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Title:
LONGITUDINALLY FLEXIBLE TEXTILE VASCULAR PROSTHESIS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/008148
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a textile vascular prosthesis (1) provided with circulatory pleats in the form of folds (4) and an arch-shaped longitudinal flexion (2) on at least one partial section by asymmetrically shorten ruffling of the prosthesis wall on at least one longitudinal seam (7) extending along the partial section. At least one longitudinal seam gathers the prosthesis wall preserving the accordion-type structure (4) and the compact state of the pleating (4) in the longitudinal direction.

Inventors:
Sievers, Hans-hinrich (Laubenkoppel 22, Kronshagen, 24119, DE)
Lippoth, Lisa (Klippenstrasse 3, Denkingen, 78588, DE)
Merckle, Christof (Steubenstrasse 60, Mannheim, 68199, DE)
Goldmann, Helmut (Risibergstrasse 65, Tuttlingen, 78532, DE)
Scherberich, Jürgen (Johann-Leonhard-Heinen-Strasse 44, Kempen, 47906, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/007907
Publication Date:
January 26, 2006
Filing Date:
July 20, 2005
Export Citation:
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Assignee:
AESCULAP AG & CO. KG (Am Aesculap-Platz, Tuttlingen/Donau, 78532, DE)
Sievers, Hans-hinrich (Laubenkoppel 22, Kronshagen, 24119, DE)
Lippoth, Lisa (Klippenstrasse 3, Denkingen, 78588, DE)
Merckle, Christof (Steubenstrasse 60, Mannheim, 68199, DE)
Goldmann, Helmut (Risibergstrasse 65, Tuttlingen, 78532, DE)
Scherberich, Jürgen (Johann-Leonhard-Heinen-Strasse 44, Kempen, 47906, DE)
International Classes:
A61F2/06; D05B21/00; D05B23/00; D05B3/00; (IPC1-7): A61F2/06; D05B3/00
Attorney, Agent or Firm:
RUFF, WILHELM, BEIER, DAUSTER & PARTNER (Kronenstrasse 30, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Textile Gefäßprothese (1) mit einer umlaufenden von Falten (4) gebildeten Plissierung und einer mindestens über einen Teilab¬ schnitt ausgebildeten bogenförmigen Längsbiegung (2) durch a symmethsche verkürzende Raffung der Prothesenwand durch mindestens eine längs des Teilabschnittes verlaufende Längsnaht (7; 9; 10; 11), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Längsnaht (7; 9; 10; 11 ) die Prothesenwand unter Erhalt der fal tenbalgartigen Struktur (4) und in in Längsrichtung kompaktiertem Zustand der Plissierung (4) rafft.
2. Gefäßprothese nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Falten (4) der Plissierung im Bereich der mindestens einen Längsnaht (7; 9; 10; 11) ohne Zwischenräume eng aneinander liegen.
3. Gefäßprothese nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bogen (1) durch thermische Fixierung vorgeformt ist.
4. Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass die Raffung ausschließlich durch die mindestens eine Längsnaht (7; 9; 10; 11) vorgenommen ist, gege benenfalls unter Unterstützung durch die thermische Vorfixierung.
5. Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Längsnaht (7; 9; 10; 11) von mindestens einem durchgehenden Faden gebildet wird.
6. Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Längsnaht (7; 9; 10; 11) eine Maschinennaht ist.
7. Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Längsnaht (7; 9; 10; 11) auf einer gestauchten Gefäßprothese mit aneinander lie¬ genden Falten (4) der Plissierung ausgebildet ist und die Gefä߬ prothese (1) an der Bogeninnenseite (5) in diesem Zustand hält.
8. Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass die Naht (7; 9; 10; 11) von Einfach¬ kettstichen gebildet wird.
9. Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass jede Naht (7; 9; 10; 11) an den Naht¬ enden und gegebenenfalls zwischendrin gegen ein unerwünsch¬ tes Aufgehen gesichert ist.
10. Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass mehrere in Längsrichtung hinterein¬ ander verlaufende Teilnähte (11 ) vorgesehen sind, zwischen de¬ nen vorzugsweise nicht geraffte Abschnitte (12) der Prothese lie¬ gen.
11. Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass mehrere Längsnähte, insbesondere mehrere Teillängsnähte (11) von dem selben nicht unterbroche¬ nen Faden gebildet werden.
12. Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Längsnaht, ins besondere sämtliche Nähte (7; 9; 10; 11) im Bereich der Bogenin nenseite (5) angeordnet sind.
