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Title:
LOAD-BEARING ASSEMBLY WITH ATTACHMENT ZONE FOR DAMPING AN ACOUSTIC EXCITATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/110627
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a load-bearing assembly for a vehicle power window, having • - a load-bearing part (1), defining a load-bearing surface (10) on which an attachment zone (11) is provided, and • - a motor drive unit (2) for the vehicle power window which is secured to the attachment zone (11) of the load-bearing part (1) at at least one mounting point (P1, P2, P3). Furthermore, in the attachment zone (11), at least one attachment area (110) is formed on which the at least one mounting point (P1, P2, P3) for the drive unit (2) is provided and which has a wall thickness (d2) that is smaller than a wall thickness (d1) on the sections of the load-bearing area (10) adjacent to the attachment area (110).

Inventors:
MÜLLER, Joachim (Bergsiedlung 1, Werneck, 97440, DE)
MENZEL, Jannik (Hesslergasse 23, Bamberg, 96049, DE)
SCHLECHTRIEMEN, Martin (749 Dunedin Ct, Rochester Hills, MI, MI 48309, US)
WALTHER, Stefan (An der Kleewiese 4, Baunach, 96148, DE)
Application Number:
EP2018/083562
Publication Date:
June 13, 2019
Filing Date:
December 05, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BROSE FAHRZEUGTEILE GMBH & CO. KOMMANDITGESELLSCHAFT, BAMBERG (Berliner Ring 1, Bamberg, 96052, DE)
International Classes:
B60J5/04; E05F15/689
Domestic Patent References:
WO2011095415A12011-08-11
Foreign References:
DE102014207057A12015-10-15
US20070145769A12007-06-28
DE102008048236A12009-04-02
DE102006007679A12007-08-02
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Claims:
Ansprüche

1. T rägerbaugruppe für einen Fahrzeugfensterheber, mit

- einem Trägerbauteil (1 ), das eine Trägerfläche (10) definiert, an der ein Anbringungsbereich (11 ) vorgesehen ist, und

- einer motorischer Antriebseinheit (2) für den Fahrzeugfensterheber, die an dem Anbringungsbereich (11 ) des Trägerbauteils (1 ) an mindestens einem Befestigungspunkt (P1 , P2, P3) festgelegt ist,

wobei der Anbringungsbereich (11 ) zum Dämpfen einer akustischen Anregung der Trägerfläche (10) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anbringungsbereich (11 ) mindestens eine Anbringungsfläche (110) ausgebildet ist, an der der mindestens eine Befestigungspunkt (P1 , P2, P3) für die Antriebseinheit (2) vorgesehen ist und die eine Wandstärke (d2) aufweist, die gegenüber einer Wandstärke (d1 ) an die Anbringungsfläche (110) angrenzender Abschnitte der Trägerfläche (10) reduziert ist.

2. Trägerbaugruppe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke (d2) der Anbringungsfläche (110) gegenüber der Wandstärke (d1 ) angrenzender Abschnitte der Trägerfläche (10) um wenigstens 10% reduziert ist.

3. Trägerbaugruppe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke (d2) der Anbringungsfläche (1 10) gegenüber der Wandstärke (d1 ) angrenzender Abschnitte der Trägerfläche (10) um maximal 70% reduziert ist.

4. Trägerbaugruppe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke (d2) der Anbringungsfläche (1 10) gegenüber der Wandstärke (d1 ) angrenzender Abschnitte der Trägerfläche (10) um wenigstens 12% und maximal 45% reduziert ist.

5. Trägerbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke (d2) der Anbringungsfläche (110) im Bereich von 0,014 mm bis 1 ,7 mm, insbesondere im Bereich von 0,7 mm bis 1 ,3 mm liegt.

6. Trägerbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wandstärke (d1 ) der Trägerfläche (10) mindestens 0,5, insbesondere mindestens 1 mm oder mindestens 1 ,4 mm beträgt.

7. Trägerbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbringungsfläche (1 10) reduzierter Wandstärke (d2) an der Trägerfläche (10) ausgeformt ist.

8. Trägerbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anbringungsbereich (11 ) ein Übergangsbereich (1 11 ) vorgesehen ist, der die Anbringungsfläche (11 ) mit einem angrenzenden Abschnitt der T rägerfläche (11 ) verbindet.

9. Trägerbaugruppe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der

Übergangsbereich (1 11 ) mit gegenüber dem angrenzenden Abschnitt der Trägerfläche (10) geringerer Steifigkeit ausgebildet ist.

