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Title:
LIQUID-TIGHT COUPLING FOR INTERCONNECTED PLASTIC WEBS FORMING A SEALING WALL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1994/012735
Kind Code:
A1
Abstract:
A liquid-tight coupling for plastic webs to be interconnected in order to form a sealing wall has an inner part (1) and an outer part (2) constituted by a positive and a negative profile. The outer part is designed as a cable profile and forms an inner chamber between its branches for receiving a sealing zone, in particular a heat-sealable zone. Before both coupling parts are assembled, this inner chamber is closed by an easily severable link arranged at the ends of the branches to protect the sealing zone from dirt. This link is only opened when the inner part is threaded into the outer part. In the inner chamber of the outer part (1), which in the assembled state of the coupling parts (1, 2) is outwardly closed by seals, in particular labyrinth seals, is provided at least one heat-sealable sealing zone (15a*, 15b*) which may be activated by at least one heating element (16a, 16b) controllable from the outside and arranged in the proximity of said sealing zone.

Inventors:
R�del, Andreas
Application Number:
PCT/EP1993/003343
Publication Date:
June 09, 1994
Filing Date:
November 29, 1993
Export Citation:
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Assignee:
Progeo Geotechnologiegesellschaft, Mbh R�del Andreas
International Classes:
B29C65/82; E02D19/18; E02D31/00; E04D5/12; E04D5/14; E04D13/00; G01M3/16; (IPC1-7): E02D29/16; E02D5/08
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Claims:
A n s p r ü c h e
1. Flussigkeitsdichtes Schloß für miteinander verbundene, eine Dichtungswand bildende Kunststoffbahnen, das aus an benachbarten Rändern der Kunststoffbahnen angeordneten, ein Schloßinnen (2) und Schloßaußenteil (1) bildenden Profilen besteht, die im eingebauten Zustand formschlüssig ineinandergreifen und dicht miteinander verbunden sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Schloßaußenteil (1) als Gabelprofil ausgebildet ist und zwischen seinen Gabelästen (7a, 7b) einen Innenraum (8) zur Aufnahme mindestens einer Dichtungszone (10a, 10b, 15a*, 15b*) bildet, der vor dem Zusammenbau der beiden Schloßteile (1, 2) durch eine leicht trennbare, an den Spitzen der Gabeläste (7a, 7b) vorgesehene Verbindung (9) verschlossen ist.
2. Schloß nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Schloßaußenteil (1) an einem Ende verschlossen ist.
3. Schloß nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Verschluß aus einer Kappe (5) besteht.
4. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß in dem Schloßaußenteil (1) ein mit gasförmigem Medium beschickbarer Kanal (12) angeordnet ist, über den der Innenraum (8) des Schloßaußenteiles (1) füllbar ist.
5. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß auf das Schloßaußenteil (1) eine die Gabeläste (7a, 7b) umgreifende Klammer (6), die mit einem Schlitz und Dichtungskeil im Zwickel zwischen den Gabelästen (7a, 7b) sitzt, durch das Schloßinnenteil (2) verschiebbar angeordnet ist.
6. Flüssigkeitsdichtes Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die schweißfähige Dichtungszone (10a, 10b, 15a*, 15b*) heißsiegelfähig ist und durch mindestens ein in ihrer Nähe angeordnetes, von außen ansteuerbares Heizelement (16a, 16b) aktivierbar ist.
7. Schloß nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Heizelement (16a, 16b) sich über die gesamte Fläche der Dichtungszone (10a, 10b, 15a*, 15b*) erstreckt.
8. Schloß nach Anspruch 6 oder 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Heizelement (16a, 16b) als elektrischer Widerstandsheizleiter ausgebildet ist.
9. Schloß nach Anspruch 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Widerstandsheizleiter (16a, 16b) aus Graphit besteht.
10. Schloß nach Anspruch 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Widerstandsheizleiter aus insbesondere durch Leitruß leitfähigem, thermoplastischem Kunststoff besteht.
11. Schloß nach Anspruch 6 oder 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Heizelement als mit einem gasförmigen oder flüssigen Medium beschickbarer Kanal ausgebildet ist.
12. Schloß nach einem der Ansprüche 6 bis 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Dichtungszone (10a, 10b, 15a*, 15b*) jeweils an den beiden Innenseiten von Ästen (15a, 15b) eines im Inneren (8) des Schlosses liegenden gabelförmigen Ansatzes (15) des einen Profiles (2) und den Außenseiten eines zwischen diesen Ästen (15a, 15b) sitzenden stegförmigen Ansatzes (10) des anderen Profiles (1) ausgebildet ist.
13. Schloß nach einem der Ansprüche 6 bis 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Dichtungszone (10a, 10b, 15a*, 15b*) parallel zur Dichtungswand liegt.
14. Schloß nach einem der Ansprüche 6 bis 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß auf mindestens einer Seite der heißsiegelfähigen Dichtungszone (10a, 10b, 15a*, 15b*) ein Feuchtigkeitssensor (18, 19a, 19b) liegt.
15. Schloß nach einem der Ansprüche 6 bs 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß auf mindestens einer Seite der heißsiegelfähigen Dichtungszone (10a, 10b, 15a*, 15b*) ein Kanal (11a, 11b, 17) angeordnet ist.
16. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß beidseitig der heißsiegelfähigen Zone eine Labyrinthdichtung (7a**, 7b**, 13a, 13b) vorgesehen ist.
17. Schloß nach Anspruch 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Labyrinthdichtung (7a**, 7b**, 13a, 13b) die formschlüssige Verbindung des Schloßaußen (1) und Schloßinnenteiles (2) bildet.
18. Schloß nach Anspruch 16 oder 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Labyrinthdichtung (7a**, 7b**, 13a, 13b) an den Gabelästen (7a, 7b) des als Gabelprofil ausgebildeten Schloßaußenteiles (1) und des dazwischenliegenden Schloßinnenteiles (2) ausgebildet ist.
19. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 18, d a du r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Schloßaußen (1) und Schloßinnenteil (2) als Positiv und Negativprofil ausgebildet sind.
Description:
Flüssigkeitsdichtes Schloß für miteinander verbundene, eine Dichtungswand bildende Kunststoffbahnen

