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Patent Searching and Data


Title:
LOGISTICS VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/107123
Kind Code:
A1
Abstract:
A logistics vehicle is proposed, comprising a cargo area for cargo and a detection device by means of which delivery addresses for individual pieces of cargo may be detected. The logistics vehicle is equipped with a telematics system for route calculation and positioning. Furthermore, display means are disposed in the cargo area, the means indicating the position of a piece of cargo when the logistics vehicle has reached the delivery location of said piece of cargo. The display means signal to the driver of the logistics vehicle which package is intended for the next delivery. The driver no longer must search for a particular package in the cargo area, thus saving time. This advantage particularly comes to bear if the original route is changed en route.

Inventors:
LOHMEIER, Michael (Koenenweg 74, Rheinbach, 53359, DE)
WEGNER, Martin (Bonhoefferweg 1, Meckenheim, 53340, DE)
Application Number:
EP2008/001610
Publication Date:
September 12, 2008
Filing Date:
February 29, 2008
Export Citation:
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Assignee:
DEUTSCHE POST AG (Charles-de-Gaulle-Strasse 20, Bonn, 53113, DE)
LOHMEIER, Michael (Koenenweg 74, Rheinbach, 53359, DE)
WEGNER, Martin (Bonhoefferweg 1, Meckenheim, 53340, DE)
International Classes:
B60P3/00; B07C3/02; B65G1/137; G01C21/34
Attorney, Agent or Firm:
JOSTARNDT PATENTANWALTS-AG (Brüsseler Ring 51, Aachen, 52074, DE)
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Claims:

Patentansprüche:

1. Logistikfahrzeug mit einem Laderaum für Ladegut sowie mit einer Erfassungsvorrichtung (3), mit welcher Zustelladressen von einzelnen Stücken (7) des Ladegutes erfassbar sind, wobei das Logistikfahrzeug (1 ) mit einem Telematiksystem (12) zur Fahrtroutenberechnung und zur Positionsbestimmung ausgerüstet ist, d a d u rc h g e k e n n z e i c h n e t, dass in dem Laderaum Anzeigemittel (8) angeordnet sind, welche die Lage eines Stückes des Ladegutes anzeigen, wenn das Logistikfahrzeug den

Zustellort für dieses Stück Ladegut erreicht hat.

2. Logistikfahrzeug nach Anspruch 1, d a d u rc h g e k e n n ze i c h n e t, dass in dem Laderaum wenigstens ein Regal (4) angeordnet ist.

3. Logistikfahrzeug nach Anspruch 1 , d a d u rc h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Anzeigemittel (8) eine Signallampe (9) aufweisen.

4. Logistikfahrzeug nach Anspruch 1 , d a d u rc h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Anzeigemittel eine Quittierungstaste (11) aufweisen.

5. Logistikfahrzeug nach Anspruch 2, d a d u rc h g e k e n n z e i c h n e t, dass an dem Regal (4) mehrere Anzeigemittel (8) angeordnet sind.

6. Logistikfahrzeug nach Anspruch 5, d a d u rc h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Regal (4) mehrere Regalböden (6) aufweist, die jeweils mit mehreren Anzeigemitteln (8) versehen sind.

7. Verfahren zur Anzeige von einem bestimmten Stück Ladegut in einem Logistikfahrzeug, wobei das Verfahren durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:

- Erfassen der Zustelladresse von jedem Stück Ladegut; - Berechnen einer Fahrtroute für das Logistikfahrzeug;

- Erkennen der Lage der einzelnen Stücke des Ladegutes;

- Ansteuern eines Anzeigemittels (8), um auf ein bestimmtes Stück (7) Ladegut hinzuweisen, wenn das Logistikfahrzeug den Zustellort für dieses Stück Ladegut erreicht hat.

8. Verfahren nach Anspruch 7, d a d u rc h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Zustelladressen des Ladegutes automatisch erfasst werden.

9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, d a d u rc h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Zustelladressen berührungslos erfasst werden.

10. Verfahren nach Anspruch 7, d a d u rc h g e k e n n z e i c h n e t, dass nach der Entnahme eines Stückes Ladegut die Entnahme quittiert wird.

11. Verfahren nach Anspruch 10, d a d u rc h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Nachricht an eine Logistikzentrale übertragen wird, wenn die Entnahme eines Stückes Ladegut quittiert worden ist.

