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Patent Searching and Data


Title:
LIGHTNING ARRESTER DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/161943
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a lightning arrester device consisting of a catching device (1) having an electrical conductor (2) which is connected to an earthing installation and which is surrounded by insulation (4) surrounded by a longitudinally continuous layer (5) made from a material which forms a conductive layer, wherein: a connecting cap (6) is positioned on the end region, facing the catching device (1), of the insulation (4) and of the layer (5) surrounding said insulation, by means of which connecting cap the catching device (1) and/or the electrical conductor (2) is connected to the layer (5); the connecting cap (6) is sleeve-shaped and is applied with the sleeve casing to the insulation (4) and to the layer (5) surrounding said insulation, and the sleeve base (7) of the connecting cap serves as an insertion limit for the insulation (4) and the layer (5); a blind hole (8), into which the stripped end of the conductor (2) is inserted, adjoins the sleeve base (7); and an interlocking part (10) is integrally formed inside the sleeve casing of the connecting cap (6) and is interlockingly connected to the insulation (4) in the desired assembly position, thereby deforming the insulation (4).

Inventors:
BISCHOFF, Martin (Ostbürener Straße 12, Fröndenberg, 58730, DE)
SANTA, Adam (Vágány utca 9/c, 2310 Szigetszentmiklós, 2310, HU)
SCHMIDT, Olaf (Rochollweg 4, Soest, 59494, DE)
Application Number:
EP2018/075414
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
September 20, 2018
Export Citation:
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Assignee:
OBO BETTERMANN HUNGARY KFT (Alsóráda 2, 2347 Bugyi, 2347, HU)
International Classes:
H02G13/00; H01R11/11; H01R13/59; H01R4/36; H01R4/66
Foreign References:
EP1760855A12007-03-07
DE102014208291A12015-11-05
DE102005024222A12006-09-21
DE102013000194A12014-04-30
EP1760855B12008-10-29
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE KÖCHLING, DÖRING PARTG MBB (KÖCHLING, Conrad-JoachimFleyer Straße 135, Hagen, 58097, DE)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Blitzstromableitvorrichtung, bestehend aus

einer Fangeinrichtung (1) mit einem

elektrischen Leiter (2), der mit einer

Erdungsanlage verbunden ist, wobei der

elektrische Leiter (2) von einer Isolierung (4) umgeben ist, wobei die Isolierung (4) von einer in Längsrichtung durchgehenden Schicht (5) aus einem Material umgeben ist, das eine

Leitschicht bildet, wobei am der

Fangeinrichtung (1) zugewandten Endbereich der Isolierung (4) und der diese umgebenden Schicht (5) eine Änschlusskappe (6) oder dergleichen Bauteil aus elektrisch leitendem Material, insbesondere Metall, angeordnet ist, mittels dessen die Fangeinrichtung (1) und/oder der elektrische Leiter (2) mit der Schicht (5) verbunden ist, und/oder das am der

Erdungsanlage zugewandten Endbereich der

Isolierung (4) und der diese umgebenden Schicht (5) eine Anschlusskappe (6) oder dergleichen Bauteil aus elektrisch leitendem Material, insbesondere Metall, angeordnet ist, mittels dessen der elektrische Leiter (2) und/oder die Erdungsanlage mit der die Isolierung (4) umgebenden Schicht (5) verbunden ist, wobei die Anschlusskappe (6) hülsenartig ausgebildet ist und mit dem Hülsenmantel auf die Isolierung (4) samt der diese umgebenden Schicht (5)

aufgebacht ist und deren Hülsenboden (7) als Einsteckbegrenzung für die Isolierung (4) samt Schicht (5) dient, wobei an den Hülsenboden (7) ein Sackloch (8) anschließt, in welches das abisolierte Ende des Leiters (2) eingesteckt ist, wobei vorzugsweise die Anschlusskappe (6) im Bereich des Sacklochs (8) von Stiftschrauben (9) gewindemäßig durchgriffen ist, die mit ihrem in das Sackloch (8) ragenden Ende das abisolierte Ende des Leiters (2) kontaktieren, dadurch gekennzeichnet, dass innenliegend des Hülsenmantels der Anschlusskappe (6) mindestens ein Formschlussteil (10) angeformt ist, welches in Montagesolllage unter Verformung der

Isolierung (4) formschlüssig mit der Isolierung (4) verbunden ist.

2. Blitzstromableitvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das

Formschlussteil (10) die Schicht (5) mit in die Verformung der Isolierung (4) eingepresst hält.

3. Blitzstromableitvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das

Formschlussteil (10) durch mindestens eine einen Gewindegang bildende Rippe gebildet ist, die von der Innenseite des Hülsenmantels der Anschlusskappe (6) vorragt.

4. Blitzstromableitvorrichtung nach einem der

Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlussteil (10) einen Innendurchmesser aufweist, der kleiner ist, als der Durchmesser der Isolierung (4) und größer als der

Durchmesser oder die Querabmessung des

elektrischen Leiters (2).

5. Blitzstromableitvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die hülsenartige Anschlusskappe (6) im Bereich axial gesehen vor und/oder hinter dem

Formschlussteil (10) einen Durchmesser

aufweist, der kleiner oder gleich ist als beziehungsweise wie beziehungsweise wie die Querabmessung oder der Durchmesser des

elektrischen Leiters (2) samt Isolierung (4) und samt der durchgehenden Schicht (5) , aber größer oder gleich als beziehungsweise wie die Querabmessung oder der Durchmesser des

elektrischen Leiters (2) samt Isolierung (4).

6. Blitzstromableitvorrichtung nach einem der

Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlussteil (10) mit Abstand vom

Mündungsende der Anschlusskappe (6) ausgebildet ist, wobei der Abstand vorzugsweise größer als die axiale Erstreckung des Formschlussteiles (10) ist oder etwa einem Drittel der Länge zwischen Mündung und Hülsenboden (7) der

Anschlusskappe (6) entspricht.

7. Blitzstromableitvorrichtung nach einem der

Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung (4) aus hartem Werkstoff, vorzugsweise VPE, besteht.

8. Blitzstromableitvorrichtung nach einem der

Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die die Isolierung (4) umgebende Schicht (5) aus elastischem Werkstoff, vorzugsweise

elektrisch leitfähigem VPE oder EVA besteht.

9. Blitzstromableitvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (5) mehrlagig ist.

10. Blitzstromableitvorrichtung nach einem der

Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Leiter (2) von einer

halbleitenden Schicht (11) oder einem

halbleitenden Mantel umgeben ist, wobei der

Leiter (2) aus mehreren Adern gebildet ist.

Description:
Blitzstromableitvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine

Blitzstromableitvorrichtung, bestehend aus einer Fangeinrichtung, mit einem elektrischen Leiter, der mit einer Erdungsanlage verbunden ist, wobei der elektrische Leiter von einer Isolierung umgeben ist, wobei die Isolierung von einer in

Längsrichtung durchgehenden Schicht aus einem

Material umgeben ist, das eine Leitschicht bildet, wobei am der Fangeinrichtung zugewandten Endbereich der Isolierung und der diese umgebenden Schicht eine Anschlusskappe oder dergleichen Bauteil aus elektrisch leitendem Material, insbesondere Metall, angeordnet ist, mittels dessen die Fangeinrichtung und/oder der elektrische Leiter mit der Schicht verbunden ist, und/oder das am der Erdungsanlage zugewandten Endbereich der Isolierung und der diese umgebenden Schicht eine Anschlusskappe oder dergleichen Bauteil aus elektrisch leitendem

Material, insbesondere Metall, angeordnet ist, mittels dessen der elektrische Leiter und/oder die Erdungsanlage mit der die Isolierung umgebenden Schicht verbunden ist, wobei die Anschlusskappe hülsenartig ausgebildet ist und mit dem

Hülsenmantel auf die Isolierung samt der diese umgebenden Schicht aufgebacht ist und deren

Hülsenboden als Einsteckbegrenzung für die

Isolierung samt Schicht dient, wobei an den

Hülsenboden ein Sackloch anschließt, in welches das abisolierte Ende des Leiters eingesteckt ist, wobei vorzugsweise die Anschlusskappe im Bereich des Sacklochs von Stiftschrauben gewindemäßig

durchgriffen ist, die mit ihrem in das Sackloch ragenden Ende das abisolierte Ende des Leiters kontaktieren .

