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Title:
LINEAR GUIDE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/141303
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a linear guide having a guide carriage (1) displaceably supported along a guide rail (2), on the support body (3) of which a measurement head (10) is mounted, said body being provided for receiving loads. For simple and correct mounting of the measurement head (10) on the guide carriage (1), a bearing surface (22) of the measurement head (10) is supported directly on a bearing surface (19) of the support body (3).

Inventors:
ABDELKADER HASSENE, Daouadji (Joseph-Neumayer-Straße 34, Kaiserslautern, 67657, DE)
HAUSBERGER, Franziska (Ockfener Weg 31, Saarbrücken, 66113, DE)
JULLY, Jean-Marie (70 rue Principale, Eschbach, Eschbach, F-67360, FR)
Application Number:
EP2011/056899
Publication Date:
November 17, 2011
Filing Date:
May 02, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
ABDELKADER HASSENE, Daouadji (Joseph-Neumayer-Straße 34, Kaiserslautern, 67657, DE)
HAUSBERGER, Franziska (Ockfener Weg 31, Saarbrücken, 66113, DE)
JULLY, Jean-Marie (70 rue Principale, Eschbach, Eschbach, F-67360, FR)
International Classes:
F16C29/00; F16C29/06; G01B5/00
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Claims:
Patentansprüche

1. Linearführung, mit einem entlang einer Führungsschiene (2) verschieblich gelagerten Führungswagen (1), an dessen für die Aufnahme von Lasten vorgesehenen Tragkörper (3) ein Messkopf (10) gehaltert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Messkopf (10) mit einer Lagerfläche (22) unmittelbar an einer Lagerfläche (19) des Tragkörpers (3) gelagert ist.

2. Linearführung nach Anspruch 1 , bei dem der Messkopf (10) ein insbesondere einstückig ausgebildetes Messkopfgehäuse (10a) zur Aufnahme eines Messgrößen-Aufnehmers aufweist, wobei das Messkopfgehäuse (10a) an seiner dem Führungswagen (1) zugewandten Stirnseite mit der Lagerfläche (22) versehen ist.

3. Linearführung nach Anspruch 2, bei dem das Messkopfgehäuse (10a) mit einem die Lagerfläche (22) aufweisenden Gehäuseflansch (16) versehen ist, und bei dem der Führungswagen (1 ) zu beiden Stirnseiten mit je einem an dem Tragkörper (3) angeordneten Kopfstück (4) versehen ist, wobei der Gehäuseflansch (16) das Kopfstück (4) umgreift.

4. Linearführung nach Anspruch 2, bei dem das Messkopfgehäuse (10a) mittels wenigstens eines Gewindebolzens (15) mit dem Tragkörper (3) verschraubt ist.

5. Linearführung nach Anspruch 1 , bei dem der Gewindebolzen (15) einerseits in eine Gewindebohrung (15a) des Tragkörpers (3) hineingeschraubt und andererseits durch eine an einem Gehäuseflansch (16) des Messkopfgehäuses (10a) vorgesehene Durchgangsöffnung (16a) durchgeführt ist, wobei der Gehäuseflansch (16) zwischen dem Tragkörper (3) und einem Bolzenkopf eingespannt ist.

6. Linearführung nach Anspruch 1 , bei dem die Lagerfläche (19) des Tragkörpers (3) und die Lagerfläche (22) des Messkopfes (10) quer zu einer Längsachse der Linearführung angeordnet sind.

7. Linearführung nach Anspruch 1 , bei dem der Tragkörper (3) die Führungsschiene (2) mit zwei durch einen Rücken (8) miteinander verbundenen Schenkeln (9) umgreift , wobei die an dem Tragkörper (3) vorgesehene Lagerfläche (19) für den Messkopf (10) an beiden Schenkeln (9) und / oder an dem Rücken (8) ausgebildet ist.