Die Erfindung bezieht sich auf ein flüssigkeitsdichtes Schloß für miteinander verbundene, eine Dichtungswand bildende Kunststoffbahnen, das aus an benachbarten Rändern der Kunststoffbahnen angeordneten, ein Schloßinnen- und ein Schloßaußenteil bildenden Profilen besteht, die im eingebauten Zustand formschlüssig ineinandergreifen und dicht miteinander verschweißt sind.

Aus über ein flussigkeitsdichtes Schloß miteinander verbundenen Kunststoffbahnen bestehende Dichtungswände werden eingesetzt, um mit Massen, wie Erdreich oder dergleichen, gefüllte Räume abzuschotten. Ein Hauptanwendungsgebiet ist die Einkapselung kontaminierter Räume. Um solche Räume einzukapseln, werden zunächst Schlitze abgeteuft, die Schlitze mit einer Zementsuspension verfüllt und schließlich in diese Suspension nacheinander die Kunststoffbahnen eingebracht. Dabei wird eine einzubringende Kunststoffbahn mit ihrem Schloßinnenteil in das Schloßaußenteil der bereits eingebrachten Kunststoffbahn eingefädelt.

Die Hauptanforderungen an Schlösser für miteinander verbundene Kunststoffbahnen von Dichtungswänden sind leichte

Montage, hohe Dichtigkeit, Kontrollmöglichkeit auf Undichtigkeiten und die Möglichkeit, nachträglich undichte Stellen abzudichten. Diese Forderungen werden von bekannten Schlössern nur teilweise erfüllt.