Eine derartige Blitzstro ableitvorrichtung ist beispielsweise aus der EP 1 760 855 Bl bekannt. Bei im Stand der Technik bekannten ähnlichen

Blitzstromableitvorrichtungen ist die

Anschlusskappe, die hülsenartig ausgebildet ist, innenseitig mit einem gering vorragenden Gewinde versehen, sodass die Anschlusskappe auf den

elektrischen Leiter samt Isolierung und samt durchgehender Schicht gewindemäßig aufgebracht werden kann. Tatsächlich dringt hierbei das Gewinde etwas in die durchgehende Schicht, die eine

Leitschicht bildet, ein, um hier eine elektrische Kontaktierung herzustellen. Hierdurch wird aber keine mechanische Fixierung erreicht, da diese Gewindeverbindung nicht ausreicht, um eine zugfeste Verbindung zwischen der Fangeinrichtung und dem aus mehreren Bestandteilen bestehenden Kabel zu

erreichen. Um eine zugfeste Verbindung zu

erreichen, wird im Stand der Technik die Anordnung der Stiftschrauben genutzt, die in der

Montagesolllage in das Material des abisolierten Leiters eindringen und eingreifen. Zur

Lagesicherung müssen diese Stiftschrauben mittels eines geeigneten Klebers in der Solllage gesichert werden, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass diese Schrauben sich lösen, wenn ein

Blitzstromereignis auftritt, sodass dann die notwendige zugfeste Verbindung, die allein über die Stiftschrauben erreicht werden soll, nicht mehr gewährleistet ist.

In der jetzt geltenden Norm (IEC 62561-1 2017) wird vorgeschrieben, dass die Verbindung einer Zugkraft von 900 N +/- 20 N für eine Minute standhalten muss, wobei die Beweglichkeit kleiner als ein Millimeter sein soll.

Dies zu erreichen ist mit der herkömmlichen Technik nicht oder nicht in ausreichendem Maße

sichergestellt .

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine

Blitzstromableitvorrichtung gattungsgemäßer Art zu schaffen, die bei einfachem konstruktiven Aufbau, einfacher Handhabung und möglichst unter Vermeidung von Klebstoff oder dergleichen eine hohe

Strombelastbarkeit gewährleistet, wobei

insbesondere die neuen Normvorschriften eingehalten werden sollen.

Zur prinzipiellen Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass innenliegend des Hülsenmantels der Anschlusskappe mindestens ein Formschlussteil angeformt ist, welches in Montagesolllage unter Verformung der Isolierung formschlüssig mit der Isolierung verbunden ist.

Gemäß dieser Ausgestaltung wird eine zugfeste

Verbindung der entsprechenden Elemente

sichergestellt und ebenso ein elektrischer Kontakt, wobei das Formschlussteil in der Montagesolllage radial in das Material der Isolierung eindringt und so zu einer entsprechenden Verformung führt, wodurch ein Formschluss zwischen der Anschlusskappe und der Isolierung erreicht wird. Hierzu kann ein Formschlussteil ausreichen, welches entsprechend tief in die Isolierung eingreift. Es können aber auch mehrere Formschlussteile axial hintereinander in der Anschlusskappe ausgebildet sein, wobei dann diese nicht so tief in die Isolierung eindringen müssen, um den Formschluss zu gewährleisten. Durch diese Ausgestaltung ist die bisher übliche

Verklebung der Stiftschrauben überflüssig, da diese für die zugfeste Verbindung ohne Bedeutung sind.

Mit einer solchen Ausgestaltung wird eine Zugkraft von 900 N +/- 20 N entsprechend der Norm erreicht, die auch über eine Minute aufrechterhalten werden kann und eine Beweglichkeit von weniger als einem Millimeter gewährleistet. Durch diese Ausgestaltung wird eine höhere Strombelastbarkeit erreicht, weil keine Beweglichkeit in axialer Richtung möglich ist, weil der Formschluss zwischen der

Anschlusskappe und dem Isoliermaterial (der

Isolierung) dies unterbindet.

Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass das

Formschlussteil die Schicht mit in die Verformung der Isolierung eingepresst hält.

Gemäß dieser Ausgestaltung wird die Vorrichtung so ausgestaltet, dass durch das Formschlussteil, wenn es in Montagesolllage eine Verformung der

Isolierung bewirkt und in diese formschlüssig eingreift, auch die zusätzliche Schicht, die die Leitschicht bildet, mitgenommen wird und in die Verformung der Isolierung mit eingepresst wird. Vorzugsweise wird also durch das Formschlussteil die Schicht, die die Leitschicht bildet, nicht durchtrennt durch das Formschlussteil, sondern die Schicht wird gequetscht und in eine durch das Formschlussteil geformte Vertiefung oder

dergleichen des Isoliermaterials der Isolierung eingepresst .

