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Title:
LIPOSUCTION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/091827
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a liposuction device (10) for removing subcutaneous fatty tissue (12). Said device comprises a suction cannula (16) with suction openings (22) for sucking the subcutaneous fatty tissue (12) and comprises an injection line (18) with an injection opening (20) for injecting a working fluid. The injection opening (20) is placed on the front end of the injection line (18) and is provided in the shape of a slit so that the working fluid exits in the shape of a fan (21). The width of the slit of the injection opening (20) is less than 1.0 mm. This constricts the injection opening so that the use of working fluid is reduced to a justifiable quantity. At the same time, the exiting working fluid fan guarantees a uniform and effective removal of subcutaneous fatty tissue.

Inventors:
Taufig, Ahmmed Ziah (Turiner Str. 2 Köln, 50668, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/006142
Publication Date:
December 06, 2001
Filing Date:
May 30, 2001
Export Citation:
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Assignee:
Taufig, Ahmmed Ziah (Turiner Str. 2 Köln, 50668, DE)
International Classes:
A61M1/00; A61B17/32; (IPC1-7): A61M1/00; A61B17/32; A61M3/02; A61B17/22; H02K41/025
Attorney, Agent or Firm:
Selting, Günther (Deichmannhaus am Dom Bahnhofsvorplatz 1 Köln, 50667, DE)
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Claims:
ANSPRÜCHE
1. Fettabsaugvorrichtung zum Entfernen von Unterhautfett (12), mit einer Absaugkanüle (16) mit einer Absaugöffnung (22) zum Absaugen des Unterhautfettes (12), und einer an der Absaugkanüle (16) vorgesehenen Einspritz leitung (18) mit einer Einspritzöffnung (20) zum Ein spritzen einer Arbeitsflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzöffnung (20) am vorderen Ende der Ein spritzleitung (18) angeordnet und schlitzförmig ausgebildet ist, so dass die Arbeitsflüssigkeit in Form eines Fächers (21) austritt, und dass die Schlitzbreite der Einspritzöffnung (20) kleiner als 1,0 mm ist.
2. Fettabsaugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die schlitzartige Einspritzöffnung (20) in einem Winkel (a) zwischen 3° und 45° geneigt zu der Längsachse (23) der Einspritzleitung (18) angeordnet ist, so dass der ArbeitsflüssigkeitsFächer (21) unter diesem Winkel (a) zu der EinspritzleitungsLängsachse (23) austritt.
3. Fettabsaugvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einspritzleitung (18) an ihrem ein spritzöffnungsseitigen Ende eine trichterförmige Beschleu nigungsdüse (25) aufweist.
4. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 13, da durch gekennzeichnet, dass eine Arbeitsflüssigkeitspumpe (38) zum Pumpen der Arbeitsflüssigkeit zu der Einspritzöff nung (20) vorgesehen ist, wobei der Ausgangsdruck der Ar beitsflüssigkeitspumpe (38) durch einen Druckwähler (62) einstellbar ist.
5. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 14, da durch gekennzeichnet, dass eine Saugpumpe (30) zum Absaugen des Unterhautfettes (12) und eine Regelungsvorrichtung (60) vorgesehen sind, die die Saugleistung der Saugpumpe (30) in Abhängigkeit von der Pumpleistung der Arbeitsflüssig keitspumpe (38) regelt.
6. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 15, da durch gekennzeichnet, dass ein Handgriff (17) zum Halten der Absaugkanüle und der Einspritzleitung (18) vorgesehen ist, wobei an dem Handgriff (17) ein Pumpenschalter (70) zum Schalten der Arbeitsflüssigkeitspumpe (38) vorgesehen ist.
7. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 16, da durch gekennzeichnet, dass an der Absaugkanüle ein Ultra schallgenerator zur Gewebelockerung angeordnet ist.
8. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 17, da durch gekennzeichnet, dass, an der Absaugkanüle ein. Laser zur Gewebeerwärmung vorgesehen ist.
9. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 18, da durch gekennzeichnet, dass die Arbeitsflüssigkeitspumpe (38) eine Intervallpumpe zum intervallweisen Pumpen der Ar beitsflüssigkeit (21') ist.
10. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 19, da durch gekennzeichnet, dass die Einspritzleitung (18) mit der Einspritzöffnung (20) axial beweglich zu dem Handgriff (17) ist und ein Axialantrieb vorgesehen ist, der die Ein spritzleitung (18) mit der Einspritzöffnung (20) axial os zillierend antreibt.
11. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 110, da durch gekennzeichnet, dass die Einspritzleitung (18) zent ral innerhalb der Absaugkanüle (16) angeordnet ist und die Absaugkanüle (16) mehrere über den Umfang verteilte Absaug öffnungen (22) aufweist.
12. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 111, da durch gekennzeichnet, dass die schlitzartige Einspritzöff nung (20) in einem Winkel (a) zwischen 10° und 30°, insbe sondere in einem Winkel (a) von ungefähr 18° geneigt zu der Längsachse (23) der Einspritzleitung (18) angeordnet ist.
13. Fettabsaugvorrichtung nach einem der Ansprüche 112, da durch gekennzeichnet, dass die Schlitzbreite der Einspritz öffnung (20) kleiner als 0,1 mm ist.
Description:
Fettabsaugvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Fettabsaugvorrichtung zum Entfernen von Unterhautfett.

