SCHMITT, Fritz (27 Grand Rue, Wasserbillig, L-6630, LU)
| Patentansprüche 1. Physiologisch verträgliche Abformmasse, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,005 Gew.-% bis 4,99 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 Gew.-% bis 1,0 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,025 Gew.-% bis 0,25 Gew.-% zumindest eines lumines- zierenden Materials aufweist. 2. Abformmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das lumineszie- rende Material ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Cumarin- Derivaten, Luminol, Perylen, Coelenterazin, Latia Luciferin, Luciopterin, Pho- tinus-Luciferin, Fluorescein, den Fluorescein-Derivaten, den optional dotierten Alkalimetall- oder Erdalkalimetallaluminaten und den optional dotierten Zinksulfiden und Mischungen davon. 3. Abformmasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformmasse ein Material aufweist, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Alginaten, den HydrokoUoiden, den Polyethern, den Silikonen und Mischungen davon. 4. Abformmasse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformmasse ein Material aufweist, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den A-Silikonen, den K-Silikonen und Mischungen davon. 5. Abformmasse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformmasse eine Mischung aus zumindest einem Organopolysiloxan mit mindestens zwei ungesättigten Gruppen im Molekül und zumindest einem Organo- wasserstoffpolysiloxan mit mindestens zwei Si-gebundenen Wasserstoffen im Molekül aufweist. 6. Abformmasse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformmasse ferner zumindest einen Polymerisationsinitiator aufweist, der ausge- wählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Platin-Katalysatoren, den Photoinitiatoren und Mischungen davon. 7. Abformasse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformmasse zumindest einen Füllstoff aufweist. 8. Abformmasse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Quarz, Christobalit, Zirkoniumsilikat, den Montmorilloniten, den Zheoliten, Aluminiumoxid, Zinkoxid, Bariumsulfat, Calciumcarbonat, den Glaspulvern, den Kunststoffpulvern, den Kieselsäuren und Mischungen davon. 9. Abformmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformmasse zumindest ein Silikonöl aufweist. 10. Abformmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgenden Bestandteile aufweist: a) zumindest ein Organopolysiloxan mit mindestens zwei ungesättigten Gruppen im Molekül, vorzugsweise Polyvinylmethylsiloxan, b) zumindest ein Organowasserstoffpolysiloxan mit mindestens zwei Si- gebundenen Wasserstoffen im Molekül, vorzugsweise Polymethylwas- serstoffsiloxan, c) Kieselsäure, vorzugsweise pyrogene Kieselsäure, d) zumindest einen Platin-Katalysator für die Vernetzung der Bestandteile a) und b), e) zumindest ein lumineszierendes Material. 11. Abformmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgenden Bestandteile aufweist: a) zumindest ein Organopolysiloxan mit mindestens zwei ungesättigten Gruppen im Molekül, vorzugsweise Polyvinylmethylsiloxan, b) zumindest ein Organowasserstoffpolysiloxan mit mindestens zwei Si- gebundenen Wasserstoffen im Molekül, vorzugsweise Polymethylwas- serstoffsiloxan, c) Kieselsäure, vorzugsweise pyrogene Kieselsäure, d) zumindest einen Photoinitiator für die Vernetzung der Bestandteile a) und b), e) zumindest ein lumineszierendes Material. 12. Verfahren zur Herstellung einer physiologisch verträglichen Abformmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet dass das zumindest eine lumineszierende Material mit einer physiologisch verträglichen Abformmasse vermischt wird. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformmasse zumindest ein Silikon aufweist, und dass beim Vermischen der Abformmasse mit dem zumindest einen lumineszierenden Material ein Lösemittel zugesetzt wird, das ausgewählt ist aus Polymethylmethacrylat, Dichlormethan und Tri- chlormethan. 14. Abdrucklöffel zur Herstellung eines Abdrucks zumindest eines Zahns, dadurch gekennzeichnet, dass er eine physiologisch verträgliche Abformmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 11 aufweist. 15. Träger zum Einsetzen in einen Abdrucklöffel, dadurch gekennzeichnet, dass er eine physiologisch verträgliche Abformmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 11 aufweist. 16. Formkörper bestehend aus einer physiologisch verträglichen Abformmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, der eine Form aufweist, die im Wesentlichen dem menschlichen Kiefer nachgebildet ist. 17. Formkörper nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die physiologisch verträgliche Abformmasse aushärtbar ist und dass zumindest ein Teil der physiologisch verträglichen Abformmasse an der Außenseite des Formköpers ausgehärtet ist. 18. Verwendung einer physiologisch verträglichen Abformmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Herstellung eines Abdrucks einer Struktur im oder am menschlichen oder tierischen Körper. 19. Verwendung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einem oder mehreren Zähnen, einem Kiefer oder einem Teil eines Kiefers. |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine physiologisch verträgliche Abformmasse, ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Abformmasse, einen Abdrucklöffel bzw. einen Träger zum Einsetzen in einen Abdrucklöffel, einen Formkörper sowie eine Verwendung einer solchen Abformmasse.
