Krines, Jürgen (Brandgasse 4 Stockheim, D-97640, DE)
Seufert, Robert (Geckenauer Strasse 26 Bastheim, D-97654, DE)
Dittmar, Rudi (Hauptstrasse 20 Helmers, D-98590, DE)
Krines, Jürgen (Brandgasse 4 Stockheim, D-97640, DE)
Seufert, Robert (Geckenauer Strasse 26 Bastheim, D-97654, DE)
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34 München, D-80506, DE)
| 1. | Flüssigkeitsringpumpe mit : a) einem in einem Arbeitsraumgehäuse umlaufenden Laufrad, b) einer Steuerscheibe (2), die mindestens eine Saugöffnung und mindestens eine Drucköffnung (7) aufweist und eine Seite des Arbeitsraumgehäuses abschließt, c) mindestens einer abhebbaren Ventilplatte (1), die zumin dest ein Teil der Drucköffnungen (7) überdeckt, d) einer Anschlagbegrenzung (15) der Ventilplatte (1), e) einen Pumpendeckel (14), der die Steuerscheibe (2) abdeckt und mindestens einen Ansaugraum und mindestens einen Druckraum (6) aufweist, f) mindestens einem Führungselement (4), das die Ventilplatte (1) am Pumpendeckel (14) und/oder an der Steuerscheibe (2) fixiert, dadurch gekennzeichnet, daß g) der Pumpendeckel (14) Mittel zur Anschlagbegrenzung (15) der Ventilplatte (1) aufweist, h) mindestens eines durch mindestens eine Öffnungen der Ven tilplatte (1) ragendes Führungselement (4) vorhanden ist. |
| 2. | Flüssigkeitsringpumpe nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das Führungselement (4) als Kunststofformteile ausgeführt ist, das die Ventilplatte (1) durch Eingriff in Ausnehmungen der Steuerscheibe (2) und/oder des Pumpendeckels (14) fixiert. |
| 3. | Flüssigkeitsringpumpe nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Anschlag begrenzung der Ventilplatte (1) als eine schräg bzgl. der Pumpenachse verlaufende in den Pumpendeckel (14) rampenähnli che angegossene Ausformung (15) ausgeführt ist. |
Eine gattungsgemäße Flüssigkeitsringpumpe ist aus der DE 91 06 151.2 bekannt. Bei dieser Flüssigkeitsringpumpe ist eine Fangplatte zur Anschlagbegrenzung mit einem Seitenschild ver- bunden und die Ventilplatte ist durch zwischen der Fangplatte und der Steuerscheibe angeordnete Elemente fixiert.
Nachteilig dabei ist die recht umständliche Montage von Fang- platte und Ventilplatte, der materielle Aufwand zur Realisie- rung der Ventilanordnung und ein erhöhter Verschleiß der Ven- tilplatte.
Ausgehend davon, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Flüssigkeitsringpumpe der gattungsgemäßen Art so zu ge- stalten, daß die Ventilplatte bei Montage-und Wartungsarbei- ten wesentlich einfacher und kostengünstiger vor den Druck- öffnungen anzubringen ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Anord- nung"Ventilplatte-Befestigung-Fangplatte"kostengünstiger auszuführen und dabei Verschleißerscheinungen der Ventilplat- te zu reduzieren.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch die im Kenn- zeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale.
Dadurch, daß eine Anschlagbegrenzung der Ventilplatte bereits in den Pumpendeckel im Bereich der Drucköffnungen eingegossen ist, entfällt die zusätzliche Montage einer Fangplatte. Durch
eine oder mehrere Öffnung der Ventilplatte ragen Führungsele- mente, die durch Eingriff in Ausnehmungen oder Bohrungen der Steuerscheibe und/oder in Ausnehmungen oder Bohrungen des Pumpendeckels die Ventilplatte fixieren. Durch einen in der eingegossenen Anschlagbegrenzung eingesetzten Gummipuffers, der ebenso zur Aufnahme des Führungselementes geeignet ist, reduziert sich der Verschleiß der beschriebenen Anordnung.
