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Patent Searching and Data


Title:
LUBRICATING OIL SUPPLY DEVICE FOR THE CONNECTING ROD PLAIN BEARING OF A ONE-PIECE CRANKSHAFT THAT IS PARTIALLY RECEIVED ON A ROLLING BEARING AND THAT HAS SPLIT MAIN BEARINGS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/049652
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an arrangement for the lubricating oil supply of an internal combustion engine having a crankcase, comprising a pressure oil supply device to the bearing blocks of the crankshaft main bearings, especially having main bearing pins of the crankshaft that are received on rolling bearings, a crankshaft (12) having a plurality of main bearing pins (28, 29, 30) and crank arms (22 to 26) and at least one crank pin (15) lying between two crank arms (23, 24) on which pin a connecting rod (17) is to be arranged. Lubricating oil supply means for a connecting rod bearing (42) on the crank pin (15) comprise at least one oil splash groove (36) which is concentrically arranged to an adjacent main bearing pin (29) on the crank arm (24) and inner channels which extend from there in the crank arm (24) and in the crank pin (15) up to the connecting rod bearing (42). The oil splash groove (36) is obturated by a thrust washer (46), arranged between the bearing block (13) of the main bearing pin (29) and the crank arm (24), and has openings (60), an annular space being defined between the thrust washer (46) and the bearing block (13) into which space the pressure oil supply device of the bearing block (13) runs.

Inventors:
KALENBORN, Markus (Klosterstrasse 42, Würselen, 52146, DE)
Application Number:
EP2007/009117
Publication Date:
April 23, 2009
Filing Date:
October 20, 2007
Export Citation:
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Assignee:
FEV MOTORENTECHNIK GMBH (Neuenhofstrasse 181, Aachen, 52078, DE)
KALENBORN, Markus (Klosterstrasse 42, Würselen, 52146, DE)
International Classes:
F16C3/14
Foreign References:
DE1051063B
Attorney, Agent or Firm:
NEUMANN, Ernst, D. et al. (Neumann Müller Oberwalleney & Partner, PatentanwälteOverstolzenstrasse 2a, Köln, 50677, DE)
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Claims:

Schmierölversorgung des Pleuelgleitlagers einer teilwälzgelagerten, einteiligen Kurbelwelle mit geteilten Hauptlagern

Patentansprüche

1. Anordnung zur Schmierölversorgung für einen Verbrennungsmotor mit einem Kurbelgehäuse mit einer Druckölversorgung zu den Lagerstühien der Kurbei- wellenhauptlager, insbesondere mit wälzgelagerten Hauptlagerzapfen der Kurbelwelle, umfassend

eine Kurbelwelle (12), mit mehreren Hauptlagerzapfen (28, 29, 30) und Kurbelwangen (22 bis 26) und zumindest einem zwischen zwei Kurbelwangen (23, 24) liegenden Hubzapfen (15), auf dem ein Pleuel (17) anzuordnen ist, wobei Schmierölversorgungsmittel für ein Pleuellager (42) auf den genannten Hubzapfen (15) zumindest eine konzentrisch zu einem benachbarten Hauptlagerzapfen (29) an der Kurbelwange (24) angeordnete ölschleuderrille (36) und von dieser ausgehende innere Kanäle in der Kurbelwange (24) und im Hubzapfen (15) bis zum Pleuellager (42) umfassen, wobei die ölschleuderrille (36) von einer zwischen dem Lagerstuhl (13) des Hauptlagerzapfens (29) und der Kurbelwange (24) angeordneten Anlaufscheibe (46), die Durchbrüche (60) aufweist, verschlossen ist, und wobei zwischen der Anlaufscheibe (46) und dem Lagerstuhl (13) ein Ringraum ausgebildet ist, in den die Druckölzuführung des Lagerstuhls (13) mündet.

2. Anordnung nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

daß zumindest eine Anlaufscheibe (46), die insbesondere die zumindest eine ölschlenderrille (36) verschließt, gleichzeitig als Axiallager der Kurbelwelle (12) gegenüber dem Lagerstuhl (15) wirksam ist.

3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

daß auf zumindest einem Hubzapfen (15) Anlaufscheiben (46, 47), die als Axiallager der Kurbelwelle (12) wirksam sind, zu beiden Seiten des Lagerstuhls angeordnet sind.

4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Druckölzuführung in einer Kurbelgehäusezwischenwand ausgebildet ist.

