch ein erstes Reflektionselement (12) und ein zweites Reflektionselement (14) ausgebildet ist, wobei das ers- te Reflektionselement (12) zumindest eine voll reflektierende Spiegel- oberfläche aufweist und das zweite Reflektionselement (14) zumindest eine halbdurchlässige Spiegeloberfläche aufweist, welche parallel zu der voll reflektierenden Spiegeloberfläche des ersten Reflektionsele- ments (12) angeordnet ist, sodass eine jeweilige Lichtquelle (10) der Vielzahl von Lichtquellen (10) in einem angeschalteten Betriebszustand in Abhängigkeit von einer Leuchtstärke der jeweiligen Lichtquelle (10) eine bestimmte Anzahl von Spiegelungen in den jeweiligen Spiegel- oberflächen der beiden Reflektionselemente (12,14) erzeugt.

Leuchtenband (22) nach Anspruch 1 , wobei zumindest eine Lichtquelle (10) der Vielzahl von Lichtquellen (10) als eine Punktlichtquelle, insbe- sondere als eine Leuchtdiode und/oder insbesondere als eine organi- sche Leuchtdiode und/oder als eine Leuchtstoffröhre ausgebildet ist.

Leuchtenband (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Leuchtenband (22) eine Steuereinrichtung umfasst, welche ausge- legt ist, jede Lichtquelle (10) einzeln anzusteuern und eine jeweilige Leuchtfarbe und/oder eine jeweilige Leuchtstärke einer bestimmten Lichtquelle (10) individuell einzustellen.

Leuchtenband (22) nach Anspruch 3, wobei die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, ein vorbestimmtes Leuchtmuster auszuwählen, wobei das vorbestimmte Leuchtmuster die jeweilige Leuchtfarbe und/oder die jeweilige Leuchtstärke für jede Lichtquelle (10) bestimmt.

5. Leuchtenband (22) nach Anspruch 4, wobei das vorbestimmte Leucht- muster eine jeweilige Zeitdauer der jeweiligen Leuchtfarbe und/oder der jeweiligen Leuchtstärke für jede Lichtquelle (10) und/oder eine jeweilige zeitliche Abfolge von mehreren Leuchtfarben und/oder mehreren Leuchtstärken für jede Lichtquelle (10) bestimmt.

6. Leuchtenband (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 oder 5, wobei die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, in Abhängigkeit von zumindest einem Fahrzeugsensor-bezogenen Sensormesssignal, welches einen durch wenigstens einen Fahrzeugsensor des Kraftfahr- zeugs (24) gemessenen Sensormesswert umfasst, und/oder in Abhän- gigkeit von zumindest einem Kraftfahrzeug-bezogenen Informationssig- nal, welches zumindest eine Information zu einer Fahrbetriebsfunktion und/oder zu einer Fahrerassistenzfunktion und/oder zu einer Infotain- mentsystem-bezogenen Betriebsfunktion umfasst, das vorbestimmte Leuchtmuster auszuwählen.

7. Leuchtenband (22) nach Anspruch 6, wobei die Steuereinrichtung ein- gerichtet ist, das Leuchtmuster derart auszuwählen, dass das Leucht- muster einen raumbezogenen Zusammenhang zu dem zumindest ei- nen Fahrzeugsensor-bezogenen Sensormesssignal und/oder zu dem zumindest einen Kraftfahrzeug-bezogenen Informationssignal erstellt.

8. Kraftfahrzeug (24) mit einem Leuchtenband (22) nach einem der vor- hergehenden Ansprüche, wobei eine Längsrichtung des Leuchtenbands (22) entlang einer Scheibenwurzel (30) des Kraftfahrzeugs (24) und/oder entlang zumindest einer Fahrzeugtür des Kraftfahrzeugs (24) angeordnet ist.

9. Kraftfahrzeug (24) nach Anspruch 8 und mit einem Leuchtenband (22) nach Anspruch 6 oder 7, wobei das Kraftfahrzeug (24) einen Abstands- sensor und/oder einen optischen Sensor und/oder einen Schallsensor und/oder einen Biosensor umfasst, welche jeweils dazu eingerichtet sind, das zumindest eine Sensormesssignal zu erzeugen, und/oder wo- bei das Kraftfahrzeug (24) ein Fahrerassistenzsystem und/oder ein Info- tainmentsystem umfasst, welche jeweils dazu eingerichtet sind, das zumindest eine Informationssignal zu erzeugen.

10. Verfahren zum Betreiben eines Leuchtenbands (22) für ein Kraftfahr- zeug (24),

dadurch gekennzeichnet, dass

das Leuchtenband (22) ein erstes Reflektionselement (12) mit zumin- dest einer voll reflektierenden Spiegeloberfläche, einen parallel zu der voll reflektierenden Spiegeloberfläche angeordnete halbdurchlässige Spiegeloberfläche eines zweiten Reflektionselements (14) und eine Vielzahl von Lichtquellen (10) umfasst, wobei die Vielzahl von Licht quellen (10) in einem Zwischenraum (16) zwischen der Spiegeloberflä- che des ersten Reflektionselements (12) und der Spiegeloberfläche des zweiten Reflektionselements (14) derart angeordnet sind, dass eine je- weilige Lichtquelle (10) der Vielzahl von Lichtquellen (10) in einem an- geschalteten Betriebszustand in Abhängigkeit von einer Leuchtstärke der jeweiligen Lichtquelle (10) eine bestimmte Anzahl von Spiegelun- gen in den Spiegeloberflächen der jeweiligen beiden Reflektionsele- mente (12,14) erzeugt, wobei eine Steuereinrichtung des Leuchten- bands (22) jede Lichtquelle (10) einzeln ansteuert und eine jeweilige Leuchtfarbe und/oder eine jeweilige Leuchtstärke einer bestimmten Lichtquelle (10) individuell einstellt.