Während des Betriebs der Flüssigkeitsringpumpe tritt aufgrund der wiederholten Auf-und Zubewegungen der Ventilplatte Rei- bung zwischen der Ventilplatte und dem Führungselement auf, die aber aufgrund ähnlicher Materialien von Ventilplatte und Führungselement eine vorzeitige Abnutzung der Ventilplatte verhindern. Außerdem können durch Verwendung eines derartigen Gummipuffer herstellungsbedingte Toleranzunterschiede während der Montage oder Wartung mühelos ausgeglichen werden, was so- wohl die Herstellung als auch die Montage von Ersatzteilen wesentlich erleichtert und vereinfacht. Damit reduzieren sich auch die Betriebsstillstandszeiten derartiger Flüssigkeits- ringpumpen.
Verschleißerscheinungen werden aufgrund der eingesetzten Werkstoffe wie Kunststoff-oder Gummiteile, wie in einer wei- teren Ausgestaltung der Erfindung beschrieben, stark redu- ziert. Als Ventilplatten eignen sich einstückige Platten, Fingerplatten oder andere bei dieser Pumpengattung übliche Ventilanordnungen.
Anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Aus- führungsbeispiels wird der Anmeldungsgegenstand nachfolgend näher beschrieben.
Die Zeichnung zeigt einen schematisch dargestellten Druckraum 6 einer nicht näher dargestellten Flüssigkeitsringpumpe, die zwei Drucköffnungen 7 in einer Steuerscheibe 2 aufweist, die durch eine Ventilplatte 1 abgedeckt sind. Die Ventilplatte 1
ist durch einen in einem Gummipuffer 5 und einer Bohrung 8 der Steuerscheibe 2 fixierten Stift 4, der als Kunststoff- formteil ausgeführt ist, gehalten. Dieser Stift 4 weist in dem im Gummipuffer 5 befindlichen Teil einen rundlichen Stiftkopf 9 auf. Dieser Stiftkopf 9 wird durch eine Ausneh- mung 10 im Gummipuffer 5 fixiert. Durch ein Untermaß der Aus- nehmung des Gummipuffers 5 gegenüber der räumlichen Ausdeh- nung des Stiftkopfes 9 wird eine zusätzliche Fixierung der Ventilanordnung erreicht. Der Stift 4 weist an seinem anderen Ende eine Art Freidrehung 11 oder Einkerbung des Stiftschaf- tes 12 auf. Dadurch wird u. a. die Montage zusätzlich erleich- tert. Der Gummipuffer 5 ist in einer gegossenen Kontur 13 des die Anschlagbegrenzung bildenden Teils eines Pumpendeckels 14 durch Klebung oder Pressung fixiert. Ein Austausch der Ven- tilplatte 1 wird dadurch wesentlich vereinfacht. Eine ram- penähnliche angegossene Ausformung 15 des Pumpendeckels 14 dient zugleich als Anschlagbegrenzung für die Ventilplatte 1.
Die Ventilplatte 1 gibt nach den jeweils vorliegenden Be- triebsverhältnissen eine oder mehrere Drucköffnungen 7 frei.
Eine bezüglich der Stiftachse axiale Verschiebung der Ventil- platte 1 auf dem Stift 4 oder einer Hülse zwischen der Steu- erscheibe 2 und dem Gummipuffer 5 ist ausgeschlossen. Damit kann sich die Ventilplatte 1 weder verkanten noch verklemmen.
Es ist somit ein ordnungsgemäßer Betrieb der Flüssigkeits- ringpumpe garantiert.
Die Flüssigkeitsringpumpe kann prinzipiell auch ohne defi- nierte Anschlagbegrenzung der Ventilplatte 1 ausgeführt wer- den. Dabei können die Führungselemente der Ventilplatte 1 di- rekt über einen evtl. Gummipuffer 5 in den Pumpendeckel 14 eingreifen. Die Lebensdauer der Ventilplatte 1, insbesondere bei einer Ausführungsform der Ventilplatte 1 in Teflon redu- ziert sich aufgrund des fehlenden definierten Anschlags der Ventilplatte 1 in außergewöhnlichem Maße.
Vorstellbar ist außerdem eine derartige Anschlagbegrenzung in einen dementsprechend gestalteten Gummipuffer 5 zu integrie- ren, der somit Anschlag der Ventilplatte 1 und Befestigung derselben in sich vereint.
Zur Befestigung der Ventilplatte 1 im Bereich der Drucköff- nungen 7 der Steuerscheibe 2 eignet sich auch eine nicht dar- gestellte Einstecknut mit ev. widerhakenähnlichen Ausgestal- tungen.
Diese Einstecknut kann sowohl direkt an der Steuerscheibe 2, als auch an anderen den Druckraum 6 bildenden Pumpenteilen 14 plaziert sein.