10. Trägerbaugruppe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der

Übergangsbereich (11 1 ) im Querschnitt mit einer Wellengeometrie ausgebildet ist.

1 1. Trägerbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (2) an mindestens zwei

Befestigungspunkten (P1 , P2, P3) an der Trägerfläche (10) festgelegt ist.

12. Trägerbaugruppe nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Befestigungspunkte (P1 , P2, P3) an der mindestens einen Anbringungsfläche (110) vorgesehen sind.

13. Trägerbaugruppe nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anbringungsbereich (11 ) mindestens zwei räumlich voneinander getrennte Anbringungsabschnitte (11 A, 1 1 B, 11 C) mit je einer Anbringungsfläche (1 10) ausgebildet sind und an jeder Anbringungsfläche (110) eines Anbringungsabschnitts (11 A, 1 1 B, 1 1 C) wenigstens ein Befestigungspunkt (P1 , P2, P3) für die Antriebseinheit vorgesehen ist.

14. Trägerbaugruppe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Anbringungsflächen (110) der mindestens zwei räumlich voneinander getrennten Anbringungsabschnitte (11 A, 11 B, 11 C) zueinander unterschiedliche Wandstärken aufweisen.

15. Trägerbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Anbringungsfläche (1 10) eine Tilgermasse (M) zum Dämpfen einer akustischen Anregung der Trägerfläche (10) vorgesehen ist. 16. Fensterheber zur Verstellung einer Fensterscheibe eines Fahrzeugs mit einer

Trägerbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 15.

17. Türmodul für ein Fahrzeug mit einer Trägerbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 15.

Description:
Trägerbaugruppe mit Anbringungsbereich zum Dämpfen einer akustischen

Anregung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Trägerbaugruppe für einen Fahrzeugfensterheber.

Eine solche Trägerbaugruppe umfasst ein Trägerbauteil, das eine Trägerfläche definiert, an der ein Anbringungsbereich vorgesehen ist, sowie eine motorische Antriebseinheit für den Fahrzeugfensterheber, die an dem Anbringungsbereich an mindestens einem Befestigungspunkt festgelegt ist. Das Trägerbauteil kann beispielsweise als Trägerplatte mit an der Trägerfläche angeordneten Funktionskomponenten des Fahrzeugfensterhebers sowie zusätzlichen Funktionskomponenten in Form eines Lautsprechers oder anderen Funktionskomponenten für eine Fahrzeugtür ausgebildet sein. Die Trägerbaugruppe kann ferner ein Türmodul für den Einbau in eine Fahrzeugtür bilden.

Die motorische Antriebseinheit, die an dem Trägerbauteil festgelegt ist, dient dem Antreiben des motorisch betriebenen Fahrzeugfensterhebers, zum Beispiel der motorischen Verstellung mindestens eines mit einer zu verstellenden Fensterscheibe verbundenen Mitnehmers entlang von Führungsschienen des Fensterhebers. Diese Führungsschienen können im Übrigen ebenfalls an dem Trägerbauteil befestigt oder hieran integriert sein. Im Betrieb der motorischen Antriebseinheit führt eine Antriebsbewegung von Antriebs- und/oder Getriebeelementen der Antriebseinheit oder hiermit gekoppelter Bauteile zu Schwingungen, die an dem mindestens einen Befestigungspunkt in das Trägerbauteil eingeleitet werden und das Trägerbauteil ebenfalls zu Schwingungen anregen. Infolge der Körperschallanregung der Antriebseinheit in das Türmodul wird dieses zu Schwingungen angeregt. Diese Oberflächenschwingungen können dann als Luftschall abgestrahlt werden. Die Luftschallabstrahlung kann dann im Inneren und außerhalb des Fahrzeuges wahrgenommen werden. Dieses Strukturverhalten führt oft zu akustischen Brummfrequenzen im Bereich von 20 Hz bis 150Hz . Ebenso können diese Schwingungen als Vibrationen wahrgenommen werden. Wenn die Anregungsfrequenz der Antriebseinheit mit einer Eigenresonanzfrequenz einer Fahrzeugbaugruppe (z.B. der Türinnenverkleidung , Fahrzeugtür, etc.) zusammenfällt, werden in der Regel störende Luftschallpegel und Vibrationen im Fahrzeug erzeugt.

