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Patent Searching and Data


Title:
LOOM WITH DETACHABLE CONNECTION BETWEEN A DRIVE MEANS AND THE WARP BEAM OF A LOOM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/116959
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a loom (1) with a warp beam (2) and a drive means (3), in particular, a warp beam gear, whereby the warp beam (2) has a warp beam flange (2.2) and a detachable connection is provided between the warp beam flange (2.2) and the drive means (3), said drive means (3) being mounted in a drive-side frame wall (4) of the loom (1) and the warp beam (2), the warp beam flange (2.2) and the drive means (3) are arranged on a common rotational axis (5). The drive means (3) is connected to the warp beam flange (2.2) by means of screws and the frame wall (4) is provided with recesses such that the screws may be screwed through the recesses and drillings in the drive means (3) into the warp beam flange (2.2).

Inventors:
Werner, Marcus (Gerberstr. 14, Weingarten, 88250, DE)
Obermayr, Daniel (Maximilianstr. 29, Lindau, 88131, DE)
Eberle, Martin (Wildberg 72, Weissensberg, 88138, DE)
Schiller, Peter (Kemptener Str. 46, Lindau, 88131, DE)
Application Number:
PCT/DE2006/000552
Publication Date:
November 09, 2006
Filing Date:
March 29, 2006
Export Citation:
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Assignee:
Lindauer, Dornier Gesellschaft Mbh (Rickenbacher Str. 119, Lindau, 88129, DE)
Werner, Marcus (Gerberstr. 14, Weingarten, 88250, DE)
Obermayr, Daniel (Maximilianstr. 29, Lindau, 88131, DE)
Eberle, Martin (Wildberg 72, Weissensberg, 88138, DE)
Schiller, Peter (Kemptener Str. 46, Lindau, 88131, DE)
International Classes:
D03D49/06; D03D49/04
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Claims:
Patentansprüche
1. Webmaschine (1) mit einem Kettbaum (2) und einem Antriebsmittel (3), insbesondere einem Kettbaumzahnrad, dafür, wobei der Kettbaum (2) einen Kettbaumflansch (2.2) aufweist und eine lösbare Verbindung zwischen dem Kettbaumflansch (2.2) und dem Antriebsmittel (3) vorgesehen ist, wobei das Antriebsmittel (3) in einer antriebsseitigen Gestellwand (4) der Webmaschine (1) gelagert ist und der Kettbaum (2), der Kettbaumflansch (2.2) sowie das Antriebsmittel (3) auf einer gemeinsamen Drehachse (5) angeordnet sind, wobei wenigstens zwei Bohrungen (3.1) in dem Antriebsmittel (3) und wenigstens zwei Gewindebohrungen (2.4) in dem Kettbaumflansch (2.2) derart angeordnet sind, dass das Antriebsmittel (3) mittels wenigstens zwei Schrauben (6) mit dem Kettbaumflansch (2.2) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestellwand (4) derart mit Ausnehmungen (4.1) versehen ist, dass die Schrauben (6) durch die Ausnehmungen (4.1) und das Antriebsmittel (3) hindurch in den Kettbaumflansch (2.2) ein und ausschraubbar sind.
2. Webmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Markierungen (3.2, 4.2) am Antriebsmittel (3) und an der Gestellwand (4) vorgesehen sind, welche anzeigen, wenn eine Abstützung (8), welche kettbaumseitig am Antriebsmittel (3) mit diesem sich mitbewegend angeordnet ist, eine den Kettbaum (2) haltende Position einnimmt.
3. Webmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben (6) nur dann ein und ausschraubbar sind, wenn eine Abstützung (8), welche kettbaumseitig am Antriebsmittel (3) mit diesem sich mitbewegend angeordnet ist, eine den Kettbaum (2) haltende Position einnimmt.
4. Webmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (3.1) im Antriebsmittel (3), gemäß einem asymmetrischen Bohrbild angeordnet sind, dass auch die Ausnehmungen (4.1) in der Gestellwand (4) gemäß dem genannten Bohrbild angeordnet sind und dass das Antriebsmittel (3) so nahe an der Gestellwand (4) angeordnet ist, dass die Schrauben (6) nur dann ein und ausschraubbar sind, wenn das Antriebsmittel (3) in einer Winkelposition steht, in der die Bohrungen (3.1) im Antriebsmittel (3) gegenüber den Ausnehmungen (4.1) in der Gestellwand (4) stehen und die Abstützung (8) eine den Kettbaum (2) haltende Position einnimmt.
