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Patent Searching and Data


Title:
LIGHTING SYSTEM HAVING INTEGRATED AIR PURIFICATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/080972
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a lighting system, comprising at least one light source and at least one first hollow profile, onto which the light source is held, characterized in that the first hollow profile is has at least one air outlet opening and is held at an angle greater than or equal to 30°, and preferably 40° + 5° to the horizontal, wherein, due to convection, an air stream, starting from at least one air outlet opening, flows through the first hollow profile to the air outlet opening, and wherein the air stream is guided through an air purification unit, and is purified by the same.

Inventors:
MÜLLER, Wolfgang (Gerberstraße 63, Villingen-Schwenningen, 78050, DE)
Application Number:
DE2018/100878
Publication Date:
May 02, 2019
Filing Date:
October 26, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BEITER GMBH & CO. KG FORMENBAU (Scheerer Straße 7, Sigmaringendorf, 72517, DE)
International Classes:
F24F13/28; F21S6/00; F21V33/00; F24F3/16; F24F13/078
Foreign References:
DE10141369A12003-03-13
DE9316234U11994-01-13
GB509220A1939-07-12
US20100196214A12010-08-05
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
TARVENKORN & WICKORD PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (Technologiepark 11, Paderborn, 33100, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Beleuchtungssystem umfassend wenigstens eine Lichtquelle (5) und wenigstens ein erstes Hohlprofil (1), an welchem die Lichtquelle (5) gehalten ist, wobei das erste Hohlprofil (1) wenigstens eine Luftauslassöffnung (8) aufweist und in einem Winkel größer gleich 30° und bevorzugt 40° ± 5° zur Horizontalen gehalten ist, wobei aufgrund von Konvektion ein Luftstrom von wenigstens einer

Lufteinlassöffnung (7) ausgehend durch das erste Hohlprofil (1) zur

Luftauslassöffnung (8) strömt und wobei der Luftstrom durch eine

Luftreinigungseinheit (3) geführt und von ebendieser gereinigt wird.

2. Beleuchtungssystem nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste Hohlprofil (1) an wenigstens einem zweiten Hohlprofil (2) gehalten ist, wobei das zweite Hohlprofil (2) vorzugsweise vertikal und/oder an einem Standfuß (4) gehalten ist.

3. Beleuchtungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftauslassöffnung (8) oberhalb der Lichtquelle (5) und die Lufteinlassöffnung (7) unterhalb der Lichtquelle (5) vorgesehen ist, wobei die Luftreinigungseinheit (3) zwischen der Lufteinlassöffnung (7) und der Luftauslassöffnung (8) vorgesehen und/oder einteilig mit ebendiesen gestaltet ist.

4. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch

gekennzeichnet, dass die Lufteinlassöffnung (7) in dem ersten Hohlprofil (1) und/oder in dem zweiten Hohlprofil (2) und/oder in dem Standfuß (4) vorgesehen ist.

5. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch

gekennzeichnet, dass die Luftreinigungseinheit (3) herausnehmbar ist und/oder einen schubladenförmigen Filterkorpus mit einem darin gehaltenen Filtermedium und vorzugsweise einem Filterflies umfasst.

6. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftreinigungseinheit (3) herausnehmbar ist und/oder einen Abscheider, insbesondere einen Ionisator, umfasst.

7. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch

gekennzeichnet, dass im Standfuß (4) zwei oder mehr Luftreinigungseinheiten (3) und/oder Lufteinlassöffnungen (7) vorgesehen sind.

8. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass Verbindungsmittel (9) zur Montage an einer Decke (10) und vorzugsweise Drahtseile als Verbindungsmittel (9) vorgesehen sind.

9. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch

gekennzeichnet, dass im Standfuß (4) und/oder im ersten Hohlprofil (1) und/oder im zweiten Hohlprofil (2) ein Ventilator (6) zur Luftzuführung vorgesehen ist.

10. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch

gekennzeichnet, dass eine Schaltanordnung zum wählbaren Einschalten des Ventilators (6) und/oder der Lichtquelle (5) vorgesehen ist.

1 1. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch

gekennzeichnet, dass ein Transformator und/oder ein Netzteil vorgesehen ist.

12. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch

gekennzeichnet, dass ein Luftstromsensor und/oder ein Temperatursensor und/oder ein Luftfeuchtigkeitssensor und/oder ein Partikelsensor, insbesondere ein Feinstaubsensor und/oder ein Rauchsensor, vorgesehen ist.

13. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch

gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (5) herausnehmbar ist.

14. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch

gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (5) Leuchtmittel und vorzugsweise

Leuchtdioden und besonders bevorzugt Hochleistungs-Leuchtdioden umfasst.

Description:
Beleuchtungssystem mit integrierter Luftreinigung

Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungssystem umfassend wenigstens eine Lichtquelle und wenigstens ein erstes Hohlprofil an welchem die Lichtquelle gehalten ist.

Im Bereich der Raumluftreinigung wird generell zwischen drei bekannten Gerätetypen mit unterschiedlichen Luftreinigungseinheiten unterschieden: Luftwäscher, Ionisatoren und Filtereinheiten.

Filtereinheiten filtern die Raumluft durch einen oder mehrere Filter

beziehungsweise Filtermedien und sind dadurch in der Lage die Raumluft auch von kleinen Partikeln wie beispielsweise Schadstoffen, Gasen, Allergenen und

Gerüchen zu reinigen.

Luftwäscher filtern aus der Raumluft grobe Partikel über die Bindung mit Wasser.

Ionisatoren erzeugen negativ geladene Teilchen, die sich an positiv geladene Partikel in der Raumluft binden und die Partikel dadurch schwer werden lassen. Sie sinken dann zu Boden und können dort aufgesammelt beziehungsweise entfernt werden.

Die eingangs aufgeführten Gerätetypen zur Raumluftreinigung benötigen jeweils ein aktives Lüftungssystem um einen Luftstrom der zu reinigenden Raumluft zu ihren Luftreinigungseinheiten zu führen und von ebendiesen zu reinigen. Für die

Leistungsaufnahme ihres erforderlichen Lüftungssystems fallen somit neben den Anschaffungskosten dieser Gerätetypen laufende Betriebskosten an. Zudem entstehen beim Betrieb durch das Lüftungssystem wahrnehmbare Geräusche. Die Optik derartiger Gerätetypen ist in der Regel nicht sehr ansprechend. Neben ihrer Raumluft reinigenden Funktion weisen diese Gerätetypen im Allgemeinen keinen funktionalen Mehrwert auf.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Beleuchtungssystem mit einer

Luftreinigungseinheit zu offenbaren, das optisch ansprechend ist, mit geringem oder keinem energetischen Mehraufwand und Geräuschpegel funktioniert sowie einfach zu reinigen ist.

Zur Lösung der Aufgabe weist die Erfindung die Merkmale des Patentanspruchs 1 auf. Demzufolge weist das erste Hohlprofil wenigstens eine Luftauslassöffnung auf und ist in einem Winkel größer gleich 30° und bevorzugt 40° ± 5° zur Horizontalen gehalten, wobei aufgrund von Konvektion ein Luftstrom von wenigstens einer Lufteinlassöffnung ausgehend durch das erste Hohlprofil zur Luftauslassöffnung strömt und wobei der Luftstrom durch eine Luftreinigungseinheit geführt und von ebendieser gereinigt wird.

Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die von den Lichtquellen im Betrieb abgegebene Wärme und durch die schräge Anordnung des ersten

Hohlprofils ein ausreichender Luftstrom durch das Beleuchtungssystem strömt, sodass die umgebende Raumluft ohne beziehungsweise mit geringem energetischen

Mehraufwand durch die Luftreinigungseinheit gereinigt wird.