Auch ist bevorzugt vorgesehen, dass das

Formschlussteil durch mindestens eine einen

Gewindegang bildende Rippe gebildet ist, die von der Innenseite des Hülsenmantels der Anschlusskappe vorragt .

Beispielsweise kann ein Gewindegang ausreichen, der eine relativ weit vom Hülsenmantel abragende Rippe bildet. Wenn mehrere Gewindegänge vorgesehen sind, die entsprechend vorragende Rippen bildet, müssen die Rippen nicht soweit vorragen, um dennoch den Formschluss zwischen der Anschlusskappe und der Isolierung zu erreichen und sicherzustellen.

Bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass das

Formschlussteil einen Innendurchmesser aufweist, der kleiner ist als der Durchmesser der Isolierung und größer als der Durchmesser oder die

Querabmessung des elektrischen Leiters.

Vorzugsweise dringt das Formschlussteil in der Montagesolllage über einen Teil der Dicke der Isolierung in diese ein. Um insbesondere bei einer gewindemäßigen Ausbildung des Formschlussteiles die Betätigung der Anschlusskappe zum Zwecke des

Aufschraubens zu gewährleisten, ist an der

Anschlusskappe eine Anordnung von Schlüsselflächen oder dergleichen vorgesehen, sodass die

Anschlusskappe mittels eines geeigneten Werkzeuges, beispielsweise eines Schraubenschlüssels, in die Sollposition drehbar ist, wenn sie auf den

Anfangsbereich des aus den vielen Bestandteilen gebildeten Kabels aufgeschoben ist.

Um eine einfache Handhabung zu erreichen ist vorgesehen, dass die hülsenartige Anschlusskappe im Bereich axial gesehen vor und/oder hinter dem

Formschlussteil einen Durchmesser aufweist, der kleiner oder gleich ist als beziehungsweise wie die Querabmessung oder der Durchmesser des elektrischen Leiters samt Isolierung und samt der durchgehenden Schicht, aber größer oder gleich als

beziehungsweise wie die Querabmessung oder der Durchmesser des elektrischen Leiters samt

Isolierung .

Hierbei kann bei der Montage zunächst der

elektrische Leiter samt Isolierung und der

durchgehenden Schicht in die hülsenartige

Anschlusskappe eingesteckt werden, bevor dann der weitere Befestigungsvorgang durchgeführt wird, der kraftaufwendig ist, bei dem der Formschluss

zwischen den Teilen hergestellt wird.

Aus dem gleichen Grunde ist vorgesehen, dass das Formschlussteil mit Abstand vom Mündungsende der Anschlusskappe ausgebildet ist, wobei der Abstand vorzugsweise größer als die axiale Erstreckung des Formschlussteiles ist oder etwa einem Drittel der Länge zwischen Mündung und Hülsenboden der

Anschlusskappe entspricht.

Insbesondere kann auch vorgesehen sein, dass die Isolierung aus hartem Werkstoff, vorzugsweise VPE, besteht .

Zudem kann vorgesehen sein, dass die die Isolierung umgebende Schicht aus elastischem Werkstoff, vorzugsweise elektrisch leitfähigem VPE oder EVA besteht .

Auch kann vorgesehen sein, dass die Schicht mehrlagig ist.

In an sich bekannter Weise ist vorgesehen, dass der elektrische Leiter von einer halbleitenden Schicht oder einem halbleitenden Mantel umgeben ist, wobei der Leiter aus mehreren Adern gebildet ist.

Vorteilhafter Weise kann die Isolierung von einem Material mit einer polymeren Matrix und einem teilchenförmigen Füllstoff, der Zinkoxidpulver, insbesondere dotiertes Zinkoxyd-Varistor-Pulver, umfasst, umgeben sein.

Die Leitschicht kann eine Schicht sein, die ein nicht lineares elektrisches Verhalten aufweist. Dabei kann diese folgende Eigenschaften haben.

Das Material zeigt einen stark spannungsabhängigen Widerstand, wobei dieser mit steigender Feldstärke in nicht-linearer Weise abnimmt. Im Normalzustand wirkt das nicht-lineare

elektrische Material als Isolator. Im Falle eines Blitzeinschlages wirkt das Material im Bereich der hohen elektrischen Feldstärke nahezu als

niederohmiger elektrischer Leiter. Die sich derart einstellende nicht-lineare Leitfähigkeit

gewährleistet, dass im Falle einer Berührung oder einer Halterung der Ableitung mit einem geerdeten metallischen Gegenstand sich keine Gleitentladungen ausbilden .