Description:
Leuchtenband für ein Kraftfahrzeug, Kraftfahrzeug sowie Verfahren zum Betreiben eines Leuchtenbands für ein Kraftfahrzeug

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft ein Leuchtenband für ein Kraftfahrzeug sowie ein Kraft- fahrzeug mit einem Leuchtenband. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Leuchtenbands für ein Kraft- fahrzeug.

Leuchtenbänder sind bekannt als band- oder schnurförmige Leuchtmittel, die aufgrund zumindest einer Lichtquelle leuchten und als beispielsweise deko- ratives Element in einem Kraftfahrzeug genutzt werden. Aufgrund seiner flexibel gestaltbaren Form kann sich ein Leuchtenband passgenau entlang einer Kontur, wie beispielsweise derjenigen eines Armaturenbretts des Kraft- fahrzeugs, erstrecken.

Die bekannten Leuchtenbänder leuchten einfarbig und es kann zwischen einem angeschalteten und einem ausgeschalteten Betriebszustand des jeweiligen Leuchtenbands unterschieden werden. Nachteilig ist dadurch jedoch, dass eine Informationsdarstellung mittels des Leuchtenbands im Kraftfahrzeug stark begrenzt ist. So könnte ein Benutzer des Kraftfahrzeugs Schwierigkeiten haben, zuzuordnen, welche Information das Leuchtenband durch beispielsweise ein Aufleuchten vermitteln soll.

Aus der DE 10 2009 053 571 A1 ist eine Leuchte für ein Kraftfahrzeug be- kannt, wobei die Leuchte eine Leuchtquelle und ein Spiegelsystem aus we- nigstens zwei Spiegeln aufweist. Die Spiegel weisen jeweils unterschiedliche Transmissions- und Reflexionsgrade auf und sind derart zueinander ange- ordnet, dass sich das Licht der Leuchtquelle in den beiden Spiegel spiegelt. Die DE 20 2015 001 004 U1 beschreibt eine Beleuchtungsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug mit einer Leuchtquelle, dessen Licht sich innerhalb zweier Spiegel hin und her reflektiert. Dabei wird ein Reflektor zum zusätzlichen Umlenken des Lichts verwendet.

Die DE 20 2016 002 332 U1 beschreibt eine Spiegelvorrichtung mit einer ersten Spiegelplatte mit einem gravierten Muster und einer zweiten Spiegel- platte. Die beiden Spiegelplatten sind derart zueinander angeordnet, dass sie sich ineinander spiegeln. Mittels einer außerhalb der Spiegelplatten ange- ordneten Lichtquelle wird das gravierte Muster zwischen den beiden Spie- gelplatten reflektiert.

Die beschriebenen Beleuchtungsvorrichtungen oder Spiegelvorrichtungen dienen jedoch lediglich dekorativen Zwecken und ermöglichen keine Informa- tionsvermittlung.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Leuchtenband für einen Ein- satz in einem Kraftfahrzeug derart weiterzuentwickeln, dass eine komplexe, kohärente Informationsvermittlung für einen Benutzer des Kraftfahrzeugs mit einfachen Mitteln ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentan- sprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Unteransprüche, die folgende Beschreibung und die Figuren offenbart.

Die vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass durch Erzeugung eines Tiefeneffekts des durch das Leuchtenband ausgestrahlten Lichts ein informationeller Mehrwert generiert werden kann. Ein derartiger Tiefeneffekt entsteht erfindungsgemäß dadurch, dass sich zumindest eine Lichtquelle des Leuchtenbands in zwei parallel zueinander angeordneten Spiegeloberflächen reflektiert. Dabei ist eine erste Spiegeloberfläche voll reflektierend. Ein erstes Reflektionselement weist zumindest die eine erste, voll reflektierende Spie- geloberfläche auf. Beispielsweise ist das erste Reflektionselement als ein regulärer Spiegel ausgebildet und/oder weist an zumindest einer Seite eine Fläche mit einer spiegelnden Eigenschaft auf, wie beispielsweise eine Hoch- glanz-Schwarzfläche. Die spiegelnde Eigenschaft kann durch ein bestimmtes Abdeck- und/oder Beschichtungsmaterial der zumindest einen Seite des Reflektionselements gegeben sein. Die zumindest eine Spiegeloberfläche des ersten Reflektionselements weist einen Reflexionsgrad von zumindest 90%, insbesondere jedoch von zumindest 95% auf.

Die zweite Spiegeloberfläche ist halbdurchlässig. Ein zweites Reflektions- element weist zumindest die zweite Spiegeloberfläche auf. Das zweite Re- flektionselement ist beispielsweise als ein Einwegspiegel, ein semitranspa- renter Spiegel oder als ein Spionspiegel ausgebildet. Das zweite Reflekti- onselement kann aber ebenfalls wie das erste Reflektionselement an zumin- dest einer Seite eine Fläche mit einer spiegelnden Eigenschaft aufweisen.

Das erfindungsgemäße Leuchtenband weist eine Vielzahl von Lichtquellen auf, die entlang einer Reihe nebeneinander angeordnet sind. Beispielsweise bilden sich entlang der Reihe nacheinander jeweils eine Lichtquelle gefolgt von einer weiteren Lichtquelle in einem vorbestimmten Abstand abwechselnd auf. Die erste voll reflektierende Spiegeloberfläche und die zweite halbdurch- lässige Spiegeloberfläche sind parallel zueinander angeordnet und es bildet sich somit ein Zwischenraum zwischen den beiden Spiegeloberflächen. Die Vielzahl von Lichtquellen sind in dem durch die beiden Spiegeloberflächen gebildeten Zwischenraum angeordnet. Beispielsweise erstreckt sich die Reihe der Lichtquellen entlang einer Ebene, welche ebenfalls parallel zu einer Ebene der Spiegeloberfläche des ersten Reflektionselements und/oder einer Ebene der Spiegeloberfläche des zweiten Reflektionselements ist.