[0002] Physiologisch verträgliche Abformmassen per se sind bekannt und werden z.B. in der Zahnmedizin zur Herstellung von Abdrücken des Kiefers oder eines Teils des Kiefers verwendet. Auf Basis dieser Abdrücke können Modelle des Kiefers oder eines Teils des Kiefers erstellt werden, auf Basis derer dann Zahnersatz oder Inlays gefertigt werden. Solche Massen können ferner auch in ähnlicher Weise zur Herstellung von Abdrücken anderer Körperteile, z.B. zur Prothesenherstellung, eingesetzt werden. Ein weiteres Einsatzgebiet solcher Massen ist die Herstellung von so genannten Ohrplastiken oder Ohrpassstücken für Hörgeräte.
[0003] Aufgrund dessen, dass die Herstellung z.B. von Zahnersatz auf Basis eines Abgusses eines Abdrucks erfolgt, ist zwangsweise die Genauigkeit, mit der z.B. Zahnersatz gefertigt werden kann, begrenzt. Um dieses Problem zu lösen, wurden in letzter Zeit insbesondere im Bereich der Zahnmedizin häufig digitale Systeme auf Kamerabasis vorgeschlagen, die dazu dienen sollen, einen oder mehrere Zähne oder einen gesamten Kieferbogen zu erfassen und in Form digitaler Daten wiederzugeben. Basierend auf diesen Daten kann dann z.B. eine Krone maschinell gefertigt werden.
[0004] Auch wenn mit solchen Techniken bis jetzt gewisse Erfolge erzielt wurden, hat sich gezeigt, dass insbesondere durch Schattenbildung sowie durch eine ungenügende Ausleuchtung gewisser Bereiche auch diese Techniken noch keine optimalen Ergebnisse liefern.
[0005] Zur Lösung der Probleme hat der vorliegende Anmelder ein Verfahren entwickelt, das auf einer Kombination von Messverfahren auf optischer Basis und der Verwendung spezieller Abformmassen beruht. In diesem Verfahren werden allgemein gesprochen Abdrücke unter Verwendung von lumineszierenden Abformmassen genommen und dann mittels optischer Methoden vermessen. Dieses Verfahren ist z.B. in der noch nicht offengelegten PCT/EP2009/006474 beschrieben, die durch Bezugnahme in ihrer Gesamtheit hierin aufgenommen ist.
[0006] Zur Durchführung dieses Verfahrens werden Abformmassen mit spezifischen optischen, insbesondere spezifischen Lumineszenzeigenschaften benötigt.
[0007] Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Abformmasse zu beschreiben, die spezifisch zur Verwendung in dem oben erwähnten Verfahren ausgelegt ist. [0008] Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen einer solchen Abformmasse zu beschreiben.
[0009] Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Abdrucklöffel zur Herstellung eines Abdrucks zumindest eines Zahns bzw. einen Träger zum Einsetzen in einen Abdrucklöffel zur Verwendung in dem oben erwähnten Verfahren zu beschreiben.
[0010] Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, einen Formkörper aus einer Abformmasse zum Einsatz in dem oben beschriebenen Verfahren zu beschreiben.
[0011] Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verwendung für eine Abformmasse zu beschreiben.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine physiologisch verträgliche Abformmasse gelöst, die 0,005 Gew.-% bis 4,99 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 Gew.-% bis 1,0 Gew.-%, und besonders bevorzugt 0,025 Gew.-% bis 0,25 Gew.-% zumindest eines lumineszierenden Materials aufweist. Insbesondere liegt das lumi- neszierende Material in einer Menge von etwa 0,1 Gew.-% vor.
[0013] Unter einer physiologisch verträglichen Abformmasse ist jegliche Abformmasse zu verstehen, die zur Herstellung von Abdrücken von Strukturen im oder am menschlichen und tierischen Körper geeignet ist. Solche Abdruckmassen sind dem Fachmann per se bekannt und kommerziell von verschiedenen Anbietern erhältlich. Insbesondere sollte eine solche Abformmasse keine toxischen, und, soweit möglich, keine allergischen oder reizenden Reaktionen im oder am menschlichen Körper auslösen. Die Konsistenz der Abformmasse ist hierbei nur insoweit eingeschränkt, als dass diese auf der einen Seite fließfähig genug sein muss, um einen ausreichend genauen und detaillierten Abdruck zu bilden, auf der anderen Seite jedoch formstabil genug, um nach Abnehmen der Masse von der Struktur im oder am menschlichen oder tierischen Körper die Form des Abdrucks beizubehalten. Eine genauere Beschreibung der physikalischen Eigenschaften von dentalen Abformmassen findet sich z.B. in ISO 4823, deren Offenbarung unter Bezugnahme in ihrer Gesamtheit hierin aufgenommen ist, wobei die Massen basierend auf ihrer Viskosität in vier Klassen, von Typ 0 (sehr hohe Viskosität) bis Typ 3 (niedrige Viskosität) einklassifiziert sind.