5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Druckölzuführung in einem in das Kurbelgehäuse einsetzbaren Lagerstuhl (13) für einen Hauptlagerzapfen (29) ausgebildet ist.

6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

dadurch gekennzeichnet,

daß die ölschleuderrille (36) als eingestochene Ringnut in der Kurbelwange (24) ausgebildet ist.

7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Anlaufscheibe (46) an der Kurbelgehäusezwischenwand oder am Lagerstuhl (13) axial elastisch abgestützt ist.

8. Anordnung nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Anlaufscheibe (46) mittels einer Wellfeder (48) elastisch abgestützt ist.

9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Anlaufscheibe (46) radial formschlüssig in einer Ringnut (52) im Lagerstuhl (13) einsitzt.

10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Anlaufscheibe (46) in zwei Halbringe geteilt ist.

11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Anlaufscheibe (46) beidseitig Ringnuten (46, 48) aufweist, in denen Durchtrittsöffnungen (60) oder Drosselbohrungen (62) liegen.

12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Anlaufscheibe (46) an der äußeren Umfangskante und/oder an der inneren Umfangskante und ggf. an den Stoßflächen der zwei Halbringe mit einer dichtenden Beschichtung versehen ist, die insbesondere als aufvulkanisierte Gummibeschichtung ausgebildet ist.

13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

dadurch gekennzeichnet,

daß an den Hauptlagern Anlaufscheiben (46, 47) und ölschleuderrillen (36, 37) mit nachgeordneten inneren Kanälen zur Versorgung benachbarter Pleuellager paarweise beiderseits des Lagerstuhls (13) vorgesehen sind.

14. Anordnung nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet,

daß von mehreren Paaren von Anlaufscheiben (46, 47) an mehreren Hauptlagern eines mit geringerem Axialspiel verbaut ist und die Axiallagerung der Kurbelwelle (12) wahrnimmt.

15. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Hauptlager der Kurbelwelle (12) als Wälzlager (31) ausgebildet sind.

16. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

dadurch gekennzeichnet,

daß in einem Hauptlagerdeckel oder einem Lagerstuhlunterteil (21 ) ölablauf- bohrungen (50, 51 ,) vom Hauptlager (31) ausgebildet sind.

17. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,

dadurch gekennzeichnet,

daß radial innerhalb der Anlaufscheibe (46) zwischen dem Lagerstuhl (13) und der Kurbelwange (24) ein Ringspalt (54) zum übertritt von Drucköl aus der Druckölzuführung ins Hauptlager (31) ausgebildet sind.

18. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 17,

dadurch gekennzeichnet,

daß die ölschleuderrille (36) eine zur Anlaufscheibe (46) weisende laterale Ringöffnung und von dieser ausgehend einen Ringraum mit nach radial außen erweiterten Hinterschnitt aufweist.

19. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 18,

dadurch gekennzeichnet,

daß von der ölschleuderrille (36) eine Bohrung (72) ausgeht, wobei die Bohrung (72) über eine radiale Querbohrung (74) im Hubzapfen (15) mit dem Pleuellager (42) verbunden ist.

20. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,

dadurch gekennzeichnet,

daß das Pleuellager (42) ein geteiltes Gleitlager ist mit einer glatt zylindrischen Lageroberschale (43) und einer Lagerunterschale (44) mit einer Umfangsrille (45).

Description:

Schmierölversorgung des Pleuelgleitlagers einer teilwälzgelagerten, einteiligen Kurbelwelle mit geteilten Hauptlagern

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Schmierölversorgung für einen Verbrennungsmotor mit einem Kurbeigehäuse mit einer Drucköiversorgung zu den Lager- stuhlen der Kurbelwellenhauptlager, insbesondere mit wälzgelagerter Kurbelwelle, umfassend eine Kurbelwelle mit mehreren Hauptlagerzapfen und Kurbelwangen und zumindest einem zwischen zwei Kurbelwangen liegenden Hubzapfen, auf dem ein Pleuel anzuordnen ist.