In einem angeschalteten Betriebszustand zumindest einer Lichtquelle der Vielzahl von Lichtquellen reflektiert sich ein von der zumindest einen Licht- quelle ausgehender Lichtstrahl an der jeweiligen Spiegeloberfläche des ers- ten Reflektionselements und des zweiten Reflektionselements. Da die Spie- geloberfläche des zweiten Reflektionselements halbdurchlässig ist, wird bei jeder Spiegelung an der Spiegeloberfläche des zweiten Reflektionselements ein Teil des Lichtstrahls absorbiert und somit leuchtet der Lichtstrahl bei jeder Spiegelung schwächer. Der Lichtstrahl reflektiert sich eine bestimmte Anzahl von Malen zwischen den jeweiligen Spiegeloberflächen der beiden Reflektionselemente hin und her, bis eine Leuchtstärke des reflektierten Lichtstrahls zu schwach zum Erkennen durch ein menschliches Auge wird. Die bestimmte Anzahl von Reflektionen des Lichtstrahls hängt somit von einer Leuchtstärke der Lichtquelle ab. Je größer die Leuchtstärke der Licht- quelle, desto mehr werden erkennbare Spiegelungen zwischen den beiden Spiegeloberflächen erzeugt. Durch die sich wiederholende Spiegelung der Lichtquelle ergibt sich ein sogenannter„endless mirror“ - Effekt oder ein sogenannter„unendlicher Spiegelungseffekt“ im Auge eines Betrachters, der das Leuchtenband durch das zweite Reflektionselement mit der halbdurch- lässigen Spiegeloberfläche betrachtet. Aus der Perspektive des Betrachters bildet sich nämlich ausgehend von der einen Lichtquelle eine Reihe von Lichtpunkten, welche mit zunehmenden Abstand von der Lichtquelle entfernt immer schwächer leuchten. Somit entsteht ein 3D-Effekt, welcher den Ein- druck vermittelt, dass sich die Lichtpunkte in der Tiefe„verlieren“ bzw. dass das betrachtete Leuchtenband eine Tiefe aufweist.

Dabei kann die Reihe von Lichtpunkten, die sich ausgehend von einer einzi- gen Lichtquelle durch die wiederholten Spiegelungen bildet, senkrecht zu der Reihe der nebeneinander angeordneten Lichtquellen sein. Somit erstrecken sich die Lichtpunkte im Auge des Betrachters in drei Richtungen, nämlich dem der Reihe der Lichtquellen, der Reihe der Lichtpunkte und entlang der scheinbaren Tiefe, die sich ausgehend von dem zweiten Reflektionselement im Auge des Betrachters ergibt.

Das erfindungsgemäße Leuchtenband bietet den Vorteil, dass mit einfachen Mitteln eine dreidimensionale Informationsdarstellung von beispielsweise Kraftfahrzeug-bezogenen Informationen ermöglicht wird. Ein herkömmliches Leuchtenband bietet nämlich lediglich eine eindimensionale Informationsdar- stellung, welche nun durch den Spiegelungseffekt dreidimensional wird. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass ein Benutzer des Kraftfahrzeugs mittels des erfindungsgemäßen Leuchtenbands gegenüber des herkömmlichen Leuchtenbands intuitiver Informationen aufnimmt und entsprechend schneller reagieren kann. Zudem wird nur eine Reihe von Lichtquellen benötigt um die verschiedenen Reihen von Lichtpunkten entstehen zu lassen.

Die Erfindung umfasst auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Leuch- tenbands, durch die sich zusätzliche Vorteile ergeben.

Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der beschriebenen Ausfüh- rungsformen.

Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die Lichtquellen als Punkt- lichtquellen ausgebildet sind. Insbesondere ist zumindest eine Lichtquelle als eine Leuchtdiode (LED) oder als eine organische Leuchtdiode (OLED) aus- gebildet. Leuchtdioden weisen den Vorteil auf, dass sie besonders leucht- stark sind und sich somit besonders gut spiegeln, sodass für einen Betrach- ter des zweiten Reflektionselements mit der halbdurchlässigen Spiegelober- fläche sich ein besonders effektvoller 3D-Effekt ergibt. Leuchtdioden bilden zudem den Vorteil, dass sie ein kostengünstiges Leuchtmittel mit einer ho- hen energetischen Effizienz und einer hohen Lebensdauer bereitstellen. Weiterhin kann zumindest eine Lichtquelle als eine Leuchtstoffröhre ausge- bildet sein. Somit weist die Lichtquelle eine längliche, durchgehende Erstre- ckung auf, durch die sich insgesamt weitere Lichteffekte durch das Leuch- tenband bilden lassen.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass das Leuchtenband eine Steuereinrichtung umfasst, welche dazu eingerichtet ist, jede Lichtquelle einzeln anzusteuern. Bei der Ansteuerung einer bestimmten Lichtquelle ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, eine Leuchtfarbe und/oder eine Leuchtstärke der bestimmten Lichtquelle einzustellen. Mit anderen Worten ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, für jede Lichtquelle des Leuchten- bands individuell eine Leuchtfarbe und/oder eine Leuchtstärke auszuwählen. Durch eine Variation der Leuchtstärke der einzelnen Lichtquellen variiert auch die Anzahl an Spiegelungen der einzelnen Lichtquellen. So kann sich für jede Lichtquelle eine Reihe von Lichtpunkten mit einer unterschiedlichen Anzahl an Lichtpunkten bilden. Es ergibt sich somit im Verlauf des Leuchten- bands eine unterschiedliche Tiefenwirkung. Dies bietet den Vorteil, dass eine Information nicht nur in einer Erstreckungsrichtung des Leuchtenbands ver- mittelt wird, sondern auch in einer Erstreckungsrichtung der Reihe von Licht- punkten.

