GALÁN-SOÚSA, José (Wittenauer Strasse 211a, Berlin, 13469, DE)
| Patentansprüche: 1. Verwendung mindestens eines Lokalanästhetikums zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz, insbesondere von durch medizinische, insbesondere mammographische Untersuchungen verursachten Schmerzen, unangenehmen Druck- oder Kompressionsempfindungen, Befindlichkeitsstörungen oder dergleichen der insbesondere weiblichen Brust. 2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum topisch, insbesondere durch Aufbringen auf die Brust, appliziert wird. 3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum als Wirkstoff in eine topisch anwendbare Applikationsform inkorporiert wird, insbesondere in Form von flüssigen bis viskosen oder pastösen, insbesondere semiliquiden Darreichungsformen, vorzugsweise Salben, Cremes, Lotionen, Gelen, Sprays oder dergleichen. 4. Verwendung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum in Mengen von 1 bis 30 Gew.-%, insbesondere 2 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 10 Gew.-%, in der betreffenden Applikationsform vorhanden ist, bezogen auf die Applikationsform. 5. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum in wirksamen, insbesondere therapeutisch wirksamen Mengen appliziert wird. 6. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum zusammen mit mindestens einem Träger und/oder Exzipienten formuliert wird und/oder appliziert wird. 7. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum zusammen mit mindestens einem üblichen pharmazeutischen Zusatz- und/oder Hilfsstoff, insbesondere aus der Gruppe von Füll-, Streck-, Binde-, Netz-, Stabilisierungs-, Färbe-, Puffer-, Riech-, Geschmacks- und/oder Konservierungsstoffen, formuliert wird und/oder appliziert wird. 8. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum aus der Gruppe von Lokalan- ästhetika vom Estertyp, insbesondere Aminoestern, und Lokalanästhetika vom Amidtyp, insbesondere Aminoamiden, sowie deren Mischungen oder Kombination ausgewählt ist, insbesondere aus Lidocain, Mepiva- cain, Prilocain, Bupivacain, Articain und Ropivacain sowie deren Mischungen oder Kombination, besonders bevorzugt Lidocain. 9. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum Lidocain ist. 10. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum in Kombination mit mindestens einem Analgetikum angewendet wird. 11. Verwendung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Analgetikum topisch und/oder systemisch, vorzugsweise peroral, appliziert wird. 12. Verwendung nach Anspruch 10 oder 1 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Analgetikum zusammen mit dem Lokalanästhetikum formuliert und/oder verabreicht wird, insbesondere in einer gemeinsamen topisch anwendbaren Applikationsform, vorzugsweise wie zuvor definiert. 13. Verwendung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Analgetikum separat zu dem Lokalanästhetikum formuliert und/oder verabreicht wird, insbesondere in einer nicht das Lokalanästhetikum ent- haltenden Applikationsform. 14. Verwendung nach Anspruch 13, wobei das Analgetikum in eine topisch anwendbare Applikationsform inkorporiert wird, insbesondere in Form von flüssigen bis viskosen oder pastösen, insbesondere semiliquiden Darreichungsformen, vorzugsweise Salben, Cremes, Lotionen, Gelen, Sprays oder dergleichen. 15. Verwendung nach Anspruch 13, wobei das Analgetikum in eine systemisch, vorzugsweise peroral, anwendbaren Applikationsform inkorporiert wird, insbesondere wobei die Applikationsform als Dosiereinheit in fester Form, insbesondere in Form einer Tablette, eines Dragees, einer Pille oder einer Kapsel ausgebildet wird. 16. Verwendung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß als Analgetikum in Mengen von 0,1 bis 30 Gew.-%, insbe- sondere 0,5 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, in der betreffenden Applikationsform vorhanden ist, bezogen auf die Applikationsform. 17. Verwendung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekenn- zeichnet, daß als Analgetikum ein nichtOpioides Analgetikum verwendet wird. 18. Verwendung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Analgetikum ausgewählt wird aus der Gruppe von Sa- licylaten, insbesondere Acetylsalicylsäure, Anthranilsäurederivaten, Arylessigsäurederivaten, insbesondere Diclofenac und/oder Indometacin, Arylpropionsäurederivaten, insbesondere Ibuprofen, Oxicamen, insbesondere Piroxicam, Coxiben, Aminophenolen, insbesondere Paracetamol, und Pyrazolonen. 