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Title:
LOCKING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/053135
Kind Code:
A1
Abstract:
A locking device, in particular a lock cylinder, comprises a basic body which has a core receptacle; a cylinder core which is accommodated in the core receptacle of the basic body so as to be rotatable about an axis of rotation and which has a keyway for a key assigned to the locking device; and a plurality of tumblers which project partially into the keyway and are designed to block the cylinder core in a normal position of the cylinder core against a rotation from the normal position if they are not arranged, in particular by the assigned key, in a configuration in which they free the cylinder core. The cylinder core has a movably mounted blocking element which is prestressed radially outwards with respect to the axis of rotation and which is designed to be held in a neutral position by the assigned key counter to the prestress. On an inner lateral surface of the core receptacle there is formed a stop portion which defines a limit position of the cylinder core that is different from the normal position and up to which the cylinder core, in the freeing configuration of the tumblers, is freely rotatable starting from the normal position, and in which the blocking element, if it is not situated in the neutral position, butts against the stop portion in order to block a rotation of the cylinder core over and beyond the limit position.

Application Number:
EP2018/074764
Publication Date:
March 21, 2019
Filing Date:
September 13, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ABUS PFAFFENHAIN GMBH (Altenhofer Weg 25, Wetter, 58300, DE)
International Classes:
E05B27/00; E05B19/00; E05B47/00
Domestic Patent References:
WO2016098133A12016-06-23
WO2007144093A12007-12-21
Foreign References:
DE102010012261A12011-09-22
EP2886754A22015-06-24
US3974670A1976-08-17
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
MANITZ FINSTERWALD PATENT- UND RECHTSANWALTSPARTNERSCHAFT MBB (Postfach 31 02 20, München, 80102, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Schließvorrichtung (1 1 ), insbesondere Schließzylinder, mit einem Grundkörper (13), der eine Kernaufnahme (15) aufweist, mit einem Zylinderkern (17), der um eine Rotationsachse (R) drehbar in der Kernaufnahme (15) des Grundkörpers (13) aufgenommen ist und einen Schlüsselkanal (19) für einen der Schließvorrichtung (1 1 ) zugeordneten Schlüssel (27) aufweist, und mit mehreren Zuhaltungen (21 ), die teilweise in den Schlüsselkanal (19) hineinragen und dazu ausgebildet sind, den Zylinderkern (17) in einer Normalstellung des Zylinderkerns (17) gegen ein Drehen aus der Normalstellung zu sperren, sofern sie nicht, insbesondere durch den zugeordneten Schlüssel (27), in einer den Zylinderkern (17) freigebenden Konfiguration angeordnet sind,

wobei der Zylinderkern (17) ein beweglich gelagertes und bezüglich der Rotationsachse (R) radial nach außen vorgespanntes Sperrelement (33) aufweist, das dazu ausgebildet ist, von dem zugeordneten Schlüssel (27) entgegen der Vorspannung in einer Neutralstellung gehalten zu werden, wobei an einer inneren Mantelfläche der Kernaufnahme (15) ein Anschlagabschnitt (51 ) ausgebildet ist, durch den eine von der Normalstellung verschiedene Grenzstellung des Zylinderkerns (17) definiert wird, bis zu welcher der Zylinderkern (17) in der freigebenden Konfiguration der Zuhaltungen (21 ) ausgehend von der Normalstellung frei drehbar ist und in welcher das Sperrelement (33), sofern es sich nicht in der Neutralstellung befindet, an dem Anschlagabschnitt (51 ) anschlägt, um ein Drehen des Zylinderkerns (17) über die Grenzstellung hinaus zu sperren.

2. Schließvorrichtung nach Anspruch 1 ,

wobei das Sperrelement (33) dazu ausgebildet ist, von dem zugeordneten Schlüssel (27) durch magnetische Anziehung in der Neutralstellung gehal- ten zu werden.

Schließvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

wobei an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme (15) ein Halteabschnitt (53) ausgebildet ist, der das Sperrelement (33) bei Normalstellung des Zylinderkerns (17) entgegen der Vorspannung in der Neutralstellung hält.

Schließvorrichtung nach Anspruch 3,

wobei an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme (15) zwischen dem Anschlagabschnitt (51 ) und dem Halteabschnitt (53) ein Übergangsabschnitt (55) ausgebildet ist, entlang dessen sich der Radius der Kernaufnahme (15) bezüglich der Rotationsachse (R) ausgehend vom Halteabschnitt (53) bis zu einem an den Anschlagabschnitt (51 ) angrenzenden Vertiefungsabschnitt (57) vergrößert.

Schließvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, wobei an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme (15) ein weiterer Anschlagabschnitt (51 ') ausgebildet ist, der im Vergleich zu dem genannten Anschlagabschnitt (51 ) ausgehend von der Normalstellung des Zylinderkerns (17) in entgegengesetzter Drehrichtung angeordnet ist und durch den eine weitere von der Normalstellung verschiedene Grenzstellung des Zylinderkerns (17) definiert wird, bis zu welcher der Zylinderkern (17) in der freigebenden Konfiguration der Zuhaltungen (21 ) ausgehend von der Normalstellung in die entgegengesetzte Drehrichtung frei drehbar ist und in welcher das Sperrelement (33), sofern es sich nicht in der Neutralstellung be- findet, an dem weiteren Anschlagabschnitt (51 ') anschlägt, um ein Drehen des Zylinderkerns (17) in die entgegengesetzte Drehrichtung über die weitere Grenzstellung hinaus zu sperren.

Schließvorrichtung nach Anspruch 5,

wobei die innere Mantelfläche der Kernaufnahme (15) zumindest in einem bezüglich der Rotationsachse (R) axialen Abschnitt, in dem das Sperrelement (33) angeordnet ist, ausgehend von einem Punkt, auf den das Sperrelement (33) in der Normalstellung des Zylinderkerns (17) weist, zumindest bis zu einerseits dem Anschlagabschnitt (51 ) und andererseits dem weiteren Anschlagabschnitt (51 ') drehrichtungssymmetrisch ausgebildet ist.

Schließvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Schließvorrichtung ein Führungselement (59) umfasst, das in eine an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme (15) vorgesehene Aussparung (61 ) des Grundkörpers (13) eingesetzt ist und den Anschlagabschnitt (51 ) aufweist.

Schließvorrichtung nach Anspruch 7,

wobei die Aussparung (61 ) in einer zu der Rotationsachse (R) tangentialen Richtung einen durchgehend einheitlichen Querschnitt aufweist.

Schließvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Sperrelement (33) eine Stiftform aufweist, die sich entlang einer bezüglich der Rotationsachse (R) radial ausgerichteten Stiftachse erstreckt.

Schließvorrichtung nach Anspruch 9,

wobei das Sperrelement (33) eine gegenüber einer Stirnseite, insbesondere gegenüber zwei bezüglich der Stiftachse entgegengesetzten Stirnseiten, zurückgesetzte Durchmesservergrößerung (37) aufweist. Schließvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Sperrelement (33) und die Zuhaltungen (21 ) derart angeordnet sind, dass sie gewinkelt, insbesondere senkrecht, zueinander beweglich sind.

Schließvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Schlüsselkanal (19) im Wesentlichen die Form eines flachen Quaders mit zwei zueinander entgegengesetzten und zur Rotationsachse (R) parallelen Breitseiten und zwei zueinander entgegengesetzten und zur Rotationsachse (R) parallelen Schmalseiten aufweist,

und wobei das Sperrelement (33) senkrecht zu den Schmalseiten beweglich ist.

Schließvorrichtung nach Anspruch 12,

wobei das Sperrelement (33) in der Neutralstellung an eine der Schmalseiten des Schlüsselkanals (19) angrenzt.

Schlüssel (27) zur Verwendung mit einer Schließvorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,

wobei der Schlüssel (27) dazu ausgebildet ist, wenn er in den Schlüsselkanal (19) des Zylinderkerns (17) der Schließvorrichtung (1 1 ) eingesteckt ist, die Zuhaltungen (21 ) in einer den Zylinderkern (17) für ein Drehen aus der Normalstellung freigebenden Konfiguration anzuordnen sowie das Sperrelement (33) entgegen dessen Vorspannung in dessen Neutralstellung zu halten.

15. Schlüssel nach Anspruch 14,

wobei der Schlüssel (27) einen sich entlang einer Schlüsseleinsteckrichtung erstreckenden Schlüsselschaft (29) aufweist, der einen Permanentmagne- ten (49), insbesondere zwei diametral entgegengesetzt angeordnete Permanentmagnete (49), aufweist, um das Sperrelement (33) des Zylinderkerns (17) der Schließvorrichtung (1 1 ) durch magnetische Anziehung in der Neutralstellung zu halten.