13. Verfahren zur Erzeugung einer gezielten, bleibenden Krümmung einer künstlichen Gefäßprothese, insbesondere zur Herstellung der Gefäßprothese nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte: Stauchung einer Gefäßprothese in axialer Richtung Versehen der elastischen Gefäßprothese mit wenigstens einer, sich wenigstens über einen Teil der Wandungslänge erstre¬ ckenden Naht, die mit Hilfe eines Fadens gebildet wird, und Entspannen der Gefäßprothese, wobei das Material im Bereich der Naht nicht in den ursprünglichen Zustand zurückfedert.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauchung der elastischen Gefäßprothese auf einem Stützrohr vorgenommen wird und die Naht angebracht wird, solange sich die gestauchte Gefäßprothese auf dem Stützrohr befindet, und die genähte Gefäßprothese vom Stützrohr abgezogen wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr während des Versehens des elastischen Rohres mit ei¬ ner Naht in axialer Richtung bewegt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Nähnadel durch die Gefäßprothese und ein in die Wan¬ dung des Stützrohres eingebrachtes Langloch in das Innere des Stützrohres eintaucht.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass der Faden durch einen Fadengreifer von der Nadel abgenommen und verkettet wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadengreifer rotiert.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr während seiner axialen Bewegung den rotie¬ renden Fadengreifer umschließt.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gefäßprothese vor der Stauchung vorzugswei¬ se vor der Aufnahme auf das Stützrohr auf links gewendet wird, also die Innenoberfläche nach außen weist und umgekehrt.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stauchung über eine Stauchungsvorrichtung vorgenommen wird.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 21 , dadurch gekenn¬ zeichnet, dass die gestauchte Gefäßprothese an wenigstens ei nem verstellbaren Anschlag abgestützt wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 22, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass eine Gefäßprothese mit einer umlaufenden Plissie¬ rung eingesetzt wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 23, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass eine Gefäßprothese mit einer thermisch oder che¬ misch vorgeformten Krümmung eingesetzt wird.
25. Vorrichtung zur Erzeugung einer gezielten, bleibenden Krümmung einer künstlichen Gefäßprothese, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 13 bis 24, bestehend aus einer Kettenstichnähmaschine mit einem Arm, der den Nähnadelantrieb (24) für eine Nähnadel (35) umfasst, einer Spule (32) mit einem Faden (33), dessen Ende mit der Nähnadel (35) geführt werden kann, einem Träger (28) für das zu nähende Material mit einem Fa¬ dengreifer (31 ), der den Faden (33) nach Durchstehen des Ma¬ terials mit der Nadel verkettet, und einer Vorschubeinrichtung (27) für das Material, wobei die Vorrichtung ein Stützrohr (23) umfasst, über das die Gefäßprothese in gestauchter Form geschoben werden kann.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser des Stützrohres (23) in etwa dem Innen¬ durchmesser der Gefäßprothese (21) entspricht.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr (23) mit der Vorschubeinrichtung (27) verbun den ist.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 26, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass das Stützrohr (23) eine so hohe Steifigkeit be¬ sitzt, dass sich seine Querschnittsform während des Nähvorgangs aufgrund der radialen Belastung durch die Nähnadel (35) auf die aufgeschobene Gefäßprothese (21) nicht oder nur unmerklich verändert.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch ge kennzeichnet, dass das Stützrohr (23) einen Fadengreifer (31) umschließt.
30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadengreifer (31) rotiert.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 29 oder 30, dadurch ge kennzeichnet, dass der Durchmesser des Fadengreifers (31) ma¬ ximal 3 mm kleiner ist als der Innendurchmesser des Stützrohres (23).
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 31 , dadurch ge kennzeichnet, dass das Stützrohr (23) in der Wandung ein Lang¬ loch (36) aufweist, durch das die Nadel (35) während des Nähvor¬ gangs hindurchtreten kann.
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 32, dadurch ge kennzeichnet, dass das Stützrohr (23) auf seinem Außenumfang wenigstens einen axial verstellbaren Anschlag (29) für die Gefä߬ prothese (21 ) aufweist.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 33, dadurch ge kennzeichnet, dass das Stützrohr (23) auf seinem Außenumfang wenigstens einen weiteren Anschlag (30) zum Einspannen der gestauchten Gefäßprothese (21 ) aufweist.
35. Gekrümmte Gefäßprothese, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung durch das Verfahren gemäß einem der Ansprüche 13 bis 24 erzeugt wurde.
Description:
Beschreibung Textile Gefäßprothese mit einer Länqsbieαunα