Description:

Logistikfahrzeug

Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Logistikfahrzeug mit einem Laderaum für Ladegut sowie mit einem Telematiksystem zur Fahrtroutenberechnung und Positionsbestimmung. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Anzeige von einem bestimmten Stück Ladegut in einem Logistikfahrzeug.

Bekannte Logistikfahrzeuge sind in ihrem Laderaum in der Regel mit zwei oder mehreren Regalen ausgerüstet, in welchen das Ladegut liegt. Das Ladegut wird in einer solchen Reihenfolge in die Regale eingelegt, wie das Logistikfahrzeug die Zustellorte gemäß der geplanten Fahrtroute anfährt. Zur Erleichterung der Arbeit des Fahrers können die Regalböden Tragrollen aufweisen, die mit einem Freilauf versehen sind. Die Tragrollen sind so eingerichtet, dass die darauf ruhenden Pakete beim Abbremsen des Logistikfahrzeuges nach vorne rutschen können, aber nicht nach hinten. Auf diese Weise wird erreicht, dass der Fahrer das jeweils nächste zur Auslieferung bestimmte Paket in unmittelbarer Nähe zum Fahrersitz zur Hand hat. Vorteilhafterweise braucht der Fahrer dann keine längeren Wege in dem Logistikfahrzeug zurücklegen und spart somit Zeit. Dieses Konzept funktioniert solange gut, wie keine änderung der geplanten Fahrtroute eintritt.

Hiervon ausgehend ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Logistikfahrzeug und ein Verfahren zu schaffen, bei dem auch nach dem Eintreten einer Fahrtroutenänderung effiziente Arbeitsabläufe im Zustelldienst gewährleistet sind.

Diese Aufgabe wird durch ein Logistikfahrzeug nach Anspruch 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird ein Logistikfahrzeug mit einem Laderaum für Ladegut sowie mit einer Erfassungsvorrichtung, mit der Zustelladressen von einzelnen Stücken des Ladegutes erfassbar sind, vorgeschlagen. Das Logistikfahrzeug ist mit einem Telematiksystem zur Fahrtroutenberechnung und zur Positionsbestimmung ausgerüstet. Weiterhin sind in dem Laderaum Anzeigemittel angeordnet, welche die Lage eines Stückes des Ladegutes anzeigen, wenn das Logistikfahrzeug den Zustellort für dieses Stück Ladegut erreicht hat. Die Anzeigemittel signalisieren dem Fahrer des Logistikfahrzeuges, welches Paket für die nächste Zustellung vorgesehen ist. Der Fahrer braucht nicht mehr in dem Laderaum nach einem bestimmten Paket zu suchen und spart damit Zeit. Dieser Vorteil kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn die ursprünglich vorgesehene Fahrtroute unterwegs geändert wird.

Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn in dem Laderaum des Logistikfahrzeuges wenigstens ein Regal angeordnet ist.

Bei einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Logistikfahrzeuges können an dem Regal mehrere Anzeigemittel angeordnet sein. Dementsprechend weist bei Weiterbildungen der Erfindung das Regal mehrere Regalböden auf, die jeweils mit mehreren Anzeigemitteln versehen sind.

Mit Vorteil weisen die Anzeigemittel eine Signallampe auf, die auf ein bestimmtes Paket hinweist. Zweckmäßigerweise sind die Anzeigemittel mit einer Quittierungstaste versehen, mittels der der Fahrer die Entnahme eines Paketes quittieren kann.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Anzeige von einem bestimmten Stück Ladegut in einem Logistikfahrzeug vorgeschlagen.

Das erfindungsgemäße Verfahren weist folgende Schritte auf:

- Erfassen der Zustelladresse von jedem Stück Ladegut;

- Berechnen einer Fahrtroute für das Logistikfahrzeug;

- Erkennen der Lage der einzelnen Stücke des Ladegutes; - Ansteuern eines Anzeigemittels, um auf ein bestimmtes Stück Ladegut hinzuweisen, wenn das Logistikfahrzeug den Zustellort für dieses Stück Ladegut erreicht hat.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung werden die Zustelladressen des Ladegutes automatisch erfasst. Zweckmäßigerweise können die Zustelladressen berührungslos erfasst werden.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn nach der Entnahme eines Stückes Ladegut die Entnahme quittiert wird. Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird eine Nachricht an eine Logistikzentrale übertragen, wenn die Entnahme eines Stückes Ladegut quittiert worden ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei gleiche oder ähnliche Elemente in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Es zeigen:

Fig. 1 : schematisch ein Logistikfahrzeug der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2: ein Regal, das im Laderaum des Logistikfahrzeuges nach Fig. 1 angeordnet ist; und

Fig. 3: schematisch ein Sortierzentrum.