Zum operativen Entfernen von Unterhautfett werden Fettabsaug- vorrichtungen eingesetzt, die im wesentlichen aus einer Absaug- kanüle zum Absaugen des Unterhautfettes bestehen. Die Absaugka- nüle wird mit ihrem freien Ende durch die Haut hindurchge- stochen, so dass anschließend das Fett unterhalb der Haut durch eine Absaugöffnung am freie Ende der Absaugkanüle abgesaugt werden kann. Um das Fett besser absaugen zu können, wird vor dem Absaugvorgang mit einer Einspritzvorrichtung eine Arbeits- flüssigkeit in das Unterhautfettgewebe eingespritzt, die das Unterhautfett bzw. das Fettgewebe löst. Aus US-A-5 968 008 ist eine Fettabsaugvorrichtung bekannt, bei der die Absaugkanüle und die Einspritzleitung in einem Bauteil zusammenfasst sind.

Die Einspritzöffnung zum Einspritzen der Arbeitsflüssigkeit be- findet sich am vorderen Ende der Einspritzleitung. Die Ein- spritzöffnung ist klein und punktartig und liegt genau in der Längsachse der Einspritzleitung. Der aus der Einspritzöffnung austretende. Arbeitsflüssigkeitsstrahl besteht entweder aus ei- nem gebündelten strichförmigen Flüssigkeitsstrahl oder aus ei- nem sich großflächig aber drucklos verteilenden Wasserstrahl, der ein großes Raumvolumen ausfüllt. Der Arbeitsflüssigkeits- strahl bewirkt also entweder einen rein punktartigen Gewebeab- trag oder aber eine großflächige Verteilung eins kraftlosen Ar- beitsflüssigkeitstrichters auf das Unterhautfett bzw. Gewebe.

Aufgabe der Erfindung ist es, das gezielte Aufbringen der Ar- beitsflüssigkeit auf Unterhautfettpartien zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des An- spruchs 1 gelöst.

Die Einspritzöffnung ist erfindungsgemäß am vorderen Einspritz-. leitungsende angeordnet und schlitzförmig ausgebildet, so dass ein kraftvoller Arbeitsflüssigkeits-Fächer austritt. Mit dem fächerförmigen Arbeitsflüssigkeitsaustritt lässt sich ein grö- ßeres Volumen von Unterhautfettgewebe gezielt, und dennoch gleichmäßig und zügig von der Haut lockern bzw. abschälen. Da- durch wird ein gleichförmiger Abtrag von Unterhautfett gewähr- leistet und die Entstehung von Hohlräumen oder Ausbeulungen durch ungleichmäßigen Gewebeabtrag vermieden. Die Breite des Einspritzöffnungs-Schlitzes ist kleiner als 1,0 mm, insbesonde- re kleiner als 0,1 mm. Die Länge des Schlitzes beträgt, je nach Schlitzbreite, einen bis mehrere Millimeter. Durch die geringe Schlitzbreite wird ein relativ geringer Arbeitsflüssigkeits- verbrauch bei gleichzeitig hoher Abtragleistung sichergestellt.