16. Schlüssel nach Anspruch 15,

wobei der Schlüsselschaft (29) im Wesentlichen die Form eines flachen Quaders mit zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Breitseiten und zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Schmalseiten aufweist, und wobei der Permanentmagnet (49) an einer der Schmalseiten angeordnet ist.

17. Schlüssel nach zumindest einem der Ansprüche 14 bis 16,

wobei der Schlüssel (27) einen sich entlang einer Schlüsseleinsteckrichtung erstreckenden Schlüsselschaft (29) aufweist, der im Wesentlichen die Form eines flachen Quaders mit zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Breitseiten und zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Schmalseiten aufweist,

und wobei der Schlüsselschaft (29) an zumindest einer seiner Breitseiten ein mit den Zuhaltungen (21 ) zusammenwirkendes Profil (30) aufweist, durch welches die Zuhaltungen (21 ) in der freigebenden Konfiguration angeordnet werden.

18. Schließsystem umfassend eine Schließvorrichtung (1 1 ) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 13 und einen Schlüssel (27) nach einem der Ansprüche 14 bis 17.

19. Schlüsselrohling zur Herstellung eines Schlüssels (27) nach zumindest einem der Ansprüche 14 bis 17,

mit einem Schlüsselschaft (29), der im Wesentlichen die Form eines flachen Quaders mit zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsselein- Steckrichtung parallelen Breitseiten und zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Schmalseiten aufweist und dazu ausgebildet ist, durch mechanische Bearbeitung mit einem Profil (30) zum Zusammenwirken mit den Zuhaltungen (21 ) einer Schließvorrichtung (1 1 ) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 13 versehen zu werden, wobei in zumindest eine der Schmalseiten ein Permanentmagnet (49) eingesetzt ist.

Description:
Schließvorrichtung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung mit einem Grundkörper, der eine Kernaufnahme aufweist, mit einem Zylinderkern, der um eine Rotationsachse drehbar in der Kernaufnahme des Grundkörpers aufgenommen ist und einen Schlüsselkanal für einen der Schließvorrichtung zugeordneten Schlüssel aufweist, und mit mehreren Zuhaltungen, die teilweise in den Schlüsselkanal hinein- ragen und dazu ausgebildet sind, den Zylinderkern in einer Normalstellung des Zylinderkerns gegen ein Drehen aus der Normalstellung zu sperren, sofern sie nicht, insbesondere durch den zugeordneten Schlüssel, in einer den Zylinderkern freigebenden Konfiguration angeordnet sind. Eine solche Schließvorrichtung kann insbesondere als ein Schließzylinder, etwa zu Verwendung in Türen, ausgebildet sein, wobei es sich dann bei dem Grundkörper um ein Zylindergehäuse für den Zylinderkern handeln kann. Der Grundkörper kann aber beispielsweise auch durch den Schlosskörper eines Schlosses, z.B. eines mobilen Schlosses wie etwa eines Hangschlosses, gebildet werden. Die Schließvorrichtung kann grundsätzlich auch auf sonstige Weise ausgebildet sein, wobei aber jeweils nach demselben Prinzip ein Drehen des Zylinderkerns nur mittels des richtigen Schlüssels möglich ist und ansonsten durch die Zuhaltungen gesperrt wird. Der Zylinderkern muss nicht zwangsläufig eine exakte Zylinderform aufweisen. Vorteilhafterweise ist er aber zumindest im Wesentlichen zylinderförmig, wobei die für ihn im Grundkörper vorgesehene Kernaufnahme eine entsprechende Form aufweist, so dass der Zylinderkern in der Kernaufnahme zuverlässig drehbar gela- gert ist. Die Rotationsachse der Drehbarkeit kann dann insbesondere zugleich einer Zylinderachse und/oder einer Symmetrieachse des Zylinderkerns bzw. der Kernaufnahme entsprechen. Der Schlüsselkanal erstreckt sich vorteilhafterweise parallel zur Rotationsachse, und insbesondere verläuft die Rotationsachse durch den Schlüsselkanal, so dass der zugeordnete Schlüssel, wenn er in den Schlüsselkanal eingesteckt ist, zusammen mit dem Zylinderkern um eine eigene Achse gedreht werden kann.

Die genannte Normalstellung des Zylinderkerns der Schließvorrichtung ist eine Drehstellung, in welcher der Zylinderkern durch die Zuhaltungen gegen ein Drehen gesperrt werden kann, nämlich insbesondere dann, wenn nicht der zugeordnete Schlüssel im Schlüsselkanal steckt. Grundsätzlich kann es mehrere solcher Drehstellungen geben. Insbesondere kann der Zylinderkern ausgehend von der genannten Normalstellung nach einer vollen Umdrehung um die Rotationsachse erneut eine solche Drehstellung einnehmen, wobei diese Drehstellung aber nicht als eine weitere Normalstellung, sondern als dieselbe Normalstellung betrachtet wird. Da sich durch eine oder mehrere volle Umdrehungen des Zylinderkerns ein Verriegelungszustand der Schließvorrichtung ändern kann, ist die Normalstellung folglich nicht auf einen bestimmten Verriegelungszustand festgelegt. Beispielswei- se kann der jeweilige Gegenstand, an dem die Schließvorrichtung vorgesehen ist, z.B. eine Tür, in der Normalstellung des Zylinderkerns durch die Schließvorrichtung zunächst verriegelt sein und nach einer oder mehreren vollständigen Umdrehungen des Zylinderkerns in der dann erneut eingenommenen Normalstellung entriegelt sein. Es besteht also nicht zwingend ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Normalstellung und dem Verriegelungszustand der Schließvorrichtung.

Der Zylinderkern ist relativ zum Grundkörper zwar grundsätzlich drehbar. Allerdings kann in der Normalstellung diese Drehbarkeit durch die Zuhaltungen zu- nächst verhindert werden. Die Zuhaltungen können beispielsweise als Stiftzuhal- tungen oder als Plättchenzuhaltungen ausgebildet sein und sind zweckmäßiger- weise in eine Stellung vorgespannt, in der sie sich derart über die Grenzfläche zwischen dem Grundkörper und dem Zylinderkern hinweg erstrecken, dass sie dadurch den Zylinderkern gegen ein Drehen relativ zu dem Grundkörper sperren.

Um diese Sperrung aufzuheben, müssen die Zuhaltungen dann in einer den Zylinderkern freigebenden Konfiguration angeordnet werden, d.h. dass jede der mehreren Zuhaltungen jeweils in gerade diejenige Position bewegt wird, in der sie den Zylinderkern nicht länger gegenüber dem Grundkörper sperrt, wobei diese Positi- on für verschiedene Zuhaltungen verschieden sein kann. Für das Entsperren ist es daher erforderlich die freigebende Konfiguration zu kennen, d.h. zu wissen, welche Zuhaltung wie positioniert werden muss. Diese Information ist in dem der Schließvorrichtung zugeordneten Schlüssel insofern codiert, als der Schlüssel, insbesondere ein an einem Schlüsselschaft des Schlüssels vorgesehenes Profil, die Zuhaltungen gegebenenfalls entgegen einer Vorspannung in ihre jeweilige freigebende Stellung drängt, wenn der Schlüssel in den Schlüsselkanal des Zylinderkerns korrekt eingesteckt ist.

Die Sicherheit der jeweiligen Schließvorrichtung hängt daher unter anderem davon ab, wie leicht die Zuhaltungen auch auf andere Weise als durch den der Schließvorrichtung zugeordneten Schlüssel - z.B. durch sogenanntes Setzen der Zuhaltungen mittels Lockpicking-Werkzeugen oder mittels eines nachgebildeten

Schlüssels - in die freigebende Konfiguration versetzt werden können. Um ein derartiges irreguläres Entsperren des Zylinderkerns zu verhindern ist es daher vorteilhaft, zusätzliche Sicherungsmechanismen vorzusehen, die jedoch die Betätigung der Schließvorrichtung nach Möglichkeit nicht verkomplizieren sollen.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Schließvorrichtung der eingangs genannten Art, einen Schlüssel für eine solche Schließvorrichtung, ein Schließsystem, das eine solche Schließvorrichtung und einen solchen Schlüssel umfasst, bzw. einen Schlüsselrohling zur Herstellung eines solchen Schlüssels bereitzustellen, die einen verbesserten Schutz gegen irreguläres Entsperren bieten und dabei eine einfache und komfortable Betätigung ermöglichen. Die Aufgabe wird gelöst durch eine Schließvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , durch einen Schlüssel mit den Merkmalen des Anspruchs 14, durch ein Schließsystem mit den Merkmalen des Anspruch 18 bzw. durch einen Schlüsselrohling mit den Merkmalen des Anspruchs 19. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung sowie den Figuren.