Die Erfindung betrifft eine textile Gefäßprothese mit einer umlaufenden, von Falten gebildeten Plissierung und einer mindestens über einen Teil¬ abschnitt ausgebildeten bogenförmigen Längsbiegung durch asymmetri¬ sche verkürzende Raffung der Prothesenwand durch mindestens eine längs des Teilabschnittes verlaufende Längsnaht. Die erfindungsgemä- ße Prothese dient insbesondere zum Ersatz des Aortenbogens und Tei¬ len der Aorta aszendenz und deszendenz.

Aus der WO 03/034948 A1 ist eine plissierte Gefäßprothese bekannt, bei der eine Bogenform dadurch stabilisiert wird, dass jeweils zwei be- nachbarte Faltenberge der Plissierung durch querverlaufende Nähte miteinander vernäht werden, wobei sich die querverlaufenden Nähte in etwa über den halben Durchmesser der Gefäßprothese in Querrichtung erstrecken. Es ist unter anderem aus dieser Druckschrift auch bekannt, die Bogenform von Prothesen durch im Bereich des Bogens eingelegte Stents zu stabilisieren. In der WO 03/051232 A1 sind zur Stabilisierung des Bogens von Gefäßprothesen verschiedene Kombinationen von Längs- und/oder Quernähten beschrieben. Die Ergebnisse sind zufrie¬ denstellend. Eine einfachere Herstellungsweise, insbesondere eine ma¬ schinelle Ausbildung der Bogenstabilisierung ist jedoch erwünscht.

In einer nicht vorveröffentlichten älteren Patentanmeldung DE 103 28 175.4 wird unter anderem vorgeschlagen, die Plissierungsfalten in radia¬ ler oder tangentialer Richtung zusammenzudrücken, um maschinelle Nähte in einfacher Weise ausbilden zu können. Hierbei wird eine Ver- formung der Gefäßprothese im Querschnitt in Kauf genommen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf einfache Weise eine Sta¬ bilisierung des Bogens von Gefäßprothesen auszubilden, die insbeson¬ dere auch eine einfache maschinelle Fertigung mit verbessertem Ergeb¬ nis erlaubt.

Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Längsnaht die Prothesenwand unter Erhalt der faltenbalgartigen Struktur und in in Längsrichtung kompaktiertem Zustand der Plissierung rafft.

Durch die Erfindung ergeben sich zahlreiche Vorteile. Einerseits wird durch die Kompaktierung der Plissierung und durch das damit zusam¬ menhängende dichte Aneinanderliegen der einzelnen Falten der Plissie¬ rung eine effektive Ausgestaltung des Bogens erhalten. Auf der anderen Seite stützen sich die eng aneinander liegenden Falten der Plissierung gegenseitig ab, so dass die Anbringung einer Naht, deren Stiche die kompaktierte Prothesenwand radial durchdringen in einfacher Weise angebracht werden, ohne dass die Struktur der Plissierung aufgehoben, d.h. die Plissierung in radialer Richtung zusammengedrückt wird. Durch die Kompaktierung kann die Naht auch stramm angelegt und damit zug- fest ausgebildet werden. Der oder die Fäden der mindestens einen Naht können die Falten des kompaktierten Faltenbalges umschlingen, wo¬ durch der kompaktierte Zustand besonders gut aufrecht erhalten werden kann.

Die Gefäßprothese kann in üblicher Weise gewebt oder gewirkt sein. Die Plissierung kann mit in sich geschlossenen Ringen ausgebildet sein oder auch wendeiförmig verlaufen. Die Faltentiefe der Plissierung liegt in der Regel bei 0,5 bis 2,5 mm, vorzugsweise 1 bis 1 ,5 mm. Es sind in der Regel 3 bis 12, insbesondere 4 bis 8 Falten pro cm Prothesenlänge im entspannten nicht kompaktierten Zustand (gerades Stück) vorhanden. Die Bogenform der Gefäßprothese kann durch thermische Fixierung vorgeformt sein, was sich günstig auswirkt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Raffung ausschließlich durch die mindestens eine Längsnaht vorgenommen, gegebenenfalls unterstützt durch die thermische Vorfixierung. Es sind keine Quernähte oder weitere die Bogenform unterstützende Einrichtungen, wie Gestelle oder Stents vorgesehen.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird die mindestens eine Längsnaht von mindestens einem durchgehenden Faden gebildet. Diese Ausbildung erlaubt eine besonders einfache Herstellung. Wie bereits erwähnt, ist die mindestens eine Naht mit Vorteil als Maschinennaht ausgebildet. Sie kann insbesondere mit Hilfe einer Langarmnähmaschi¬ ne gefertigt werden. Die mindestens eine Naht ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung auf einer durch Stauchung kompaktier- ten Gefäßprothese mit eng aneinander liegenden Falten der Plissierung ausgebildet und hält die Gefäßprothese an der Bogeninnenseite in die¬ sem Zustand fest. Auf der Bogenaußenseite, die frei von einer Naht ist, ist die Plissierung unter Ausbildung des Bogens wieder aufgegangen.

Die Naht kann einfädig oder zweifädig ausgebildet sein. Wird die Naht mit einem Einfadensystem ausgebildet, dann eignet sich hierzu ein Ein¬ fachkettenstich. Ist die Naht als Zweifadensystem ausgebildet, dann eignet sich ein Doppelkettenstich. Auch ein Steppstich kann für die Aus¬ bildung der Naht vorgesehen sein.

Es gibt Nähte, die nicht von selbst gegen ein Auffädeln gesichert sind. Zumindest in solchen Fällen werden ein oder beide Fadenenden gegen ein unerwünschtes Aufgehen der Naht gesichert. Es kann auch vorteil¬ haft sein, insbesondere bei solchen Nähten, Zwischensicherungen vor- zusehen. Es können dann Bogenabschnitte ohne Gefahr des Auffädeins abgelängt werden. Die Sicherung der Fadenenden und vorzugsweise auch die Zwischensicherungen zwischen den Fadenenden können ma- schinell vorgenommen werden. Es ist auch möglich, Zwischensicherun¬ gen von Hand durchzuführen, beispielsweise durch Übernähen der Ma¬ schinennaht, z.B. mit Kreuzstichen. Dies kann insbesondere bei der Endkontrolle der fertigen Bögen geschehen, bei der auch gelegentlich vorkommende Maschenerweiterungen im Bereich der Naht, insbesonde¬ re mit Velourfäden, verschlossen werden.

