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Title:
LUMINOUS MEANS HAVING LEDS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/180553
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a luminous means (1) comprising an enveloping bulb (3), a base (4), a first LED (21a) and a second LED (21b), which are assembled on a planar printed circuit board (2), to be precise on the opposite sides (20) thereof in relation to a thickness direction, wherein a first diverging lens (5a) is mounted on the first side (20a) of the printed circuit board (2) in a manner assigned to the first LED (21a) and a second diverging lens (5b) is mounted on the second side (20b) of the printed circuit board (2) in a manner assigned to the second LED (21b) for the purposes of homogenizing the light distribution generated by the luminous means (1), and the light emitted by the respective LED (21) has a widend luminous intensity distribution downstream of the respective diverging lens (5) in comparison with upstream of the respective diverging lens (5).

Inventors:
BERGENEK, Krister (Paarstr. 65a, Regensburg, 93059, DE)
BÖSL, Florian (Roter-Brach-Weg 163, Regensburg, 93049, DE)
DOBNER, Andreas (Zeitlhofweg 4, Wenzenbach, 93173, DE)
SCHMIDT, Tobias (Firnhaberstr. 31, Augsburg, 86159, DE)
KLOSS, Andreas (Universitätsstr. 7, Neubiberg, 85579, DE)
VOLLKOMMER, Frank (Am Biberberg 6, Gauting, 82131, DE)
Application Number:
EP2016/054361
Publication Date:
November 17, 2016
Filing Date:
March 02, 2016
Export Citation:
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Assignee:
OSRAM GMBH (Marcel-Breuer-Straße 6, München, 80807, DE)
International Classes:
F21K9/232; F21V5/04; F21V17/00; F21V7/00; F21V29/70; F21Y115/10
Domestic Patent References:
WO2014087357A12014-06-12
Foreign References:
US20120182711A12012-07-19
US20140085881A12014-03-27
JP2002157914A2002-05-31
Attorney, Agent or Firm:
NORDMEYER, Philipp (df-mp Dörries Frank-Molnia & Pohlman, Patentanwälte Rechtsanwälte PartG mbBTheatinerstraße 16, Munich, 80333, DE)
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Claims:
Ansprüche

Leuchtmittel (1) mit

einer ersten LED (21a) und einer zweiten LED (21b) zur Emission von Licht,

einer flächigen Leiterplatte (2), auf der die LEDs (21) montiert und dabei elektrisch leitend mit einer Leiterbahnstruktur der Leiterplatte (2) verbunden sind,

einem für das von den LEDs (21) emittierte Licht transmissiven Hüllkolben (3) , in welchem die Leiterplatte (2) mit den LEDs (21) angeordnet ist, und

einem Sockel (4), mit welchem die LEDs (21) über die Leiterbahnstruktur elektrisch betreibbar verbunden sind,

wobei die erste LED (21a) auf einer ersten Seite (20a) der Leiterplatte (2) und die zweite LED (21b) auf einer dazu in Bezug auf eine Dickenrichtung entgegengesetzten zweiten Seite (20b) der Leiterplatte (2) montiert ist, wobei sämtliche auf der Leiterplatte (2) montierten LEDs (21) auf einer der beiden Leiterplattenseiten (20) angeordnet sind, und wobei zur Homogenisierung der mit dem Leuchtmittel (1) erzeugten Lichtverteilung eine erste Zerstreuungslinse (5a) auf der ersten Seite (20a) der Leiterplatte (2) der ersten LED (21a) zugeordnet montiert ist und eine zweite Zerstreuungslinse (5b) auf der zweiten Seite (20b) der Leiterplatte (2) der zweiten LED (21b) zugeordnet montiert ist und das von der jeweiligen LED (21) emittierte Licht der jeweiligen Zerstreuungslinse (5) nachgelagert eine im Vergleich zu der jeweiligen Zerstreuungslinse (5) vorgelagert aufgeweitete Lichtstärkeverteilung hat.

Leuchtmittel (1) nach Anspruch 1, bei welchem zumindest eine der Zerstreuungslinsen (5) eine Totalreflexionsfläche (80) aufweist, und zwar an ihrer der jeweiligen LED (21) entgegengesetzten Seite, an welcher Totalreflexionsfläche (80) zumindest ein Teil des von der jeweiligen LED (21) emittierten Lichts von einer jeweiligen LED- Hauptausbreitungsrichtung (36) , mit welcher die jeweilige LED (21) das Licht emittiert, weg reflektiert wird.

Leuchtmittel (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem zumindest eine der Zerstreuungslinsen (5) eine gekrümmte Lichtaustrittsfläche (32) aufweist, an welcher zumindest ein Teil des von der jeweiligen LED (21) emittierten Lichts von einer jeweiligen LED-Hauptausbreitungsrichtung (36) , mit welcher die jeweilige LED (21) das Licht emittiert, weg gebrochen wird.

Leuchtmittel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem zumindest eine der Zerstreuungslinsen (5) eine der jeweiligen LED (21) zugewandte Lichteintrittsfläche (31) hat, welche von der jeweiligen LED (21) über ein Gasvolumen beabstandet ist. Leuchtmittel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem die beiden Zerstreuungslinsen

(5) jeweils eine optische Achse (35) haben und die optische Achse (35a) der ersten Zerstreuungslinse

(5a) mit der optischen Achse (35b) der zweiten Zerstreuungslinse (5b) zusammenfällt.

Leuchtmittel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem die beiden Zerstreuungslinsen

(5) über einen Zapfen (50) miteinander verbunden sind, welcher ein Durchgangsloch in der Leiterplatte

(2) durchsetzt und in zumindest eine der beiden Zerstreuungslinsen (5) eingreift.

Leuchtmittel (1) nach Anspruch 6, bei welchem der Zapfen (50) in eine der beiden Zerstreuungslinsen (5) eingreift und mit der anderen der beiden Zerstreuungslinsen (5) monolithisch ausgebildet ist.

Leuchtmittel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem die beiden Zerstreuungslinsen (5) zueinander baugleich sind.

Leuchtmittel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem der Hüllkolben (3) eine Längsachse (73) hat und die LEDs (21) relativ dazu so angeordnet sind, dass je LED (21) eine LED- Hauptausbreitungsrichtung (36) mit einer zu der Hüllkolben-Längsachse (73) parallelen, von dem Sockel (4) in Richtung des Hüllkolbens (3) weisenden Längsrichtung einen Winkel von dem Betrag nach mindestens 80 ° und höchstens 100 ° einschließt. Leuchtmittel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem die mit dem Leuchtmittel (1) erzeugte Lichtverteilung insoweit homogenisiert ist, als bei einem Umlauf um eine Hüllkolben-Längsachse (73) unter einem Winkel von 90° zu einer mit der Hüllkolben-Längsachse (73) parallelen, von dem Sockel (4) in Richtung des Hüllkolbens (3) weisenden Hüllkolben-Längsrichtung genommene Lichtstärkewerte jeweils mindestens 30 % eines bei dem Umlauf genommenen Maximalwerts der Lichtstärke ausmachen.

Leuchtmittel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem die Leiterplatte (2) zumindest bereichsweise mehrlagig aus mindestens zwei Substratlagen (111) aufgebaut ist, die aus einem flächigen Substratblatt gebildet sind, welches auf sich selbst zurückgelegt ist, wobei die auf den einander entgegengesetzten Seiten (20) der Leiterplatte (2) angeordneten LEDs (21) auf derselben Seitenfläche (114) des Substratblatts angeordnet sind.

Leuchtmittel (1) nach Anspruch 11, bei welchem das Substratblatt eine Dicke von mindestens 150 ym und höchstens 500 ym hat und die Leiterbahnstruktur bildende Leiterbahnen (115) jeweils eine Dicke von mindestens 20 ym und höchstens 100 ym haben.

Leuchtmittel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einem Kühlkörper (71), der in direktem thermischen Kontakt mit der Leiterplatte (2) vorgesehen ist und eine Außenfläche des Leuchtmittels (1) bildet oder in direktem thermischen Kontakt mit einem eine Außenfläche des Leuchtmittels (1) bildenden Teil vorgesehen ist, wobei der Kühlkörper (71) einen thermischen Widerstand Rth von höchstens 25 K/W hat.

Leuchtmittel (1) nach Anspruch 13, bei welchem der Kühlkörper (71) aus mindestens zwei Teilen (71a, b) zusammengesetzt ist, welche Kühlkörperteile (71a, b) die Leiterplatte (2) gemeinsam umschließen.

Leuchtmittel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei welchem der Hüllkolben (3) aus Glas vorgesehen ist und ein abgeschlossenes, mit einem Füllgas gefülltes Volumen begrenzt, welches Füllgas eine höhere thermische Leitfähigkeit als Luft hat.

Leuchtmittel (1) nach Anspruch 15, bei welchem die Leiterplatte (2) vollständig innerhalb des Füllgasvolumens angeordnet ist und vorzugsweise frei von einer Treiberelektronik ist.

Description:
Beschreibung Leuchtmittel mit LEDs

Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Leuchtmittel mit auf einer Leiterplatte montierten LEDs, wobei die Leiterplatte mit den LEDs in einem Hüllkolben angeordnet ist .

Stand der Technik

Ein konventionelles Leuchtmittel wie bspw. eine Glühlampe emittiert das Licht mit einer näherungsweise omnidirektionalen Lichtverteilung, es wird also vereinfacht gesprochen in alle Richtungen gleich viel Licht abgegeben (von bspw. einer Abschattung durch den Sockel der Glühlampe abgesehen) . Demgegenüber emittiert eine LED für sich das Licht gerichtet, nämlich in der Regel mit einer Lambertschen Lichtverteilung. Die Licht- bzw. Strahlstärke ist also bspw. entlang einer Flächennormalen auf eine Abstrahlfläche der LED maximal und nimmt mit zunehmendem Winkel gegenüber der Flächennormalen ab.