Wie beispielsweise in der WO 201 1/095415 A1 bereits dargestellt, ist es daher grundsätzlich wünschenswert, eine Schallerzeugung und eine Schallausbreitung bei derartigen Trägerbaugruppen zu unterbinden oder zumindest so zu reduzieren, dass sie von einem Fahrzeuginsassen im Fahrzeug nicht mehr als störend wahrgenommen werden. In der WO der in 2011/095415 A1 ist vor diesem Hintergrund vorgeschlagen, den Anbringungsbereich, an dem eine motorische Antriebseinheit festgelegt ist, zum Dämpfen einer akustischen Anregung der Trägerfläche auszubilden. Hierfür weist ein Anbringungsbereich der WO 2011/095415 A1 durch einen oder mehrere Schlitze und mindestens einen Stege gebildete Entkopplungsmittel auf, durch die ein die motorische Antriebseinheit tragender Abschnitt eines Anbringungsbereiches von angrenzenden Abschnitten der Trägerfläche akustisch dämpfend entkoppelt ist. Durch das Vorsehen des einen Schlitzes oder der mehrerer Schlitze an dem Trägerbauteil ist das Trägerbauteil akustisch unterbrochen, wodurch der die motorische Antriebseinheit tragende Abschnitt von den übrigen Abschnitten des Trägerbauteils akustisch getrennt ist.

Es besteht jedoch weiterhin Bedarf für eine Trägerbaugruppe für einen Fahrzeugfensterheber, bei der alternative oder ergänzende Maßnahmen zur Dämpfung von akustischen Anregungen vorgesehen sind.

Vor diesem Hintergrund ist eine Trägerbaugruppe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Hiernach ist eine Trägerbaugruppe für einen Fahrzeugfensterheber vorgesehen, bei der an dem trägerbauteilseitigen Anbringungsbereich für die motorische Antriebseinheit mindestens eine Anbringungsfläche ausgebildet ist, an der der mindestens eine Befestigungspunkt für die Antriebseinheit vorgesehen ist und die eine Wandstärke aufweist, die gegenüber einer Wandstärke an die Anbringungsfläche angrenzender Abschnitte der Trägerfläche reduziert ist.

Grundgedanke der vorgeschlagenen Lösung ist somit, im Bereich der Anbringungsfläche, an der ein Befestigungspunkt für die motorische Antriebseinheit vorgesehen ist, eine reduzierte Wandstärke und eine damit einhergehende reduzierte Steifigkeit (jeweils im Vergleich zu angrenzenden Abschnitten der Trägerfläche des Trägerbauteils) vorzusehen. Es wird mithin eine Dünnschichtfläche zur akustischen Dämpfung an der Trägerfläche vorgesehen, und zwar gerade im Anbringungsbereich, an dem sich auch der mindestens eine Befestigungspunkt befindet und damit eine Verbindung zwischen der motorischen Antriebseinheit und dem Trägerbauteil vorgesehen ist.

Die Wandstärke der Anbringungsfläche kann hierbei gegenüber einer (mittleren) Wandstärke der Trägerfläche um ein definiertes Maß reduziert sein. Mithin ist die Wandstärke der Anbringungsfläche kleiner als die (mittleren) Wandstärke angrenzender Abschnitte der Trägerfläche, insbesondere kleiner als die (mittlere) Wandstärke der Trägerfläche selbst. So kann das Trägerbauteil flächig und z.B. als Trägerplatte ausgebildet sein und abseits einer Anbringungsfläche des Anbringungsbereiches mit einer weitestgehend konstanten Wandstärke ausgebildet sein. Beispielsweise liegt eine Wandstärke des flächigen Trägerbauteils, insbesondere für die Verwendung in einem Türmodul, abhängig vom Grundmaterial, im Bereich von 0,5 bis 1 ,8 mm. Eine Wandstärke einer Anbringungsfläche des Anbringungsbereiches ist somit gegenüber einer solchen Wandstärke reduziert und entsprechend dünnwandiger ausgebildet.

Für die reduzierte Steifigkeit an demjenigen Bereich, an dem die motorische Antriebseinheit über den mindestens einen Befestigungspunkt an dem Trägerbauteil festgelegt ist, kann vorgesehen sein, dass die Wandstärke der Anbringungsfläche gegenüber der Wandstärke angrenzender Abschnitte der Trägerfläche um wenigstens 10% reduziert ist.

Alternativ oder ergänzend, kann die Wandstärke der Anbringungsfläche gegenüber der Wandstärke angrenzender Abschnitte der Trägerfläche um maximal 70% reduziert sein. In einer Ausführungsvariante ist die Wandstärke der Anbringungsfläche gegenüber der Wandstärke angrenzender Abschnitt der Trägerfläche um wenigstens 12% und maximal um 45% reduziert.