Bei bestimmten Ausführungsformen können mehrere Nähte, insbeson¬ dere 2 bis 4 Nähte, in Längsrichtung parallel nebeneinander verlaufen. Dies kann insbesondere bei Aortenbögen mit großem Durchmesser von Vorteil sein. Der Abstand zwischen den parallelen Längsnähten kann mit Vorteil im Bereich von 1 bis 15, insbesondere 1 bis 3 mm, liegen, wobei Abstände über 10 mm bis 15 mm in der Regel nur bei zwei, außermitti¬ gen Längsnähten in Frage kommen. Es ist auch möglich, Teilnähte vor- zusehen, die sich gegenseitig ergänzen. So können in Längsrichtung mehrere parallele Teilnähte verlaufen, die sich vorzugsweise gegensei¬ tig überlappen. Dies kann von Vorteil sein, wenn aus einem größeren Bogen Teilstücke ausgeschnitten werden. Es können auch mehrere Teilnähte mit Zwischenabständen in Längsrichtung hintereinander an- geordnet sein. Dies bietet die Möglichkeit, den Bogen zu erweitern, d.h. den Radius zu vergrößern bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des kom- paktierten Zustandes der Plissierung im Nahtbereich. Auch die Nahten¬ den der Teilnähte sind vorzugsweise gegen ein unerwünschtes Lösen gesichert. Eine Sicherung der Nahtenden kann beispielsweise durch Nahtverdichtung, Vernähen, Verknoten oder Verriegeln vorgenommen werden. Weiterhin ist es mit Vorteil möglich, mehrere Nähte, insbeson¬ dere Teilnähte, mit dem selben Faden bzw. den selben Fäden ohne Fa¬ denunterbrechung auszubilden. Die nahtfreien Zwischenstücke der Pro¬ these können dann vom durchgehenden Faden überbrückt werden. Sämtliche Längsnähte sind vorzugsweise nur im Bereich der Bogenin- nenseite angeordnet. Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung beträgt die Länge des gerafften Längsbereiches der Gefäßprothese in Abhängigkeit vom Bogenmaß und/oder Durchmesser der Gefäßprothese mindestens 10 mm, insbesondere 20 bis 70 mm. Das Bogenmaß kann zwischen 60° und 270°, insbesondere zwischen 90° und 180°, liegen und erforderli¬ chenfalls auch größer sein. Der lichte Durchmesser liegt in der Regel bei 8 mm bis 50 mm, bei Aortenbögen eher im oberen Bereich. Die Naht¬ länge von Teilnähten, insbesondere von hintereinander und/oder ver¬ setzt nebeneinander angeordneten Teilnähten liegt in der Regel bei mindestens 5 mm, insbesondere im Bereich von 10 bis 20 mm. Die Stichlänge, insbesondere Schlingenlänge, der mindestens einen Naht beträgt mit Vorteil 1 bis 3 mm, insbesondere ca. 2 mm. Pro Stichlänge bzw. Schlingenlänge der Naht können zwei bis vier dicht aneinander lie¬ gende Plissierungsfalten, insbesondere drei Plissierungsfalten umfasst, insbesondere vollständig umschlungen sein. Da die Stiche nicht genau mit den Plissierfalten zusammenzufallen brauchen, braucht die Zahl der Plissierungsfalten, die von einer Stichlänge umfasst werden, nicht ganz¬ zahlig zu sein.

Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung verläuft die mindes¬ tens eine Längsnaht mit Vorteil zwischen zwei in Längsrichtung der Ge¬ fäßprothese verlaufenden Guidelines. Dadurch sind die Guidelines auf beiden Seiten des Bogens gut zu erkennen.

Mit Vorteil heben sich die Fäden in der Färbung deutlich von der Farbe des textilen Grundmaterials der Gefäßprothese ab. Dadurch ist auch während der Operation der Verlauf der Bogeninnenseite zu erkennen.