Kerngedanke der Erfindung ist es insofern, aufgrund von natürlicher Konvektion einen ausreichenden Luftstrom zu erzeugen, um die Raumluft mittels der

Luftreinigungseinheit zu reinigen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das erste Hohlprofil an wenigstens einem zweiten Hohlprofil gehalten, wobei das zweite Hohlprofil

vorzugsweise vertikal und/oder an einem Standfuß gehalten ist. Dadurch kann das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem in Gestalt einer optisch ansprechenden Stehlampe beziehungsweise Schreibtischlampe realisiert werden. Die Verwendung von Hohlprofilen ermöglicht eine innenliegende Kabelführung und ist grundsätzlich gut als Strömungskanal für einen von der Luftreinigungseinheit benötigten Luftstrom geeignet. Dadurch ist das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem in einer schlanken und optisch ansprechenden Gestalt realisierbar.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Luftauslassöffnung oberhalb der Lichtquelle und die Lufteinlassöffnung unterhalb der Lichtquelle vorgesehen, wobei die Luftreinigungseinheit zwischen der Lufteinlassöffnung und der Luftauslassöffnung vorgesehen und/oder einteilig mit ebendiesen gestaltet ist. Diese Anordnung stellt sicher, dass die im Betrieb der Lichtquelle abgegebene Wärme von der in den

Hohlprofilen und/oder in dem Standfuß geführten Luft aufgenommen wird und diese infolge natürlicher Konvektion nach oben strömt zur Luftauslassöffnung. Gleichzeitig strömt umgebende Raumluft über die Lufteinlassöffnung nach, wobei sie durch die Luftreinigungseinheit gefiltert wird. Ebenso ist es denkbar, dass die

Luftreinigungseinheit oberhalb der Lichtquelle vorgesehen ist, wobei in diesem Fall die erwärmte und ausströmende Luft gereinigt wird.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Luftreinigungseinheit herausnehmbar und/oder umfasst einen schubladenförmigen Filterkorpus mit einem darin gehaltenen Filtermedium und vorzugsweise einem Filterflies. Dadurch kann die

Luftreinigungseinheit oder das darin aufgenommene Filtermedium bei Bedarf mit geringem Aufwand ausgetauscht oder gereinigt werden.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind im Standfuß zwei oder mehr

Luftreinigungseinheiten und/oder Lufteinlassöffnungen vorgesehen. Somit kann ein erhöhter Luftstrom an Raumluft gereinigt werden und/oder als Kühlung für die

Lichtquellen verwendet werden.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind Verbindungsmittel zur Montage an einer Decke und vorzugsweise Drahtseile als Verbindungsmittel vorgesehen. Das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem lässt sich somit in Gestalt einer optisch ansprechenden Deckenlampe realisieren.

Die Gestalt einer Wandlampe, bei welcher das erfindungsgemäße

Beleuchtungssystem über geeignete Verbindungmittel an eine Wand montiert ist, ist ebenfalls vorstellbar.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist im Standfuß und/oder im ersten Hohlprofil und/oder im zweiten Hohlprofil ein Ventilator zur Luftzuführung vorgesehen. Mittels des Ventilators kann ein erhöhter Luftstrom an Raumluft angesaugt und in der

Luftreinigungseinheit gereinigt beziehungsweise für eine erhöhte Kühlung der

Lichtquelle verwendet werden.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Schaltanordnung zum wählbaren Einschalten des Ventilators und/oder der Lichtquelle vorgesehen. Bei ausreichender natürlicher Konvektion ist der Betrieb des Ventilators unter Umständen nicht zwingend erforderlich. Über die angegebene Schaltanordnung lässt sich der Ventilator für diesen Fall abschalten und Energie sparen. Der Ventilator kann jedoch wahlweise zu der Lichtquelle hinzu geschaltet werden. Ebenso kann der Ventilator für eine Reinigung der Raumluft mittels der Luftreinigungseinheit verwendet werden, wenn die Lichtquelle ausgeschaltet ist, was beispielsweise nachts zu Schlafenszeiten der Fall ist. So kann eine kontinuierliche Reinigung der Luft bei einem reduzierten Energieaufwand sichergestellt werden.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind ein Transformator und/oder ein Netzteil vorgesehen. Diese sind in der Regel für den Betrieb der Lichtquelle beziehungsweise des Ventilators notwendig und erzeugen eine zusätzliche Abwärme, welche ebenfalls für natürliche Konvektion und somit für einen erhöhten Luftstrom verwendet werden kann. Voraussetzung hierfür ist, dass der Transformator beziehungsweis das Netzteil Abwärme an die in den Hohlprofilen und/oder im Standfuß innenliegende Luft abgibt.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist ein Luftstromsensor und/oder ein