In einer Ausführungsvariante liegt die Wandstärke der Anbringungsfläche im Bereich von 0,7 mm bis 1 ,3 mm, insbesondere im Bereich von 0,8 mm bis 1 ,2 mm. Alternativ oder ergänzend kann eine mittlere Wandstärke der Trägerfläche mindestens 1 ,4 mm betragen. Unter Zugrundelegung der vorstehend genannten Prozentwerte und Maße ist beispielsweise eine Ausführungsvariante vorgesehen, bei der die (mittlere) Wandstärke der Trägerfläche im Bereich von 1 ,4 mm oder darüber liegt und die Wandstärke der Anbringungsfläche, an der der mindestens eine Befestigungspunkt für die Antriebseinheit vorgesehen ist, im Vergleich dazu um wenigstens 10% bis maximal 50% reduziert in einem Bereich von 0,7 mm bis 1 ,2 mm liegt.

In einer Ausführungsvariante ist die Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke an der Trägerfläche ausgeformt. Die Trägerfläche ist somit nicht an einer separat an das Trägerbauteil montierten Komponente vorgesehen. Vielmehr ist in dieser Ausführungsvariante die Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke integraler Bestandteil der Trägerfläche und hieran einstückig ausgebildet. Die Anbringungsfläche ist damit aus demselben Material hergestellt wie die Trägerfläche, beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial.

An dem Anbringungsbereich kann ein Übergangsbereich vorgesehen sein, der die Anbringungsfläche mit einem angrenzenden Abschnitt der Trägerfläche verbindet. An dem Übergangsbereich kann das Trägerbauteil beispielsweise eine Wanddicke aufweisen, die zwar kleiner ist als die (mittlere) Wandstärke der Trägerfläche, jedoch größer ist als die Wandstärke der dünnwandigen respektive dünnwandigeren Anbringungsfläche.

Grundsätzlich kann der Übergangsbereich mit gegenüber einem angrenzenden Abschnitt der Trägerfläche, mit dem der Übergangsbereich den Anbringungsbereich verbindet, geringerer Steifigkeit ausgebildet sein. Dementsprechend kann der Übergangsbereich zum zusätzlichen Dämpfen einer akustischen Anregung und/oder zur (zusätzlichen) Entkopplung der Anbringungsfläche vom Rest der Trägerfläche eingerichtet und vorgesehen sein. Beispielsweise ist der Übergangsbereich im Querschnitt mit einer Wellengeometrie ausgebildet. Im Querschnitt erscheint somit der Übergangsbereich zumindest in einem Abschnitt gewellt. Eine solche gewellte Ausbildung des Übergangsbereiches bringt eine zusätzliche, dämpfende Elastizität oder Steifigkeitsänderung an der Trägerfläche mit sich, sodass eine akustische Entkopplung der Anbringungsfläche, an der die motorische Antriebseinheit an zumindest einem von gegebenenfalls mehreren Befestigungspunkten festgelegt ist, von dem Rest der Trägerfläche erreicht werden kann.

Die Antriebseinheit kann grundsätzlich auch über mehrere (mindestens zwei) räumlich voneinander getrennte Befestigungspunkte an der Trägerfläche festgelegt sein. In einer Ausführungsvariante können die mehreren, gegebenenfalls alle Befestigungspunkte, über die die Antriebseinheit an dem Trägerbauteil festgelegt ist, an der Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke vorgesehen sein. Es ist somit an dem Trägerbauteil mit der Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke ein durchgängiger, sich flächig erstreckender Abschnitt ausgebildet, an dem die motorische Antriebseinheit festgelegt ist. In einer hierauf basierenden Weiterbildung, sind alle Befestigungspunkte der Antriebseinheit, die für deren Festlegung an dem Trägerbauteil vorgesehen sind, an der Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke (und damit an der Anbringungsfläche reduzierter Steifigkeit) vorgesehen.

In einer alternativen Ausführungsvariante können an dem Anbringungsbereich auch mindestens zwei räumlich voneinander getrennte Anbringungsabschnitte mit je einer Anbringungsfläche ausgebildet sein, wobei an jeder Anbringungsfläche eines Anbringungsabschnitts wenigstens ein Befestigungspunkt für die Antriebseinheit vorgesehen ist.