[0014] Die Masse kann gegebenenfalls auch so ausgelegt sein, dass sie nach oder während des Nehmens des Abdrucks aushärtet bzw. sich verfestigt. In diesem Fall muss die Masse so ausgelegt sein, dass sie auch nach dem Aushärten von der Struktur im menschlichen oder tierischen Körper abgenommen werden kann, ohne dabei Schaden an der zu vermessenden Struktur anzurichten. Das Aushärten kann dabei durch eine chemische Reaktion, üblicherweise eine Polymerisationsreaktion erfolgen. In diesem Fall ist das Aushärten im Allgemeinen irreversibel. Es ist allerdings auch denkbar, dass das Aushärten bzw. Verfestigen auf reversible Weise erfolgt, z.B. durch ein Verfestigen durch eine Temperaturänderung oder unter Ausnutzung von magnetorheologischen oder elektrorheologischen Effekten durch Anlegen magnetischer oder elektrischer Felder, wobei die Masse dann die ggf. notwendigen Hilfsstoffe aufweist.
[0015] Unter einem lumineszierenden Material im Sinne der Erfindung wird ein jegliches Material verstanden, das in der Lage ist, Licht abzustrahlen. Dieses Abstrahlen von Licht kann dabei als Antwort auf eine Stimulation von außen z.B. als Fluoreszenz oder Phosphoreszenz, nach Anregung durch Einstrahlen von Licht einer gegebenen Wellenlänge, aber auch aufgrund interner Prozesse z.B. infolge einer chemischen Reaktion als Chemolumineszenz erfolgen. Es ist hierbei essentiell, dass die Lumineszenz über den Messzeitraum im Wesentlichen konstant bleibt.
[0016] Unter den lumineszierenden Materialien sind chemolumineszente Materialien oder phosphoreszierende Materialien besonders bevorzugt, da diese zu einer Abdruckmasse führen, die angeregt werden kann, bevor sie an der menschlichen Struktur angebracht wird und dann, z.B. nachdem sie in schwer erreichbare Hohlräume eingedrungen ist, noch nachleuchtet, um auch diese Bereiche für die Messung auszuleuchten. Die lumineszierenden Materialien können in partikulärer Form vorliegen, aber auch in der Abformmasse gelöst sein.
[0017] Unter Licht im Sinne der Erfindung wird sowohl Licht im sichtbaren Bereich als auch elektromagnetische Strahlung im Infrarot- sowie im UV-Bereich verstanden, wobei diese Strahlung so ausgewählt sein muss, dass dadurch keine Schäden an der zu vermessenden Struktur im oder am menschlichen oder tierischen Körper hervorgerufen werden.
[0018] Den erfindungsgemäßen Massen können die lumineszierenden Materialien gleich bei der Herstellung oder erst kurz vor der Anwendung beigemischt werden. In letzterem Fall werden die Masse und das lumineszierende Material als Zwei-Komponenten-System an den Zahnmediziner oder Zahntechniker geliefert, der dann die beiden Komponenten vermischt. Im Fall eines Zwei-Komponenten-Systems ist es bevorzugt, die Masse und das lumineszierende Material in (einem) Behälter(n) vorliegen, der (die) das Vermischen der beiden Komponenten erleichtert (erleichtern). Die Ausbildung der Masse als Zwei-Komponenten-System ist zwar besonders für Massen unter Verwendung von chemolumineszierenden Materialien geeignet, wobei insbesondere das Vermischen der Komponenten die Lumineszenz auslöst, kann aber auch bei anderen Massen vorteilhaft sein, z.B. um ein Absetzen von lumineszierenden Partikeln bei der Lagerung zu vermeiden.
[0019] Es hat sich gezeigt, dass die oben genannten Abformmassen sich besonders gut für das von dem vorliegenden Erfinder entwickelte Messverfahren eignen, da auf der einen Seite ausreichend lumineszierendes Material vorhanden ist, um eine gleichmäßige Ausleuchtung des zu vermessenden Bereichs zu garantieren, aber auf der anderen Seite durch den relativ niedrigen Gehalt an lumineszierendem Material die anderen optischen Eigenschaften der Abformmasse nicht negativ beein- flusst werden. [0020] Bevorzugterweise sind die erfindungsgemäßen Abdruckmassen hierbei so ausgebildet, dass sie für Licht in den Wellenlängenbereichen des von dem lumineszierenden Material abgestrahlten Lichts so durchlässig wie möglich sind, um für das Lumineszenzlicht eine hohe Lichtausbeute zu erreichen. Vorzugsweise sind die Abformmassen auch so ausgebildet, dass sie für Licht, das, falls nötig, zur Anregung der Lumineszenz verwendet wird, ebenfalls so durchlässig wie möglich sind, so dass eine möglichst gleichmäßige Anregung der Lumineszenz durch die gesamte Masse sichergestellt ist. Vorzugsweise hat die Masse in den relevanten Wellenlängenbereichen eine Transmission von mindestens 50 %, bevorzugt von mindestens 60 %, noch bevorzugter von mindestens 75 % und besonders bevorzugt von mindestens 85 %, bei einer Durchgangsdicke von 1 cm. Ein Beispiel für eine transparente Abdruckmasse, die als Ausgangsmaterial für die Herstellung der erfindungsgemäßen Massen dienen kann, ist eine Abdruckmasse, die kommerziell von der Firma Dreve, Unna, Deutschland, unter der Bezeichnung Fresh™ Clear vertrieben wird.