Temperatursensor und/oder ein Luftfeuchtigkeitssensor und/oder ein Partikelsensor, insbesondere ein Feinstaubsensor und/oder ein Rauchsensor, vorgesehen. Derartige Sensoren können die Qualität der umgebenden Raumluft überwachen, wodurch dem erfindungsgemäßen Beleuchtungssystem eine Zusatzfunktion zukommt. Mittels eines Luftstromsensors lässt sich die Filter- beziehungsweise Reinigungswirkung der Luftreinigungseinheit überwachen. Der Luftstromsensor kann einen reduzierten Luftstrom beziehungsweise im Umkehrschluss einen erhöhten Strömungswiderstand melden, welcher beispielsweise infolge eines zusitzenden Filters mit einem dicken Filterkuchen einsetzt. In Kombination mit einem Signalgeber kann somit ein

Signalhinweis zum Auswechseln beziehungsweise Reinigen der Luftreinigungseinheit ausgegeben werden.

Aus den weiteren Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung sind weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung zu entnehmen. Dort erwähnte Merkmale können jeweils einzeln für sich oder auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.

Die Zeichnungen dienen lediglich beispielhaft der Klarstellung der Erfindung und haben keinen einschränkenden Charakter.

Es zeigen:

Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen

Beleuchtungssystems als Stehlampe mit einem Standfuß in einer Seitenansicht und mit verdeckten Kanten eines im Standfuß vorgesehenen Ventilators,

Fig. 2 einen seitlichen Ausbruch eines ersten Hohlprofils des

Beleuchtungssystems nach Fig. 1 mit einer Lichtquelle und mit einer Luftauslassöffnung,

Fig. 3 einen seitlichen Ausbruch des Standfußes des Beleuchtungssystems nach

Fig. 1 mit verdeckten Kanten,

Fig. 4 einen perspektivischen Ausbruch des Standfußes nach Fig. 3 mit

verdeckten Kanten,

Fig. 5 den Standfuß nach Fig. 3 in einer Draufsicht mit verdeckten Kanten und Fig. 6 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen

Beleuchtungssystems montiert an eine Decke in einer Seitenansicht mit verdeckten Kanten.

Ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems als Stehlampe ist in den Fig. 1. bis Fig. 5 dargestellt. Dieses Beleuchtungssystem nach Fig.1 bis Fig. 5 umfasst als wesentliche formgebende Komponenten ein erstes Hohlprofil 1 , welches schräg und vorzugsweise in einem Winkel von 40 ° an einem vertikalen zweiten Hohlprofil gehalten ist, sowie einen zylindrischen Standfuß 4, in den das zweite Hohlprofil 2 mündet und welcher zum Aufstellen des Beleuchtungssystems auf einem Untergrund dient. An dem ersten Hohlprofil 1 ist eine Lichtquelle 5, vorzugsweise eine Hochleistungs-Leuchtdiode, gehalten. Sofern erforderlich, verlaufen die für die Lichtquelle 5 notwendigen elektrischen Leitungen vorzugsweise im Inneren der Hohlprofile 1 , 2 zu einem Transformator beziehungsweise zu einem Netzteil, welches bevorzugt im Standfuß 4 oder im unteren Bereich des zweiten Hohlprofils 2 vorgesehen ist.