Bei einem bekannten Schloß der eingangs genannten Art bestehen Schloßaußen- und Schloßinnenteil aus geschlitzten Rohrprofilen, die miteinander verschweißt sind. Voraussetzung für eine dichte Verschweißung ist, daß die miteinander zu verschweißenden Teile nicht verschmutzt sind. Diese Forderung ist im Stand der Technik dann nicht zu erfüllen, wenn der Zusammenbau der beiden Schloßteile in eine mit einer Flüssigkeit, insbesondere einer Zementemulsion, gefüllten Schlitz, zu erfolgen hat.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, an einem zusammenzusetzenden Schloß der eingangs genannten Art optimale Voraussetzungen für die Schweißverbindung zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Schloßaußenteil als Gabelprofil ausgebildet ist und zwischen seinen Gabelästen einen Innenraum zur Aufnahme mindestens einer Dichtungszone bildet, der vor dem Zusammenbau der beiden Schloßteile durch eine leicht trennbare, an den Spitzen der Gabeläste vorgesehene Verbindung verschlossen ist.

Da bei dem erfindungsgemäßen Schloß der Innenraum vor dem Zusammenbau verschlossen ist, ist die Dichtungszone vor Verunreinigungen geschützt. Erst beim Einfädeln des Schloßinnenteils in das Schloßaußenteil wird die Verbindung geöffnet, so daß die Dichtungszone vor zwischenzeitlich eintretenden Verschmutzungen geschützt ist. Dieser Schutz ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn die beiden Teile in der Dichtungszone miteinander verschweißt oder verklebt werden sollen.

Die Verbindung an den Spitzen der beiden Gabeläste kann in verschiedener Weise ausgeführt sein, z.B. als eine aufgrund von Vorspannung der Gabeläste gebildete Klemmverbindung oder als eine Schweißnaht oder als ein Dichtungslappen. In jedem Fall wird die Verbindung erst beim Einfädeln des Schloßinnenteils getrennt, so daß der Schutz vor Verunreinigung gewährleistet ist.

Das Schloßaußenteil kann an einem Ende, und zwar dem in den Schlitz eingebrachten unteren Ende, verschlossen sein, insbesondere kann der Verschluß aus einer Kappe bestehen. Diese Ausgestaltung kommt vor allem dann zum Tragen, wenn das Schloßaußenteil vor dem Zusammenbau mit dem Schloßinnenteil sich in einem mit z.B. Flüssigkeit gefüllten Schlitz befindet.

Um beim Einfädeln des Schloßinnenteiles das Eindringen von Flüssigkeit in das Schloßaußenteil zu verhindern, kann nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung auf das Schloßaußenteil eine die Gabeläste umgreifende Klammer, die mit einem Schlitz- und Dichtungskeil im Zwickel zwischen den Gabelästen sitzt, durch das Schloßinnenteil verschiebbar angeordnet sein. In diesem Fall läuft die Klammer beim Einziehen dem Schloßinnenteil vor und öffnet die an den Spitzen des Schloßaußenteils angeordnete Verbindung. Dabei verschließt der Schlitz- und Dichtungskeil beim Einfädeln fortschreitend den Zwickel und verhindert, daß Flüssigkeit in das Schloßaußenteil gelangt. Alternativ oder untersützt werden kann dies dadurch, daß im Schloßaußenteil ein mit einem gasförmigen Medium beschickbarer Kanal angeordnet ist. Dieser Kanal füllt das Schloßaußenteil, so daß im Zwickel ausperlendes gasförmiges Medium verhindert, daß Flüssigkeit in das Schloßaußenteil gelangt.

Die schweißfähige Dichtungszone läßt sich in verschiedener Weise verwirklichen. Vorzugsweise handelt es sich um eine heißsiegelfähige Dichtungszone, die durch mindestens ein in

ihrer Nähe angeordnetes, von außen ansteuerbares Heizelement aktivierbar ist.