In einer Weiterbildung einer Trägerbaugruppe, bei der ein Anbringungsbereich mindestens zwei räumlich voneinander getrennte Anbringungsabschnitte mit je einer Anbringungsfläche ausweist, können die Anbringungsflächen zueinander unterschiedliche Wandstärken aufweisen. Die räumlich voneinander getrennten und damit gegebenenfalls sequentiell an der Trägerfläche ausgebildeten Anbringungsabschnitte sind somit in dieser Variante nicht mit identischen, reduzierten Wandstärken ausgebildet, sondern weisen unterschiedliche Wandstärken auf. So weist dann zwar jede Anbringungsfläche der unterschiedlichen Anbringungsabschnitte im Vergleich zu an den Anbringungsbereich angrenzenden Abschnitten der Trägerfläche eine reduzierte Wandstärke auf, jedoch ist die Wandstärke bei mindestens zwei zu unterschiedlichen Anbringungsabschnitten gehörenden Anbringungsflächen verschieden. Beispielsweise unterscheiden sich die Wandstärken zweier Anbringungsabschnitte um wenigstens 0,1 mm bis 2 mm. Indem jeder Anbringungsfläche wenigstens ein Befestigungspunkt für die motorische Antriebseinheit zugeordnet ist, kann über die unterschiedlich dicken Anbringungsflächen reduzierter Wandstärke eine lokale und damit insbesondere Befestigungspunkt spezifische Einstellung von Entkopplungs- und Dämpfungsfaktoren vorgesehen sein. An jedem von mehreren Befestigungspunkten für die Antriebseinheit können somit gegebenenfalls unterschiedlich stark reduzierte Wandstärken für einen - je nach Befestigungspunkt - unterschiedlichen Grad der Dämpfung vorgesehen sein. Beispielsweise kann somit für einen Befestigungspunkt der Antriebseinheit, zum Beispiel in Form eines Anschraubpunktes, eine Entkopplungs- und Dämpfungsfunktion variiert und entsprechend eingestellt sein.

Eine Anbringungsfläche des Anbringungsbereichs kann beispielsweise eine kreisförmige Kontur aufweisen. Bei mehreren Anbringungsflächen räumlich zueinander getrennte Anbringungsabschnitte können die Anbringungsflächen dementsprechend jeweils eine kreisförmige Kontur aufweisen. Eine vergleichbare oder gar identische Kontur unterschiedliche Anbringungsflächen des Anbringungsbereiches ist jedoch nicht zwingend. Im Übrigen kann ein Übergangsbereich, der für die Verbindung der Anbringungsfläche mit einem angrenzenden Abschnitt der Trägerfläche ausgebildet ist, beispielsweise kreisringförmig um eine Anbringungsfläche umlaufend ausgestaltet sein.

In einer Ausführungsvariante ist an der Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke eine Tilgermasse zum (zusätzlichen) Dämpfen einer akustischen Anregung der Trägerfläche vorgesehen. Die Tilgermasse kann hierbei an der Anbringungsfläche als separate Komponente angebracht, insbesondere angespritzt sein. In einem Ausführungsbeispiel ist die Tilgermasse auf einer zweiten Seite der Anbringungsfläche vorgesehen, die einer ersten Seite gegenüberliegt, an der die Antriebseinheit angeordnet ist. Tilgermasse und Antriebseinheit sind somit an unterschiedlichen Seiten der Anbringungsfläche vorgesehen.

Alternativ oder ergänzend kann an der Trägerfläche mindestens ein zusätzlicher Anbringungsbereich mit einer Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke vorgesehen sein, wobei an der Anbringungsfläche des mindestens einen zusätzlichen Anbringungsbereichs eine Tilgermasse zum (zusätzlichen) Dämpfen eine akustischen Anregung der Trägerfläche vorgesehen ist. An dem zusätzlichen Anbringungsbereich kann hierbei beispielsweise eine zusätzlich zu der motorischen Antriebseinheit an dem Trägerbauteil angeordnete Funktionskomponente festgelegt sein. Der zum Dämpfen einer akustischen Anregung der Trägerfläche ausgebildete Anbringungsbereich mit der mindestens einen Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke für die Festlegung der Antriebseinheit ist in einer Ausführungsvariante für eine akustische Entkopplung und/oder Dämpfung von durch den Betrieb der motorischen Antriebseinheit angeregten Schwingungen im Bereich von 20 Hz bis 10 kHz an der Trägerfläche vorgesehen und ausgebildet.