Bevorzugt hierzu ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, ein vorbestimm- tes Leuchtmuster auszuwählen, welches bestimmt, welche individuellen Leuchtfarbe und/oder welche individuelle Leuchtstärke jede Lichtquelle der Vielzahl von Lichtquellen des Leuchtenbands annehmen soll. Mit anderen Worten kann ein Leuchtmuster bestimmen, welches Gesamtbild das Leuch- tenband zu zumindest einem bestimmbaren Zeitpunkt aufweisen soll. So kann das Leuchtmuster einen bestimmten Farbverlauf zwischen den einzel- nen Lichtquellen bestimmen. Weiterhin kann das Leuchtmuster verschiedene Leuchtstärken für die einzelnen Lichtquellen vorsehen und somit unter- schiedliche Tiefenwirkungen der einzelnen Lichtquellen entstehen lassen. Das Leuchtmuster bietet den Vorteil, dass die Steuereinrichtung zügig für jede Lichtquelle entscheiden kann, wie diese einzustellen ist. Zudem bietet das Leuchtmuster den Vorteil, dass eine Informationsdarstellung kohärent über die einzelnen Lichtquellen des Leuchtenbands vermittelt wird.

Bevorzugt hierzu bestimmt das vorbestimmte Leuchtmuster eine jeweilige Zeitdauer der jeweiligen Leuchtfarbe und/oder der jeweiligen Leuchtstärke für jede Lichtquelle. Ergänzend oder alternativ dazu bestimmt das vorbe- stimmte Leuchtmuster eine jeweilige zeitliche Abfolge von mehreren Leucht- farben und/oder mehreren Leuchtstärken für jede einzelne Lichtquelle. So können beispielsweise die einzelnen Lichtquellen des Leuchtenbands nach- einander oder parallel zueinander aufleuchten. Durch eine zeitliche Abfolge von verschiedenen Leuchtfarben und/oder Leuchtstärken kann eine Informa- tionsvermittlung über eine vierte Dimension, nämlich der Zeit, stattfinden. Somit kann über das Leuchtmuster eine komplexe Information vermittelt werden. Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht hierzu vor, dass die Steuer- einrichtung dazu eingerichtet ist, in Abhängigkeit von zumindest einem Fahr- zeugsensor-bezogenen Sensormesssignal das vorbestimmte Leuchtmuster auszuwählen. Das Sensormesssignal umfasst einen Sensormesswert, wel- cher durch wenigstens einen Fahrzeugsensor des Kraftfahrzeugs gemessen wurde. So kann die Steuereinrichtung von dem Fahrzeugsensor selbst oder von einer zwischengeschalteten Auswerteeinrichtung das Sensormesssignal empfangen. Die Steuereinrichtung kann in Abhängigkeit von dem empfange- nen Sensormesssignal das vorbestimmte Leuchtmuster aus einer Liste von mehreren, vorgespeicherten Leuchtmustern auswählen. Die Steuereinrich- tung kann aber auch mehrere Sensormesssignale von beispielsweise mehre- ren unterschiedlichen Fahrzeugsensoren empfangen, und anschließend nach vorbestimmten Regeln bestimmen, welches Leuchtmuster auszuwäh- len ist. Beispielsweise empfängt die Steuereinrichtung von einem Abstands- sensor des Kraftfahrzeugs eine Information darüber, dass sich ein weiteres Kraftfahrzeug im Straßenverkehr stark annähert. Die Steuereinrichtung kann daraufhin ein Leuchtmuster auswählen, welches eine Annäherungswarnung vermittelt. Beispielsweise umfasst ein derartiges Leuchtmuster, dass zumin- dest eine Gruppe von Lichtquellen mit einer sehr hohen Leuchtstärke und in einer roten Farbe leuchtet. Eine Leuchtstärke der Gruppe von Lichtquellen kann umso stärker werden, je geringer der gemessene Abstand wird.

Alternativ oder ergänzend ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, in Abhängigkeit von zumindest einem Kraftfahrzeug-bezogenen Informations- signal das vorbestimmte Leuchtmuster auszuwählen. Das zumindest eine Kraftfahrzeug-bezogene Informationssignal umfasst zumindest eine Informa- tion zu einer Fahrbetriebsfunktion und/oder zu einer Fahrerassistenzfunktion und/oder zu einer Infotainmentsystem-bezogenen Betriebsfunktion. Unter einer Fahrbetriebsfunktion ist beispielsweise eine Fahrfunktion zu verstehen, die zum Ausführen eines Fahrvorgangs mittels des Kraftfahrzeugs benötigt wird, wie beispielsweise ein Lenken, Bremsen oder Beschleunigen. Das Informationssignal kann dann eine Information über beispielsweise einen Lenkwinkel, einen Grad eines Anschlags des Gaspedals und/oder des Bremspedals umfassen. Die Steuereinrichtung wählt dasjenige Leuchtmuster aus, welches die betreffende Fahrzeugfunktion visualisiert. Das Leuchtband kann dann über das vorbestimmte Leuchtmuster entsprechend den Lenkwin- kel, einen Grad der Beschleunigung oder einen Grad der Bremsung optisch darstellen.

Weiterhin kann das Informationssignal eine Information über eine ausgeführ- te oder eine auszuführende Fahrerassistenzfunktion umfassen. Die Steuer- einrichtung fällt dann beispielsweise dasjenige Leuchtmuster aus, welches ein anstehendes Fahrmanöver, welches von dem Fahrerassistenzsystem ausgeführt wird, visualisiert. Zudem kann ein Infotainmentsystem, welches beispielsweise einen Bordcomputer, ein Autoradio, ein Navigationssystem und/oder eine Freisprecheinrichtung umfasst, mit der Steuereinrichtung kommunizieren. So kann die Steuereinrichtung in Abhängigkeit von einer Bedienung des Infotainmentsystems und/oder von einer ausgeführten Funk- tion des Infotainmentsystems ein bestimmtes Leuchtmuster auswählen. Beispielsweise visualisiert das Leuchtmuster die Ausgabe eines Klangs oder Klangmusters.