5. Webmaschine (1) mit einem Kettbaum (2) und einem Antriebsmittel (3), insbesondere einem Kettbaumzahnrad, dafür, wobei der Kettbaum (2) einen Kettbaumflansch (2.2) aufweist und eine lösbare Verbindung zwischen dem Kettbaumflansch (2.2) und dem Antriebsmittel (3) vorgesehen ist, wobei das Antriebsmittel (3) in einer antriebsseitigen Gestellwand (4) der Webmaschine gelagert ist und der Kettbaum (2), der Kettbaumflansch (2.2) sowie das Antriebsmittel (3) auf einer gemeinsamen Drehachse (5) angeordnet sind, wobei in dem Antriebsmittel (3) eine Bohrung (3.1) und in dem Kettbaumflansch wenigstens eine Gewindebohrung (2.4) exzentrisch zur Drehachse (5) so angeordnet ist, dass das Antriebsmittel (3) mittels einer Schraube (6) mit dem Kettbaumflansch (2.2) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestellwand (4) derart mit wenigstens einer Ausnehmung (4.1 ) versehen ist, dass die Schraube (6) durch die Ausnehmung (4.1) und das Antriebsmittel (3) hindurch in den Kettbaumflansch (2.2) ein und ausschraubbar sind.
6. Webmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Markierungen am Antriebsmittel (3) und an der Gestellwand (4) vorgesehen sind, welche anzeigen, wenn eine Abstützung (8), welche kettbaumseitig am Antriebsmittel (3) mit diesem sich mitbewegend angeordnet ist, eine den Kettbaum (2) haltende Position einnimmt.
7. Webmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (6) nur dann ein und ausschraubbar ist, wenn eine Abstützung (8), welche kettbaumseitig am Antriebsmittel (3) mit diesem sich mitbewegend angeordnet ist, eine den Kettbaum (2) haltende Position einnimmt.
8. Webmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (3) so nahe an der Gestellwand (4) angeordnet ist, dass die Schraube (6) nur dann ein und ausschraubbar ist, wenn das Antriebsmittel (3) in einer Winkelposition steht, in der die Bohrung (3.1) im Antriebsmittel (3) gegenüber einer Ausnehmung (4.1) in der Gestellwand (4) steht und die Abstützung (8) eine den Kettbaum (2) haltende Position einnimmt.
9. Webmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass so viele Gewindebohrungen (2.4) in dem Kettbaumflansch (2.2) angeordnet sind, dass der Kettbaum (2) in mehreren Winkelstellungen zwischen dem Antriebsmittel (3) und dem Kettbaumflansch (2.3), bezogen auf die gemeinsame Drehachse (5), mit dem Antriebsmittel (3) verschraubbar ist.
10. Webmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schraube (6) als Passschraube ausgebildet ist.
11. Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (4.1) in der Gestellwand (4) derart ausgebildet sind und dass der Abstand zwischen dem Antriebsmittel (3) und der Gestellwand (4) derart ausgeführt ist und dass zumindest eine Schraube (6) bei nicht eingedrehtem Zustand mittels eines energiespeichernden Mittels (9) derart beaufschlagt wird, dass die zumindest eine Schraube (6) so weit in die Ausnehmungen (4.1) der Gestellwand (4) hineinragt, dass eine einen bestimmten Drehwinkel überschreitende Drehbewegung des Antriebsmittels (3) um die gemeinsame Drehachse (5) blockiert ist.
12. Webmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der zumindest einen Schraube (6) ein Sicherungselement (10) und an dem Antriebsmittel (4) eine Endbegrenzung (11) derart angeordnet sind, dass die zumindest eine Schraube (6) nur bis zu einer vorgegebenen Endlage entgegen ihrer Einschraubrichtung verschiebbar ist.
13. Webmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schraube (6) so dimensioniert ist, dass sie im Fall des Blockierens dem Drehmoment eines antreibenden Motors (7) standhält.
14. Webmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (7) mit einem Abschaltschutz versehen ist, mittels welchem der Motor (7) im Fall des Blockierens abschaltbar ist.
Description:
Webmaschine mit lösbarer Verbindung zwischen einem Antriebsmittel und dem Kettbaum einer Webmaschine