Um nun trotz dieser je LED gerichteten Lichtemission eine im Ergebnis homogene Lichtverteilung zu erzeugen, sind aus dem Stand der Technik bspw. Leuchtmittel bekannt, bei denen eine Vielzahl LEDs auf einem dreidimensionalen Träger montiert werden, bspw. auf fünf Seitenflächen eines Quaders. Die Seitenflächen und damit die Hauptabstrahlrichtungen der jeweils darauf angeordneten LEDs weisen in unterschiedliche Richtungen, womit eine im Gesamten angenähert omnidirektionale Lichtverteilung erzeugt werden kann. Ein solcher dreidimensionaler Träger kann jedoch bereits für sich in der Herstellung und dann auch in der dreidimensionalen Bestückung aufwändig und damit kostenintensiv sein.

Darstellung der Erfindung

Der vorliegenden Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein gegenüber dem Stand der Technik vorteilhaftes Leuchtmittel anzugeben.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst mit einem Leuchtmittel mit einer ersten LED und einer zweiten LED zur Emission von Licht, einer flächigen Leiterplatte, auf der die LEDs montiert und dabei elektrisch leitend mit einer Leiterbahnstruktur der Leiterplatte verbunden sind, einem für das von den LEDs emittierte Licht transmissiven Hüllkolben, in welchem die Leiterplatte mit den LEDs angeordnet ist, und einem Sockel, mit welchem die LEDs über die Leiterbahnstruktur elektrisch betreibbar verbunden sind, wobei die erste LED auf einer ersten Seite der Leiterplatte und die zweite LED auf einer dazu in Bezug auf eine Dickenrichtung entgegengesetzten zweiten Seite der Leiterplatte montiert ist, wobei sämtliche auf der Leiterplatte montierten LEDs auf einer der beiden Leiterplattenseiten angeordnet sind, und wobei zur Homogenisierung der mit dem Leuchtmittel erzeugten Lichtverteilung eine erste Zerstreuungslinse auf der ersten Seite der Leiterplatte der ersten LED zugeordnet montiert ist und eine zweite Zerstreuungslinse auf der zweiten Seite der Leiterplatte der zweiten LED zugeordnet montiert ist und das von der jeweiligen LED emittierte Licht der jeweiligen Zerstreuungslinse nachgelagert eine im Vergleich zu der jeweiligen Zerstreuungslinse vorgelagert aufgeweitete Lichtstärkeverteilung hat.

Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den abhängigen Ansprüchen und in der gesamten Offenbarung, wobei in der Darstellung nicht immer im Einzelnen zwischen Vorrichtungs- und Verfahrens- bzw.

Verwendungsaspekten unterschieden wird; jedenfalls implizit ist die Offenbarung hinsichtlich sämtlicher Anspruchskategorien zu lesen.

Vereinfacht gesprochen besteht eine Grundidee der Erfindung darin, mit der beidseitigen Bestückung der Leiterplatte eine Relativanordnung der LEDs zu schaffen, mit welcher anordnungsbedingt originär bloß zwei einander im Wesentlichen entgegengesetzte Hauptrichtungen schwerpunktmäßig mit LED-Licht versorgt werden. Im Unterschied zu dem eingangs genannten Stand der Technik wird also nicht jeder etwa hinsichtlich einer näherungsweisen Omnidirektionalität erforderlichen

Hauptrichtung eine eigene LED zugeordnet, stattdessen wird das Licht zur Homogensierung der Lichtverteilung mit den Zerstreuungslinsen teilweise umverteilt.

Bspw. im Vergleich zu dem eingangs genannten Quader müssen somit nicht fünf Seitenflächen mit LEDs bestückt werden, sondern nur zwei, nämlich die einander entgegengesetzten Seitenflächen der Leiterplatte. Diese ist schon an sich ein einfacheres Bauteil, und zudem kann bspw. auch die nur beidseitige Bestückung einfacher als die Bestückung eines dreidimensionalen Trägers sein.

Ein alternativ angedachter Ansatz wäre bspw. dahin gegangen, eine nur einseitig LED-bestückte Leiterplatte vorzusehen und das dann schwerpunktmäßig in eine einzige Hauptrichtung abgegebene LED-Licht mit nur einer einzigen Linse umzuverteilen. Mit dieser Linse hätte dann aber bildlich gesprochen deutlich mehr Licht und dieses zudem stärker umverteilt werden müssen, was eine entsprechend große und damit schwere Linse erforderlich gemacht hätte. Demgegenüber kann der vorliegende Ansatz, also die Kombination aus anordnungsbedingter „Grundversorgung" zweier entgegengesetzter Hauptrichtungen mit mindestens zwei Zerstreuungslinsen, bspw. den Einsatz kleinerer und ggf. auch in ihrem Aufbau einfacherer Zerstreuungslinsen ermöglichen. Das Leuchtmittel insgesamt kann gewichtsoptimiert sein und so bspw. in der Handhabung bzw. die Transport-/Lagerkosten betreffend Vorteile bieten.

Die auf der ersten Seite der Leiterplatte („Leiterplattenseite") montierte (n) LED(s), also im Falle mehrerer sämtliche darauf montierten LEDs, emittiert bzw. emittieren das Licht gemeinsam in der als Mittelwert gebildeten „ersten Hauptrichtung". In die „zweite Hauptrichtung" wird das Licht von der zweiten LED und ggf. (einer) weiteren auf der zweiten Leiterplattenseite montierten LED(s) emittiert. Die jeweilige Hauptrichtung ergibt sich als Mittelwert sämtlicher Richtungsvektoren, entlang welchen von der jeweiligen Leiterplattenseite aus Licht emittiert wird, wobei bei dieser Mittelwertbildung jeder Richtungsvektor mit der ihm zugehörigen Lichtstärke gewichtet wird (jede Richtung, in die eine Lichtquelle strahlt, kann als Vektor beschrieben werden, dem eine Lichtstärke zugeordnet werden kann) .

Die erste und die zweite Hauptrichtung sind einander im Wesentlichen entgegengesetzt, schließen also miteinander einen Winkel von in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens 150°, 160°, 170° bzw. 175° ein (betrachtet wird der kleinere von zwei eingeschlossenen Winkeln) . Besonders bevorzugt sind sie einander genau entgegengesetzt, liegt der Winkel also bei 180°.

Als „LED-Hauptausbreitungsrichtung" wird eine analog dem vorstehenden als Mittelwert der mit der Lichtstärke gewichteten Richtungsvektoren gebildete Richtung bezeichnet, entlang welcher eine jeweilige LED für sich betrachtet ihr Licht emittiert. Ist auf einer jeweiligen Leiterplattenseite jeweils nur genau eine (die erste oder zweite) LED angeordnet, fallen LED- Hauptausbreitungsrichtung und jeweilige Hauptrichtung zusammen. Sind auf einer jeweiligen Leiterplattenseite mehrere LEDs angeordnet, ist die LED-

Hauptausbreitungsrichtung jeder der LEDs zu der jeweiligen Hauptrichtung (dieser Leiterplattenseite) um vorzugsweise nicht mehr als 15°, 10° bzw. 5° verkippt (in der Reihenfolge der Nennung zunehmend bevorzugt) , besonders bevorzugt fällt sie damit zusammen.

Bevorzugt sind sämtliche LEDs derart auf der Leiterplatte montiert, dass ihre jeweilige LED- Hauptausbreitungsrichtung mit einer von zwei einander genau entgegengesetzten Hauptrichtungen zusammenfällt. So kann eine vergleichsweise einfach aufgebaute Leiterplatte verwendet werden, die also bspw. keine Topographie aufweist, um die LEDs schräg anzustellen. Auch die Bestückung ist vereinfacht.

Die „flächige" Leiterplatte hat in ihrer Dickenrichtung eine geringere Erstreckung (Dicke) als in den dazu senkrechten Flächenrichtungen. In jeder der Flächenrichtungen, in denen auch die Länge und die Weite der Leiterplatte genommen werden (siehe unten) , soll die Erstreckung der Leiterplatte z. B. mindestens dem 5-, 10- , 15- bzw. 20-fachen der Dicke betragen, wobei eine über die Leiterplatte gemittelte Dicke betrachtet wird. Die „einander entgegengesetzten Seiten" der Leiterplatte sind einander in Bezug auf die Dickenrichtung entgegengesetzt und werden auch als „Seitenflächen" der Leiterplatte bezeichnet (welche über eine oder mehrere, sich in Dickenrichtung erstreckende Kantenflächen der Leiterplatte miteinander verbunden sind) . Die LEDs sind auf den sich in den Flächenrichtungen erstreckenden Seitenflächen montiert (auf den Kantenflächen sind keine LEDs vorgesehen, sie sind also von LEDs frei) .

Mit der beidseitigen Bestückung allein blieben die Flächenrichtungen unterversorgt. Für eine teilweise Umverteilung des Lichts ist deshalb je Leiterplattenseite jeweils mindestens eine Zerstreuungslinse vorgesehen; bevorzugt sind jeweils nicht mehr als drei bzw. zwei Zerstreuungslinsen, besonders bevorzugt ist genau eine je Leiterplattenseite, auch hinsichtlich eines möglichst einfachen und damit kostengünstigen Aufbaus.

Eine „Zerstreuungslinse" weitet die Lichtstärkeverteilung mittels geometrischer Strahlenoptik (Brechung und/oder Reflexion) auf. Im Allgemeinen können einer Zerstreuungslinse auch mehrere LEDs zugeordnet sein, vorzugsweise ist es jeweils genau eine. Der Öffnungswinkel (Definition s.u.) eines von der/den jeweiligen LEDs emittierten Strahlenbündels soll der jeweiligen Zerstreuungslinse unmittelbar nachgelagert bspw. um mindestens 20 %, vorzugsweise mindestens 30 %, besonders bevorzugt mindestens 35 %, größer sein als dieser unmittelbar vorgelagert. Mögliche Obergrenzen liegen bspw. bei höchstens 45 % bzw. 40 %. Der Öffnungswinkel eines jeweiligen Strahlenbündels kann mit der jeweiligen Zerstreuungslinse bspw. um mindestens 20°, vorzugsweise mindestens 40°, weiter bevorzugt mindestens 55°, aufgeweitet werden, wobei mögliche Obergrenzen (davon unabhängig) bspw. bei höchstens 175 % bzw. 170 % liegen.