Bevorzugt hierzu ist die Steuereinrichtung derart eingerichtet, das Leucht- muster derart auszuwählen und/oder zu bestimmen, dass das Leuchtmuster einen raumbezogenen Zusammenhang zu dem zumindest einen Fahr- zeugsensor-bezogenen Sensormesssignal und/oder zu dem zumindest ei- nen Kraftfahrzeug-bezogenen Informationssignal erstellt. Mit anderen Worten ist das ausgewählte Leuchtmuster abhängig von zumindest einer Ortsinfor- mation, welche die Steuereinrichtung über das Sensormesssignal und/oder das Informationssignal empfängt und/oder selbst bestimmt. Das ausgewählte Leuchtmuster kann dann derart gestaltet sein, dass die Ortsinformation abs- trakt über eine Länge des Leuchtenbands dargestellt wird.

Die zumindest eine Ortsinformation kann beispielsweise eine Information über eine relative Position eines weiteren Verkehrsteilnehmers zu dem Kraft- fahrzeug umfassen. Beispielsweise nähert sich ein weiteres Kraftfahrzeug von einer rechten Seite des Kraftfahrzeugs an, was von einem Annähe- rungssensor des Kraftfahrzeugs erfasst wird und in Form eines Sensormess- Signal der Steuereinrichtung kommuniziert wird. Die Steuereinrichtung kann dann ein Leuchtmuster auswählen, welches beispielsweise ein rotes Warn- blinken durch eine Gruppe von Lichtquellen ausgibt, welche sich in Fahr- zeugrichtung auf einer rechten Seite des Kraftfahrzeugs befinden.

Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug weist das beschriebene Leuchtenband auf. Das Leuchtenband ist derart im Kraftfahrzeug angeordnet, dass eine Längsrichtung des Leuchtenbands sich entlang einer Scheibenwurzel des Kraftfahrzeugs erstreckt. Die Längsrichtung des Leuchtenbands kann sich weiterhin oder alternativ an zumindest einer Innenseite einer Fahrzeugtür des Kraftfahrzeugs erstrecken. Beispielsweise ist das Leuchtenband derart angeordnet, dass eine Längsrichtung des Leuchtenbands fahrzeugumlau- fend in einem Innenraum des Kraftfahrzeugs verläuft. Das Leuchtenband kann eine Kontur eines Armaturenbretts oder der Scheibenwurzel des Kraft- fahrzeugs nachziehen. Das Leuchtenband ist weiterhin derart angeordnet, dass das zweite Reflektionselement mit der halbdurchlässigen Spiegelober- fläche zu dem Innenraum des Kraftfahrzeugs zeigt, sodass ein Betrachter des Leuchtenbands das Leuchtenband durch das zweite Reflektionselement betrachtet. Die Anordnung des Leuchtenbands bietet den Vorteil, dass das Leuchtenband in einem Sichtfeld eines Benutzers des Kraftfahrzeugs, insbe- sondere des Fahrers, ist. Somit kann dieser die über das Leuchtenband vermittelte Informationen schnell und intuitiv erfassen.

Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das Kraftfahrzeug ein Leuchtenband mit einer Steuereinrichtung umfasst, welche dazu eingerichtet ist, ein vorbestimmtes Leuchtmuster in Abhängigkeit von zumindest einem Fahrzeugsensor-bezogenen Sensormesssignal und/oder in Abhängigkeit von zumindest einem Kraftfahrzeug-bezogenen Informationssignal auszuwählen. Hierzu weist das Kraftfahrzeug zumindest einen Fahrzeugsensor und/oder ein Fahrerassistenzsystem und/oder ein Infotainmentsystem auf. Der zumin- dest eine Fahrzeugsensor ist als zumindest einer der folgenden Fahr- zeugsensoren ausgebildet: ein Abstandssensor, ein optischer Sensor wie beispielsweise eine Kamera, ein Schallsensor wie beispielsweise ein Mikro- fon oder ein Biosensor. Der Biosensor ist dazu ausgelegt, Vitalwerte zumin- dest eines Fahrzeuginsassen zu erfassen, wie beispielsweise einen Herz- schlag des Fahrzeuginsassen. Die Steuereinrichtung kann dann ein Leucht- muster bestimmen, welches den Flerzschlag über das Leuchtenband visuali- siert.

Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Leuchtenbands beschrie- ben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildun- gen des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs hier nicht noch einmal beschrie- ben.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines Leuchtenbands für ein Kraftfahrzeug umfasst ein im Kraftfahrzeug angeordnetes Leuchtenband, welches eine Vielzahl von Lichtquellen aufweist, welche in einem Zwischen- raum angeordnet sind, welcher von einem ersten Reflektionselement und einen zweiten Reflektionselement gebildet wird. Dabei weist das erste Re- flektionselement zumindest eine voll reflektierende Spiegeloberfläche und das zweite Reflektionselement zumindest eine halbdurchlässige Spiegel- oberfläche auf. Die Lichtquellen sind derart zwischen den beiden Spiegel- oberflächen angeordnet, dass eine jeweilige Lichtquelle in einem angeschal- teten Betriebszustand in Abhängigkeit von einer Leuchtstärke der Lichtquelle eine bestimmte Anzahl von Spiegelungen in den jeweiligen beiden Spiegel- oberflächen erzeugt. Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass eine Steuereinrichtung des Leuchtenbands jede Lichtquelle einzeln ansteuert und eine jeweilige Leuchtfarbe und/oder eine jeweilige Leuchtstärke einer be- stimmten Lichtquelle individuell einstellt.

Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Leuchtenbands und den Wei- terbildungen des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs beschrieben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildungen des erfin- dungsgemäßen Verfahrens hier nicht noch einmal beschrieben. Zu der Erfindung gehört auch die Steuervorrichtung für das Leuchtenband. Die Steuervorrichtung weist eine Prozessoreinrichtung auf, die dazu einge- richtet ist, eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens durch- zuführen. Die Prozessoreinrichtung kann hierzu zumindest einen Mikropro- zessor und/oder zumindest einen Mikrocontroller aufweisen. Des Weiteren kann die Prozessoreinrichtung Programmcode aufweisen, der dazu einge- richtet ist, bei Ausführen durch die Prozessoreinrichtung die Ausführungs- form des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Der Programmcode kann in einem Datenspeicher der Prozessoreinrichtung gespeichert sein.

Im Folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt: Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Spiegelungsprinzips einer

Punktlichtquelle innerhalb von zwei Spiegeloberflächen;

Fig. 2 eine schematische Perspektivansicht eines Leuchtenbands für ein Kraftfahrzeug;

Fig. 3 eine schematische Draufsicht eines Kraftfahrzeuginnenraums eines Kraftfahrzeugs mit einem in einer Scheibenwurzel ange- ordneten Leuchtband; Fig. 4 eine schematische Perspektivansicht eines Leuchtenbands für ein Kraftfahrzeug mit einem vorbestimmten Leuchtmuster; und

Fig. 5 eine schematische Perspektivansicht eines Leuchtenbands für ein Kraftfahrzeug mit einem weiteren vorbestimmten Leucht- muster.

Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispie- len stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren sind die be- schriebenen Ausführungsformen auch durch weitere der bereits beschriebe- nen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente jeweils mit denselben Be- zugszeichen versehen.

In Fig. 1 ist schematisch eine Punktlichtquelle 10 dargestellt, welche sich innerhalb von einem ersten, voll reflektierenden Spiegel 12 und einem zwei- ten, halbdurchlässigen Spiegel 14 spiegelt. Die Punktlichtquelle 10 ist dabei in einem Zwischenraum 16, der durch die beiden Spiegel 12, 14 ausgebildet wird, angeordnet. Ein von der Punktlichtquelle 10 ausgehender Lichtstrahl wird an einer Oberfläche des ersten Spiegels 12 reflektiert und dadurch auf eine Oberfläche des zweiten Spiegels 14 gelenkt. Da der zweite Spiegel 14 halbdurchlässig ist, wird ein Anteil dieses einfallenden Lichtstrahls absorbiert und ein weiterer Anteil reflektiert. Der reflektierte Anteil des Lichtstrahls, welcher nun eine schwächere Leuchtstärke als die ursprüngliche Leuchtstär- ke der Punktlichtquelle 10 aufweist, spiegelt sich wieder in dem ersten Spie- gel 12, welcher wiederum den Lichtstrahl auf den zweiten Spiegel 14 zurück- lenkt. Im Auge eines Betrachters 18, der den zweiten, halbdurchlässigen Spiegel 14 von einer Rückseite betrachtet, welche von der Punktlichtquelle 10 abgewandt ist, bilden sich entlang einer Reihe eine bestimmte Anzahl von Lichtpunkten 20, die der jeweiligen Abbildung der Punktlichtquelle 10 auf der Oberfläche des zweiten halbdurchlässigen Spiegels 14 entsprechen. Da mit jeder Reflektion des Lichtstrahls der Punktlichtquelle 10 an der Oberfläche des zweiten, halbdurchlässigen Spiegels 14 ein Teil der Leuchtstärke absor- biert wird, leuchtet ein abgebildeter Lichtpunkt 20 mit zunehmender Anzahl Reflektionen immer schwächer. Somit nimmt die Leuchtstärke des abgebil- deten Lichtpunkts innerhalb einer Reihe von Lichtpunkten 20 ab. Hierdurch entsteht der Eindruck, dass in der Ebene des zweiten Spiegels 14 betrachtet die einzelnen Lichtpunkte 20 sich in einer Reihe hintereinander abbilden und sich in einer senkrecht zu der Ebene des zweiten Spiegels 14 verlaufenden Tiefe verlieren.

In Fig. 2 ist eine Perspektivansicht eines Leuchtenbands 22 für ein Kraftfahr- zeug 24 dargestellt. Das Leuchtenband 22 weist eine längliche oder band- förmige Form auf, wobei sich entlang einer Längsrichtung des Leuchten- bands 22 nebeneinander eine Vielzahl von Punktlichtquellen 10 anordnen, welche in einem vorbestimmten Abstand voneinander beabstandet sind. Anstelle von Punktlichtquellen 10 kann das Leuchtenband aber auch eine Vielzahl von Lichtquellen 10 mit einer länglichen Erstreckungsrichtung, wie beispielsweise Leuchtstoffröhren, aufweisen.

Die Vielzahl von Punktlichtquellen 10 sind in einem Zwischenraum 16 zwi- schen einem ersten, voll reflektierenden Spiegel 12 und einem zweiten, halbdurchlässigen Spiegel 14 angeordnet, sodass sich für jede Punktlicht- quelle 10 ein wie in Fig. 1 beschriebener Spiegelungseffekt für einen Be- trachter 18 der Rückseite des zweiten, halbdurchlässigen Spiegels 14 ergibt. Somit bildet sich in einer Querrichtung des Leuchtenbands 22 für jede leuch- tende Punktlichtquelle 10 eine Reihe von Lichtpunkten 20, die im Verlauf der Querrichtung des Leuchtenbands 22 immer schwächer leuchten.