Ausführliche Beschreibung eines Ausführungsbeispiels:

Fig. 1 zeigt das Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Logistikfahrzeuges 1. Das Logistikfahrzeug 1 weist einen Hybridantrieb 2 auf, dessen wesentliche 5 Komponenten aus dem Stand der Technik bekannt sind. Bei einem anderen

Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Antrieb 2 ein herkömmlicher Antrieb mit einem Diesel- oder Benzinmotor. Darüber hinaus ist das Logistikfahrzeug 1 mit einer Erfassungsvorrichtung 3 versehen, die eine Anzahl von RFID- Leseeinrichtungen aufweist, um die Zustelladressen von Päckchen und Paketen 0 auszulesen, die sich im Laderaum des Logistikfahrzeuges 1 befinden. Die im Laderaum des Fahrzeuges befindlichen einzelnen Sendungen sind zu diesem Zweck mit RFI D-Etiketten versehen, die neben anderen Informationen auch die Zustelladresse der jeweiligen Sendung enthalten. Das Auslesen der Zustelladressen erfolgt berührungslos und automatisch. RFI D-Etiketten und die 5 zugehörigen Lesevorrichtungen sind im Stand der Technik bekannt und sind nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2 zeigt schematisch ein Regal 4, das sich im Laderaum des Logistikfahrzeuges 1 befindet. In Fig. 2 ist der Einfachheit halber nur ein einziges o Regal 4 dargestellt, obwohl das Logistikfahrzeug 1 in der Regel mit zwei oder mehreren solcher Regale ausgestattet ist. Das Regal 4 weist mehrere Regalböden 6 auf. Auf den Regalböden 6 liegen Pakete oder Päckchen 7 unterschiedlicher Größe und Form. Weiterhin sind in den Regalen 6 RFID-Leseeinrichtungen integriert, die in Fig. 2 nicht sichtbar sind und zu der Erfassungsvorrichtung 3 5 gehören. Entlang der sichtbaren Längskante der Regalböden 6 sind in regelmäßigen Abständen Anzeigeelemente 8 angeordnet, die eine Signallampe 9 und einen Tastschalter 11 umfassen, der eine Quittierungstaste bildet. Auf die Bedeutung und Funktion der Anzeigeelemente 8 wird im Folgenden weiter unten eingegangen. 0

RFI D-Etiketten und RFID-Leseeinrichtungen sind im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung nur als ein Beispiel für ein System angeführt, das es gestattet, die Zustelladressen der Päckchen und Pakete 7 berührungslos und automatisch zu erfassen. Grundsätzlich ist jede andere Technologie zur Ausführung der Erfindung geeignet, die das berührungslose Einlesen von Zustelladressen erlaubt. Beispielsweise ist es auch möglich, dass die Zustelladressen an Bord des Logistikfahrzeuges 1 automatisch eingescannt werden. Die Zustelladressen werden von der Erfassungsvorrichtung 3 an ein Telematiksystem 12 in dem Logistikfahrzeug 1 übertragen, welches ausgehend von den erfassten Zustelladressen die kürzest mögliche Fahrtroute berechnet. Das Telematiksystem 12 steht dabei mit Navigationssatelliten in Verbindung, was in Fig. 1 durch einen Doppelpfeil 13 veranschaulicht ist. Bei den Navigationssatelliten kann es sich um Satelliten des GPS (englisch: Global Positioning System) oder Galileo Navigationssystems handeln. Das Telematiksystem 12 empfängt außerdem den regionalen Verkehrsfunk und regional operierende Verkehrsleitsysteme, um die Fahrtrouten dynamisch an die innerstädtische Verkehrslage anpassen zu können. Darüber hinaus berechnet das Telematiksystem 12 nach der Zustellung von einer Sendung die optimale nächste Fahrtroute für die Weiterfahrt zur nächsten Zustellung in Abhängigkeit von der Verkehrslage. Somit sind Fahrtroutenänderungen jederzeit möglich, wenn zwischenzeitlich ein Stau gemeldet wurde. Solche Fahrtroutenänderungen werden gleichzeitig an eine Einsatzzentrale des Logistikdienstleisters übermittelt, der diese Information an Kunden weiterleitet, wenn sich durch die Routenänderung die Zustellung von einer oder mehreren Sendungen verzögert. Bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Logistikfahrzeuges werden die Meldungen beispielsweise als SMS-Nachricht zusätzlich an die Empfänger von Sendungen übermittelt.