Bei Verbrennungsmotoren mit vollständig gleitgelagerten Kurbelwellen, bei denen also auch die Hauptlagerzapfen in Gleitlagern laufen, erfolgt die ölversorgung der Pleuellager gewöhnlich durch Verbindungsbohrungen von den Hauptlagerzapfen durch die Kurbelwangen zu den Hubzapfen hin, die Pleuellager tragen, wobei die Hauptlager selber aus den Lagerstühlen heraus mit Drucköl versorgt werden. Bei Verbrennungsmotoren mit Kurbelwellen, bei denen die Hauptlagerzapfen in Wälzlagern gelagert sind, kann in den Hauptlagern kein öldruck aufgebaut werden, durch den zusätzlich die Pleuellager mit Drucköl versorgt werden könnten. Bei Verbrennungsmotoren mit wälzgelagerten Kurbelwellen erfolgt die Versorgung der Pleuellager gewöhnlich über an den zugeordneten Kurbelwangen montierte oder eingesto- chene Fangringe, die auch Schleuderring genannt werden, und eine ölschleuderrille mit nach radial außen ausgebildeten Hinterschnitt bilden. Das Sammelvolumen der ölschleuderrillen muß notwendigerweise auf einem kleineren Radius liegen, als die Hubzapfen, bezogen auf die Längsachse der Kurbelwelle. Durch Zentrifugalkräfte wird das öl aus den ölschleuderrillen über innere Kanäle zu den Hubzapfen geführt. Fangringe in Form von Anbauteilen sind im Prinzip nur zur Montage an Kurbeiwan-

gen in Endlage verwendbar, kaum jedoch an Hauptlagerzapfen, die zwischen zwei Kurbelwangen liegen. Es fehlt hier der erforderliche axiale Bauraum.

Eine Anordnung mit einer Kurbelwelle bei der sowohl die Hauptlagerzapfen wälzge- lagert sind als auch das einzige Pleuellager auf dem einzigen Hubzapfen als Wälzlager ausgeführt ist, ist aus der DE 1 051 063 C bekannt. Hierbei werden die Kurbel- wellenhauptlager über in einer Tasche im Kurbelgehäuse aufgefangenes Spritzöl in Form von Tropföl versorgt, während das Pleuellager über einen als Anbauteil ausgeführten Schleuderring mit Drucköl versorgt wird, das von den Hauptlagern als Tropföl abgegeben wird und vom Schleuderring aufgefangen und durch Zentrifugalkräfte zum Hubzapfen gefördert wird. Es ist nachzuvollziehen, daß die Qualität der Schmierölversorgung des Pleuellagers insbesondere bei geringen Motordrehzahlen mit geringen Spritzölmengen sehr unsicher ist. An den Kurbelgehäuseinnenwänden entlang fließende ölanteile können an dem Schleuderring vorbeigelangen. Der Schleuderring erfordert axial zusätzlichen Bauraum.

Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, neuartige Mittel zur Schmierölversorgung von Pleuellagern bereitzustellen, die eine axial kurze Bauweise der Kurbelwelle ermöglichen. Hierbei steht die Verwendbarkeit an Kurbelwellen mit wälzgelagerten Hauptlagerzapfen im Mittelpunkt, grundsätzlich ist jedoch auch eine Anwendbarkeit auf Kurbelwellen mit gleitgelagerten Hauptlagerzapfen nicht auszuschließen. Die sichere Schmierölversorgung der Pleuellager soll insbesondere auch bei geringen Drehzahlen gegeben sein.

Die Lösung besteht in einer Anordnung zur Schmierölversorgung für einen Verbrennungsmotor mit einer Druckölversorgung zu den Lagerstühlen der Kurbelwellen- hauptlager, insbesondere mit wälzgelagerten Hauptlagerzapfen der Kurbelwelle, umfassend eine Kurbelwelle mit mehreren Hauptlagerzapfen und Kurbelwangen und zumindest einem zwischen zwei Kurbelwangen liegenden Hubzapfen, auf dem ein Pleuel anzuordnen ist, wobei Schmierölversorgungsmittel für ein Pleuellager auf dem genannten Hubzapfen zumindest eine konzentrisch zu einem benachbarten Hauptlagerzapfen an einer Kurbelwange angeordnete ölschleuderrille und von dieser ausgehende innere Kanäle in der Kurbelwange und im Hubzapfen bis zum Pleuellager

umfassen, wobei die ölschleuderrille von einer zwischen dem Lagerstuhl des Hauptzapfenlagers und der Kurbelwange angeordneten Anlaufscheibe, die Durchbrüche aufweist, verschlossen ist, und wobei zwischen der Anlaufscheibe und dem Lagerstuhl ein Ringraum ausgebildet ist, in den die Druckölzuführung des Lagerstuhls mündet.