Die Erfindung betrifft eine Webmaschine mit einem Kettbaum und einem Antriebsmittel, insbesondere einem Kettbaumzahnrad, dafür, wobei der Kettbaum einen

Kettbaumflansch aufweist und eine lösbare Verbindung zwischen dem Kettbaumflansch und dem Antriebsmittel vorgesehen ist.

Derartige Webmaschinen mit stirn- oder wellenverzahnten Kupplungen, welche mechanisch oder hydraulisch ausgelöst werden, sind bekannt.

Beispielsweise sind aus EP 1 057 912 und DE 197 24 150 Lösungen bekannt, bei denen das Antriebsdrehmoment über stirnverzahnte schaltbare Kupplungen übertragen wird. Eine spielfreie, kontinuierliche Übertragung des hohen Antriebsdrehmomentes beim Weben mit hoher Kettfadenspannung wird durch zusätzliche Sicherungselemente erreicht. Beide Lösungen haben die Nachteile einer aufwändigen Bauweise und einer komplizierten Bedienung. Dadurch verlängert sich die benötigte Zeit zum Kettbaumwechsel, und es besteht die Gefahr einer Beschädigung von Maschine und Produkt durch unsachgemäße Bedienung.

Bekannte Kupplungen mit einer Wellenverzahnung zur Verbindung von Kettbaumwelle und Antriebsmittel haben den Nachteil, dass die Verbindung nicht spielfrei funktioniert. Dies führt zu unkontrollierten Veränderungen der Kettfadenspannung im Betrieb und damit zu einer Beeinträchtigung der Gewebequalität. Zwar wird dieser Nachteil bei der in EP 0 666 345 beschriebenen Lösung mittels eines zusätzlichen Spannelements aufgehoben, welches die Wellenverzahnungen von

Kettbaumwelle und Kettbaumzahnrad gegeneinander verspannt, diese Lösung hat jedoch den Nachteil einer aufwändigen Bauweise. Ein weiterer Nachteil ergibt sich durch das axiale Verschieben des Kettbaumzahnrades im Bezug auf das antreibende Ritzel bei jedem Trennen der Antriebsverbindung. Diese verschiebbare Verbindung zwischen Antriebsritzel und Kettbaumzahnrad erfordert ein bestimmtes Anfangsspiel in der

Verzahnung und unterliegt zudem einem gewissen Verschleiß. D.h. auch mit der Lösung gemäß EP 0 666 345 ist keine dauerhaft spielfreie Übertragung des Drehmoments sichergestellt.

Alle beschriebenen Ausführungen mit stim- oder wellenverzahnten Kupplungen benötigen außerdem verhältnismäßig viel Platz. Dies steht den Bestrebungen nach einer möglichst geringeren Baubreite der Webmaschine entgegen.