Sollte ein jeweiliges Strahlenbündel in den Achsen senkrecht zu seiner (nach der Lichtstärke gewichtet gebildeten) Hauptausbreitungsrichtung unterschiedlich aufgeweitet werden, wird ein Mittelwert betrachtet. Vorzugsweise soll die Aufweitung jedoch im Wesentlichen gleichmäßig sein, soll sie also in zwei zueinander und zu der Hauptausbreitungsrichtung senkrechten Achsen um nicht mehr als 30 %, vorzugsweise nicht mehr als 15 %, besonders bevorzugt nicht mehr 5 %, voneinander abweichen (bezogen auf die größere Aufweitung) , was bevorzugt für sämtliche solcher jeweils zueinander senkrechten Achsenpaare gilt.

Für die Ermittlung des Öffnungswinkels, den das jeweilige Strahlenbündel der jeweiligen Zerstreuungslinse unmittelbar vorgelagert hat, wird dabei die Halbwertsbreite zugrunde gelegt. Der Öffnungswinkel der Zerstreuungslinse nachgelagert wird dort genommen, wo die Lichtstärke auf die Hälfte des Werts abgefallen ist, den das Strahlenbündel auf einer Achse hat, auf welcher der Zerstreuungslinse unmittelbar vorgelagert das Maximum liegt. Bleibt die Lage des Maximums unverändert, wird also auch der Zerstreuungslinse nachgelagert die Halbwertsbreite zugrunde gelegt.

Eine jeweilige Zerstreuungslinse ist der/den jeweiligen LED(s) derart „zugeordnet", dass bspw. in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens 60 %, 70 %, 80 % bzw. 90 % des von der/den jeweiligen LED(s) emittierten Lichts die Zerstreuungslinse durchsetzen. Hinsichtlich der Effizienz kann ein möglichst großer Anteil bevorzugt sein, technisch bedingt (Reflexion/Absorption) können Obergrenzen bspw. bei 99 %, 97 % bzw. 95 % liegen.

Die auf der Leiterplatte „montierten" LEDs sind vorzugsweise aufgelötet, wobei zumindest einige der Lötverbindungen zugleich den elektrischen Kontakt zwischen Leiterbahnstruktur und LED herstellen und der mechanischen Befestigung der LED dienen (zusätzlich können aber auch allein der mechanischen Befestigung / thermischen Anbindung dienende Lötverbindungen vorgesehen sein) . Bevorzugt sind als LEDs sogenannte SMD-Bauteile (Surface Mounted Device) , die in einem Reflow-Prozess aufgelötet werden. Über den Sockel kann das Leuchtmittel (von außen in der Anwendung) elektrisch angeschlossen werden . Die LEDs sind mit dem Sockel, also dessen zur Kontaktierung von außen dienenden Anschlussstellen, „elektrisch betreibbar" verbunden, es ist vorzugsweise eine Treiberelektronik zwischengeschaltet (zwischen den Anschlussstellen des Sockels und den LEDs) . Bevorzugt ist das Leuchtmittel für einen Betrieb an Netzspannung (mindestens 100 Volt) eingerichtet, kann also an die Sockel-Anschlussstellen Netzspannung angelegt werden und wird diese bevorzugt mit einer Treiberelektronik des Leuchtmittels für den Betrieb der LEDs angepasst. Das Leuchtmittel ist vorzugsweise als Glühlampen-Ersatz ausgelegt; der Sockel ist bevorzugt ein Edison-Sockel , besonders bevorzugt mit der Gewindekennung E27. Im Allgemeinen kann der Hüllkolben auch klar (durchsichtig) sein, vorzugsweise ist er jedoch mattiert, ist also bspw. (wenn das Leuchtmittel kein Licht emittiert) die Leiterplatte von außen durch den Hüllkolben allenfalls schemenhaft zu erkennen, vorzugsweise gar nicht. Die Mattierung kann bspw. über in das Hüllkolbenmaterial eingebettete Streuzentren, insbesondere Streupartikel, und/oder über an der Hüllkolbenoberfläche angeordnete Streuzentren erreicht werden, bspw. eine

Oberflächenanrauung und/oder Oberflächenbeschichtung . Bevorzugt ist eine innenseitige Beschichtung, also eine Beschichtung der den LEDs zugewandten Innenwandfläche, was in der Anwendung bspw. vor Kratzern schützen kann. Die Leiterplatte mit den LEDs ist derart in dem Hüllkolben angeordnet, dass ein Großteil des von den LEDs emittierten Lichts den Hüllkolben durchsetzt, also von innen nach außen tritt und in einer Anwendung nutzbar ist. „Großteil" kann insoweit bspw. mindestens 70 %, vorzugsweise mindestens 80 %, weiter bevorzugt mindestens 90 %, meinen; eine mögliche Obergrenze kann bspw. bei höchstens 99,9 % liegen. Das von den LEDs emittierte Licht kann direkt und/oder nach vorheriger Reflexion auf die Hüllkolbeninnenwand fallen und diesen dann nach außen durchsetzen .

Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist zumindest eine der Zerstreuungslinsen an ihrer der jeweiligen LED entgegengesetzten Seite eine Totalreflexionsfläche auf. Bevorzugt wird an dieser in Abhängigkeit vom Einfallswinkel nur ein Teil des darauf fallenden Lichts totalreflektiert und tritt ein anderer Teil hindurch, ist die Totalreflexionsfläche also zugleich auch Austrittsfläche. Es sollen bspw. in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens 20 %, 30 %, 40 % bzw. 50 % des von der/den, der jeweiligen Zerstreuungslinse zugeordneten LED(s) emittierten Lichts an der Totalreflexionsfläche reflektiert werden; mögliche Obergrenzen können bspw. bei 90 %, 80 % bzw. 70 % liegen. Die Totalreflexionsfläche ist also bevorzugt zugleich auch Austrittsfläche; ein Teil des Lichts (der unter geringem Einfallswinkel darauf fällt) tritt an der Totalreflexionsfläche aus der Zerstreuungslinse aus und ein anderer Teil (unter einem Einfallswinkel > 6 C ) wird totalreflektiert. Das totalreflektierte Licht wird von der LED-Hauptausbreitungsrichtung der jeweiligen LED weg reflektiert, es schließt also von einem totalreflektierten Strahlenbündel jeder der Strahlen der Totalreflexionsfläche nachgelagert einen größeren Winkel mit der LED-Hauptausbreitungsrichtung ein als der Totalreflexionsfläche vorgelagert .

Die Totalreflexionsfläche ist bevorzugt zumindest drehsymmetrisch, besonders bevorzugt rotationssymmetrisch. Bevorzugt durchsetzt eine entsprechende Achse der Dreh-/Rotationssymmetrie einen Flächenschwerpunkt der Lichtabstrahlfläche (n) der der Zerstreuungslinse zugeordneten LED(s). Die

Reflexionsfläche läuft in Richtung der jeweiligen LED(s) hin zu, hat also in dieser Richtung einen abnehmenden Durchmesser. Besonders bevorzugt entspricht sie der Mantelfläche eines mit seiner Spitze zu der/den jeweiligen LED(s) weisenden Kegels bzw. entsprechenden Kegelstumpfes .

Bevorzugt geht die Totalreflexionsfläche in einer umlaufenden Kante in eine seitliche Lichtaustrittsfläche der Zerstreuungslinse über. Für die seitliche Lichtaustrittsfläche ist die Form einer

Zylindermantelfläche bevorzugt, deren Rotationsachse weiter bevorzugt mit der Dreh-/Rotationsachse der Totalreflexionsfläche zusammenfällt. Im Sinne eines möglichst einfachen Aufbaus kann eine plane Lichteintrittsfläche bevorzugt sein, auf welcher die Dreh- bzw. Rotationsachsen der Totalreflexions- bzw. Lichtaustrittsfläche senkrecht stehen. Generell ist die Zerstreuungslinse vorzugweise aus einem Kunststoffmaterial vorgesehen, was etwa auch das Gewicht betreffend Vorteile bieten kann. Das KunstStoffmaterial kann bspw. Polycarbonat , Polymethylmethacrylat oder Silikon sein. Im Allgemeinen wäre indes auch Glas denkbar. Generell kann der Brechungsindex des Linsenmaterials bspw. bei mindestens 1,3, vorzugsweise mindestens 1,4, und (davon unabhängig) bspw. bei höchstens 1,8, 1,7 bzw. 1,6 liegen (jeweils genommen bei einer Wellenlänge von 589 nm) .

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Lichtaustrittsfläche der Zerstreuungslinse gekrümmt. An der gekrümmten Lichtaustrittsfläche wird zumindest ein Teil des von der jeweiligen LED emittierten Lichts, etwa mindestens 20 %, in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens 30 %, 40 % bzw. 50 %, von der jeweilige LED-Hauptausbreitungsrichtung weg gebrochen; mögliche Obergrenzen liegen bspw. bei höchstens 95 % bzw. 90 %. Die Lichtstrahlen eines entsprechend weg gebrochen Strahlenbündels schließen jeweils der gekrümmten Lichtaustrittsfläche vorgelagert einen kleineren Winkel mit der LED-Hauptausbreitungsrichtung ein als dieser nachgelagert .

Im Allgemeinen kann die Zerstreuungslinse das Licht auch kombiniert durch Reflexion und Brechung von der LED- Hauptausbreitungsrichtung weg verteilen. Bevorzugt kann jedoch eine der beiden Alternativen sein, also bspw. eine Zerstreuungslinse, die das Licht ausschließlich durch Brechung umverteilt. Generell ist die das Licht von der Hauptrichtung weg brechende Lichtaustrittsfläche vorzugsweise konvex gekrümmt.