Bei der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung weist der Zylinderkern ein beweglich gelagertes und bezüglich der Rotationsachse radial nach außen vorgespanntes Sperrelement auf, das dazu ausgebildet ist, von dem zugeordneten Schlüssel entgegen dieser Vorspannung in einer Neutralstellung gehalten zu werden. Insbesondere können das Sperrelement und der Zylinderkern, an dem es gelagert ist, zu gemeinsamer Drehung um die Rotationsachse miteinander verbunden sein, so dass das Sperrelement nicht ohne den Zylinderkern und der Zylinderkern nicht ohne das Sperrelement gedreht werden kann. Somit kann der Zylinderkern gegen ein Drehen gesperrt werden, indem die Bewegungsbahn, die das Sperrelement bei einer Drehung des Zylinderkerns durchläuft, versperrt wird. Da das Sperrelement beweglich an dem Zylinderkern gelagert ist, hängt die jeweils durchlaufene Bewegungsbahn von der jeweiligen Stellung des Sperrelements ab, so dass die Drehung des Zylinderkerns in Abhängigkeit von der Stellung des Sperrelements gesperrt werden kann.

Das Sperrelement ist radial nach außen vorgespannt, also in eine Stellung, in der es sich so weit wie innerhalb seiner Beweglichkeit aktuell jeweils möglich radial von der Rotationsachse weg erstreckt. Das Sperrelement ist dabei vorzugsweise zumindest im Wesentlichen linear versetzbar an dem Zylinderkern gelagert, wobei die Richtung der Beweglichkeit insbesondere zumindest im Wesentlichen radial zur Rotationsachse ausgerichtet ist, also die Rotationsachse schneidet. Grundsätzlich kann das Sperrelement aber auch davon abweichend ausgerichtet und/oder auch auf andere Weise beweglich, z.B. schwenkbar oder drehbar, an dem Zylinderkern gelagert sein, wobei das Sperrelement dann insofern radial nach außen vorgespannt ist, als es in Richtung einer Stellung vorgespannt ist, in der ein radial von der Rotationsachse entferntester Punkt des Sperrelements möglichst weit von der Rotationsachse entfernt ist. Entgegen dieser Vorspannung kann das Sperrelement in einer Neutralstellung gehalten werden. In der Neutralstellung erstreckt sich das Sperrelement also bezüglich der Rotationsachse radial nicht so weit nach außen wie in Stellungen, in die das Sperrelement demgegenüber vorgespannt ist und die es daher einnimmt, wenn es nicht in der Neutralstellung gehalten wird, also insbesondere dann, wenn der Zylinderkern ohne Schlüssel oder mit einem falschen Schlüssel betätigt wird.

In der Neutralstellung kann das Sperrelement insbesondere derart angeordnet sein, dass es in radialer Richtung nicht über den Zylinderkern vorsteht, sondern insbesondere bündig mit einer Mantelfläche des Zylinderkerns abschließt. Wenn es nicht in dieser Neutralstellung gehalten wird, wird das Sperrelement dann infolge der Vorspannung in eine Stellung versetzt, in der es über den Zylinderkern vorsteht. Die Neutralstellung muss dabei nicht zwangsläufig eine einzelne radiale Stellung des Sperrelements bezeichnen, sondern kann auch alle diejenigen Stellungen des Sperrelements umfassen, in denen das Sperrelement radial nach au- ßen nicht weiter als bis zu einer bestimmten Randstellung, beispielsweise derjenigen Stellung, in der es bündig mit einer Mantelfläche des Zylinderkerns abschließt, angeordnet ist.

Das Sperrelement ist speziell dazu ausgebildet, insbesondere durch den zugeord- neten Schlüssel, in dieser Neutralstellung gehalten zu werden. Die Wechselwir- kung zwischen dem Schüssel und dem Sperrelement, durch die das Halten erreicht wird, kann grundsätzlich auf verschiedenartige Weisen erfolgen, z.B. mechanisch oder bevorzugt magnetisch (wie nachfolgend noch erläutert wird). Vorzugsweise ist die Wechselwirkung derart, dass möglichst nicht oder nur mit mög- liehst großem Aufwand auch auf andere Weise als mit dem zugeordneten Schlüssel ein Halten des Sperrelement in der Neutralstellung entgegen der Vorspannung erreicht werden kann und dass ein Kopieren des Schlüssels hinsichtlich dieser Funktion ebenfalls möglichst nicht oder nur mit möglichst großem Aufwand zu bewerkstelligen ist. Auf diese Weise kann durch das Sperrelement ergänzend zur Sperrung des Zylinderkerns durch die Zuhaltungen eine zusätzliche Sicherung gegen ein irreguläres Drehen des Zylinderkerns verwirklicht werden, wodurch die Sicherheit der Schließvorrichtung verbessert wird. Da für das Anordnen der Zuhaltungen in die freigebende Konfiguration derselbe Schüssel verwendet werden kann wie für das Halten des Sperrelements in der Neutralstellung, ergibt sich für einen Nutzer der Schließvorrichtung trotz der zusätzlichen Sicherung vorteilhafterweise kein zusätzlicher Aufwand bei der Betätigung der Schließvorrichtung.

Das zusätzliche Sperren des Zylinderkerns durch das genannte Sperrelement erfolgt im Zusammenwirken des Sperrelements mit einem an einer inneren Mantel- fläche der Kernaufnahme ausgebildeten Anschlagabschnitt und zwar in Abhängigkeit davon, ob das Sperrelement in der Neutralstellung gehalten wird oder infolge der Vorspannung über die Neutralstellung hinaus nach radial außen versetzt ist. Die innere Mantelfläche der Kernaufnahme kann insbesondere durch eine, vorzugsweise zylindermantelförmige, Innenwand der Kernaufnahme gebildet werden, an der der Zylinderkern mit einer äußeren Mantelfläche anliegt bzw. beim Drehen entlanggleitet. Der Anschlagabschnitt kann beispielsweise durch eine Stufe in der genannten Mantelfläche gebildet werden, an der sich der Radius der Mantelfläche sprunghaft ändert. Die Mantelfläche kann beispielsweise einen Vertiefung aufweisen, die in Umfangsrichtung an zumindest zu einer Seite durch eine solche Stufe begrenzt wird. Durch den genannten Anschlagabschnitt wird dabei eine Grenzstellung des Zylinderkerns definiert, bis zu welcher der Zylinderkern in der freigebenden Konfiguration der Zuhaltungen ausgehend von der Normalstellung frei drehbar ist und in welcher das Sperrelement, sofern es sich nicht in der Neutralstellung befindet, sondern insbesondere über die Neutralstellung radial nach außen vorsteht, an dem Anschlagabschnitt anschlägt, um ein Drehen des Zylinderkerns über die Grenzstellung hinaus zu sperren. Bei der Grenzstellung handelt es sich somit um eine weitere, von der Normalstellung verschiedene Drehstellung des Zylinder- kerns. Die Grenzstellung kann ausgehend von der Normalstellung beispielsweise durch eine Drehung des Zylinderkerns um die Rotationsachse um zumindest etwa 5°, vorzugsweise um zumindest etwa 10°, insbesondere um zumindest etwa 20°, eingenommen werden. Von der Normalstellung in die Grenzstellung ist der Zylinderkern in der freigebenden Konfiguration der Zuhaltungen frei drehbar. Mit anderen Worten ist für ein Drehen des Zylinderkerns aus der Normalstellung zwar Voraussetzung, dass die Zuhaltungen in der freigebenden Konfiguration angeordnet sind; wenn dies aber der Fall ist, kann der Zylinderkern in zumindest eine Drehrichtung bis in die Grenzstellung gedreht werden und zwar unabhängig davon, ob das Sperrelement in der Neutralstellung gehalten wird oder nicht. In der Grenzstellung hängt es dann allerdings von der Stellung des Sperrelements ab, ob das Sperrelement an dem Anschlagabschnitt vorbeigeführt und der Zylinderkern somit über die Grenzstellung hinaus gedreht werden kann oder aber ob das Sperrelement an dem An- schlagabschnitt anschlägt und der Zylinderkern dadurch an einem Drehen über die Grenzstellung hinaus gehindert wird. Nur dann, wenn sich das Sperrelement trotz der Vorspannung in der Neutralstellung befindet, kann es an dem Anschlagabschnitt vorbeigeführt werden. Andernfalls, also wenn es sich über die Neutralstellung hinaus radial nach außen erstreckt, schlägt das Sperrelement an dem Anschlagabschnitt an. Somit ist der Zylinderkern auch dann noch, wenn es jemandem gelingen sollte, die Zuhaltungen in der freigebenden Konfiguration anzuordnen, zumindest gegen ein Drehen über die genannte Grenzstellung hinaus gesichert. Dabei wird der Zylin- derkern durch das Sperrelement aber nicht in der Ausgangsstellung, nämlich der Normalstellung, gesperrt, sondern ist bis zur Grenzstellung frei drehbar. Das hat beispielsweise den Vorteil, dass auf diese Weise ein kopierter Schlüssel erkannt werden kann, der zwar eine zum Versetzen der Zuhaltungen in die freigebende Konfiguration geeignete Profilierung aufweist, im Unterschied zum originalen, der Schließvorrichtung zugeordneten Schlüssel aber nicht über die erforderlichen