Wie bereits eingangs angesprochen, kann die vorgeschlagene Trägerbaugruppe beispielsweise ein Türmodul bilden, bei dem an dem Trägerbauteil unterschiedliche Funktionskomponenten einer Fahrzeugtür angeordnet und vormontiert sind, wie beispielsweise weitere Funktionskomponenten des Fahrzeugfensterhebers, ein Lautsprecher, ein Türschloss, und/oder ein Seitenairbag.

Ferner kann mittels der vorgeschlagenen Lösung ein Fensterheber zur Erstellung einer Fensterscheibe eines Fahrzeugs bereitgestellt werden, bei dem eine Trägerbaugruppe mit einem Trägerbauteil, an dem eine motorische Antriebseinheit zur Verstellung der Fensterscheibe festgelegt ist, mindestens eine Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke für die Festlegung der Antriebseinheit aufweist.

Die beigefügten Figuren veranschaulichen exemplarisch mögliche Ausführungsvarianten der vorgeschlagenen Lösung.

Hierbei zeigen:

Figur 1 ausschnittsweise und in Seitenansicht eine Trägerbaugruppe mit einem Anbringungsbereich, an dessen Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke eine elektromotorische Antriebseinheit über mehrere Befestigungspunkte festgelegt ist;

Figur 2 eine alternative Ausführungsvariante in mit der Figur 1 übereinstimmender Ansicht, bei der ein Anbringungsbereich mehrere räumlich voneinander getrennte Anbringungsflächen reduzierter Wandstärke für je einen Befestigungspunkt der elektromotorischen Antriebseinheit aufweist; Figuren 3A-3B in unterschiedlichen Ansichten ein Trägerbauteil einer Trägerbaugruppe der Figur 1 oder 2 mit einer zusätzlichen Anbringungsfläche reduzierter Wandstärke, an der eine Tilgermasse angeordnet ist.

Die Figur 1 zeigt in Seitenansicht ausschnittsweise eine Trägerbaugruppe für ein Türmodul, die ein flächiges und als Trägerplatte ausgebildetes Trägerbauteil 1 umfasst. Das üblicherweise aus Kunststoff hergestellte Trägerbauteil 1 definiert eine Trägerfläche 10, an der Funktionskomponenten für eine Fahrzeugtür festgelegt sind. Die Trägerfläche

10 definiert einen Antriebanbringungsbereich 11 , an dem bestimmungsgemäß eine motorische Antriebseinheit 2 für einen Fahrzeugfensterheber festzulegen ist. Mittels der motorischen Antriebseinheit 2 ist hierbei beispielsweise ein flexibles Zugmittel, wie zum Beispiel ein Seilzug, antreibbar, um mindestens einen mit einer Fensterscheibe verbundenen Mitnehmer fremdkraftbetätigt verstellen und damit die Fensterscheibe an der Fahrzeugtür anheben und absenken zu können.

Im Betrieb der motorischen Antriebseinheit 2, die vorliegend einen Elektromotor und eine Getriebeeinrichtung umfasst, können an Befestigungspunkten P1 , P2 und P3, an denen die Antriebseinheit 2 an dem Trägerbauteil 1 festgelegt ist, Schwingungen in das Trägerbauteil 1 eingeleitet werden. Bei einem Befestigungspunkt P1 , P2 oder P3 kann es sich beispielsweise um einen Anschraubpunkt für die Fixierung der Antriebseinheit 2 handeln. Im Betrieb der Antriebseinheit 2 erzeugte Schwingungen werden somit an den Befestigungspunkten P1 , P2 und P3in das flächige Trägerbauteil 1 eingeleitet, die bei einer Anregung im Bereich der Eigenresonanzfrequenzen einer Fahrzeugtüranordnung, an der das Trägerbauteil 1 vorgesehen ist, noch verstärkt werden und im Fahrzeuginnenraum als störend wahrgenommen werden können. Der Anbringungsbereich 1 1 ist vor diesem Hintergrund zum Dämpfen einer akustischen Anregung der Trägerfläche 10 ausgebildet.