Hiermit wird zum einen in günstiger Weise der ölfangrille nicht nur Spritzöl aus dem Kurbelgehäuse bzw. aus den Hauptlagem austretendes Tropföl, sondern über eine ölzuführung im Lagerstuhl Drucköl zugeführt. Zum anderen ist durch die Lage der Austrittsöffnung der ölzuführung im Lagerstuhl in einen von der Anlaufscheibe gebildeten Ringraum eine verlustarme oder verlustfreie überleitung des zugeführten Drucköls insoweit gegeben, als bereits bei geringen Drehzahlen ein größtmöglicher Füllstand im Sammelvolumen rundum am gesamten Umfang der ölfangrille sichergestellt ist. Dadurch, daß die ölzufuhr über die Durchbrüche in der Anlaufscheibe geführt wird, kann der ölfluß nicht durch eine quer zur Kurbelwellenachse wirkende Scherströmung infolge der Kurvenwellendrehung weggeblasen werden. Durch den axial geringen Bauraum der Anlaufscheibe ist eine Verwendung insbesondere auch bei zwischen zwei Kurbelwangen liegenden Lagerstühlen möglich, ohne die Zapfenlänge der Hauptlagerzapfen künstlich verlängern zu müssen.

In bevorzugter Ausführung kann zumindest eine Anlaufscheibe, die insbesondere die zumindest eine ölschleuderrille verschließt, gleichzeitig als Axiallager der Kurbelwelle gegenüber einem Lagerstuhl wirksam sein. Weiterhin kann vorgesehen sein, daß auf mindestens einem Hubzapfen Anlaufscheiben, die als Axiallager der Kurbelwelle wirksam sind, zu beiden Seiten eines Lagerstuhls angeordnet sind.

Die erfindungsgemäße ölzufuhr, die mit Drucköl versorgt wird, kann in einer festen Kurbelgehäusenzwischenwand angeordnet sein oder in einem separaten in das Kurbelgehäuse einsetzbaren Lagerstuhl, wobei die inneren Kanäle einfache Bohrungen sein können.

Um hierbei die Montierbarkeit der Kurbelwelle in das Kurbelgehäuse bzw. der Lagerstuhlunterteile bei bereits in Lagerstuhloberteile eingelegten Kurbelwelle sicherzustel-

len, wird vorgeschlagen, daß die ölschleuderrille als eingestochene Ringnut in der Kurbelwange ausgebildet ist.

Es ist jeweils vorgesehen, daß sie eine zur Anlaufscheibe offene laterale Ringöffnung und von dieser ausgehend einen Ringraum mit nach radial außen erweiterten Hinterschnitt als Sammelraum aufweist, in dem sich bereits bei geringer Kurbelwellendrehzahl ein stabiler Flüssigkeitsring ausbilden kann. Hierbei kann gegebenenfalls die ölförderung aus der ölzuführung im Lagerstuhl über die Anlaufscheibe bereits vor dem Anlassen des Verbrennungsmotors einsetzen.

Um die Leckölverluste besonders gering zu halten, ist insbesondere vorgesehen, daß die Anlaufscheibe an der Kurbelgehäusezwischenwand oder am Lagerstuhl axial elastisch abgestützt ist. Hierbei ist zum Beispiel der Einsatz einer Wellfeder möglich, die sehr kurz baut und in eine einfache Nut eingebaut werden kann.

Wenn statt größerer Durchbrüche in der Anlaufscheibe kleinere Drosselbohrungen verwendet werden, baut sich im Ringraum zwischen Ringnut im Lagerstuhl und Anlaufscheibe durch die Druckölversorgung ein Axialdruck auf, durch den die entsprechende Wellfeder ersetzt werden kann.

Die Anlaufscheibe kann ebenso wie das Hauptlager als solches zweigeteilt sein, so daß eine Montage an einer ungeteilten Kurbelwelle leicht möglich ist. Die genannten Durchbrüche oder Drosselbohrungen in der Anlaufscheibe können innerhalb von Ringnuten liegen, so daß sich auf beiden Seiten der Anlaufscheibe ein Speichervo- lumen bildet, aus dem die ölschleuderrille bei Druckaufbau verzögerungslos versorgt werden kann.