19. Verwendung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß als Analgetikum Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen, Piroxicam und/oder Paracetamol eingesetzt wird. 20. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum und/oder das Analgetikum in wirksamen, insbesondere therapeutisch wirksamen Mengen appliziert wird. 21. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum und/oder das Analgetikum insbesondere 180 Minuten bis 2 Minuten, vorzugsweise 120 Minuten bis 5 Minuten, bevorzugt 60 bis 10 Minuten, vor der medizinischen, insbe- sondere mammographischen Untersuchung verabreicht und oder appliziert wird. 22. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lokalanästhetikum und/oder im Falle einer topi- sehen Applikation das Analgetikum vor der medizinischen, insbesondere mammographischen Untersuchungen ein- bis fünfmal, insbesondere ein- bis viermal, vorzugsweise ein- bis dreimal, bevorzugt ein- bis zweimal auf die Brust bzw. Brüste aufgetragen wird. 23. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle einer systemischen, insbesondere peroralen Applikation das Analgetikum einmalig verabreicht und/oder aufgenommen wird, insbesondere zeitgleich mit dem Lokalanästhetikum. 24. Topisch anwendbare Applikationsform, insbesondere in Form einer flüssigen bis viskosen oder pastösen Darreichungsform, vorzugsweise Salbe, Creme, Lotion, Gel, Spray oder dergleichen, insbesondere zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz, insbesondere von durch medizinische, insbesondere mammographische Un- tersuchungen verursachten Schmerzen, unangenehmen Druck- oder Kompressionsempfindungen, Befindlichkeitsstörungen oder dergleichen der insbesondere weiblichen Brust, wobei die topisch anwendbare Applikationsform als topischen Wirkstoff mindestens ein Lokalanästhetikum in wirksamen, insbesondere therapeutisch und/oder pharmakolo- gisch wirksamen Mengen zusammen mit mindestens einem Träger und/oder Exzipienten enthält. 25. Applikationsform nach Anspruch 24, enthaltend außerdem in wirksamen, insbesondere therapeutisch und/oder pharmakologisch wirksamen Mengen mindestens ein Analgetikum, insbesondere wie zuvor definiert. 26. Kit, insbesondere zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz, insbesondere von durch medizinische, insbesondere mammographische Untersuchungen verursachte Schmerzen, unangenehmen Druck- oder Kompressionsempfindungen, Befindlichkeitsstörungen oder dergleichen der insbesondere weiblichen Brust, ent- haltend (i) mindestens eine topisch anwendbare Applikationsform, insbesondere in Form einer flüssigen bis viskosen oder pastösen Darreichungsform, vorzugsweise Salbe, Creme, Lotion, Gel, Spray oder derglei- chen, wobei die topisch anwendbare Applikationsform als topischen Wirkstoff mindestens ein Lokalanästhetikum in wirksamen, insbesondere therapeutisch und/oder pharmakologisch wirksamen Mengen zusammen mit mindestens einem Träger und/oder Exzipienten enthält, und (ii) mindestens eine vorzugsweise systemisch anwendbare Applikationsform, insbesondere in Form einer flüssigen bis viskosen oder pastösen Darreichungsform, vorzugsweise Salbe, Creme, Lotion, Gel, Spray oder dergleichen oder aber vorzugsweise in Form einer Do- siereinheit in fester Form, insbesondere in Form einer Tablette, eines Dragees, einer Pille oder einer Kapsel, wobei die Applikationsform mindestens ein Analgetikum in wirksamen, insbesondere therapeutisch und/oder pharmakologisch wirksamen Mengen zusammen mit mindestens einem Träger und/oder Exzipienten enthält. |
Die vorliegende Erfindung betrifft den Bereich der mit medizinischen, insbesondere mammographischen Untersuchungen einhergehenden Nebenwirkun- gen bzw. Beschwerden, wie Schmerzen, unangenehmen Druck- oder Kompressionsempfindungen, Befindlichkeitsstörungen oder dergleichen der insbesondere weiblichen Brust.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung eines Lokal- anästhetikums zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz (Schmerzen der Brust) insbesondere der weiblichen Brust, welcher insbesondere mit medizinischen, insbesondere mammographischen Untersuchungen im Zusammenhang steht.
Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine topisch anwendbare Applikationsform, welche sich insbesondere zur prophylaktischen oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz (Schmerzen der Brust), welcher insbesondere durch medizinische, insbesondere mammographische Untersuchungen verursacht wird, eignet. Die Zusammensetzung nach der Erfindung ent- hält mindestens ein Lokalanästhetikum, gegebenenfalls in Kombination mit mindestens einem Analgetikum.
Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung ein Kit, welches mindestens eine topisch anwendbare Applikationsform mit mindestens einem Lokalanästhe- tikum und mindestens eine vorzugsweise systemisch anwendbare Applikationsform mit einem Analgetikum enthält.
Die Mammographie ist als Verfahren der Radiologie eine Röntgenuntersuchung üblicherweise der weiblichen, gegebenenfalls aber auch der männlichen Brust. Die Mammographie ist eine Methode zur Früherkennung von Brustkrebs, insbesondere des Mammakarzinoms, der häufigsten Krebserkrankung der Frau. Die Mammographie kann einerseits zur Früherkennung von Brustkrebs - beispielsweise im Rahmen von Screening-Untersuchungen - eingesetzt werden, andererseits aber auch zur weiteren Abklärung tumorverdächti- ger Befunde, wie tastbaren Knoten oder dergleichen. Die mammographische Untersuchung erfolgt dabei unter Verwendung spezieller Röntgengeräte, wobei jede Brust in der Regel aus zwei Richtungen (meist von oben und schräg seitlich) aufgenommen wird. Während der Untersuchung ist es erforderlich, daß die Brust zwischen einem Halter, welcher ins- besondere auch als Filmhalter bzw. Kassettenhalter bezeichnet wird, und einer Plexiglasplatte der Apparatur eingespannt bzw. komprimiert wird. Hierdurch soll die Strahlendosis so gering wie möglich gehalten und das Gewebe zudem aufgefächert werden, so daß auf diese Weise ein größeres Gewebegebiet bei gleichzeitig verringerter Strahlendosis untersucht werden kann.
Ein großer Nachteil mammographischer Untersuchungen ist darin zu sehen, daß diese unangenehm bzw. mit Befindlichkeitsstörungen und Schmerzen verbunden sein können, was maßgeblich damit zusammenhängt, daß die weibliche Brust während der Untersuchung eingespannt bzw. komprimiert und damit gewissermaßen gequetscht werden muß. Die mit der Mammographie einhergehenden Schmerzen und Unannehmlichkeiten sind oftmals sogar ein Grund dafür, daß Frauen trotz medizinischem Erfordernis notwendige Mam- mographieuntersuchungen nicht durchführen lassen.
Im Stand der Technik sind bislang keine wirksamen Ansätze bekannt, welche zu einer signifikanten Linderung von mit mammographischen Untersuchungen einhergehenden Unannehmlichkeiten, Befindlichkeitsstörungen bzw. Schmerzen führen. Zwar kann die systemische Gabe von Analgetika in Betracht gezogen werden, jedoch ist die schmerzstillende Wirkung in bezug auf die weibliche Brust oftmals bei weitem nicht zufriedenstellend, und die systemische Gabe von starken Analgetika ist mitunter mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden.
Vor diesem Hintergrund besteht - insbesondere auch aufgrund der Häufigkeit von mammographischen Untersuchungen und den damit einhergehenden Befindlichkeitsstörungen bzw. Schmerzen - ein großer Bedarf, eine geeignete prophylaktische bzw. therapeutische Behandlung von mit diesen medizinischen Untersuchungen einhergehenden Brustschmerzen (Schmerzen der Brust) bereitzustellen, welche sich in effizienter Weise zur prophylaktischen bzw. therapeutischen Behandlung von Brustschmerz eignen und dabei nur geringe Nebenwirkungen aufweisen. Somit liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine neuartige Verwendung bzw. einen neuartigen prophylaktischen bzw. therapeutischen Ansatz bereitzustellen, welche bzw. welcher sich zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz (Schmerzen der Brust), insbesondere hervorgerufen durch medizinische, insbesondere mammographische Untersuchungen, eignet. Dabei soll durch die vorliegende Erfindung die zuvor geschilderten Nachteile des Standes der Technik zumindest weitgehend vermeiden oder zumindest abgeschwächt werden. Neben einer guten schmerzstillenden bzw. schmerzlindernden Wirksamkeit sollten zudem ei- ne hervorragende Verträglichkeit und eine sichere sowie einfache Anwendbarkeit gewährleistet sein.
Die Anmelderin hat in völlig überraschender Weise herausgefunden, daß die zuvor geschilderte Aufgabe dadurch gelöst werden kann, daß erfindungsge- maß eine Verwendung bereitgestellt wird, welche darauf abzielt, mindestens ein Lokalanästhetikum zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz (Schmerzen der Brust), welcher insbesondere durch medizinische, insbesondere mammographische Untersuchungen hervorgerufen wird, einzusetzen. Wie zuvor angeführt, handelt es sich bei den Brustschmerzen um durch medizinische, insbesondere mammographische Untersuchungen verursachte Schmerzen, unangenehme Druck- oder Kompressionsempfindungen, Befindlichkeitsstörungen oder dergleichen der insbesondere weiblichen Brust.