Merkmale verfügt, die für das Halten des Sperrelements in der Neutralstellung erforderlich sind. Denn während der Zylinderkern mit dem korrekten Schlüssel über die Grenzstellung hinaus gedreht werden kann und ohne bzw. mit einem insgesamt falschen Schlüssel schon gar nicht aus der Normalstellung gedreht werden kann, ist mittels eine solchen kopierten Schlüssels ein Drehen aus der Normalstellung zwar möglich, jedoch nur bis zur Grenzstellung.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Sperrelement dazu ausgebildet, von dem zugeordneten Schlüssel durch magnetische Anziehung in der Neut- ralstellung gehalten zu werden. Insbesondere kann das Sperrelement oder zumindest ein Teil davon ein weichmagnetisches Material aufweisen, das durch einen im Schlüssel an geeigneter Stelle, insbesondere an einem Schlüsselschaft des Schlüssels, vorgesehenen Permanentmagneten angezogen werden kann. Durch dieses magnetische Zusammenwirken kann das Sperrelement dann in der Neut- ralstellung gehalten werden, solange der Schlüssel in den Schlüsselkanal eingesteckt ist. Andernfalls jedoch wird das Sperrelement nicht in der Neutralstellung gehalten, so dass es in der Grenzstellung an dem Anschlagabschnitt nicht vorbeigeführt werden kann. Bei einer solchen Ausführungsform ist somit eine auf das Sperrelement wirkende und hinsichtlich des Orts und der Richtung definierte magnetische Anziehung Voraussetzung dafür, den Zylinderkern über die Grenzstellung hinaus drehen zu können. Eine solche magnetische Anziehung des Sperrelements kann mittels Lockpicking-Werkzeugen nicht in einfacher Weise nachgestellt werden. Zudem weisen Schlüsselrohlinge, die zum Kopieren von Schlüsseln verwendet werden, in der Regel keine magnetischen Elemente zur Erzeugung einer definierten magnetischen Anziehung auf. Grundsätzlich können zwar auch kopierte Schlüssel mit Permanentmagneten versehen werden. Dadurch erhöht sich jedoch der Aufwand für die Fertigung der Kopie erheblich. Daher kann durch diese Ausführungsform die Sicherheit der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung vor irregulärer Betätigung noch weiter erhöht werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist an der inneren Mantelflä- che der Kernaufnahme ein Halteabschnitt ausgebildet, der das Sperrelement bei Normalstellung des Zylinderkerns entgegen der auf das Sperrelement wirkenden Vorspannung in der Neutralstellung hält. Bei einer solchen Ausführungsform befindet sich das Sperrelement also nicht nur dann in der Neutralstellung, wenn der der Schließvorrichtung zugeordnete Schlüssel in den Schlüsselkanal eingesteckt ist und das Sperrelement, insbesondere durch magnetische Anziehung, in der Neutralstellung hält, sondern unabhängig von dem Schlüssel auch jeweils dann, wenn sich der Zylinderkern in der Normalstellung befindet, in der er dann durch den genannten Halteabschnitt der Kernaufnahme in der Neutralstellung gehalten wird.

Das hat den Vorteil, dass sich beim Einstecken des zugeordneten Schlüssels in den Schlüsselkanal das Sperrelement bereits in der Neutralstellung befindet und daher nicht erst, z.B. von dem Schlüssel, in die Neutralstellung versetzt werden muss, um anschließend von dem eingesteckten Schlüssel in der Neutralstellung gehalten zu werden. Insbesondere wenn das Sperrelement dazu ausgebildet ist, von dem zugeordneten Schlüssel durch magnetische Anziehung in der Neutralstellung gehalten zu werden, braucht ein an dem Schlüssel dazu vorgesehener Permanentmagnet somit nicht unbedingt so stark zu sein, dass er das Sperrelement über einen gewissen Abstand hinweg aus einer radial weiter von der Rotati- onsachse entfernten Stellung näher zu sich in die Neutralstellung ziehen kann. Vielmehr reicht es, wenn der Permanentmagnet gerade stark genug ist, das bereits in der Neutralstellung befindliche Sperrelement in der Neutralstellung zu halten. Vorzugsweise ist das Sperrelement ferner so angeordnet, dass es in der Neutralstellung an den in dem Schlüsselkanal eingesteckten Schlüssel zumindest im Wesentlichen unmittelbar angrenzt, so dass ein dort vorgesehener Permanentmagnet lediglich eine vergleichsweise kurze Reichweite aufzuweisen muss, um mit dem Sperrelement zuverlässig magnetisch zusammenwirken zu können.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der vorstehenden Ausführungsform ist an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme zwischen dem Anschlagabschnitt und dem Halteabschnitt ein Übergangsabschnitt ausgebildet, entlang dessen sich der Radius der Kernaufnahme bezüglich der Rotationsachse ausgehend vom Halteabschnitt bis zu einem an den Anschlagabschnitt angrenzenden Vertiefungsabschnitt vergrößert. Wenn das Sperrelement nicht durch den zugeordneten Schlüs- sei in der Neutralstellung gehalten wird, kann das Sperrelement, das in der Normalstellung durch seine Vorspannung gegen den Halteabschnitt gedrängt wird, somit beim Drehen des Zylinderkerns aus der Normalstellung in Richtung der Grenzstellung an dem Übergangsabschnitt entlang geführt werden. Dabei nimmt das Sperrelement infolge der Vorspannung jeweils diejenige radiale Stellung ein, in der es bei der jeweiligen Drehstellung an einem entsprechenden Punkt des Übergangsabschnitts anliegt.

Der radiale Höhenverlauf des Übergangsabschnitts in Umfangsrichtung definiert dabei die radiale Stellung des Sperrelements in Abhängigkeit von der jeweiligen Drehstellung des Zylinderkerns auf dessen Weg von der Normalstellung in die Grenzstellung bzw. umgekehrt von der Grenzstellung in die Normalstellung. In der Normalstellung wird das Sperrelement dabei durch den Halteabschnitt in der Neutralstellung gehalten, wohingegen das Sperrelement in der Grenzstellung an dem an den Anschlagabschnitt angrenzenden Vertiefungsabschnitt anliegt, der einen im Vergleich zum Halteabschnitt größeren Radius aufweist, so dass das Sperrelement in der Grenzstellung des Zylinderkerns über die Neutralstellung radial nach außen vorsteht. Zwischen dem Halteabschnitt und dem Vertiefungsabschnitt ändert sich der Radius der Kernaufnahme, d.h. der radiale Höhenverlauf des Übergangsabschnitts, vorzugsweise kontinuierlich, weist also keine sprunghaften Übergänge auf, so dass das Sperrelement entlang des gesamten Verlaufs des Übergangsabschnitts ungehindert entlanggeführt werden kann. Bevorzugt nimmt der Radius dabei von dem Halteabschnitt bis zu dem Vertiefungsabschnitt monoton, wenn auch nicht unbedingt streng monoton, zu, wobei diese Zunahme nicht unbedingt gleichmäßig sein muss, sondern z.B. auch ein gebogener Verlauf mög- lieh ist.