Die Zerstreuungslinse kann im Allgemeinen auch in direktem optischen Kontakt mit der/den jeweiligen LED(s) vorgesehen sein. Die Zerstreuungslinse kann also bspw. direkt an die LED angeformt oder über ein Zwischenmaterial (mit bspw. einem Brechungsindex n zw > 1,2 bzw. > 1,3) verbunden sein. Als Zwischenmaterial ist ein Klebstoff bevorzugt, der zugleich einer mechanischen Befestigung der Zerstreuungslinse dienen kann. Der Brechungsindex des Zwischenmaterials liegt bevorzugt zwischen jenem des Linsenmaterials und dem eines den LED- Chip bedeckenden Vergussmaterials (wiederum bei 589 nm betrachtet) . In bevorzugter Ausgestaltung ist eine jeweilige Zerstreuungslinse jedoch mit ihrer Lichteintrittsfläche zu der jeweiligen LED über ein Gasvolumen beabstandet. Das Gas kann bspw. dem Gas im Hüllkolben entsprechen, also etwa ein gesondertes Füllgas oder auch Luft sein (siehe unten im Detail) . Die Lichteintrittsfläche ist bevorzugt konkav gekrümmt.

Im Falle der Zerstreuungslinse mit konvex gekrümmter Lichtaustrittsfläche ist die konkav gekrümmte Lichteintrittsfläche vorzugsweise stärker gekrümmt als die Lichtaustrittsfläche.

Bevorzugt hat eine jeweilige Zerstreuungslinse eine optische Achse und ist sie derart auf der Leiterplatte angeordnet, dass eine zu der optischen Achse parallele, von der Leiterplatte in Richtung der jeweiligen Zerstreuungslinse weisende optische Achsrichtung mit der Hauptrichtung der LED(s) der entsprechenden

Leiterplattenseite einen Winkel von dem Betrag nach in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt höchstens 20°, 15°, 10° bzw. 5° einschließt; besonders bevorzugt fallen die optische Achsrichtung und die jeweilige Hauptrichtung zusammen. Um ihre optische Achse ist die Zerstreuungslinse vorzugsweise dreh-, besonders bevorzugt rotationssymmetrisch, jedenfalls in ihrem von Licht durchstrahlten Bereich, also bspw. von Montageelementen (Zapfen/Löcher, siehe unten) abgesehen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform haben die erste und die zweite Zerstreuungslinse jeweils eine optische Achse und fallen diese optischen Achsen zusammen. Ist auf jeder Leiterplattenseite jeweils eine weitere Zerstreuungslinse vorgesehen, fallen bevorzugt auch die optischen Achsen der weiteren Zerstreuungslinsen zusammen. Ein entsprechend symmetrischer Aufbau kann bspw. im Hinblick auf eine möglichst gleichmäßige Leuchtdichteverteilung auf dem Hüllkolben vorteilhaft sein.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die erste und die zweite Zerstreuungslinse über einen Zapfen miteinander verbunden, welcher ein Durchgangsloch in der Leiterplatte durchsetzt und in zumindest eine der beiden Zerstreuungslinsen eingreift, also in ein Loch in der zumindest einen Zerstreuungslinse eingesteckt ist. Im Allgemeinen könnte auch ein zuvor zu beiden Zerstreuungslinsen gesonderter Zapfen vorgesehen und dementsprechend in beide Zerstreuungslinsen eingesteckt sein. Bevorzugt greift der Zapfen jedoch nur in genau eine der Zerstreuungslinsen ein und ist er mit der anderen der beiden monolithisch ausgebildet, bspw. gemeinsam im selben Spritzgussschritt hergestellt. Ein „monolithisches" Teil ist von statistisch verteilten Einschlüssen abgesehen in seinem Inneren frei von Materialgrenzen zwischen unterschiedlichen Materialien bzw. Materialien unterschiedlicher

Herstellungsgeschichte .

Generell sind die beiden Zerstreuungslinsen bevorzugt über mindestens zwei, weiter bevorzugt mindestens drei, Zapfen zusammengesteckt, die bevorzugt jeweils ein eigenes Durchgangsloch in der Leiterplatte durchsetzen. Bevorzugt sind nicht mehr als sechs bzw. fünf Zapfen für die beiden Zerstreuungslinsen vorgesehen, besonders bevorzugt sind es genau vier.

Ein jeweiliger Zapfen kann in der/den

Zerstreuungslinse (n) , in welche er eingreift, bspw. auch verklebt werden. Es kann dann der Zapfen-/Loch- Formschluss eine Relativverschiebbarkeit in Bezug auf die Flächenrichtungen der Leiterplatte blockieren und die KlebstoffVerbindung die beiden Zerstreuungslinsen in Bezug auf die Dickenrichtung zusammenhalten. Im Allgemeinen kann jedoch bspw. auch allein ein Kraftschluss den Zapfen in dem/den jeweiligen Loch/Löchern halten. Der Zapfen kann sich bspw. zu seinem freien Ende hin verjüngen und dann ein Stück weit in das Loch eingepresst darin sitzen.

In bevorzugter Ausgestaltung sind die erste und die zweite Zerstreuungslinse zueinander baugleich. Die Linsen können so bspw. mit demselben Spritzgusswerkzeug geformt werden, was Kosten optimieren helfen kann. Es weist dann bevorzugt jede der Zerstreuungslinsen sowohl einen Zapfen als auch ein Loch auf. Deren Anordnung ist dann derart, dass die Zerstreuungslinsen ein Stück weit verdreht zueinander zusammengesteckt werden, etwa im Falle von insgesamt vier Zapfen um 90° verdreht (vgl. Figuren 5 und 6 zur Illustration) .

Sind je Leiterplattenseite eine Mehrzahl Zerstreuungslinsen vorgesehen, können diese bevorzugt monolithisch miteinander ausgebildet sein, etwa als ein Spritzgussteil. Dies kann die Handhabung vereinfachen und bspw. auch Montage-/Justagefehler reduzieren helfen. Bevorzugt sind dann diese jeweils eine Mehrzahl Zerstreuungslinsen umfassenden Linsenteile im Gesamten baugleich zueinander (die auf entgegengesetzten Leiterplattenseiten angeordneten Linsenteile) .

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Leiterplatte mit den LEDs derart in dem Hüllkolben angeordnet, dass die LED-Hauptausbreitungsrichtungen mit einer zu der Hüllkolben-Längsachse parallelen, vom Sockel in Richtung Hüllkolben weisenden Längsrichtung einen Winkel von dem Betrag nach mindestens 80°, vorzugsweise mindestens 85°, und höchstens 100°, vorzugsweise höchstens 95°, einschließen; besonders bevorzugt stehen die LED-Hauptausbreitungsrichtungen jeweils senkrecht auf der Hüllkolben-Längsrichtung. Die Hüllkolben-Längsachse durchsetzt den Sockel; vorzugsweise ist der Hüllkolben um die Längsachse drehsymmetrisch, besonders bevorzugt rotationssymmetrisch. Es sollen sämtliche auf der Leiterplatte montierten LEDs mit ihrer jeweiligen LED- Hauptausbreitungsrichtung entsprechend zur Hüllkolben- Längsrichtung angeordnet sein, bevorzugt sämtliche LEDs des Leuchtmittels insgesamt. Generell sind vorzugsweise sämtliche LEDs des Leuchtmittels auf der Leiterplatte montiert .

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Lichtverteilung des Leuchtmittels derart homogenisiert, dass die bei einem Umlauf um die Hüllkolben-Längsachse (unter einem Höhenwinkel von 90°, also senkrecht zur Hüllkolben-Längsrichtung) , gemessene Lichtstärke allenfalls eine geringe Schwankung zeigt. Es soll also jeder auf diesem Umlauf genommene Lichtstärkewert mindestens 30 %, vorzugsweise mindestens 25 %, eines auf dem Umlauf genommenen Maximalwerts der Lichtstärke ausmachen. Bevorzugt zeigt die Lichtstärke auch unter anderen (je Umlauf aber immer konstanten) Höhenwinkeln eine entsprechend geringe Schwankung.

Bevorzugt wird in allen Richtungen, die mit der Hüllkolben-Längsrichtung (siehe vorne) einen Winkel zwischen 0° und einem Grenzwinkel einschließen, noch eine von Null verschiedene Lichtstärke gemessen, welche vorzugsweise mindestens 10 %, weiter bevorzugt mindestens 20 % bzw. 30 % einer maximalen Lichtstärke ausmacht. Der Grenzwinkel ist zunehmend bevorzugt größer als 90°, 100°, 110°, 120°, 130°, 140°, 150° bzw. 160°; bei Winkeln größer 170° kann die Lichtstärke gleich Null sein.

In bevorzugter Ausgestaltung ist die Leiterplatte aus einem Substrat, etwa FR4 , aufgebaut, dessen einander entgegengesetzte Seiten mit strukturiertem

Leiterbahnmaterial, vorzugsweise Kupfer, versehen sind, welches die Leiterbahnstruktur bildet. Das Substrat ist flächig und vorzugsweise plan, die einander entgegengesetzten Seitenflächen des Substrats liegen also jeweils in einer Ebene, welche Ebenen zueinander parallel sind (und um die Substratdicke zueinander beabstandet) . Bevorzugt ist ein nicht elektrisch leitfähiges Substrat, auf welches die Leiterbahnen weiter bevorzugt direkt aufgebracht sind.

Die Leiterplatte kann in bevorzugter Ausgestaltung aus einer Mehrzahl, also mindestens zwei und vorzugsweise nicht mehr als vier bzw. drei, besonders bevorzugt genau zwei, Substratlagen aufgebaut sein. Die bevorzugt zwei Substratlagen sind vorzugsweise jeweils einseitig mit Leiterbahnen versehen, es ist also je Substratlage eine Seitenfläche frei von Leiterbahnen; diese Substratlagen sind dann weiter bevorzugt mit ihren LED-freien Seitenflächen einander zugewandt zusammengesetzt, sodass also die Außenseitenflächen des resultierenden Mehrlagensubstrats dann mit den Leiterbahnen versehen sind. Die Substratlagen sind derart einstückig miteinander, dass sie nicht ohne Zerstörung einer davon oder eines sie verbindenden Teils, insbesondere einer Verbindungsschicht, voneinander getrennt werden können. Im Allgemeinen können sie auch bloß aneinander anliegen, vorzugsweise sind sie mit einer stoffschlüssigen Fügeverbindungsschicht , besonders bevorzugt einer Klebstoffschicht , miteinander verbunden. Sie können bspw. auch von zusammengesteckten Zerstreuungslinsen (siehe vorne) beisammen gehalten werden.