Somit schlägt die vorliegende Erfindung zur Lösung der zuvor geschilderten Aufgabenstellung - gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung - die Verwendung mindestens eines Lokalanästhetikums zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz gemäß Anspruch 1 vor. Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Verwen- düng sind Gegenstand der diesbezüglichen Unteransprüche.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist die topisch anwendbare Applikationsform nach der Erfindung gemäß Anspruch 24, welche mindestens ein Lo- kalanästhetikum enthält. Eine weitere, vorteilhafte Ausgestaltung der erfin- dungsgemäßen Applikationsform ist Gegenstand des diesbezüglichen Unteranspruchs.
Schließlich ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung - ein Kit gemäß Anspruch 26, welcher mindestens eine topisch anwendbare Applikationsform mit einem Lokalanästhetikum einerseits und mindestens eine vorzugsweise systemisch anwendbare Applikationsform mit einem Analgetikum andererseits enthält.
Bei allen nachstehend genannten relativen bzw. prozentualen gewichtsbezogenen Mengenangaben ist zu beachten, daß diese im Rahmen der erfindungsgemäß eingesetzten Applikationsform bzw. Zusammensetzung derart auszuwählen sind, daß sie sich in der Summe in der erfindungsgemäß verwendeten Applikationsform bzw. Zusammensetzung unter Einbeziehung sämtlicher Komponenten bzw. Inhaltsstoffe bzw. Zusatzstoffe bzw. Bestandteile bzw. Exzipienten, insbesondere wie nachfolgend definiert, stets um 100 Gew.-% ergänzen. Dies versteht sich für den Fachmann aber von selbst. Im übrigen gilt, daß der Fachmann anwendungsbezogen oder einzelfallbedingt von den nachfolgend angeführten Mengenangaben abweichen kann, ohne daß er den Rahmen der vorliegenden Erfindung verläßt.
Es versteht sich zudem von selbst, daß Ausgestaltungen, Ausführungsformen, Vorteile und dergleichen, welche nachfolgend zu Zwecken der Vermeidung von Wiederholungen nur zu einem Erfindungsaspekt angeführt sind, selbst- verständlich auch in bezug auf die übrigen Erfindungsaspekte entsprechend gelten.
Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird erfindungsgemäß - gemäß einem e r s t e n Aspekt der vorliegenden Erfindung - die Verwendung mindestens eines Lokalanästhetikums zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz, insbesondere von durch medizinische, insbesondere mammographische Untersuchungen verursachten Schmerzen, unangenehmen Druck- oder Kompressionsempfindungen, Befindlichkeitsstörungen oder dergleichen der insbesondere weiblichen Brust vorgeschlagen. Die Anmelderin hat in völlig überraschender Weise herausgefunden, daß die gezielte Verwendung eines Lokalanästhetikums in bezug auf mit medizinischen, insbesondere mammographischen Untersuchungen der weiblichen Brust einhergehenden Schmerzen bzw. Befindlichkeitsstörungen wirksam be- handelt bzw. vermindert bzw. gelindert werden können, so daß die erfindungsgemäße Verwendung des Lokalanästhetikums eine hervorragende Wirkeffizienz aufweist. Aufgrund der erfindungsgemäßen Verwendung werden die mit mammographischen Untersuchungen einhergehenden Unannehmlichkeiten bzw. Schmerzen wirksam gelindert, so daß seitens der Patientinnen eine höhere Bereitschaft besteht, eine mammographische Untersuchung durchführen zu lassen, da die mammographische Untersuchung aufgrund der erfindungsgemäßen Verwendung des Lokalanästhetikums als weniger belastend empfunden wird. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Verwendung des Lokalanästhetikums ist darin zu sehen, daß eine gute Verträglichkeit vor- liegt und aufgrund der vorzugsweise topischen Applikation direkt auf die weibliche Brust eine sichere und einfache Anwendbarkeit gewährleistet ist, wobei die Patientinnen das Lokalanästhetikum auch aufgrund seiner bevorzugten Anwendungsform beispielsweise als Gel oder Salbe vor der eigentlichen Untersuchung selbst applizieren können. Die erfindungsgemäße Ver- wendung fokussiert zwar maßgeblich auf die prophylaktische und/oder therapeutische Behandlung von Brustschmerz der weiblichen Brust, ist jedoch nicht hierauf beschränkt, so daß auch eine Applikation bzw. Anwendung in bezug auf die männliche Brust in Betracht kommt.