[0021] In einer Ausführungsform der Erfindung ist das lumineszierende Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus den Anthrachinon-Derivaten, den Cumarin-Derivaten, Luminol, Perylen, Coelenterazin, Latia Luciferin, Luciopterin, Photinus-Luciferin, Fluorescein, den Fluorescein-Derivaten, den Alkalimetall- und Erdalkalimetallaluminaten, den Zinksulfiden und Mischungen davon. Die Alkalimetall- und Erdalkalimetallaluminate und die Zinksulfide können dabei ggf. dotiert sein. Materialien zur Dotierung sind dabei bevorzugt Übergangsmetalle und Metalle der seltenen Erden (häufig auch nur seltene Erden).
[0022] Solche Materialien sind dem Fachmann an sich bekannt und kommerziell erhältlich z.B. unter der Bezeichnung MACROLEX ® von der Firma Lanxess (Deutschland), oder in Form der LumiNova ® Pigmente von der Firma Nemoto (Japan), oder von Fluoreszenzpigmenten hergestellt von der Firma RC TriTec oder der Firma Permalight. [0023] Bei der Verwendung von partikulären lumineszierenden Materialien (allgemein als Pigmente bezeichnet) ist es vorteilhaft, wenn diese eine Oberflächenmodifikation aufweisen, um die Kompatibilität mit der Abdruckmasse zu erhöhen. Ferner ist es bei der Verwendung von Pigmenten vorteilhaft, wenn diese eine Partikelgröße kleiner als 5 pm aufweisen, da dadurch die optischen Eigenschaften der Masse besonders wenig beeinträchtigt werden.
[0024] Es hat sich gezeigt, dass die oben genannten lumineszierenden Materialien besonders gut für die erfindungsgemäßen Massen geeignet sind, da sie selbst bei der niedrigen verwendeten Menge an lumineszierendem Material noch zu einer guten Lichtleistung führen und gleichzeitig in den verwendeten Konzentrationsbereichen für den menschlichen Körper unbedenklich sind.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Abformmasse ein Material auf, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Alginaten, den Hydrokolloiden, den Polyethern, den Silikonen und Mischungen davon, und insbesondere aus der Gruppe bestehend aus den A-Silikonen, den K-Silikonen und Mischungen davon
[0026] Solche Materialien sind dem Fachmann an sich bekannt und kommerziell erhältlich.
[0027] Das von dem Anmelder entwickelte oben beschriebene Verfahren eignet sich insbesondere zur Vermessung von menschlichen Zähnen. Bei den oben genanten Materialien handelt es sich um seit langem gebräuchliche Materialien, die als Abformmasse in der Zahnmedizin verwendet werden, so dass diese bekanntermaßen sicher und effektiv in der Verwendung sind.
[0028] In einer weiteren Ausgestaltung der oben genannten Maßnahme weist die Abformmasse eine Mischung aus zumindest einem Organopolysiloxan mit mindestens zwei ungesättigten Gruppen im Molekül und zumindest einem Organo- wasserstoffpolysiloxan mit mindestens zwei Si-gebundenen Wasserstoffen im Molekül auf.
[0029] Die Verwendung einer solchen Mischung führt zu einer Abformmasse, mit der besonders gute Abdrücke erhältlich sind. Sollte dieses gewünscht sein, kann außerdem zwischen den beiden Substanzen eine chemische Reaktion ausgelöst werden, die zur Härtung der Abformmasse führt, so dass gegebenenfalls einem Anwender neben den gemessenen digitalen Daten noch ein gegenständlicher Abdruck zur Verfügung steht. Für eine detaillierte Beschreibung von Abformmassen auf Basis von Organopolysiloxanen siehe z.B. J.M. Powers, R.L. Sakaguchi: Craig's Resto- rative Dental Materials, Mosby 2006.
[0030] In einer weiteren Ausgestaltung der oben genannten Maßnahme weist die Masse mindestens einen Polymerisationsinitiator auf, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Platin-Katalysatoren, den Photoinitiatoren und Mischungen davon.