Der geringe Arbeitsflüssigkeitsverbrauch von unter 10 1/h hat zum einen den Vorteil, dass die Fettabsaugvorrichtung einen ge- ringeren Arbeitsflüssigkeitsverbrauch hat und damit entspre- chend kleiner ausgelegt werden kann. Der geringe Arbeitsflüs- sigkeitsverbrauch hat ferner den medizinisch wichtigen Vorteil, dass auch nur eine relativ kleine Menge von Absaugflüssigkeit in den betreffenden Unterhautfett-Bereich eingespritzt wird und durch die Absaugkanüle wieder abgesaugt werden muss. Das Absau- gen kleinerer Mengen von Arbeitsflüssigkeits-Fettgemisch ist einfacher zu kontrollieren, so dass unerwünschtes Aufblähen von Unterhautfett-Bereichen durch Arbeitsflüssigkeit vermieden wird.

Vorzugsweise weist die Einspritzleitung an ihrem einspritzöff- nungsseitigem Ende eine trichterförmige Beschleunigungsdüse auf. Bevor die Arbeitsflüssigkeit durch die schlitzförmige Ein- spritzöffnung austritt, wird sie in der Beschleunigungsdüse auf eine hohe Geschwindigkeit beschleunigt. Auf diese Weise wird die Einspritzflüssigkeit bereits kurz vor Erreichen der Ein- spritzöffnung auf ihre Austrittsgeschwindigkeit beschleunigt.

Hierdurch wird die Ausbildung eines präzisen Arbeitsflüssig- keitsfächers realisiert.

Vorzugsweise ist die Einspritzöffnung in einem Winkel zwischen 3° und 45° geneigt zu der Längsachse der Einspritzleitung ange- ordnet, so dass der Arbeitsflüssigkeits-Fächer unter diesem Winkel zu der Einspritzleitungs-Längsachse austritt. Der Ar- beitsflüssigkeits-Fächer ist also nicht parallel zur Einspritz- leitungs-Längsachse, sondern hierzu angewinkelt. Durch das An- winkeln lässt sich der Arbeitsflüssigkeits-Fächer problemlos auf das unter der Hautoberfläche liegende Unterhautfett rich- ten. Hierdurch wird das Abschälen des Unterhautfettes von der Haut erheblich erleichtert. Vorzugsweise ist die schlitzartige Einspritzöffnung in einem Winkel von 10° bis 30°, insbesondere von ungefähr 18° geneigt zu der Längsachse der Einspritzleitung angeordnet. Wie Versuche ergeben haben, ist ein Anwinkeln des Arbeitsflüssigkeits-Fächers in einem Winkel zwischen 10° und 30° besonders vorteilhaft für ein effektives Abschälen und Ab- tragen von Unterhautfett.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist eine Arbeitsflüssig- keitspumpe zum Pumpen der Arbeitsflüssigkeit zu der Ein- spritzöffnung vorgesehen, wobei der Ausgangsdruck der Arbeits- flüssigkeitspumpe durch einen Druckwähler einstellbar ist. Der Druck der Arbeitsflüssigkeit, und damit der Druck des aus- tretenden Arbeitsflüssigkeits-Fächers ist damit an die je- weilige Situation anpassbar. Auf diese Weise kann sowohl ein zügiges Abtragen großer Unterhautfett-Volumina realisiert wer- den, als auch ein vorsichtiges Abtragen dünner Unterhautfett- Schichten erfolgen. Hierdurch wird insbesondere die Traumati- sierung von Nicht-Fettgewebe gering gehalten.