Bei einer einfacheren Ausführungsform der Erfindung ist es durchaus auch möglich, dass der Fahrer des Logistikfahrzeuges 1 die vorgesehenen Zustellorte manuell in ein Navigationssystem des Logistikfahrzeuges eingibt. Das Navigationssystem ist ein Teil des Telematiksystems 12. Das erfindungsgemäße Verfahren ist unabhängig davon, auf welche Art und Weise die Zustelladressen eingegeben werden, sei es manuell oder sei es automatisch. Die Möglichkeit der manuellen Eingabe ist auch dann vorgesehen, wenn die technischen Voraussetzungen für ein automatisches Einlesen der Zustelladressen vorhanden sind. Der Vorteil hiervon ist, dass selbst bei technischen Pannen an der Erfassungseinrichtung 3 die Zustellung des Ladegutes durchführbar bleibt, wenn auch mit einem höheren Arbeitsaufwand. Insgesamt wird hierdurch eine höhere Betriebssicherheit bei der Zustellung erreicht.

Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können die Zustelladressen der Sendungen auch in einem Logistikzentrum festgestellt werden, wo das Logistikfahrzeug 1 beladen wird. Die Zustelladressen werden hierbei als kompletter Datensatz in das Telematiksystem 12 des Logistikfahrzeuges 1 übertragen. Dies kann beispielsweise mittels einer Speicherkarte oder durch eine drahtlose oder drahtgebundene Kommunikationsverbindung zwischen einem Computer in dem Logistikzentrum und dem Telematiksystem 12 des

Logistikfahrzeuges 1 erfolgen. In einem konkreten Beispiel können die Sendungen in dem Logistikzentrum entlang einer Beförderungsstrecke oder innerhalb einer Beförderungseinrichtung an einem Barcodeleser oder einer RFID-Leseeinrichtung vorbei transportiert werden, welche die jeweiligen Zustelladressen erfassen und in einem Datenspeicher zusammenführen. Anhand der gesammelten

Zustelladressen werden dann solche Sendungen für jeweils ein Logistikfahrzeug zusammengefasst, die eine optimierte Streckenführung für die Gesamtheit der eingesetzten Logistikfahrzeuge erlauben.

Fig. 3 veranschaulicht eine Sortieranlage in einem Logistikzentrum. In der Sortieranlage werden Sendungen oder allgemein physische Objekte 15-19 nach erfolgtem Eingang in dem Logistikzentrum Zustelladressen durch das Einlese- und Zuordnungsmittel 21 zugeordnet. Hierbei werden zunächst die Objekte entlang einer Beförderungsstrecke oder wahlweise innerhalb einer

Beförderungseinrichtung dergestalt ausgerichtet, dass die auf den Objekten befindlichen 2-D-Barcodes unmittelbar von einem Barcodeleser gelesen und anschließend decodiert werden können.

Außerdem erfolgt eine Gültigkeitsprüfung der decodierten Inhalte der gelesenen 2- D-Barcodes auf logischer Plausibilitätsbasis. Die Gültigkeitsprüfung ermöglicht unter anderem gefälschte 2-D-Barcodes als solche zu deklarieren und geeignete Maßnahmen zur weiteren Handhabung der Objekte mit gefälschten Barcodes einzuleiten. Die Gültigkeitsprüfung umfasst ferner Verfahren zur Bearbeitung von Objekten von Anschriftenmängeln. Hierzu werden zumindest die aus den 2-D- Barcodes ermittelten Zustelladressen sowie die ermittelten Sendungsdaten mit bereits gespeicherten Adressen und Sendungsdaten verglichen, was eine erhöhte Sicherheit bei der Ermittlung der Inhalte der 2-D-Barcodes bietet. Kann der Inhalt eines 2-D-Barcodes nicht durch den Barcodeleser detektiert werden, erfolgt wahlweise eine Erzeugung eines grafischen Abbildes einer Oberfläche des Objektes, wobei die Oberfläche zumindest ein Adressenfeld umfasst. Im Anschluss an die Erzeugung findet eine automatisierte überprüfung von Informationen des grafischen Abbildes statt, anhand derer die Zustelladresse ermittelt werden kann. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, diese Redundanz in der Ermittlung der Zustelladressen durch wahlweise überprüfung der grafischen