Fig. 3 zeigt eine schematische Innenansicht eines Kraftfahrzeugs 24 mit einem Armaturenbrett 26 und einer Windschutzscheibe 28, wobei das in Fig. 2 beschriebene Leuchtenband 22 in der Scheibenwurzel 30 des Kraftfahr- zeugs 24 angeordnet ist. Hier dargestellt erstreckt sich das Leuchtenband 22 über die gesamte Länge der Scheibenwurzel 30. Das Leuchtenband 22 be- findet sich somit im Blickwinkel eines Fahrers und/oder eines Beifahrers des Kraftfahrzeugs 24. Dabei zeigt die Rückseite des zweiten, halbdurchlässigen Spiegels 14 zu dem Fahrzeuginnenraum 32 des Kraftfahrzeugs 24. Der erste, voll reflektierende Spiegel 12 ist hinter dem zweiten Spiegel 14 ver- borgen und somit aus der Perspektive des Fahrzeuginnenraums 32 nicht sichtbar. Jede Punktlichtquelle 10 des Leuchtenbands 22 kann durch eine hier nicht dargestellte Steuereinrichtung individuell angesteuert werden, sodass eine Leuchtstärke und/oder eine Leuchtfarbe der jeweiligen Punktlichtquelle 10 einzeln bestimmt werden kann. Somit kann sich insgesamt ein Leuchtmuster dadurch bilden, dass entlang der Längsrichtung des Leuchtenbands 22 für verschiedene Punktlichtquellen 10 verschiedene Reihen von Lichtpunkten 20 gebildet werden, die sich in der Anzahl von Lichtpunkten 20 innerhalb einer Reihe und/oder der Leuchtfarbe unterscheiden können. Zudem kann das Leuchtmuster eine bestimmte zeitliche Abfolge der Leuchtstärken und/oder der Leuchtfarben der jeweiligen Punktlichtquellen 10 vorsehen.

Fig. 4 und Fig. 5 zeigen jeweils ein Beispiel für ein bestimmtes Leuchtmuster, welches durch das Leuchtenband 22 dargestellt wird. Das Leuchtenband 22 kann sich in der Längsrichtung wie in Fig. 3 dargestellt entlang der Schei- benwurzel 30 des Kraftfahrzeugs 24 erstrecken. In Fig. 4 dargestellt leuchten auf einer rechten Seite des Leuchtenbands 22 drei nebeneinander angeord- nete Punktlichtquellen 10, sodass insgesamt für einen Betrachter 18 des zweiten halbdurchlässigen Spiegels 14 drei nebeneinander angeordnete Reihen von Lichtpunkten 20 erkennbar sind. Dabei weist die mittlere Punkt- lichtquelle 10 eine höhere Leuchtstärke als die anderen beiden Punktlicht quellen 10 auf. Die restlichen Punktlichtquellen 10 des Leuchtenbands 22 sind ausgeschaltet. Dadurch, dass die mittlere der leuchtenden Punktlicht- quelle 10 eine höhere Leuchtstärke aufweist, sind für einen Betrachter 18 mehrere Lichtpunkte in der Reihe von Lichtpunkten 20 zu erkennen als bei den anderen beiden Punktlichtquellen 10. Die Gruppe der drei Reihen von Lichtpunkten 20 kann im Rahmen eines dynamischen Leuchtmusters von einer Seite des Leuchtenbands 22 zu der anderen Seite wandern, d.h. von rechts nach links oder umgekehrt, indem die Punktlichtquellen 10 das Leuch- tenbands 22 nacheinander an- und ausgeschaltet werden.

Fig. 5 zeigt ein weiteres Leuchtmuster, bei der insgesamt sechs Punktlicht- quellen 10 des Leuchtenbands 22 angeschaltet sind und leuchten. Dabei ist die Leuchtstärke der mittleren Punktlichtquellen 10 am höchsten und nimmt zur Seite zu den benachbarten Punktlichtquellen 10 hin ab. Das Leuchtmus- ter kann beispielsweise eine rote Farbe für die einzelnen Punktlichtquellen 10 vorsehen, um beispielsweise eine Warnung zu visualisieren.

Das Leuchtmuster wird durch die Steuereinrichtung derart ausgewählt, dass das Leuchtmuster eine bestimmte kraftfahrzeugbetreffende Information visu- alisiert. Die Steuereinrichtung kann hierzu von zumindest einem Fahr- zeugsensor und/oder von einem Fahrerassistenzsystem und/oder einem Infotainmentsystem fahrzeugbezogene Informationssignale empfangen. Die Steuereinrichtung ist beispielsweise an einen Fahrzeugbus des Kraftfahr- zeugs 24 angeschlossen. In Abhängigkeit von dem empfangenen Informati- onssignal kann dann die Steuereinrichtung ein bestimmtes Leuchtmuster aus einer Liste von vorbestimmten, gespeicherten Leuchtmustern auswählen und/oder ein Leuchtmuster selbst nach vorbestimmten Regeln erstellen.

Im Folgenden sind Beispiele von möglichen Anwendungsfällen, die durch das Leuchtenband mittels eines bestimmten Leuchtmusters visualisiert wer- den können, aufgeführt:

- eine Annäherungswarnung eines weiteren Verkehrsteilnehmers wie beispielsweise einem weiteren Kraftfahrzeug und/oder einem Radfah- rer und/oder einem Fußgänger: Eine Annäherung des weiteren Ver- kehrsteilnehmers kann durch einen Abstandssensor und/oder einem Annäherungssensor des Kraftfahrzeugs erfasst werden über das In- formationssignal der Steuereinrichtung vermittelt werden. Das Leuchtmuster kann derart gewählt sein, dass eine bestimmte Gruppe von Lichtquellen aufleuchtet und/oder blinkt und/oder in ihrer Leucht- stärke zeitlich variiert werden. Dabei kann ein räumlicher Bezug zwi- schen der leuchtenden Gruppe von Lichtquellen und dem sich annä- hernd den weiteren Verkehrsteilnehmer erstellt werden, indem dieje nigen Lichtquellen leuchten, welche sich am nächsten zu dem weite- ren Verkehrsteilnehmer befinden;

- einen Parkabstand beispielsweise beim Einparken: Dabei kann eine Leuchtstärke zumindest einer Lichtquelle bei Verringerung des Ab- stands zu einem weiteren, parkenden Kraftfahrzeug oder einem fest- stehenden Verkehrshindernis vergrößert werden, um zu visualisieren, dass der Abstand kritisch gering wird;