Der Anbringungsbereich 1 1 definiert eine, z.B. membranartig ausgestaltete, Anbringungsfläche 1 10, an der die Antriebseinheit 2 über ihre Befestigungspunkte P1 , P2 und P3 festgelegt ist und die eine gegenüber der Trägerfläche 10 reduzierte Wandstärke aufweist. Beispielsweise liegt eine Wandstärke der Trägerfläche 10 im Bereich von 1 ,4 mm. Eine Wandstärke der Anbringungsfläche 1 10 des Antriebanbringungsbereichs

1 1 liegt demgegenüber im Bereich von 0,8 mm bis 1 ,2 mm. Die Wandstärke der Anbringungsfläche 110 ist damit gegenüber einer (mittleren) Wandstärke der Trägerfläche 10 um wenigstens 10%, jedoch höchstens um 70% reduziert. Diese Wandstärkenreduktion bringt (bei weiterhin ausreichender Stabilität) eine definierte Verringerung der Steifigkeit in demjenigen Bereich mit sich, in dem die Antriebseinheit 2 an dem Trägerbauteil 1 festgelegt ist. Hierdurch sind durch den Betrieb der Antriebseinheit 2 erzeugte Schwingungen gedämpft.

In einem sich umfangsseitig um die Anbringungsfläche 1 10 erstreckenden Übergangsbereich 1 11 der Antriebanbringungsfläche 11 ist die Wandstärke gegenüber der Wandstärke der Trägerfläche 10 ebenfalls reduziert, jedoch in geringerem Maße. Zur (zusätzlichen) akustischen Entkopplung der an der Anbringungsfläche 110 festgelegten Antriebseinheit 2 kann der umfänglich umlaufende Übergangsbereich 1 11 ferner im Querschnitt mit einer wellenförmigen Geometrie und mithin gewellt ausgeführt sein. Eine solche Geometrie ist exemplarisch in der Querschnittsdarstellung der Figur 3B dargestellt, ihr jedoch im Zusammenhang mit einem (identisch ausgestalteten) Übergangsbereich 121 eines zusätzlichen Anbringungsbereichs 12, der nachfolgend näher erläutert wird.

Zunächst sei aber noch auf eine weitere mögliche Ausführungsvariante der vorgeschlagenen Lösung entsprechend der Figur 2 verwiesen. Bei dieser Ausführungsvariante weist der an der Trägerfläche 10 des flächigen Trägerbauteils 1 definierte Antriebanbringungsbereich 1 1 für den elektromotorischen Antrieb 2 keine einzelne größerflächige Anbringungsfläche 110 reduzierter Wandstärke für die Antriebseinheit 2 auf. Bei der in der Figur 2 dargestellten Variante weist der Anbringungsbereich 11 vielmehr mehrere räumlich zueinander separierte Anbringungsabschnitte 1 1 A, 1 1 B und 1 1 C auf. Jeder dieser - vorliegend exemplarisch jeweils kreisförmig ausgebildeten - Anbringungsabschnitte 11 A, 11 B und 11 C weist eine eigene Anbringungsfläche 110 reduzierter Wandstärke im Bereich von 0,8 mm bis 1 ,2 mm auf. . Die Wandstärke der jeweiligen Anbringungsfläche 1 10 ist damit um 70% bis 10% gegenüber einer (mittleren) Wandstärke der Trägerfläche 10 reduziert. Hierbei ist jede dieser Anbringungsflächen 110 über einen kreisringförmig umlaufenden Übergangsbereich 1 11 mit angrenzenden Abschnitten der Trägerfläche 10 verbunden, über den jeweils eine zusätzliche akustische Dämpfung erreicht ist. An jeder Anbringungsfläche 1 10 der unterschiedlichen Anbringungsabschnitte 1 1 A, 11 B und 11 C ist genau ein Befestigungspunkt P1 , P2 oder P3 für die Festlegung der Antriebseinheit 2 vorgesehen.

In einer möglichen Weiterbildung unterscheiden sich die Wandstärken von mindestens zwei Anbringungsflächen 1 10 unterschiedlicher Anbringungsabschnitte 1 1 A, 1 1 B und 1 1 C, beispielsweise um wenigstens 0,1 mm bis 2 mm. Durch die unterschiedlichen Wanddicken der Anbringungsflächen 1 10, an denen jeweils nur einer der Befestigungspunkte P1 , P2 und P3 vorgesehen ist, kann lokal und damit insbesondere Befestigungspunkt spezifisch ein Entkopplungs- und Dämpfungsfaktor für die akustische Dämpfung der Antriebseinheit eingestellt und vorgegeben sein. Je nach Befestigungspunkt P1 , P2 oder P3 ist somit über unterschiedliche stark reduzierte Wandstärken ein unterschiedlicher Grad der Dämpfung eingestellt.