Was die erfindungsgemäße Verwendung anbelangt, so ist es erfindungsgemäß bevorzugt, daß das Lokalanästhetikum topisch, insbesondere durch Aufbringen auf die Brust, appliziert wird. Im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung kann es somit vorgesehen sein, daß die Verabreichung bzw. Applikation beispielsweise durch Auf- bzw. Einreiben der Brust mit der erfin- dungsgemäß verwendeten Applikationsform mit dem Lokalanästhetikum erfolgt.
In diesem Zusammenhang kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß das
Lokalanästhetikum als Wirkstoff in eine topisch anwendbare Applikations- form inkorporiert wird. Dabei liegt die Applikationsform vorzugsweise in
Form von flüssigen, viskosen oder pastösen, insbesondere semiliquiden Darreichungsformen vor, vorzugsweise in Form von Salben, Cremes, Lotionen, Gelen, Sprays oder dergleichen.
Das Lokalanästhetikum sollte in Mengen von 1 bis 30 Gew.-%, insbesondere 2 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 10 Gew.-%, in der betreffenden Applikationsform vorhanden sein, bezogen auf die Applikationsform.
Das Lokalanästhetikum sollte bei seiner Verabreichung in wirksamen, insbesondere therapeutisch wirksamen Mengen appliziert werden. Diesbezüglich kann beispielsweise eine definierte Menge der Applikationsform, beispielsweise in Form eines Gels oder einer Salbe, auf die Brust aufgebracht und dort ver- bzw. eingerieben werden, so daß die Wirksubstanz über die Haut zum Wirkort gelangt und dort die schmerzlindernde Wirkung entfaltet. Beispielsweise können pro Brust 0,5 bis 5 g, insbesondere 1 bis 4 g, vorzugsweise 1,5 bis 3 g, der im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung eingesetzten Applikationsform aufgebracht werden.
Das Lokalanästhetikum kann insbesondere in bezug auf die erfindungsgemäß verwendete Applikationsform zusammen mit mindestens einem Träger oder Exzipienten formuliert und/oder appliziert werden.
Diesbezüglich kann es im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgesehen sein, daß das Lokalanästhetikum zusammen mit mindestens einem üblichen pharmazeutischen Zusatz- und/oder Hilfsstoff, insbesondere aus der Gruppe von Füll-, Streck-, Binde-, Netz-, Stabilisierungs-, Färbe-, Puffer-, Riech-, Geschmacks- und/oder Konservierungsstoffen, formuliert und/oder appliziert wird.
In bezug auf das Lokalanästhetikum können eine Reihe lokalanästhetisch wirksamer Substanzen, welche dem Fachmann an sich bekannt sind, eingesetzt werden. Erfindungsgemäß ist es jedoch bevorzugt, daß das Lokalanästhetikum aus der Gruppe von Lokalanästhetika vom Estertyp, insbesondere Aminoestern, und Lokalanästhetika vom Amidtyp, insbesondere Aminoami- den, sowie deren Mischungen oder Kombination ausgewählt wird, insbeson- dere aus Lidocain, Mepivacain, Prilocain, Bupivacain, Articain und Ropiva- cain sowie deren Mischungen oder Kombination, besonders bevorzugt Lidocain.
Bei Lokalanästhetika handelt es sich im allgemeinen um Anästhetika mit ört- lieh begrenzter Wirkung bzw. zur örtlichen Schmerzstillung bzw. Betäubung, wobei die im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung eingesetzten Lokalanästhetika keine euphorisierende oder suchterzeugende Wirkung aufweisen sollten. Die chemische Struktur aller Lokalanästhetika ist ähnlich. Sie umfaßt im allgemeinen eine lipophile aromatische Ringstruktur, eine Zwischen- kette und eine hydrophile Aminogruppe. Nach der Zwischenkette unterscheidet man Aminoester ("Estertyp") und Aminoamide ("Amidtyp"). Die Amino- ester werden im Gewebe durch eine Cholinesterase metabolisiert, der Abbau der Aminoamide erfolgt in der Leber durch N-Dealkylierung oder Hydrolyse.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden besonders gute Ergebnisse erreicht, wenn das Lokalanästhetikum Lidocain ist. Hierbei handelt es sich um ein Lokalanästhetikum vom Amidtyp, welches über eine gute Wirksamkeit bei gleichzeitig schnellem Wirkeintritt verfügt. Für weitere Ausführungen in be- zug auf Lidocain kann beispielsweise auf Römpp Chemielexikon, 10. Aufla- ge, Band 3, 1997, Georg Thieme Verlag Stuttgart/New York, Stichwort: "Lidocain" sowie auf die dort jeweils in bezug genommene Literatur verwiesen werden, deren gesamter Inhalt hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen ist.
Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform kann es vorgese- hen sein, daß das Lokalanästhetikum in Kombination mit mindestens einem Analgetikum verwendet wird.
Denn die Anmelderin hat in völlig überraschender Weise herausgefunden, daß die zusätzliche Verwendung eines Analgetikums im Rahmen der vorliegenden Erfindung zu einer Wirksamkeitssteigerung hinsichtlich der therapeutischen bzw. prophylaktischen Behandlung von mit medizinischen Untersuchungen der Brust einhergehenden Schmerzen führt, wobei die Nebenwirkungen nicht signifikant erhöht sind. Bei dem erfindungsgemäß eingesetzten Analgetikum, welches im allgemeinen von Lokalanästhetika wirkmechanistisch unterschieden werden kann, handelt es sich im allgemeinen um eine die Schmerzempfindung unterdrückende Substanz, welche das Bewußtsein, die sensorische Wahrnehmung und andere wichtige Funktionen des Zentralnervensystems jedoch nicht beeinflussen sollte.
In diesem Zusammenhang kann es vorgesehen sein, daß das Analgetikum topisch oder systemisch, vorzugsweise peroral, appliziert wird.
Was die zusätzliche Verwendung eines Analgetikums anbelangt, so kann das Analgetikum zusammen mit dem Lokalanästhetikum formuliert und/oder verabreicht werden, insbesondere in einer gemeinsamen topischen anwendbaren Applikationsform, vorzugsweise wie zuvor definiert. Hierbei kann es sich so- mit beispielsweise um ein Kombinationspräparat handeln, welches einerseits mindestens ein Lokalanästhetikum und andererseits mindestens ein Analgetikum in ein und derselben Formulierung, beispielsweise in einer Salbe, enthält.
Im Rahmen einer alternativen erfindungsgemäßen Ausführungsform kann es jedoch auch vorgesehen sein, daß das Analgetikum separat zu dem Lokalanästhetikum formuliert bzw. verabreicht wird, insbesondere in einer nicht das Lokalanästhetikum enthaltenden Applikationsform.
In diesem Zusammenhang kann das Analgetikum im Rahmen der erfindungs- gemäßen Verwendung in eine separate topisch anwendbare Applikationsform inkorporiert werden, insbesondere in Form von flüssigen bis viskosen oder pastösen, insbesondere semiliquiden Darreichungsformen, vorzugsweise Salben, Cremes, Lotionen, Gelen, Sprays oder dergleichen. Diesbezüglich können die wie zuvor für die Applikationsform des Lokalanästhetikums angeführ- ten Träger bzw. Exzipienten bzw. Zusatz- und/oder Hilfsstoffe eingesetzt werden.
Für den Fall, daß das Analgetikum im Rahmen einer separaten Applikationsform bzw. Formulierung verabreicht wird, kann es erfindungsgemäß auch vorgesehen sein, daß das Analgetikum in eine systemisch, vorzugsweise peroral, anwendbaren Applikationsform inkorporiert wird, insbesondere wobei die Applikationsform als Dosiereinheit in fester Form, insbesondere in Form einer Tablette, eines Dragees, einer Pille oder einer Kapsel ausgebildet wird. Die diesbezüglich eingesetzten Träger bzw. Exzipienten oder dergleichen sind dem Fachmann als solche bekannt.
Auch für die erfindungsgemäße Verwendung des Analgetikums gilt gleichermaßen daß dieses in wirksamen, insbesondere therapeutisch und/oder pharmakologisch wirksamen Mengen zusammen mit mindestens einem Träger und/oder Exzipienten eingesetzt werden sollte.
In diesem Zusammenhang kann das Analgetikum in Mengen von 0,1 bis 30 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, in der betreffenden Applikationsform vorhanden sein, bezogen auf die Applikationsform.