8. Linearführung nach Anspruch 1 , bei dem der Führungswagen (1 ) den Tragkörper (3) und an beiden Stirnseiten des Tragkörpers (3) angeordnete Kopfstücke (4) mit Umlenkabschnitten (6) für Wälzkörper aufweist, wobei die Kopfstücke (4) zumindest bereichsweise in Richtung quer zur Längsachse der Linearführung abgesetzt sind gegenüber dem Tragkörper (3), so dass die Lagerfläche (19) des Tragkörpers (3) für den Messkopf (10) zugänglich ist.

9. Linearführung nach den Ansprüchen 7 und 8, bei dem das Messkopfgehäuse (10a) zwei durch einen Rücken (12) miteinander verbundene Schenkel (13) aufweist und das Kopfstück (4) mit seinen Schenkeln (13)umgreift.

Description:
Linearführung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Linearführung, bei der ein Führungswagen auf einer Führungsschiene längsverschieblich gelagert ist. Derartige, vorzugsweise als Profilschienenwälzführung ausgebildete Linearführungen finden beispielsweise in Werkzeugmaschinen oder auch in Montagestraßen vielseitige Anwendung.

Gattungsgemäße Führungsanordnungen dienen beispielsweise dem Transport von Gütern, Werkstücken, Werkzeugen und dergleichen entlang der durch die Führungs- schiene vorgegebenen Wegstrecke, welche entweder eine Gerade oder eine Krümmung bilden kann. Der Führungswagen beinhaltet vorzugsweise Wälzkörper, welche als Kugeln oder Rollen ausgeführt sein können und innerhalb des Führungswagens in einem Umlaufsystem bewegt werden. Mittels derartiger Führungsanordnungen ist eine sehr genaue Führung der Güter bzw. Werkzeuge mit hoher Steifigkeit möglich.

Bei einer für die vorliegende Erfindung besonders geeigneten Profilschienenwälzführung mit Wälzkörperrückführung weist die Führungsschiene an gegenüberliegenden Längsseiten jeweils wenigstens eine Laufbahn für Wälzkörper auf. An diesen Laufbahnen wälzen Wälzkörper - Kugeln oder Rollen - ab, die in endlosen Umlaufkanälen des Führungswagens endlos umlaufen. Der Umlaufkanal weist einen zur Übertragung von Lasten zwischen dem Führungswagen und der Führungsschiene vorgesehenen Lastabschnitt, sowie einen lastfreien Rücklaufabschnitt, sowie ferner zwei, den Lastabschnitt mit dem Rücklaufabschnitt endlos verbindende Umlenkabschnitte auf. Ferner weist der Führungswagen an Stirnseiten des Tragkörpers angeordnete Kopfstücke auf, die mit den Umlenkabschnitten versehen sind.

Der Tragkörper kann mit Flanschen oder Befestigungsbohrungen zur Befestigung von Maschinenteilen versehen sein, die entlang der Führungsschiene verlagert werden sollen.

Aus DE 103 47 360 A1 ist eine Linearführung bekannt geworden, bei der ein Führungswagen auf einer sich hier geradlinig erstreckenden, profilierten Führungsschiene läuft. Zwischen Führungswagen und Führungsschiene sind dabei Wälzkörper zur Lagerung vorgesehen. Der Antrieb des Führungswagens relativ zur Führungsschiene er- folgt in an sich bekannter Weise, zum Beispiel mittels Zahnriemen, Kugelgewindetrieb oder mittels eines Linearmotors.

Der Führungswagen besteht aus einem Tragkörper und stirnseitig an dem Tragkörper angebrachten Kopfstücken. Jedes Kopfstück ist mittels zweier Befestigungsschrauben an den Tragkörper angeschraubt. Diese Befestigungsschrauben weisen an ihren von dem Tragkörper abgewandten Enden Gewindebohrungen auf, in die die Befestigungsschrauben der Adapterplatte eingreifen. Bei dieser bekannten Linearführung ist der Führungswagen an seiner einen Stirnseite mit einem Messkopf versehen. In vielen Anwendungen wird zunehmend gefordert, eine exakte Positionsbestimmung des Führungswagens auf der Führungsschiene zu ermöglichen. Zu diesem Zweck werden an diese Führungswagen die mit geeigneten Sensoren versehenen Messköpfe angebracht, die mit Maßverkörperungen zusam- menarbeiten, die seitens der Führungsschiene vorgesehen sind.

