| JP09061412 | DEVICE FOR MEASURING CONCENTRATION OF GAS COMPONENT |
| JP63277954 | AUTOMATIC ANALYZER FOR GAS IN OIL |
| JP2006058305 | MICROWAVE SUPPORT CHROMATOGRAPHY PREPARATION |
GELLERT, Udo (Maxburgring 23, Bellheim, 76756, DE)
| Patentansprüche 1. Flüssigdosier-Vorrichtung für einen Gasanalysator mit einem Tropfengenerator (2), der einen Vorratsraum (3) mit einem Flüssigkeitseinlass (4) und einen mit dem Vorratsraum (3) verbundenen und durch einen elektromechanischen Wandler (5) veränderbaren Verdrängungsraum (6) mit Austrittsöffnung (7) aufweist und bei Anregung des Wandlers (5) einen Flüssig¬ keitstropfen (8) durch eine oder entgegen einer von einer Gasquelle (27) erzeugten Gasströmung (9) aus einem kalten Bereich (10) in einen beheizbaren Bereich (1) schießt, dadurch gekennzeichnet, dass eine beheizbare Verdampfungskammer (12) vorhanden ist, die für eine zu dosierende Flüssigkeit (11) einen Flüssig- keitszulauf (13) mit einem ersten Ventil (14), einen Flüssig¬ keitsablauf (15) mit einem zweiten Ventil (16) und einen Dampfauslass (17) aufweist, dass eine Kondensatkammer (20) vorhanden ist, die einen mit dem Dampfauslass (17) über ein drittes Ventil (18) verbunde- nen Dampf- oder Kondensateinlass (19), einen Kondensatauslass (21) und einen Gaseinlass (23) aufweist, wobei der Kondensat¬ auslass (21) über ein viertes Ventil (22) mit dem Flüssig¬ keitseinlass (4) des Vorratsraums (3) des Tropfengenerators (2) verbunden ist, dass der Vorratsraum (3) des Tropfengenerators (2) einen Flüssigkeitsauslass (25) mit einem fünften Ventil (26), und einen Gaseinlass (24) aufweist, und dass die Gasquelle (27) an einer Druckregeleinrichtung (28) angeschlossen ist, die an einem ersten Ausgang (29) über ein sechstes Ventil (30) mit dem Gaseinlass (23) der Kondensat¬ kammer (20) verbunden ist, an einem zweiten Ausgang (31) über ein siebtes Ventil (32) mit dem Gaseinlass (24) des Vorrats¬ raums (3) des Tropfengenerators (2) verbunden ist und an einem dritten Ausgang (33) die Gasströmung (7) bereitstellt. 2. Flüssigdosier-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckregeleinrichtung (28) einen Druckregler (34) aufweist, der über drei Strömungswiderstände (35, 36, 37) mit den drei Ausgängen (2, 31, 33) der Druckregeleinrichtung (28) verbunden ist. 3. Flüssigdosier-Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da- durch gekennzeichnet, dass eine die Ventile (14, 16, 18, 22, 26, 30, 32) steuernde Steuereinrichtung (38) vorhanden ist, die dazu ausgebildet ist, in einer ersten Phase das erste, zweite, vierte, fünfte und sechste Ventil (14, 16, 22, 26, 30) zu öffnen und die übrigen Ventile (18, 32) zu schließen, um die Verdampfungskammer (12) mit der zu dosierenden Flüssigkeit (11) zu füllen und die Kondensatkammer (20), den Vorratsraum (3) und den Verdrängungsraum (6) mit dem Gas zu spülen, in einer zweiten Phase das dritte, fünfte und siebte Ventil (18, 26, 32) zu öffnen und die übrigen Ventile (14, 16, 22, 30) zu schließen, um den während der Verdampfung der Flüssigkeit (11) in der Verdampfungskammer (12) entstehenden Dampf oder sein Kondensat in die Kondensatkammer (20) zu leiten, in einer dritten Phase das vierte und sechste Ventil (22, 30) zu öffnen und das dritte, fünfte und sechste Ventil (18, 26, 32) zu schließen, um den Vorratsraum (3) und den Verdrängungsraum (6) mit dem Kondensat aus der Kondensatkammer (20) zu füllen, und in einer vierten Phase das siebte Ventil (32) zu öffnen und das dritte, vierte, fünfte und sechste Ventil (18, 22, 26, 30) zu schließen, um während der Erzeugung der Flüssigkeitstropfen (8) einen definierten Druck in dem Vorratsraum (3) einzustellen . 4. Flüssigdosier-Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (38) dazu ausge¬ bildet ist, in der dritten und/oder vierten Phase das erste und zweite Ventil (14, 16) zu öffnen, um die Verdampfungskammer (12) mit der Flüssigkeit (11) zu durchströmen. |
Flüssigdosier-Vorrichtung für einen Gasanalysator Die Erfindung betrifft eine Flüssigdosier-Vorrichtung für einen Gasanalysator nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige, einen Tropfengenerator umfassende Flüssig ¬ dosier-Vorrichtung ist aus der DE 10127353 AI bekannt.