Als Fäden werden vorzugsweise multifile Fäden verwendet, insbesonde- re beschichtete Fäden. Es können Fäden mit der Fadenstärke 1/0 bis 5/0, vorzugsweise 2/0 bis 4/0 verwendet werden. Bei asymmetrischen Nähten, die auf der einen Seite der Gefäßwandung ein anderes Er- scheinungsbild zeigen als auf der anderen Seite, ist es mit Vorteil mög¬ lich, die mindestens eine Naht im umgestülpten Zustand der Gefäßpro¬ these anzubringen und danach zurückzustülpen.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Erzeugung einer gezielten, bleibenden Krümmung an einer künstlichen Gefäßprothese. Das Verfah¬ ren ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Gefäßprothese, die gegebe¬ nenfalls einen thermisch vorfixierten Bogen aufweist, axial gestaucht bzw. kompaktiert wird und die Naht an der Stelle bzw. den Stellen, an denen eine elastische Ausdehnung verhindert werden soll, angebracht wird, wonach man die Prothese unter Bildung der Bogenform axial ex¬ pandieren lässt. Die Erfindung umfasst femer eine Vorrichtung zur Er¬ zeugung einer gezielten, bleibenden Krümmung an einer künstlichen Gefäßprothese, bestehend aus einer Kettenstichnähmaschine mit einem Arm, der den Nähnadelantrieb für eine Nähnadel umfasst, einer Spule mit einem Faden, dessen Ende mit der Nähnadel geführt werden kann, einem Träger für das zu nähende Material mit einem Greifer, der den Faden nach Durchstehen des Materials mit der Nadel verkettet, und ei¬ ner Vorschubeinrichtung für das Material.

Außerdem betrifft die Erfindung eine künstliche Gefäßprothese, welche mittels eines Nähvorgangs eine gezielte bleibende Krümmung erfährt.

Vorzugsweise wird die gestauchte Prothese von einem Stützrohr aufge- nommen, auf dem auch die Stauchung vorgenommen werden kann.

Dadurch, dass die Gefäßprothese auf ein Stützrohr aufgebracht und auf diesem gestaucht wird, ist der Nähvorgang besonders einfach. Die Ge¬ fäßprothese wird über ihre Länge sehr gleichmäßig gestaucht. Das Stützrohr verhindert eine Biegung der Gefäßprothese während des Näh¬ vorgangs. Der Faden, der in axialer Richtung in die Wandung des elasti¬ schen Rohres eingenäht wird, verhindert nach Abziehen der Gefäßpro- these vom Stützrohr, dass die Gefäßprothese auf einem Teil des Um- fangs, nämlich im Bereich des genähten Bereichs zurückfedern kann. Auf der gegenüberliegenden Seite der Naht wird die Gefäßprothese we¬ niger stark behindert zurückzufedern. Auf diese Weise nimmt die Ge- fäßprothese nach Abziehen von dem Stützrohr automatisch einen Bo¬ gen an, dessen Krümmung von der ursprünglichen Stauchung und der Länge der Naht abhängig ist.

Es ist ein Vorteil, wenn das Stützrohr während des Nähvorgangs in axia- ler Richtung bewegt wird. Dies ermöglicht eine gleichförmige Naht.

Es ist vorteilhaft, die Naht mittels einer Nähnadel zu erzeugen. In die¬ sem Fall ist der einfache Kettenstich möglich und empfehlenswert.

Vorzugsweise taucht die Nähnadel durch die Gefäßprothese und durch ein in die Wandung des Stützrohres eingebrachtes Langloch oder ein¬ gebrachten Schlitz in das Innere des Stützrohres ein. Dann kann der Faden innerhalb der Gefäßprothese verknotet werden.

Aus dem gleichen Grund ist es vorteilhaft, wenn ein Fadengreifer im In¬ neren der Gefäßprothese und insbesondere des Stützrohres angebracht ist, der den Faden von der Nadel abnimmt und verkettet.

Um die Geschwindigkeit des Verfahrens zu erhöhen, ist es sinnvoll, den Fadengreifer rotieren zu lassen.

Es erhöht die Sicherheit, wenn das Stützrohr während seiner axialen Bewegung den rotierenden Fadengreifer umschließt. Es werden da¬ durch Verletzungen durch Hineingreifen vermieden.

Es ist von ganz besonderem Vorteil, wenn die Gefäßprothese vor der Aufnahme auf das Stützrohr auf links gewendet wird, also die Innenober- fläche nach außen und umgekehrt. Das bewirkt nämlich, dass die im Ket¬ tenstichverfahren innen vorgenommene Verknotung anschließend wieder nach außen gewendet wird. Damit stellen die Knoten kein Hindernis für die Blutzirkulation dar. Das so angewendete Verfahren erlaubt zudem eine ge- nauere Kontrolle der Nähnaht und eine bessere Bearbeitungsmöglichkeit der Verriegelungen oder Verknotungen am Anfang und Ende der Naht. Beispielsweise kann das Kürzen der Endfäden wesentlich genauer durch¬ geführt werden.

Es ist vorteilhaft, wenn die Stauchung der Gefäßprothese auf dem Stütz¬ rohr manuell vorgenommen wird. Das ermöglicht die einfachste und schnellste Anwendung des Verfahrens.

Bei absoluten Präzisionsarbeiten oder mehrfach wiederkehrenden glei- chen Arbeitsvorgängen kann es auch sinnvoll sein, eine Stauchungsvor¬ richtung für die Stauchung einzusetzen.

Dazu ist es sinnvoll, die Gefäßprothese wenigstens an einem verstellba¬ ren Endanschlag abzustützen. Damit ist eine genaue Einstellmöglichkeit und Replizierbarkeit des Vorgangs gewährleistet.