Um Leckölverluste gering zu halten, kann die Anlaufscheibe an der äußeren Um- fangskante und/oder an der inneren Umfangskante und ggf. an den Stoßflächen der beiden Haltringe mit einer dichtenden Beschichtung verstehen sein, die insbesondere als aufvulkanisierte Gummibeschichtung ausgebildet sein kann.

Besonders günstig ist es, an den Hauptlagern der Kurbelwelle jeweils Anlaufschei-

ben und ölschleuderrillen mit nachgeordneten inneren Kanälen zur Versorgung benachbarter Pleuellager paarweise beiderseits des Lagerstuhls vorzusehen. Von einem Lagerstuhl eines Hauptlagers aus können dann jeweils die beiden benachbarten Pleuel versorgt werden. Bei einer Vierzylinderreihenmaschine sind dann zum Bei- spiel nur zwei Hauptlager mit den erfindungsgemäßen Mitteln auszugestalten.

Besonders günstig ist es, wenn von mehreren Paaren von Anlaufscheiben an mehreren Hauptlagern ein paar mit einem solchen Axialspiel verbaut wird, daß die Axiallagerung der Kurbelwelle von den entsprechenden Anlaufscheiben wahrgenommen wird.

Wie bereits erwähnt ist die bevorzugte Anwendung bei ungeteilten Kurbelwellen mit Wälzlagern als Hauptlager vorgesehen. Hierbei ist nach einer weiteren günstigen Ausgestaltung radial innerhalb der Anlaufscheibe zwischen dem Lagerstuhl und der Kurbelwange ein Ringspalt zum übertritt von Drucköl aus der Druckölzuführung im Lagerstuhl in das Hauptlager ausgebildet. Das ins Hauptlager eingeleitete Drucköl kann über ölablaufbohrungen nach unten abgeführt werden, so daß eine verläßliche Lagerkühlung gegeben ist.

Die Wälzkörper der Hauptlager können hierbei unmittelbar auf den Hauptzapfen der Kurbelwelle und in den Lagerbohrungen in den Lagerstühlen laufen, wodurch sich die Montage vereinfacht.

Weitere Maßnahmen, die zur sicheren Schmierölversorgung des Pleuellager bzw. der Pleuellager beitragen, liegen in besonderen Ausführungsformen der inneren Kanäle von der ölfangrille zu den Pleuellagern, ebenso wie in der speziellen Ausbildung der Pleuellager.

Die Versorgung von der ölschleuderrille zum entsprechenden Pleuellager kann über eine Bohrung erfolgen, die von der der Schleuderrille gegenüberliegenden Kurbelwange ausgeht und schräg mit einer Umfangskomponente in Drehrichtung der Kurbelwelle von der Schleuderrille in den Hubzapfen aufsteigt und von der aus wiederum eine Querbohrung zur Mitte des Hubzapfens führt.

Hierfür ist insbesondere vorgesehen, daß die von der ölfangrille ausgehende Bohrung mit der Längsachse der Kurbelwelle einen Kreuzungswinkel bildet, der zwischen 15 und 45 ° insbesondere zwischen 25 und 35 ° liegt, wobei die Bohrung mit der in Drehrichtung der Kurbelwelle weisenden Komponente von der ölfangrille wegführt. Hiermit wirken die Trägheitskräfte des genannten Flüssigkeitsringes und die Trägheitskräfte der in der genannten Bohrung stehenden Flüssigkeitssäule im Sinne einer Beschleunigung in Richtung zum ölaustritt im Pleuellager.

In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, daß die Bohrung als Stufenbohrung mit zwei Durchmesserstufen von der der ölfangrille entgegengesetzt zum Hubzapfen liegenden Kurbelwange ausgehend eingebracht ist und am Ende mit einem Stopfen verschlossen ist, wobei eine vom Hubzapfen aus eingebrachte radiale Querbohrung mit der Bohrung verbunden ist. In dem hiermit vergrößertem Volumen können sich Verunreinigungen vor dem Stopfen absetzen, wobei verhindert wird, daß sie in die bereits früher abzweigende Querbohrung zum Pleuellager gelangen.

