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Title:
LIQUID CRYSTAL PROPENE OR PROPENYL NITRILE DERIVATIVES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/005097
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to acetylene derivatives of formula (I), wherein R, A?1¿, A?2¿, Z?1¿, Z?2¿, Z?3¿, L?1¿, L?2¿, L?3¿, Y, m and n have the meanings given in Claim 1. The inventive acetylene derivatives are suitable for use as constituents of liquid crystal media.

Inventors:
Reiffenrath, Volker (Jahnstrasse 18 Roßdorf, D-64380, DE)
Hirschmann, Harald (Wegscheide 11 Darmstadt, D-64291, DE)
Application Number:
PCT/EP1998/004366
Publication Date:
February 04, 1999
Filing Date:
July 14, 1998
Export Citation:
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Assignee:
MERCK PATENT GMBH (Frankfurter Strasse 250 Darmstadt, D-64293, DE)
Reiffenrath, Volker (Jahnstrasse 18 Roßdorf, D-64380, DE)
Hirschmann, Harald (Wegscheide 11 Darmstadt, D-64291, DE)
International Classes:
G02F1/13; C07C255/35; C07D213/57; C07D239/26; C07D319/06; C09K19/12; C09K19/20; C09K19/30; C09K19/34; C09K19/42; C09K19/44; (IPC1-7): C07C255/34; C09K19/30; C09K19/12; C09K19/20; C09K19/34; C07C255/35; C07D213/24; C07D239/26; C07D319/06
Attorney, Agent or Firm:
MERCK PATENT GMBH (Darmstadt, D-64271, DE)
MERCK PATENT GMBH (Darmstadt, D-64271, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Acetylenderivate der Formel I worin R einen unsubstituierten, einen einfach durch CN oder CF3 oder einen mindestens einfach durch Halogen substituierten Aikyl oder Alkenylrest mit 1 bis 15 CAtomen, wobei in diesen Resten auch eine oder mehrere CH2Gruppen jeweils unabhängig voneinander durch so ersetzt sein können, da OAtome nicht direkt miteinander verknüpft sind, A1 und A2 jeweils unabhängig voneinander (a) trans1 4Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2Gruppen durch 0 und/oder S ersetzt sein können, (b) 1,4Phenylenrest, worin auch eine oder zwei CHGruppen durch N ersetzt sein können, (c) trans1 ,4Cyclohexenylen, (d) Rest aus der Gruppe, 1 ,4Bicyclo(2,2,2)octylen, Piperidin1,4diyl, Naphthalin2,6diyl, Decahydro naphthalin2,6diyl und 1 ,2,3,4Tetrahydronaphthalin 2,6diyl, wobei die Reste (a) bis (c) durch ein oder zwei Fluor substituiert sein können, Z1, Z2 und Z3 jeweils unabhängig voneinander COO, OCO, CH2O, OCH2, CH2CH2, CH=CH, CC, (CH2)4, OCF2, CF2O, CH=CHCH2CH2 oder eine Einfach bindung, m 0,1 oder 2, n 0 oder 1, L1, L2 und L3 jeweils unabhängig voneinander H oder F, Y CC, CH=CH, CF=CH, CH=CF oder CF=CF bedeuten, mit der Ma gabe, da im Fall Y = CC oderCH=CH a) n = 1 und Z3 eine Einfachbindung oder b) L und/oder L2 Fluor oder c) R Alkenyl oder Alkenyloxy mit 2 bis 12 CAtomen oder d) A2 ein Pyridinrest, ein Pyrimidinrest oder ein mit Fluor oder CH3 ein oder zweifach substituierter trans1,4 Cyclohexylenrest ist oder e) einer der Reste Z1, Z2 oder Z3 COO ist, bedeutet.
2. Verbindungen der Formel II, worin R, Y und L2 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben.
3. Verbindungen der Formel 12, worin R, Y und L2 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben.
4. Verbindungen der Formel 13, worin R, Y und L2 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben.
5. Verbindungen der Formel worin L H oder F R, Y und L1 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben.
6. Verbindungen der Formel 116, worin R, Y und L2 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben.
7. Verbindungen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, da Y CC oder CF=CF ist.
8. Verbindungen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, da R Alkenyl oder Alkenyloxy mit 2 bis 12 CAtomen bedeutet.
9. Verwendung von Verbindungen der Formel I nach Anspruch 1 als Komponenten flüssigkristalliner Medien.
10. Flüssigkristallines Medium mit mindestens zwei flüssigkristallinen Komponenten, dadurch gekennzeichnet, da es mindestens eine Verbindung der Formel I enthält.
11. FlüssigkristallAnzeigeelement, dadurch gekennzeichnet, da es ein flüssigkristallines Medium nach Anspruch 10 enthält.
12. Elektrooptisches Anzeigeelement, dadurch gekennzeichnet, da es als Dielektrikum ein flüssigkristallines Medium nach Anspruch 10 enthält.
Description:
FLÜSSIGKRISTALLINE PROPEN- ODER PROPYNYLNITRILDERIVATE Die vorliegende Erfindung betrifft Acetylenderivate der Formel 1, worin R einen unsubstituierten, einen einfach durch CN oder CF3 oder einen mindestens einfach durch Halogen substituierten Alkyl- oder Alkenylrest mit 1 bis 15 0-Atomen, wobei in diesen Resten auch eine oder mehrere CH2-Gruppen jeweils unabhängig voneinander durch -0-, -S-, -CO-, -CO-O-, -O-CO- oder -O-CO-O- so ersetzt sein können, da O-Atome nicht direkt miteinander verknüpft sind, A1 und A2 jeweils unabhängig voneinander (a) trans-1 ,4-Cyclohexylenrest, worin auch eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch -0- und/oder -S- ersetzt sein können, (b) 1 ,4-Phenylenrest, worin auch eine oder zwei CH-Gruppen durch N ersetzt sein können, (c) trans-1 ,4-Cyclohexenylen, (d) Rest aus der Gruppe, 1 ,4-Bicyclo(2,2,2)-octylen, Piperidin- 1 ,4-diyl, Naphthalin-2,6-diyl, Decahydronaphthaiin-2,6-diyl und 1,2,3,4-Tetrahydronaphthalin-2,6-diyl,