Die Verwendung einer heißsiegelfähigen Dichtungszone ergibt eine optimale flüssigkeitsdichte Abdichtung. Wie weiter unten noch im einzelnen an besonderen Ausgestaltungen zu erläutern sein wird, läßt sich eine solche Dichtung auch leicht auf Fehler überwachen und reparieren.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung erstreckt sich das Heizelement über die gesamte Fläche der Dichtungszone. Vorzugsweise ist das Heizelement als elektrischer Widerstandsheizleiter ausgebildet. Verschiedene Heizleiter sind dafür geeignet, insbesondere ist ein

Widerstandsheizleiter aus Graphit oder Leitruß geeignet, da er korrosionsunanfällig ist. Ein solcher

Widerstandsheizleiter läßt sich in Form von Fasern in die Oberfläche der die Dichtzone bildenden Teile einschmelzen oder dadurch herstellen, daß der das Schlitzwandschloß bildende thermoplastische Kunststoff ganz oder im Bereich der zu verschweißenden Zone mit Leitruß gefüllt und dadurch leitfähig eingestellt wird. Die Zufuhr von elektrischer Energie zum Aufheizen des Widerstandsheizleiters kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen.

Bei Verwendung eines durch Zugabe von Leitruß leitfähig eingestellten thermoplastischen Kunststoffs als Widerstandsheizleiter kann die Zufuhr der elektrischen Energie in die Schweißzone über zwei parallel zueinander verlaufende Elektroden erfolgen, die in dem leitfähig eingestellten Kunststoff der zu verschweißenden Zone eingebettet sind oder auf die zu verschweißende Zone aufgepreßt sind.

Vorzugsweise sind die Fasern des Widertandsheizleiterε mit ihren Enden an zwei im Abtand voneinander längs den Rändern der Dichtzone angeordneten Zuleitungen angeschlossen. Durch

Anlegen einer Spannung wird der Widerstandsheizleiter entweder gleichzeitig auf seiner gesamten Länge oder in Form einer wandernden Schweißzone aufgeheizt, indem bei einem bestimmten Verhältnis zwischen Anschlußleitungswiderstand und Widerstandsheizleiter die Spannung allmählich gesteuert wird. Wird nämlich die Spannung allmählich gesteigert, dann werden die Fasern des Widerstandsheizleiters im Anfangsbereich zunächst bis auf Schweißtemperatur erhöht und dann zerstört. Diese Art der Aufheizung und Zerstörung, verbunden mit dem Verschweißen in der Schweißzone, schreitet bis zum Ende der Schweißzone allmählich fort. Die wandernde Schweißzone hat gegenüber der gleichzeitigen Verschweißung auf der gesamten Länge der Schweißzone den Vorteil, daß die Anschlußleistung der Anschlußleitungen klein gehalten werden kann. Natürlich ist es auch bei der ersten Alternative möglich, durch Überstrom am Ende der Verschweißung die Fasern zu zerstören. Werden am Ende die Fasern zerstört, dann sind die beiden vorzugsweise in Prüfkanälen liegenden Anschlußleitungen nicht mehr leitfähig miteinander verbunden, so daß bei einem Leck in der Schweißnaht Feuchtigkeit die Anschlußleitungen überbrückt. Diese Überbrückung kann dann als Anzeichen für eine defekte Schweißnaht gewertet werden.

Alternativ zu einem Widerstandsheizleiter kann die Aktivierung der heißsiegelfähigen Dichtungszone aber auch in der Weise erfolgen, daß über einen Kanal ein erhitztes gasförmiges oder flüssiges Medium strömt. Der bzw. die Kanäle sind vorzugsweise in dem der Schweißzone benachbarten inneren Schloßteil ausgebildet. Wenn der bzw. die Kanäle der Dichtungszone vor- oder nachgeordnet ist, kann er im Falle eines Lecks in der Dichtung mit einer Dichtungsmasse aufgefüllt werden, um das Leck abzudichten.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Dichtungszone jeweils an den beiden Innenseiten von Ästen eines im Inneren des Schlosses liegenden gabelförmigen Ansatzes des einen Profiles und den Außenseiten eines zwischen diesen Ästen sitzenden steckför igen Ansatzes des

anderen Profiles ausgebildet. Auf diese Art und Weise erhält man eine doppelte Sicherheit gegen Lecks.