Neben einer lichtgebenden Funktion dient das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem zum Reinigen von kontaminierter Raumluft. Hierfür ist eine Luftreinigungseinheit 3 vorgesehen, welchem im Ausführungsbeispiel des Beleuchtungssystems nach Fig. 1 bis Fig. 5 im Standfuß 4 direkt hinter einer Lufteinlassöffnung 7 vorgesehen ist. Die Luftreinigungseinheit 3 soll insbesondere feste Partikel wie beispielsweise Pollen-, Blüten-, Haus-, Feinstaub oder dergleichen aus der Raumluft binden. Dadurch ergibt sich ein verbessertes Raumklima, was beispielsweise für Allergiker von großem Interesse ist. Hierzu kann die Luftreinigungseinheit 3 beispielsweise einen Ionisator und/oder bevorzugt eine Filtereinheit mit einem Filtermedium, beispielsweise einem Filterflies, aufweisen. Die Luftreinigungseinheit 3 ist in dem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems nach Fig. 1 bis Fig. 5 schubladenförmig sowie einteilig mit der Lufteinlassöffnung 7 gestaltet und aus einer korrespondierend geformten Ausnehmung im Standfuß 4 herausnehmbar. Dadurch lässt sich die Luftreinigungseinheit 3 beziehungsweise das Filtermedium im Bedarfsfall leicht austauschen und/oder reinigen. Um die zu reinigende Raumluft durch die Luftreinigungseinheit 3 zu führen, sind die Hohlprofile 1 , 2 sowie der Standfuß 4 zum Durchführen eines Luftstroms konstruiert. Die umgebende Raumluft wird von der mantelseitig in dem Standfuß 4 gehaltenen Lufteinlassöffnung 7 durch die Luftreinigungseinheit 3 und von dort über

entsprechende Kanalausnehmungen im Standfuß 4 in die Hohlprofile 1 , 2 bis zu einer im oberen Bereich des ersten Hohlprofils 1 vorgesehenen Luftauslassöffnung 7 geführt. Im Betrieb erzeugt insbesondere die von der Lichtquelle 5 und von dem Transformator beziehungsweise dem Netzteil erzeugte Abwärme eine natürliche Konvektion. Die durch die Luftreinigungseinheit 3 gereinigte und infolge der Abwärme aufgewärmte Luft verringert ihre Dichte und strömt im Inneren der Hohlprofile 1 , 2 nach oben und aus der vorgesehenen Luftauslassöffnung 8 in die Umgebung. Für eine gute Abführung der Luft ist insbesondere die vertikale beziehungsweise schräg nach oben zeigende Ausrichtung der Hohlprofile 1 , 2 entscheidend. Es entsteht ein Unterdruck in den Hohlprofilen 1 , 2 und dem Standfuß 4, der dazu führt, dass an der

Lufteinlassöffnung 7 aus der Umgebung ein Luftstrom angesaugt wird.

Die natürliche Konvektion sorgt zudem für eine verbesserte Kühlung der Lichtquelle 5, was insbesondere bei Leuchtdioden notwendig ist, um eine lange Lebensdauer zu realisieren. Somit können Kosten für eine aufwendige Kühlung der Lichtquelle 5 eingespart werden.

Zusätzlich umfasst dieses Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen

Beleuchtungssystems nach Fig. 1 bis Fig. 5 einen Ventilator 6, welcher vorzugsweise konzentrisch zum zweiten Hohlprofil 2 und vom Weg des Luftstroms aus betrachtet hinter der Luftreinigungseinheit 3 im Standfuß 4 vorgesehen ist. Der Ventilator 6 lässt sich über eine geeignete Schaltanordnung optional zu der Lichtquelle 5 zuschalten beziehungsweise einzeln betrieben. Durch den Ventilator 6 kann im gemeinsamen Betrieb mit der Lichtquelle 5 ein erhöhter Luftstrom an Raumluft in das