Vorzugsweise ist eine Saugpumpe zum Absaugen des Unterhautfet- tes und eine Regelungsvorrichtung vorgesehen, die die Saugleis- tung der Saugpumpe in Abhängigkeit von der Pumpleistung der Ar- beitsflüssigkeitspumpe regelt. Bei hoher Pumpleitung, d. h. bei großen Mengen eingespritzter Arbeitsflüssigkeit wird die Saug-- leistung, d. h. die abgepumpte Menge. am Arbeitsflüssigkeits- Unterhautfett-Gemisch entsprechend erhöht. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein Aufblähen der Unterhaut mit Ar- beitsflüssigkeit vermieden wird. Gleichzeitig wird sicherge- stellt, dass das abgelöst Unterhautfett einschließlich der eingespritzten Arbeitsflüssigkeit annähernd vollständig und un- mittelbar abgesaugt wird, so dass das Ergebnis der Unterhaut- fettabtragung sofort sichtbar ist und beurteilt werden kann.

Fehleinschätzungen der Frage, wie viel Unterhautfett noch abge- tragen werden muss, werden auf diese Weise vermieden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist ein Handgriff zum Halten der Absaugkanüle und der Einspritzleitung vorgesehen, wobei an dem Handgriff ein Pumpenschalter zum Schalten der Ar- beitsflüssigkeitspumpe vorgesehen ist. Auf diese Weise lässt sich die Funktion der Arbeitsflüssigkeitspumpe bequem und un- mittelbar steuern. Hierdurch wird das gezielte Abtragen be- stimmter Unterhautfett-Partien erheblich erleichtert.

Vorzugsweise ist an der Absaugkanüle ein Ultraschallgenerator zur Gewebelockerung angeordnet. Der Ultraschallgenerator ist möglichst in der Nähe der Einspritzöffnung angeordnet, um im Zielbereich der eingespritzten Arbeitsflüssigkeit eine mög- lichst große Lockerungswirkung durch den generierten Ultra- schall zu bewirken.

Alternativ oder ergänzend kann an der Absaugkanüle auch ein La- ser zur Gewebeerwärmung und-lösung vorgesehen sein. Durch die laserunterstützte Gewebeerwärmung wird die Unterhautfett-Ab- lösung und-Abtragung vereinfacht.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Einspritzleitung mit der Einspritzöffnung axial beweglich zu dem Handgriff. Fer- ner ist ein Axialantrieb vorgesehen, der die Einspritzleitung mit der Einspritzöffnung axial oszillierend antreibt. Auf diese Weise wird eine axial oszillierende Bewegung des Arbeitsflüs- sigkeits-Fächer. s realisiert, wodurch ein Verharren des Arbeits- flüssigkeits-Fächers und damit ein unerwünschtes Eingraben des Arbeitsflüssigkeits-Fächers in das Gewebe vermieden wird. Hier- durch wird die Sicherheit gegen zu tiefes Eindringen des Ar- beitsflüssigkeits-Fächers in Gewebe erhöht.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Einspritzleitung zentral innerhalb der Absaugkanüle angeordnet. Auf diese Weise wird eine kompakte Konstruktion der Fettabsaugvorrichtung rea- lisier. Alternativ oder ergänzend kann die Einspritzleitung auch außen an die Absaugkanüle angrenzend montiert sein. Es können auch mehrere Einspritzleitungen um die Absaugkanüle her- um angeordnet sein.

Vorzugsweise weist die Absaugkanüle mehrere über den Umfang verteilte Absaugöffnungen auf. Der Mantel der Absaugkanüle ist also über eine bestimmte Länge perforiert ausgebildet. Dadurch lässt sich das. Fett-Arbeitsflüssigkeits-Gemisch schnell absau- gen und ist die Absaugfunktion auch dann noch gewährleistet, wenn eine Absaugöffnung verstopft sein sollte.

Vorzugsweise ist die Arbeitsflüssigkeitspumpe eine Intervall- pumpe zum intervallweisen Pumpen der Arbeitsflüssigkeit. Die Intervallpumpe pumpt die Arbeitsflüssigkeit von einem Arbeits- flüssigkeitstank durch eine flexible Leitung zur Einspritz- leitung. Aus der Einspritzöffnung der Einspritzleitung tritt die Arbeitsflüssigkeit intervallartig oder impulsartig aus. Auf diese Weise lässt sich das Unterhautfett auf einfache Weise in seiner Struktur auflösen und schließlich absaugen.

Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Aus- führungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.

Es zeigen : Fig. 1 eine Fettabsaugvorrichtung gemäß der Erfindung beim Ab- saugen von Unterhautfett, Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Absaugkanüle der Fettab- saugvorrichtung der Fig. 1, und Fig. 3 die Absaugkanüle der Fettabsaugvorrichtung der Fig. 1.

In Fig. 1 ist eine Fettabsaugvorrichtung 10 zum Entfernen von Unterhautfett 12 unterhalb einer Hautoberfläche 14 darge- stellt. Die Fettabsaugvorrichtung 10 wird im Wesentlichen ge- bildet von einer Absauglanze 11, einem Arbeitsflüssigkeitstank 36, einem Abfalltank 32, einer Regelungsvorrichtung 60, zwei Pumpen 38,30 mit zugeordneten Flüssigkeitsleitungen 28,40, ei- nem Druckwähler 62 und einem Pumpenschalter 70. Die Absauglanze 11 ist durch eine kleine Schnittöffnung in der Haut 14 hin- durchgeführt und taucht mit ihrem vorderen Ende in das Unter- hautfett 12 unterhalb der Oberfläche der Haut 14 ein.

Die Fettabsauglanze 11 weist eine im Querschnitt kreisrunde Ab- saugkanüle 16 auf, innerhalb der axial und zentral in der Mitte eine Einspritzleitung 18 angeordnet ist. Die Einspritzleitung 18 weist an ihrem vorderen Ende eine trichterförmige Beschleu- nigungsdüse 25 und eine nach vorne geöffnete schlitzförmige Einspritzöffnung 20 auf, durch die ein Arbeitsflüssigkeits- Fächer 21 in den Unterhautfettbereich 12 eingespritzt wird. Die Einspritzöffnung 20 hat eine Schlitzbreite von ungefähr 25 u. m, kann jedoch auch eine Schlitzbreite von bis zu 100 zum und mehr aufweisen. Die Länge des Einspritzöffnungsschlitzes beträgt ca.

1, 2 mm kann jedoch bis zu mehreren Millimetern betragen. Der Schlitz kann gerade oder leicht gebogen ausgebildet sein, so dass ein ebener bzw. ein trichterartig gewölbter Arbeitsflüs- sigkeitsfächer 21 austritt. In jedem Fall ist das Verhältnis der Schlitzlänge zur Schlitzbreite größer als 10. Der Fächer- winkel, d. h. der Fächeröffnungswinkel beträgt ungefähr 50°.

Die Absaugkanüle 16 weist am vorderen freien Ende an ihrem Um- fang mehrere Absaugöffnungen 22 auf, durch die mit einem Unter- druck von 0,5 bis 0,9 bar kontinuierlich das Gemisch aus Unter- hautfett und Arbeitsflüssigkeit aus dem Bereich unterhalb der Hautoberfläche 14 abgesaugt wird. Die Absauglanze 11 weist in ihrem hinteren Bereich einen Handgriff 17 auf, der gegenüber dem vorderen Bereich der Absauglanze 11 erweitert ist. Die Ab- sauglanze 11 hat in ihrem vorderen Bereich einen Außendurchmes- ser von ungefähr 4,0 mm. Das vordere freie Ende der Absaugkanü- le 16 besteht aus Edelstahl oder aus Saphir.

Die Arbeitsflüssigkeit 21'wird aus dem Arbeitsflüssigkeitstank 36 mit einer Arbeitsflüssigkeitspumpe 38 über eine flexible Leitung 40 in die Einspritzleitung 18 der Absauglanze 11 ge- pumpt. Die Pumpe 38 läuft kontinuierlich, kann jedoch auch im Intervallbetrieb betrieben werden, so dass die Arbeitsflüssig- keit in Intervallen oder impulsartig eingespritzt wird. Die Ar- beitsflüssigkeit wird durch die schlitzförmige Einspritzöffnung 20 mit einem Überdruck von ca. 10-100 bar eingespritzt. Dadurch werden Fettgewebe und Fett mechanisch aus dem Unterhautfett ge- löst und zerkleinert, jedoch werden dabei keine Gefäße zer- stört. Der Verbrauch an Arbeitsflüssigkeit bei Schlitzmaßen von 0,025 mm x 1,2 mm beträgt ungefähr 5 1/h. Die Ar- beitsflüssigkeit. kann schmerzstillende Substanzen enthalten, jedoch auch aus reiner Kochsalzlösung bestehen.