Die Substratlagen können bspw. aus dem vorstehend genannten FR4 vorgesehen sein, es kann die Leiterplatte also bspw. aus zwei jeweils einseitig mit Leiterbahnen versehenen Leiterplattenteilen zusammengesetzt sein. Die Leiterbahnen der beiden Leiterplattenteile können dann bspw. mit einer Klammer als Konnektor elektrisch leitend miteinander verbunden sein. Vorzugsweise sind die Substratlagen aus einem Polyester-Material vorgesehen, besonders bevorzugt ist Polyethylenterephthalat (PET) . Die Substratlagen können bspw. jeweils eine Dicke von mindestens 150 ym, 200 ym bzw. 250 ym und (davon unabhängig) von etwa nicht mehr als 500 ym, 450 ym, 400 ym bzw. 350 ym haben, jeweils in der Reihenfolge der Nennung zunehmend bevorzugt (im Allgemeinen wird als Dicke ein Mittelwert betrachtet, vorzugsweise ist sie konstant) .

Bevorzugt kann sein, dass die Substratlagen aus einem Substratblatt gebildet werden/sind, welches auf sich selbst zurückgelegt wird/ist; vorzugsweise ist das Substratblatt um eine Falzlinie auf sich selbst zurückgefaltet. Das Zurücklegen bzw. -falten erfolgt bevorzugt bei bereits auf dem Substratblatt montierten LEDs, was eine einseitige Bestückung (des Substratblatts) bei dann im Ergebnis gleichwohl beidseitig bestücktem Mehrlagensubstrat ermöglicht. Ein solcher Vorteil kann sich übrigens auch ergeben, wenn, wie vorstehend beschrieben, zwei jeweils einseitig mit Leiterbahnen versehene Leiterplattenteile zusammengesetzt werden und beim Zusammensetzen bereits jeweils LED-bestückt sind.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform, die auch unabhängig von einer Konkretisierung der Substratblattdicke von Interesse sein kann, haben die Leiterbahnen der Leiterbahnstruktur eine Dicke von mindestens 20 ym, vorzugsweise mindestens 25 ym, weiter bevorzugt mindestens 30 ym, besonders bevorzugt mindestens 35 ym. Vorteilhafte Obergrenzen können bspw. bei höchstens 100 ym, vorzugsweise höchstens 90 ym, weiter bevorzugt höchstens 80 ym, besonders bevorzugt höchstens 70 ym, liegen, wobei Ober- und Untergrenze wiederum auch unabhängig voneinander von Interesse sein können. Die Leiterbahnstruktur und das Mehrlagensubstrat sind einstückig miteinander, können also nicht zerstörungsfrei (ohne Zerstörung eines Teils des Verbunds) voneinander getrennt werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Kühlkörper in direktem thermischen Kontakt mit der Leiterplatte vorgesehen, der entweder selbst eine Außenfläche des Leuchtmittels bildet oder in direktem thermischen Kontakt mit einem Teil des Leuchtmittels vorgesehen ist, vorzugsweise einem zu dem Sockel gesonderten Gehäuseteil (siehe unten) , welches eine Außenfläche des Leuchtmittels bildet. Der thermische Widerstand R th des Kühlkörpers hängt bspw. von der thermischen Leitfähigkeit des Kühlkörpermaterials sowie von dessen Anbindung ab, soll jedoch höchstens 25 K/W betragen, wobei höchstens 20 K/W, 15 K/W, 10 K/W bzw. 5 K/W weitere, in der Reihenfolge der Nennung zunehmend bevorzugte Obergrenzen sind. Ein thermischer Kontaktwiderstand zwischen Leiterplatte und Kühlkörper soll bevorzugt eher klein sein, also bspw. nicht mehr als 50 %, 40 %, 30 %, 20 % bzw. 10 % des thermischen Widerstands R th des Kühlkörpers ausmachen; gleiches gilt für einen etwaigen thermischen Kontaktwiderstand zu dem die Außenfläche des Leuchtmittels bildenden Teil (soweit diese nicht der Kühlkörper selbst bildet) .

Als Kühlkörpermaterial ist ein Metall bevorzugt, etwa Aluminium, kann aber bspw. auch ein wärmeleitfähiger Kunststoff, also etwa ein Kunststoffmaterial mit zur Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit eingebetteten Partikeln, vorgesehen sein.

„In direktem thermischen Kontakt" meint allenfalls mit einer stoffschlüssigen Verbindungsschicht dazwischen, etwa einer Lotschicht, vorzugsweise direkt aneinander anliegend. Bevorzugt liegt der Kühlkörper (nach außen hin, zur Wärmeabfuhr) an einem zwischen dem Sockel und dem Hüllkolben angeordneten Gehäuseteil an, wobei das Gehäuseteil und der Kühlkörper weiter bevorzugt mit einer Übermaßpassung (Presspassung) aneinander gehalten sind, also der Kühlkörper in das Gehäuseteil eingepresst ist. Ist ein Kühlkörper vorgesehen, kann der Hüllkolben aus einem Kunststoffmaterial vorgesehen sein, was Kostenvorteile bieten kann. Der Hüllkolben muss auch bspw. kein abgeschlossenes Gasvolumen (mit thermisch leitfähigem Gas) zur Verfügung stellen, was den Aufwand reduzieren helfen kann. Wenngleich also der Hüllkolben das Volumen mit der Leiterplatte für sich und auch gemeinsam mit dem Sockel und/oder einem Gehäuseteil nicht hermetisch verschließen muss, kann es jedenfalls soweit abgeschlossen sein, dass einem Eindringen von Staub vorgebeugt werden kann. Das thermische Konzept erlaubt also bspw. von Lüftungschlitzen und dergleichen abzusehen, die anderenfalls einen Verschmutzungseintrag ermöglichen könnten. Der Hüllkolben für sich ist bevorzugt frei von (Innen- und Außenvolumen verbindenden) Schlitzen.

In bevorzugter Ausgestaltung liegen die Leiterplatte und der Kühlkörper direkt aneinander an und haben sie eine Anlagefläche aneinander, deren Flächeninhalt mindestens so groß ist wie ein mit LEDs belegter Flächenanteil der beiden Seitenflächen der Leiterplatte. Es werden also die Grundflächen der auf der Leiterplatte angeordneten LEDs aufsummiert und soll die Anlagefläche zwischen Kühlkörper und Leiterplatte mindestens dieser aufsummierten Fläche entsprechen. Die Anlagefläche wird sich bevorzugt in mehrere zueinander beabstandete Teilflächen gliedern (die bspw. jeweils von einer Feder gebildet werden, siehe unten) , wobei die Teilflächen dann weiter bevorzugt zu gleichen Anteilen auf die Seitenflächen der Leiterplatte aufgeteilt sind. Die „Grundfläche" einer LED wird an einer senkrechten Projektion der LED in eine zur Dickenrichtung der Leiterplatte senkrechte Ebene genommen .

Die Anlagefläche, die Leiterplatte und Kühlkörper aneinander haben, soll bspw. in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens 4 mm 2 , 8 mm 2 , 12 mm 2 , 16 mm 2 bzw. 20 mm 2 ausmachen. Mögliche Obergrenzen liegen (von den Untergrenzen unabhängig) z. B. bei höchstens 80 mm 2 bzw. 60 mm 2

In bevorzugter Ausgestaltung liegt der Kühlkörper an den einander entgegengesetzten Seitenflächen der Leiterplatte jeweils direkt mit einer Feder an, vorzugsweise jeweils mit mindestens zwei Federn, weiter bevorzugt jeweils genau zwei Federn. Die Leiterplatte ist zwischen den Federn, die jeweils eine Teilfläche der Anlagefläche bilden, kraftschlüssig gehalten; zum Bewegen der Leiterplatte entlang der Hüllkolben-Längsachse ist also ein gewisser Kraftaufwand erforderlich, die Leiterplatte kann bspw. zumindest gegen ein schwerkraftbedingtes Herausrutschen kraftschlüssig gehalten sein (bei zur Schwerkraftrichtung paralleler Hüllkolben-Längsachse) .

Je Feder kann die jeweilige Teilfläche der Anlagefläche einen Flächeninhalt von bspw. in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens 2 mm 2 , 3 mm 2 , 4 mm 2 , 5 mm 2 , 6 mm 2 , 7 mm 2 , 8 mm 2 bzw. 9 mm 2 haben. Mögliche Obergrenzen können (von den Untergrenzen unabhängig) bspw. bei höchstens 20 mm 2 bzw. 15 mm 2 liegen.

Je Feder ist bevorzugt, dass ein die Anlagefläche bildender Andrückbereich der Feder den LEDs näher als ein Verformungsbereich der Feder ist, dessen elastische Verformung jedenfalls den Großteil der Andrückkraft bedingt. Die Feder erstreckt sich also mit dem Andrückbereich zu den LEDs hin und somit in dem Leuchtmittel von dem Sockel weg. Die jeweilige Teilfläche (der Anlagefläche) kann so der LED möglichst nahe angeordnet werden, was die Wärmeabfuhr verbessern hilft. Generell kann bevorzugt sein, dass zumindest die erste und zweite LED (bevorzugt auch die dritte und vierte LED) von ihrer jeweilig zugeordneten Teilfläche der Anlagefläche einen kleinsten Abstand von nicht mehr als in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt 15 mm, 10 mm bzw. 5 mm haben. Mögliche Untergrenzen können bspw. bei mindestens 0,5 mm bzw. 1 mm liegen.