Für die Verarbeitung oder Behandlung von Flüssigkeiten, beispielsweise deren Analyse, kann eine vorherige Reinigung der Probe von gelösten, nicht verdampfbaren Anteilen durch vollständiges Verdampfen und anschließendes vollständiges Konden- sieren der Flüssigkeit erforderlich sein. Speziell bei der Prozesschromatographie soll der Dosiervorgang prozesstaug ¬ lich, d. h. automatisch durchführbar, sein. Die kleinste dosierbare Flüssigkeitsmenge soll deutlich unter 0,1 μΐ liegen und eine Diskriminierung der verdampften Flüssigkeitsprobe, beispielsweise in Form von lokalen Konzentrationsunterschie ¬ den unterschiedlicher Verdampfungsbestandteile im Dampf, aus ¬ geschlossen sein. So führt z. B. einfaches Eintropfen der Flüssigkeit in einen beheizten Verdampfungsraum zu einer ungleichmäßigen Verdampfung, weil jeder einzelne Tropfen in einer durch Tropfengröße und äußere Umstände bestimmten Zeit fraktioniert verdampft; dabei verdampfen Inhaltsstoffe mit niedrigem Siedepunkt zuerst und Inhaltsstoffe mit hohem Sie ¬ depunkt zuletzt. Bei der bekannten Flüssigdosier-Vorrichtung ist daher ein Tropfengenerator vorgesehen, der bei Anregung einen Flüssigkeitstropfen entgegen einer Gasströmung aus einem kalten Bereich in einen beheizbaren Bereich, z. B. ein Kapillarrohr, schießt. Der Tropfengenerator weist einen Vorratsraum und einen durch einen elektromechanischen Wandler, z. B. einen Piezowandler, veränderbaren Verdrängungsraum mit einer Austrittsöffnung für die Tröpfchen auf. Mit dem die Flüssigkeit in Tropfen mit hoher Geschwindigkeit verschießenden Tropfengenerator lassen sich kleinste Tröpfchen mit einem Volumen von beispielsweise 50 pl erzeugen, so dass über die Anzahl der zu erzeugenden Tropfen auch kleinste Flüssigkeitsmengen genau dosiert werden können. Die in den beheizbaren Bereich geschossenen Tropfen verdampfen dort schnell und vollständig, wobei es wegen der sehr geringen Tropfengröße und der ungesplitteten Betriebsweise zu keiner Diskriminierung der Flüssigkeitsprobe kommt. Flüssigkeit, die unbeabsichtigt aus der Austrittsöffnung des Tropfengenerators quillt, wird mittels der Gasströmung entsorgt und gelangt nicht in das Kapillarrohr.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Flüs- sigdosier-Vorrichtung dahingehend weiterzubilden, dass sie für die automatische und quasi-kontinuierliche Flüssigdosie ¬ rung in der Prozessanalytik geeignet ist.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe durch die in Anspruch 1 angegebene Flüssigdosier-Vorrichtung gelöst, von der vorteilhafte Weiterbildungen den Unteransprüchen zu entnehmen sind.
Die Flüssigdosier-Vorrichtung weist insbesondere folgende Merkmale und Vorteile auf:
Die, beispielsweise aus einem Prozess entnommene, zu dosie ¬ rende Flüssigkeit wird periodisch in die Verdampfungskammer geleitet und dort verdampft. Der Dampf oder das bereits ge ¬ bildete Kondensat wird in die Kondensatkammer geleitet, so dass dort nur noch verdampfbare Flüssigkeitskomponenten vorliegen. Während des Verdampfens und anschließenden Kondensie ¬ rens der zu dosierenden Flüssigkeit werden dazu nicht benutzten Räume und Kammern mit dem Gas, z. B. dem Trägergas eine Gaschromatographen, gespült, um noch vorhandene Flüssigkeits- reste zu entfernen. Anschließend wird mit Hilfe des Gases das Kondensat in die für die Tropfenerzeugung benötigten Räume und Kammern überführt, während gleichzeitig die Verdampfungs ¬ kammer wieder mit Flüssigkeit gefüllt wird. Dabei sind die jeweiligen Gas- und Flüssigkeitswege durch die Ventile von ¬ einander entkoppelt. Das Gas dient zum Spülen, Fördern der Flüssigkeit und, in Verbindung mit der Druckregeleinrichtung, zur Einstellung der Druckverhältnisse innerhalb der Flüssig- dosier-Vorrichtung .
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird im Folgenden auf die Zeichnung Bezug genommen, die in den Figuren 1 bis 4 in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in vier aufeinanderfolgenden Betriebsphasen zeigt. Die in den Figuren 1 bis 4 gezeigte Flüssigdosier-Vorrichtung für einen Gasanalysator, von dem hier lediglich eine beheizbare Kapillare 1 zu sehen ist, weist einen Tropfengenerator 2 mit einen Vorratsraum 3 mit Flüssigkeitseinlass 4 und einem mit dem Vorratsraum 3 verbundenen und durch einen elektrome- chanischen Wandler 5 veränderbaren Verdrängungsraum 6 mit Austrittsöffnung 7 auf. Bei Anregung des Wandlers 5 wird aus dem Verdrängungsraum 6 ein Flüssigkeitstropfen 8 oder eine Folge davon durch eine, oder wie aus der DE 10127353 AI be ¬ kannt, entgegen einer Gasströmung 9 aus einem kalten Bereich 10 in einen beheizbaren Bereich, hier die Kapillare 1, geschossen .