Die öffnung der Querbohrung auf dem Hubzapfen liegt vorzugsweise axial mittig. Besondere Bedeutung hat die Umfangslage der Querbohrung auf dem Hubzapfen. Diese soll in Bezug auf einen Radialstrahl durch die Kurbelwellenachse und die Hubzapfenachse in Drehrichtung der Kurbelwelle um 45 bis 60 ° Umfangswinkel am Hubzapfen vorausliegen. Wie später noch detailliert beschrieben wird, ist dies die günstigste Umfangslage in Bezug auf die sich während des Betriebs eines Verbrennungsmotors periodisch ändernden Druckverhältnisse und Spaltmaße im Pleuella- ger. Hierbei soll insbesondere eine Lageroberschale des Pleuellagers innenzylindrisch glatt sein und eine Lagerunterschale bei gerade geteiltem Pleuellager eine Mittennut enthalten, in die die Querbohrung austritt.

Um die ölfangrille mit großen Durchmesser im Hinblick auf die möglichst großen Fliehkräfte im ölring auszubilden, gleichzeitig jedoch die Kurbelwangen nicht unnötig zu vergrößern, ist insbesondere vorgesehen, daß die ölfangrille teilweise in an die Kurbelwange angeformten Fangtaschen von geringer axialer Dicke verläuft.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung sowie Einzelheiten derselben sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachstehend beschrieben.

Figur 1 zeigt eine isometrische Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Kurbel- triebes als Teildarstellung.

Figur 2 zeigt den erfindungsgemäßen Kurbeltrieb nach Figur 1

a) in Draufsicht b) in isometrischer Schrägansicht gemäß der Schnittlinie BB nach Darstellung a).

Figur 3 zeigt den Kurbeltrieb gemäß den Figuren 1 und 2 in einem Längsschnitt mit zwei vergrößerten Einzelheiten.

Figur 4 zeigt den Lagerstuhl eines erfindungsgemäßen Kurbeltriebs in Explosionsdarstellung.

Figur 5 zeigt ein Lagerstuhlunterteil als Einzelheit in abgewandelter Ausführung

a) in isometrischer Schrägansicht b) in einem Querschnitt

Figur 6 zeigt ein Hauptlager als Einzelheit.

In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Kurbeltrieb 11 für eine Kurbelwelle 12 eines dreizylindrigen Verbrennungsmotors in Teildarstellung gezeigt, wobei in der Darstellung fünf Kurbelwangen 22 bis 26 mit angegossenen Gegengewichten, zwei von drei Hauptlagerzapfen 28, 29, 30 und zwei von drei Hubzapfen 14, 15, 16 sichtbar sind, sowie ein Pleuel 17 und ein Lagerstuhl 13 für eines der Hauptlager dargestellt sind. Auf dem mittleren Hubzapfen 15 ist das Pleuel 17 angeordnet, an dem das obere Pleuelauge 18 sowie der Pleuellagerdeckel 19 gesondert bezeichnet sind. Pleuella-

gerschrauben sind in der Figur nicht dargestellt.

Der bereits genannte Lagerstuhl 13 umfaßt ein Lagerstuhloberteil 20, das in ein Kurbelgehäuse einzulassen ist oder Bestandteil einer Kurbelgehäusezwischenwand sein kann, sowie ein Lagerstuhlunterteil 21 , das unmittelbar mit dem Lagerstuhloberteil 20 zu verschrauben ist. An der Kurbelwange 24, die dem dargestellten Lagerstuhl 13 benachbart liegt, ist eine angeformte Fangschale 34 erkennbar, in der rückseitig ein Abschnitt einer ölschleuderrille verläuft.

Um den Kurbeltrieb zu vervollständigen sind weitere Lagerstühle an den weiteren Hauptlagerzapfen 28, 30 vorzusehen, sowie weitere Pleuel auf den Hubzapfen 14, 16 anzuordnen.

In Figur 2 sind gleiche Einzelheiten wie in Figur 1 mit gleichen Bezugsziffern belegt. Es werden einige bereits vorher erkennbare Einzelheiten weiter verdeutlicht. Es ist eine Bohrung 72 erkennbar, die die Kurbelwangen 23, 24 und den Hubzapfen 15 durchsetzt und die mit einem Winkel zur Längsachse von einer ölschleuderrille 36 in der Kurbelwange 24 aus in den Hubzapfen 15 aufsteigt. Die Bohrung 72 ist als Stufenbohrung von der Kurbelwange 23 ausgehend ausgeführt und am größeren Ende mit einem Stopfen 73 verschlossen. Aus der Bohrung 72 heraus wird über eine angedeutete Radialbohrung 74 in Hubzapfenmitte das Pleuellager 42 des Pleuels 17 mit Schmieröl versorgt. Das Pleuellager 42 ist zweigeteilt, wobei eine Pleuellageroberschale 43 zylindrisch glatt ist und eine Lagerunterschale 44 eine Mittennut 45 erkennen läßt. An der Kurbelwange 24 sind die symmetrischen Fangtaschen 34, 35 erkennbar, in der Teilabschnitte der ölschleuderrille 36 verlaufen.