Informationen einzuführen, da die Ermittlung der Zustelladressen im Falle der Zustellung der Objekte eine Voraussetzung für die Zuordnung der gelesenen Zustelladressen zu den Objekten ist. Die Zuordnung findet im Anschluss an die Gültigkeitsprüfung statt, wobei für jedes Objekt die Verknüpfung der Zustelladresse mit den Inhalten des decodierten, gelesenen Leitcodes erfolgt.

Nachdem die Gültigkeitsprüfung erfolgreich abgeschlossen worden ist, wird die überprüfte Zustelladresse zusätzlich in der Gestalt eines RFID-Etiketts auf dem betreffenden Paket angebracht.

Die Zustelladressen von Objekten, welche an Beförderungsorten abgeholt werden, gehen ferner mit in die Ermittlung der Reihenfolge ein und werden dem Einlese- und Zuordnungsmittel 21 durch einen weiteren Datenspeicher 22 zugeführt. Anhand der Beförderungsadressen und der geografischen Daten eines Datenhaltungssystems 23 sowie eines Datenspeichersystems 24 erfolgt die Ermittlung der Beförderungsreihenfolge der Zustelladressen durch die Datenbearbeitungseinheit 26.

Die ermittelte Beförderungsreihenfolge wird an ein Sortiermittel 27 übertragen, so dass aus der Vielzahl an Objekten diejenigen Objekte für eine gemeinsame Beförderung zusammengestellt werden, deren Zustelladresse Bestandteil der ermittelten Beförderungsreihenfolge ist. In Fig. 3 wird dieser Vorgang der Zusammenstellung rein beispielhaft anhand der Darstellung von drei ausgewählten Objekten 15-17 aus der Menge in das Logistikzentrum eingehender Objekte 15-19 illustriert. Grundsätzlich kann die Anzahl der zusammengestellten Objekte kleiner oder gleich der Anzahl der eingehenden Objekte sein.

Im Anschluss an die Zusammenstellung belädt eine Beladungseinrichtung 29 das Logistikfahrzeug 1 mit den zusammengestellten Objekten 15-17. Ferner wird die ermittelte Beförderungsreihenfolge von der Bearbeitungseinheit 26 an ein Eingabemittel 31 übertragen und von dort in das Telematiksystem 12 des Logistikfahrzeuges 1 eingegeben. Die übertragung von der Bearbeitungseinheit 26 an das Eingabemittel 31 erfolgt im vorliegenden Fall mittels einer USB- Verbindung. Da es sich bei dem Eingabemittel 31 des beschriebenen Ausführungsbeispiels um eine Bluetooth-Schnittstelle handelt, findet ein drahtloser

Datentransfer zwischen der Schnittstelle und dem Telematiksystem 12 statt.

Entsprechend der eingegebenen Beförderungsreihenfolge werden die Zustelladressen unter Ausnutzung einer verdrahteten oder drahtlosen Verbindung sukzessive an das Navigations- bzw. Telematiksystem 12 übermittelt, so dass von einem beliebigen Standtort des Logistikfahrzeuges 1 , welcher im Idealfall ein vorheriger Zustellort ist, eine wegoptimierte Route zu dem Zustellort für die nachfolgende Beförderung ermittelt werden kann.