Ein Kabelendverschluss entfällt bei einer solchen Lösung. Es ist lediglich ein Anschluss der nicht linearen elektrischen Beschichtung an den

elektrischen Leiter und an die Fangeinrichtung beziehungsweise an die Erdungsanlage mittels der Fangeinrichtung erforderlich. Als Wirkung tritt hierbei der Effekt auf, dass durch die Nicht- Linearität des Umhüllungsmaterials die

Leitfähigkeit intrinsisch von dem

Hochspannungsanschluss abnimmt. Damit wird ein stetiger Abbaut kritischer Feldstärken erreicht.

Vorteilhafte Materialien und Ausgestaltungen, die auch für den Erfindungsgegenstand angewendet werden können, sind in der EP 1 760 855 Bl in den dortigen Ansprüchen 3 bis 13 angegeben. Alle diese Merkmale sind auch für die vorliegende

Blitzstromableitvorrichtung einsetzbar und

vorteilhaft . Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im Folgenden näher

beschrieben .

Es zeigt

Figur 1 eine Explosionsdarstellung der

Einzelteile der

Blit zstromableitvorrichtung;

Figur 2 eine entsprechende Ansicht in anderer Blickrichtung;

Figur 3 eine Einzelheit in Ansicht

Analog Figur 1 gesehen;

Figur 4 eine Einzelheit in

Mittellängsschnitt gesehen.

In der Zeichnung ist eine Blitzstromableitvorrichtung gezeigt, die aus einer Fangeinrichtung 1 besteht, die über einen elektrischen Leiter 2 mit einer nicht gezeigten Erdungsanlage verbunden ist. Der

elektrische Leiter 2 ist von einer Isolierung 4 umgeben, wobei die Isolierung 4 von einer in

Längsrichtung durchgehenden Schicht 5 aus einem

Material umgeben ist, das eine Leitschicht bildet.

In Figur 1 bis 3 ist die Schicht 5 nicht bis zum Ende der Isolierung 4 geführt, um die Anordnung dieser Schichten deutlich zu machen. In Praxis reicht die Schicht 5 bis zum Ende der Isolierung 4. An dem der Fangeinrichtung 1 zugewandten Endbereich der Isolierung 4 und der diese umgebenden Schicht 5 ist eine Anschlusskappe 6 aus elektrisch leitendem Material, insbesondere Metall, angeordnet, mittels derer die Fangeinrichtung 1 und der elektrische Leiter 2 mit der Schicht 5 verbunden ist. Auch am einer Erdungsanlage zugewandten Endbereich der

Isolierung 4 und der diese umgebenden Schicht 5 kann eine solche Anschlusskappe 6 installiert werden.

Hiermit kann dann der elektrische Leiter 2 und die Erdungsanlage mit der die Isolierung 4 umgebenden Schicht 5 verbunden werden.

Die Anschlusskappe 6 ist, wie insbesondere in Figur 2 ersichtlich, hülsenartig ausgebildet und in der Montagesolllage mit dem Hülsenmantel auf die

Isolierung 4 samt der diese umgebenden Schicht 5 aufgebracht. Der Hülsenboden 7 kann als

Einsteckbegrenzung für die Isolierung 4 samt Schicht 5 dienen. An den Hülsenboden 7 schließt ein Sackloch 8 an, in welches das abisolierte Ende des Leiters 2 kontaktierend eingesteckt ist, wenn das Kabel so vorbereitet ist, wie in Figur 1 bis 3 gezeigt. Im Ausführungsbeispiel zeigt die Anschlusskappe 6 im Bereich des Sackloches 8 radiale Gewindebohrungen 9' für Stiftschrauben 9 auf, die mit ihrem in das

Sackloch 8 ragenden Ende das abisolierte Ende des Leiters 2 kontaktieren. Das Sackloch weist einen kleineren Durchmesser als die Anschlusskappe 6 auf, sodass das abisolierte Ende des Leiters 2 passend einsteckbar ist.

Innenliegend des Hülsenmantels der Anschlusskappe 6 ist mindestens ein Formschlussteil 10 angeformt oder in sonstiger Weise angebracht, welches in

Montagesolllage unter Verformung der Isolierung 4 zu einem formschlüssigen Verbund zwischen Änschlusskappe 6 und Isolierung 4 führt. Je nachdem, wie weit das Formschlussteil 10 in die Hülse radial vorragt oder je nachdem wie viele solcher Formschlussteile 10 vorgesehen sind, kann die Eindringtiefe des

Formschlussteiles 10 in die Isolierung 4 mehr oder weniger tief erfolgen. Ein Formschluss in

ausreichendem Maße ist in jedem Fall sichergestellt, um eine entsprechende Zugkraftübertragung und damit auch eine höhere Strombelastbarkeit zu gewährleisten.