Bei einer Feder mit sich zu den LEDs hin erstreckendem Andrückbereich kann (von dem Verformungsbereich zu dem Andrückbereich gehend) im Anschluss an den Andrückbereich auch noch ein sich von der Leiterplatte weg erhebender Reflexionsbereich vorgesehen sein, auf den ein Teil des von der jeweiligen LED emittierten Lichts fällt und mit einer Richtungskomponente entlang der Hüllkolben- Längsachse reflektiert wird. Der Anteil lässt des darauf fallenden und reflektierten Lichts kann bspw. bei mindestens 5 % bzw. 10 % liegen (und etwa bei nicht mehr als 30 % bzw. 20 %) . In bevorzugter Ausgestaltung ist der Kühlkörper aus mindestens zwei Teilen zusammengesetzt, bevorzugt sind genau zwei Teile, wobei die Kühlkörperteile die Leiterplatte gemeinsam umschließen, und zwar in Bezug auf einen Umlauf um die Hüllkolben-Längsachse. „Zusammengesetzt" meint bspw. allenfalls über einen Kraft-, Form- und/oder Stoffschluss miteinander verbunden. Vorzugsweise werden die Kühlkörperteile derart an der Leiterplatte zusammengesetzt, dass mit dem Zusammensetzen des Kühlkörpers dieser auch bereits seine Position an der Leiterplatte hat (also wie dann auch im Leuchtmittel an der Leiterplatte angeordnet ist) . Vorzugsweise werden die Kühlkörperteile miteinander verrastet, sind sie dann also formschlüssig zusammengehalten. Bevorzugt wird der Kühlkörper nach dem Zusammensetzen in das Gehäuseteil (siehe vorne) eingesetzt, vorzugsweise eingepresst, hat also der Kühlkörper gegenüber dem Gehäuseteil Übermaß, um dann mit einer Übermaßpassung darin gehalten zu sein.

Anschließend wird der Hüllkolben an das Gehäuseteil gesetzt, und zwar vorzugsweise als für sich monolithisches Teil mit einer Bewegung entlang der Hüllkolben-Längsachse aufgesetzt. Vorzugsweise wird der Hüllkolben dabei ein Stück weit in das Gehäuseteil eingeschoben und verrastet damit. Von dem Zusammensetzen der Kühlkörperteile um die Leiterplatte abgesehen kann eine solche Herstellung aber bspw. auch im Falle eines einstückigen / monolithischen Kühlkörpers bevorzugt sein. Auch ein solcher Kühlkörper kann dann bspw. per Übermaßpassung in dem Gehäuseteil gehalten sein. Insbesondere im Falle des monolithischen Kühlkörpers (im Allgemeinen aber auch im Falle eines zusammengesetzten Kühlkörpers) können die Leiterplatte und der Kühlkörper im Allgemeinen auch stoffschlüssig miteinander verbunden sein, etwa mit einer Löt- oder vorzugsweise Schweißverbindung.

In bevorzugter Ausgestaltung des aus Kühlkörperteilen zusammengesetzten Kühlkörpers sind dieser und die Leiterplatte formschlüssig miteinander verbunden, wobei der Formschluss eine zur Hüllkolben-Längsachse parallele Relativbewegung von Leiterplatte und Kühlkörper blockieren soll. Vorzugsweise ist dazu in der Leiterplatte eine sich zwischen deren einander entgegengesetzten Seitenflächen erstreckende Nut vorgesehen, und zwar bevorzugt an einer sich parallel zu der Hüllkolben-Längsachse erstreckenden Kantenfläche der Leiterplatte, in der Nut springt die Kantenfläche gegenüber der übrigen Kantenfläche zurück. Der zusammengesetzte Kühlkörper greift dann in die Nut und hält die Leiterplatte insoweit in Position.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform grenzen der Hüllkolben und das zwischen Sockel und Hüllkolben angeordnete Gehäuseteil in einer (um die Hüllkolben- Längsachse) umlaufenden Linie aneinander und schattet der Kühlkörper diese Grenzlinie zu den LEDs hin ab, was einen direkten Lichteintrag verhindert, dass also Licht reflexionsfrei von den LEDs auf die Linie fällt. Dies kann beim Betrachten des Leuchtmittels von außen als ästhetisch ansprechender empfunden werden.

Selbstverständlich können der Hüllkolben und das Gehäuseteil umlaufend auch in einer Fläche aneinander grenzen; als „Grenzlinie" wird der von außen auf das Leuchtmittel blickend, an der Leuchtmittel-Außenfläche sichtbare Übergang zwischen Gehäuseteil und Hüllkolben betrachtet .

Ein zwischen Sockel und Hüllkolben angeordnetes, mit den beiden zusammengesetztes (vgl. die vorstehende Offenbarung zu diesem Begriff) Gehäuseteil ist generell bevorzugt, wobei sich das Gehäuseteil bezogen auf eine entlang der Hüllkolben-Längsachse genommene Gesamtlänge des Leuchtmittels (von Sockelende zu entgegengesetztem Hüllkolbenende) über bspw. mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, dieser Gesamtlänge erstrecken kann; mögliche Obergrenzen liegen bspw. bei höchstens 40 % bzw. 30 %.

Das Leuchtmittel kann aber im Allgemeinen auch ohne ein solches Gehäuseteil gefasst sein, wobei dann Hüllkolben und Sockel direkt zusammengesetzt sind, also aneinander grenzen (wie bei einer konventionellen Glühlampe) . Die Treiberelektronik kann dann bspw. in dem Sockel untergebracht sein. Um eine Glühlampenform mit sich zum Sockel hin verjüngenden Hüllkolben nachempfinden zu können, wird der Hüllkolben in diesem Fall bevorzugt aus zwei Halbschallen zusammengesetzt, die weiter bevorzugt in einer die Hüllkolben-Längsachse beinhaltenden Ebene aneinander grenzen.

Unabhängig von dieser Ausgestaltung (mit/ohne Gehäuseteil) und dem Hüllkolben im Einzelnen ist in bevorzugter Ausgestaltung die Treiberelektronik zur Versorgung der LEDs mit diesen auf derselben Leiterplatte angeordnet. Bevorzugt weist das Leuchtmittel nur eine einzige Leiterplatte auf, was schon an sich Kostenvorteile bietet und auch den Montageaufwand reduzieren helfen kann. Da das Leuchtmittel mit einem Kühlkörper versehen ist, ist zu Kühlzwecken bspw. keine Evakuierung und Befüllung des Hüllkolbens mit thermisch leitfähigem Gas erforderlich, sondern kann der Hüllkolben mit Luft gefüllt sein. In demselben Luftvolumen können nun gehäuste elektronische Bauteile (Treiberelektronik) angeordnet sein, was bei einem thermisch leitfähigen Gas nachteilig wäre, bspw. aufgrund des Ausgasens der Pressmasse .

Bei einer anderen bevorzugtem Ausführungsform ist ein Glas-Hüllkolben vorgesehen und begrenzt dieser ein abgeschlossenes Volumen. Dieses ist bevorzugt mit einem Füllgas gefüllt, das eine im Vergleich zu Luft (dem Gasgemisch der Erdatmosphäre auf Höhe des Meeresspiegels) höhere thermische Leitfähigkeit hat. Das Füllgas kann bspw. Helium aufweisen, und zwar zu einem größeren Anteil als Luft, etwa zu einem Anteil von in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens 50 Vol.-%, 70 Vol.-%, 99 Vol.-%. Das Helium in dem Füllgas kann bspw. mit Luft und/oder Stickstoff und/oder Sauerstoff gemischt sein.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Leiterplatte mit den LEDs dann vollständig innerhalb des von dem Glas-Hüllkolben begrenzten Füllgasvolumens angeordnet, erstreckt sie sich also nicht durch die Hüllkolbenwand hindurch. Weiter bevorzugt ist sie auch zu einer das Füllgasvolumen begrenzenden Innenwandfläche des Hüllkolbens beabstandet, liegt sie also nicht daran an.

In weiterer Ausgestaltung der vollständig innerhalb des Füllgasvolumens angeordneten Leiterplatte ist diese frei von einer Treiberelektronik, sind also vorzugsweise ausschließlich die LEDs auf der Leiterplatte angeordnet und elektrisch leitend mit der Leiterbahnstruktur verbunden. Die bevorzugt gleichwohl in das Leuchtmittel integrierte Treiberelektronik ist dann bspw. im Sockel angeordnet, etwa auf einer zweiten Leiterplatte. Indem innerhalb des Füllgasvolumens keine Treiberelektronik vorgesehen wird (das Füllgasvolumen frei davon ist) , kann bspw. einer Verunreinigung des Füllgases, welche bspw. die LEDs beschädigen könnte, vorgebeugt werden. So muss dann bei der Konzeption der Treiberelektronik nicht gesondert darauf Rücksicht genommen werden, ob bspw. Komponenten der Gehäusetechnik (z. B. die Pressmasse) ausgasen; es müssen also nicht aufwändige Spezialbauteile verwendet werden, was insbesondere hinsichtlich einer Massenfertigung die Kosten optimieren helfen kann.

Generell hat die Leiterplatte vorzugsweise eine in einer der Flächenrichtungen genommene Weite von nicht mehr als 30 mm, wobei höchstens 25 mm weiter und höchstens 20 mm besonders bevorzugt sind. Mögliche Untergrenzen können bspw. bei mindestens 15 mm bzw. 18 mm liegen. In einer zu der eben genannten Flächenrichtung senkrechten Flächenrichtung hat die Leiterplatte vorzugsweise eine Länge von nicht mehr als 60 mm, wobei höchstens 55 mm weiter und höchstens 50 mm besonders bevorzugt sind. In dem Leuchtmittel ist die Leiterplatte bevorzugt derart orientiert, dass ihre Weite senkrecht zur Hüllkolben- Längsachse genommen wird. Ihre Längenerstreckung hat die Leiterplatte dann parallel zur Hüllkolben-Längsachse.