Die zu dosierende und anschließend zu analysierende Flüssig ¬ keit 11 wird aus einem Prozess entnommen und durch eine be- heizbare Verdampfungskammer 12 geleitet. Die Verdampfungs ¬ kammer 12 weist dazu einen Flüssigkeitszulauf 13 mit einem ersten Ventil 14 und einen Flüssigkeitsablauf 15 mit einem zweiten Ventil 16 auf. Über einen Dampfauslass 17 und ein drittes Ventil 18 ist die Verdampfungskammer 12 mit einem Dampf- oder Kondensateinlass 19 einer Kondensatkammer 20 verbunden. Die Kondensation kann bereits in der Verbindung zwischen beiden Kammern 12 und 20 oder spätestens in der Kammer 20 erfolgen. Die Kondensatkammer 20 ist über einen Kondensat- auslass 21 und ein viertes Ventil 22 mit dem Flüssigkeitsein- lass 4 des Vorratsraums 3 des Tropfengenerators 2 verbunden. Die Kondensatkammer 20 und der Vorratsraums 3 des Tropfengenerators 2 weisen jeweils einen Gaseinlass 23 bzw. 24 und der Vorratsraum 3 einen Flüssigkeitsauslass 25 mit einem fünften Ventil 26 auf.
An einer Gasquelle 27, z. B. der Trägergasquelle eines Gas ¬ chromatographen, ist eine Druckregeleinrichtung 28 ange- schlössen, die an einem ersten Ausgang 29 über ein sechstes Ventil 30 mit dem Gaseinlass 23 der Kondensatkammer 20 und an einem zweiten Ausgang 31 über ein siebtes Ventil 32 mit dem Gaseinlass 24 des Vorratsraums 3 des Tropfengenerators 2 ver ¬ bunden ist. An einem dritten Ausgang 33 wird die Gasströmung 9 bereitstellt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht die Druckregeleinrichtung 28 aus einem Druckregler 34 mit drei Strömungswiderstände 35, 36, 37 für jeden der drei Ausgänge 29, 31, 33. Die sieben Ventile 14, 16, 18, 22, 26, 30 und 32 werden durch eine Steuereinrichtung 38 derart gesteuert, dass die Flüssig- dosier-Vorrichtung in aufeinanderfolgenden Dosierzyklen jeweils vier Betriebsphasen durchläuft. Figur 1 zeigt die erste Phase, in der das erste, zweite, vierte, fünfte und sechste Ventil 14, 16, 22, 26, 30 geöffnet und die übrigen Ventile 18, 32 geschlossen (gesperrt) sind. Dabei wird die Verdampfungskammer 12 mit der zu dosierenden Flüssigkeit 11 gefüllt; die Kondensatkammer 20, der Vorrats- räum 3 und der Verdrängungsraum 6 werden mit dem Gas gespült.
Figur 2 zeigt die zweite Phase, in der das dritte, fünfte und siebte Ventil 18, 26, 32 geöffnet und die übrigen Ventile 14, 16, 22, 30 geschlossen sind. Dabei wird die Flüssigkeit 11 in der Verdampfungskammer 12 verdampft und der entstehende Dampf oder sein Kondensat werden in die Kondensatkammer 20 geleitet. Zugleich werden der Vorratsraum 3 und der Verdrängungsraum 6 mit dem Gas gespült. Figur 3 zeigt die dritte Phase, in der das erste, zweite, vierte, und sechste Ventil 14, 16, 22, 30 geöffnet und die übrigen Ventile 18, 26, 32 geschlossen sind. Dabei wird die Verdampfungskammer 12 wieder von der zu dosierenden Flüssigkeit 11 durchströmt, wobei aus der vorangegangenen Verdamp ¬ fungsphase verbliebene Rückstände, wie nicht verdampfbare und gelöste Komponenten, aus der Kammer 12 heraus transportiert werden. Gleichzeitig werden der Vorratsraum 3 und der Verdrängungsraum 6 mit dem Kondensat aus der Kondensatkammer 20 gefüllt .
Figur 4 zeigt die vierte Phase, in der das erste, zweite und siebte Ventil 14, 16, 32 geöffnet und die übrigen Ventile 18, 22, 26, 30 geschlossen sind. Dabei wird die Verdampfungskammer 12 von der zu dosierenden Flüssigkeit 11 durchströmt. Gleichzeitig werden die Flüssigkeitstropfen 8 erzeugt, wobei der Druck in dem Vorratsraum 3 von der Druckregeleinrichtung 28 konstant gehalten wird.
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