Die Messköpfe können an Auswerteeinheiten und Steuereinrichtungen zum Steuern von Antriebseinheiten angeschlossen sein. Derartige Messköpfe oder andere Zusatzbauteile, die an den Führungswagen angeflanscht werden sollen, müssen einwandfrei gegenüber der Führungsschiene ausgerichtet sein. Das bedeutet, dass eine Befestigungseinrichtung vorzusehen ist, die es ermöglicht, ein derartiges Zusatzbauteil einwandfrei ausgerichtet an den Führungswagen anzubringen.

Gemäß der DE 103 47 360 AI wird vorgeschlagen, zwischen den Führungswagen und das Zusatzbauteil eine Adapterplatte vorzusehen. Diese Adapterplatte wird mit Hilfe von Schrauben an dem Führungswagen befestigt. Nun folgt ein Planfräsen der Adapterplatte, so dass die plan bearbeitete Fläche eine Ebene bildet, die genau orthogonal zur Längsachse der Führungsschiene verläuft. Im Anschluss daran wird der komplette Messkopf an der Adapterplatte befestigt, indem Stifte und Anker in die dafür vorgesehenen Positionsbohrungen bez. Aufnahmebohrungen eingesetzt werden. Durch Eindrehen der Gewindestifte in die Querbohrungen erfolgt schließlich eine positionsgerechte Befestigung des Messkopfes an der Adapterplatte. Als Verbindungsmittel zwischen Adapterplatte und Messkopf kommen mehrere Verbindungsbolzen zum Einsatz. Über diese Verbindungsbolzen wird der Messkopf gegenüber dem Füh- rungswagen positioniert. Daher ist ein sicheres Verbinden und Lösen des Messkopfes mit beziehungsweise von dem Führungswagen nur mit erheblichem Aufwand möglich.

Aufgabe der Erfindung war es, eine Linearführung nach den Merkmalen des Oberbeg- riffs des Anspruchs 1 anzugeben, deren Messkopf auf einfache Art und Weise einwandfrei positioniert werden kann.

Erfindungsgemäß wurde diese Aufgabe durch die Linearführung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Dadurch, dass der Messkopf mit einer Lagerfläche unmittelbar an einer Lagerfläche des Tragkörpers gelagert ist, bietet die Erfindung zahlreiche Vorteile gegenüber bekannten, mit Messköpfen versehenen Linearführungen: Während bei bekannten Linearführungen eine einwandfreie Ausrichtung des Messkopfes über spezielle Passschrauben erfolgt, und somit das Risiko eines Verkippens des Messkopfes gegenüber der Längsachse der Linearführungen besteht, ist dies bei der Erfindung ausgeschlossen. Der im Regelfall aus Stahl gebildete Tragkörper ist sehr steif, so dass eine daran ausgebildete Lagerfläche zur Lagerung des Messkopfes eine einwandfreie Positionierung ermöglicht. Eine korrespondierende Lagerfläche an dem Messkopf kann ebenfalls problemlos bereitgestellt werden, so dass lediglich durch das Lagern des Messkopfes an dem Tragkörper ein unerwünschtes Kippen des Messkopfes um die Längsachse der Linearführung vermieden ist. Es kann ausreichend sein, wenn der so gelagerte Messkopf beispielsweise mittels Befestigungs- schrauben oder Gewindebolzen an dem Tragkörper gehaltert wird.