Als platzsparende Lösung hat die Anmelderin bei Webmaschinen bereits realisiert, das Antriebsmittel z.B. in Form eines Zahnrades direkt auf der Kettbaumwelle oder dem Kettbaumrohr zu verschrauben und das Zahnrad bei jedem Kettbaumwechsel mit dem Kettbaum aus der Webmaschine auszubauen. Dies erschwert jedoch den weiteren Transport des Kettbaumes. Es besteht zudem die Gefahr einer Beschädigung der Verzahnung am Kettbaumzahnrad während des Transports und während des Wechsels des Kettbaumzahnrades auf einen neuen Kettbaum. Der Wechsel des Kettbaumzahnrades von dem alten auf den neuen Kettbaum stellt neben dem zusätzlichen Arbeitsaufwand auch eine weitere Verletzungsgefahr für den Bediener beim Hantieren mit dem losen, schweren Kettbaumzahnrad dar.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Webmaschine der beschriebenen Art zu schaffen, welche eine kompakte, stabile Bauweise aufweist, eine hoch belastbare und dauerhaft spielfreie Übertragung des Drehmomentes auf den Kettbaum sicherstellt sowie einen einfachen Wechsel des großen und schweren Kettbaumes ermöglicht. Des weiteren sollen mit der Erfindung Personen- und Sachschäden als Folge von Bedienfehlern beim Kettbaumwechsel verhindert werden.

Diese Aufgabe wird mittels einer Webmaschine mit den Merkmalen gemäß den Ansprüchen 1 und 5 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen definiert.

Danach ist das Antriebsmittel, vorzugsweise ein Kettbaumzahnrad, gemäß den Ansprüchen 1 und 5 mittels einer oder mehrerer Schrauben mit dem Kettbaum verbindbar, wobei die Schrauben durch Ausnehmungen in der Gestellwand hindurch zu bedienen sind. Unter Ausnehmungen werden hier z.B. Bohrungen und Durchbrüche jeglicher Form und Größe sowie seitliche Einschnitte in der Gestellwand verstanden. Die Schrauben sind in ihrer Anzahl und Dimensionierung so ausgelegt, dass eine sichere und spielfreie Übertragung des Drehmomentes vom Antriebsmittel auf den Kettbaumflansch gewährleistet ist. Die Bedienung der Schrauben durch die Ausnehmungen in der Gestellwand hindurch ermöglicht eine sehr enge Anordnung vom Antriebsmittel zur Gestellwand und damit eine kompakte Bauweise. Die kompakte Bauweise spart zum

einen Bauraum und erhöht zum anderen die Stabilität des Antriebes. Insbesondere bei schnelllaufenden Webmaschinen wird damit auch die Vibrationsneigung vorteilhaft minimiert. Das Fest- und Losschrauben des Kettbaumes kann von der Außenseite der Gestellwand erfolgen, was erheblich einfacher und sicherer ist, als eine Bedienung von der Innenseite.

Das Antriebsmittel ist in einer antriebsseitigen Gestellwand gelagert. Über das Antriebsmittel kann auch der Kettbaum antriebsseitig in der Gestellwand gelagert sein, solange er mit dem Antriebsmittel verschraubt ist. Für eine stabile, langlebige Lagerung des Antriebsmittels in der Gestellwand ist die beschriebene enge Anordnung von Vorteil, weil mit kleinem axialen Abstand zwischen dem Antriebsmittel und der Lagerstelle auch die vom Lager aufzunehmenden Kräfte relativ gering sind, insbesondere dann, wenn das Antriebsmittel vom Kettbaum losgeschraubt ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung bleibt, bei Verwendung eines Zahnrades als Antriebsmittel, der antriebsseitige Eingriff der Zahnräder auch beim Kettbaumwechsel unverändert bestehen. Dies ermöglicht enge Toleranzen in der Verzahnung, und die Verzahnung unterliegt einem geringen Verschleiß, was wiederum eine dauerhaft nahezu spielfreie Übertragung des Drehmomentes auch an dieser Stelle gewährleistet. Bei der Herstellung sind keine aufwändigen Fertigungsmaßnahmen notwendig, die ein axiales Verschieben der Zahnräder gegeneinander zulassen, das Spiel in Umfangsrichtung jedoch minimieren.