Ein solcher Übergangsabschnitt kann als eine Art Rampe fungieren, durch die das Sperrelement automatisch entgegen seiner Vorspannung in seine Neutralstellung gedrängt wird, wenn der Zylinderkern aus der Grenzstellung in die Normalstellung gedreht wird. Das hat den Vorteil, dass bei einer Betätigung des Zylinderkerns mittels eines Schlüssels oder Werkzeugs, das nicht geeignet ist, das Sperrelement in der Neutralstellung zu halten, der Zylinderkern dennoch aus der Grenzstellung in die Normalstellung zurückgedreht werden kann, obwohl diese aufgrund des Halteabschnitts voraussetzt, dass sich das Sperrelement in seiner Neutralstellung befindet. Wäre hingegen zwischen einem an den Anschlagabschnitt angrenzenden Vertiefungsabschnitt und dem Halteabschnitt kein solcher Übergangsabschnitt, sondern etwa eine Stufe vorgesehen, könnte das Sperrelement an dieser Stufe nicht vorbeigeführt werden, so dass der Zylinderkern in der Grenzstellung oder einem daran angrenzenden Drehwinkelbereich gefangen wäre. Da ein sol- eher Fall nicht nur bei einer irregulären Betätigung der Schließvorrichtung, son- dem etwa auch dann eintreten könnte, wenn die Magnetisierung des der Schließvorrichtung zugeordneten Schlüssels nachlässt, ist es zweckmäßig, eine solche kaum wieder zu lösende Blockierung des Zylinderkerns in einer von der Normalstellung abweichenden Drehstellung auf die beschriebene Weise konstruktiv aus- zuschließen.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme ein weiterer Anschlagabschnitt ausgebildet, der im Vergleich zu dem genannten Anschlagabschnitt ausgehend von der Normalstellung des Zylinderkerns in entgegengesetzter Drehrichtung angeordnet ist und durch den eine weitere von der Normalstellung verschiedene Grenzstellung des Zylinderkerns definiert wird, bis zu welcher der Zylinderkern in der freigebenden Konfiguration der Zuhaltungen ausgehend von der Normalstellung in die entgegengesetzte Drehrichtung frei drehbar ist und in welcher das Sperrelement, sofern es sich nicht in der Neutralstellung befindet, sondern insbesondere über die Neutralstellung radial nach außen vorsteht, an dem weiteren Anschlagabschnitt anschlägt, um ein Drehen des Zylinderkerns in die entgegengesetzte Drehrichtung über die weitere Grenzstellung hinaus zu sperren. Durch einen solchen weiteren Anschlagabschnitt können die bezüglich des anderen Anschlagabschnitts genann- ten Funktionen und Vorteile ausgehend von der Normalstellung nicht lediglich in eine Drehrichtung erreicht werden, sondern in entsprechender Weise auch in die entgegengesetzte Drehrichtung.

Insbesondere kann dabei die innere Mantelfläche der Kernaufnahme - zumindest in einem bezüglich der Rotationsachse axialen Abschnitt, in dem das Sperrelement angeordnet ist - ausgehend von einem Punkt, auf den das Sperrelement in der Normalstellung des Zylinderkerns weist, zumindest bis zu einerseits dem Anschlagabschnitt und andererseits dem weiteren Anschlagabschnitt drehrichtungs- symmetrisch ausgebildet sein. Auf diese Weise ist die Betätigung der Schließvor- richtung unabhängig von der Drehrichtung jeweils gleichartig. Der genannte Punkt bezüglich dessen die innere Mantelfläche der Kernaufnahme drehrichtungssym- metrisch ausgebildet ist, kann insbesondere dem Mittelpunkt des genannten Halteabschnitts in Umfangsrichtung entsprechen. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Schließvorrichtung ein Führungselement, das in eine an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme vorgesehene Aussparung des Grundkörpers eingesetzt ist und den Anschlagabschnitt aufweist. Sofern auch ein weiterer Anschlagabschnitt, ein Halteabschnitt und/oder ein Übergangsabschnitt vorgesehen sind, weist das Führungs- element vorzugsweise auch eines oder mehrere dieser Elemente auf. Mit anderen Worten ist der Anschlagabschnitt bei dieser Ausführungsform nicht direkt in dem Grundkörper, sondern in einem davon separaten Führungselement ausgebildet, das allerdings an dem Grundkörper befestigt ist. Durch entsprechende Anordnung des Führungselements kann dieses somit zumindest teilweise selbst einen Teil der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme bilden. Eine solche Ausführungsform hat beispielsweise den Vorteil, dass das Führungselement, das mit dem Sperrelement zusammenwirkt, aus einem anderen Material gebildet sein kann als der Grundkörper, insbesondere einem Material, das speziell für die Funktion des Führungselements geeignet sein kann. Ferner kann somit durch Einbringen einer ent- sprechenden Aussparung und Einsetzen des Führungselements in die Aussparung der Grundkörper einer herkömmlichen Schließvorrichtung in erfindungsgemäßer Weise nachgerüstet werden.