Die angegebenen Obergrenzen sind dahingehend zu verstehen, dass die Leiterplatte insbesondere im Falle der Weite über ihre gesamte Länge eine Weite hat, die kleiner/gleich der Obergrenze ist. Bevorzugt gilt dies analog für die Untergrenze und/oder entsprechend für die Ober-/Untergrenze der Länge. Wenngleich im Allgemeinen aus bspw. thermischen Gründen eine möglichst große Leiterplatte bevorzugt sein kann, kann eine Begrenzung der Leiterplattenweite etwa dahingehend vorteilhaft sein, dass das Leuchtmittel so unter Rückgriff auf Fertigungsschritte einer konventionellen Glühlampe hergestellt werden kann. Es kann bspw. der Glühlampenfertigung vergleichbar ein sich zu einer Öffnung hin verjüngender Glaskolben vorgesehen werden - anstelle eines Lampenfußes mit Glühwendel wird dann bspw. ein Lampenfuß mit Leiterplatte eingesetzt. Dabei kann die in ihrer Weite beschränkte Leiterplatte durch die Öffnung verringerten Durchmessers (verringert aufgrund der Verjüngung) eingebracht werden. In Herstellungshinsicht wird also eine Kompabilität zu bestehenden Prozessschritten bzw. Zwischenprodukten geschaffen .

Vorzugsweise ist der bevorzugt mattierte Hüllkolben zur Mattierung innenseitig beschichtet (siehe vorne) , und zwar weiter bevorzugt mit einer kratzfesten Beschichtung . In Bezug auf die Handhabung des fertigen Leuchtmittels durch einen Benutzer ist die mattierende Beschichtung zwar ohnehin durch die Anordnung an der Hüllkolbenwandinnenflache geschützt; mit dem Vorsehen einer kratzfesten Beschichtung kann jedoch vorteilhafterweise einer Beschädigung derselben beim Zusammenbau des Leuchtmittels vorgebeugt werden. Im Kontext der Herstellung wird vorliegend mit „Glaskolben" ein Vorstadium des Hüllkolbens bezeichnet, welches durch die einseitige Öffnung, zu welcher hin sich der Glaskolben verjüngt, gekennzeichnet ist. Durch Schließen der Öffnung des Glaskolbens wird der ein abgeschlossenes Volumen begrenzender Hüllkolben hergestellt, wobei vorzugsweise die sich verjüngende, also birnenförmige Gestalt unverändert bleibt.

Die Glaskolbenöffnung muss dabei nicht notwendigerweise in einem einzigen Schritt verschlossen werden. Bevorzugt ist die Leiterplatte in einem Lampenfuß aus Glas gehalten und wird dieser an die Öffnung gesetzt und mit dem Glaskolben verschmolzen. Dabei verschließt der Lampenfuß seinerseits die Öffnung jedoch vorzugsweise noch nicht vollständig, sondern stellt er noch einen Kanal zur Verfügung, über welchen das Glaskolbeninnenvolumen druckfluidisch zugänglich ist. Über den Kanal wird das Füllgas in das Glaskolbeninnenvolumen eingebracht, und anschließend wird der Kanal verschlossen, bevorzugt durch ein Anschmelzen von Glas. Vor dem Einbringen des Füllgases wird das Glaskolbeninnenvolumen über den Kanal bevorzugt zumindest teilweise evakuiert.

Bevorzugt durchdringen den Lampenfuß aus Glas, wenn er an die Öffnung des Glaskolbens gesetzt wird, bereits Stromzuführungen, bspw. aus Draht, die mit der Leiterplatte elektrisch leitend verbunden sind, über welche also die LEDs elektrisch betreibbar / kontaktierbar sind. Nach dem Ansetzen des Lampenfußes und bevorzugt auch nach dem Verschließen des Glaskolbens wird dann der Sockel elektrisch leitend mit den Stromzuführungen verbunden und an den Hüllkolben gesetzt, bspw. stoffschlüssig damit verbunden, etwa verklebt. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, wobei die einzelnen Merkmale im Rahmen der nebengeordneten Ansprüche auch in anderer Kombination erfindungswesentlich sein können und auch weiterhin nicht im Einzelnen zwischen den verschiedenen

Anspruchskategorien unterschieden wird.

Im Einzelnen zeigt

Figur 1 ein erstes erfindungsgemäßes Leuchtmittel in einer Schrägansicht;

Figur 2 das Leuchtmittel gemäß Figur 1 in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht;

Figur 3 zur Illustration der

Zerstreuungslinsenfunktion eine Detailansicht zu der Seitenansicht gemäß Figur 2;

Figur 4a, b Lichtverteilungskurven zur Illustration des

Einflusses der Zerstreuungslinsenfunktion auf die Lichtverteilung;

Figur 5 eine Zerstreuungslinse des Leuchtmittels gemäß den Figuren 1 und 2 in einer Schrägansicht von unten;

Figur 6 die Montage zweier Zerstreuungslinsen gemäß

Figur 5 in dem Leuchtmittel gemäß den Figuren 1 und 2 ; Figur 7 ein zweites erfindungsgemäßes Leuchtmittel in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht;

Figur 8 Zerstreuungslinsen des Leuchtmittels gemäß

Figur 7 mit Strahlenbündeln zur Illustration der Zerstreuungsfunktion;

Figur 9a, b Zerstreuungslinsen für ein drittes erfindungsgemäßes Leuchtmittel mit zwei LEDs je Leiterplattenseite;

Figur lOa-d den Zusammenbau des Leuchtmittels gemäß Figur

7 in mehreren Schritten;

Figur 11 die Leiterplatte eines erfindungsgemäßen

Leuchtmittels in einem schematischen Schnitt.

Bevorzugte Ausführung der Erfindung

Figur 1 zeigt ein erstes erfindungsgemäßes Leuchtmittel 1, nämlich eine LED-bestückte Leiterplatte 2, die in einem Hüllkolben 3 angeordnet und mit einem Sockel 4 elektrisch leitend verbunden ist (nicht im Einzelnen dargestellt) . Bei dem Sockel 4 handelt es sich um einen E27-Schraubsockel, das Leuchtmittel 1 ist also als Glühlampen-Ersatz ausgelegt. Erfindungsgemäß ist die Leiterplatte 2 beidseitig LED-bestückt und wird das LED- Licht jeweils mit einer Zerstreuungslinse 5 aufgeweitet.

Die teilweise geschnittene Seitenansicht gemäß Figur 2 illustriert den Aufbau weiter im Detail, es ist auf jeder Seite 20a, b der Leiterplatte 2 jeweils eine LED 21a, b montiert und dabei elektrisch leitend mit einer Leiterbahnstruktur der Leiterplatte 2 verbunden (nicht im Einzelnen dargestellt) . Ferner ist jeder der LEDs 21a, b eine jeweilige Zerstreuungslinse 5a, b derart zugeordnet, dass das LED-Licht auf eine jeweilige Lichteintrittsfläche 31a, b der jeweiligen

Zerstreuungslinse 5a, b fällt, diese durchsetzt und dann an einer jeweiligen Lichtaustrittsfläche 32a, b austritt, vgl. die Detailansicht gemäß Figur 3.

Bei der in Figur 3 rechten LED 21b ist exemplarisch ein Strahlenbündel dargestellt, das einem Teil des Gesamtstrahlenbündels (des gesamten LED-Lichts) entspricht. Die Lichteintrittsflächen 31 sind jeweils derart konkav gekrümmt, dass jeweils von einem Flächenschwerpunkt 33a, b einer jeweiligen Lichtabstrahlfläche 34a, b der jeweiligen LED 21a, b ausgehende Strahlen näherungsweise senkrecht auf der jeweiligen Lichteintrittsfläche 31a, b stehen, vgl. das exemplarische Strahlenbündel.

Die Lichtaustrittsflächen 32a, b sind jeweils konvex gekrümmt, wobei der Krümmungsradius größer als jener der Lichteintrittsflächen 31a, b ist. Die optische Pfadlänge innerhalb der Zerstreuungslinse 5a, b, die also ein jeweiliger Lichtstrahl „sieht", nimmt mit zunehmender Verkippung gegenüber einer jeweiligen optischen Achse 35a, b zu. In einfachen Worten werden die Zerstreuungslinsen jeweils zum Rand hin dicker. An der Lichtaustrittsfläche 32a, b werden die Strahlen dann jeweils von einer jeweiligen LED-

Hauptausbreitungsrichtung 36a, b, mit welcher die entsprechende LED 21a, b das Licht schwerpunktmäßig emittiert, weg gebrochen. Die Lichtstärkeverteilung ist also der Zerstreuungslinse 5a, b nachgelagert jeweils aufgeweitet .

Die Zerstreuungslinsen 5a, b sind derart angeordnet, dass ihre optischen Achsen 35a, b zusammenfallen. Die Zerstreuungslinsen 5a, b haben jeweils einen senkrecht zur ihrer optischen Achse 35a, b genommenen Durchmesser von 12,7 mm; die entlang der optischen Achse 35a, b genommene Höhe beträgt jeweils 4,5 mm. Die Figuren 4a und b zeigen Lichtverteilungskurven, welche die mit den Zerstreuungslinsen erreichte Homogenisierung illustrieren. Dabei ist die normierte Strahlstärke I/I max in einem Polardiagramm aufgetragen, wobei der Winkel Θ dem Höhenwinkel Θ in Kugelkoordinaten entspricht. Der Sockel liegt bei einem Winkel Θ von 180°, von dem Sockel weg erstreckt sich die Hüllkolben- Längsachse durch den Hüllkolben bei einem Winkel Θ von 0° .

Eine erste Lichtverteilungskurve 40a ist dann bei einem Azimuth-Winkel genommen, bei welchem der Blick seitlich auf die Leiterplatte 2 fällt, entsprechend der Ansicht gemäß Figur 2. Eine zweite Lichtverteilungskurve 40b ist demgegenüber bei einem Azimuth-Winkel genommen, bei welchem bei einem Höhenwinkel von +/- 90° eine Aufsicht auf die jeweilige Leiterplattenseite 20a, b gegeben ist, also der jeweiligen LED-Hauptausbreitungsrichtung 36a, b genau entgegengesetzt auf die jeweilige LED 21a, b geblickt wird. Die Lichtverteilungskurven 40a, b wurden jeweils mit einer Raytracing-Simulation ermittelt. Figur 4a zeigt zwei entsprechende Lichtverteilungskurven 40a, b für das Leuchtmittel 1 gemäß den Figuren 1 und 2. Aufgrund der Aufweitung der Lichtstärkeverteilung mittels der Zerstreuungslinsen 5a, b ist die Abhängigkeit von dem Azimuth-Winkel vergleichsweise gering. Die

Zerstreuungslinsen 5a, b verteilen das Licht zur Seite hin, also in die Flächenrichtungen der Leiterplatte 2, vgl . auch Figur 3.