Um beim Verschweißen eine vollflächige Dichtung zu erzielen, sollte die Dichtungszone parallel zur Dichtungswand liegen. In diesem Fall nutzt man den hydrostatischen Druck der die Dichtungswand umgebenden Suspension aus, um die Dichtungsflächen gegeneinanderzudrücken.

Wie bereits im Zusammenhang mit dem Widerstandsheizleiter erläutert, kann als Feuchtigkeitssensor ein Paar von Leitungen eingesetzt werden, das in je einem Kanal auf jeder Seite der Dichtzone untergebracht ist.

Um die Dichtungszone auf Lecks zu überprüfen, kann es nach einer Ausgestaltung der Erfindung ausreichen, wenn auf mindestens einer Seite der heißsiegelfähigen Dichtungszone ein Feuchtigkeitssensor liegt. Um einerseits diesen Feuchtigkeitssensor unterzubringen und andererseits die Möglichkeit der Reparatur von Lecks durch Einbringen einer Dichtungsmasse zu ermöglichen, kann auf mindestens einer Seite der heißsiegelfähigen Dichtungsmasse ein Kanal angeordnet sein.

Zum Zwecke einer noch besseren Abdichtung kann beidseitig jeder heißsiegelfähigen Zone eine Labyrinthdichtung vorgesehen sein. Die Labyrinthdichtung kann die formschlüssige Verbindung des Schloßaußen- und Schloßinnenteiles bilden. Vorzugsweise ist die Labyrinthdichtung an den Gabelästen des als Gabelprofil ausgebildeten Schloßaußenteiles und des dazwischenliegenden Schloßinnenteiles ausgebildet. Um möglichst große Dichtflächen zu schaffen, kann das Schloßaußen- und Schloßinnenteil als Positiv- und Negativprofil ausgebildet sein. Der hydrostatische Druck, der auf das Schloß einwirkt, unterstützt dabei die Dichtwirkung.

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigen:

Figur 1 ein Schloß für daran anschließbare

Dichtungsbahnen während der Montage in perspektivischer Darstellung,

Figur 2 das Schloß gemäß Figur 1 im Querschnitt,

Figur 3 das Schloß mit Schloßaußen- und Schloßinnenteil vor dem Zusammenbau,

Figur 2* und 3* ein Schloß in einer zu Figur 1 bis 3 abgewandelten Ausführung in der Darstellung der Figuren 2 und 3 und

Figur 2** ein Schloß in einer zu den Figuren 1 bis 3* abgewandelten Ausführung in der Darstellung der Figur 2.

Das in Figur 1 während des Zusammenbaues dargestellte Schloß besteht aus einem positiven und einem negativen Profil aus Kunststoff, die ein Schloßaußenteil 1 und ein Schloßinnenteil 2 bilden. Jedes Schloßteil l, 2 trägt eine Anschweißlasche 3, 4 für in der Zeichnung nicht dargestellte Kunststoffdichtungsbahnen. Das Schloßaußenteil 1 ist an seinem in der Zeichnung dargestellten unteren Ende durch eine Kappe 5 verschlossen. Beim Einfädeln des Schloßinnenteiles 2 in das Schloßaußenteil 1 schiebt das Schloßinnenteil 1 eine verlorene Klammer 6 vor sich her, die einerseits das Schloßaußenteil 1 umgreift und andererseits einen in der Zeichnung nicht dargestellten Schlitz- und Dichtungskeil im Zwickel des Schloßaußenteiles 1 aufweist.