wobei die Reste (a) bis (c) durch Fluor oder CH3 ein- oder zweifach substituiert sein können, Z1, Z2 und jeweils unabhängig voneinander-CO-O-, -O-CO-, -CH20-, -OCH2-, -CH2CH2-, -CH=CH-, -C#C-, -(OH2)4-, -OCF2-, -CF20-, -CH=CH-CH2CH2- oder eine Einfachbindung, m 0,1 oder 2 n 0 oder 1, Ll, L2 und L3 jeweils unabhängig voneinander H oder F, Y -C#C-, -CH=CH-, -CF=CH-, -CH=CF- oder -CF=CF- bedeuten, mit der Ma gabe, da im Fall Y = -C#C- oder -CH=CH- a) n = 1 und Z3 eine Einfachbindung oder b) Ll und/oder L2 Fluor oder c) R Alkenyl oder Alkenyloxy mit 2 bis 12 C-Atomen oder

d) A2 ein Pyridinrest, ein Pyrimidinrest oder ein mit Fluor oder CH3 ein- oder zweifach substituierter trans-1 ,4-Cyclo- hexylenrest ist, oder e) einer der Reste Z1, Z2 oder Z3 -CO-O- ist, bedeutet.

Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung dieser Verbindungen als Komponenten flüssigkristalliner Medien sowie Flüssigkristall- und elektro- optische Anzeigeelemente, die die erfindungsgemä en flüssigkristallinen Medien enthalten.

Die Verbindungen der Formel I können als Komponenten flüssigkristalliner Medien verwendet werden, insbesondere für Displays, die auf dem Prinzip der verdrillten Zelle, dem Guest-Host-Effekt, dem Effekt der Deformation aufgerichteter Phasen oder dem Effekt der dynamischen Streuung beruhen.

Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, neue stabile flüssigkristalline oder mesogene Verbindungen aufzufinden, die als Komponenten flüssig- kristalliner Medien geeignet sind und insbesondere gleichzeitig eine ver- gleichsweise geringe Viskosität besitzen sowie eine relativ hohe dielek- trische Anisotropie.

Es wurde nun gefunden, da Verbindungen der Formel I als Komponenten flüssigkristalliner Medien vorzüglich geeignet sind. Insbesondere verfügen sie über hohe Ag-Werte bei gleichzeitig hohen Klärpunkten. Mit ihrer Hilfe lassen sich stabile flüssigkristalline Medien mit breitem Mesophasenbereich und vorteilhaften Werten für die optische und dielektrische Anisotropie erhalten. Diese Medien weisen ferner ein sehr gutes Tieftemperatur- verhalten auf.

Verbindungen der Formel R = Alkyl sind beispielsweise aus der JP 55-149371, JP 55-009012, JP 55-011529, PL 137 995 und PL 138286 bekannt.

Cyanoethinderivate der Formel oder Alkyl sind Gegenstand der JP 59-190 958 A2, JP 60-169 455 A2, JP 60-188 358 A2 und JP 60-019 756 A2.

Biphenylacetylene der Formel R = Alkyl werden in der DE 32 46 440 A1 beschrieben.

Die erfindungsgemä en fluorierten Verbindungen werden dort aber nicht genannt.

Im Hinblick auf die verschiedensten Einsatzbereiche derartiger Verbin- dungen mit hohem £ war es jedoch wünschenswert, weitere Verbin- dungen mit hoher Nematogenität zur Verfügung zu haben, die auf die jeweiligen Anwendungen genau ma geschneiderte Eigenschaften aufweisen.

Mit der Bereitstellung von Verbindungen der Formel I wird au erdem ganz allgemein die Palette der flüssigkristallinen Substanzen, die sich unter ver- schiedenen anwendungstechnischen Gesichtspunkten zur Herstellung flüssigkristalliner Gemische eignen, erheblich verbreitert.

Die Verbindungen der Formel I besitzen einen breiten Anwendungs- bereich. In Abhängigkeit von der Auswahl der Substituenten können diese Verbindungen als Basismaterialien dienen, aus denen flüssigkristalline Medien zum überwiegenden Teil zusammengesetzt sind; es können aber auch Verbindungen der Formel I flüssigkristallinen Basismaterialien aus anderen Verbindungsklassen zugesetzt werden, um beispielsweise die dielektrische und/oder optische Anisotropie eines solchen Dielektrikums zu beeinflussen und/oder um dessen Schwellenspannung und/oder dessen Viskosität zu optimieren.

Die Verbindungen der Formel I sind in reinem Zustand farblos und bilden in der Regel flüssigkristalline Mesophasen in einem für die elektrooptische Verwendung günstig gelegenen Temperaturbereich. Chemisch und thermisch sind die erfindungsgemä en Verbindungen stabil.

Gegenstand der Erfindung sind somit die Verbindungen der Formel I sowie die Verwendung dieser Verbindungen als Komponenten fiüssigkristalliner Medien. Gegenstand der Erfindung sind ferner flüssigkristalline Medien mit einem Gehalt an mindestens einer Verbindung der Formel I sowie Flüssig- kristallanzeigeelemente, insbesondere elektroopische Anzeigeelemente, die derartige Medien enthalten.

Der Einfachheit halber bedeuten im folaenden A4 bzw. A3 einen Rest der Formel einen 1 ,4-Cyclohexylenrest, Che einen 1 ,4-Cyclohexenylenrest, Dio einen 1 ,3-Dioxan-2,5-diylrest, Dit einen 1,3-Dithian-2,5-diylrest, Phe einen 1,4-Phenylenrest, Pyd einen Pyridin-2,5-diylrest, Pyr einen Pyrimidin-2,5-diylrest und Bi einen Bicyclo(2,2,2)-octylenrest, wobei Cyc und/oder Phe unsubstituiert oder ein- oder zweifach durch F oder CN substituiert sein können.

A und A2 sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe Cyc, Che, Phe, Pyr, Pyd und Dio.

Die Verbindungen der Formel I umfassen dementsprechend Verbindungen mit zwei Ringen der Teilformeln la und Ib: R-A2-A4-Y-CN la R-A²-Z²-A4-Y-CN lb Verbindungen mit drei Ringen der Teilformeln Ic is Ig R-A -A²-A4-Y-CN lc R-A -Z -A²-A4-Y-CN ld R-A -A²-Z²-A4-Y-CN le R-A -A -A4-Y-CN lf R-A -Z -A -A4-Y-CN lg sowie Verbindungen mit vier Ringen der Teilformeln Ih bis Ik: R-A -A²-A -A4-Y-CN lh R-A -Z -A²-A -A4-Y-CN li R-A -A²-Z²-A -A4-Y-CN lj R-A -Z -A²-Z²-A -A4-Y-CN lk Y bedeutet vorzugsweise -C#C-, ferner -CF=CF- oder -CF=CH-.

Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel 1 sowie aller Teilformeln, in denen Al, A2, A3 und/oder A4 ein- oder zweifach durch F substituiertes 1,4-Phenylen bedeutet. Insbesondere sind dies 2-Fluor-1,4-phenylen, 3-Fluor-1,4-phenylen und 3,5-Difluor-1,4-phenylen.

A1 und A2 sind vorzugsweise Z1, Z2 und Z3 bedeuten bevorzugt eine Einfachbindung, -CO-O-, -O-CO- und -CH2CH2-, in zweiter Linie bevorzugt -CF2O-, -OCF2-, -CH20- und -OCH2-.

Falls einer der Reste Z1, Z2 und Z3-(CH2)4- oder -CH=CH-CH2CH2- bedeutet, so ist der andere Rest Z1 oder Z2 bzw. Z3 (falls vorhanden) vorzugsweise eine Einfachbindung. m und n sind vorzugsweise 1 oder 0, insbesondere bevorzugt sind Verbindungen mit m = n = 0, ferner mit m + n = 1.

Falls R einen Alkylrest und/oder einen Alkoxyrest bedeutet, so kann dieser geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise ist er geradkettig, hat 2, 3, 4, 5, 6 oder 7 C-Atome und bedeutet demnach bevorzugt Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Ethoxy, Propoxy, Butoxy, Pentoxy, Hexoxy oder Heptoxy, ferner Methyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Tridecyl, Tetradecyl, Pentadecyl, Methoxy, Octoxy, N onoxy, Decoxy, Undecoxy, Dodecoxy, Tridecoxy oder Tetradecoxy.

Oxaalkyl bedeutet vorzugsweise geradkettiges 2-Oxapropyl (= Methoxy- methyl), 2- (= Ethoxymethyl) oder 3-Oxabutyl (= 2-Methoxyethyl), 2-, 3- oder 4-Oxapentyl, 2-, 3-, 4- oder 5-Oxahexyl, 2-, 3-, 4-, 5- oder 6-Oxa- heptyl, 2-, 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-Oxaoctyl, 2-, 3-, 4-, 5-, 6-, 7- oder 8-Oxa- nonyl, 2-, 3-, 4-, 5-, 6-, 7-, 8- oder 9-Oxadecyl.

Falls R einen Alkylrest bedeutet, in dem eine CH2-Gruppe durch -CH=CH- ersetzt ist, so kann dieser geradkettig oder verzweigt. sein. Vorzugsweise

ist er geradkettig und hat 2 bis 10 C-Atome. Er bedeutet demnach beson- ders Vinyl, Prop-1-, oder Prop-2-enyl, But-1-, 2- oder But-3-enyl, Pent-1-, 2-, 3- oder Pent-4-enyl, Hex-1-, 2-, 3-, 4- oder Hex-5-enyl, Hept-1-, 2-, 3-, 4-, 5- oder Hept-6-enyl, Oct-1-, 2-, 3-, 4-, 5-, 6- oder Oct-7-enyl, Non-1-, 2-, 3-, 4-, 5-, 6-, 7- oder Non-8-enyl, Dec-1-, 2-, 3-, 4-, 5-, 6-, 7-, 8- oder Dec-9-enyl.

Falls R einen Alkylrest bedeutet, in dem eine CH2-Gruppe durch -0- und eine durch -CO- ersetzt ist, so sind diese bevorzugt benachbart. Somit beeinhalten diese eine Acyloxygruppe -CO-O- oder eine Oxycarbonyl- gruppe -O-CO-. Vorzugsweise sind diese geradkettig und haben 2 bis 6 C-Atome.

Sie bedeuten demnach besonders Acetyloxy, Propionyloxy, Butyryloxy, Pentanoyloxy, Hexanoyloxy, Acetyloxymethyl, Propionyloxymethyl, Buty- ryloxymethyl, Pentanoyloxymethyl, 2-Acetyloxyethyl, 2-Propionyloxyethyl, 2-Butyryloxyethyl, 3-Acetyloxypropyl, 3-Prop ionyloxypropyl, 4-Acetyl- oxybutyl, Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, Propoxycarbonyl, Butoxy- carbonyl, Pentoxycarbonyl, Methoxycarbonylmethyl, Ethoxycarbonyl-- methyl, Propoxycarbonylmethyl, Butoxycarbonylmethyl, 2-(Methoxy- carbonyl)ethyl, 2-(Ethoxycarbonyl)ethyl, 2-(Propoxycarbonyl)ethyl, 3-(Methoxycarbonyl)propyl, 3-(Ethoxycarbonyl)propyl, 4-(Methoxy- carbonyl)-butyl.

Falls R einen Alkylrest bedeutet, in dem eine CH2-Gruppe durch unsub- stituiertes oder substituiertes -CH=CH- und eine benachbarte CH2-Gruppe durch CO oder CO-O oder O-CO ersetzt ist, so kann dieser geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise ist er geradkettig und hat 4 bis 13 C-Atome. Er bedeutet demnach besonders Acryloyloxymethyl, 2-Acryl- oyloxyethyl, 3-Acryloyloxypropyl, 4-Acryloyloxybutyl, 5-Acryloyloxypentyl, 6-Acryloyloxyhexyl, 7-Acryloyloxyheptyl, 8-Acryloyloxyoctyl, 9-Acryloyl- oxynonyl, 10-Acryloyloxydecyl, Methacryloyloxymethyl, 2-Methacryloyloxy- ethyl, 3-Methacryloyloxypropyl, 4-Methacryloyloxybutyl, 5-Methacryloyl- oxypentyl, 6-Methacryloyloxyhexyl, 7-Methacryloyloxyheptyl, 8-Methacryl- oyloxyoctyl, 9-Methacryloyloxynonyl.

Falls R einen einfach durch CN oder CF3 substituierten Alkyl- oder Alkenylrest bedeutet, so ist dieser Rest vorzugsweise geradkettig und die Substitution durch CN oder CF3 in s-Position.