Die erreichte Homogenisierung illustriert insbesondere der Vergleich mit Figur 4b. Hierbei wurde derselbe Aufbau ohne die Zerstreuungslinsen 5a, b betrachtet und ergibt sich ein erheblicher Unterschied zwischen der Blickrichtung „Aufsicht auf die LEDs"

(Lichtverteilungskurve 40b) und der Blickrichtung „Seitenansicht der LEDs" (Lichtverteilungskurve 40a) . Abgesehen von dieser mit dem erfindungsgemäßen Aufbau also erreichten Homogenisierung in Bezug auf den Azimuth- Winkel verringert sich auch die Schwankung in Bezug auf den Winkel Θ. Dies zeigt insbesondere der direkte Vergleich der Lichtverteilungskurven 40b gemäß den Figuren 4a und 4b.

Figur 5 zeigt eine der Zerstreuungslinsen 5 des Leuchtmittels gemäß den Figuren 1 und 2 in einer Schrägansicht von unten, auf die Lichteintrittsfläche 31 blickend (gleichwohl ist auch ein Teil der Lichtaustrittsfläche 32 zu sehen) .

An die Zerstreuungslinse 5 sind zwei Zapfen 50 angeformt; sie sind gemeinsam mit der Zerstreuungslinse 5 spritzgegossen und so monolithisch damit ausgebildet. Ferner sind in der Zerstreuungslinse 5 zwei Löcher 51 vorgesehen, in welche dann bei der Montage der Zerstreuungslinsen 5 die Zapfen 50 der anderen Zerstreuungslinse 5 eingeschoben werden können. Diesen Zusammenbau illustriert Figur 6 im Detail. Die Zapfen 50 erstrecken sich jeweils durch ein Durchgangsloch in der Leiterplatte 2 und greifen in ein jeweilig zugeordnetes Loch 51 der jeweils anderen Zerstreuungslinse 5a, b ein. Die Zerstreuungslinsen 5a, b sind baugleich und um ihre optischen Achsen 35a, b um 90° zueinander verdreht montiert.

Figur 7 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Leuchtmittel 1, und zwar in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht. Im Gegensatz zu dem Leuchtmittel 1 gemäß den Figuren 1 und 2 sind vorliegend je Leiterplattenseite 20a, b zwei LEDs 21aa, ab, ba, bb vorgesehen, denen jeweils eine Zerstreuungslinse 5aa, ab, ba, bb zugeordnet ist, wobei es sich im Gegensatz zu den bisherigen Ausführungsformen um Totalreflexionslinsen handelt. Das Leuchtmittel 1 gemäß Figur 7 unterscheidet sich von jenem gemäß den Figuren 1 und 2 auch in der Montage. So ist der Hüllkolben 3 vorliegend aus Kunststoff vorgesehen und mit Luft gefüllt. Der Kunststoff-Hüllkolben 3 ist in ein Gehäuseteil 70 eingeschoben, in welchem ein Kühlkörper zur Kühlung der Leiterplatte 2 angeordnet ist, vgl. Figur 10 im Detail.

Demgegenüber ist der Hüllkolben 3 des Leuchtmittels 1 gemäß Figur 1 aus Glas vorgesehen und zur thermischen Optimierung mit einem Helium-haltigen Füllgas gefüllt. Figur 8 zeigt eine Detailansicht des Leuchtmittels 1 gemäß Figur 7, nämlich zwei der Zerstreuungslinsen 5. Für die in der Figur rechte Zerstreuungslinse 5ba sind dabei exemplarisch zwei Strahlenbündel eingezeichnet, welche die Funktion illustrieren. Fällt Licht unter einem Einfallswinkel kleiner 6 C auf die Totalreflexionsfläche 80, durchsetzt es diese. Demgegenüber wird unter einem Einfallswinkel größer 6 C einfallendes Licht daran totalreflektiert und damit zur Seite hin verteilt. Im Ergebnis wird den Zerstreuungslinsen 5 gemäß dem Leuchtmittel der Figuren 1 und 2 vergleichbar Licht von der jeweiligen LED-Hauptausbreitungsrichtung 36 weg verteilt, vorliegend durch Totalreflexion. Dies illustriert das in Figur 8 obere Strahlenbündel. Es tritt an einer seitlichen Lichtaustrittsfläche 81 aus.

Die Zerstreuungslinsen 5 gemäß den Figuren 7 und 8 haben jeweils eine plane Lichteintrittsfläche. Im Allgemeinen könnte diese auch direkt auf die jeweilige LED 21 aufgeklebt sein, vorliegend ist sie jedoch über einen Luftspalt dazu beabstandet. Die Zerstreuungslinsen 5 sind über nicht dargestellte Träger an der Leiterplatte 2 montiert .

Die Figuren 9a, b zeigen Zerstreuungslinsen 5 für ein weiteres erfindungsgemäßes Leuchtmittel, bei welchem jenem gemäß Figur 7 entsprechend je Leiterplattenseite 20a, b jeweils zwei LEDs vorgesehen sind. Im Gegensatz zu dem Leuchtmittel 1 gemäß Figur 7 zerstreuen die Zerstreuungslinsen 5 gemäß Figur 9 das Licht jedoch mittels Lichtbrechung an der jeweiligen konvex gekrümmten Lichtaustrittsfläche 32. Insoweit wird auf die vorstehende Beschreibung, insbesondere zu Figur 3, verwiesen .

Die beiden Zerstreuungslinsen 5 gemäß Figur 9 sind als ein monolithisches Teil geformt, je Leiterplattenseite 20a, b wird dann ein solches Linsenteil angeordnet. Zur Befestigung der Zerstreuungslinsen 5 an der Leiterplatte 2 sind wiederum Zapfen 50 monolithisch an die Zerstreuungslinsen 5 angeformt, welche dann jeweils ein jeweiliges Durchgangsloch in der Leiterplatte 2 durchsetzen und in ein Loch 51 der an der jeweilig entgegengesetzten Leiterplattenseite 20a, b angeordneten Zerstreuungslinse 5 (bzw. dem Zerstreuungslinsenteil) eingreifen. Es wird auf die Beschreibung zu Figur 5 verwiesen . Figur 10 veranschaulicht den Zusammenbau des Leuchtmittels 1 gemäß Figur 7 in mehreren Schritten. Zunächst sind der Hüllkolben 3 und die Leiterplatte 2 gesonderte Teile. Ferner ist auch der Kühlkörper 71 aus zwei zunächst gesonderten Kühlkörperteilen 71a, b vorgesehen (Figur 10a) . In einem ersten Schritt werden die beiden Kühlkörperteile 71a, b an die Leiterplatte 2 gesetzt, wird also der Kühlkörper 71 in seiner Position an der Leiterplatte 2 zusammengesetzt (Figur 10b) .

Mit dem Zusammensetzen des Kühlkörpers 71 legen sich am Kühlkörper vorgesehene Federn 72 an die Leiterplatte 2 an. Ferner ist in der Leiterplatte 2 eine Nut 52 vorgesehen, in welche der Kühlkörper 71 eingreift. Die Leiterplatte 2 und der Kühlkörper 71 sind so in ihrer Relativposition in Bezug auf die Hüllkolben-Längsachse 73 festgelegt .

Auch das Gehäuseteil 70 und der Sockel 4 sind zunächst gesonderte Teile, die zusammengesetzt werden (Figur 10b) . In einem nächsten Schritt wird die Einheit aus der Leiterplatte 2 mit dem Kühlkörper 71 in das Gehäuseteil 70 eingepresst (entlang der Hüllkolben-Längsachse 73) und ist dann durch Übermaßpassung darin gehalten (Figur 10c) .

In einem letzten Schritt (Figur lOd) wird dann der Hüllkolben 3 mit einer Bewegung entlang der Hüllkolben- Längsachse 73 angesetzt, und zwar ein Stück weit in das Gehäuseteil 70 eingesetzt. Der Hüllkolben 3 ist dann formschlüssig in dem Gehäuseteil 70 gehalten.

Figur 11 zeigt ein aus einem Substratblatt gefaltetes Mehrlagensubstrat als Leiterplatte. Das Mehrlagensubstrat gemäß Figur 11 weist einen Träger 110 auf, nämlich eine Aluminiumplatte. Diese dient zugleich einer mechanischen Stabilisierung der aus dem Substratblatt gebildeten Substratlagen lila, b und einer verbesserten Wärmeabfuhr von den LEDs 21a, b. Ferner sind in diesem schematischen Schnitt zwei Fügeverbindungsschichten 112a, b zu erkennen, nämlich beidseits des Trägers 110. Mit jeder der Fügeverbindungsschichten 112a, b ist jeweils eine der Substratlagen lila, b Stoffschlüssig mit dem Träger 110 und damit auch mit dem übrigen Mehrlagensubstrat verbunden .

Zur Herstellung kann auf eine Seitenfläche 113 des Substratblatts, welche der dann die Außenseitenflächen 20a, b des Mehrlagensubstrats bildenden Seitenfläche 114 entgegengesetzt liegt, ein Klebstofffilm aufgebracht werden. Anschließend wird das Substratblatt um den Träger 110 und so auf sich selbst zurückgefaltet. Dabei sind bereits die LEDs 21a, b auf dem Substratblatt montiert und jeweils elektrisch leitend mit auf dessen Seitenfläche 114 angeordneten Leiterbahnen 115a, b verbunden (etwa über ein Niedrigtemperatur-Lot oder einen leitfähigen Klebstoff) .