Eine Maßverkörperung stellt dar oder liefert einen oder mehrere feste Werte einer Größe, beispielsweise einer Länge. Beispielsweise kann entlang der Führungsschiene ein mit einer Skalierung versehenes Maßband angeordnet sein. Wenn ein für die Maßverkörperung geeigneter Messgrößen-Aufnehmer - beispielsweise ein Sensor - entlang der Maßverkörperung bewegt wird, kann mit dem Sensor anhand der Skalierung ein verfahrener Weg und / oder eine absolute Position auf der Maßverkörperung ermittelt werden. Für die Messtechnik wird in DIN-Norm 1319-1 der Begriff Messgrößen-Aufnehmer verwendet und definiert als Teil einer Messeinrichtung, die auf eine Messgröße anspricht. Idealerweise können diese erfindungsgemäß vorgesehenen Lagerflächen einwandfrei quer zur Längsachse der Linearführung angeordnet sein, so dass jedenfalls eine einwandfreie achsparallele Lagerung des Messkopfes gegenüber der Führungsschiene gewährleistet ist. Es ist denkbar, dass Korrekturen durch geringfügige Verschiebungen des Messkopfes entlang der Lagerflächen erforderlich sind, bevor die Befestigungsschrauben angezogen werden. Es ist aber auch denkbar, dass der Messkopf mit Passbohrungen versehen ist, durch die Passschrauben jeweils mit ihrem Schaft hindurchgeführt werden, die lediglich in Gewindebohrungen des Tragkörpers hineingeschraubt werden, ohne dass ein gesondertes Ausrichten des Messkopfes in den Richtungen quer zur Längsachse der Linearführungen erforderlich ist.

Jedenfalls ermöglicht die Erfindung gegenüber bekannten Lösungen eine Reduzierung von Bauteilen, die bei den bekannten Lösungen zur einwandfreien Positionierung des Messkopfes gegenüber der Führungsschiene erforderlich sind.

Bei einer erfindungsgemäßen Weiterbildung weist der Messkopf ein an sich steifes, insbesondere einstückig ausgebildetes Messkopfgehäuse auf, das einen Messgrößen-Aufnehmer - beispielsweise Sensoren - aufnehmen kann, wobei dieses Mess- kopfgehäuse an seiner dem Führungswagen zugewandten Stirnseite mit der Lagerfläche versehen sein kann. Wenn dieses Messkopfgehäuse beispielsweise aus Stahl oder Stahlguss gebildet ist, kann die Lagerfläche durch hochgenaues Fräsen oder Schleifen bereitgestellt werden. In geschickter Weise können die Lagerflächen so ausgebildet sein, dass nach dem Aufsetzen und Lagern des Messkopfes an dem Tragkörper kein weiteres Positionieren erforderlich ist, so dass ein einziger Gewindebolzen genügen kann, um das Messkopfgehäuse an dem Tragkörper einwandfrei zu haltern. Bei erfind ungsgemäßen Weiterbildungen kann es vorteilhaft sein, wenn zur einwandfreien Halterung des Messkopfes an dem Tragkörper Gewindebolzen vorgesehen sind, die einerseits jeweils in eine Gewindebohrung des Tragkörpers hineingeschraubt sind und die andererseits jeweils durch eine an einem Gehäuseflansch des Mess- kopfgehäuses vorgesehene Durchgangsöffnung durchgeführt sind, wobei der Gehäuseflansch zwischen dem Tragkörper und einem Bolzenkopf, insbesondere Schraubenkopf oder Mutter eingespannt werden kann.

Unter Gewindebolzen werden beispielsweise geeignete Schrauben oder Gewindestif- te verstanden, die mit fest angebrachtem Kopf oder aufgeschraubter Mutter versehen sein können.

Diese Gewindebolzen können bereits an dem Führungswagen vormontiert sein, so dass der Messkopf lediglich auf diese Gewindebolzen aufgeschoben wird und mittels der erwähnten Muttern einwandfrei an dem Führungswagen gehaltert wird.

Erfindungsgemäße Linearführungen eignen sich besonders für Profilschienenwälzfüh- rungen, bei denen der Tragkörper die Führungsschiene mit zwei durch einen Rücken miteinander verbundene Schenkel umgreift, wobei die an dem Tragkörper ausgebilde- te Lagerfläche für den Messkopf an beiden Schenkeln und/oder an dem Rücken ausgebildet ist.