Sofern das Analgetikum topisch appliziert wird, können die gleichen Mengen, wie zuvor für das Lokalanästhetikum angeführt, der entsprechenden Applikationsform mit dem Analgetikum auf die Brust aufgetragen werden. Im Falle der peroralen bzw. systemischen Applikation können beispielsweise vor Un- tersuchung ein bis zwei Applikations- bzw. Dosiereinheiten verabreicht werden.
Im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung können eine Vielzahl von Analgetika eingesetzt werden. So kann es im Rahmen der vorliegenden Erfin- düng vorgesehen sein, daß als Analgetikum ein nichtOpioides Analgetikum verwendet wird.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann es zudem vorgesehen sein, daß das Analgetikum ausgewählt wird aus der Gruppe von Salicylaten, insbeson- dere Acetylsalicylsäure, Anthranilsäurederivaten, Arylessigsäurederivaten, insbesondere Diclofenac und/oder Indometacin, Arylpropionsäurederivaten, insbesondere Ibuprofen, Oxicamen, insbesondere Piroxicam, Coxiben, Ami- nophenolen, insbesondere Paracetamol, und Pyrazolonen.
Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, wenn als Analgetikum Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen, Piroxicam und/oder Paracetamol eingesetzt wird. Ins- besondere die vorgenannten Substanzen eignen sich neben einer systemischen Applikation auch in hervorragender Weise für eine Inkorporation in topisch verabreichbare Formulierungen, wie Gelen oder Salben.
Was die Verabreichung der im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzte^) Applikationsform(en) anbelangt, so sollte(n) diese erfolgen derart, daß das Lokalanästhetikum und/oder das Analgetikum in wirksamen, insbesondere therapeutisch wirksamen Mengen appliziert wird.
Zur Gewährleistung einer besonders guten Wirksamkeit sollte das Lokalanästhetikum und/oder das Analgetikum insbesondere 180 Minuten bis 2 Minuten, vorzugsweise 120 Minuten bis 5 Minuten, bevorzugt 60 bis 10 Minuten, vor der medizinischen, insbesondere mammographischen Untersuchung verabreicht und oder appliziert werden.
Insbesondere sollte das Lokalanästhetikum und/oder - im Falle einer topischen Applikation - das Analgetikum vor der medizinischen, insbesondere mammographischen Untersuchungen ein- bis fünfmal, insbesondere ein- bis viermal, vorzugsweise ein- bis dreimal, bevorzugt ein- bis zweimal auf die Brust bzw. die Brüste aufgetragen werden, beispielsweise durch Auf- bzw. Einreiben oder dergleichen.
Im Falle einer systemischen, insbesondere peroralen Applikation des Analgetikums kann dieses einmalig, beispielsweise in Form einer Tablette oder der- gleichen, verabreicht und/oder aufgenommen werden, insbesondere zeitgleich mit dem Lokalanästhetikum.
Wie zuvor angeführt, weist die erfindungsgemäße Verwendung eine hohe Wirkeffizienz in bezug auf Schmerzen bzw. Empfindlichkeitsstörungen der insbesondere weiblichen Brust, welche im Zusammenhang mit medizinischen, insbesondere mammographischen Untersuchungen stehen, auf, wobei im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung durch die zusätzliche Verabreichung eines Analgetikums eine weitere Steigerung der Wirkeffizienz ermöglicht wird. Insgesamt weist die erfindungsgemäße Verwendung eine hervorragende Verträglichkeit auf, insbesondere auch aufgrund der topischen Applikation zumindest des Lokalanästhetikums. Zudem weist die erfindungsgemäße Verwendung eine sehr gute Wirksamkeit auf, insbesondere da die Wirksubstanz gewissermaßen in der Nähe bzw. unmittelbar am Wirkort aufgetragen wird.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung - gemäß einem z w e i t e n Aspekt der vorliegenden Erfindung - eine topisch anwendbare Applikationsform, insbesondere in Form einer flüssigen bis viskosen oder pastösen Darrei- chungsform, vorzugsweise Salbe, Creme, Lotion, Gel, Spray oder dergleichen, insbesondere zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz, insbesondere von durch medizinische, insbesondere mammographische Untersuchungen verursachten Schmerzen, unangenehmen Druckoder Kompressionsempfindungen, Befindlichkeitsstörungen oder dergleichen der insbesondere weiblichen Brust, wobei die topisch anwendbare Applikationsform als topischen Wirkstoff mindestens ein Lokalanästhetikum in wirksamen, insbesondere therapeutisch und/oder pharmakologisch wirksamen Mengen zusammen mit mindestens einem Träger und/oder Exzipienten enthält.