Die Absaugkanüle 16 ist mit einer flexiblen Leitung 28 mit ei- ner Unterdruck erzeugenden Saugpumpe 30 verbunden, durch die die abgesaugte Flüssigkeit kontinuierlich in einen Abfalltank 32 gepumpt wird.

An dem Handgriff 17 ist ein Pumpenschalter 70 angeordnet, der mit einer Steuerleitung mit der Regelungsvorrichtung 60 ver- bunden ist. Durch Betätigen des Pumpenschalters 70 werden die Arbeitsflüssigkeitspumpe 38 und die Saugpumpe 30 eingeschaltet, bei Loslassen des Pumpenschalters 70 werden beide Pumpen 30,38 wieder abgeschaltet. Auf diese Weise ist eine einfache Kon- trolle des Betriebes der Fettabsaugvorrichtung 10 möglich und ein schnelles Abschalten zur Vermeidung von unerwünschten Ab- tragungen jederzeit möglich.

Der Ausgangsdruck der Arbeitsflüssigkeitspumpe 38 wird durch den als Fußpedal ausgebildeten. Druckwähler 62 eingestellt, der ebenfalls mit einer Steuerleitung mit der Regelungsvorrichtung 60 verbunden ist. Mit dem Fußpedal-Druckwähler 62, lässt sich der Ausgangsdruck und/oder die Flussrate der Arbeitsflüssig- keitspumpe 38 nach Belieben des Behandlers jederzeit verstel- len und anpassen. Durch die Regelungsvorrichtung 60 wird die Saugleistung der Saugpumpe 30 stets in fester Abhängigkeit von der mit dem Druckwähler 62 gewählten Pumpleistung der Arbeits- flüssigkeitspumpe 38 geregelt. Dies bedeutet, dass bei hoher Pumpleistung der Arbeitsflüssigkeitspumpe 38 auch die Saugleis- tung der Saugpumpe 30 entsprechend hoch eingestellt ist. Hier- durch wird sichergestellt, dass jederzeit ungefähr so viel Ar- beitsflüssigkeits-Unterhautfett-Gemisch abgesaugt wird, wie gleichzeitig an Arbeitsflüssigkeit eingespritzt und an Unter- hautfett gelöst wird. Dadurch wir sichergestellt, dass die ent- sprechende Hautpartie nicht durch Arbeitsflüssigkeit aufgepumpt wird und dass das Ergebnis des Fettabsaugens sofort erkennbar ist. Der Unterdruck der Saugpumpe 30 kann auf einen Maximalun- terdruck begrenzt sein, so dass ein Festsaugen der Absaugkanüle im Unterhautgewebe ausgeschlossen ist.

Der Winkel a der Einspritzöffnung 20 zur Längsachse der Ein- spritzleitung 18 bzw. der Absauglanze 11 beträgt ungefähr 18°.

Der Fächerwinkel ß, d. h. der Öffnungswinkel der Einspritzöff- nung beträgt ungefähr 50°. Sowohl die Absaugkanüle 16 als auch die Einspritzleitung 18 weisen jeweils ein Kupplungsteil 75,76 auf, so dass das vordere Ende der Absaugkanüle 16 und der Ein- spritzleitung 18, die zusammen eine Lanzenspitze 80 bilden, auf einfache Weise austauschbar sind. Auf diese Weise kann die Lan- zenspitze 80 stets mit einfachen Mitteln ausgetauscht werden, beispielsweise um eine Einspritzöffnung mit einer anderen Schlitzform, einem anderen Öffnungswinkel, einem. anderen An- stellwinkel a etc. zu montieren.