[0031] Durch die Bereitstellung eines Polymerisationsinitiators kann die Masse zum Aushärten gebracht werden, so dass einem Anwender neben einem digitalen Datensatz noch ein fester Abdruck zum späteren Abgleich für die digitalen Daten oder zur Modellherstellung zur Verfügung steht.
[0032] Der Start der Polymerisation kann hierbei auf jedem dem Fachmann bekannten Weg erfolgen. So kann der Start durch Beimischen eines Katalysators, z.B. eines Platin-Katalysators, erfolgen, wie dies aus bekannten Zwei-Komponenten- Abformmassen bekannt ist, oder der Polymerisationsstart kann über einen Photoinitiator durch Einstrahlung von Licht erfolgen. Die Verwendung eines Photoinitiators ist besonders bevorzugt, da die Masse zum einen als Ein-Komponenten-Masse langfristig lagerstabil ist und zum anderen zur Durchführung des oben genannten Messverfahrens die Masse mit Licht bestrahlt wird, so dass neben der Anregung der Lumineszenz auch gleichzeitig noch die Aushärtung der Masse gestartet werden kann. Im Falle der Verwendung eines Photoinitiators ist es ebenfalls möglich, die Abformmasse in Form eines Zwei-Komponenten-Systems auszubilden und den Photoinitiator z.B. zur Verbesserung der Lagerstabilität erst kurz vor der Verwendung mit der Abformmasse zu vermischen. Im Falle von Mehr-Komponenten-Systemen kann dabei eine Komponente aus zwei der Bestandteile Abformmas- se/Polymerisationsstruktur/lumineszierendes Material bestehen, während der jeweils dritte Bestandteil die zweite Komponente bildet. Es ist ferner möglich, dass jeder Bestandteil eine eigene Komponente bildet, die vor der Anwendung vermischt werden.
[0033] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Abformmasse zumindest einen Füllstoff auf, wobei der Füllstoff bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Quarz, Christobalit, Zirkoniumsilikat, den Montmorilloniten, den Zheoliten, Aluminiumoxid, Zinkoxid, Bariumsulfat, Calciumcarbonat, den Glaspulvern, den Kunststoffpulvern, den Kieselsäuren und Mischungen davon.
[0034] Die Zugabe der oben genannten Füllstoffe ist vorteilhaft, da dadurch die Fließfähigkeit der Masse und gegebenenfalls die Stabilität der Masse während und/oder nach dem Abdrucknehmen möglichst präzise eingestellt werden kann. Vorzugsweise sind die Füllstoffe in einer solchen Menge und insbesondere mit einer solchen Partikelgröße enthalten, dass diese die optischen Eigenschaften der Abformmasse nicht negativ beeinflussen.
[0035] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Abformmasse zumindest ein Silikonöl auf.
[0036] Es hat sich gezeigt, dass durch die Zugabe von Silikonölen zu der Abformmasse die Fließfähigkeit der Masse positiv beeinflusst werden kann.
[0037] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Abformmasse die folgenden Bestandteile auf: a) zumindest ein Organopolysiloxan mit mindestens zwei ungesättigten Gruppen im Molekül, vorzugsweise Polyvinylmethylsiloxan, b) zumindest ein Organowasserstoffpolysiloxan mit mindestens zwei Si- gebundenen Wasserstoffen im Molekül, vorzugsweise Polymethyl- wasserstoffsiloxan, c) Kieselsäure, vorzugsweise pyrogene Kieselsäure, d) zumindest einen Platin-Katalysator, der die Vernetzung der Bestandteile a) und b) katalysiert, e) zumindest ein lumineszierendes Material.
[0038] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Abformmasse die folgenden Bestandteile auf: a) zumindest ein Organopolysiloxan mit mindestens zwei ungesättigten Gruppen im Molekül, vorzugsweise Polyvinylmethylsiloxan, b) zumindest ein Organowasserstoffpolysiloxan mit mindestens zwei Si- gebundenen Wasserstoffen im Molekül, vorzugsweise Polymethyl- wasserstoffsiloxan, c) Kieselsäure, vorzugsweise pyrogene Kieselsäure, d) zumindest einen Photoinitiator für die Vernetzung der Bestandteile a) und b), e) zumindest ein lumineszierendes Material. [0039] In den beiden Massen liegen die Komponenten vorzugsweise in den folgenden Mengen vor:
5-20 Gew.-% Organopolysiloxan mit mindestens zwei ungesättigten Gruppen im Molekül
1-10 Gew.-% Organowasserstoffpolysiloxan mit mindestens zwei Si- gebundenen Wasserstoffen im Molekül
20-70 Gew.-% Kieselsäure
0-5 Gew.-% lumineszierendes Material
0,01 Gew.-% Photoinitiator, bzw. Platinkatalysator.