Falls R einen mindestens einfach durch Halogen substituierten Alkyl- oder Alkenylrest bedeutet, so ist dieser Rest vorzugsweise geradkettig und Halogen ist vorzugsweise F oder Cl. Bei Mehrfachsubstitution ist Halogen vorzugsweise F. Die resultierenden Reste schlie en auch perfluorierte Reste ein. Bei Einfachsubstitution kann der Fluor- oder Chlorsubstituent in beliebiger Position sein, vorzugsweise jedoch in o-Position.

Verbindungen der Formel I, die über für Polymerisationsreaktionen geeig- nete Flügelgruppen R verfügen, eignen sich zur Darstellung flüssigkristal- liner Polymerer.

Verbindungen der Formel I mit verzweigten Flügelgruppen R können gelegentlich wegen einer besseren Löslichkeit in den üblichen flüssig- kristallinen Basismaterialien von Bedeutung sein, insbesondere aber als chirale Dotierstoffe, wenn sie optisch aktiv sind. Smektische Verbindungen dieser Art eignen sich als Komponenten für ferroelektrische Materialien.

Verbindungen der Formel I mit SA-Phasen eignen sich beispielsweise für thermisch adressierte Displays.

Verzweigte Gruppen dieser Art enthalten in der Regel nicht mehr als eine Kettenverzweigung. Bevorzugte verzweigte Reste R sind Isopropyl, 2-Butyl (= 1-Methylpropyl), Isobutyl (= 2-Methylpropyl), 2-Methylbutyl, Isopentyl (= 3-Methylbutyl), 2-Methylpentyl, 3-Methylpentyl, 2 Ethylhexyl, 2-Propylpentyl, Isopropoxy, 2-Methylpropoxy, 2-Methylbutoxy, 3-Methyl- butoxy, 2-Methylpentoxy, 3-Methylpentoxy, 2-Ethylhexoxy, 1 -Methyl- hexoxy, 1-Methylheptoxy.

Falls R einen Alkylrest darstellt, in dem zwei oder mehr CH2-Gruppen durch -0- und/oder -CO-O- ersetzt sind, so kann dieser geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise ist er verzweigt und hat 3 bis 12 C-Atome.

Er bedeutet demnach besonders Bis-carboxy-methyl, 2,2-Bis-carboxyethyl,

3,3-Bis-carboxy-propyl, 4,4-Bis-carboxy-butyl, 5,5-Bis-carboxy-pentyl, 6,6-Bis-carboxy-hexyl, 7,7-Bis-carboxy-heptyl, 8,8-Bis-carboxy-octyl, 9,9-Bis-carboxy-nonyl, 10,1 0-Bis-carboxy-decyl, Bis-(methoxycarbonyl)- methyl, 2,2-Bis-(methoxycarbonyl)-ethyl, 3,3-Bis-(methoxycarbonyl)-propyl, 4,4-Bis-(methoxycarbonyl)-butyl, 5,5-Bis-(methoxy-carbonyl)-pentyl, 6,6-Bis-(methoxycarbonyl)-hexyl, 7,7-Bis-(methoxycarbonyl)-heptyl, 8,8-Bis-(methoxycarbonyl)-octyl, Bis-(ethoxycarbonyl)-methyl, 2,2-Bis- (ethoxycarbonyl)-ethyl, 3, 3-Bis-(ethoxycarbonyl)-propyl, 4,4-Bis- (ethoxycarbonyl)-butyl, 5,5-Bis-(ethoxycarbonyl)-hexyl.

Verbindungen der Formel I, die über für Polykondensationen geeignete Flügelgruppen R verfügen, eignen sich zur Darstellung flüssigkristalliner Polykondensate.

Formel I umfa t sowohl die Racemate dieser Verbindungen als auch die optischen Antipoden sowie deren Gemische.

Unter diesen Verbindungen der Formel I sowie den Unterformeln sind diejenigen bevorzugt, in denen mindestens einer der darin enthaltenden Reste eine der angegebenen bevorzugten Bedeutungen hat.

In den Verbindungen der Formel I sind diejenigen Stereoisomeren bevor- zugt, in denen die Ringe Cyc und Piperidin trans-1 4-disubstituiert sind.

Diejenigen der vorstehend genannten Formeln, die eine oder mehrere Gruppen Pyd, Pyr und/oder Dio enthalten, umschlie en jeweils die beiden 2,5-Stellungsisomeren.

Bevorzugte kleinere Gruppen von Verbindungen sind diejenigen der Teilformeln 11 bis 137:

Besonders bevorzugte Verbindungen sind Verbindungen der Unterformeln l1, l2, l3, l4, l5, l8, l11, l13, l16, l21, l30, l31, l33, l34, l35, l36 und l 37.

In den Unterformeln 11-137 bedeutet Y vorzugsweise -CC- und -CF=CF-, ferner -CF=CH-. R ist vorzugsweise geradkettiges Alkyl, Alkoxy, 1 E- bzw.

3E-Alkenyl mit bis zu 6 C-Atomen, ferner 2Z-Alkenyl, 4-Alkenyl oder Alkenyloxy.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung umfa t der Ausdruck "1E-Alkenyl" Reste wie Vinyl, 1E-Propenyl, 1 E-Butenyl, 1 E-Pentenyl, 1 E-Hexenyl, 1 E-Heptenyl, 1 E-Octenyl, 1 E-Nonenyl und 1 E-Decenyl. Der Ausdruck "2Z-Alkenyl" umfa t Reste wie Allyl, 2Z-Butenyi, 2Z-Pentenyl, 2Z-Hexenyl, 2Z-Heptenyl, 2Z-Octenyl, 2Z-Nonenyl und 2Z-Decenyl. Der Ausdruck "3E-Alkenyl" umfa t Reste wie 3-Butenyl, 3E-Pentenyl, 3E-Hexenyl, 3E-Heptenyl, 3E-Octenyl, 3E-Nonenyl und 3E-Decenyl. Der Ausdruck "4-Alkenyl" umfa t Reste wie 4-Pentenyl und die E- und/oder Z-Form von 3-Hexenyl, 4-Heptenyl, 4-Octenyl, 4-Nonenyl und 4-Decenyl.