Durch das Formschlussteil 10 wird in der

Montagesolllage gleichzeitig die Schicht 5 mit in die Verformung der Isolierung 4 eingepresst, vorzugsweise ohne dass die Schicht 5 durchgetrennt wird, um die elektrische Funktion sicherzustellen.

Wie beispielsweise in Figur 2 gezeigt, kann das

Formschlussteil 10 durch eine einen Gewindegang bildende Rippe gebildet sein, die von der Innenseite des Hülsenmantels der Anschlusskappe 6 vorragt. Dabei weist das Formschlussteil 10 vorzugsweise einen

Innendurchmesser auf, der kleiner ist, als der

Durchmesser der Isolierung 4, aber größer als der Durchmesser oder die Querabmessung des elektrischen Leiters 2. Im Ausführungsbeispiel weist die

hülsenartige Anschlusskappe 6 im Bereich axial gesehen, vor und hinter dem Formschlussteil 10 einen größeren Durchmesser auf, der kleiner ist oder gleich ist als beziehungsweise wie die Querabmessung oder der Durchmesser des elektrischen Leiters 2 samt

Isolierung 4 und samt der durchgehenden Schicht 5, aber größer oder gleich ist als beziehungsweise wie die Querabmessung oder der Durchmesser des

elektrischen Leiters 2 samt Isolierung 4.

In diesen Bereichen mit größerem Durchmesser, insbesondere in dem Mündungsbereich kann eine schwach radial vorragende gewindemäßige Ausformung vorgesehen sein, die dazu dienen kann, dass Kabel samt

Isolierung 4 und Schicht 5 zu Beginn des

Montagevorganges in die Anschlusskappe

einzuschrauben, ohne dass schon eine Verformung der Isolierung 4 erfolgt. Nach dieser Vormontage kann dann die Anschlusskappe 6 mit einem geeigneten

Werkzeug, welches an den Schlüsselflächen 12

angreift, unter Überwindung des durch das

Formschlussteil 10 gebildeten Widerstandes

aufgeschraubt werden, wobei dabei die Schicht 5 samt Isolierung 4 durch das Formschlussteil 10 nach radial innen verdrängt wird, sodass ein Formschluss zwischen dem Formschlussteil 10 und der Isolierung 4 erreicht wird. Insbesondere ist dabei das Formschlussteil 10 mit Abstand vom Mündungsende der Anschlusskappe 6 ausgebildet, wobei dieser Abstand vorzugsweise größer als die axiale Länge des Formschlussteiles 10 ist oder aber auch etwa einem Drittel der Länge zwischen Mündung und Hülsenboden 7 der Anschlusskappe 6 entsprechen kann. Diese Maßangaben sind nicht

zwingend, können aber vorteilhaft sein.

Die Isolierung 4 kann aus hartem Werkstoff,

beispielsweise VPE bestehen. Die Schicht 5, die die Isolierung 4 umgibt, besteht vorzugsweise aus

elastischem Werkstoff, beispielsweise elektrisch leitfähigem VPE oder EVA. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die Schicht 5 nicht aus einer Materiallage, sondern auch aus mehreren Materiallagen bestehen kann.

Solche Materiallagen können unterschiedliche

Funktionen aufweisen, so kann beispielsweise eine äußere Materiallage UV-beständig sein, um den entsprechenden UV-Schutz zu erreichen.

Auch der elektrischen Leiter 2 kann von einer halbleitenden Schicht 11 umgeben sein, wie dies in Figur 1 bis 3 gezeigt ist. In der Zeichnung ragt die halbleitende Schicht 11 gegenüber der Isolierung 4 vor, was aber nur der Anschaulichkeit halber so dargestellt ist. Im Normalfall wird die Isolierung 4 mit der halbleitenden Schicht 11 in axialer Richtung gesehen, abschließen.

Diese halbleitende Schicht dient als glättende Schicht, die dazu bestimmt ist, dass die Adern des Leiters 2 sich praktisch wie ein massiver runder Leiter verhalten.

Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen dessen, was in den Ansprüchen und der Beschreibung offenbart ist, angegeben .

Alle in der Beschreibung und/oder Zeichnung

offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.