[0040] Eine weitere beispielhafte Abformmasse, kann neben dem zumindest einen lumineszierenden Material, einen, mehrere oder alle der folgenden Bestandteile aufweisen: a. ) Organopolysiloxane mit zwei oder mehr Vinyl-Gruppen im Molekül. b. ) Niedermolekulare vinyl- und ethoxygruppenhaltige QM-Harze und/oder
Mischungen von QM-Harzen in Organopolysiloxanen. c. ) Organopolyhydrogensiloxane mit mindestens zwei SiH- Gruppen im Molekül. d. ) Edelmetall-Katalysator, z.B. Platin Siloxan Komplexe) e. ) Metalloxid-Pulver, z.B. Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Titandioxid. Bevorzugte Korngröße: <2 μπι) f. ) Organopolysiloxane mit mindestens einer Vinyl- Gruppe im Molekül. g. ) Organopolysiloxane ohne reaktive Gruppen h. ) Öle oder andere Weichmacher z.B. Paraffin-Öle i. ) Verstärkende Füllstoffe (mit beladener und unbeladener Oberfläche), z.B.
Pyrogene oder gefällte Kieselsäuren, und Siliciumaluminiummischloride j.) Nicht-verstärkende Füllstoffe (mit beladener und unbeladener Oberfläche), z.B. Quarze, Cristobalite, Diatomeenerden, Kieselgure, Calciumcarbonate, Talkum, Zeolithe, Natriumaluminiumsilikate, Glaspulver k.) Weitere Additive und übliche Zusatz-, Hilfs-, und Farbmittel (anorganische und/oder organische Pigmente), z.B. Feuchtigkeitsbinder, Hydrophilie- rungsmittel, Stabilisatoren, Wasserstoff-Absorber, etc.
1.) Inhibitoren, z.B. Acetylenisch ungesättigte Alkohole oder vinylgruppenha- lötige, aliphatische oder cyclische Polysiloxane/Oligosiloxane/Disiloxane
[0041] Ferner können beispielhafte Abformmassen neben dem zumindest einen lumineszierenden Material, einen, mehrere oder alle der folgenden Bestandteile aufweisen: a. ) Organopolysiloxane mit zwei oder mehr Vinyl-Gruppen; Viskositätsbereich:
100 - 350.000 mPa*s b. ) Niedermolekulare vinyl- und ethoxygruppenhaltige QM-Harze und/oder
Mischungen von QM-Harzen in Organopolysiloxanen, Viskositätsbereich: 150 - 65.000 mPa*s c. ) Organopolyhydrogensiloxane mit mindestens zwei SiH- Gruppen im Molekül, SiH- Gehalt: 0,1 - 15 mmol/g (Bevorzugt 2-10 mmol/g) d. ) Edelmetall-Katalysator(en) e. ) Organopolysiloxane mit mindestens einer Vinyl-Gruppe im Molekül f. ) Organopolysiloxane ohne reaktive Gruppen, Viskosität: 50 - 100 mPa*s g. ) Öle und andere Weichmacher h. ) Verstärkende Füllstoffe mit beladener und unbeladener Oberfläche i. ) Gemische von verstärkenden Füllstoffen mit Organopolysiloxanen, Viskositätsbereich: 100 - 2.000 mPa*s j.) Nicht-verstärkende Füllstoffe mit beladener und unbeladener Oberfläche k.) Weitere Additive und übliche Zusatz- , Hilfs-, und Farmittel 1.) Inhibitoren, m.)Metalloxid- Pulver, z.B. Titandioxid : Korngröße kleiner 50 pm, bevorzugt kleiner 20 pm, besonders bevorzugt kleiner 2 m. (z.B. Titandioxid erhältlich unter dem Handelsnamen Aeroxid/Firma Degussa)
[0042] Es hat sich gezeigt, dass sich durch die Verwendung der oben genannten Bestandteile Abformmassen herstellen lassen, die zur Anwendung in dem von dem Erfinder entwickelten Verfahren besonders geeignet sind. [0043] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen physiologisch verträglichen Abformmasse, wobei das lumineszie- rende Material mit einer physiologisch verträglichen Abformmasse vermischt wird.
[0044] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Abformmasse dabei zumindest ein Silikon auf, und beim Vermischen der Abformmasse mit dem zumindest einen lumineszierenden Material wird zumindest ein Lösemittel zugesetzt, das ausgewählt ist aus Polymethylmethacrylat, Dichlormethan und Trichlormethan.
[0045] Bei der oben genannten Maßnahme wird in bevorzugter Weise das lumineszierende Material in relativ hoher Verdünnung von z.B. 0,002-0,010 % in dem genannten Lösemittel gelöst oder suspendiert und dann mit der Abformmasse vermischt.
[0046] Es hat sich gezeigt, dass durch die oben genannten Maßnahmen Abformmassen geschaffen werden können, in denen das lumineszierende Material möglichst homogen verteilt ist, was in dem von dem Erfinder entwickelten Messverfahren zu einer besonders genauen Messung führt.
[0047] Die Erfindung betrifft ferner einen Abdrucklöffel zur Herstellung eines Abdrucks zumindest eines Zahns, der eine erfindungsgemäße physiologisch verträgliche Abformmasse aufweist.