Beispielsweise ist es denkbar, bei einem sehr breiten und hoch bauenden Rücken die Lagerfläche lediglich an dem Rücken auszubilden. Bei sehr kiein bauenden Linearfüh- rungen kann es zweckmäßig sein, die Lagerfläche sowohl an den beiden Schenkeln als auch an dem Rücken vorzusehen.

Es wurde bereits oben erwähnt, dass die Erfindung solche Führungswagen umfasst, bei denen der Tragkörper an beiden Stirnseiten Kopfstücke mit Umlenkabschnitten für Wälzkörper aufweist, wobei gemäß einer erfindungsgemäßen Weiterbildung der Gehäuseflansch des Messkopfgehäuses das Kopfstück umgreift und mit der an dem Gehäuseflansch ausgebildeten Lagerfläche an der Lagerfläche des Tragkörpers gelagert ist. Vorzugsweise sind die Kopfstücke zumindest bereichsweise in Richtungen quer zur Längsachse der Linearführung abgesetzt gegenüber dem Tragkörper, so dass die an dem Tragkörper ausgebildete Lagerfläche für den Messkopf zugänglich ist. Ein zumindest bereichsweise abgesetztes Kopfstück ist gegeben, wenn eine äußere Umrißlinie des Kopfstückes derart innerhalb der äußeren Umrißlinie der an dem Tragkörper ausgebildeten Lagerfläche angeordnet ist, dass hinreichend Fläche zum einwandfreien Lagern des Messkopfes an dem Tragkörper zur Verfügung steht. In diesem Fall kann der Messkopf mit seinem Messkopfgehäuse das Kopfstück des Führungswagens umgreifen und liegt mit seiner Lagerfläche an der Lagerfläche des Tragkörpers einwandfrei an. Der Messkopf kann eine ähnliche Querschnittskontur aufweisen wie der Tragkörper des Führungswagens. Ebenso wie der Tragkörper kann der Messkopf zwei durch einen Rücken miteinander verbundene Schenkel aufweisen, die die Führungsschiene und ggf. das Kopfstück des Führungswagens umgreifen, wobei die an dem Messkopf ausgebildete Lagerfläche an Stirnseiten dieser Schenkel und/oder dieses Rückens ausgebildet sein kann. Bei erfindungsgemäßen Linearführungen ist der Führungswagen über Wälzkörper auf der Führungsschiene wälzgelagert, wobei die Wälzkörper in wenigstens einem endlosen Umlaufkanal angeordnet sind. Dieser Umlaufkanal weist einen zur Übertragung von Lasten zwischen dem Führungswagen und der Führungsschiene vorgesehenen Lasiabschnitt auf. Ferner weist dieser Umiaufkanai einen iastfreien Rückiaufabschniti für die Wälzkörper auf, sowie zwei, den Lastabschnitt mit dem Rücklaufabschnitt endlos verbindende Umlenkabschnitte. Diese Umlenkabschnitte sind in Kopfstücken untergebracht, die stirnseitig an dem Tragkörper des Führungswagens angeordnet sind. Bei Linearführungen mit etwa u-förmig ausgebildeten Führungswagen sind üblicherweise mehrere Umlaufkanäle zu beiden Längsseiten der Führungsschiene angeord- net.

Nachstehend wird die Erfindung anhand eines in insgesamt vier Figuren abgebildeten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine erfindungsgemäße Linearführung in Explosionsdarstellung,

Figur 2 die Linearführung aus Figur 1 , teilweise zusammengebaut,

Figur 3 eine Ausschnittsvergrößerung der Figur 1 , und

Figur 4 einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Linearführung.

Die in Figur 1 abgebildete erfindungsgemäße Linearführung weist einen Führungswagen 1 auf, der auf einer Führungsschiene 2 längsverschieblich angeordnet ist. Der Führungswagen 1 besteht aus einem aus Stahl gefertigten Tragkörper 3 und aus Kopfstücken 4, die stirnseitig an beiden Enden des Tragkörpers 3 angebracht sind. Diese Kopfstücke 4 sind aus Kunststoff im Spritzverfahren hergestellt.