- ein gesetzter Blinker und/oder einen Grad einer Beschleunigung und/oder einen Grad eines Bremsens des Kraftfahrzeugs: Dabei kön- nen beispielsweise nur diejenigen Lichtquellen aufleuchten, die sich auf der Seite des gesetzten Blinkers befinden. Das Leuchtmuster kann einen Lenkradeinschlag per Zeiger im Leuchtenband anzeigen. Eine Leuchtstärke der Lichtquellen kann beispielsweise mit dem Grad der Beschleunigung oder dem Grad des Bremsens variieren. Eine je- weilige Leuchtfarbe der Lichtquellen kann abhängig von dem ausge- führten Vorgang variieren;

- eine grüne Welle der im Straßenverkehr vorausliegenden Ampelvor- richtungen Nutzen: Hierbei kann das Leuchtmuster dazu animieren, im richtigen Zeitpunkt zu beschleunigen und/oder den Grad der Be- schleunigung zu erhöhen, um rechtzeitig eine grüne Ampel zu erwi- schen. Hierzu kann die Steuervorrichtung auch Informationen von ei- nem fahrzeugexternen Server und/oder einem Funkgerät und/oder ei- nem Navigationsgerät beziehen, um zu bestimmen, wann die Be- schleunigung benötigt wird. Beispielsweise visualisiert das Leucht- muster den Grad der Beschleunigung mit einer zunehmenden Leucht- stärke der einzelnen Lichtquellen;

- eine Information über eine Ampelvorrichtung: das Leuchtmuster kann beispielsweise die Farbe der im Straßenverlauf vorausliegenden Am- pelvorrichtung wiedergeben;

- einen Grad der Effizienz eines Fährbetriebs des Kraftfahrzeugs: die Steuereinrichtung kann auswerten, wie effizient das Kraftfahrzeug ge- rade fährt, indem es zum Beispiel erkennt, ob das Kraftfahrzeug sei- nen Antrieb aus einem Verbrennungsmotor oder aus einem wieder- aufladbaren Elektromotor bezieht. Das Leuchtmuster kann den Grad der Effizienz durch beispielsweise unterschiedliche Leuchtfarben dar- stellen. Weiterhin kann die Steuereinrichtung auswerten, ob ein be- stimmtes Effizienzziel erfüllt oder erreicht wurde, und hierzu eine be- stimmtes Leuchtmuster mit einer Animation vorsehen, die beispiels- weise einen Farbverlauf und/oder eine sogenannte „La Ola“-Welle darstellt;

eine Stimmenausgabe durch beispielsweise eines Fahrerassistenten und/oder eine Klangausgabe von einer durch beispielsweise das Au- toradio oder das Infotainmentsystem abgespielten Musik: das Leuchtmuster kann einen Stimmenausschlag und/oder ein Klang- spektrum und/oder eine Equalizer-Klangausgabe wiedergeben, indem für beispielsweise verschiedene Basstöne und/oder Frequenzen ver- schiedene Lichtquellen aufleuchten und/oder verschiedene Leucht- stärken umfassen. Der Fahrerassistent kann beispielsweise eine Übernahmeaufforderung an den Fahrer ausgeben, um mitzuteilen, dass von einem autonomen Fahrmodus zu einem manuellen Fahrmo- dus gewechselt wird. Der Fahrerassistent kann weiterhin eine Verfüg- barkeit des autonomen Fahrmodus ausgeben;

eine Warnmeldung, welche beispielsweise eine Auffahrwarnung und/oder eine Überholwarnung wiedergibt, und/oder eine generelle Warnung, dass das Kraftfahrzeug falsch in eine Einbahnstraße oder in einem Einfahrverbot einfährt;

eine erfolgreiche Verbindung zwischen zwei Endgeräten, wie bei spielsweise eine Bluetooth-Verbindung zwischen einem Mobilfunkge- rät und dem Infotainmentsystem;

einen Kompass, indem beispielsweise der geographische Norden durch das Leuchtmuster wiedergegeben wird;

eine Lichttherapie zur Entspannung, beispielsweise bei einer Fahrt im autonomen Fahrmodus;

eine Auswertung eines Biosensors, wie beispielsweise ein Herzschlag eines Kraftfahrzeuginsassen oder des Fahrers;

eine Kraftfahrzeugfunktion wie beispielsweise eine Fahrzeugtempera- tur oder eine Einstellung eines Klimareglers;

eine Straße und/oder Straßenführung und/oder Spurverlauf. Hierzu kann die Steuereinrichtung vom Navigationssystem bereitgestellte Navigationsdaten auswerten;

ein bestimmtes Begrüßung - und/oder Verabschiedungsmuster, wenn das Kraftfahrzeug gestartet bzw. abgestellt wird; - ein bestimmtes Leuchtzeichen, welches auf einen Ort der Interesse in der Umgebung des Kraftfahrzeugs hinweist, wie beispielsweise eine touristische Attraktion und/oder ein Gastgewerbe;

- eine Spracherkennung im Fahrzeuginnenraum durch ein Mikrofon, beispielsweise im Rahmen einer Kommunikation des zumindest einen

Fahrzeuginsassen mit dem Infotainmentsystem. Das Leuchtmuster kann zudem visualisieren, ob auf einer Seite des Fahrers oder einer Seite des Beifahrers die Spracherkennung erfolgt, indem nur die Lichtquellen auf der jeweiligen Seite aufleuchten. Weiterhin kann bei- spielsweise im Rahmen eines Spiels oder Quiz durch das Leuchtmus- ter angezeigt werden, von welcher Seite, Fahrseite oder Beifahrersei- te, eine Spracherkennung erwartet wird.

Insgesamt zeigen die Beispiele, wie durch die Erfindung mit einfachen, kos- tengünstigen Mitteln eine komplexe, kohärente Informationsvermittlung für einen Benutzer des Kraftfahrzeugs bereitgestellt wird.