[0048] Ein solcher Abdrucklöffel kann besonders vorteilhaft in dem von dem Erfinder entwickelten Messverfahren eingesetzt werden.
[0049] Die Erfindung betrifft ferner einen Träger zum Einsetzen in einen Abdrucklöffel, der eine erfindungsgemäße physiologisch verträgliche Abformmasse aufweist. [0050] Die Erfindung betrifft ferner einen Formkörper, der aus einer erfindungsgemäßen physiologisch verträglichen Abformmasse besteht, und der eine Form aufweist, die im Wesentlichen den menschlichen Kiefer ganz oder teilweise umschließen kann.
[0051] Durch die oben genannten Maßnahmen ist es möglich, vorgefertigte Mengen an Abformmasse fertig zur direkten Verwendung in dem oben angesprochenen Messverfahren bereitzustellen.
[0052] In einer Ausgestaltung der oben genannten Maßnahme ist die erfindungsgemäße physiologisch verträgliche Abformmasse aushärtbar, und zumindest ein Teil der physiologisch verträglichen Abformmasse an der Außenseite des Formkörpers ist bereits ausgehärtet.
[0053] Auf diese Weise wird durch Aushärten der Außenseite der Masse des Formkörpers praktisch aus der Masse ein Schälchen für die Abformmasse gebildet, was unter anderem eine ungewollte Verformung der Abformmasse an der Außenseite verhindert.
[0054] Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung einer Abformmasse zur Herstellung eines Abdrucks einer Struktur im oder am menschlichen oder tierischen Körper, wobei die Struktur vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einem oder mehreren Zähnen, einem Kiefer oder einem Teil des Kiefers.
[0055] Dieses Verfahren ist vorteilhaft, da unter Verwendung der erfindungsgemäßen Abformmasse gegenüber herkömmlichen Methoden verbesserte digitalisierte Daten einer Struktur im oder am menschlichen Körper generiert werden können.
[0056] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombi- nation, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0057] Die Erfindung wird nun nachstehend anhand von Beispielen sowie in Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Träger zum Einsetzen in einen Abdrucklöffel mit einer dentalen Abformmasse;
Fig. 2 einen Formkörper, bestehend aus einer physiologisch verträglichen
Abformmasse.
Beispiel 1
[0058] Unter Verwendung der in Tabelle 1 angegebenen Inhaltsstoffe wurde eine fluoreszierende Abformmasse hergestellt. Hierzu wurde das lumineszente Material in dem Orthocryl (Polymethylmethacrylat) gelöst und unter Vakuum mit der Fresh™Clear Abformmasse vermischt. Nach Abschluss des Mischvorgangs wird die Viskosität der Zusammensetzung durch Zugabe des Silikonöls auf den gewünschten Wert eingestellt. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine 2K-Masse, so dass diese nach dem Vermischen in einen Abdrucklöffel gegeben und direkt zur Abdrucknahme eingesetzt werden muss.
Tabelle 1
kommerziell von Dreve, Deutschland erhältliche Abformmasse
** kommerziell von Lanxess erhältlicher Fluoreszenzfarbstoff
*** kommerziell von DENATURUM erhältliches flüssiges Polymethylmethacrylat
Beispiel 2
Unter Verwendung der in Tabelle 2 angegebenen Inhaltsstoffe wurde analog Beispiel 1 eine weitere fluoreszierende Abformmasse dargestellt. Bei dieser Masse handelt es sich im Gegensatz zu Beispiel 1 um eine lichthärtbare Masse.
Tabelle 2
Bestandteile Menge (Gew.-%)
Organopolysiloxan mit zwei termi15 Gew.-%
nalen Vinyl-Gruppen
Niedermolekulares Vinyl- und 15 Gew.-%
Ethoxy-Gruppen enthaltendes QN- Harz
Organowasserstoffpolysiloxan mit 10 Gew.-%
mindestens zwei Si-gebundenen
Wasserstoffen im Molekül
Katalysatoren zur Beschleunigung 0,08 Gew.-%
der Hydrosilylierungsreaktion
Nicht verstärkende Füllstoffe 50 Gew.-%
(Kieselsäure)
Feuchtigkeitsbinder 4 Gew.-%
Weitere Additive und Hilfsmittel 5 Gew.-% Fluoreszenzpigment 0, 1 Gew.-%
Photoinitiatoren 0-0, 1 Gew.-%
[0059] In Fig. 1 ist ein Träger zum Einsetzen in einen Abdrucklöffel in seiner Gesamtheit mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet. Der Träger weist eine Grundplatte 12 auf, die eine Außenkontur aufweist, die im Wesentlichen dem menschlichen Kiefer nachgebildet ist. An ihrer äußeren Außenkontur ist die Grundplatte 12 durch eine Wand 14 begrenzt, die unter anderem sicherstellt, dass während der Herstellung eines Abdrucks die Masse gegen den Kiefer gepresst bleibt, von dem ein Abdruck genommen werden soll. Ferner ist auf der Grundplatte eine physiologisch verträgliche Abformmasse 16 angeordnet. Bei dieser Abformmasse 16 kann es sich z.B. um eine Abformmasse gemäß Beispiel 1 handeln.