Bei einer solchen Ausführungsform ist es ferner bevorzugt, dass die genannte Aussparung in einer zu der Rotationsachse tangentialen Richtung einen durchgehend einheitlichen Querschnitt aufweist, d.h. dass der Querschnitt in der genannten tangentialen Richtung betrachtet zumindest im Wesentlichen konstant ist. Insbesondere kann sich die Aussparung tangential zur Rotationsachse von außerhalb des Grundkörpers in den Grundkörper hinein erstrecken, so dass das Führungs- element, das vorteilhafterweise einen entsprechenden Querschnitt aufweist, ent- lang dieser Erstreckung in die Aussparung eingesetzt werden kann. Die Aussparung verläuft dann von einer Außenseite des Grundkörpers zumindest bis zur inneren Mantelfläche der Kernaufnahme oder an dieser entlang, so dass das eingesetzte Führungselement mit dem Sperrelement des in die Kernaufnahme einge- setzten Zylinderkerns zusammenwirken kann. Vorzugsweise erstreckt sich die Aussparung vollständig durch den Grundkörper hindurch, so dass das Führungselement wahlweise an einem von zwei entgegengesetzten Enden der Aussparung von außerhalb des Grundkörpers in die Aussparung eingesetzt werden kann. Das Vorsehen einer tangentialen Aussparung mit durchgehend einheitlichem Querschnitt hat nicht nur Vorteile beim Zusammenbau der Schließvorrichtung, sondern auch bei der Fertigung des Grundkörpers, da die Aussparung auf diese Weise durch einen Räumvorgang von außerhalb des Grundkörpers in den Grundkörper eingebracht werden kann. Grundsätzlich kommt aber alternativ auch eine andersartige Ausbildung der Aussparung in Betracht. Beispielsweise kann die Aussparung auch von innerhalb der Kernaufnahme, z.B. als Taschenfräsung, in den Grundkörper eingebracht werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Sperrelement eine Stiftform auf, die sich entlang einer bezüglich der Rotationsachse radial ausgerichteten Stiftachse erstreckt, wobei die Stiftform insbesondere symmetrisch zur Stiftachse ausgebildet sein kann. Vorteilhafterweise ist die Stiftachse radial zur Rotationsachse ausgerichtet und schneidet die Rotationsachse folglich. Des Weiteren ist es bevorzugt, dass das Sperrelement linear entlang seiner Stiftachse beweglich an dem Zylinderkern gelagert ist.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform weist das Sperrelement eine gegenüber einer Stirnseite, insbesondere gegenüber zwei bezüglich der Stiftachse entgegengesetzten Stirnseiten, zurückgesetzte Durchmesserver- größerung auf. Die jeweilige Stirnseite ist insbesondere senkrecht zur genannten Stiftachse ausgerichtet. Die Durchmesservergrößerung weist vorzugsweise einen gegenüber einem angrenzenden Abschnitt des Sperrelements stufenartig vergrößerten Durchmesser auf, so dass dadurch eine, insbesondere umlaufende, Schulter entsteht. Auf der zur Rotationsachse hin weisenden Seite der Durchmesser- Vergrößerung kann eine solche Schulter als Angriffspunkt für eine Vorspannvorrichtung, z.B. eine Schraubenfeder, dienen, welche das Sperrelement aus der Neutralstellung nach radial außen vorspannt. Auf der von der Rotationsachse weg weisenden Seite der Durchmesservergrößerung kann eine solche Schulter mit dem Anschlagabschnitt zusammenwirken, so dass die Schulter mit einer konka- ven Kante auf eine konvexe Kante des Anschlagabschnitts trifft, wenn der Zylinderkern in die Grenzstellung gedreht wird und das Sperrelement nicht in der Neutralstellung gehalten wird. Dadurch kann ein besonders stabiles zusammenwirken des Sperrelements mit dem Anschlagabschnitt erreicht werden. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind das Sperrelement und die Zuhaltungen derart angeordnet, dass sie gewinkelt, insbesondere senkrecht, zueinander beweglich sind. Dabei weisen die Bewegungsrichtungen der Zuhaltungen einerseits und des Sperrelements andererseits vorzugsweise einen Winkel von zumindest etwa 30°, bevorzugt von zumindest etwa 45°, besonders bevorzugt etwa 90°, auf. Eine solche gewinkelte, insbesondere senkrechte, Anordnung erschwert das Nachschließen der Schließvorrichtung mittels Lockpicking-Werkzeu- gen, da das Sperrelement und die Zuhaltungen in unterschiedliche Richtungen betätigt werden müssen. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Schlüsselkanal im Wesentlichen die Form eines flachen Quaders mit zwei zueinander entgegengesetzten und zur Rotationsachse parallelen Breitseiten und zwei zueinander entgegengesetzten und zur Rotationsachse parallelen Schmalseiten auf, wobei das Sperrelement senkrecht zu den Schmalseiten beweglich ist. Es versteht sich, dass dabei die Schmalseiten eine geringere Breite aufweisen als die Breitseiten. Bei einer solchen Anordnung des Sperrelements kann dieses insbesondere mit einer entsprechenden Schmalseite eines entsprechend quaderförmigen Schlüsselschafts des zugeordneten Schlüssels zusammenwirken. Dabei ist es ferner bevorzugt, dass das Sperrelement in der Neutralstellung an eine der Schmalseiten des Schlüsselkanals angrenzt. Beispielsweise kann das Sperrelement in der Neutralstellung mit einer Stirnseite, insbesondere einer der vorstehend genannten Stirnseiten, im Wesentlichen bündig an die Schmalseite angrenzen. Allgemein ist es vorteilhaft, wenn das Sperrelement in der Neutralstel- lung, möglichst unmittelbar, an den Schlüsselkanal angrenzt und somit an einen in den Schlüsselkanal eingesteckten Schlüssel angrenzen kann, so dass dadurch ein das Sperrelement in der Neutralstellung haltendes Zusammenwirken des zugeordneten Schlüssels mit dem Sperrelement vereinfacht wird. Insbesondere kann das Sperrelement über eine solche kurze Distanz in zuverlässiger Weise von dem Schlüssel mittels magnetischer Anziehung in der Neutralstellung gehalten werden, ohne dass dazu ein besonders starker Permanentmagnet an dem Schlüssel vorgesehen werden müsste. Auch ein Nachlassen der Magnetisierung kann bei kurzen Distanzen weniger problematisch sein. Der erfindungsgemäße Schlüssel ist zur Verwendung mit einer erfindungsgemäßen Schließvorrichtung, insbesondere einer Schließvorrichtung gemäß einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen, sowie ferner dazu ausgebildet, wenn er in den Schlüsselkanal des Zylinderkerns der Schließvorrichtung eingesteckt ist, zum einen die Zuhaltungen in einer den Zylinderkern für ein Drehen aus der Normalstellung freigebenden Konfiguration anzuordnen sowie zum anderen das Sperrelement entgegen dessen Vorspannung in dessen Neutralstellung zu halten.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Schlüssel einen sich ent- lang einer Schlüsseleinsteckrichtung erstreckenden Schlüsselschaft auf, der einen Permanentmagneten aufweist, um das Sperrelement des Zylinderkerns der Schließvorrichtung durch magnetische Anziehung in der Neutralstellung zu halten. Der Schlüssel kann insbesondere zwei diametral entgegengesetzt angeordnete Permanentmagnete aufweisen, so dass der Schlüssel als Wendeschlüssel in zwei um 180° um die Rotationsachse voneinander verschiedenen Drehausrichtungen in den Schlüsselkanal eingesteckt werden und mit dem Sperrelement des Zylinderkerns zusammenwirken kann. Insbesondere wenn die Schließvorrichtung mehrere Sperrelemente aufweist, kann der Schlüssel auch an entlang der Schlüsseleinsteckrichtung verschiedenen Stellen Permanentmagnete aufweisen, wobei vor- zugsweise jeweils zwei an entsprechender Stelle, aber diametral entgegengesetzt angeordnet sind.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform weist der Schlüsselschaft im Wesentlichen die Form eines flachen Quaders mit zwei zuei- nander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Breitseiten und zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Schmalseiten auf, wobei der Permanentmagnet an einer der Schmalseiten angeordnet ist. Bei zwei oder mehr Permanentmagneten sind diese vorzugsweise jeweils paarweise an der einen und an der anderen Schmalseite angeord- net.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Schlüssel einen sich entlang einer Schlüsseleinsteckrichtung erstreckenden Schlüsselschaft aufweist, der im Wesentlichen die Form eines flachen Quaders mit zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Breitseiten und zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Schmalseiten auf, wobei der Schlüsselschaft an zumindest einer seiner Breitseiten ein mit den Zuhaltungen zusammenwirkendes Profil aufweist, durch welches die Zuhaltungen in der freigebenden Konfiguration angeordnet werden. Als mit den Zuhaltungen zusammenwirkendes Profil kann der Schlüsselschaft beispielsweise Kerben, Bohrmulden oder Wellen aufweisen, deren unterschiedliche Tiefen der freigebenden Konfiguration der Zuhaltungen entsprechen, so dass sie die Zuleitungen in diese Konfiguration versetzen und anschließend darin halten, wenn der Schlüssel in den Schlüssel kanal des Zylinderkerns eingesteckt wird.

Das erfindungsgemäße Schließsystem umfasst eine erfindungsgemäße Schließvorrichtung, insbesondere eine Schließvorrichtung gemäß einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen, sowie einen erfindungsgemäßen Schlüssel, insbesondere einen Schlüssel gemäß einer der vorstehend beschriebenen Aus- führungsformen, wobei der Schlüssel der Schließvorrichtung zugeordnet ist, so dass die Schließvorrichtung mittels des Schlüssel regulär betätigt werden kann.

Der erfindungsgemäße Schlüsselrohling ist zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Schlüssels, insbesondere eines Schlüssels gemäß einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen, ausgebildet und weist einen Schlüsselschaft auf, der im Wesentlichen die Form eines flachen Quaders mit zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Breitseiten und zwei zueinander entgegengesetzten und zur Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Schmalseiten aufweist und vorzugsweise dazu ausgebildet ist, durch mechanische Bearbeitung mit einem Profil zum Zusammenwirken mit den Zuhaltungen einer erfindungsgemäßen Schließvorrichtung versehen zu werden, wobei in zumindest eine der Schmalseiten ein Permanentmagnet eingesetzt ist.

Die Erfindung wird nachfolgend lediglich beispielhaft unter Bezugnahme auf die Figuren weiter erläutert.

Fig. 1 a und 1 b zeigen jeweils in perspektivischer Schnittdarstellung eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schließsystems, das eine erfindungsgemäße Schließvorrichtung sowie einen erfin- dungsgemäßen Schlüssel umfasst, in zwei verschiedenen Drehstellungen des Zylinderkerns. zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schlüssels in perspektivischer Darstellung. zeigt einen Teil der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schließsystems in perspektivischer Schnittdarstellung. zeigen jeweils einen Teil einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung in perspektivischer Schnittdarstellung. Fig. 5 zeigt den Grundkörper der in Fig. 4a und 4b gezeigten Ausführungsform in einer Ansicht von oben.

Fig. 6 zeigt ein Führungselement der in Fig. 4a und 4b gezeigten

Ausführungsform in perspektivischer Darstellung.

Die in den Fig. 1 a, 1 b, 2 und 3 jeweils zumindest teilweise dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung 1 1 ist als Schließzylinder, nämlich als Profilzylinder, ausgebildet. Das Zylindergehäuse dieses Schließzylinders bildet einen Grundkörper 13 der Schließvorrichtung 1 1 , der einen im Wesent- liehen hohlzylindrischen Abschnitt sowie einen sich bezüglich dessen Zylinderachse radial davon weg (in den Fig. 1 a und 1 b nach unten) erstreckenden Stegabschnitt umfasst.