Der Ausdruck "Alkenyloxy" bezeichnet Alkenyloxygruppen, in denen der Sauerstoff mit einem gesättigten Kohlenstoffatom direkt verknüpft ist (d.h.

Gruppen welche ein oder mehrere Kohlenstoffatome zwischen der Doppel- bindung und dem Sauerstoffatom aufweisen), wie (2E-Alkenyl)oxy, (3-Alkenyl)oxy, (4-Alkenyl)oxy, (5-Alkenyl)oxy und dergleichen. Der Ausdruck "(2E-Alkenyloxy)" umfa t hierbei Reste wie Allyloxy, (2E-Bute- nyl)oxy, (2E-Pentenyl)oxy, (2E-Hexenyl)oxy, (2E-Heptenyl)oxy, (2E-Octe- nyl)oxy, (2E-Nonenyl)oxy und (2E-Decenyl)oxy. Der Ausdruck "(3-Alke- nyl)oxy" umfa t Reste wie (3-Butenyl)oxy und die E- und/oder Z-Form von (3-Pentenyl)oxy, (3-Hexenyl)oxy, (3-Heptenyl)oxy, (3-Octenyl)oxy, (3-Nonenyl)oxy und (3-Decenyl)oxy. Der Ausdruck "(4-Alkenyl)oxy" umfa t Reste wie (4-Pentenyl)oxy und die E- und/oder Z-Form von (4-Hexenyl)oxy, (4-Heptenyl)oxy, (4-Octenyl)oxy, (4-Nonenyl)oxy und (4-Decenyl)oxy. Der Ausdruck "(5-Alkenyl)oxy" umfa t Reste wie (5-Hexenyl)oxy und die E- und/oder Z-Form von (5-Heptenyl)oxy, (5-Octenyl)oxy, (5-Nonenyl)oxy und (5-Decenyl)oxy.

Es versteht sich für den Fachmann von selbst, da Anspruch 1 ebenfalls alle Verbindungen der Formel I umfa t, worin die Atome H, N, O, C, F durch ihre Isotope ersetzt sind.

Die 1 ,4-Cyclohexenylen-Gruppe hat vorzugsweise folgende Strukturen: Die Verbindungen der Formel I werden nach an sich bekannten Methoden dargestellt, wie sie in der Literatur (z.B. in den Standardwerken wie Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie, Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart) beschrieben sind, und zwar unter Reaktionsbedingungen, die für die genannten Umsetzungen bekannt und geeignet sind.

Dabei kann man auch von an sich bekannten, hier nicht näher erwähnten Varianten Gebrauch machen.

Schema 1

Schema 2 F L' R-(A'-ZI)m-A2-Z1L. EC-CN 3 2 L L Amberlyst A 26 H2F3 F L1 F R-(A1~Z1),~A2~22- 03n02CN L L Schema 3

Schema 4 F L1 0 R-(A' -Z' )m-A2-Z2 O3flO 2 H L L ; HO2C-CH2-CN, Pyridin F L1 R-(A1-ZI )m-A2~Z2 CN L L Bevorzugte Verbindungen werden beispielsweise wie folgt hergestellt:

Schema 5

Schema 6

Schema 7 F RM¼ d -~- CN F Amberlyst A 26 H2F3 F aCN RO CN F Schema 8

Schema 9 F R-0. H F ÜCONH, CH, Pyridin F RO CN F

Schema 10 Die erfindungsgemä en flüssigkristallinen Medien enthalten vorzugsweise neben einer oder mehreren erfindungsgemä en Verbindungen als weitere Bestandteile 2 bis 40, insbesondere 4 bis 30 Komponenten. Ganz beson- ders bevorzugt enthalten diese Medien neben einer oder mehreren erfin- dungsgemä en Verbindungen 7 bis 25 Komponenten. Diese weiteren Bestandteile werden vorzugsweise ausgewählt aus nematischen oder nematogenen (monotropen oder isotropen) Substanzen, insbesondere Substanzen aus den Klassen der Azoxybenzole, Benzylidenaniline,

Biphenyle, Terphenyle, Phenyl- oder Cyclohexylbenzoate, Cyclohexan- carbonsäure-phenyl- oder cyclohexyl-ester, Phenyl- oder Cyclohexyl-ester der Cyclohexylbenzoesäure, Phenyl- oder Cyclohexyl-ester der Cyclo- hexylcyclohexancarbonsäure, Cyclohexyl-phenylester der Benzoesäure, der Cyclohexancarbonsäure, bzw. der Cyclohexylcyclohexancarbonsäure, Phenylcyclohexane, Cyclohexylbiphenyle, Phenylcyclohexylcyclohexane, Cyclohexylcyclohexane, Cyclohexylcyclohexylcyclohexene, 1,4-Biscyclo- hexylbenzole, 4,4'-Bis-cyclohexylbiphenyle, Phenyl- oder Cyclohexyl- pyrimidine, Phenyl- oder Cyclohexylpyridine, Phenyl- oder Cyclohexyl- dioxane, Phenyl- oder Cyclohexyl-1,3-dithiane, 1,2-Diphenylethane, 1 ,2-Dicyclohexylethane, 1-Phenyl-2-cyclohexylethane, 1-Cyclohexyl- 2-(4-phenylcyclohexyl)-ethane, 1 -Cyclohexyl-2-biphenylylethane, 1 -Phenyl-2-cyciohexyl-phenylethane, gegebenenfalls halogenierten Stilbene, Benzylphenylether, Tolane und substituierten Zimtsäuren. Die 1,4-Phenylengruppen in diesen Verbindungen können auch fluoriert sein.

Die wichtigsten als weitere Bestandteile erfindungsgemä er Medien in Frage kommenden Verbindungen lassen sich durch die Formeln 1, 2, 3,4 und 5 charakterisieren: R'-L-E-R" 1 R'-L-COO-E-R" 2 R'-L-OOC-E-R" 3 R'-L-CH2CH2-E-R" 4 R'-L-CEC-E-R" 5 In den Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 bedeuten L und E, die gleich oder ver- schieden sein können, jeweils unabhängig voneinander einen bivalenten Rest aus der aus -Phe-, -Cyc-, -Phe-Phe-, -Phe-Cyc-, -Cyc-Cyc-, -Pyr-, -Dio-, -G-Phe- und -G-Cyc- sowie deren Spiegelbilder gebildeten Gruppe, wobei Phe unsubstituiertes oder durch Fluor substituiertes 1,4-Phenylen, Cyc trans-1 ,4-Cyclohexylen oder 1,4-Cyclohexylen, Pyr Pyrimidin-2,5-diyl oder Pyridin-2,5-diyl, Dio 1,3-Dioxan-2,5-diyl und G 2-(trans-1,4-Cyclo- hexyl)-ethyl, Pyrimidin-2,5-diyl, Pyridin-2,5-diyl oder 1,3-Dioxan-2,5-diyl bedeuten.