Der Führungswagen 1 weist hier nicht weiter abgebildete endlose Umlaufkanäle für Kugeln 5 auf, wobei jeder Umlaufkanal einen Lastabschnitt, einen Rücklaufabschnitt und zwei - den Lastabschnitt mit dem Rücklaufabschnitt endlos verbindende - Umlenkabschnitte 6 aufweist. In diesem endlosen Umlaufkanal wälzen im Ausführungsbeispiel die Kugeln 5 endlos um. Im Lastabschnitt wälzen die Kugeln 5 an Laufbahnen 7 der Führungsschiene 2 und des Tragkörpers 3 ab, wobei in Figur 1 lediglich die Laufbahn 7 der Führungsschiene 2 abgebildet ist.. Im Rücklaufabschnitt werden die Kugeln 5 lastfrei zurückgeführt. Die Kopfstücke 4 sind mit den Umlenkabschnitten 6 versehen, in denen die Kugeln 5 umgelenkt und von dem Lastabschnitt in den Rücklaufabschnitt und von dort wieder in den Lastabschnitt geführt werden. insgesamt vier Umlaufkanäle sind vorgesehen, jeweils zwei zu beiden Längsseiten der Führungsschiene 2.

Der Tragkörper 3 des Führungswagens 1 weist zwei durch einen Rücken 8 einstückig miteinander verbundene Schenkel 9 auf, wobei der Führungswagen 1 mit seinen beiden Schenkeln 9 die Führungsschiene 2 umgreift.

Figur 1 zeigt deutlich, dass das Kopfstück 4 in Richtung der Längsachse der Linearführung gesehen kleiner baut als der Tragkörper 3, wobei die beiden Kopfstücke 4 ebenso wie der Tragkörper 3 die Führungsschiene 2 umgreifen. An der einen Stirnseite des Führungswagens 1 ist ein Messkopf 10 angeordnet, der hochgenau an dem Führungswagen 1 positioniert und gehaltert werden kann.

Der Messkopf 10 beinhaltet einen Sensor 1 1 , der mit einer - nicht dargestellten - Maßverkörperung seitens der Führungsschiene 2 zusammenwirkt, um eine Wegmessung der durch den Führungswagen 1 entlang der Führungsschiene 2 zurückgelegten Strecke bzw. der entsprechenden Geschwindigkeit zu ermöglichen. Das so gewonnene Wegmesssignal wird durch eine - nicht weiter dargestellte - elektronische Steuereinheit in üblicher Weise datentechnisch weiterverarbeitet.

Ein Messkopfgehäuse 10a weist ebenfalls zwei durch einen Rücken 12 einstückig miteinander verbundene Schenkel 13 auf, die die Führungsschiene 2 umgreifen. Der Rücken 12 weist eine Aufnahme 14 auf, in die der Sensor 1 1 eingesetzt ist. Das Messkopfgehäuse 10a ist mittels zwei Gewindebolzen 15 mit dem Führungswagen 1 verschraubt. Die beiden Gewindebolzen 15 sind einerseits in Gewindebohrungen 15a des Tragkörpers 3 hineingeschraubt, und andererseits durchdringen sie Durchgangsöffnungen 16a eines Gehäuseflansches 16 des Messkopfgehäuses 10a. Die freien Enden der Gewindebolzen 15 sind jeweils mit einer Unterlegscheibe 17 und einer Mutter 18 versehen. Der Gehäuseflansch 16 ist hohl und umgreift das Kopfstück 4 des Führungswagens 1. Der Gehäuseflansch 16 liegt an einer als Lagerfläche 19 ausgebildeten Stirnfläche des Tragkörpers 3 an.