Bei der Ausführung mit nur einer Schraube ist diese in einer exzentrisch angeordneten Bohrung im Antriebsmittel aufgenommen, wobei der Kettbaumflansch durch wenigstens ein weiteres, mit dem Kettbaumflansch und dem Antriebsmittel wirkverbundenes Element in der gemeinsamen Drehachse zentriert und fixiert wird. Dieses Element ist z.B. eine Passnabe oder ein Passstift.

Um einen Kettbaumwechsel einfach zu machen, ist in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung eine Abstützung kettbaumseitig am Antriebsmittel mit diesem sich mitbewegend angeordnet. Die Abstützung kann beispielsweise als ein Paar von Stützlagern ausgeführt sein, auf dem sich der Kettbaum sowohl beim Ein- als auch beim Ausbau abstützt, solange er nicht mit dem Antriebsmittel verbunden ist. Diese Zwischenlagerung erleichtert vor allem beim Einbau des Kettbaums das Ausrichten der Gewindebohrungen im Kettbaumflansch auf die Bohrungen im Antriebsmittel und danach das Eindrehen der Schrauben. Trotz des hohen Gewichtes des Kettbaumes lässt sich

dieser auf drehbeweglichen Stützlagern mit nur geringem Kraftaufwand rotieren. Eine zusätzliche Zwischenlagervorrichtung z.B. in Form eines separaten Lagerständers ist damit nicht mehr erforderlich.

Für einen einfachen und sicheren Ablauf des Kettbaumwechsels sind vorteilhaft Markierungen am Antriebsmittel und an der antriebsseitigen Gestellwand vorgesehen, welche dem Bediener anzeigen, wenn die genannte Abstützung eine den Kettbaum haltende Position einnimmt. Bei Stützrollenlagern wäre dies z.B. eine untere Position, in welcher der Kettbaum auf den Stützrollen aufliegt. Die Markierungen können sowohl visuell zu erfassende Markierungen, als auch elektronische Markierungen sein, welche z.B. von signalübertragend mit einer Steuerung der Webmaschine verbundenen Sensoren erfasst werden. Die Sensoren signalisieren der Steuerung, wenn das Antriebsmittels in einer geeigneten Stellung zum Ein- und Ausbau des Kettbaumes steht. Die Steuerung kann dem Bediener dann z.B. auf einem Bedienpult eine entsprechende Anzeige generieren. Eine visuell zu erfassende Markierung wird vorteilhaft so an der Webmaschine angebracht, dass aus verschiedenen Positionen eindeutig erkennbar ist, wenn das Antriebsmittel in einer geeigneten Stellung zum Ein- und Ausbau des Kettbaumes steht.

Um den Kettbaumwechsel weiter gegen Bedienfehler abzusichern, ist gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung vorgesehen, dass die Verbindung nur in einer für den Kettbaumwechsel geeigneten Winkelstellung des um die gemeinsame Drehachse angeordneten Antriebselementes gelöst und verschraubt werden kann. Die geeignete Winkelstellung ist wiederum durch die Anordnung der Abstützung vorgegeben.

Eine bevorzugte Möglichkeit dieser Absicherung lässt sich durch ein Bohrbild mit einer asymmetrischen Anordnung der Durchgangsbohrungen im Antriebsmittel, eine entsprechende Anordnung der Ausnehmungen in der Gestellwand und durch einen kleinen Abstand zwischen dem Antriebsmittel und der Gestellwand erreichen. Sind die Ausnehmungen in der Gestellwand beispielsweise als Durchgangsbohrungen ausgestaltet, die nur einen unwesentlich größeren Durchmesser als die Schraubenköpfe haben, und sind diese Durchgangsbohrungen in der Gestellwand nach dem selben Bohrbild angeordnet wie die Bohrungen im Antriebsmittel, so lassen sich die Schrauben nur ein- und ausschrauben, wenn das Bohrbild im Antriebsmittel in der Winkelstellung steht, in der es dem Bohrbild in der Gestellwand deckungsgleich gegenüber steht. In dieser Winkelstellung steht die Abstützung in einer den Kettbaum haltenden Position. Als asymmetrische Anordnung werden hier verschiedene Arten von Asymmetrie verstanden.