Wie vor allem aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich, hat das Schloß einen flachen ovalen Querschnitt und ist zur

Mittelebene spiegelsymmetrisch aufgebaut. Das Schloßaußenteil

1 ist als Gabelprofil ausgebildet. Seine beiden Gabeläste 7a,

7b umschließen einen Innenraum 8, der im noch nicht zusammengebauten Zustand des Schlosses durch eine an den

Spitzen der Gabeläste 7a, 7b angeordnete Dichtung 9 verschlossen ist. In der Mitte des Innenraumes 8 ist ein Steg

10 angeordnet, der beidseitig seines Fußpunktes Kanäle 11a,

11b hat. Hinter diesen Kanälen 11a, llb liegt ein weiterer im

Querschnitt größerer Kanal 12.

Der an den Spitzen der Gabeläste 7a, 7b angrenzende vordere Abschnitt 7a*, 7b* bildet einen Teil einer Labyrinthdichtung.

Wenn das Schloßaußenteil 1 das positive Profil des Schlosses bildet, bildet das Schloßinnenteil 2 das dazugehörige negative Profil. So liegen im zusammengebauten Zustand die Abschnitte 7a*, 7b* der Gabeläste 7a, 7b zwischen Gabelästen 14a, 14 und einem Verbindungsteil 13. Die Abschnitte 7a*, 7b*, die Gabeläste 14a, 14b und das Verbindungsteil 13 bilden die erwähnte Labyrinthdichtung 7a**, 7b**, 13a, 13b und gleichzeitig eine formschlüssige Verriegelung, die mit verschiedenen hakenförmigen ineinandergreifenden Elementen Zug- und Druckspannungen in der Mittelebene des Schlosses aufzunehmen imstande ist.

Das Verbindungsteil 13 trägt einen gabelförmigen Ansatz 15, dessen Gabeläste 15a, 15b den Steg 10 umschließen. Die Innenseiten 15a*, 15b* der Gabeläste 15a, 15b und die Außenseiten 10a, 10b des Steges 10 bilden heißsiegelfähige Dichtungszonen. Um diese Dichtungszone aufheizen zu können, ist in den Gabelästen 15a, 15b ein über die gesamte Fläche verteilter elektrischer Widerstandsheizleiter 16a, 16b eingebettet. Die Widerstandsheizleiter 16a, 16b bestehen, wie in Figur 2, 2* angedeutet, aus einem vergleichsweise dünnen

flächigen Material, insbesondere aus Karbonfasern, insbesondere in Form eines Vlieses oder Gewebes, das an seinen beiden Längsrändern an nicht näher bezeichneten elektrischen Zuleitungen angeschlossen ist. Wie schon erwähnt, können die Widerstandsheizleiter von durch Leitruß leitfähig eingestelltem thermoplastischem Kunststoff gebildet sein. Am Fuß der Gabeläste 15a, 15b ist ein Kanal 17 angeordnet, in dem wie in den Kanälen 11a, 11b ein Feuchtigkeitsfühler 18, 19a, 19b untergebracht ist.

Die Montage des Schlosses erfolgt auf folgende Art und Weise:

Bevor das Schloßinnenteil 2 von.oben in das Schloßaußenteil 1 eingefädelt wird, wird ein gasförmiges Medium in den Kanal 12 eingeleitet und der Innenraum 8 unter leichtem Überdruck gegenüber dme Außendruck der Suspension, die das Schloßaußenteil 1 umgibt, eingebracht. Damit dieses Medium in den Innenraum 8 gelangen kann, ist in der das untere Ende des Schloßaußenteiles 1 verschließenden Kappe 5 eine Brücke 5a zu einem der Kanäle 19a und damit zum gesamten Innenraum 8 hergestellt. Nachdem die Halteklammer 6 auf das Schloßaußenteil 1 gesteckt ist, die die Abschnitte 7a*, 7b* der Gabeläste 7a, 7b außen umgreift und mit ihrem in der Zeichnung nicht dargestellten Schlitz- und Dichtungskeil den Zwickel zwischen den Innenseiten der Spitzen der Gabeläste 7a, 7b verschließt, wird das Innenteil 2 eingefädelt. Dabei schiebt es die Klammer 6 vor sich her, die die Dichtung 9 entsprechend dem Fortschritt des Vorschubes aufschlitzt. Über kleine undichte Stellen im Bereich des Schlitz- und Dichtkeiles kann keine Flüssigkeit in den Innenraum 8 gelangen, weil das unter geringfügigem Innendruck stehende gasförmige Medium ein Eindringen ausschließt. Im aufgeschlitzten Bereich verhindert die Labyrinthdichtung 7a**, 7b**, 13a, 13b, daß Flüssigkeit eindringen kann.