Die erfindungsgemäße Applikationsform kann außerdem in wirksamen, insbesondere therapeutisch und/oder pharmakologisch wirksamen Mengen mindestens ein Analgetikum, insbesondere wie zuvor definiert, enthalten.
Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung — gemäß einem d r i t t e n Aspekt der vorliegenden Erfindung - ein Kit, insbesondere zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Brustschmerz, insbesondere von durch medizinische, insbesondere mammographische Untersuchungen verursachte Schmerzen, unangenehmen Druck- oder Kompressionsempfin- düngen, Befindlichkeitsstörungen oder dergleichen der insbesondere weiblichen Brust, enthaltend
(i) mindestens eine topisch anwendbare Applikationsform, insbesondere in
Form einer flüssigen bis viskosen oder pastösen Darreichungsform, vor- zugsweise Salbe, Creme, Lotion, Gel, Spray oder dergleichen, wobei die topisch anwendbare Applikationsform als topischen Wirkstoff mindestens ein Lokalanästhetikum in wirksamen, insbesondere therapeutisch und/oder pharmakologisch wirksamen Mengen zusammen mit mindestens einem Träger und/oder Exzipienten enthält, und (ii) mindestens eine vorzugsweise systemisch anwendbare Applikationsform, insbesondere in Form einer flüssigen bis viskosen oder pastösen Darreichungsform, vorzugsweise Salbe, Creme, Lotion, Gel, Spray oder dergleichen oder aber vorzugsweise in Form einer Dosiereinheit in fester Form, insbesondere in Form einer Tablette, eines Dragees, einer Pille oder einer Kapsel, wobei die Applikationsform mindestens ein Analgetikum in wirksamen, insbesondere therapeutisch und/oder pharmakologisch wirksamen Mengen zusammen mit mindestens einem Träger und/oder Exzipienten enthält.
Weitere Ausgestaltungen, Abwandlungen und Variationen sowie Vorteile der vorliegenden Erfindung sind für den Fachmann beim Lesen der Beschreibung ohne weiteres erkennbar und realisierbar, ohne daß er dabei den Rahmen der vorliegenden Erfindung verläßt. Das nachfolgende Ausführungsbeispiel dient lediglich der Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung, ohne sich je- doch hierauf zu beschränken.
AUSFÜHRUNGSBEISPIEL:
Anwendungs- und Wirksamkeitsstudien: Eine Studie mit mehr als 400 Frauen im Alter von etwa 30 bis etwa 90 Jahren, von denen mehr als 10 % angaben, in der Vergangenheit Mammographieter- mine wegen der Unannehmlichkeiten beim Röntgen versäumt zu haben, wurden in mehrere Gruppen unterteilt, wobei eine erste Gruppe ein Placebo-Gel, die zweite Gruppe ein Lidocain-Gel (mit einem Gehalt an Lidocain von 5 Gew.-%, bezogen auf das Gel) sowie weitere Gruppen jeweils eine Kombination des zuvor beschriebenen Lidocain-Gels mit einem Analgetikum auf Basis von Ibuprofen oder Paracetamol (jeweils topisch oder systemisch) erhielten. Die Frauen trugen das Gel bzw. die Gele 30 bis 90 min vor der Untersuchung selbst auf bzw. nahmen - sofern peroral verabreicht - das Analgeti- kum gleichermaßen 30 bis 90 min vor der Untersuchung zu sich. Während bei der Placebo-Gruppe keine signifikante Beeinflussung in bezug auf das Schmerzempfinden bei der mammographischen Untersuchung zu beobachten war, konnte eine deutliche Verbesserung der Schmerzsymptomatik bzw. eine deutliche Verringerung der mit der Untersuchung einhergehenden Unannehm- lichkeiten bei der Gruppe mit dem erfindungsgemäßen Lidocain-Gel ermittelt werden. Die Wirkung konnte durch die zusätzliche Gabe von Ibuprofen bzw. Paracetamol weiter verbessert werden, und zwar sowohl in bezug auf die topische als auch die systemische Verabreichung des jeweiligen Analgetikums.
Die Untersuchungen zeigen insgesamt die hervorragende Wirkung der im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung eingesetzten Zusammensetzung auf Basis eines Lokalanästhetikums, nämlich Lidocain, wobei die Wirkeffizienz durch die gezielte Kombination mit mindestens einem Analgetikum noch weiter verbessert werden kann. Nebenwirkungen wurden im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen nicht beobachtet.
Next Patent: METHOD OF FABRICATING A BACK-ILLUMINATED IMAGE SENSOR