Von einer ölschleuderrille in der Kurbelwange 25 geht eine entsprechende Bohrung aus, die die Kurbelwangen 25, 26 und den Hubzapfen 16 durchsetzt, und die über eine Radialbohrung 75 ein auf dem Hubzapfen 16 anzuordnendes Pleuellager mit Schmieröl versorgt.

In Figur 3 ist der erfindungsgemäße Kurbeltrieb nach den Figuren 1 und 2 mit weiteren Einzelheiten gezeigt, wobei gleiche Einzelheiten mit gleichen Bezugsziffern belegt sind und zusätzlich erkennbare Einzelheiten nachfolgend ergänzend beschrie-

ben werden. An der Kurbelwelle 12 ist außer dem ersten Hauptlagerzapfen 28 ein mittlerer Hauptlagerzapfen 29 zwischen den Kurbelwangen 24, 25 sowie ein endsei- tiger Hauptlagerzapfen 30 erkennbar. Außerdem sind hier neben dem ersten Hubzapfen 14 die weiteren Hubzapfen 15 und 16 zu sehen. Der mittlere Hauptlagerzap- fen 29 ist mit einem Wälzlager 31 bestückt, von dem Wälzkörper 32 und ein Wälzlagerkäfig 40 im Schnitt dargestellt sind.

Das Hauptlager 31 ist in einen Lagerstuhl 13 eingesetzt, der ein Lagerstuhloberteil 20 und ein Lagerstuhlunterteil 21 umfaßt. Die weitere Bezifferung der Einzelheiten findet sich ausschließlich an den Einzelheiten Z (Schnitt durch das Lagerstuhloberteil) und Y (Schnitt durch das Lagerstuhlunterteil). Das Lagerstuhloberteil 20 kann in das Kurbelgehäuse eines Verbrennungsmotors eingesetzt werden oder könnte integraler Teil einer Kurbelgehäusezwischenwand sein. Im Lagerstuhloberteil 20 ist eine ölzuführbohrung 38 erkennbar, die in eine Querbohrung 39 mündet, von der aus in- direkt zwei ölschleuderrillen 36, 37 mit Drucköl für das Pleuellager 42 versogt werden. Im Lagerstuhlunterteil 21 sind zwei Schrägbohrungen 50 und eine Ablaufbohrung 51 erkennbar, mit denen mittelbar aus der Querbohrung 39 in das Wälzlager 31 überführtes öl aus dem Wälzlager ablaufen kann. Die ölzuführbohrung 38 kann mit einem Druckölsystem des Verbrennungsmotors verbunden werden. Am Lagerstuhl 13 sind seitliche Ringnuten 52, 53 ausgebildet, in die Anlaufscheiben 46, 47 radial formschlüssig eingreifen, wobei innerhalb der Ringnuten 52, 53 noch Wellfedern 48, 49 liegen, die die Anlaufscheiben 46, 47 gegen die als Einstiche in den Kurbelwangen 24, 25 ausgebildeten ölschleuderrillen 36, 37 drücken. In den Anlaufscheiben 46, 47 sind Durchbrüche 60, 61 ausgebildet, die Drucköl in die ölschleuderrillen 36, 37 übertreten lassen. Radial innerhalb der Anlaufscheiben 46, 47 sind Ringräume 54, 55 zwischen dem Lagerstuhl 13 und den Kurbelwangen 24, 25 ausgebildet, die ein überströmen von Drucköl in das Wälzlager 31 des Hauptlagerzapfens 29 ermöglichen. Dieses Drucköl fließt als Leckageöl aus den Schrägbohrungen 50 und der öl- ablaufbohrung 51 ab.