Zum Beispiel sind das Anordnungen, bei denen die Bohrungen alle mit dem gleichen Abstand zur zentralen Drehachse, jedoch mit unterschiedlichem Winkel zueinander angeordnet sind, oder es sind z.B. Bohrungen, welche mit unterschiedlichem Abstand zur zentralen Drehachse, jedoch mit gleichem Winkel zueinander angeordnet sind oder es sind z.B. Bohrungen, welche mit unterschiedlichem Abstand zur zentralen Drehachse und mit unterschiedlichem Winkel zueinander angeordnet sind. Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung mit nur einer Schraube, welche exzentrisch angeordnet ist, wird die beschriebene Absicherung vorteilhaft verwirklicht, indem das Ein- und Ausschrauben der Schraube durch die Gestellwand und das eng angeordnete Antriebsmittel hindurch in und aus dem Kettbaumflansch vorzugsweise nur möglich ist, wenn die Bohrung im Antriebselement genau gegenüber einer entsprechend geformten Ausnehmung in der Gestellwand steht.

Eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass im Kettbaumflansch mehr Gewindebohrungen, als Bohrungen im Antriebsmittel angeordnet sind. Durch eine entsprechende Anordnung der Gewindebohrungen kann der Kettbaumflansch und damit der Kettbaum auch bei asymmetrisch angeordneten Bohrungen im Antriebsmittel in mehreren Winkelstellungen, bezogen auf die gemeinsame Drehachse, eingebaut werden. So muss der neue, schwere Kettbaum beim Einbau weniger weit in eine geeignete Winkelstellung gedreht werden.

Die gleiche Erleichterung lässt sich bei der Erfindung mit einer exzentrisch angeordneten Bohrung im Antriebsmittel durch mehrere Gewindebohrungen im Kettbaumflansch erreichen.

Zur Zentrierung des Kettbaumes im Bezug auf die gemeinsame Drehachse sind eine oder mehrere Schrauben vorzugsweise als Passschrauben ausgeführt.

Mögliche Schäden durch Bedienfehler während des Kettbaumwechsels an einer Webmaschine der beschriebenen Art werden durch eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vermieden. Danach ist der Kopf der wenigstens einen Schraube kleiner als die Ausnehmung in der Gestellwand. Das Antriebsmittel mit den Schrauben ist so nahe an der Gestellwand angeordnet, dass jede nicht eingedrehte Schraube mit ihrem Schraubenkopf zwangsweise in die Ausnehmung der Gestellwand hinein ragt. Damit jede nicht eingedrehte Schraube weit genug in die entsprechende Ausnehmung hineinragt, um eine weitere Drehbewegung des Antriebsmittels in jedem Fall zu blockieren, ist an jeder Schraube ein mit der Schraube wirkverbundenes

energiespeicherndes Mittel, insbesondere eine Druckfeder, angeordnet. Die Druckfeder schiebt die Schraube entgegen ihrer Einschraubrichtung in die Ausnehmungen der Gestellwand. Dazu stützt sich die Druckfeder an einem Absatz an der Innenfläche der Bohrung im Antriebsmittel ab. Um zu verhindern, dass die nicht eingedrehte Schraube von der Druckfeder jedoch ganz aus der Bohrung im Antriebsmittel herausgedrückt wird, ist sie mittels eines Sicherungselementes, z.B. eines Sicherungsringes, gesichert. Das Sicherungselement wirkt zusammen mit einer am Antriebsmittel vorgesehenen Endbegrenzung, z.B. einer am Innenumfang der jeweiligen Bohrung im Antriebsmittel angeordneten Passbuchse, und hält die wenigstens eine Schraube in einer vorgegebenen Endlage. Jede nicht eingedrehte Schraube wird auf diese Weise von dem energiespeichernden Mittel gegen die Endbegrenzung gedrückt und in dieser vorgegebenen Lage gehalten.