Für die Vorrichtung zur Herstellung einer gezielten bleibenden Krüm¬ mung einer Gefäßprothese ist es vorteilhaft, wenn ein Stützrohr vorhan¬ den ist, auf das die Gefäßprothese in gestauchter Form geschoben wer- den kann. Für den anschließenden Nähvorgang ist dadurch ein sicherer Halt gewährleistet.

Vorzugsweise entspricht der Außendurchmesser des Stützrohres in et¬ wa dem Innendurchmesser der Gefäßprothese. Dadurch wird der siche- re Halt unterstützt. Es ist von Vorteil, wenn das Stützrohr mit einer Vorschubeinrichtung verbunden ist. Dann wird die Gefäßprothese in gestauchter Form mit festem Sitz auf dem Stützrohr unterhalb der Nadel geführt, was zu ei¬ nem gleichmäßigen Nahtbild führt.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Unter¬ ansprüchen beschrieben.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine gekrümmte elastische Gefäß- prothese, die durch die angegebenen Maßnahmen in einem der Verfah¬ rensansprüche hergestellt wurde.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen in Verbindung mit der Zeichnung und den Unteransprüchen. Hierbei kön¬ nen die einzelnen Merkmale jeweils für sich alleine oder in Kombination miteinander verwirklicht sein. In der Zeichnung zeigen:

Figur 1 : eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungs- gemäßen Aortenbogens,

Figur 2: einen Schnitt entlang der Linien II. -II. nach Figur 1 ,

Figur 3: eine schematische Darstellung des Bereichs A an der In- nenseite des Aortenbogens nach Figur 1 ,

Figur 4: eine schematische Darstellung des Bereichs A in einer an¬ deren Ausführungsform,

Figur 5: eine schematische Darstellung des Bereichs A in einer wei¬ teren Ausführungsform, Figur 6: eine schematische Darstellung des Bereichs A in einer wei¬ teren Ausführungsform,

Fig. 7: schematisch eine erfindungsgemäß hergestellte Gefäßpro- these in perspektivischer Darstellung,

Fig. 8: schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Her¬ stellung der gekrümmten Gefäßprothese.

Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform gemäß den Fi¬ guren 1 und 2 ist ein Aortenbogen 1 vorgesehen, der einen Bogenab- schnitt 2 mit einer Umbiegung von 180° aufweist. An den Bogenab- schnitt schließen sich gerade Endstücke 3 an, die zum Annähen an die verbleibenden Reste der natürlichen Aorta dienen. Der Aortenbogen 1 besitzt einen Innendurchmesser von 33 mm sowie eine Plissierung mit sieben Falten 4 pro cm. Die Faltentiefe beträgt ca. 1 ,5 mm. Die Falten 4 sind an der Bogeninnenseite 5 dicht aneinander liegend und erweitern sich stetig bis zur Bogenaußenseite 6. Der verdichtete kompakte Zu¬ stand der Falten an der Bogeninnenseite 5 wird durch eine einzige Längsnaht 7 stabilisiert. Die Stiche der Längsnaht durchdringen den kompaktierten Faltenbalg an der Bogeninnenseite in radialer Richtung und bilden zusammenhängende schlaufenartige Schlingen, die jeweils ca. drei Falten umschließen. Auf den beiden Seiten des Aortenbogens befindet sich je eine Guideline 8, wobei die beiden Guidelines verschie- den breit ausgebildet sind. Das Nahtmaterial der Längsnaht 7 besitzt eine Färbung, die sich von der weißen Grundfärbung des Aortenbogens auch im mit Blut getränktem Zustand deutlich abhebt.

Der Faden der Längsnaht 7 ist ein multifiler mit Silikon beschichteter Fa- den mit der Fadenstärke 3/0. Die Naht beruht auf einem Einfadensys¬ tem, bei der ein Faden im Einfachkettenstich (Fig. 3) vernäht ist. Bei die¬ sem System wird eine Fadenschlaufe radial durch die Prothesenwand geführt, in Nahtrichtung umgelegt und beim nächsten Stich durch die nächste Schlaufe erfasst. Dadurch bildet sich eine Längskette von zu¬ sammenhängenden Schlaufen. Auf der anderen Seite ist der einzelne Faden von Stich zu Stich in Längsrichtung geführt.

Zur Herstellung der Längsnaht wird zweckmäßigerweise ein zur Bildung des Aortenbogens verwendeter Abschnitt einer gewirkten Gefäßprothe¬ se mit Plissierung bzw. Faltenbalg auf einer Stützvorrichtung geradlinig in Längsrichtung so weit wie möglich zusammengeschoben, bis die ein- zelnen Falten des Faltenbalges in kompaktiertem Zustand parallel dicht nebeneinander liegen. In diesem Zustand wird die Längsnaht zum Bei¬ spiel mit einer Langarmnähmaschine angefertigt, wobei der Faden die kompaktierten Falten radial durchdringt. Die Fadenenden werden durch Fadenverdichtung gegen unerwünschtes Aufgehen verriegelt. Es sind auch Zwischenverriegelungen möglich. Beim Abziehen des kompaktier¬ ten Faltenbalges von der Stützvorrichtung entspannen sich die Falten der Plissierung wieder bis auf die Falten, die durch die Längsnaht an der Bogeninnenseite an einem Auseinandergehen gehindert sind. Dadurch bildet sich ein gleichmäßiger Aortenbogen aus. Die Länge der Längs- naht beträgt ca. 50 mm.