In Figur 4 ist der Lagerstuhl 13 mit Lagerstuhloberteil 20 und Lagerstuhlunterteil 21 , die über Schrauben 66, 67 miteinander verspannt sind. Im Lagerstuhloberteil 20 ist die ölzuführbohrung 38 sowie der Austritt der Querbohrung 39 zu sehen, im Lager-

stuhlunterteil 21 sind in der Lagerbohrung 33 die Eintritte zu den Schrägbohrungen 40 sichtbar. Die Lagerstuhlteile sind durch Schrauben 66, 67 miteinander verspannt. An der Vorderseite des Lagerstuhles ist eine der Ringnuten 52 zu erkennen, die die zweigeteilte Anlaufscheibe 46 aufnehmen, wobei eine Wellfeder 48 in eine innere Ringnut 56 an der Anlaufscheibe 46 eingesetzt wird. Die Wellfeder 48 ist vorzugsweise geteilt ausgeführt. Die Anlaufscheibe 46, stützt sich damit federnd am Lagerstuhl 13 ab. Auf der Außenseite der Anlaufscheibe 46 ist eine weitere äußere Ringnut 58 vorgesehen. Im Bereich der Ringnuten 56, 58 sind Durchbrüche 60 und als Alternative hierzu zu verstehende Drosselbohrungen 62 erkennbar. Auf der Rücksei- te des Lagerstuhls ist die weitere Anlaufscheibe 47 ebenfalls in zweigeteilter Ausführung sowie eine weitere Wellfeder 49 gezeigt. Hierbei ist an der Anlaufscheibe 47 nur die innere Ringnut 47 zur Aufnahme der Wellfeder 49, die darin liegenden Durchbrüche 59 sowie ebenfalls als Alternative hierzu zu verstehende Drosselbohrungen 61 zu sehen. Auch die Anlaufscheibe 47 stützt sich über die Wellfeder 49 axial federnd am Lagerstuhl 13 ab, wobei die Anlaufscheiben 46, 47 in ihren Ringnuten 52, 53 radial fixiert sind. über die ölzuführbohrung 30 und die Querbohrung 39 in die inneren Ringnuten 56, 57 geleitetes Drucköl gerät über die Durchbrüche 60, 61 in die jeweiligen ölschleuderrillen, aus denen heraus die jeweils benachbarten Hubzapfen der Kurbelwelle mit Drucköl versorgt werden.

In Figur 5 ist ein Lagerstuhlunterteil 21 in abgewandelter Ausführung gezeigt. Hierbei werden beide Ringnuten 52, 53 zur Aufnahme der Anlaufscheiben erkennbar. Anstelle zweier Schrägbohrungen und einer ölablaufbohrung ist hier eine Schlitznut 50' und eine ölablaufbohrung 51' dargestellt. Weiterhin sind Schraubenlöcher 64, 65 für die zuvor genannten Schrauben 66, 67 zu erkennen.

In Figur 6 ist das Wälzlager 31 mit einem mittig zweigeteilten Lagerkäfig 40 und darin aufgenommen rollenförmigen Walzkörpern 32 in Schrägsicht dargestellt.

Abweichend von der dargestellten Ausführung kann das Hauptlager 31 auch als mehrreihiges, insbesondere zweireihiges Walzlager ausgebildet sein.

Bezugszeichenliste

11 Kurbeltrieb

12 Kurbelwelle

13 Lagerstuhl

14 Hubzapfen

15 Hubzapfen

16 Hubzapfen

17 Pleuelstange

18 Pleuelauge

19 Pleuellagerdeckel

20 Lagerstuhloberteil

21 Lagerstuhlunterteil

22 Kurbelwange

23 Kurbelwange

24 Kurbelwange

25 Kurbelwange

26 Kurbelwange

28 Hauptlagerzapfen

29 Hauptlagerzapfen

30 Hauptlagerzapfen

31 Wälzlager

32 Wälzkörper

33 Lagerbohrung

34 Fangtasche

35 Fangtasche

36 ölschleuderrille

37 ölschleuderrille

ölzufuhrbohrung Querbohrung Lagerkäfig

Gleitlager Lageroberschale Lagerunterschale Mittennut Anlaufscheibe Anlaufscheibe Wellfeder Wellfeder Schrägbohrung ölablaufbohrung Ringnut (13) Ringnut (13) Ringraum Ringraum Ringnut (innen) Ringnut (innen) Ringnut (außen) Ringnut (außen) Durchbruch Durchbruch Drosselbohrung Drosselbohrung Schraubenloch Schraubenloch Schraube

Schraube Bohrung Stopfen Querbohrung Querbohrung