Jede Schraube ist so dimensioniert, dass sie dem Drehmoment eines antreibenden Motors standhält. Das bedeutet, dass eine nicht eingedrehte Schraube den Antrieb des

Kettbaumes blockiert, dadurch dass sie an der Innenseite der jeweiligen Ausnehmung in der Gestellwand ansteht.

Ein vorzugsweise vorgesehener Abschaltschutz am Motor schaltet diesen bei einer

Blockierung ab. Auf diese Art werden Schäden an der Webmaschine und am Produkt vermieden, die durch einen Betrieb mit nicht eingedrehten Schrauben und nur teilweise befestigtem Kettbaum ansonsten entstehen könnten.

Die Erfindung und weitere sich ergebende Vorteile werden nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.

In den anliegenden Zeichnungen zeigen:

Figur 1 : eine Seitenansicht auf die Antriebsseite des Kettbaums;

Figur 2: eine Ansicht der Antriebsseite des Kettbaumes mit den Antriebselementen;

Figur 3: eine Schnittdarstellung der Antriebselemente des Kettbaumes gemäß

Schnitt C-C in Figur 1; und

Figur 4: eine Detailvergrößerung D aus Figur 3.

In Figur 1 ist eine Seitenansicht auf die Antriebsseite des Kettbaums 2 mit vier Schrauben 6 und vier Ausnehmungen 4.1 in der Gestellwand 4 dargestellt. An einer Webmaschine 1 der beschriebenen Art ist ein Kettbaum 2 mit einem den Kettbaum antreibenden Motor 7 vorgesehen. Die Ausnehmungen 4.1 und die Schrauben 6 sind gemäß einem asymmetrischen Bohrbild angeordnet. Durch die Ausnehmungen 4.1 in der Gestellwand 4 hindurch sind die Köpfe der Schrauben 6 im Antriebsmittel 3 zu sehen. In der dargestellten Winkelstellung des Antriebsmittels 3 sind alle Schrauben 6 ein- und ausschraubbar. In jeder anderen Winkelstellung des Antriebsmittels 3 ist das nicht möglich, weil dann nicht alle oder überhaupt keine Schrauben 6 durch die Ausnehmungen 4.1 in der Gestellwand 4 hinein- und herausgeführt werden können.

Gemäß Figur 2 besteht der Kettbaum 2 im wesentlichen aus einem Kettbaumrohr 2.1 , einem Kettbaumflansch 2.2 und aus auf dem Kettbaumrohr angeordneten Kettbaumscheiben 2.3, welche als seitliche Begrenzung für die nicht dargestellten

Kettfäden dienen. In Figur 2 ist nur die antriebsseitige Kettbaumscheibe 2.3 dargestellt. Der Kettbaumflansch 2.2 kann einteilig mit dem Kettbaumrohr 2.1 ausgeführt sein oder als getrennt hergestelltes Element starr mit dem Kettbaumrohr verbunden sein. Getrennt hergestellte Kettbaumflansche 2.2 ermöglichen die Verwendung von verschieden gestalteten Kettbaumrohren 2.1 , wobei ein dem jeweiligen Kettbaumrohr angepasster Kettbaumflansch 2.2 vorteilhaft als Adapterelement genutzt wird. Figur 2 zeigt des weiteren einen starr mit einer antriebsseitigen Gestellwand 4 verbundenen Motor 7, der über ein nicht dargestelltes Motorritzel ein als Zahnrad ausgestaltetes Antriebsmittel 3 antreibt. Das Antriebsmittel 3 ist mit dem Kettbaumflansch 2.2 verschraubt, wobei der Kettbaumflansch 2.2 wiederum starr mit dem Kettbaumrohr 2.1 verbunden ist.