[0060] Um zu verhindern, dass ein Patient, von dem ein Abdruck genommen werden soll, bis auf die Grundplatte durchbeißt, und um für einen gleichmäßigen Abstand des Kieferbogens z.B. von der Wand 14 zu sorgen, ist die Abformmasse ferner in einem Randbereich 18 ausgehärtet und weist somit eine deutlich höhere Härte auf als die nicht-ausgehärtete Abformmasse 16 im Zentrum.
[0061] Zum Einsatz in einem Verfahren zur digitalen Erfassung eines Kiefers ist der Träger z.B. ganz oder teilweise aus einem transparenten Material gefertigt und/oder weist optische Elemente auf, die in den Träger eingefügt sind. Es ist ferner auch möglich, dass in den Träger Beleuchtungselemente zur Beleuchtung der Abformmasse oder optische Sensoren zum Vermessen des von der Abformmasse abgegebenen Lumineszenzlichts oder beides eingebaut sind. In diesem Falle weist der Träger ferner elektrische Kontakte auf, um diesen mit einem entsprechenden Abdrucklöffel zu verbinden.
[0062] Zur Durchführung des Messverfahrens wird der Träger in einen geeigneten Abdrucklöffel eingesetzt. Alternativ kann die Masse jedoch auch in Form eines Formkörpers in den Abdrucklöffel eingebracht werden. Ein geeigneter Abform- löffei ist z.B. in der zuvor erwähnten PCT/EP 2009/006474 beschrieben. Da es sich im vorliegenden Fall um einen transparenten Träger handelt, weist der Abdrucklöffel Beleuchtungselemente zum Beleuchten der Abformmasse sowie optische Sensoren zur Messung von aus der Abdruckmasse austretendem Licht auf. Zur Vermessung beispielsweise eines Kiefers beleuchtet der Abdrucklöffel die in dem Träger angeordnet Masse und bringt diese z.B. zum Phosphoreszieren. Der Benutzer drückt dann den Kiefer, der vermessen werden soll, in die Abformmasse ein. Mittels des Abdrucklöffels wird dann das aus der Abdruckmasse austretende Licht gemessen. Das gemessene Licht kann dabei direkt aus der Lumineszenz der Masse herrühren, wobei das digitalisierte Modell des Kiefers über die spezifische Lumineszenz, d.h. die Lichtausbeute pro Raumeinheit, bestimmt werden kann. Es ist aber auch denkbar, die Reflektionen an den zu vermessenden Strukturen in Form von Bildinformation zu vermessen, wobei die lumineszierende Masse zu einer besonders guten Ausleuchtung führt, und das digitale Modell auf Basis der Bildinformation zu berechnen. Ferner kann das Verfahren auch auf einer Kombination der genannten Messungen beruhen.
[0063] In Fig. 2 ist ein Formkörper aus einer physiologisch verträglichen Abformmasse in seiner Gesamtheit mit der Bezugsziffer 20 bezeichnet. Der Formkörper 20 besteht in seiner Gesamtheit aus einer lumineszierenden Abformmasse 22, z.B. aus einer Abformmasse gemäß Beispiel 1. Um ein sicheres Einpassen in einen Abdrucklöffel sicherzustellen und eine Verformung des Formkörpers 20 zu vermeiden, ist die Abformmasse 22 an einer Außenseite 24 zumindest teilweise ausgehärtet, wodurch eine Art Schälchen für die Abformmasse gebildet wird. An seiner Oberseite 26 weist der Formkörper 20 ferner ein Gitterraster auf, welches dazu dient, bei der optischen Vermessung weitere Daten zu generieren.
[0064] Ein solcher Formkörper 20 kann entweder in einen allgemein bekannten Abdrucklöffel oder einen Abdrucklöffel, der ganz spezifisch für die Durchführung von Verfahren zur Erfassung von digitalen Daten eines menschlichen Zahns des Kiefers ausgelegt ist, eingefügt werden, um einen Abdrucklöffel herzustellen, der eine physiologisch verträgliche Abformmasse aufweist. Dies geschieht nach üblichen, dem Fachmann bekannten Verfahren. Die Bereitstellung eines solchen Formkörpers 20 hat hierbei den Vorteil, dass dadurch unter anderem auch Lufteinschlüsse zwischen Abdrucklöffel und Abformmasse vermieden werden könnten, die möglicherweise die durchzuführende optische Messung stören.
Next Patent: HYDROGEN GENERATION BY MEANS OF HYDROGENATED POLYSILANES FOR OPERATING FUEL CELLS