Die Figuren 3 bis 6 zeigen verschiedene Ausführungsformen von Längsnähten, die sich ausnahmslos an der Bogeninnenseite befinden. Figur 3 zeigt die einzige Längsnaht 7 der Ausführungsform nach Figur 1. Bei der Ausführungsform nach Figur 4 sind drei parallele Längsnähte 9 vorgesehen, die einen Abstand von 1 bis 2 mm voneinander haben. Fi¬ gur 5 zeigt Teillängsnähte 10, die in zwei Reihen im Abstand von 2 mm unter gegenseitigem Versatz angeordnet sind. Die Teillängsnähte haben eine Länge von ca. 10 mm. Die Fadenenden sind jeweils gegen Aufge- hen gesichert. Figur 6 zeigt in einer Linie verlaufende Teillängsnähte 11 , die jeweils Unterbrechungen 12 zwischen sich aufweisen. Die Unterbre¬ chungen 12 haben die Folge, dass der Faltenbalg in deren Bereich nicht kompaktiert ist, d.h. nach der Anfertigung der Naht sich wieder aus¬ dehnt. Durch solche Unterbrechungen ist es möglich, die Größe der Bo- genweite bzw. des Bogenradius zu steuern. Die Teillängsnähte 11 und/oder die Unterbrechungen 12 zwischen diesen können durch ent- sprechende Steuerung der Naht auch unterschiedliche Größe aufwei¬ sen, wodurch von der Kreisbogenform abweichende Bogenformen aus¬ gebildet werden können. Ist es bei Nähten, die auf der einen Seite ein anderes Erscheinungsbild haben als auf der anderen Seite erwünscht, eine bestimmte Nahtseite außen zu haben, dann kann dies dadurch be- einflusst werden, dass die Prothese vor dem Zusammenschieben und Anbringen der Naht gegebenenfalls umgestülpt und danach wieder zu¬ rückgestülpt wird.

Durch das Zusammenhalten der kompaktierten Bereiche des Falten- balgs an der Bogeninnenseite wird eine gleichmäßige Bogenform erhal¬ ten. Der kreisrunde Innenquerschnitt des Aortenbogens bleibt trotz der maschinellen Fertigung der Naht, bei der ein gewisser Anpressdruck er¬ forderlich ist, aufrecht erhalten.

Der erfindungsgemäße Aortenbogen kann in üblicher Weise imprägniert und in steriler Form verpackt werden. Falls nicht die gesamte Bogenlän¬ ge zum Einsatz kommt, kann vor der Operation ein entsprechender Bo- genabschnitt abgeschnitten werden. Hier sind Aortenbögen mit solchen Nähten bevorzugt, die Zwischenverriegelungen der Fäden aufweisen oder Teilnähte mit jeweiliger Endverriegelung besitzen.

Die maschinelle Fertigung kann auch noch dadurch erleichtert werden, dass mehrere Nähte, z.B. parallele Nähte oder Teilnähte, mit durchge¬ hendem Faden genäht werden, der dann die Zwischenbereiche über- brückt, wie dies in Figur 6 schematisch dargestellt ist. Fig. 7 stellt eine erfindungsgemäß hergestellte elastische Gefäßprothese dar. Sie besteht aus einem biokompatiblen, dauerfesten Material, bei¬ spielsweise aus Polyethylenterephthalat. Die Größenordnung der Durchmesser bewegt sich im zweistelligen Millimeterbereich, vorzugs- weise im Bereich von 20 bis 40 mm. Während der Herstellung der Krümmung wird die Gefäßprothese gestaucht auf ein Stützrohr 23 auf¬ geschoben und mit wenigstens einer, sich wenigstens über einen Teil der Wandungslänge erstreckenden Naht 22 versehen. Diese sorgt nach dem Abziehen der Gefäßprothese 21 vom Stützrohr 23 und nach der Entspannung der elastischen Stauchung dafür, dass die Stauchung im Bereich der Naht 22 erhalten bleibt. Mit größer werdendem Abstand von der Naht 22 auf dem Umfang der Gefäßprothese 21 entspannt sich die Wandung immer deutlicher und kann sich wieder elastisch ausdehnen. Dadurch kommt es automatisch zu einer Verbiegung der Gefäßprothese 21. Die Naht 22 wird mit einem biokompatiblen Faden 33, z.B. aus Poly¬ ethylenterephthalat erzeugt. Es ist manchmal vorteilhaft, die Gefäßpro¬ these 21 vor dem gestauchten Aufbringen auf das Stützrohr 23 umzu¬ wenden, das heißt, die Außenseiten nach innen zu kehren und umge¬ kehrt. Wendet man die Gefäßprothese 21 nach Fertigstellung wieder, sind die Verknotungen dann außen und stören nicht die Blutzirkulation.