Bei der Ausführungsform gemäß Figur 2 ist eine Abstützung 8 in Form von Stützlagern ausgebildet, welche seitlich am Antriebsmittel 3 befestigt sind. In dieser Ansicht ist nur eines von zwei Stützlagern sichtbar. Das zweite Stützlager ist mit gleichem Abstand zur Drehachse 5 hinter dem sichtbaren Stützlager am Antriebsmittel 3 befestigt. Die beiden Stützlager bilden zusammen eine Auflage für den Kettbaumflansch 2.2. Während sich der Kettbaum 2 in einer Ein- und Ausbauposition befindet, jedoch nicht mit dem Antriebsmittel 3 verschraubt ist, wird er von der Abstützung 8 gehalten. Vor allem beim Einbau des Kettbaums 2 ist die Zwischenlagerung auf Stützlagem 8 vorteilhaft, weil der Kettbaum 2 so mit geringem Kraftaufwand um seine Rotationsachse gedreht und in eine geeignete Winkelposition zum Eindrehen der Schrauben 6 gebracht werden kann.

Figur 3 zeigt die zusammengebauten Teile des Kettbaumantriebes in einer Schnittdarstellung entlang C-C in Figur 1. Das Antriebsmittel 3 ist durch Schrauben 6 mit dem Kettbaumflansch 2.2 verbunden. Der Kettbaumflansch 2.2 ist in dieser Ausführungsform ein separat hergestelltes Element, das starr mit dem Kettbaumrohr 2.1 verschraubt ist. Das Antriebsmittel 3, der Kettbaumflansch 2.2 und das Kettbaumrohr 2.1 sind dabei um die gemeinsame Drehachse 5 angeordnet.

Figur 3 zeigt auch die enge, platzsparende Anordnung des Kettbaumflansches 2.2, des Antriebsmittels 3 und der Gestellwand 4 zueinander, welche erst durch die Ausnehmungen 4.1 in der Gestellwand zum Ein- und Ausschrauben der Schrauben 6 ermöglicht wird.

Figur 4 zeigt in einem vergrößerten Ausschnitt eine der Schraubverbindungen zwischen Antriebsmittel 3 und Kettbaumflansch 2.2. Durch die Ausnehmungen 4.1 in der Gestellwand 4 und durch die Bohrungen 3.1 im Antriebsmittel 3 hindurch sind die Schrauben 6 mit dem Kettbaumflansch 2.2 verschraubbar. So wird der Kettbaum 2 starr mit dem Antriebsmittel 3 verbunden und getrennt. In der dargestellten Ausführung ist jede der Schrauben 6 über eine am Umfang des Schraubenschaftes angeordnete Druckfeder 9 mit dem Antriebsmittel 3 wirkverbunden. Die Druckfeder 9 stützt sich an einem Absatz 3.3 an der Innenfläche der Bohrung 3.1 ab und verschiebt die nicht eingedrehte Schraube 6 entgegen der Einschraubrichtung und damit weiter in die Ausnehmung 4.1 der Gestellwand 4 hinein. Damit die Schraube 6 von der Druckfeder 9 nicht ganz aus der Bohrung 3.1 im Antriebsmittel 3 herausgedrückt wird, ist sie mittels eines Sicherungsringes 10 gesichert.

Der am Schaftumfang der Schraube 6 angeordnete Sicherungsring 10 begrenzt den Verschiebeweg der Schraube 6, indem er sich gegen eine Passbuchse 11 als Endbegrenzung abstützt, welche in die Bohrung 3.1 im Antriebsmittel 3 eingepresst ist. Diese Anordnung des Sicherungsringes 10 und der Passbuchse 11 verhindern auch ein Herausfallen der nicht eingedrehten Schraube 6 z.B. durch Vibrationen.