Bei einem Trägerbauteil 1 einer in den Figuren 1 und 2 ausschnittsweise dargestellten Trägerbaugruppe für einen Fahrzeugfensterheber ist ein Antriebanbringungsbereich 11 jeweils mit mindestens einer dünnwandigen Anbringungsfläche 1 10 für die Festlegung der Antriebseinheit 2 vorgesehen. Die jeweilige Anbringungsfläche 110 ist hierbei stets integral mit der Trägerfläche 10 und mithin aus demselben (Kunststoff-) Material wie die Trägerfläche 10 ausgeformt. Jede Anbringungsfläche 1 10 stellt somit einen lokal und damit sequenziell ausgebildeten Bereich reduzierter Wanddicke des flächigen Trägerbauteils 1 dar. Die damit einhergehende lokale Ausbildung von Dünnwandbereichen an dem Trägerbauteil 1 ist hierbei vergleichsweise kostengünstig herstellbar und insbesondere nicht mit zusätzlichen Materialkosten verbunden.

Entsprechend der Darstellung der Figuren 3A und 3B kann an dem Trägerbauteil 1 zusätzlich eine Tilgermasse M zur (zusätzlichen) akustischen Dämpfung vorgesehen sein. Eine solche Tilgermasse M kann beispielsweise an eine Anbringungsfläche 110 angespritzt sein, zum Beispiel an einer zweiten Seite des Trägerbauteils 1 , die einer ersten Seite des Trägerbauteils 1 gegenüberliegt, an der die Antriebseinheit 2 angeordnet ist. So kann beispielsweise die Antriebseinheit 2 mit dem Elektromotor auf einer Trockenraumseite des Trägerbauteils 1 angeordnet sein, während die Tigermasse M auf einer Trockenraumseite des Trägerbauteils 1 an eine Anbringungsfläche 1 10 angespritzt ist.

Über die zusätzliche vorgesehene Tilgermasse M lässt sich eine Schwingungsfrequenz und damit eine Resonatorfunktion einer Anbringungsfläche 110, insbesondere einer membranartig ausgestalteten Anbringungsfläche 1 10 gezielt beeinflussen und mithin einstellen. Dies ist jedoch nicht nur bei einer Anbringungsfläche 110 von Vorteil, an der mindestens ein Befestigungspunkt P1 , P2 oder P3 für die Antriebseinheit 2 vorgesehen ist. Vielmehr kann auch zusätzlich eine weitere Anbringungsfläche 120 als Teil eines zusätzlichen Anbringungsbereichs 12 an dem Trägerbauteil 1 ausgebildet sein. Geometrie und Ausgestaltung dieses zusätzlichen Anbringungsbereichs 12 unterscheiden sich hierbei grundsätzlich nicht von der Geometrie und Ausgestaltung eines Anbringungsbereichs 1 1 bei einer Ausführungsvariante gemäß den Figuren 1 und 2. Dementsprechend kann auch ein umfangseitig um die Anbringungsfläche 120 umlaufender Übergangsbereich 121 des zusätzliche Anbringungsbereich mit ebenfalls reduzierter Wandstärke und insbesondere gewellt ausgeführt sein, wie dies insbesondere in der Schnittdarstellung der Figur 3B für die Schnittlinie B-B der Figur 3A dargestellt ist.

Umgekehrt entspricht die Gestaltung des Übergangsbereichs 121 wie auch der Anbringungsfläche 120 hinsichtlich ihrer Geometrie und einer reduzierten Wandstärke d2 einer Ausgestaltung eines Übergangsbereiches 111 und einer Anbringungsfläche 1 10 bei einer Ausführungsvariante der Figur 1 oder 2. Ferner ist aus der Figur 3B exemplarisch eine gegenüber einer Wanddicke d2 des Anbringungsbereichs 120 (1 10) deutlich größere (mittlere) Wanddicke d1 der Trägerfläche 10 abseits des Antriebsanbringungsbereiches 1 1 und abseits des zusätzlichen Anbringungsbereiches 12 veranschaulicht.

Bezugszeichenliste

1 Trägerbauteil

10 Trägerfläche

1 1 Antriebanbringungsbereich

1 10 Anbringungsfläche

1 1 1 Übergangsbereich

1 1 A, 1 1 B, 1 1 C Anbringungsabschnitt 12 Anbringungsbereich 120 Anbringungsfläche 121 Übergangsbereich 2 Antriebseinheit d 1 , d2 Wandstärke / Wanddicke M (Tilger-) Masse

P1 , P2, P3 Befestigungspunkt