Vorzugsweise ist einer der Reste L und E Cyc, Phe oder Pyr. E ist vor- zugsweise Cyc, Phe oder Phe-Cyc. Vorzugsweise enthalten die erfin- dungsgemä en Medien eine oder mehrere Komponenten ausgewählt aus den Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5, worin L und E ausgewählt sind aus der Gruppe Cyc, Phe und Pyr und gleichzeitig eine oder mehrere Komponenten ausgewählt aus den Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5, worin einer der Reste L und E ausgewählt ist aus der Gruppe Cyc, Phe und Pyr und der andere Rest ausgewählt ist aus der Gruppe -Phe-Phe-, -Phe-Cyc-, -Cyc-Cyc-, -G-Phe- und -G-Cyc-, und gegebenen- falls eine oder mehrere Komponenten ausgewählt aus den Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5, worin die Reste L und E ausgewählt sind aus der Gruppe -Phe-Cyc-, -Cyc-Cyc-, -G-Phe- und -G-Cyc-.

R' und R" bedeuten in einer kleineren Untergruppe der Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 jeweils unabhängig voneinander Alkyl, Alkenyl, Alkoxy, Alkoxyalkyl, Alkenyloxy oder Alkanoyloxy mit bis zu 8 Kohlenstoff- atomen. Im folgenden wird diese kleinere Untergruppe Gruppe A genannt und die Verbindungen werden mit den Teilformeln la, 2a, 3a, 4a und 5a bezeichnet. Bei den meisten dieser Verbindungen sind R' und R" vonein- ander verschieden, wobei einer dieser Reste meist Alkyl, Alkenyl, Alkoxy oder Alkoxyalkyl ist.

In einer anderen als Gruppe B bezeichneten kleineren Untergruppe der Verbindungen der Formeln 1, 2, 3,4 und 5 bedeutet R" -F, -Cl, -NCS oder -(O)j CH3-(k+l) FkCII1 wobei i 0 oder 1 und k+l 1, 2 oder 3 sind; die Ver- bindungen, in denen R" diese Bedeutung hat, werden mit den Teilformeln 1 b, 2b, 3b, 4b und 5b bezeichnet. Besonders bevorzugt sind solche Ver- bindungen der Teilformeln 1 b, 2b, 3b, 4b und 5b, in denen R" die Bedeu- tung -F, -Cl, -NCS, -CF3, -OCHF2 oder -OCF3 hat.

In den Verbindungen der Teilformeln 1 b, 2b, 3b, 4b und 5b hat R' die bei den Verbindungen der Teilformeln 1a-5a angegebene Bedeutung und ist vorzugsweise Alkyl, Alkenyl, Alkoxy oder Alkoxyalkyl.

In einer weiteren kleineren Untergruppe der Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 bedeutet R" -CN; diese Untergruppe wird im folgenden als Gruppe C bezeichnet und die Verbindungen dieser Untergruppe werden entsprechend mit Teilformeln 1c, 2c, 3c, 4c und 5 c beschrieben. In den Verbindungen der Teilformeln 1 c, 2c, 3c, 4c und 5c hat R' die bei den Verbindungen der Teilformeln 1 a-5a angegebene Bedeutung und ist vor- zugsweise Alkyl, Alkoxy oder Alkenyl.

Neben den bevorzugten Verbindungen der Gruppen A, B und C sind auch andere Verbindungen der Formeln 1, 2, 3, 4 und 5 mit anderen Varianten der vorgesehenen Substituenten gebräuchlich. Alle diese Substanzen sind nach literaturbekannten Methoden oder in Analogie dazu erhältlich.

Die erfindungsgemä en Medien enthalten neben erfindungsgemä en Ver- bindungen der Formel I vorzugsweise eine oder mehrere Verbindungen, welche ausgewählt werden aus der Gruppe A und/oder Gruppe B und/oder Gruppe C. Die Massenanteile der Verbindungen aus diesen Gruppen an den erfindungsgemä en Medien sind vorzugsweise Gruppe A: 0 bis 90 %, vorzugsweise 20 bis 90 %, insbesondere 30 bis 90 % Gruppe B: 0 bis 80 %, vorzugsweise 10 bis 80 %, insbesondere 10 bis 65 % Gruppe C: 0 bis 80 %, vorzugsweise 5 bis 80 %, insbesondere 5 bis 50 % wobei die Summe der Massenanteile der in den jeweiligen erfindungs- gemä en Medien enthaltenen Verbindungen aus den Gruppen A und/oder B und/oder C vorzugsweise 5 bis 90 % und insbesondere 10 bis 90 % beträgt.

Die erfindungsgemä en Medien enthalten vorzugsweise 1 bis 40 %, ins- besondere vorzugsweise 5 bis 30 % an erfindungsgemä en Verbindun- gen. Weiterhin bevorzugt sind Medien, enthaltend mehr als 40 %, insbe- sondere 45 bis 90 % an erfindungsgemä en Verbindungen. Die Medien

enthalten vorzugsweise drei, vier oder fünf erfindungsgemä e Verbin- dungen.

Die Herstellung der erfindungsgemä en Medien erfolgt in an sich üblicher Weise. In der Regel werden die Komponenten ineinander gelöst, zweck- mä ig bei erhöhter Temperatur. Durch geeignete Zusätze können die flüssigkristallinen Phasen nach der Erfindung so modifiziert werden, da sie in allen bisher bekannt gewordenen Arten von Flüssigkristallanzeige- elementen verwendet werden können. Derartige Zusätze sind dem Fach- mann bekannt und in der Literatur ausführiich beschrieben (H. Kelker/ R. Hatz, Handbook of Liquid Crystals, Verlag Chemie, Weinheim, 1980).