Der Innenraum des hohlzylindrischen Abschnitts bildet eine Kernaufnahme 15, in die ein im Wesentlichen zylinderförmiger Zylinderkern 17 aufgenommen ist. Dabei liegt der Zylinderkern 17 mit einer äußeren Mantelfläche bündig an einer inneren Mantelfläche der Kernaufnahme 15 an und ist dabei um seine eigene Zylinderachse, die mit der Zylinderachse des hohlzylindrischen Abschnitts des Grundkörpers 13 und der Zylinderachse der Kernaufnahme 15 zusammenfällt, in der Kernauf- nähme 15 drehbar. Die genannten Zylinderachsen bilden daher eine Rotationsachse R der Drehbarkeit des Zylinderkerns 17.

In dem Zylinderkern 17 ist ein Schlüsselkanal 19 ausgebildet, der im Wesentlichen die Form eines flachen Quaders mit zwei zueinander entgegengesetzten und zur Rotationsachse R parallelen Breitseiten (in Fig. 1 a und 1 b nach oben bzw. unten weisend) und zwei zueinander entgegengesetzten und zur Rotationsachse R parallelen Schmalseiten (in Fig. 1 a und 1 b nach links bzw. rechts weisend) aufweist. Der Schlüsselkanal 19 ist insofern exzentrisch bezüglich der Rotationsachse R angeordnet, als eine der Schmalseiten weiter von der Rotationsachse R entfernt ist als die andere, wohingegen die beiden Breitseiten vorzugsweise gleich weit von der Rotationsachse R entfernt sind. Insbesondere kann eine der Schmalseiten wie bei der gezeigten Ausführungsform an der äußeren Mantelfläche des Zylinderkerns 17 angrenzen. Die Schließvorrichtung 1 1 umfasst mehrere Zuhaltungen 21 , von denen in der

Schnittdarstellung der Fig. 1 a und 1 b lediglich eine zu sehen ist. Die Zuhaltung 21 , die teilweise in dem Zylinderkern 17 und teilweise in dem Stegabschnitt des Grundköpers 13 aufgenommen und dabei radial zur Rotationsachse R beweglich ist, umfasst einen Kernstift 23 und einen Gehäusestift 25. In der gezeigten Stel- lung der Zuhaltung 21 befindet sich der Kernstift 23 vollständig in dem Zylinderkern 17 und der Gehäusestift 25 vollständig in dem Grundkörper 13, so dass die Grenzfläche zwischen dem Kernstift 23 und dem Gehäusestift 25 mit der Grenzfläche zwischen der äußeren Mantelfläche des Zylinderkerns 17 und der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme 15 zusammenfällt und der Zylinderkern 17 daher durch die Zuhaltung 21 nicht an einem Drehen aus der in Fig. 1 a gezeigten Nor- malstellung des Zylinderkerns 17 gehindert wird, wie auch der Vergleich mit der Fig. 1 b zeigt, in welcher der Zylinderkern 17 gegenüber der Normalstellung in eine Grenzstellung gedreht ist. Insofern stellt die in Fig. 1 a gezeigte Stellung der Zuhaltung 21 eine den Zylinderkern 17 für ein Drehen freigebende Stellung dar. Dabei hängt die freigebende Stellung einer Zuhaltung 21 jeweils von der Länge des Kernstifts 23 ab, die für verschiedene Zuhaltungen 21 verschieden sein kann. Befinden sich alle Zuhaltungen 21 der Schließvorrichtung 1 1 in ihrer jeweiligen freigebenden Stellung, liegt die freigebende Konfiguration der Zuhaltungen 21 vor. Nur wenn dies der Fall ist, kann der Zylinderkern 17 aus der Normalstellung gedreht werden, in der er ansonsten gegen ein Drehen gesperrt ist.

In die freigebende Konfiguration können die Zuhaltungen 21 durch einen der Schließvorrichtung 1 1 zugeordneten Schlüssel 27 versetzt werden, der in Fig. 2 gesondert dargestellt ist und einen im Wesentlichen quaderförmigen, sich entlang einer Schlüsseleinsteckrichtung erstreckenden Schlüsselschaft 29 aufweist. Der Schlüsselschaft weist an den zu der Schlüsseleinsteckrichtung parallelen Breitseiten der Quaderform ein Profil 30 auf, welches die Zuhaltungen 21 , wenn der Schlüssel 27 vollständig in den Schlüsselkanal 19 eingesteckt ist, gegen eine jeweilige Zuhaltungsfeder 31 in ihre jeweilige freigebende Stellung drängt (vgl. Fig. 1 a). Auf diese Weise ist bei eingestecktem Schlüssel 27 ein Drehen des Zylinderkerns aus der in Fig. 1 a gezeigten Normalstellung in die in Fig. 1 b gezeigte

Grenzstellung möglich.

An dem Zylinderkern 17 ist ein stiftförmiges Sperrelement 33 beweglich gelagert, dessen Stiftachse bezüglich der Rotationsachse R radial ausgerichtet ist und das entlang der Stiftachse radial zur Rotationsachse R versetzbar ist. Mittels einer als Schraubenfeder ausgebildeten Vorspannvorrichtung 35 ist das Sperrelement 33 dabei nach radial außen vorgespannt. Wie insbesondere in der vergrößerten Dar- Stellung der Fig. 3 zu erkennen ist, weist das Sperrelement eine Durchmesserver- größerung 37 auf, die gegenüber den radial entgegengesetzten Stirnseiten des Sperrelements 33 zurückgesetzt ist, so dass zwei Schultern 39, 39' gebildet werden. An der radial inneren Schulter 39 greift die Vorspannvorrichtung 35 an.

Das Sperrelement 33 ist von einer Hülse 41 umgeben, die zumindest im Wesentlichen hohlzylindrisch und wie das Sperrelement 33 radial zur Rotationsachse R ausgerichtet ist. Die Hülse 41 weist an ihrem radial inneren Ende eine Innendurchmesserverringerung 43 auf, durch die eine weitere Schulter 45 gebildet wird (vgl. Fig. 3), an der sich die Vorspannvorrichtung 35 abstützt, um das Sperrelement 33 nach radial außen vorzuspannen. Das Sperrelement 33 ist zusammen mit der Hülse 41 in eine Bohrung 47 in dem Zylinderkern 17 eingesetzt, die sich radial von der äußeren Mantelfläche des Zylinderkerns 17 bis zu einer Schmalseite des Schlüssel kanals 19 erstreckt. Aufgrund der Hülse 41 , an der die Schulter 45 für die Vorspannvorrichtung 35 ausgebildet ist, braucht die Bohrung 47 keine Schulter zur Abstützung der Vorspannvorrichtung 35 aufzuweisen, so dass sie einen konstanten, insbesondere kreisrunden, Querschnitt aufweisen und somit fertigungstechnisch besonders einfach in dem Zylinderkern 17 vorgesehen werden kann. An zwei zu der Schlüsseleinsteckrichtung parallelen und zueinander entgegengesetzten Schmalseiten des Schlüsselschafts 29 ist jeweils ein Permanentmagnet 49 vorgesehen, der in eine Magnetaufnahme in der jeweiligen Schmalseite eingesetzt ist, so dass der Permanentmagnet bündig mit der Schmalseite abschließt. Der Permanentmagnet 49 und die Magnetaufnahme sind jeweils einander entspre- chend geformt und weisen vorzugsweise, wie in Fig. 2 für einen der beiden Permanentmagnete 49 angedeutet, eine Halbkreisform auf, die wie dargestellt als flacher Halbzylinder ausgebildet sein kann.

Entlang der Schlüsseleinsteckrichtung sind die Permanentmagnete 49 derart an- geordnet, dass sie, wenn der Schlüssel 27 mit seinem Schlüsselschaft 29 in den Schlüsselkanal 19 eingesteckt ist (vgl. Fig. 1 a, 1 b und 3), bezüglich der Rotationsachse R axial auf Höhe des Sperrelements 33 angeordnet sind. Auf diese Weise kann einer der beiden Permanentmagnete 49 - je nachdem in welcher der zwei möglichen Drehausrichtungen der Schüssel 27 in den Schlüsselkanal 19 einge- steckt wurde - mit dem Sperrelement 33 insofern zusammenwirken, als es das Sperrelement 33 magnetisch anzieht und dadurch entgegen dessen Vorspannung in der in den Fig. 1 a und 3 gezeigten Neutralstellung des Sperrelements hält.