Nachdem die beiden Schloßteile 1 und 2 ihre Endlage erreicht

haben, wird Strom in die Heizleiter 16a, 16b geleitet und die Verschweißung der Dichtungszone bewirkt.

Beim Ausführungsbeispiel der Figuren 2 und 3 kann die Zufuhr elektrischer Energie über die an den Enden der Fasern oder im Bereich des leitfähig eingestellten thermoplastischen Kunststoffs angeordneten, eingebetteten, nicht näher bezeichneten Zuleitungen erfolgen. Beim Ausführungsbeispiel der Figuren 2 und 3 erfolgt die Zuführung der elektrischen Energie durch die in den Kanälen 11a, 11b, 17 freiliegenden, die Feuchtigkeitssensoren bildenden Leitungen 18, 19a, 19b. Beim Ausführungsbeispiel der Figuren 2*, 3* erfolgt nach VersChweißung der Schweißzone durch Überstrom die Zerstörung der Heizleiter 16a, 16b.

Das Ausführungsbeispiel der Figuren 2* und 3* unterscheidet sich von dem der Figuren 2 und 3 lediglich darin, daß die Heizleiter 16a, 16b an ihren Rändern als Feuchtigkeitsfühler 18, 19a, 19b dienenden elektrischen Leitungen angeschlossen sind. Die elektrische Verbindung zwischen diesen Leitungen über die Widerstandsheizleiter 16a, 16b wird am Ende der Verschweißung durch Überstrom, der die Heizleiter 16a, 16b zerstört, unterbrochen.

Das Ausführungsbeispiel der Figur 2** unterscheidet sich von dem der vorherigen Figuren darin, daß an Stelle elektrischer Widerstandsheizleiter 16a, 16b in den Gabelästen 15a, 15b Kanäle 15a*, 15b* für ein flüssiges oder gasförmiges Heizmedium angeordnet sind.

Eventuelle Undichtigkeiten können mittels der Feuchtigkeitsfühler 18, 19a, 19b, die vor und hinter den Dichtungszonen 10a, 10b, 15a*, 15b* angeordnet sind, festgestellt werden. Sollte ein Leck festgestellt werden, läßt es sich durch Einleiten eines Dichtungsmittels in die Kanäle 11a, 11b, 17 beheben.

Um auch visuell die Schweißzone kontrollieren zu können, kann z.B. durch den Prüf anal 17 beim Ausführungsbeiεpiel der Figur 3 ein Endoskop geführt werden. Werden zwei PE-Flächen miteinander verschweißt, so bildet sich bei ausreichender Plastifizierung der Schweißzone und ausreichendem Fügedruck am Rand der Naht eine Wulst aus PE, deren Form Rückschlüsse auf die Qualität der Verschweißung zuläßt. Die optische Kontrolle der Schweißzone läßt sich auch beim Schweißvorgang mit wandernder Schweißzone nutzen. Weiterhin ist eine Prüfung der Schweißnähte dadurch möglich, daß die Prüfkanäle einzeln oder in Gruppen mit einem Druck beaufschlagt werden und der Druckabfall als Funktion der Zeit als Prüfgröße herangezogen wird. " Auch ist eine Kontrolle der Schweißnaht mit Hilfe des Impulsmeßverfahrens möglich, bei dem durch Hochfreguenzimpulse auf eine oder beide der ankoppelnden Elektroden ein Meßsignal erhalten wird, das im Hinblick auf die Homogenität des die Elektroden umgebenden Kunststoffes als Maß für die Güte der Schweißnaht ausgewertet werden kann.