Beispielsweise können pleochroitische Farbstoffe zur Herstellung farbiger Guest-Host-Systeme oder Substanzen zur Veränderung der dielektrischen Anisotropie, der Viskosität und/oder der Orientierung der nematischen Phasen zugesetzt werden.

In der vorliegenden Anmeldung und in den folgenden Beispielen sind die Strukturen der Flüssigkristallverbindungen durch Acronyme angegeben, wobei die Transformation in chemische Formeln gemä folgender Tabel- len A und B erfolgt. Alle Reste CnH2n+1 und CmH2m+, sind geradkettige Alkylreste mit n bzw. m C-Atomen. Die Codierung gemä Tabelle B ver- steht sich von selbst. In Tabelle A ist nur das Acronym für den Grund- körper angegeben. Im Einzelfall folgt getrennt vom Acronym für den Grundkörper mit einem Strich ein Code für die Substituenten Rl, R2, Ll und L2

Code für R , R R² L L² R2, L1, L2 nm CnH2n+1 CmH2m+1 H H nOm CnH2n+1 OCmH2m+1 H H nO.m OCnH2n+1 CmH2m+l H H n CnH2n+1 CN H H nN.F CnH2n+1 CN H F nF CnH2n+1 F H H nOF OCnH2n+1 F H H nCI CnH2n+1 Cl H H nF.F CnH2n+l F H F nF.F.F CnH2n+1 F F F nCF3 CnH2n+1 CF3 H H nOCF3 CnH2n+1 OCF3 H H nOCF2 CnH2n+l OCHF2 H H nS CnH2n+1 NCS H H rVsN CrH2r+1-CH=CH-CsH2s- CN H H rEsN CrH2r+1-O-Cs-H2s- CN H H nAm CnH2n+1 COOCmH2m+1 H H

Gegenstand der Erfindung sind ebenfalls fiüssigkristalline Mischungen ent- haltend mindestens eine Komponente der Formel I und vorzugsweise min- destens eine weitere Komponente ausgewählt aus den Tabellen A und B.

Tabelle A:

Tabelle B:

Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne sie zu begrenzen. Vor- und nachstehend bedeuten Prozentangaben Gewichts- prozent. Alle Temperaturen sind in Grad Celsius angegeben. Fp. bedeutet Schmelzpunkt, Kp. = Klärpunkt. Ferner bedeuten K = kristalliner Zustand, N = nematische Phase, S = smektische Phase und I = isotrope Phase. Die Angaben zwischen diesen Symbolen stellen die Übergangstemperaturen dar. An bedeutet optische Anisotropie (589 nm, 20 "C), Ar. die dielektrische Anisotropie [20 "C, 1kHz] und die Flie viskosität (mm2/sec) wurde bei 20 "C bestimmt.

"Übliche Aufarbeitung" bedeutet: man gibt gegebenenfalls Wasser hinzu, extrahiert mit Dichlormethan, Diethylether, Methyl-tert.Butylether oder Toluol, trennt ab, trocknet die organische Phase, dampft ein und reinigt das Produkt durch Destillation unter reduziertem Druck oder Kristallisation und/oder Chromatographie. Folgende Abkürzungen werden verwendet: DAST Diethylaminoschwefeltrifluorid DMEU 1,3-Dimethyl-2-imidazolidinon KOT Kalium-tertiär-butanolat THF Tetrahydrofuran pTsOH p-Toluolsulfonsäure

Beispiel 1 Schritt 1.1 In einer Stickstoffatmosphäre werden unter Rühren 0,019 mol A zu 30 ml abs. THF zugegeben. Bei -65 "C wird zu dem Gemisch 0,021 mol BuLi (15%ige Lösung in n-Hexan) zugetropft und anschlie end wird 0,5 h ge- rührt. Nach Zugabe von 0,021 mol p-Toluolsulfonylcyanid in 10 ml THF bei -60 "C lä t man das Gemisch auf 5 "C erwärmen. Nach der Hydrolyse wird die Lösung wie üblich aufgearbeitet. Das Rohprodukt wird aus Ethanol und n-Heptan umkristallisiert. K 68 N (61,3)1; = = 42,25; An = + 0,208 Analog werden die folgenden Verbindungen der Formel

hergestellt:

Beispiel 2 Schritt 2.1 In einer Stickstoffatmosphäre werden unter Rühren 0,019 mol A zu 30 ml abs. THF zugegeben. Bei -65 "C wird zu dem Gemisch 0,021 mol BuLi (15%ige Lösung in n-Hexan) zugetropft und anschlie end wird 0,5 h ge- rührt. Nach Zugabe von 0,021 mol p-Toluolsulfonylcyanid in 10 ml THF bei -60 "C lä t man das Gemisch auf 5 "C erwärmen. Nach der Hydrolyse wird die Lösung wie übiich aufgearbeitet. Das Rohprodukt wird aus Ethanol und n-Heptan umkristallisiert.

Analog werden die folgenden Verbindungen der Formel hergestellt:

Mischungsbeispiele Beispiel A PCH-5F 9,0 % Klärpunkt [°C]: 87,8 PCH-6F 7,2 % An [589 nm, 20 °C]: 0,1074 PCH-7F 5,4 % AE [1 kHz, 20 °C]: 8,95 CCP-20CF3 7,2 % v20 [mm².s-1]: 15,0 CCP-30CF3 10,8 % CCP-40CF3 6,3 % CCP-5OCF3 9,9 % BCH-3F.F 10,8 % BCH-5F.F 9,0 % ECCP-30CF3 4,5 % ECCP-5OCF3 4,5 % CBC-33F 1,8 % CBC-53F 1,8 % CBC-55F 1,8 % CU-3-AN 10,0 % Beispiel B PCH-5F 9,0 % Klärpunkt [°C]: 90,8 PCH-6F 7,2 % An [589 nm, 20 °C]: 0,1101 PCH-7F 5,4 % A£ [1 kHz, 20 °C]: 8,32 CCP-20CF3 7,2 % v20 [mm².s-1]: 14,0 CCP-30CF3 10,8 % CCP-40CF3 6,3 % CCP-5OCF3 9,9 % BCH-3F.F 10,8 %