Beleuchtungssystem einströmen, wodurch sich die Reinigungswirkung der

Luftreinigungseinheit 3 als auch die Kühlwirkung für die Lichtquelle 5 erhöht. Bei ausgeschalteter Lichtquelle 5, beispielsweise nachts zu Schlafenszeiten, kann die Raumluft durch den Betrieb des Ventilators 6 weiter gereinigt werden. Der Ventilator 6 kann dafür so dimensioniert und in dem Standfuß 4 untergebracht sein, dass sein Betrieb mit einem sehr geringen Geräuschpegel und nahezu nicht wahrnehmbar durchführbar ist. In Fig. 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems als hängende Deckenlampe in einer Seitendarstellung mit verdeckten Kanten dargestellt. Als Gestalt gebende Hauptkomponente umfasst dieses Ausführungsbeispiel das erste Hohlprofil 1 , welches über Verbindungsmittel 9 und vorzugsweise Drahtseile an einer Decke 10 montiert ist. Dabei hängt das erste Hohlprofil 1 schräg und in einem Winkel von vorzugsweise 40° an der Decke 10. Durch diese Anordnung kann umgebende Raumluft durch das erste Hohlprofil 1 strömen, welches hierfür stirnseitige Öffnungen 7, 8 aufweist. Im unteren Bereich des ersten Hohlprofils 1 ist stirnseitig die Lufteinlassöffnung 7 vorgesehen. Im oberen Bereich des ersten Hohlprofils 1 ist stirnseitig die Luftauslassöffnung 8 vorgesehen. Zwischen den Öffnungen 7, 8 sind die Luftreinigungseinheit 3 und zwei Lichtquellen 5 in dem ersten Hohlprofil 1 gehalten. Die Lichtquellen 5 sind dabei oberhalb der Luftreinigungseinheit 3 sowie von der Decke 10 abgewandt und nach unten strahlend positioniert. Die Abwärme der Lichtquellen 5 erzeugt eine natürliche Konvektion im Inneren des ersten Hohlprofils 1 , wobei die schräge Ausrichtung des ersten Hohlprofils 1 hierbei entscheidend für eine ausreichende Luftstrombildung ist. So kann Raumluft über die Lufteinlassöffnung 7 durch die Luftreinigungseinheit 3 strömen, gereinigt werden und aus der Luftauslassöffnung 8 ausströmen. Die Luftreinigungseinheit 3 ist vorzugsweise herausnehmbar in einer korrespondierend geformten und stirnseitig vorgesehenen Ausnehmung des ersten Hohlprofils 1 gehalten.

Die Figuren zeigen voneinander verschiedene Ausführungsbeispiele des

erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems. Es werden lediglich die

Unterscheidungsmerkmale der auf das erste Ausführungsbeispiel folgenden

Ausführungsbeispiele zu dem ersten Ausführungsbeispiel erläutert. Im Übrigen stimmen die Ausführungsbeispiele überein.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen des

Beleuchtungssystems beschränkt. Beispielsweise sind unter Beibehaltung der erfinderischen Idee Ausführungsbeispiele des Beleuchtungssystems in alternativen Designvarianten denkbar. So kann das Beleuchtungssystem in Gestalt einer

Stehlampe ohne einen Standfuß 4 realisiert sein und im unteren Bereich seines zweiten Hohlprofils 2 die Lufteinlassöffnung 7 aufweisen. Ebenfalls ist es denkbar eine Mehrzahl erster Hohlprofile 1 konstruktiv zu verbinden, wobei das so gebildete Beleuchtungssystem eine mit allen ersten Hohlprofilen 1 verbundene Luftreinigungseinheit 3 und/oder Ventilator 6 und/oder Luftauslassöffnung 8 und/oder ein Zwischenstück aufweist. Das Zwischenstück kann beispielsweise auch zwischen ersten Hohlprofilen 1 und/oder zweiten Hohlprofilen 2 vorgesehen sein. Es ist denkbar, dass das Zwischenstück ein Gelenk ist, welches die Hohlprofile 1 , 2 verstellbar miteinander verbindet. Das Zwischenstück kann auch als tragendes beziehungsweise aufnehmendes und/oder austauschbares Element für einzelne Bauteile, beispielsweise für die Luftreinigungseinheit 3, des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems fungieren.

Es ist weiterhin denkbar, das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem mit Sensoren zur Überwachung der Luftreinigung, insbesondere mit einem Luftstromsensor, auszustatten. Der Luftstromsensor erkennt einen abfallenden Luftstrom, der infolge eines erhöhten Strömungswiderstands einer verstopften Filtereinheit der

Luftreinigungseinheit 3 auftritt. Der reduzierte Luftstrom deutet daraufhin, dass die Filtereinheit beziehungsweise ihr Filtermedium ausgetauscht oder gesäubert werden muss, um wieder eine hohe Filterleistung zu gewährleisten.

Gleiche Bauteile und Bauteilfunktionen sind durch gleiche Bezugszeichen

gekennzeichnet.

Bezugszeichenliste

1 erstes Hohlprofil

2 zweites Hohlprofil

3 Luftreinigungseinheit

4 Standfuß

5 Lichtquelle

6 Ventilator

7 Lufteinlassöffnung

8 Luftauslassöffnung

9 Verbindungsmittel

10 Decke