Ist dagegen kein oder ein falscher Schlüssel in den Schlüsselkanal 19 eingesteckt, der insbesondere keinen Permanentmagneten 49 an der erforderlichen Stelle aufweist, kann das Sperrelement 33 aufgrund seiner Vorspannung gegenüber der Neutralstellung radial nach außen in eine Stellung versetzt sein, in der es über die äußere Mantelfläche des Zylinderkerns 17 vorsteht. In dieser Stellung schlägt das Sperrelement 33 in Umfangsrichtung an einem an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme 15 ausgebildeten Anschlagabschnitt 51 an, wenn der Zylinderkern 17 aus der Normalstellung gedreht wird (vgl. Fig. 1 b). Insofern wird durch den Anschlagabschnitt 51 die in Fig. 1 b gezeigte Grenzstellung des Zylinderkerns 17 definiert, über die hinaus der Zylinderkern 17 ausgehend von der Normalstellung in eine erste Drehrichtung (im dargestellten Beispiel im Uhrzeigersinn) nicht gedreht werden kann, solange das Sperrelement 33 nicht in seiner Neutralstellung gehalten wird und dadurch an dem Anschlagabschnitt 51 vorbeigeführt werden kann.

Wenn das Sperrelement 33 an dem Anschlagabschnitt 51 anschlägt, liegt die radial äußere der durch die Durchmesservergrößerung 37 gebildeten Schultern 39, 39' gerade an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme 15 an. Dadurch stützt sich das Sperrelement 33 besonders zuverlässig an dem Anschlagabschnitt 51 ab, so dass die Sperrung des Zylinderkerns 17 über die Grenzstellung hinaus nicht überwunden werden kann. An der inneren Mantelfläche der Kernaufnahnne 15 ist ein weiterer Anschlagabschnitt 51 ' ausgebildet ist, der in entsprechender Weise wie der genannte Anschlagabschnitt 51 eine weitere Grenzstellung des Zylinderkerns 17 definiert, über die hinaus der Zylinderkern ausgehend von der Nornnalstellung in eine zweite, der ersten Drehrichtung entgegengesetzte Drehrichtung (im dargestellten Beispiel im Gegenuhrzeigersinn) nicht gedreht werden kann, solange das Sperrelement 33 nicht in seiner Neutralstellung gehalten wird und dadurch an dem Anschlagabschnitt 51 ' vorbeigeführt werden kann. Die Anschlagabschnitte 51 , 51 ' sind zumindest im Wesentlichen symmetrisch zueinander ausgebildet.

Die an dem Schlüsselschaft 29 des zugeordneten Schlüssels 27 vorgesehenen Permanentmagnete 49 können hinreichend stark sein, das Sperrelement 33 aus einer gegenüber der Neutralstellung radial nach außen versetzten Stellung in die Neutralstellung zu ziehen. Dies ist jedoch vorteilhafterweise nicht erforderlich, da das Sperrelement in der in Fig. 1 a gezeigten Normalstellung des Zylinderkerns 17, in der der Schlüssel 27 in den Schlüsselschaft 29 eingesteckt werden kann, ohnehin durch einen an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme 15 ausgebildeten Halteabschnitt 53 in der Neutralstellung gehalten wird. Die beiden Anschlagabschnitte 51 , 51 ' sind dabei in Umfangsrichtung jeweils gleich weit von dem Halte- abschnitt 53 entfernt angeordnet, so dass die beiden Grenzstellungen gegenüber der Normalstellung des Zylinderkerns 17 denselben Drehwinkel aufweisen, wenn auch in entgegengesetzte Drehrichtung.

Zwischen dem Anschlagabschnitt 51 und dem Halteabschnitt 53 ist ebenso wie zwischen dem weiteren Anschlagabschnitt 51 ' und dem Halteabschnitt 53 jeweils ein Übergangsabschnitt 55, 55' ausgebildet, entlang dessen sich der Radius der Kernaufnahme 15 bezüglich der Rotationsachse R ausgehend vom Halteabschnitt 53 bis zu einem an den jeweiligen Anschlagabschnitt 55, 55' angrenzenden jeweiligen Vertiefungsabschnitt 57, 57' vergrößert. Dadurch entsteht ein kontinuierli- eher, wenn auch wie in dem gezeigten Beispiel nicht zwangsläufig gleichmäßiger, sondern beispielsweise gebogener, Übergang zwischen dem Radius des Halteabschnitts 53 und dem demgegenüber vergrößerten Radius des jeweiligen Vertiefungsabschnitts 57, 57'. Der Übergangsabschnitt 55, 55' wirkt insofern als Rampe, an welcher das Sperrelement 33 mit seiner radial äußeren Stirnseite aufgrund der Vorspannung entlanggleitet, so dass das Sperrelement 33 bei Drehung des Zylinderkerns 17 aus einer der beiden Grenzstellungen in die Normalstellung in seine Neutralstellung zurückgedrängt wird. Insbesondere wird somit ein Drehen des Zylinderkerns 17 aus einer Grenzstellung in die Normalstellung nicht blockiert, wie es etwa der Fall wäre, wenn zwischen dem jeweiligen Vertiefungsabschnitt 57, 57' und dem Halteabschnitt 53 eine Stufe ausgebildet wäre.

Der Halteabschnitt 53, die Übergangsabschnitte 55, 55', die Vertiefungsabschnitte 57, 57' und die Anschlagabschnitte 51 , 51 ' sind jeweils nicht unmittelbar in dem Grundkörper 13, sondern in einem davon separaten Führungselement 59 ausge- bildet, das in eine an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme 15 vorgesehene Aussparung 61 des Grundkörpers 13 eingesetzt ist. Bei der in den Fig. 1 a und 1 b gezeigten Ausführungsform wurde die Aussparung 61 als Taschenfräsung in den Grundkörper 13 eingebracht. Die Fig. 4a, 4b, 5 und 6 zeigen eine hierzu alternative Ausführungsform, bei der die Aussparung 61 ' durch einen Räumvorgang von außerhalb des Grundkörpers 13 in den Grundkörper 13 eingebracht wurde.

Wie insbesondere in Fig. 5 zu erkennen ist, weist die Aussparung 61 ' bei dieser Ausführungsform einen durchgehend einheitlichen Querschnitt auf, denn die Aussparung 61 ' kann als ein geometrischer Körper mit bezüglich einer Längsachse konstantem Querschnitt gedacht werden, der bei zur Rotationsachse R tangentialer Anordnung der Längsachse von dem Grundkörper 13 subtrahiert wird. Auf diese Weise kann das Führungselement 59', das vorteilhafterweise einen entsprechenden Querschnitt aufweist (vgl. Fig. 6), einfach von außerhalb des Grundkörpers 13, anstatt von der Kernaufnahme 15 aus, in die Aussparung 61 ' eingescho- ben werden. Die Aussparung 61 ' kann beispielsweise den in Fig. 5 gezeigten Querschnitt aufweisen, der zumindest im Wesentlichen die Form eines gleichschenkligen Trapezes aufweist. Dabei schließt an die kürzere Grundseite des Trapezes ein Rechteck an, so dass die Aussparung 61 ' durchgehend zur Außenseite des Grundkörpers 13 hin offen ist. Grundsätzlich kann die Aussparung 61 ' aber auch kanalartig geschlossen sein, so dass sie lediglich an zwei Enden oder auch nur an einem Ende ihrer Längserstreckung zur Außenseite des Grundkörpers 13 hin offen ist. Zur Kernaufnahme 15 hin ist die Aussparung 61 ' dagegen jedenfalls derart offen, dass das Führungselement 59' so in der Aussparung 61 ' platziert werden kann, dass zumindest der Anschlagabschnitt 51 und gegebenenfalls auch der weitere Anschlagabschnitt 51 ', der Halteabschnitt 53, die Übergangsabschnitte 55, 55' und/oder die Vertiefungsabschnitte 57, 57' an der inneren Mantelfläche der Kernaufnahme 15 angeordnet sind, um mit dem Sperrelement 33 des Zylinderkerns 17 zusammenwirken zu können.

Bezugszeichen

1 1 Schließvor chtung

13 Grundkörper

15 Kernaufnahme

17 Zylinderkern

19 Schlüsselkanal

21 Zuhaltung

23 Kernstift

25 Gehäusestift

27 Schlüssel

29 Schlüsselschaft

30 Profil

31 Zuhaltungsfeder

33 Sperrelement

35 Vorspannvorrichtung

37 Durchmesservergrößerung

39, 39' Schulter

41 Hülse

43 Innendurchmesserverringerung

45 Schulter

47 Bohrung

49 Permanentmagnet

51 , 51 ' Anschlagabschnitt

53 Halteabschnitt

55, 55' Übergangsabschnitt

57, 57' Vertiefungsabschnitt

59, 59' Führungselement

61 , 61 ' Aussparung

R Rotationsachse