In Richtung der Längsachse der Linearführung gesehen ist die äußere umrissiinie des Kopfstückes 4 innerhalb der Umrisslinie des Tragkörpers 3 angeordnet. In anderen Worten ausgedrückt: Das Kopfstück 4 ist gegenüber dem Tragkörper 3 abgesetzt. Zwischen diesen beiden Umrisslinien ist die Lagerfläche 19 ausgebildet, die sowohl an dem Rücken 8 des Führungswagens 1 als auch an beiden Schenkeln 9 ausgebildet ist.

Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Linearführung, wobei das Messkopfgehäuse 10a an den Führungswagen 1 angeschraubt ist. Deutlich ist zu erkennen, dass der Gehäuseflansch 16 das Kopfstück 4 umschließt und durch die beiden Muttern 18 einwandfrei an dem Führungswagen 1 gehaltert ist. Figur 2 zeigt deutlich einen so genannten Abstreifer 20, der an der vom Führungswagen 1 abgewandten Stirnseite des Messkopfes 10 angeordnet ist. Figur 3 zeigt eine Ausschnittsvergrößerung der Figur 2. Deutlich ist zu erkennen, wie der Messkopf 10 an dem Führungswagen 1 gehaltert ist. Ferner sind die Kugeln 5 zu erkennen, sowie der Umlenkabschnitt 6 im Kopfstück 4, und ferner ausschnittsweise der erwähnte Rückabschnitt 24. Der Gehäuseflansch 16 des Messkopfgehäuses 10a umgreift das Kopfstück 4 und liegt mit seiner dem Führungswagen 1 zugewandten, als Lagerfläche 22 ausgebildeten Stirnfläche an der Lagerfläche 19 des Tragkörpers 3 an. Durch Anziehen der Muttern 18 wird die Lagerfläche 22 des Messkopfgehäuses 10a gegen die Lagerfläche 19 des Tragkörpers 3 angedrückt.

Die Gewindebolzen 15 sind durch Durchgangsöffnungen 4a des Kopfstückes 4 durchgeführt. Zur einwandfreien Befestigung des Kopfstückes 4 sind weitere Muttern 23 auf die beiden Gewindebolzen 15 aufgeschraubt, zwischen welchen Muttern 23 und dem Tragkörper 3 das Kopfstück 4 einwandfrei angeordnet ist. Die Befestigung des Kopf- Stückes 4 an dem Tragkörper 3 ist unabhängig von der Befestigung des Messkopfes 10 an dem Tragkörper 3.

Die beiden Lagerflächen 19,22 sind einwandfrei quer zur Längsachse der Linearführungen angeordnet. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der Messkopf 10 ein- wandfrei parallel zur Längsachse der Linearführung ausgerichtet ist.

Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Linearführung, wobei der Schnitt durch den Gehäuseflansch 16 des Messkopfgehäuses 10a gelegt ist. Hier ist deutlich zu erkennen, dass der Gehäuseflansch 16 das Kopfstück 4 umschließt. Die schraffierte Querschnittsfläche des Gehäuseflansches 16 entspricht im Ausführungsbeispiel der Lagerfläche 22 des Gehäuseflansches 16, die an dem Tragkörper 3 des Führungswagens 1 anliegt. Deutlich ist zu erkennen, dass die Lagerfläche 22 etwa u- förmig ausgebildet ist, so dass nach dem Anziehen der Muttern 18 der Messkopf 10 einwandfrei ausgerichtet und an dem Führungswagen 1 gehaltert ist. Positionszahlenliste

1 Führungswagen

2 Führungsschiene

3 Tragkörper

4 Kopfstück

4a Durchgangsöffnung

5 Kugel

6 Umlenkabschnitt

7 Laufbahn

8 Rücken

9 Schenkel

10 Messkopf

10a Messkopfgehäuse

1 1 Sensor

12 Rücken

13 Schenkel

14 Aufnahme

15 Gewindebolzen

15a Gewindebohrung

16 Gehäuseflansch

16a Durchgangsöffnung

17 Unterlegscheibe

18 Mutter

19 Lagerfläche

20 Abstreifer

21 Rücklaufabschnitt

22 Lagerfläche

23 Mutter

24 Rücklaufabschnitt