Von der Beladungseinrichtung 29 werden die Objekte in der vorgegebenen Reihenfolge in das Regal 4 eingelegt. In diesem Moment sind sowohl die Zustellorte als auch der Lagerort von den Paketen 7 in dem Logistikfahrzeug 1 bekannt. Die Pakete 7 liegen in der Reihenfolge in dem Regal 4, in der die Zustellorte von dem Fahrzeug angefahren werden. Zusätzlich dazu erkennen die RFID-Leseeinrichtungen, wo ein bestimmtes Paket 7 in dem Regal 4 liegt, wenn ein Zustellort von dem Logistikfahrzeug 1 erreicht worden ist. Die Erfassungsvorrichtung 3 steuert daraufhin das betreffende Anzeigeelement 8 an, so dass die Signallampe 9, die den geringsten Abstand zu dem Paket hat, aufleuchtet. Das Anzeigeelement mit dem geringsten Abstand kann beispielsweise aus der genauen Lage des betreffenden Paketes 7 und den bekannten Positionen aller Anzeigeelemente 8 ermittelt werden. Der Fahrer des Logistikfahrzeuges erkennt wegen der leuchtenden Signallampe 9 auf den ersten Blick, wo sich das zuzustellende Paket 7 befindet, wenn er den Laderaum des Logistikfahrzeuges 1 betritt. Diese Unterstützung des Fahrers ist immer dann von besonderer

Bedeutung, wenn die Fahrtroute aufgrund eingehender Verkehrsmeldungen von dem Telematiksystem 12 geändert wird. Solche änderungen haben in der Regel zur Folge, dass die Reihenfolge der Zustellorte nicht mehr mit der Sortierreihenfolge der Pakete in dem Regal 4 übereinstimmt. Die leuchtende Signallampe 9 erleichtert es dem Fahrer, das richtige Paket sehr rasch aus dem

Regal 4 herauszugreifen. Wenn der Fahrer das richtige Paket aus dem Regal 4 entnommen hat, quittiert er dies durch Drücken der Quittierungstaste 11 , worauf die Signallampe 9 erlischt. Er kann nun den nächsten Zustellort anfahren, wo sich dieser Vorgang wiederholt.

Das beschriebene System lehnt sich an das aus Distributionszentren bekannte Pick by Light Lagersystem an. Bei diesem bekannten System wird die Kommissionierung von Waren durch die Anzeige des Lagerplatzes und die Anzahl der zu entnehmenden Ware unterstützt. Gleichzeitig wird die Warenentnahme bzw. die Einlagerung von Waren automatisch von RFID-Antennen kontrolliert. Bei dem erfindungsgemäßen Logistikfahrzeug 1 tritt als wesentliches Element die Kommunikation zwischen dem Telematiksystem 12 und der Erfassungsvorrichtung 3 hinzu.

Empfangene Nachrichten, die eine änderung der Fahrtroute erfordern - seien es eingehende Staumeldungen oder Abholungsaufträge - führen dazu, dass das Telematiksystem 12 eine neue Fahrtroute berechnet. Bei herkömmlichen Fahrzeugen müsste der Fahrer dann stets das richtige Paket für die momentane Zustellung manuell aus dem Regal 4 heraussuchen. Bei änderungen, welche die ursprüngliche Zustellreihenfolge wesentlich durcheinander brächten, würde dies zu einem erheblichen Mehraufwand bei der Zustellung führen. Die Erfindung schafft hier Abhilfe, auch wenn die Lage des richtigen Paketes 7 in dem Regal nicht genau angezeigt werden kann. Der Hinweis an den Fahrer, in welchem Regal 4 das richtige Paket liegt, auf welchem Regalboden 6 und ob das Paket weiter vorne oder weiter hinten in dem Regal liegt, stellt bereits eine wesentliche Hilfe für ihn da.

Bei einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung ist das Regal 4 mit senkrechten Trennwänden, die entlang der Regalböden 6 angeordnet sind, versehen, um eine engere Zuordnung zwischen den Signallampen 9 und den in dem Regal 4 liegenden Paketen 7 zu schaffen.

Bei einer Abwandlung der vorliegenden Erfindung löst das Drücken der Quittierungstaste 11 die übertragung einer Mitteilung an das Logistikzentrum aus, mit welcher die Auslieferung eines bestimmten Paketes gemeldet wird.

Bezugszeichenliste:

1 Logistikfahrzeug

2 Hybridantrieb

3 Erfassungsvorrichtung

4 Regal

6 Regalböden

7 Pakete oder Päckchen

8 Anzeigeelement

9 Signallampe

11 Tastschalter

12 Telematiksystem

13 Doppelpfeil

15-19 Sendungen oder allgemein physische Objekte

15-17 ausgewählte Objekte

21 Zuordnungsmittel

22 Datenspeicher

23 Datenhaltungssystem

24 Datenspeichersystem

26 Datenbearbeitungseinheit

27 Sortiermittel

29 Beladungseinrichtung

31 Eingabemittel