BCH-5F.F 9,0 % ECCP-30CF3 4,5 % ECCP-5OCF3 4,5 % CBC-33F 1,8% CBC-53F 1,8% CBC-55F 1,8 % CG-3-AN 10,0 % Beispiel C PCH-5F 9,0 % Klärpunkt [°C]: 89,1 PCH-6F 7,2 % An [589 nm, 20 °C]: +0,1070 PCH-7F 5,4 % ## [1 kHz, 20 °C]: 8,61 CCP-20CF3 7,2 % v20 [mm².s-1]: 15 CCP-30CF3 10,8 % CCP-4OCF3 6,3 % CCP-5OCF3 9,9 % BCH-3F.F 10,8 % BCH-5F.F 9,0 % ECCP-30CF3 4,5 % ECCP-5OCF3 4,5 % CBC-33F 1,8 % CBC-53F 1,8 % CBC-55F 1,8 % CU-5-AN 10,0 % Beispiel D PCH-5F 9,0 % Klärpunkt [°C]: 83,2 PCH-6F 7,2 % An [589 nm, 20 °C]: 0,1055 PCH-7F 5,4 % A£ [1 kHz, 20 °C]: 8,80 CCP-20CF3 7,2 % V20 [mm².s-1]: 15 CCP-30CF3 10,8 % CCP-4OCF3 6,3 % CCP-5OCF3 9,9 % BCH-3F.F 10,8 %

BCH-5F.F 9,0 % ECCP-30CF3 4,5 % ECCP-5OCF3 4,5 % CBC-33F 1,8 % CBC-53F 1,8 % CBC-55F 1,8% CU-2-AN 10,0 % Beispiel E PCH-5F 9,0 % Klärpunkt [°C]: 86,8 PCH-6F 7,2 % An [589 nm, 20 °C]: 0,1206 PCH-7F 5,4 % AE [1 kHz, 20 °C]: 9,88 CCP-20CF3 7,2 % v20 [mm².s-1]: 14 CCP-30CF3 10,8 % CCP-40CF3 6,3 % CCP-5OCF3 9,9 % BCH-3F.F 10,8 % BCH-5F.F 9,0 % ECCP-30CF3 4,5 % ECCP-5OCF3 4,5 % CBC-33F 1,8% CBC-53F 1,8 % CBC-55F 1,8 % PU-3-AN 10,0 % Beispiel F PCH-5F 9,0 % Klärpunkt [°C]: 85,2 PCH-6F 7,2 % An [589 nm, 20 °C]: 0,1051 PCH-7F 5,4 % AE [1 kHz, 20 °C]: 10,71 CCP-20CF3 7,2 % v20 [mm².s-1]: 15 CCP-30CF3 10,8 % CCP-40CF3 6,3 % CCP-5OCF3 9,9 % BCH-3F.F 10,8 %

BCH-5F.F 9,0 % ECCP-30CF3 4,5 % ECCP-5OCF3 4,5 % CBC-33F 1,8% CBC-53F 1,8% CBC-55F 1,8 % DU-3-AN 10,0 % Beispiel G PCH-6F 7,20 % Klärpunkt [°C]: +93,8 PCH-7F 5,40 % An [589,3 nm, 20 °C]: +0,1146 CCP-20CF3 7,20 % A£ [1kHz, 20 °C]: +7,6 CCP-30CF3 10,80 % #20 [mm².s-1]: 14 CCP-40CF3 6,30 % PCH-5F 9,00 % CCP-50CF3 9,90 % BCH-3F.F 10,80 % BCH-5F.F 9,00 % ECCP-30CF3 4,50 % ECCP-50CF3 4,50 % CBC-33F 1,80 % CBC-53F 1,80 % CBC-55F 1,80 % CP-V-AN 10,00 % Beispiel H BCH-3F.F 10,80 % Klärpunkt [°C]: 98,5 BCH-5F.F 9,00 % An [589,3 nm, 20 °C]: +0,1162 ECCP-30CF3 4,50 % Ag [1kHz, 20 °C]: +8,2 ECCP-50CF3 4,50 % v20 [mm².s-1]: 14 CBC-33F 1,80 % CBC-53F 1,80 % CBC-55F 1,80 % PCH-6F 7,20 %

PCH-7F 5,40 % CCP-20CF3 7,20 % CCP-30CF3 10,80 % CCP-40CF3 6,30 % CCP-50CF3 9,90 % PCH-5F 9,00 % CP-1V-AN 10,00 % Beispiel I PCH-6F 7,20 % Klärpunkt [°C]: +95,2 PCH-7F 5,40 % An [589,3 nm, 20 °C]: +0,1133 CCP-20CF3 7,20 % Ag [1kHz, 20 °C]: +7,5 CCP-30CF3 10,80 % v20 [mm².s-1]: 15 CCP-40CF3 6,30 % PCH-5F 9,00 % CCP-50CF3 9,90 % BCH-3F.F 10,80 % BCH-5F.F 9,00 % ECCP-30CF3 4,50 % ECCP-50CF3 4,50 % CBC-33F 1,80 % CBC-53F 1,80 % CBC-55F 1,80 % CP-V2-AN 10,00 % Beispiel J BCH-3F.F 10,81 % Klärpunkt [°C]: 86,5 BCH-5F.F 9,01 % An [589,3 nm, 20 °C]: +0,1087 ECCP-30CF3 4,50 % Ag [1kHz, 20 °C]: +8,6 ECCP-50CF3 4,50 % CBC-33F 1,80 % CBC-53F 1,80 % CBC-55F 1,80 % PCH-6F 7,21 %

PCH-7F 5,40 % CCP-20CF3 7,20 % CCP-30CF3 10,81 % CCP-40CF3 6,30 % CCP-50CF3 9,91 % PCH-5F 9,01 % CU-V-AN 9,94 % Beispiel K PCH-6F 7,20 % Klärpunkt [°C]: 87,8 PCH-7F 5,40 % An [589,3 nm, 20 °C]: +0,1077 CCP-20CF3 7,20 % Ag [1kHz, 20 °C]: +8,3 CCP-30CF3 10,80 % #20 [mm².s-1]: 15 CCP-40CF3 6,30 % PCH-5F 9,00 % CCP-50CF3 9,90 % BCH-3F.F 10,80 % BCH-5F.F 9,00 % ECCP-30CF3 4,50 % ECCP-50CF3 4,50 % CBC-33F 1,80 % CBC-53F 1,80 % CBC-55F 1,80 % CU-V2-AN 10,00 %




 
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