In Fig. 8 ist in vereinfachter Darstellung eine geeignete Vorrichtung zur Erzeugung einer Krümmung einer Gefäßprothese 21 dargestellt. Ihre Ausgestaltung ähnelt sehr einer bekannten Kettenstichnähmaschine mit einem unteren Träger 28 mit Fadengreifer 31 zur Materialauflage und einem Arm 34, von dem die Nadelbewegung eingeleitet wird.

In der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der feststehende Träger 28 von einem Stützrohr 23 umgeben. Mit Hilfe einer Vorschubeinrichtung 27, die mit dem Stützrohr 23 verbunden ist, kann das Stützrohr 23 axiale Bewegungen ausführen. Dafür ist ein Vorschubantrieb 25 vorgesehen. Der Arm 34 unterscheidet sich nicht von dem einer handelsüblichen Ket¬ tenstichnähmaschine. In einer Führung wird der Hub der Nähnadel 35 durch einen Nähnadelantrieb 24 vorgenommen. Von einer in der Nähe angeordneten Spule 32 wird ein Faden 33 zur Nähnadel 35 geführt.

Das Stützrohr 23 ist mit einem Langloch 36 in der Wandung in axialer Ausrichtung versehen, durch das die Nähnadel 35 während des Näh¬ vorgangs hindurchtreten kann. Die Länge des Langlochs 36 entspricht dem maximalen Vorschubweg der Vorschubvorrichtung.

Das Stützrohr 23 dient zur Aufnahme der Gefäßprothese 21. Diese kann entweder manuell auf dem Stützrohr 23 gestaucht werden. Dazu sind ein oder zwei verstellbare Anschläge für die Gefäßprothese 21 auf dem Stützrohr vorgesehen. Es ist aber auch möglich, den Vorgang zu auto- matisieren und einen nicht in der Figur dargestellten motorisch verfahr¬ baren Anschlag 30 vorzusehen, der bei jeder zu bearbeitenden Gefä߬ prothese 21 zu einer gleichmäßigen Stauchung führt.

Es ist häufig von Vorteil, wenn der Innendurchmesser der Gefäßprothe- se 21 dem Außendurchmesser des Stützrohres 23 in etwa entspricht, vorzugsweise nur geringfügig kleiner ist. Dadurch wird ein sicherer Halt auf dem Stützrohr 23 während des Nähvorgangs gewährleistet.

Durch den Vorschub des Stützrohres 23 kann die gestauchte Gefäßpro- these 21 oberhalb des Langlochs 36 mit einer Naht 22 versehen wer¬ den. Am Ende des Trägers 28, innerhalb des Stützrohres 23 ist ein Fa¬ dengreifer 31 angeordnet, der den mit der Nähnadel 35 eingebrachten Faden 33 aufnimmt und verkettet. Wie bei bekannten Kettenstichnäh¬ maschinen ist es von Vorteil, wenn der Fadengreifer 31 rotiert und die Rotation mit der Hubbewegung der Nadel abgestimmt ist. Dazu ist ein Greiferantrieb 26 vorgesehen. Vorteilhafterweise umschließt das Stützrohr 23 während des gesamten Nähvorgangs den Fadengreifer 31. Die Gefahr, mit der Hand in den ro¬ tierenden hakenförmigen Fadengreifer 31 zu fassen, ist damit ausge¬ schlossen. Das Stützrohr 23 sollte dabei von seiner Steifigkeit her so ausgelegt sein, dass sich seine Querschnittsform während des Nähvor¬ gangs aufgrund der radialen Belastung durch die Nähnadel 35 auf die aufgeschobene Gefäßprothese 21 nicht oder nur unmerklich verändert.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Durchmesser eines rotie- renden Fadengreifers 31 nicht mehr als 3 mm kleiner ist als der Innen¬ durchmesser des Stützrohres 23. Oder umgekehrt ausgedrückt braucht der Innendurchmesser des Stützrohres 23 - ausreichende Steifigkeit des Stützrohrmaterials vorausgesetzt - nur wenig größer zu sein als der Greiferdurchmesser. Dies ist deshalb von Vorteil, weil die Fadengreifer 31 einen Mindestdurchmesser für das sichere Funktionieren beim Grei¬ fen und Verketten des Fadens 33 benötigen.

Es sei noch erwähnt, dass der Schutzumfang des Verfahrens auch um¬ fassen soll, eine bereits auf thermischem oder chemischem Wege er- zeugte Vorkrümmung einer Gefäßprothese zu stabilisieren. Ferner um- fasst das Verfahren bevorzugt den Einsatz einer Gefäßprothese , die eine Plissierung aufweist. Eine solche Gefäßprothese lässt sich beson¬ ders gleichmäßig kompaktieren bzw. stauchen.